Aranui Tag 6: Ua Pou

Am frühen Morgen des sechsten Tages an Bord der Aranui kamen wir in Hakahau auf der Insel Ua Pou an. Aber vorher gab es einen wunderschönen Sonnenaufgang zu bewundern:

Blick auf Hakahau auf der Insel Ua Pou.

Blick über den Strand auf die noch in den Wolken versteckten Zinnen, für die Ua Pou berühmt ist.

Auf dem Programm stand heute eine kurze Wanderung zu einem Aussichtspunkt hinauf, aber ich hatte keine Lust, mit hundert anderen (möglicherweise sehr langsamen) Menschen den Berg hinauf zu laufen, ich würde das am Nachmittag alleine machen.

Stattdessen schaute ich mir zuerst das Dorf ein wenig an, was aber nicht weiter sonderlich sehenswert war. Und so entschied ich mich schnell dafür, den Berg auf der anderen Seite der Bucht zu erklimmen, um eine schöne Aussicht zu genießen – das war bei der Hitze eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit! Aber der Ausblick über die Bucht und auf die Zinnen belohnte mich für die Mühe!

Bucht von Hakahau.

Die Straße hinauf auf den Berg.

Die berühmten Zinnen fast ohne Wolken.

Hier wachsen sogar Kakteen!

Nach zweistündiger Wanderung kam ich wieder im Dorf an, wo auf dem Farmersmarkt frische Früchte und lokale Musik geboten waren.

Die örtliche Musikgruppe auf dem Farmersmarkt.

Danach gab es eine Haka-Tanzshow vom Feinsten! Die Gruppe aus Ua Pou gewinnt regelmäßig sämtliche Haka-Wettbewerbe:

Eine der Tänzerinnen in ihrem Kostüm.

Der Boss und Choreograf der Gruppe, der außerdem auch auf der Aranui arbeitet und für die Tauch- bzw. Angelfahrten zuständig ist.

Polynesischer Haka.

Nach der Show und einem sehr leckeren Mittagsbuffet in einem lokalen Restaurant machte ich mich auf die kurze Wanderung, die die anderen schon heute morgen gemacht hatten – und ich war ganz alleine unterwegs, ein Traum!

Verdorrte Büsche auf dem Weg nach oben.

Blick über das Dorf, diesmal von der anderen Seite.

Selfie völlig verschwitzt vor den Zinnen.

Oben am Kreuz angekommen.

Blick über die Bucht, in der gerade die Aranui ausgeladen wird. Auf der anderen Seite sieht man die Straße, die ich am Vormittag hochgelaufen war.

Danach lief ich den Weg ein Stück zurück und nahm dann die Abzweigung zu einem wunderschönen weißen Sandstrand, der schon von oben toll aussah! Auf den Marquesas ist das eine Seltenheit, da die Inseln Vulkaninseln sind und falls überhaupt dann schwarzen Sandstrand haben. Wir waren gewarnt worden, dass es hier Nonos (unangenehm bissige Sandflies) und gefährliche Strömungen geben solle – aber das hielt weder mich, noch die drei Franzosen Clem, Hugues und Julie vom Baden ab, und es war suuuuuper!! Wir hatten den ganzen Strand für uns allein!

Danach ging es wieder zurück aufs Schiff, Duschen, Infoveranstaltung, Abendessen und für die, die wollten einen Kinoabend. Ich nutzte die Zeit lieber dazu, mit Paddy zu texten, danach ging’s todmüde von den Wanderungen ab ins Bett.

Fortsetzung folgt…

Aranui Tag 5: Hiva Oa + Tahuata

Früh morgens kamen wir, wie auch in den letzten Tagen bei bestem Wetter, in der Bucht von Puamau auf Hiva Oa an.

Am Pier erwarteten uns schon Geländewagen, die uns zur historischen Kultstätte Te I’ipona brachten, wo es neben Petroglyphen auch die ältesten Tikis in French Polynesia zu sehen gab:

Tikis unter einem Wetterschutz, der natürlich nicht historisch ist 😜.

Einziger bekannter liegender Tiki, der seitlich ein Lama eingeschnitzt hat.

Te I’ipona.

Kirche in Puamau.

