Eine Woche auf Rarotonga/ Cook Islands

Nach dem traurigen Abschied von Paddy war ich froh, dass es nun wieder in ein warmes Land ging – so sehr ich Neuseeland auch mag, bevorzuge ich doch eher warme Orte, wenn ich die Wahl habe. Und so kam ich Dienstag Nacht in meinem neuen Zuhause für eine Woche an. Leider war das Wetter insgesamt ziemlich durchwachsen, es waren einige Regentage dabei, aber wenigstens war der Regen hier warm 😊. Und „Emily’s“, mein AirB&B, war super, ich hatte mein eigenes Reich bestehend aus Schlafzimmer, Küche und Bad und eine Terrasse, auf der ich wohl die meiste Zeit verbrachte. Meine Gastgeber Elizabeth und Anne waren super nett und nahmen sich immer Zeit für ein kleines Pläuschchen oder sogar ein gemeinsames Frühstück oder eine Tour durch den riesigen Garten. Ich fühlte mich fast wie zuhause!

Ich mit meiner Gastgeberin Elizabeth.

Und mit meiner anderen Gastgeberin Ann. Sie kommt aus Fidji und arbeitet für Elizabeth.

Blick von meiner Terrasse in den Garten.

The puppy Poppy – sie verbrachte jede Menge Zeit mit mir auf der Veranda.

Ann bereitete mir einen polynesischen Lunch: Taro mit Taroblättern in Cocosmilch – soooo lecker!! In Dominica heißt das übrigens Dasheen – ich fühlte mich fast wie „daheim in Dominica“ 😊.

Ich verbrachte die Woche überwiegend mit Faulsein – am Strand oder auch auf meiner Terrasse – aber natürlich sah ich mir die Insel auch ein bisschen an. Die Hauptstadt Avarua ist die einzige Stadt hier, und selbst sie wirkt für einen Europäer eher dörflich, aber nett. Hier ein paar Eindrücke von den schönsten Gebäuden:

Natürlich durfte auch Strand nicht fehlen, und so machte ich mich die paar Tage, wo das Wetter schön war, auf den 20-minütigen Fußweg zum Strand, den ich dann ganz für mich alleine hatte:

Ein paar Meter weiter war der sogenannte Black Rock, ein heiliger Ort für die Maoris, wo die Seelen der Verstorbenen ihre Reise antreten, ähnlich wie Cape Reinga in Neuseeland. An diesem Strand waren auch immer einige Touristen, aber die meisten Touristen wohnten in den Resorts im Süden der Insel, so dass es nie wirklich voll war.

Elizabeth hatte auch ein Fahrrad hier, dass zwar schon bessere Tage gesehen hatte, mich aber trotzdem die 32km sicher um die Insel brachte. Hier ein paar Bilder von meiner Inselrundfahrt:

Mein Bike für diese Woche, leider war die Gangschaltung nicht mehr so die beste…

So sieht die Hauptstraße aus, die einmal um die Insel geht. Sobald man etwas von Avarua weg ist, hat man auch kaum noch Verkehr.

Soldatenfriedhof bei Nikao.

Strand nahe Muri.

Das Denkmal „Seven Canoes“. Von hier waren laut Legende die sieben Kanus aufgebrochen, die dann Neuseeland entdeckten.

Das ganze in neuer mit den Namen der Canoes.

Eine der vielen Kirchen auf Rangiroa.

Vorgelagertes Inselchen bei Muri.

Strand von Muri. Trotz der vielen Hotels hier ist der Strand angenehm leer. Allerdings zog es da auch schon zu…

Bemaltes Häuschen an der Straße, die zum Wasserfall führt.

Leider begann es ab der Hälfte der Rundfahrt zu regnen, so dass ich keine Fotos mehr machen konnte und außerdem völlig durchnässt wieder daheim ankam. Aber das Radeln hat trotzdem Spaß gemacht, es hat sich so gut angefühlt, endlich mal wieder auf einem Fahrrad zu sitzen!

