MIQ day 9 – lockdown for everyone now

Hallo liebe Leser, heute mal etwas später als gewohnt (inzwischen ist es hier Donnerstag morgen), aber gestern Abend nach dem Telefonat mit Moni (yayyyyy, highlight of the day!!!) war ich zu müde! Aber besser spät als nie 😉

Der Morgen begann mit einem wunderschönen Sonnenaufgang, aber am Horizont konnte man schon die dunklen Wolken sich zusammen brauen sehen… Doch zumindest den Start des Tages verbrachten wir mit einem Sonnenbad:

Good morning! 🙂

Das Frühstück war heute, wie bestellt, sehr unspektakulär, aber da wir eh noch so viel Obst hier haben, machte ich einen Obstsalat und wir aßen ihn mit dem Cereal und dem Joghurt von unserem Frühstück, war sehr lecker, und ausnahmsweise mal relativ gesund und relativ kalorienarm (das Croissant hab ich nicht gegessen). 😉

Frühstück.

Danach schauten wir ausnahmsweise mal Fernsehen, um Neuigkeiten bezüglich des landesweiten Lockdowns zu erfahren. Inzwischen (Stand Mittwoch Abend) gibt es 10 bekannte Covid-Fälle, bis auf den ersten Fall alles Leute zwischen 20-30 Jahren, die am Wochenende fleißig unterwegs waren, weswegen es inzwischen mehr als 70 sogenannte „locations of interests“ gibt, also Orte möglicher Ansteckung. D.h. alle Leute, die an bestimmten Tagen an diesen Orten waren, sind dazu aufgerufen, sich testen zu lassen, was einige tausend Leute sein dürften, da es sich zum Teil um Clubs, Bars und Restaurants handelt. Ein Infizierter ist Lehrer an der größten High School in Auckland und hatte mit dementsprechend vielen Schülern zu tun, ein anderer ist Student und saß mit vielen anderen Studenten in Vorlesungen, und eine dritte Person ist eine Krankenschwester, die natürlich die letzten Tage auch ganz normal gearbeitet hat. Mit anderen Worten: Hier wird mit einer noch wesentlich höheren Zahl von Infizierten zu rechnen sein, Epidemiologen denken an 80-120… Das hängt wohl auch davon ab, woher das Virus kam, denn das ist noch nicht raus. Durch Genomsequenzierung weiß man, dass das Virus seinen Ursprung in New South Wales in Australien hatte, aber bisher wurde noch kein Zusammenhang zu den Infizierten gefunden. Es bleibt also spannend hier – ich glaube nicht, dass es bei einer Woche Lockdown bleiben wird…

Schlagzeile im „NZ Herald“ diesen Morgen – abends waren es dann schon 10 Fälle.

Unser Problem ist jetzt natürlich, ob wir heimkommen oder nicht. Bei dem Gespräch mit den „Defense Forces“, die hier im Hotel für uns zuständig sind und uns be-/überwachen, meinte die Dame am Telefon, dass wir natürlich heim können, und bisher scheint unser Flug am Montag auch noch zu gehen… mal sehen.

Ansonsten taten wir, was wir sonst so tun: am Handy/Computer rumspielen, Paddy erledigte sein Coding und seine E-Mails, lesen, … Und dann gab es auch schon Mittagessen, das wie bestellt übersichtlich ausfiel, denn wir teilten uns ein zugegebenermaßen großes, sehr leckeres Sandwich mit Wedges und Salat:

Mittagessen.

Da wir gestern schon wieder vergessen hatten, unseren Walk zu buchen, mussten wir heute nehmen, was wir kriegen konnten, was einen Spot um 13.00 Uhr bedeutete. Und wie sich herausstellte, war das echt eine gute Wahl, denn wir waren nur 6 Leute, und das Wetter war wenigstens halbwegs ok – später wurde es dann richtig schlecht. Es war stürmisch, 45 km/h Wind mit noch stärkeren Böen, und es regnete kurz dreimal während der 45 Minuten, aber die meiste Zeit über war es trocken und die Sonne schien auch ab und zu – richtiges Aprilwetter! Aber es hat sich trotzdem gut angefühlt, mal aus dem Zimmer raus und an die frische Luft zu kommen! Und es gab eine neue Fensterdekoration:

Ich denke mal, das „Don’t panic!“ bezieht sich auf den Covid-Ausbruch.

Nach 4 km strammem Gehen im Kreis in unserem Laufstall, in dem wir jetzt jeden Quadratzentimeter abgelaufen sind, fanden wir uns in unserem Zimmer wieder und machten Musik zusammen – bis eine Saite von Paddy’s Gitarre riss. Daraufhin war erstmal Reparatur angesagt – zum Glück hatte Paddy in Aschaffenburg ein Set neuer Saiten gekauft, die er jetzt aufziehen konnte:

Sieht komisch aus, so ohne Saiten…

Aber das dauerte eine Weile, so dass wir leider nicht mehr dazu kamen, was Neues aufzunehmen und mit euch zu teilen, sorry. Vielleicht klappt das morgen wieder 🙂

Das Abendessen kam heute relativ spät, und zu unserer Überraschung hatten wir das erste Mal, seit wir hier sind, wieder so was ähnliches wie Hunger! Und es war wie immer super-lecker! Ich hatte das vegetarische Thai Curry bestellt, Paddy das mit Fisch und Garnelen, beides war super! Dazu vernichteten wir unsere vorletzte Flasche Bier bzw. die vorletzte Dose Cider.

Abendessen.

Da sonst nicht viel passiert ist bei uns, hab ich mich heute mal ein bisschen auf unser Müllproblem konzentriert. Ich hab euch ja schon erzählt, dass hier wahnsinnig viel Müll produziert wird mit dem ganzen Take Out food, und das habe ich heute für euch mal fotografisch festgehalten:

Das ist der Müll von gestern mittag bis heute Abend, also 5 Mahlzeiten…
… der dann in einen Plastiksack verpackt werden und luftdicht verschlossen werden muss, damit auch kein Virus nach außen dringen kann.

Wir haben zwar schon versucht, es etwas zu reduzieren, indem wir unser Plastikbesteck abspülen und wiederverwenden und nicht mit jeder Mahlzeit neues Plastikbesteck bekommen, aber das ist leider nur ein kleiner Teil des Abfalls. Wie ihr euch denken könnt, findet hier keine Mülltrennung statt, was in Neuseeland sowieso keine so große Sache ist, es wird aber unter normalen Umständen zumindest ansatzweise versucht… Für einen Deutschen ist das gar nicht so einfach, und umgekehrt ist es für Neuseeländer bei uns nicht so einfach mit der Mülltrennung, wie ihr in dem folgenden Video sehen könnt:

Lifeswap: Mülltrennung in Deutschland.

Paddy hatte damit anfangs auch Probleme: Als er das erste Mal hier war und mit mir in München wohnte, wollte er sich nützlich machen, während ich in der Schule war, und brachte alle gehorteten Plastikflaschen zum Plastikcontainer. Als er mir das stolz erzählte, musste ich ihm sagen, dass man die normalerweise zum Supermarkt zurückbringt und dafür Pfand bekommt – er war untröstlich, dass er quasi Geld weggeworfen hat! Ich meinte nur: „wahrscheinlich fischt sie jemand aus dem Container, der dringend Geld braucht. No harm done really“. So viel zu kulturellen Unterschieden heute in meinem Blog.

So, das wars mal wieder für heute (bzw. gestern), heute Abend gibt’s dann schon den nächsten Blog. Liebe Grüße aus dem Novotel Airport Hotel Room 1003!