Pünktlich zum Mittagessen waren wir wieder alle auf dem Schiff und es ging weiter zur Insel Tahuata, in die Bucht von Vaitahu. Als wir uns der Insel näherten konnten wir schon von Weitem die Rauchwolken am Himmel sehen – der Wald brannte! Wahrscheinlich war das Feuer absichtlich zur Rodung gelegt worden und durch die Trockenheit der letzten Wochen außer Kontrolle geraten.

Zuerst besichtigten wir die sehenswerte katholische Kirche in Vaitahu:

Danach entschied ich mich für eine kurze Wanderung den Berg hinauf zu einem Aussichtspunkt – endlich mal wieder ein bisschen Bewegung!! Bei dem vielen und sehr leckeren Essen und dem vielen Nichtstun wird man echt fett! Da es allen anderen zu heiß war, machte ich mich alleine auf den Weg und genoss die körperliche Betätigung und die Natur.

Blume am Wegesrand.

Atemberaubender Blick vom Aussichtspunkt auf die Bucht und die Aranui.

Kreuz und Marienstatue am Aussichtspunkt.

Blick auf den hinteren Teil der Insel Tahuata.

Nach der Wanderung gab es an diesem Tag nichts Aufregendes mehr, nur noch zurück aufs Schiff, Dusche, Infoveranstaltung für den morgigen Tag, leckeres Abendessen und dann ging es relativ früh ins Bett…

Fortsetzung folgt…

Aranui Tag 4: Nuku Hiva

Am vierten Tag kamen wir endlich in den Marquesas an, so weit liegen diese Inseln weg von Tahiti. Unser erstes Ziel war die größte Insel der Marquesas, Nuku Hiva.

Erster Blick auf Nuku Hiva vom Schiff aus.

Per Jeep ging es ab in die Berge von Taiohae nach Hatiheu und zur archäologischen Fundstätte Kamuhiei. Zu viert quetschten Britta, Steffen, Christian und ich uns in den erstbesten Jeep und genossen die tollen Ausblicke und zahlreichen Fotostopps:

Britta und ich mit Blick über eine der Buchten.

Sehr viel Grün im Inselinneren, obwohl Nuku Hiva vom Schiff aus sehr braun aussah und es in den letzten Wochen wenig geregnet hat.

Bucht von Hatiheu von oben.

Unsere Jeepfahrer in einer unserer Pausen mit einer spontanen Jam Session.

Tourikram…

Eine Einkommensquelle hier ist Copra, Cocosnussfleisch. Hier eine Sammelstelle für die vollen Säcke, die dann per Schiff, also unserem, nach Tahiti gebracht werden.

Polynesische Tanzvorführung für uns in Kamuhiei vor einem riesigen Banyantree.

Jörg beim Erklären von Petroglyphen.

Typisches Haus der Marquesaner früher, links das „Bett“, das mit weichem Material aufgefüllt wurde.

Kirche in Hatiheu.

Einer unserer Fahrer mit Gesichtstatoo.

Ausblick.

Traditionelles Umu – Schwein, alles Mögliche an roots und Gemüse über Stunden im Erdofen zubereitet.

Die (englisch-deutschsprachige) Hälfte der Aranui-Touristen beim Verspeisen des 7-Gänge-Umu-Menüs. Die Franzosen waren in einem anderen Restaurant, da nicht genug Platz für alle gewesen wäre.

Die Kathedrale in Taiohae. Wie überall wurde auch in den Marquesas fleißig missioniert, und im Namen der Kirche Tänze, Gesang und Tatoos verboten, so dass sehr viel marquesanische Kultur und Tradition verloren ging.

„Lebensmittel – Wein – Alkohol“??? Really???

Tourist Information in einem hübschen Gebäude.

Modernes Tiki auf einem Hügel über Taiohae.

Ausblick über die Buchten vom Tiki-Hügel aus.

Beladen des Schiffes mit Containern aus Nuku Hiva – schließlich ist die Aranui nicht nur ein Kreuzfahrtschiff.

An diesem Abend stand noch ein Highlight auf dem Programm: Plancha-Night unter den Sternen, und dafür war das Pooldeck festlich geschmückt und das superleckere Essen draußen aufgebaut worden:

Festlich geschmückte Tafel.

Die Kellner warten schon auf die hungrige Meute.

Der Desserttisch – soooo lecker!!!