Am Samstag Abend nahm mich Ann mit zu Freunden zum Kava-Trinken. Dies ist ein traditioneller Brauch in Fidji (Ann kommt von Fidji), früher wurde es nur bei zeremoniellen Anlässen und nur von Männern getrunken, jetzt macht man das zum „Socializing“, zum Zusammensitzen und quatschen. Kava wird aus einer Wurzel hergestellt, die zu Pulver zerrieben wird, das man dann in Wasser mischt. Es hat keinen Alkohol, wohl aber einen leicht betäubenden und beruhigenden Effekt. Schmecken tut es allerdings nicht wirklich lecker, es schmeckt wie in Wasser verdünnte Erde… das einzige, was ich gemerkt habe, war, dass meine Zunge ein bisschen taub wurde. Aber es war sehr interessant, die Zeremonie dazu zu sehen und es zu probieren.

Kim und Ann beim Mischen des Kava in der speziellen Schale. Dazu wird das Kavapulver zuerst in ein Säckchen gefüllt.

Kim presst das Kava-Pulver, das sich in dem Säckchen befindet, ins Wasser aus.

Dann füllt er die Kokosnuss-Schale, aus der getrunken wird. Jeder trinkt eine Schale, danach wird wieder aufgefüllt und der nächste trinkt.

Kim beim Kava-Trinken, vor ihm die Schüssel mit dem bräunlichen Getränk.

Heute ist Dienstag, der 04.06., und endlich habe ich es geschafft, mit meinem Blog aufzuholen! Auf der Aranui gab es kein Internet, so dass ich nichts posten konnte, und in den 2,5 Wochen mit Paddy in Neuseeland hatte ich besseres zu tun… 😜.

Flughafen von Rarotonga.

Aber jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten Stand! Ich warte gerade auf meinen Flug nach Aitutaki, einer anderen kleinen Insel, die auch zu den Cook Islands gehört. Dort werde ich noch 1,5 Wochen verbringen, dann geht es heim nach München – nach fast 11 Monaten Reisen! Freu mich schon sehr auf daheim, aber werde jetzt erstmal noch die Trauminsel genießen!

Viele Grüße aus Avarua auf Rarotonga!

Aranui Tag 11: Rangiroa

Die letzten beiden Tage auf der Aranui waren angebrochen. Inzwischen waren wir schon wieder weit weg von den Marquesas und auf Kurs zu den Tuamotos, dieses Mal zur Insel Rangiroa. Hier würden uns wieder schöne Strände und Riffs zum Schnorcheln erwarten. Außerdem gab es die Möglichkeit, eine Perlenfarm zu besichtigen. Ich entschied mich für einen Inselspaziergang und Schnorcheln und gegen die Perlenfarm, da wir ohnehin nur den Vormittag über Zeit hatten.

Einfahrt zum Rangiroa-Atoll.

Strand und direkt davor Korallen – perfekt zum Schnorcheln!

Spaziergang durch einen Palmenwald und über die Insel.

Strand auf der gegenüberliegenden Seite.

Steg eines Luxushotels auf Rangiroa.

Wasserbungalows des Hotels.

Fische-Beobachten vom Steg aus.

Bade- und Schnorchelvergnügen im türkisfarbenes Wasser von Rangiroa.

Wellen im Pass des Atolls – hier konnten wir Delfine beobachten, aber leider nicht fotografieren.

Zurück auf dem Schiff gab es nach einem weiteren tollen Sonnenuntergang das Abschiedsdinner – obwohl es erst der vorletzte Abend an Bord war. Aber da viele Passagiere morgen in Bora Bora das Schiff verlassen würden, wurde es vorverlegt.

Wiedermal ein Sonnenuntergang auf dem Schiff… 😊.

Moana führt einen Haka vor als Geburtstagsgeschenk an Yan.

Und da so eine Vorführung viel besser wirkt, wenn mehr Tänzer mitmachen, wurden wiedermal ein paar Passagiere bemüht 😊.

Ich mit Norbert, einem unserer Kellner – immer mit Blumenkranz und / oder Blume im Haar.

Nach dem Essen machte unsere Mädelscrew sich mit Christian und Steffen auf den Weg in die Verandabar, um ein letztes Mal die Aranui-Band zu bewundern und einen letzten Cocktail mit Britta und Steffen zu trinken, die das Schiff morgen in Bora Bora verlassen würden.

Letzter Auftritt der Aranui-Band mit dem Aranui-Song.

Danach ging es für uns ins Bett, gespannt auf den morgigen Tag und Bora Bora.

Fortsetzung folgt…