Eure Susi

MIQ day 8 – bad news :-(

Hallo liebe Leser, heute sind die Nachrichten aus Neuseeland nicht sehr erfreulich, deshalb fange ich gleich damit an: Vor ein paar Stunden wurde bekannt gegeben, dass es in Auckland einen Community Covid-Fall gibt, also eine Infektion außerhalb von MIQ – die erste seit fast 6 Monaten. Da (noch) unbekannt ist, wo sich der Mann angesteckt hat, und man davon ausgeht, dass es sich um die Delta-Variante handelt, geht das ganze Land in einen vorerst dreitägigen Lockdown, Auckland und Coromandel, wo der Mann auch unterwegs war, in einen vorerst 7-tägigen Lockdown:

Wir wissen noch nicht, was das für uns bedeutet, aber Tatsache ist, dass die Leute ab Mitternacht 48 Stunden Zeit haben, nach Hause zu fahren, danach darf man das Haus nur noch für Arztbesuche und Einkaufen verlassen. Das würde für uns heißen, dass wir am Montag nicht nach Hause fliegen können, wir wissen aber auch nicht, ob wir länger in diesem Hotel bleiben können, denn wahrscheinlich sind die Zimmer schon für Neuankömmlinge reserviert. Aber ob die nach NZ reinkommen können in einem Lockdown? Es ist alles noch unklar, wir werden morgen mal versuchen, an der Rezeption mehr zu erfahren. Es bleibt also weiterhin spannend bei uns…

Irgendwie war aber heute der ganze Tag schon ein bisschen mau, es regnete und stürmte den ganzen Tag (siehe Titelbild). Dabei hatte er so gut angefangen mit einem langen Skype-Gespräch mit Bettina in Schweden, das erste Gespräch mit einem meiner Freunde aus Deutschland! Danach ließen Paddy und ich uns unser Frühstück schmecken, ich hatte heute Porridge mit Nüssen und Mandeln, voll lecker!

Fast ungewohnt übersichtlich: unser Frühstück.

Der Vormittag sah aus wie die ganzen letzten Vormittage: Paddy arbeitete am Computer, während ich mit meinem Handy rumspielte. Aber statt nur „Farm Heroes“ zu spielen, schaute ich mal nach Mountain Bikes, so dass wir möglichst bald eins bei einem Freund von Paddy bestellen können. Nach stundenlanger Recherche hab ich mich in dieses ein wenig verguckt:

Trek Fuel EX 7 – ist es nicht cool?!

Wie ihr euch denken könnt, ist es nicht gerade das billigste Bike (aber auch nicht das teuerste)… mal sehen, ob ich das hier überhaupt kriegen kann. Ich lass euch dann wissen, für welches ich mich letztendlich entscheide, aber das ist momentan klarer Favorit 🙂

Unser Mittagessen war gewohnt lecker, heute was Neues: Tomatensuppe mit Bacon und Knoblauchbrot, dazu Bulgursalat und zum Nachtisch ein Karamell-Schoko-Cookie, hmmmm!

Lunch!

Dann klingelte das Telefon, die Rezeptionsdame war dran und wollte wissen, ob wir etwas bestellt hätten. Jaaaaaa!!! Meine neue Neuseeland-SIM-Card! Jetzt habe ich also eine neuseeländische Nummer (wer sie haben will, schreibt mich einfach an), aber ich bleibe mit der alten Nummer auf WhatsApp erreichbar.

Meine neuseeländische SIM-Card!

Am frühen Nachmittag wurde das Wetter so richtig schlecht, es stürmte und der Regen trommelte gegen unser Fenster. Schweren Herzens entscheiden wir uns dafür, auf unsere 45 Minuten Frischluft und Spaziergang zu verzichten, das wäre heute kein Spaß gewesen…

Widerlich!!!!

Und so verbrachten wir den Nachmittag mit weiterer Fahrradrecherche, Spanischeren (ich) und Gitarrenspielen (Paddy):

Paddy bei der gemeinsamen Fahrradrecherche.
Paddy übte ein neues Lied („Kingdom come“ von Coldplay) ein und ich filmte ihn ohne sein Wissen – aber er hat mir das Posten erlaubt.

Leider haben wir heute noch nichts Neues zusammen aufgenommen, vielleicht morgen wieder. Das Abendessen (heute ohne Bild) haben wir uns heute geteilt, das war immer noch genug für uns! Es gab Gemüsecurry mit Reis, ich bekam den Rote-Beete-Salat und Paddy den Kuchen zum Nachtisch – gerecht geteilt 🙂

So, das war es heute von uns aus dem grauen Auckland. Jetzt geh ich erstmal ins Bett, Paddy schläft (und schnarcht) schon neben mir. Habt einen schönen Tag!

Eure Susi

MIQ day 7 – on diet ;-)

Hallo liebe Leser, inzwischen sind wir schon eine ganze Woche hier, und wir haben uns so halbwegs an das Hotelzimmer als unser Zuhause (für jetzt) gewöhnt – soweit man sich an Eingesperrtsein gewöhnen kann. Heute morgen wachten wir zu einem wunderschönen Tag auf, wie ihr im Titelbild sehen könnt. Für Winter ist es hier ganz nett – es hat tagsüber um die 15 Grad, nachts um die 8 Grad. Leider wird sich das in Waipawa, meinem neuen Zuhause, ändern, zumindest nachts – da sind es nur 1-2 Grad nachts, brrrrrr!!

Aber erstmal sind wir ja noch eine Woche hier, und wir kriegen nur sehr wenig von den Temperaturen mit (nur 45 Minuten auf unserem täglichen Spaziergang), denn unser Zimmer ist natürlich air conditioned (leider kann man das Fenster nicht aufmachen) und wohl temperiert bei 21 Grad – das ist, was Neuseeländer als angenehm empfinden… ich hab sie gleich mal auf 23 Grad gestellt 😉

Heute ist der erste Tag, an dem wir uns quasi selbst freiwillig auf Diät gesetzt haben, weil es hier wirklich Unmengen zu essen gibt, wie ihr ja auf den Fotos letzte Woche sehen konntet. Ab heute teilen wir uns eine Mahlzeit am Tag, und ich hab nur noch Cereal zum Frühstück bestellt, das ich nicht essen werde (nur wegen der Milch, die wir für den Kaffee brauchen), stattdessen das ganze Obst, das wir hier gehortet haben. Das hat heute schon ganz gut geklappt, außer dass ich ein kleines Croissant mit meinem Obst hatte. Paddy hat sich heute die Belgische Waffel bestellt (und meine Croissants mitgegessen). Die Speisekarte ist übrigens die gleiche wie letzte Woche, weshalb ich sie nicht mehr posten werde.

Frühstück!

Nach dem Frühstück erledigte Paddy seine Geschäfte online, während ich erst Candy Crush spielte und dann Spanisch lernte. Danach kam das Highlight des Tages: Wir bekamen frische Handtücher und Bettzeug, so dass wir unser Bett frisch beziehen konnten (auf die verrückte Weise, wie es die Kiwis tun… siehe video)…. Thank you, Sandra, for introducing me to this! 🙂

„Lifeswap“: kurze Videos über kulturelle Unterschiede zwischen Neuseeland und Deutschland, die die beiden Austauschstudenten erleben. Sehr empfehlenswert – und sooo wahr!!!

Außerdem stellten wir einen Sack voll Wäsche auf den Gang, den wir frisch gewaschen übermorgen zurück bekommen. Jeder Gast hat die Möglichkeit 2x 10 Teile zu waschen, also nicht krass viel, aber für die Unterwäsche reicht es schon. Für jedes weitere Teil zahlt man dann 5 $. Zum Glück haben wir in Deutschland nochmal alles gewaschen, so dass wir genug frische Wäsche haben – abgesehen davon, dass man hier auch nicht viel braucht, man kann ja eh nichts machen und schwitzt auch nicht wirklich.

