Abschiednehmen und Countdown…

Hallo liebe Leser, der Countdown läuft – noch 9 Tage bis zu unserem Flug… Es ist immer noch sehr schwer zu glauben, dass es nächste Woche Freitag jetzt wirklich endlich nach Neuseeland geht – zwar ein Jahr später als geplant, aber hey, immerhin hat es jetzt geklappt!! Das heißt jede Menge Abschiednehmen in der verbleibenden Zeit, und das fällt mir sehr schwer, ich hasse Abschiednehmen!

Los ging es mit dem Abschiednehmen bzw. gleichzeitig Wiedersehen mit ehemaligen Schulkameraden. Wir haben 1993 (oh mein Gott, bin ich alt!!!) zusammen Abi gemacht und vor allem dank Katja seit einigen Jahren wieder WhatsApp-Kontakt. Immerhin haben wir es inzwischen schon ein paar Mal mit einigen zu einem Treffen geschafft. Dieses Mal waren wir gar zu viert, vielleicht klappt es ja irgendwann doch nochmal mit allen 7 unserer Crew! Es war auf alle Fälle ein schöner Nachmittag in Bad Orb, in dem es zum Glück weniger ums Abschiednehmen und mehr um unser Wiedersehen und Geschichten von damals ging 🙂

Ich, Katja, Antje und Holger – Abi 1993!! Sooo krass, dass das schon wieder sooo lange her ist!

Der weitaus schwerere Abschied stand mir aber in München bevor, da dort die meisten meiner Freunde sind und München meine wahre (Wahl-)Heimatstadt ist. Eigentlich war gar nicht mehr geplant, nochmal nach München zu fahren, aber ich brauchte das nochmal, da ich beim letzten Mal leider einige meiner Freunde nicht mehr habe sehen können. Und so setzten Paddy und ich uns in den Zug (mein Vater brauchte das Auto) und fuhren gen alte Heimat:

Gut gelaunt im Zug Richtung München.

Wir checkten schnell im Hotel ein und trafen uns dann mit Claudi, Lena und Laura, meinen Ex-Kolleginnen und Freunden, auf einen (bzw. mehrere) Kaffee am Weißenburger Platz. Es war so schön, sie alle wieder zu sehen!! Und es gab so viel zu erzählen!

Laura, Claudi mit Lauras Sohn Mika, Lena und ich, noch vorm Regen draußen unterm Sonnenschirm…
… aber als dann der Regen kam, verzogen wir uns nach drinnen.

Leider mussten Laura und Lena dann nach Hause, aber Claudi kam mit Paddy und mir zum Abendessen mit zum Italiener, und wir verbrachten noch ein paar schöne Stunden miteinander. Der Abschied war noch nicht so schwer, da ich sowohl Laura als auch Claudi nochmal sehen würde, nur von Lena gab es einen tränenreichen Abschied.

Claudi und ich vorm Brunnen am Weißenburger Platz.

Am nächsten Morgen waren wir bei Walter und Elli in Pasing zum Frühstück eingeladen. Super, dass es mit den beiden und ihrer Tochter Cassandra nochmal mit einem Treffen geklappt hat, obwohl wir uns das letzte Mal eigentlich schon verabschiedet hatten! Wir sehen uns dann in Neuseeland wieder 🙂

Paddy und ich mit Walter, Elli und Cassandra.

Am Nachmittag trafen wir uns mit Moni und Sandra (mit Michi und Kira), zwei meiner Ex-Kolleginnen, im Biergarten vom „Schinkenpeter“. Auch das war ein sehr cooler Nachmittag, und ich werde die beiden sehr vermissen! Später kam dann noch ganz spontan Kathrin, meine Ex-Mitbewohnerin und Ex-Referendariatskollegin vorbei, mit der wir dann den Abend noch im Biergarten genossen und quatschten, nachdem die anderen schon gegangen waren. Es war echt super, dass das noch geklappt hat, ich hatte gar nicht mehr damit gerechnet, Kathrin nochmal zu sehen, bevor wir fliegen. Leider hab ich vor lauter Quatschen ganz vergessen, Bilder von Kathrin und mir zu machen 😦

Michi, Sandra mit Kira, Moni, ich und Paddy beim sehr leckeren Essen im „Schinkenpeter“.
Moni und ich 🙂
Sandra und ich.