Lustige internationale Tischgesellschaft: Anna, Christian, Clem, Britta, ich, Steffen.

Auch für Unterhaltung war bestens gesorgt, zuerst führte Nui und einen traditionellen polynesischen Tanz vor…

… dann gab es eine weitere Tanzeinlage der Aranui Tanzgruppe – allesamt Angestellte der Aranui aus allen möglichen verschiedenen Bereichen.

Danach schwangen wir Touristen dann das Disco-Tanzbein, zusammen mit vielen Leuten aus der Aranui-Crew.

Irgendwann nach der Völlerei und Tanzerei fielen wir nach einem aufregenden Tag ziemlich müde in unsere Betten.

Fortsetzung folgt…

Aranui: Fakarava und ein (Geburts-) Tag auf See

Am zweiten Tag unserer Kreuzfahrt erreichten wir Fakarava, eine Insel im Tuamoto-Atoll. Diese Inseln sind allesamt sehr flach und bestehen hauptsächlich aus weißen Sandstränden (Korallenstränden), türkisfarbenem Wasser drum herum und Palmen – also der absolute Südseetraum! Unser Tagesprogramm sah so aus (wie schon erwähnt alles perfekt durchgeplant):

Der Tag startete durchwachsen, mit teilweise bewölktem Himmel (jedoch trotzdem tollem Sonnenaufgang), etwas Regen und einem wunderschönen Regenbogen (am Horizont kann man, wenn man genau hinschaut, das ganz flache Fakarava erkennen):

Früh um 8.00 Uhr ging es per Barge an den Strand von Fakarava, wo wir schon von einer lokalen Musikgruppe empfangen wurden:

Anna, Britta und ich beschlossen, den Vormittag auf der Insel zusammen zu verbringen und uns zuerst den (sehr übersichtlichen) Ort Rotoava anzuschauen und danach schnorcheln zu gehen. Hier ein paar Eindrücke:

Tourist office in Rotoava.

Idyllisch gelegener Friedhof.

Freiluft-Gottesdienst am Sonntag auf Fakarava.

Schnorchelpause – Britta und Anna.

Da sich die Aufenthaltsdauer der Aranui danach richtet, wie lange die Crew zum Aus- und Einladen der Ladung braucht (und wie weit es zum nächsten Ziel ist), hatten wir nur einen halben Tag in Fakarava, bevor es mittags wieder an Bord ging und die Aranui Kurs auf die noch sehr weit entfernten Marquesa-Inseln nahm. Aber für Unterhaltung war auch an Bord ausreichend gesorgt: am Nachmittag wollte ich mir eigentlich den Vortrag der neuseeländischen Wissenschaftlerin Victoria Andrews anhören, aber der war so langweilig (es war im wahrsten Sinne des Wortes eine „Vorlesung“), dass ich nach fünf Minuten gehen musste – sehr schade, denn das Thema hätte mich wirklich interessiert!

Am Abend gab es eine Pareo-Modenschau mit freiwilligen Passagieren – sehr unterhaltsam!! Meine beiden Roommates Britta und Anna durften da natürlich nicht fehlen und boten eine tolle Show!

Alle „Models“ auf einen Blick 😊.

Hugues, unser männliches Model aus Frankreich. Er war bei allem dabei- von der Modenschau bis zum Haka-Tanz 😃👍🏻.

Meine Roomies Anna und Britta.

Anna’s Catwalk 💃.

Und Britta gleich hinterher – sie hätte von Heidi sicher ein Foto bekommen 😉.

Danach wurde die gesamte Mannschaft namentlich vorgestellt, inklusive ihrem jeweiligen Herkunftsort. Die meisten kommen tatsächlich aus Französisch Polynesien, ein Teil sogar von den Marquesas, nur vereinzelt sind ein paar Europäer und Asiaten dabei. Insgesamt kümmern sich knapp über 100 Menschen darum, dass alles auf dem Schiff funktioniert und die Passagiere happy sind – unglaublich! Es war echt schön, alle persönlich kennen zu lernen, auch Personal, das man normal nicht häufig sieht wie die Frauen aus der Wäscherei oder die Männer aus dem Maschinenraum. Aber das Schöne und wohl Einzigartige an der Aranui ist, das man sich tatsächlich kennen lernt – beim Essen, bei den Feiern, beim spontanen Musizieren in irgendeinem Kabinengang oder auch im Kraftraum. Auf diesem Boot lebt man tatsächlich zusammen 😃.