Um 12.00 Uhr kam unser Mittagessen,, diesmal nur eine Portion, die wir uns teilten – was auch noch genug war! Der Salat mit Lachs war wieder sehr lecker!

Sieht schon viel leerer aus, oder?

Bis zu unserem für 15.00 Uhr gebuchten Spaziergang las ich noch ein wenig, während Paddy Gitarre spielte. Und dann genossen wir wieder 45 Minuten Frischluft, yayyy!! Uns erwarteten zwei angenehme Überraschungen, erstens: das Olympiateam war wieder mit uns unterwegs und, motiviert von dem Wettbewerb mit den Handtüchern (siehe letzten Blog), hatten sie ihren eigenen kreativen Weg gefunden, zwar keine Tiere zu basteln, dafür aber Kopfbedeckungen:

Spaß beim täglichen Walk.

Zweitens: Mein Lieblingsfenster war wieder umdekoriert worden – vielen Dank an Unbekannt für die tägliche Unterhaltung und Abwechslung, die du uns bietest!

Heute in langen Klamotten und mit Mundschutz!

Auch auf der Baustelle des Luxushotels nebenan bot sich ein interessantes Fotomotiv:

Es war nur ein Kran!

Damit ihr mal einen Eindruck bekommt, von dem, was wir hier jeden Tag für 45 Minuten (wenn wir Glück haben auch mal für 47 Minuten) tun: Ich hab heute mal meine GPS-Uhr angezogen, und es ist tatsächlich genauso langweilig, wie es unten aussieht! Und trotzdem ist der Spaziergang ein Highlight, weil man nur zu dieser Zeit auch mal aus dem Zimmer und an die frische Luft kommt, und eventuell mal kurz mit anderen Menschen reden kann, über 2 Meter Entfernung. Man darf übrigens weder joggen noch stehen bleiben oder sitzen, außerdem auch nicht spucken (wer auch immer das tun will) oder gegen die vorgegebene Laufrichtung laufen (siehe vorherige Blogs mit den jeweiligen Schildern). Außerdem sind 2 Meter social distancing und Mundschutz Pflicht. Man geht hier wirklich auf Nummer Sicher! Bewacht wird man dabei die ganze Zeit von Soldaten, die jedoch echt alle ganz nett und freundlich sind – wie übrigens alle hier.

Spannend, oder?

Nach unserem Freigang war wie immer duschen angesagt (nicht, dass man beim Spazierengehen so arg schwitzt, aber es ist trotzdem ein Anlass), danach schauten wir ausnahmsweise mal Nachrichten, und Paddy buchte unseren Spaziergang für den nächsten Tag:

Yayyy, heute haben wir mal rechtzeitig dran gedacht, unseren Walk zu buchen!

Und dann gab es auch schon Abendessen – Gemüsepfanne mit Polenta, sehr lecker! Und zum Abendessen hatte jeder wieder seine eigene Portion:

Abendessen mit Bier und Cider – das muss ja schließlich auch weg 🙂

Jetzt werden wir noch ein bisschen Film schauen („The Flood“, bisher echt gut!) und dann gehts ab in die Heia. Auf mehrfachen Wunsch gibt es heute wieder ein Musik-Video von uns, ich hoffe, es gefällt euch:

„Afterglow“ by Paddy and Susi.

So, das wars mal wieder für heute! Habt einen schönen Tag! Und hinterlasst gerne eure Kommentare 🙂

Eure Susi

MIQ day 6 – playing music :-)

Hallo liebe Leser, inzwischen haben wir Halbzeit hier in MIQ, yayyy!! Morgen früh in einer Woche sind wir wieder freie Menschen! Nicht, dass wir hier so wahnsinnig leiden würden mit all dem guten Essen und der luxuriösen Zimmerausstattung, aber Freiheit ist halt doch ganz schön 🙂

Ein weiterer umaufregender Tag neigt sich dem Ende zu, und wiedermal drehte sich ziemlich viel ums Essen (aber nicht nur):

Speiseplan für heute.

Das Frühstück war heute mal ausnahmsweise sehr gesund, wir hatten beide Obst und Joghurt bestellt, doch dazu kamen noch jede Menge Backwaren, wovon die eingeschweißten Bananenbrote gleich bei unseren anderen Vorräten landeten – wann auch immer wir die essen werden…

Ich frag mich, ob es ernsthaft Menschen gibt, die hier alles aufessen?!

Den Vormittag verbrachten wir mit Lesen und am Computer/Handy rumspielen, und ich machte wie jeden Tag ein paar Lektionen Spanisch und schloss den Einsteigerkurs ab, yayyy!! Zugegebenermaßen ist das bisher alles Wiederholung, aber die Urkunde sieht trotzdem wichtig aus 😉

Sollte es einem hier langweilig werden, hat das Animationsteam des Hotels auch noch ein paar Ideen bereit wie Zoom-Bingo-Abend, Zoom Jeopardy, Netflix-Tipps oder Video-Game-Tipps, oder meinem absoluten Favoriten: „Get creative with your room towels“!

Tipps des Hotels, um Langeweile vorzubeugen:-)

Schade, dass ich so unkreativ bin – aber ich finde es trotzdem eine coole Idee! Um 12.00 Uhr war dann schon wieder Lunchtime, heute gab es Sandwiches, wie alles andere sehr lecker!

Danach machten Paddy und ich ein bisschen Musik zusammen, aber schon nach kurzer Zeit riss uns mein Wecker aus dem Vergnügen – unser täglicher Walk stand an! Was für ein Stress hier! Wir begaben uns nach unten und starteten los. Bald bekamen wir Gesellschaft von 5 Leuten aus dem neuseeländischen Olympiateam, auf dem Foto in grün (von der Ferne) zu sehen. Ich hab aber leider keine Ahnung, aus welcher Sportart…

Leider war mein Lieblingsfenster heute nicht umdekoriert, so dass es diesmal kein neues Foto gibt. Immerhin trafen wir Nicole wieder, eine Kanadierin, die hier in Neuseeland studiert und eine der wenigen glücklichen ist, die dank Ausnahmegenehmigung zurück nach NZ kommen konnte, um ihr Studium abzuschließen. Wir hatten uns schon am Flughafen Tokio mit ihr unterhalten, und im Flugzeug saß sie direkt hinter uns. Wir tauschten uns darüber aus, was wir bisher den Tag über so getrieben hatten, natürlich immer mit dem gebührenden Abstand von 2 Metern – „practice social distancing!“ Ein paarmal waren wir wohl doch zu dicht beieinander, so dass wir gleich von der Wache ermahnt wurden, weiter auseinander zu gehen, aber immer in freundlichem Ton. Es ist trotzdem seltsam, denn im Flieger waren wir sicher keine 2 Meter auseinander!

Wieder zurück „zu Hause“ duschte ich schnell und dann machten wir da weiter, wo wir vor unserem Spaziergang aufgehört hatten – beim Musikmachen. Hier eine Kostprobe – dieses Lied spielten wir heute zum ersten Mal:

„Early morning rain“, performed by Susi + Paddy.

Wir waren so ins Musizieren vertieft, dass wir komplett unser Abendessen verpassten, das immer mit einem Klopfen vor der Tür abgestellt wird. Als ich um 19.00 Uhr dann doch mal vor die Türe schaute, weil mir das seltsam vorkam, dass noch kein Dinner gekommen war, standen die Tüten einsam und verlassen vor mir, mit dem inzwischen kalten Essen drin. Da hatten wir wohl vor lauter Singen und Gitarre-Spielen das Klopfen überhört! Egal, das Essen war trotzdem gut!

Kaltes Abendessen heute…

So, das wars mal wieder von einem weiteren aufregenden Tag in MIQ! Ihr lest morgen wieder von mir! Liebe Grüße aus Auckland!