Paddy’s Freundin Anne aus Berlin wollte uns auch nochmal sehen und kam ein zweites Mal übers Wochenende nach München, und so trafen wir uns am Samstag morgen zum Frühstück im „Glockenspiel“ und gingen danach ein wenig auf Sightseeing-Tour zum Nymphenburger Schloss und Schlosspark. Leider spielte das Wetter nicht so mit, so dass wir zwischendurch auch mal nass wurden, was unserer Laune aber keinen Abbruch tat:

Drei Touristen vorm Nymphenburger Schloss 🙂
Tempel im Schlosspark – wie man sieht war das Wetter eher durchwachsen…
Anne auf der Jagd nach Steinen.
Genau mein Humor!!! 🙂

Abends schlugen wir uns die Bäuche im „Hans im Glück“ mit Pommes, Burgern und Cocktails voll, sehr lecker und sehr lustig! Sonntag morgen waren wir mit Frank und Julia zum Frühstück im „Café Haidhausen“ verabredet. Danach waren wir so voll, dass wir einen Spaziergang an der Isar brauchten, um uns wieder wohl zu fühlen. Die Isar war nach dem ganzen Regen der letzten Tage beeindruckend!

Paddy, Anne, ich, Frank und Julia bei unserem Isar-Spaziergang.
Die Isar mit jeder Menge Treibgut.
Ganz schön beeindruckend mit so viel Wasser!
Letztes Bild mit Frank und Julia – Abschiednehmen ist echt nicht schön!

Am Abend trafen wir uns nochmal mit Laura, dieses Mal ohne Mika, in einem schönen Restaurant in Giesing, wo unsere letzten gemeinsamen Stunden viel zu schnell mit guten Gesprächen (und gutem Essen) vorbei gingen! Dieses Mal hieß es dann wirklich Abschiednehmen, und das war schon ziemlich traurig!

Letztes Bild mit Laura und mir – zumindest für einige Zeit…

Da ich danach etwas Aufmunterung brauchte und Paddy und Anne noch ein bisschen was über die bayerische Kultur lernen wollten und es außerdem unser letzter Abend in München war, kehrten wir noch im Biergarten am Nockherberg ein, und nach einer Radlermaß ging es mir (und uns allen) wieder besser, so dass wir uns leicht angeschickert auf den Heimweg zum Hotel machen konnten.

Prost!!
Was die beiden da wohl so Ernstes zu besprechen hatten?!

Am nächsten Morgen frühstückten wir noch zusammen, bevor Anne ihren Zug zurück nach Berlin bestieg und Paddy und ich kurze Zeit später unseren Zug zurück nach Aschaffenburg, beide ein bisschen traurig, nun endgültig von München und auch von Anne Abschied zu nehmen, aber auch froh, dass es nochmal mit einem Wiedersehen mit so vielen Leuten geklappt hat. Es war ein tolles verlängertes Wochenende in München, das viel zu schnell rum ging!

Zum Glück verbringen wir unsere letzten Wochen hier nicht nur mit Auf-Wiedersehen-Sagen, sondern genießen Deutschland auch noch so ausgiebig wie möglich! Zum Beispiel mit Radtouren und Am-See-Liegen (wenn es das Wetter erlaubt). Hier waren wir mit Claudi unterwegs in und nach Alzenau:

Claudi wie immer ganz sportlich unterwegs 🙂
Paddy auf dem Radl.
Die Burg in Alzenau, die jetzt das Gericht beherbergt.
Die Kirche am Marktplatz in Alzenau.
Ein gutes Radl-Team 🙂
Auch der Main ist bei Hochwasser sehenswert! Hier von der Schleuse Kleinostheim aus.
Claudi und Paddy nach der Radtour zum Niedernberger See.
Der Niedernberger See.

Zum Genießen gehört natürlich das Kulinarische dazu, und auch da nehmen wir noch mit, was wir kriegen können (und was es in Neuseeland vielleicht so nicht gibt):

Thorsten und Paddy beim Flammlachs-Zubereiten im Garten.
Den ließen wir uns dann mit Krautsalat und Campari-Soda schmecken!
Auch den Biergarten in Kleinostheim am Main wollten wir nochmal genießen – hier Claudi und ich.

Letzten Sonntag und Montag kamen Markus und Clara, meine Nichte, zu Besuch zu meinem Vater, und diese Gelegenheit nutzten wir natürlich, um uns auch von Markus zu verabschieden – und natürlich um leckeren, von meinem Vater selbstgebackenen Zwetschgenkuchen zu essen:

Paddy, Clara (mehr unterm Tisch), Markus, Papa und Elke beim Kaffeetrinken.