Das Personal des Restaurants.

Unser Kapitän aus Frankreich.

Den nächsten Tag, meinen Geburtstag, verbrachten wir komplett auf See, d.h. wir konnten erstmal länger schlafen, denn heute gab es Frühstück bis 9.00 Uhr, weil niemand früh an Land musste. Es war ein perfekter Geburtstag: bis auf einen sehr guten Vortrag zur Geschichte der Marquesas von Jörg tat ich den ganzen Tag nichts anderes als bei super Wetter faul am Pool zu liegen und von einem Essen zum nächsten zu gehen 😜. Damit auch ja jeder mitkriegt, dass ich Geburtstag habe, brachten mir meine Roomies ein lautstarkes Ständchen am Pool… 😱😊.

Abends gratulierten mir Nui und Yann dann vor versammelter Mannschaft beim Essen mit Geburtstagstorte, Musik und Tanz – etwas peinlich, aber auch echt süß!

Danach zappelten wir noch eine Runde auf der 80er Party. Ohne uns wäre da gar nichts los gewesen – vielleicht auch wegen der nicht allzu guten Musikauswahl á la ABBA usw. (dabei gab es auch wirklich gute Musik in den 80igern). Wir hatten trotzdem unseren Spaß, v.a. mit den Crew-Mitgliedern, die nur zu gern mit uns das Tanzbein schwangen.

Am nächsten Tag erreichten wir dann die erste der Marquesa-Inseln.

Fortsetzung folgt… 😊

Abenteuer auf der Aranui 5 – Erster Tag

Am Samstag, den 27.04. ging es auf zur Kreuzfahrt zu den Marquesas. Früh um 7.00 Uhr lief ich den kurzen Weg vom Hostel zum Pier und stand vor dem beeindruckenden Container-Kreuzfahrt-Schiff, der Aranui 5, meiner Heimat für die nächsten zwei Wochen.

Nach sehr freundlicher Begrüßung mit Blumenkette, Begrüßungsdrink und Musik und erfolgreichem Einchecken an der Rezeption machte ich mich auf die Suche nach meinem 4er Dorm, das sich praktischerweise auf der gleichen Etage befand wie das Restaurant 😜. Dort lernte ich gleich meine Roommates für die nächsten zwei Wochen kennen, und es hätte nicht besser sein können! Ich würde mit drei coolen Mädels das Zimmer teilen: Anna aus Russland, Clémentine aus Frankreich und Britta aus Deutschland. Wir verstanden uns von Anfang an gut und verbrachten auch außerhalb unseres Dorms viel Zeit miteinander – wir waren auch ziemlich die jüngsten auf dem Schiff…

Unser Dorm-Besetzung: Clementine, ich, Anna und Britta beim Feiern meines Geburtstags in der Skybar😊.

Auch das Dorm übertraf meine Erwartungen bei weitem! Wir hatten zwei Luxus-Bunkbeds mit superbequemen Matratzen, außerdem eine kleine Sitzecke mit Couch und Tisch. Jedes Bett hatte einen Vorhang für ein bisschen Privatsphäre, eine Leselampe und ein eigenes kleines Fach, quasi als Nachttisch. Außerdem hatten wir natürlich ein Bad, das aber im Gegensatz zu unserem Dorm doch recht klein und eng war, vor allem die Dusche… Leider hab ich davon keine Fotos gemacht, aber wen das interessiert, der kann sich auf der Homepage der Aranui ein paar Bilder anschauen 😜.

Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt hatten, ging es zum Pooldeck zur Begrüßungsfeier mit einer tahitianischen Tanzgruppe und Begrüßungscocktail:

Gegen Mittag legte die Aranui vom Hafen in Papeete ab und los ging das Abenteuer Kreuzfahrt zu den Marquesas!