Eure Susi

MIQ day 5 – aprendo español :-)

Hallo liebe Leser, Tag 5 in MIQ ist fast vorbei und Paddy und ich sind beide noch am Leben und mögen uns immer noch ganz gern. Spaß beiseite, ich glaube, wir machen das echt ganz gut, obwohl man sich hier nicht aus dem Weg gehen kann – wir genießen die viele Zeit zusammen und noch ohne Arbeit, und wenn wir unsere Ruhe voneinander haben wollen, dann liegt einer auf der Couch und einer im Bett und jeder macht was anderes. Die Zeichen stehen also gut, dass wir die zwei Wochen Aufeinanderhocken überleben werden 😉

Damit ihr mal genauer seht, wie wir hier leben, hab ich ein kleines Video gemacht (sorry für die verquollenen Augen, aber hier ist man irgendwie den ganzen Tag müde):

Wohnungsbesichtigung 🙂

Viel Aufregendes haben die Tage in MIQ nicht zu bieten, weshalb ich mir für meinen Blog jetzt jeden Tag was einfallen lasse – sonst sterbt ihr mir vor Langeweile bzw. lest nicht mehr mit! Für heute war es dieses Video (und ich hasse Videos von/mit mir!) – ich hoffe, es hat euch gefallen.

Natürlich gab es auch heute wieder jede Menge Essen, wobei ich generell nur noch die Hälfte esse. Hier unser Speiseplan für heute:

Keine Ahnung warum, aber zum Frühstück hab ich mir diese Woche oft was Herzhaftes bestellt, obwohl ich eigentlich ein süßer Frühstücker bin, so auch heute: Eggs Benedict, Paddy hatte die Eggs Florentine:

Frühstück: Warum auch immer ich 3 Muffins bekommen habe (von denen ich nur einen probiert habe)…

Für nächste Woche hab ich jeden Morgen Cereal bzw. Müsli bestellt. Die Cornflakes werde ich wohl nie essen, aber die kommen wenigstens mit Obst und Joghurt und vor allem Milch, die wir für den Kaffee und den superlangweiligen schwarzen Tee brauchen, der sonst nicht wirklich trinkbar ist.

Leider funktioniert Paddy’s Handy nicht mehr richtig, es geht weder das Hotel-Wifi noch mobile Daten, Internet ist also nicht. Und so verging ein Teil des Vormittags mit Telefonaten mit Vodafone und Rumspielen am Handy, nur um rauszufinden, dass der Fehler wohl am Handy liegt – denn in meinem Handy funktioniert die SIM-Karte ohne Probleme. Da muss wohl ein neues Handy her…

Und auch so verbrachte Paddy den größten Teil des Vormittages und Teile des Nachmittages mit Telefonieren mit seinen Freunden auf der Couch – ich war fast ein wenig neidisch!

Paddy beim Telefonieren.

Ich spielte derweil Farm Heroes auf meinem Handy – das habe ich schon lange nicht mehr so lange am Stück (oder überhaupt) gemacht!

Dieses Spiel war nicht erfolgreich ;-).

Um 12.30 Uhr kam unser Lunch, seit zwei Tagen später wie gewohnt, wahrscheinlich, weil jetzt mehr Leute im Hotel sind, die zu versorgen sind – vorgestern kam eine neue (oder mehrere?) Busladung(en) neu in NZ Eingereister hier an. Wie immer war auch dieses Essen sehr lecker, dieses mal hatte ich die vegetarische Variante gewählt:

Chicken und vegetarian sweet sour.

Den Nachmittag verbrachte Paddy mit Lesen (und Telefonieren), während ich mich meinem Spanisch-Lernen widmete.

Was Paddy da wohl liest?
So sehe ich beim Spanisch-Lernen mit Babbel aus.

Heute war unser Freigang sehr spät, erst um 17.00 Uhr, weil wir vergessen hatten, am Vorabend einen Termin zu buchen – und so waren wir der Gnade des Menschen an der Rezeption heute morgen ausgeliefert, der uns trotzdem netterweise einen Termin um 17.00 Uhr gab. Einen Tag ohne Bewegung und Frischluft hätte ich nicht ausgehalten! Also machten wir uns um kurz vor 5 auf den Weg nach unten in die Lobby, wo der nette Herr an der Rezeption uns ernsthaft wieder hoch schicken wollte, weil wir 5 Minuten zu früh waren! Dann ließ er uns in der Lobby mit 5 anderen zusammen warten – macht epidemiologisch ja echt Sinn, 5 Leute lieber drinnen zu behalten als draußen an der frischen Luft… egal! So hatte ich noch Zeit, die Schilder in der Eingangshalle zu fotografieren. Schilder sind hier sehr beliebt!

Wer auch immer gerne in der Gegend rumspuckt…?!? Ob man das zu Nicht-Corona-Zeiten darf?

Pünktlich um 17.00 Uhr durften wir dann nach draußen, und so sieht unser „Laufstall“ in der Abendsonne aus (mit dem gestern frisch angebrachten „Entrance“-Schild (nicht dass es viele Möglichkeiten zum Betreten gibt dank der Rundum-Bezäunung):

Während Paddy und ich zusammen mit 18 anderen Leuten unsere Runden drehten, wurde in meinem Lieblingsfenster live umdekoriert, und so wurden wir Zeugen eines Works in Progress und bekamen sogar ein Winken und ein Daumen-Hoch aus besagtem Fenster. Hoffentlich motiviert unsere Fotografiererei und Zurückwinken die Person zu weiteren Deko-Ideen 🙂

Das Gesicht hat schon einen Oberkörper bekommen und bekommt jetzt gerade Arme…
… und jetzt vollständig mit Hose (oder Rock?) und Beinen – inklusive winkender Hand und verschwommenem Gesicht im Fenster rechts unten. Vielen Dank an die kreative Person!

Nach 4,8 km war dann leider wieder Schluss mit frischer Luft und wir bestiegen den Aufzug zurück zu unserem Zimmer in der 10. Etage. Auf dem Flur machten wir noch ein paar Faxen und Fotos, da niemand sonst da war:

So sieht unser Flur mit vielleicht 20 Zimmern aus.
Paddy posed für ein Bild 🙂
1003 ist unser Reich.

Wir hatten noch ein bisschen Zeit bis zum Dinner, und so hüpften wir schnell unter unsere Regendusche (nacheinander natürlich!) – was für eine Wohltat! Frisch geduscht genossen wir danach unser Abendessen mit einem Glas Rotwein, den wir noch von vorgestern übrig hatten:

Spagetti mit meat balls und Salat.

Inzwischen ist es 20.30 Uhr abends, Paddy spielt gerade Gitarre, und ich werde jetzt noch ein bisschen lesen oder wir schauen einen Film zusammen. Heute ausnahmsweise mal ruhiger Abend 😉

Ihr dürft übrigens gerne Kommentare und/oder Verbesserungsvorschläge hinterlassen – würde mich freuen, von euch zu hören und ein bisschen Feedback zu kriegen! Bis morgen dann!

Eure Susi

MIQ day 4 – boring day…

Hallo liebe Leser, schön, dass ihr wieder auf meinem Blog seid! Ich würde euch ja gerne was Aufregendes bieten, aber heute war ein eher langweiliger Tag… Ich hoffe, der Blog trägt trotzdem ein wenig zu eurer Unterhaltung bei.

Wir wachten heute zu ziemlichem Mistwetter auf, windig und nass, so dass wir gar nicht so böse waren, hier eingesperrt zu sein. Zum Frühstück gab es für mich heute was, was ich sonst fast täglich habe – Müsli mit frischen Früchten! Darauf freue ich mich schon die ganze Woche! Paddy hatte die fettere, pikantere Variante gewählt, aber auch das war lecker.