In unseren letzten verbleibenden Tagen müssen wir noch einiges erledigen wie Zeug (nochmal) aussortieren und packen, Verträge kündigen, abmelden, letzter Haarschnitt in Deutschland, Covid-Test, usw usw. Und natürlich treffen wir uns auch mit ein paar Freunden, die uns nochmal sehen wollen, wie zum Beispiel Kati. Da es letztes Mal in München nicht mit einem Treffen geklappt hat, fahren wir für zwei Tage nach Bamberg, um uns dort mit ihr zu treffen. Aber davon lest ihr dann in meinem nächsten Blogbeitrag :-). Jetzt werde ich mich mal um das Ausmisten meiner Klamotten kümmern!

Macht es gut und bleibt gesund! Ich melde mich nächste Woche nochmal, bevor wir fliegen. Und dann natürlich aus Neuseeland wieder – ich habe ja in den zwei Wochen Managed Isolation im Hotel genug Zeit 😉

All meinen Ex-Kollegen einen schönen Start in die Ferien! Liebe Grüße!

Eure Susi

Ausflug in den Norden Deutschlands

Hallo liebe Leser, wie versprochen gibt es heute nun den Bericht über unseren Ausflug in den hohen Norden. Davor mussten wir aber erstmal noch flott alles umplanen, denn Paddy hatte wider Erwarten doch noch kurzfristig einen Impftermin für die Covid-Impfung bekommen. Und so brachen wir statt Mittwoch zu meiner Schwester erst am Donnerstag direkt nach der Impfung zuerst nach Hamburg auf und verschoben den Besuch bei Nick um eine Woche. Wir sind so happy, dass das mit der Impfung nun doch noch geklappt hat, und das auch noch mit Johnson&Johnson, also einer Einmal-Impfung, anders wäre es nicht mehr möglich gewesen! Und bei dem Impftempo, das Neuseeland an den Tag legt, wäre Paddy dort wahrscheinlich irgendwann in 5 Jahren geimpft worden 😉

Und so fuhren wir am Donnerstag mittag direkt nach der Impfung los nach Hamburg, wo wir uns in einem recht günstigen, aber netten Hotel nahe der Außenalster eingebucht hatten. Nach dem Einchecken unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang in der unmittelbaren Umgebung entlang der Außenalster und durch das St. Georgs-Viertel:

Segelboote auf der Außenalster.
Paddy genießt den Abend mit einem Aperol Spritz am Wasser.

Am nächsten Tag ging es Paddy nicht ganz so prickelnd nach der Impfung, aber wir wollten trotzdem etwas von Hamburg sehen, und so zogen wir zu Fuß los Richtung Innenstadt und machten ein bisschen Sightseeing. Hamburg ist wirklich eine absolut sehenswerte Stadt, und dank des vielen Wassers so ganz anders als München. Aber seht selbst:

Die Hamburger Kunsthalle.
Paddy und ich vor der Binnenalster, im Hintergrund das Stadtzentrum.
Hamburgs wunderschönes Rathaus.
Der Innenhof mit Brunnen.
Auf dem Weg zur Speicherstadt, von einer Brücke aus fotografiert.
Blick vom Steg zurück in die Stadt.
Die Speicherstadt bei Ebbe.
Das beeindruckende neue Wahrzeichen Hamburgs: die Elbphilharmonie.
Sträßchen zurück Richtung Innenstadt.
Ein kleiner Seitenarm der Elbe mit einem Restaurant im Fluss und der St. Nikolaikirche im Hintergrund.
Die Ruinen der im 2.Weltkrieg zerstörten St. Nikolaikirche, vom „Kircheninnenraum“ aus fotografiert.