Der erste Tag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens der Abläufe an Bord, der Örtlichkeiten und der Leute. Außerdem gab es eine Sicherheitsübung. Jeden Tag würde es abends eine Infoveranstaltung über den nächsten Tag geben, wozu wir in drei Gruppen aufgeteilt waren (genauso für die Landgänge): die größte Gruppe war die Französisch-sprachige mit ca 100 Leuten, dann die Englisch-sprachige mit ca 60 Leuten, die Deutsch-sprachige Gruppe war mit knapp 40 Leuten die kleinste. Unser deutschsprachiger Guide war Jörg, der schon seit 12 Jahren in Französisch Polynesien lebt und genauso lang auf der Aranui dabei ist. Wir hätten uns keinen besseren Guide wünschen können: immer gut gelaunt und voller Wissen über die Marquesas und Französisch Polynesien brachte er uns hochmotiviert täglich seine Wahlheimat nahe und referierte ausführlich über Themen, die uns interessierten, wie z.B. Schulsystem, Familie, Politik und Atomtests.

Jörg in action bei der täglichen Infoveranstaltung und bei einem unserer Ausflüge 😊.

Auch für unser leibliches Wohl war bestens gesorgt: es gab täglich drei Mahlzeiten – Frühstücksbuffet und jeweils ein Drei-Gänge-Menü zum Mittag- und Abendessen, und das Essen war sensationell (sehr zum Leidwesen meines Gewichts…🙄)!!! Und das super nette, aufmerksame Restaurantpersonal kümmerte sich rührend um uns und begrüßten uns schon ab dem zweiten Tag mit Namen!

Britta, Clem und Christian beim Essen – zu jedem Essen gab es sowohl Rot- als auch Weißwein.

So sah zum Beispiel eine Vorspeise aus.

Mein absoluter Lieblingskellner Moana 😊.

Ansonsten standen neben den super organisierten Landgängen (für mich war das schon fast viel zu durchorganisiert…) auch immer verschiedene Aktivitäten an Bord auf dem Programm. Am ersten Abend spielten die beiden Hauptverantwortlichen für das Unterhaltungsprogramm, Nui und Yann, polynesische Musik in der Veranda-Bar.

Nach einem aufregenden ersten Tag ging es für uns vier Dormmädels relativ früh ins Bett, zumal Britta und Clem wegen der rauen See leider auch mit Seekrankheit zu kämpfen hatten…

Fortsetzung folgt… 😊

Moorea – Faulenzen auf einer Trauminsel 🏝

Nach drei Tagen auf Tahiti ging es letzte Woche Sonntag mit der Fähre auf die Nachbarinsel Moorea. Bei schönstem Sonnenschein machte ich mich morgens um 7.15 Uhr auf den kurzen Weg vom Hostel zum Fährhafen. Ich freute mich nicht nur auf die Insel, sondern auch darauf, endlich mal wieder ein Zimmer mit eigenem Bad für mich alleine zu haben, v.a. nach den letzten drei Tagen im vollen Hostel in Papeete, inklusive einer sehr lauten Frauenfußball-Mannschaft von den Osterinseln 😜.

Hier ein paar Eindrücke von der Überfahrt mit der Fähre:

Blick von der Fähre auf Papeete und die Berge.

Moorea von der Ferne.

Einfahrt in Mooreas Hafen.

In Moorea angekommen, machte ich mich auf die Suche nach dem Bus, der mich auf die andere Seite der Insel, zum Tiki Village, bringen würde. Das war nicht weiter schwer, denn es gibt nur einen Bus, der um die Insel herum fährt. Leider fährt der auch nur, wenn die Fähre geht, d.h. wenn man auf Moorea mobil sein möchte, muss man sich ein Auto oder einen Roller leihen, zu horrenden Preisen, versteht sich (60-80€/Tag)! Ich hab das nicht gemacht, ich wollte nach den 4000km Radfahren in Neuseeland hauptsächlich entspannen.

Im Tiki Village angekommen, wurde ich von meiner Gastgeberin Aurelie freundlich empfangen und in mein Reich für 12 Tage geführt – ein Traum! Mein eigenes Zimmer!! Und dazu eine Riesenterrasse ganz für mich allein, echt der Hammer!