Frühstück! Wie immer wanderte ein Teil davon in unsere „Sammlung“.

Der heutige Speiseplan sah so aus:

Nach dem Frühstück waren wir ausnahmsweise mal fleißig: Zuerst organisierte Paddy für mich eine neuseeländische SIM-Card, indem er mich einfach in seinen Vertrag mit reinnahm. Die SIM-Card wird uns in den nächsten 3-5 Tagen her geschickt, ab dann habe ich meine eigene neuseeländische Nummer, yayyy!

Danach buchten wir unseren Flug nach Napier für nächste Woche Montag. Die nehmen das hier im Hotel wirklich ernst mit den 14 Tagen – da wir am Montag um 5.00 Uhr ankamen, hätten sie uns auch gerne um 5.00 Uhr wieder raus! Und so haben Paddy und ich nach einem Flug am Morgen geschaut und sind fündig geworden:

Dass heißt, wir werden um 6.00 Uhr das Hotel als freie Menschen verlassen, die 500 Meter zum Domestic Airport laufen, dort unser Gepäck aufgeben und in Ruhe frühstücken, bevor unser Flug geht. In Napier werden wir von Aileen, Paddy’s Schwester, abgeholt, und 45 Minuten später sind wir dann tatsächlich DAHEIM! So crazy! Ein Jahr später als geplant. Ich freue mich schon riesig!! Auch darauf, endlich unser (zwar sehr nobles, aber nichtsdestoweniger) Gefängnis zu verlassen – so langsam wird’s langweilig. Und wir sind beide keine Indoor-Menschen… Aber das ist echt Jammern auf ganz hohem Niveau, wir sind froh, das wir den MIQ-Platz und das Visum bekommen haben und hier sein dürfen!

Danach habe ich erstmal wieder ein bisschen Spanisch gelernt, mit einem weiteren Erfolg 😉

Paddy spielte derweil Gitarre und übte fleißig ein neues Lied:

Zwischendurch wurde mal wieder schnell von einer Krankenschwester Temperatur gemessen (der schnellste Health Check ever in unter 10 Sekunden für uns beide), und dann gabs auch schon wieder Mittagessen:

Chicken Burger, sehr lecker, nur die Pommes waren kalt.

Um 15.00 Uhr hatten wir unseren Freigang für heute gebucht, und wie sich herausstellte, war das die perfekte Zeit, denn ca 15 Minuten vorher kam die Sonne raus! Heute waren wir die ersten auf dem Parkplatz, und so konnten wir ein paar witzige Bilder machen, ohne mit Ermahnungen rechnen zu müssen:

Unser „Spazierplatz“, noch ganz ohne andere „Mitgefangene“.
Paddy läuft in die falsche Richtung (siehe Pfeil mit der vorgeschriebenen Laufrichtung)!
Der verbotenerweise redende Paddy – leider kann man das Verbotsschild hinter ihm nicht wirklich sehen.
Sitzen ist hier auch verboten!
Genauso wie spucken – aber das wäre mit Maske auf ja auch ziemlich eklig 🙂

Wieder zurück von unserem Spaziergang widmete Paddy sich seiner Schreibtischarbeit, während ich mich mit einem Workout etwas auspowerte. Nach dem Duschen stand schon wieder das Abendessen bereit, und wir gönnten uns ein Bier (Paddy) und ein Cider (ich) dazu.

Irish stew mit Salat und Krapfen zum Nachtisch.

Wir fressen hier abartig viel (und lecker)! Wenn das so weitergeht, passen wir nächste Woche weder in unsere Klamotten noch durch die Tür, und so beschlossen wir, nächste Woche jeweils immer nur ein Essen zu bestellen, das wir uns teilen. Sollte das mal nicht reichen, haben wir von dieser Woche ja immer noch genug gesammelt 😉

So, das wars für heute von einem völlig unspektakulären Tag. Ich hoffe, ihr genießt den Sommer und lasst es euch gut gehen! Bis morgen!

Eure Susi

MIQ day 3 – great news!!!

Hallo liebe Leser, heute gab es richtig gute Neuigkeiten für uns: Am späten Vormittag erreichte uns eine Mail von unserer immigration adviser, die uns darüber informierte, dass mein Partnership Work Visa genehmigt worden war – und das nach nur 3 Tagen in NZ!!!!! Hammer!!!! Beantragt hatten wir es natürlich schon im Juni, zusammen mit dem Visitor Visa, das schon Anfang Juli genehmigt worden war. Damals hieß es, INZ würde das Partnership Visa erst bearbeiten, wenn wir wieder in NZ sind. Aber dass es jetzt so schnell ging, ist schon krass!! Und so sieht das wertvolle Stück aus (eher nach nichts Besonderem…):

Mein Partnership Based Work Visa, yayyyy!!!!

Das bedeutet, dass ich jetzt für jeden Arbeitgeber in jeglichem Job, den ich bekommen kann, in NZ arbeiten darf. Es ist für ein Jahr gültig, und mit diesem Visum, anders als mit dem Critical Purpose Visitor Visa, darf ich mehrmals ein- und ausreisen, könnte also theoretisch zu Besuch nach Hause kommen. Aber ehrlich gesagt traue ich mich das nicht, solange die Grenzen hier zu sind… Das wahrscheinlich Wichtigste an diesem Visum ist jedoch, dass es der nächste Schritt Richtung Residency, also unbeschränktem Bleiberecht, ist, und das können wir schon nächstes Jahr im März beantragen. Juhuuuuu!!! Nach dieser Neuigkeit stand natürlich fest, dass wir das abends ein wenig feiern mussten 🙂

Aber nun zu unserem offiziell 3. Tag hier in MIQ: Wir erwachten wieder zu einem sehenswerten Sonnenaufgang, und kurz darauf klopfte es auch schon an unsere Tür, um uns zu signalisieren, dass unser Frühstück da sei. Nicht, dass wir hungrig waren – wir wissen schon gar nicht mehr, wie sich Hunger anfühlt – aber nachdem es hier sonst nicht viel zu tun gibt, sind die Mahlzeiten schon ein Highlight. Unser Speiseplan für den heutigen Tag sah so aus:

Frühstück!!! Ich hatte mich für Pancakes entschieden, Paddy für Ei, Bohnen und Würstchen.

Ich aß aus Vernunft (und weil ich wirklich keinen Hunger hatte) nur die Hälfte und teilte meine Pancakes mit Paddy. Wir haben beide beschlossen, nächste Woche jeweils nur ein Essen für uns beide zu bestellen, das reicht locker für uns beide, vor allem, weil wir noch so viel „Reste“ hier rumliegen haben:

Unsere „Reste“ von bisherigen Mahlzeiten.
Noch mehr „Reste“ – keine Ahnung, wann wir das alles essen sollen, es kommt ja ständig mehr nach!

So lecker das Essen auch ist, es hat auch krasse Nachteile (neben der Gewichtszunahme): Mit jeder Mahlzeit wird eine ungeheure Menge Müll produziert:

Müll von zwei Mahlzeiten!

Alles ist einzeln verpackt, immerhin wo möglich in Pappe bzw. Papier, aber trotzdem. Jeden Tag bekommt man dreimal frisches Plastikbesteck mitgeliefert. Immerhin konnten wir das abbestellen, wir waschen das, was wir schon haben, einfach ab und benutzen es wieder. Ich habe keine Ahnung, warum die Zimmer nicht mit richtigem Besteck und ein paar Tellern ausgerüstet sind, Tassen und Gläser sind ja auch hier, es kann also nichts mit Corona zu tun haben…

Nach dem Frühstück ging es zum Tag 3-Corona-Test, vor dem mir schon grauste, denn der letzte war alles andere als angenehm… dieses Mal war es für mich deutlich weniger schmerzhaft, Paddy hatte da weniger Glück mit seinem Stäbchenmann… Aber wir haben es beide überlebt 🙂

Bei unserer Rückkehr wartete schon die gute Nachricht über unser Visum in meinem E-Mail-Eingang, und wir beschlossen gleich, dass wir das am Abend feiern würden, schließlich hatten wir ja noch die Flasche Wein, die gestern geliefert worden war. Und außerdem würden wir heute die nächste Alkoholration von unserer gestrigen Bestellung von der Rezeption bekommen, so dass Paddy sich aussuchen konnte, ob er Bier oder Wein will (Wein). Ist echt so strange, wie ein unverantwortliches Kind behandelt zu werden und den Alkohol eingeteilt zu bekommen, aber mich stört das eh nicht, bin ja nicht wirklich ein Alkoholtrinker.