Im Laufe des Nachmittags ging es Paddy leider immer schlechter, so dass wir zum Hotel zurückliefen und den restlichen Tag im Hotelzimmer verbrachten. Zum Glück war am nächsten Morgen wieder alles ok und Paddy zurück auf Normaltemperatur, und so entschlossen wir uns, eine Sightseeing-Tour mit dem Bus zu machen, mit einem Abstecher zur Reeperbahn und den Landungsbrücken:

Paddy und ich im Sightseeing-Bus – natürlich mit Maske, auch wenn die meisten Gäste leider eine Extraaufforderung des Busfahrers brauchten.
Unterwegs durch Hamburg mit offenem Dach – und voll besetzt.
Das deutsche Schauspielhaus.
Das alte Wahrzeichen Hamburgs – der „Michel“ (die St. Michaeliskirche).
Paddy am Eingang zur berühmt-berüchtigten Herbertstraße.
Die Herbertstraße am Vormittag – nicht sehr aufregend…
Die Reeperbahn.
Paddy vor „meinem“ Club – das war zu gut, um kein Foto zu machen 😉
Der Hamburger Fischmarkt bzw ihre Halle, leider gerade wegen Corona geschlossen, aber trotzdem ein schönes Gebäude.
Blick zum Hamburger Hafen und seinen vielen Kränen.
Das russische U-Boot von 1976, das man besichtigen kann – das ließen wir uns natürlich nicht entgehen!
Und so sah es von innen aus – jede Menge Kabel, Maschinen und null Luxus, außerdem alles wahnsinnig eng und klein…
…alles natürlich hochmodern! 😉
… mit lauschigem Örtchen…
… ziemlich engen Kojen ohne jegliche Privatsphäre… das wäre definitiv nichts für mich!
Nach der klaustrophobischen Enge brauchten wir erstmal eine Stärkung an der frischen Seeluft! Natürlich wie sich das für Hamburg gehört mit Fischbrötchen.
Ich ohne Fischbrötchen, aber dafür mit Elbphilharmonie im Hintergrund.
Der Eingang zum alten Elbtunnel, den man nur noch als Fußgänger bzw. mit dem Fahrrad benutzen kann.
Auch innen sehr beeindruckend! Hier die Treppen, die in die Tiefe führen.
Und hier die gemütliche Variante – der Aufzug.
Und so sieht es dann im Tunnel aus.
Die Landungsbrücken.

Mit einem der letzten Hop on-hop off Bussen fuhren wir schließlich zurück in die Nähe unseres Hotels, wo wir unser Auto geparkt hatten und fuhren weiter zu unserer Ferienwohnung in Dassow in der Nähe der Ostsee. Was war das für ein krasser Gegensatz zur Großstadt! Dassow ist ein niedlicher kleiner Ort ganz in der Nähe von Travemünde, sehr ruhig und ländlich, genau das richtige Kontrastprogramm! Wir hatten uns ein schönes kleines AirB&B direkt neben der Kirche gemietet, mit allem ausgestattet, was man für einen Kurzurlaub braucht, und auch der Vermieter war sehr nett und gab uns ein paar Tipps zu Dassow und Umgebung.

Die Kirche von Dassow.
… und nochmal von der Seite.
Ruhige kleine Dorfstraße.

Da wir nicht mehr kochen wollten, entschieden wir uns, dem benachbarten Pizza-Lieferservice einen Besuch abzustatten und dort an einem der paar Tische unsere Pizza bzw Spagetti Bolognese zu genießen. Das hätten wir mal lieber bleiben lassen – die Nudeln waren schlichtweg völlig ungenießbar, und die Pizza war komplett geschmacklos, obwohl sie eigentlich scharf hätte sein sollen. So blieb das meiste auf den Tellern liegen, was unserem Gewicht aber sicher nicht geschadet hat 😉

Paddy ist die Begeisterung über sein Essen anzusehen… 🙂

Am nächsten Tag brachen wir nach einem guten Frühstück mit Müsli und Obst zuhause auf zum nächstgelegenen Strand. An der Ostsee muss man etwas weiter weg parken und dann den restlichen Weg zum Strand laufen, damit die Dünen geschützt bleiben, und so bekamen wir die Gelegenheit, durch das Dörfchen Rosenhagen durchzulaufen und die für diesen Teil Deutschlands typischen Häuser mit Reetdach anzuschauen:

Der Weg zum Strand.
Der erste Blick aufs Meer!
Paddy und ich am Strand, hinter uns Travemünde.
Paddy beim Sonnenbaden am Naturstrand.

Dummerweise hatten wir Helden natürlich unsere Sonnencreme vergessen, so dass wir nicht so lange bleiben konnten, um keinen Sonnenbrand zu kriegen. So beschlossen wir, am Nachmittag nach Priewall zu fahren, mit der Fähre nach Travemünde überzusetzen und uns den Ort ein bisschen anzuschauen. Bei der Gelegenheit organisierten wir uns natürlich auch gleich unser Abendessen – mit Blick auf die Trave.