Natürlich musste ich mir gleich nach dem Auspacken den 50m entfernten Strand anschauen und war begeistert! Es sah so kitschig aus wie aus dem Urlaubskatalog: weißer Sandstrand, Palmen, warmes türkisfarbenes Wasser – perfekt:

Einen Tag später kam auch Florie, die Französin, die ich im Hostel in Papeete kennengelernt hatte, auf Moorea an. Sie hatte sich einen Leihwagen genommen und besuchte mich zum Pizzaessen und Weintrinken auf meiner Terrasse:

Am nächsten Tag holte sie mich ab und wir fuhren zum Tipaniers-Hotel, liehen uns ein Kayak aus und paddelten ein Stündchen zu zwei nahegelegenen Inselchen, bevor wir noch eine Weile im traumhaft warmen Wasser planschten.

Danach wollten wir einen Ausblick über die Insel genießen und ein wenig hiken, deshalb fuhren wir ins Inselinnere zum Belvédère Lookout:

Zugegebenermaßen war der Ausblick, den man angeblich auf dem Hike haben sollte, nicht wirklich toll (deshalb gibts davon keine Bilder), weil er zugewachsen war, aber der einstündige Hike war trotzdem nett.

Danach hatten wir ordentlich Durst und fuhren zur Saftfabrik und Distillery Manutea, die man besichtigen konnte. Leider war gerade keine Produktion, so dass wir nur die stillstehenden Maschinen sahen:

Danach gab es eine kostenlose Saft- und Likörverkostung, sehr lecker!

Müde von dem langen Tag ging es danach zurück und wir mussten uns verabschieden – für Florie ging es am nächsten Tag wieder zurück nach Papeete und von dort in die USA. Schade, es war sehr nett mit ihr!

Den Rest der Zeit verbrachte ich mit Faulenzen, stundenlangem Baden im warmen kristallklaren Wasser, Kayakfahren, Lesen auf meiner Terrasse, und leider auch jeder Menge hinaus in den Regen schauen. Hier ist gerade Regenzeit, und anders als in Dominica bedeutet das tatsächlich sehr viel Regen… aber es bleibt trotzdem warm, weshalb es beim Baden nicht wirklich stört. Und man spart sich die Sonnencreme😜.

Einer meiner vielen Mitbewohner abends auf der Terrasse.

Blick in den Regen von meiner Terrasse aus.

Ich bei meiner Lieblingsbeschäftigung – Kayakfahren.

Korallen vom Kayak aus – leider war es an dem Tag windig, deshalb sieht man sie nicht so gut.

Blick vom Wasser aus auf Tiki Village und hinter Wolken versteckte Berge.

Auch kleine Haie und Rochen konnte man vom Kayak aus sehen. Die Fotos sind allerdings von Florie, da ich meine Kamera nie mit auf dem Kayak hatte.

Außerdem gab es tolle Sonnenuntergänge zu sehen:

Heute ging es dann mit der Fähre zurück nach Papeete, wo ich noch ein paar Einkäufe für morgen erledigte und einen ruhigen Abend im Hostel verbrachte. Natürlich war heute wieder strahlendster Sonnenschein nach den letzten beiden Tagen Regen…

Hafengebäude auf Moorea.

Warten auf die Fähre… die Wartezeit genoss ich in der Sonne…

… und beim Fischebeobachten im Hafenbecken – soooo bunt!!

Und dann kam sie auch schon!

Nichts wie rauf aufs Oberdeck! Mit Blick auf Tahiti.

Morgen früh geht es dann auf meine 13-tägige Kreuzfahrt mit dem Containerschiff Aranui zu den Marquesa-Inseln – bin schon supergespannt!!

Die Aranui beim Beladen im Hafen.

Wahrscheinlich müsst ihr euch aber mit dem Blog gedulden, denn auf dem Schiff ist Internet wahnsinnig teuer und wahrscheinlich auch nicht besonders gut, so dass ich wohl erst nach meiner Kreuzfahrt berichten werde.

Liebe Grüße aus Moorea!

Tahiti – endlich im Warmen!! 🌴☀️👙

Nach 4 Monaten und 4000 geradelten Kilometern in Neuseeland (und sehr wechselhaften letzten 2 Wochen) freute ich mich jetzt auf tropische Hitze und Sonne in Französisch Polynesien. Der Flieger brachte mich in 5 Stunden von Auckland nach Papeete, der Hauptstadt Tahitis – lustigerweise back in time: der Flug verließ Auckland am Donnerstag, den 11.04. um 16.10 Uhr, und ich kam am Mittwoch, den 10.04. um 23.00 Uhr in Papeete an, durfte den Donnerstag also zweimal erleben 😊.