Kurz darauf kam dann schon wieder das Mittagessen, heute Mexikanisch zum Selbstbasteln – sehr lecker, wie immer!

Tortillas zum Selbstbasteln – wie immer viel zu viel.

Nach dem Mittagessen widmete ich mich meinem Spanischkurs, während Paddy arbeitete. Um 15.00 Uhr hatten wir dann wieder 45 Minuten Freigang im Hof, das nur Leute mit dem blauen Band genießen durften. Dieses Band bekommt man einen Tag nach dem Tag 0/1-Covid-Test, sofern er negativ ist, und man muss es immer vor dem Hofgang zeigen.

Sieht so ein bisschen nach All-inclusive-Club-Urlaub aus 🙂

Das Wetter war wieder schön und mit 15 Grad relativ mild für Winter. Leider hatte man das Fenster von gestern auf heute nicht umdekoriert, so dass es heute kein Bild davon hier gibt. Stattdessen ein Bild von dem neuen Luxushotel, das gerade nebenan entsteht:

Das 5-Sterne-Hotel „Pullmann“, das nächstes Jahr eröffnet. Unten sieht man, wie unser Hotel eingezäunt ist, damit niemand von den potentiell verseuchten neu eingereisten Leuten abhaut.

Da das langweilige Im-Kreis-Gelaufe zwar insofern gut tut, als dass man raus aus dem Zimmer kommt und frische Luft bekommt, aber nichts dafür, dass man sich etwas auspowert, machte ich nach der Rückkehr noch ein kurzes Krafttraining auf dem Zimmer und hüpfte danach in die coole Regendusche. Als ich wieder raus kam, hatte sich das Wetter geändert, es hatte angefangen zu regnen, und wieder bekamen wir einen tollen Regenbogen zu sehen:

Doppelter Regenbogen über dem Flughafen Auckland.

Und dann gab es auch schon wieder Essen:

Tandoori style chicken.

Zum Essen genossen wir unseren Rotwein aus Neuseeland, der genauso gut war wie das Essen. Eigentlich wäre zum Feiern ja eher ein Sekt angesagt, aber Wein war auch gut 🙂

Partyyyy!!!!

So, das wars mal wieder für heute. Wir schauen jetzt noch ein bisschen Fernsehen, dann gehts ins Bett. Ich hoffe, euch geht es gut – genießt die Ferien und das warme Wetter! Ich vermisse den Sommer jetzt schon!

Eure Susi

MIQ day 2 – groceries arrived!

Hallo liebe Leser, unser zweiter Tag in MIQ neigt sich dem Ende zu, und auch er hatte ein paar Highlights (man wird sehr genügsam hier, nur schonmal als Vorwarnung, damit ihr jetzt nicht so wahnsinnig viel erwartet ;-)).

Der Tag startete mit mal wieder leckerem Frühstück, heute gab es für uns beide Pilze in Sahnesoße mit Bacon und (fast) deutschem Brot – wie immer zu viel und auch nicht gerade die kalorienarme Variante… aber lecker! Das, was da noch eingepackt rumliegt, sind Mini-Croissants, das konnte ich aber nicht mehr essen.

Frühstück!

Unser Speiseplan für den heutigen Tag sah so aus:

Speiseplan für Mittwoch, den 11.08. – wir wissen schon gar nicht mehr, wie sich Hunger eigentlich anfühlt.

Nach dem Frühstück spielten wir beide ein bisschen an unseren Handys rum, bevor es zu unserem täglichen 45-Minuten-Spaziergang auf dem Gefängnishof – äh, Hotelparkplatz – ging. Trotz der eintönigen Im-Kreis-Lauferei tut die frische Luft und die Bewegung echt gut, und man kommt auch mal aus dem Zimmer raus! Auf dem Weg hinunter hab ich mir heute die Schilder, die hier überall rumhängen, ein wenig genauer angeschaut – es scheint, Neuseeländer mögen Schilder genauso gerne wie wir Deutschen 😉

Den Lift darf man immer nur alleine bzw. mit den Personen aus der eigenen „bubble“ benutzen. Treppen dürfen wir gar nicht gehen.
Weitere Anweisungen. Lustigerweise werden hier nur medizinische Masken getragen, keine FFP2-Masken. Aber leider auch beim Spaziergang im Freien.
Wir sind hier bestens beschützt – und beobachtet.

Das Wetter war relativ schön heute, Sonne mit Wolken bei 12 Grad um 10 Uhr morgens, so dass wir unseren Spaziergang genießen konnten. Und das Zimmerfenster, das gestern mit Herz und „Hi NZ“ dekoriert war, war heute umdekoriert worden – bin gespannt, ob sich die Botschaften jeden Tag ändern (und irgendwann vielleicht „Fuck MIQ“ draus wird) … 😉

Das hebt die Laune beim eintönigen Spaziergang. Ich hoffe, es gibt jeden Tag was Neues zu sehen 🙂

Interessant ist dann die Rückkehr zum Zimmer, bei 20 Leuten gleichzeitig kann das eine Weile dauern, da der Lift ja immer nur von einer Person bzw. „bubble“ benutzt werden darf, aber immerhin gibt es drei Aufzüge. Und das Warten draußen ist ehrlich gesagt bei schönem Wetter sehr angenehm, und man bekommt nochmal ein paar Zusatzminuten an der frischen Luft :-).

Wieder auf dem Zimmer erledigte Paddy seine Arbeit online, während ich Spanisch lernte und ein bisschen Streber spielte:

Yayyy, bin ich nicht toll?!?

Zugegebenermaßen ist das alles Wiederholung und super einfach, aber ich wollte nochmal bei Null anfangen, weil ich inzwischen so viel vergessen hab von meinen Spanischkursen vor meinem Sabbatjahr.

Dann kam der Höhepunkt des Tages: Unsere Einkäufe waren in der Lobby angekommen! Die Dame von der Rezeption informierte uns am Telefon freundlich darüber, dass wir uns aussuchen müssten, welchen Alkohol wir heute wollen, da uns (wie gestern schon berichtet) nur entweder der Wein oder das Bier zustünde. Ist schon ein bisschen Kindergarten, wir hätten eh nicht alles auf einmal getrunken, aber was solls. Und hier ist unser Einkauf und unsere Wahl für heute, tada:

Unsere Wahl für heute – Rotwein aus Neuseeland.

Er steht übrigens immer noch verschlossen hier rum, ich glaube gar nicht, dass wir heute davon was trinken… Paddy fragte mich eben, ob wir die leere Flasche Wein runter schicken müssen, damit wir das Bier bekommen :-)))

Neben dem Alkohol sind wir jetzt auch stolze Besitzer von Deo, Body Lotion, schmackhaftem schwarzen Tee und neuseeländischer Schokolade (es gibt hier ja so wenig zu essen!). Apropos – pünktlich um 12.00 Uhr war dann wieder Raubtierfütterung angesagt:

Sandwich mit pulled pork, wedges und Salat, dazu Birnen und Erdnüssen.