Als ich aus dem Flieger stieg, schlug mir sofort die feuchte Hitze entgegen, wie in Dominica – sooo schön! Ich fuhr nur noch zum Hostel, dem einzigen in ganz Tahiti für 30 Euro pro Nacht im 6-Bett-Zimmer (hier ist alles echt superteuer), und ging gleich ins Bett.

Am Donnerstag (mal wieder 😂) schaute ich mir die Stadt Papeete an. Ich lief einfach planlos durch die Straßen und ließ mich treiben. Sonderlich Fußgänger-freundlich ist es hier nicht, häufig gibt es keine Gehsteige und man muss auf der Straße laufen. Es gibt jede Menge Geschäfte, ziemlich viele Touristenläden und viel Verkehr für sehr enge Straßen. Mal nett zum Anschauen, aber wohnen möchte ich hier nicht…

Straße am Ufer entlang.

Pavillon am Quai mit Kreuzfahrtschiffen im Hintergrund.

Warteräume und Restaurant am Fährhafen.

Street Art am Fährhafen.

Markthalle mit bunten Obstständen.

Kathedrale.

Denkmal an der Bayfront.

Rathaus von Papeete.

Chinesischer Tempel.

Am Freitag wollten Florine, eine in München lebende Französin, die ich im Hostel kennen gelernt hatte, und ich zu einem Wasserfall wandern. Nach dem Frühstück machten wir uns also auf den Weg, zuerst zum Rathaus, um die dafür erforderliche Gebühr zu zahlen und dann quer durch die Stadt (nicht so schön), bis endlich der richtige Hike losging.

Ab da war es phantastisch: wir wanderten bei schönstem Sonnenschein durch den Wald, immer am Fluss entlang durch das Vallee Fautaua.

Nach einiger Zeit überquerten wir auf einer kleinen Brücke den Fluss, der breite, überwiegend flache Weg wurde schmal und es ging den Berg rauf, bis wir an dem Aussichtspunkt ankamen, von dem aus wir den Wasserfall sehen konnten.

Eigentlich wollten wir wirklich bis zum Wasserfall laufen, aber Florines Schuh war kaputt, die Sohle hatte sich vorne gelöst, und so beschlossen wir, zum Hostel zurück zu kehren. Aber auch so war der Hike lang und anstrengend genug gewesen bei der Hitze.

Am Samstag hatte Florine ein Auto gemietet und wir schauten uns die Westküste von Tahiti ein wenig an. Gleich am Anfang stand der angeblich weiße Strand Vaiava, der aber eher grau ist, auf dem Programm – wir wollten unbedingt Baden gehen, schließlich waren wir ja schon den dritten Tag in Tahiti und waren noch nicht im Wasser!

Strand von Vaiava am PK18.

Die Nachbarinsel Moorea, in Wolken gehüllt.

Unwetter über dem Meer.Da das Wetter, wie man auf den Bildern erkennen kann, nicht allzu schön war, machten wir uns nach ausgiebigem Bad im warmen Wasser und anschließendem Trocknen wieder auf den Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Marae Arahurahu, einer ehemals heiligen Stätte:

So langsam wurde auch das Wetter schöner, so dass wir die Grotten bei Maraa im Sonnenschein bewundern konnten:

Immer an der Küste entlang ging es weiter Richtung Süden bis zum Jardin de Vaipahi:

Blick durch die Bäume auf Tahiti Iti.

Da es dann schon dunkel wurde, kehrten wir von dort um und machten uns auf den Rückweg.

Abendstimmung auf Tahiti.

Morgen nehme ich die Fähre nach Moorea, wo ich die nächsten anderthalb Wochen verbringen werde – ganz luxuriös in einem Privatzimmer mit eigenem Bad in einem AirB&B! Leider gibt es dort kein Internet, so dass ihr wahrscheinlich erstmal nichts von mir lesen werdet. Und auch auf der Aranui, dem Containerschiff, mit dem ich zu den Marquesas fahren werde, gibt es nur bedingt Internet. Wahrscheinlich muss ich die Blogs dann nachreichen– also macht euch keine Sorgen, wenn ihr die nächsten vier Wochen nichts oder nicht viel von mir hört! 😊

Viele Grüße aus Papeete / Tahiti!