Inzwischen sammelt sich auf unserem Schreibtisch jede Menge haltbares Essen an, und auch der Kühlschrank wird voller und voller, aber ich hab keine Ahnung, wann wir das jemals essen sollen, denn es kommt ja ständig Nachschub!

Nach dem Mittagessen schnappte Paddy sich seine Gitarre und wir machten ein wenig Musik zusammen. Die Tage poste ich sicher mal ein Video mit einer musikalischen Darbietung von uns, aber wir müssen erst noch üben 😉

Paddy, the musician.

Am frühen Nachmittag klopfte wie immer die Krankenschwester für den „Health check“, der jedoch lediglich aus der Frage nach Symptomen und Fiebermessen besteht und eine Minute dauert – wir sind beide gesund und normal temperiert.

Irgendwie wird man von dem vielen Essen und Nichts-Tun-Können echt müde, und so verschliefen wir beide einen Teil des Nachmittags. Immerhin schaffte ich es noch, mir ein bisschen meine neue Heimat näher am Laptop anzuschauen und was es so in der Nähe alles zu entdecken gibt, und ich informierte mich schon mal über Mountain Bikes, das wird die erste große Anschaffung hier sein!

Jetzt ist es inzwischen fast 21.00 Uhr, Paddy chattet gerade mit seinen Freunden, und ich werde jetzt mal in die Dusche hüpfen.

Paddy beim Chatten mit Freunden auf der Couch.

Mal sehen, ob wir nachher noch eine neue Serie bei Netflix anfangen, nachdem wir mit „Breaking Bad“ jetzt durch sind. Das wars mal wieder von einem weiteren aufregenden Tag in MIQ, morgen mehr – stay tuned.

Eure Susi

MIQ day 1 – first walk in the outdoor arena!

Hallo liebe Leser, gerade geht unser Tag 1 (unser Ankunftstag gestern galt als Tag 0) in „Managed isolation“ zu Ende, und der hatte einige Highlights. Das erste Highlight war der krass schöne Sonnenaufgang, den wir direkt vom Bett aus anschauen konnten:

Sonnenaufgang über dem Flughafenparkplatz.

Da Paddy und ich schon den ganzen gestrigen Nachmittag verschlafen hatten, waren wir heute sehr früh wach und konnten diesen Anblick genießen – wir hatten 14-16 Stunden Schlaf!! Wir waren wohl auch müde genug nach 3,5 Reisetagen ohne richtigen Schlaf…

Um 7.30 Uhr kam auch schon das Frühstück, und auch heute hab ich vergessen, ein Foto zu machen. Ich hatte Cereal bestellt, weil ich irgendwie dachte, das wäre Müsli, aber natürlich waren das nur langweilige Cornflakes. Aber es gab ja noch 2 Mini-Muffins, einen Apfel und eine Erdbeermilch dazu – verhungern tut man hier ganz sicher nicht! Da ich nicht explodieren will, esse ich jetzt einfach nur noch die Hälfte davon und/oder lasse Teile weg. Die Erdbeermilch hat mich eh nicht angemacht ;-). Paddy hatte sich für die baked beans and sausages entschieden, war auch eine Mega-Portion!

Unsere Speisekarte für heute.

Danach arbeitete Paddy eine Runde online und ich surfte im Internet rum, beantwortete WhatsApps und emails und machte mich schlau zu Sprach-Lern-Apps – wenn wir schon zwei Wochen hier rumhängen müssen, können wir genauso gut was Sinnvolles tun. Ich wollte schon lange wieder mal was für mein ohnehin nur rudimentär vorhandenes Spanisch tun… Und so entschied ich mich nach ausgiebiger Internetrecherche für Babbel, da Paddy dies mit einem Partner-Abo auch nutzen kann, um Deutsch zu lernen. Das taten wir nach dem Download für ein Weilchen, und dann kam auch schon das Mittagessen:

Hühnersuppe mit Knoblauchbrot, Nudelsalat und ein Apfel (der fehlt auf dem Bild).

Auch das war wieder sehr lecker, und sogar noch besser, nachdem wir unsere aus Deutschland mitgebrachten Gewürze verwendeten, um die Suppe schärfer zu machen! Yummy!!! Den Nudelsalat hab ich nur probiert (auch sehr gut), aber dann nicht gegessen, ich war schon satt. Als nächstes stand Einkaufen auf dem Programm, natürlich leider nur online, da wir unser Zimmer ja nicht verlassen dürfen. Und so bestellten wir unten an der Rezeption mehr kostenlosen Instant coffee (der überraschend gut schmeckt), Tee und Zucker und beim benachbarten Supermarkt alles andere, was wir noch so brauchten, wie z.B. Wein, Deo, Bier usw. Das bekommen wir morgen geliefert. Was echt lustig ist, ist, dass die Alkoholmenge begrenzt ist, die man täglich in MIQ haben darf:

Es ist irgendwie eine lustige Vorstellung, dass Erwachsene ihren Alkohol rationiert bekommen, so wie Eltern Süßigkeiten bei ihren Kindern rationieren, aber wahrscheinlich hat das gute Gründe… Da der Lieferservice relativ teuer ist (14 Dollar für die 500m), entschieden wir uns dafür, gleich mehr Wein und Bier zu kaufen, damit wir das nicht nochmal machen müssen. Das wird uns dann rationiert und in gesellschaftlich anerkannten Mengen ans Zimmer geliefert. Jetzt denken die Leute an der Rezeption bestimmt, dass Paddy und ich ein Alkoholproblem haben 😉

Am frühen Nachmittag kam eine Krankenschwester vorbei, um nach Symptomen von Covid und unserem allgemeinen Wohlbefinden zu fragen und Fieber zu messen (beide: 36,1°, keine Covid-Symptome, nur eine immer größer werdende Schwellung am Bauch ;-)). Gleichzeitig teilte sie uns mit, dass unsere Covidtests am Vortag negativ waren und gab uns ein blaues Armband, das uns zu einem täglichen, knapp einstündigen Spaziergang im Freien auf dem abgesperrten Parkplatz berechtigt, den man am Abend vorher für eine bestimmte Tageszeit per Telefon buchen muss. Da wir jetzt erst die Armbänder bekommen hatten, mussten wir auf einen freien Zeitslot hoffen, den es zum Glück um 15.00 Uhr gab. So funktioniert das Ganze genau:

Für alle Spaziergänger…
… und die Jogger, allerdings ist es da ziemlich aussichtslos, einen Platz zu ergattern bei nur 12 Leuten am Tag (und dann auch noch so früh!).

Und so machten wir uns, brav mit Masken ausgerüstet, ganz aufgeregt pünktlich um 15.00 Uhr auf den Weg zur Rezeption und dann zum abgesperrten Parkplatz, wo schon einige „Mitläufer“ ihre Runden drehten. Das ist für jemanden, der aus Deutschland kommt, schon echt absurd: Ca 20 Leute mit Mundschutz (und gestrigem negativen Corona-Test!) laufen im Freien mit 2m Abstand zu allen anderen in einer vorgeschriebenen Richtung für 45 Minuten im Kreis herum und werden von einem Soldat beobachtet, der hin und wieder bei Regelüberschreitungen eingreift (sehr nett und freundlich natürlich). Angesichts der Tatsache, dass man in Deutschland trotz Corona-Problemen ohne Maske im Freien rumläuft und getestet oder geimpft quasi alles darf, wirkt das echt extrem. Aber dafür hat Neuseeland keinen einzigen Corona-Fall, und sobald man aus MIQ heraus ist, hat man hier ein ganz normales Leben ohne jegliche Einschränkungen. Trotzdem irgendwie krass, aber seht selbst:

Das Novotel Auckland Airport – hier wohnen wir.
Unsere abgesteckte Runde auf dem Parkplatz des Hotels, mit ein paar Läufern auf der Strecke 😉
Paddy, der Mitläufer.
Wir beide vor dem (Plakat des in 2022 eröffnenden) Luxushotel(s) „Pullmann“ – sieht fast echt aus!
Regeln und Schilder gibts hier jede Menge (fast wie in Deutschland), zum Beispiel das hier…
… oder dieses, dass nicht nur zum Abstandhalten auffordert, sondern auch die Richtung angibt, in der man im Kreis laufen muss.
Und hier nochmal detaillierter!
Was man so alles sieht, wenn man da rumläuft! Da freut sich jemand fast genauso sehr wie wir, endlich in Neuseeland zu sein 🙂

Für morgen haben wir den Slot um 10.00 Uhr gebucht, und unsere Challenge gegen Langeweile wird sein, wie viele Regeln wir brechen und vor dem Verbotsschild fotografieren können, bevor wir ermahnt werden – just kidding!! Die armen Soldaten haben nicht gerade einen Traumjob hier…

Pünktlich um 15.45 Uhr war unsere Freiluftsession beendet und wir wurden höflich darum gebeten, den Platz zu verlassen und in unsere Zimmer zurückzukehren. Dort machte ich gleich noch eine Runde Krafttraining, damit sich das Duschen auch lohnt. Kaum fertig geduscht, stand das Abendessen schon wieder vor der Tür:

Butter chicken, Salat und Kuchen – wieder eine ziemlich große Portion und wieder sehr lecker.

Nach dem Abendessen schauten wir Nachrichten, bevor ich mich an meinen Blog setzte. Jetzt lesen wir noch ein bisschen, dann gehts ins Bett. Immerhin, der Tag war nicht langweilig! Mal schauen, was der morgige Tag so bringt… stay tuned!

Eure Susi

Yayyyyy, finally in NZ!!!!! MIQ diary day 0

Hallo liebe Leser, wir sind heute früh um 4.30 Uhr Ortszeit heil in Auckland gelandet – nach hartem, langem Kampf und über einem Jahr Verspätung sind Paddy und ich jetzt einfach nur glücklich, dass es endlich geklappt hat!!

Müde aber glücklich in unserem MIQ-Hotel direkt am Auckland Airport. 🥰

Die Reise wurde noch zu einem kleinen Abenteuer, da unser Flug von Tokio nach Auckland auf den nächsten Tag verschoben wurde, weil die Crew krank war. Und so kamen wir in den Genuss einer Nacht am Tokioter Flughafen, die wir nach kurzer Diskussion mit einem Flughafen-Angestellten auf dem mit Matten gepolsterten Kinderspielplatz verbringen durften – fast wie auf Judomatten in alten Zeiten 😜:

Paddy und ich totmüde auf den Matten.
Sleeping Beauty 😊.
Jede Menge gecancelte Flüge.

Die Zeit am Flughafen vertrieben wir uns mit dem Beobachten der abreisenden Olympioniken und dem Erraten ihrer Sportarten – wir haben Teams/Sportler aus Australien, Polen, Tschechien, Armenien, Korea, Neuseeland und den Niederlanden gesehen, voll cool! Außerdem nutzten wir unseren letzten Tag „in Freiheit“ und liefen ein paar Kilometer im Terminal 1 herum – die nächsten 14 Tage sehen wir hauptsächlich die vier Wände unseres Hotelzimmers… worüber wir uns nicht wirklich beschweren können, aber seht selbst:

Wir sind im 10. Stock, mit einer Hammer-Aussicht!! Man kann sogar ganz rechts das Meer sehen 😃:

Morgens direkt nach Ankunft.
Später am Tag bei strahlendem Sonnenschein (aber viel Wind).

Aber der Reihe nach: um 4.30 Uhr landeten wir nach ruhigem Flug (mit jeder Menge Platz im Flieger) in Auckland und wurden dann möglichst zügig durch Immigration und Zoll durchgeschleust, mit einer zusätzlichen Station, dem Gesundheits-Check, wo Temperatur gemessen und nach Covid-Symptomen gefragt wurde. Es gab zum Glück überhaupt keine Probleme mit den Papieren, irgendwie hatte ich noch immer Angst, dass man mir sagt, das Visum ist ungültig und ich muss mit dem nächsten Flieger wieder zurück – da sind wir beide wohl nach der ganzen Zeit echt ein bisschen geschädigt… 😳

Dann wurden wir in einen Bus verfrachtet, der uns zu unserem 2 Minuten vom Flughafen entfernten Hotel „Novotel“ brachte. In 5er Gruppen ging es in die Eingangshalle und für jeden einzeln bzw in seiner „bubble“ (also Paddy und ich) mit dem Aufzug in den 2.Stock zur Rezeption, wo wir im Schnelldurchlauf registriert wurden, unsere Schlüssel bekamen und das Essen für die ersten zwei Tage bestellten. Um 7.00 Uhr waren wir endlich totmüde und etwas müffelnd nach 3 Tagen ohne Dusche in unserem Zimmer, und das erste, was wir nach der Zimmer-Besichtigung taten, war natürlich duschen! Um 7.30 Uhr kam dann schon das Frühstück. Das läuft hier so ab, dass jemand an die Türe klopft und das Essen vor der Tür stehen lässt, während man sich die Maske aufsetzt und dann das Essen rein holt, alles völlig kontaktlos. Leider waren wir zu gierig und hungrig, so dass wir völlig vergaßen, ein Foto zu machen, aber es war lecker!

Danach befassten wir uns mit den ganzen Unterlagen, die wir zur Info bekommen hatten, und nickten darüber ein, nur um vom Telefon geweckt zu werden – unser Tag 0 Covidtest sei in einer Stunde. Schlafen war also noch nicht 🙄.

Eine Stunde später machten wir uns auf den Weg zum schmerzhaftesten Covidtest, den ich bisher hatte – ich bin nicht sicher, ob man dazu wirklich einen Abstrich vom Hirn braucht, aber das ist Neuseeland-Standard, wie mir der freundliche Abstrichmann erklärte, während er mit dem Stäbchen so hoch in meiner Nase bohrte wie nur eben anatomisch möglich… Autsch!

Zum Glück tröstete uns das gleich darauf gelieferte Mittagessen darüber hinweg und ließ uns unsere schmerzenden Nasen vergessen. Es gab Salat mit Lachs, Rosmarin-Kartoffeln, einen Apfel und eine Tüte Chips – mega-lecker, aber viel zu viel!

Leckerer Lunch – Mega-Portion!
Paddy in freudiger Erwartung.

Und dann ging es endlich ins Bett, wo wir beide in Tiefschlaf verfielen noch bevor der Kopf das Kissen berührte 😊. Geweckt wurden wir durch das Dinner-Klopfen um 18.00 Uhr. Paddy war zu müde zum Essen und schlief einfach weiter, ich hab wenigstens die Hälfte von dem leckeren Lamm mit Kartoffelbrei, Gemüse und Salat gegessen, auch wenn ich nach dem Lunch nicht hungrig war – wieder sehr lecker!

Dinner 🤤.

Es wird ganz schön schwierig werden, hier nicht gewichtsmäßig zu explodieren bei dem leckeren und reichlichen Essen und ohne Bewegung… Workouts im Zimmer werden eher schwierig, viel Platz ist hier nicht… aber ab morgen können wir für eine Stunde am Tag im Freiluftbereich draußen Runden drehen, wenn unser Test negativ ist (wovon ich ausgehe). Aber davon erzähle ich euch morgen. Paddy schnarcht neben mir, und ich werde jetzt auch schlafen!

Morgen gibts den zweiten Post aus unserer Quarantäne, Tag 1 im MIQ Tagebuch – also stay tuned 😊. Macht’s gut!

Eure Susi