Blick von der Fähre aus auf Travemünde.
Paddy auf der Fähre.
Stadtbummel in Travemünde.
Abendessen mit Aperol Spritz und Ausblick auf den Fluss.

Da der Montag der letzte schöne Tag sein sollte, wollten wir das nochmal für einen Strandtag ausnutzen und fuhren diesmal nach Schwansee, einem anderen Naturstrand ca 15 Minuten von unserer Ferienwohnung entfernt. Diesmal hatten wir natürlich Sonnencreme dabei 😉

Der Weg zum Strand – ganz hinten kann man das blaue Wasser schon durchblitzen sehen.
Fast da!
Wunderschöner Naturstrand mit nur sehr wenigen Leuten! Was will man mehr?!
Zwei glückliche Ostsee-Urlauber – die Haare vom Winde verweht 😉

Da Paddy und ich beide keine wirklichen Strandlieger sind, beschlossen wir nach 2-3 Stunden zu gehen und in das ca 25km entfernte Ostseebad Boltenhagen zu fahren, um dort Abend zu essen und uns den Ort anzuschauen. Die Fahrt dorthin war superschön, auf kleinen Straßen durch die schöne grüne Landschaft. Dort angekommen, entdeckten wir gleich eine kleine Pizzeria, die wir uns für unser Abendessen auserkoren – und die Pizza war superlecker! Danach spazierten wir durch den Ort, sahen uns die Häuser an und genehmigten uns noch ein Eis, bevor wir wieder nach Hause fuhren.

Häuserzeile am Kurpark nahe des Strandes von Boltenhagen.

Für den Dienstag waren Gewitter und Regen angesagt. Da es am Vormittag jedoch noch trocken war, fuhren wir nach Priewall, um uns dort den Hafen und den Strand anzuschauen. Zu unserer Überraschung musste man hier Eintritt für den Strand zahlen! Da hatten wir keine Lust drauf, das kam uns beiden total absurd vor, und so verzichteten wir auf das Badevergnügen, was aber wegen der Wolken auch gar nicht so schwer war. Stattdessen sahen wir uns das Hafenviertel an – krass, was man da für hässliche (aber mit Sicherheit teure) Häuser hingestellt hat!!

Blick auf Travemünde vom Priewaller Strand aus.
Neue Häuser am Hafen.
Der Priewaller Yachthafen.

Neben den vielen Privatjachten ankert dort auch der Viermaster „Passat“, den man besichtigen kann, was wir natürlich taten. Das Schiff ist so viel komfortabler als das U-Boot in Hamburg 😉

Die „Passat“, im Hintergrund Travemünde.
An Deck der „Passat“.
Käptn Paddy am Steuer!
Blick in die Kabine eines Offiziers.
Die Funkstation.
Im Laderaum.
Vom Gewitter überrascht… Travemünde war durch den Regen kaum noch zu sehen!

Während wir uns die Ausstellung auf dem Schiff und das Schiff selbst ansahen, setzten die angekündigten Gewitter ein – und wie!!! Der Regen war so heftig, dass man zeitweise das nur ein paar Meter entfernte Ufer nicht mehr sehen konnte, und Paddy war sehr beeindruckt von den Blitzen und dem lauten Donnerrollen! Wir warteten, bis das schlimmste vorbei war, ehe wir das Schiff verließen und uns auf den langen Weg zurück zum Auto machten, wo wir völlig durchnässt ankamen, aber egal! Wir mussten nur noch kurz zum Supermarkt, um unser Abendessen einzukaufen, dann ging es zurück zu unserer Ferienwohnung, wo eine warme Dusche und trockene Klamotten auf uns warteten. An unserem letzten Abend war sowieso „nur“ noch Brotzeit (mit Reste-Essen) vorgesehen, und danach schauten wir uns das EM-Spiel Deutschland – England an, leider mit dem besseren Ende für England!

Leider waren die vier Tage Ostsee schon wieder rum, und so machten wir uns am nächsten Morgen auf zu meiner Schwester nach Buxtehude, mit Zwischenstopp in Lübeck. Wir wollten wenigstens eine kurze Stadtbesichtigung machen, nachdem Claudi und Thorsten uns vorgeschwärmt hatten, wie schön Lübeck sei – und sie hatten recht. Aber schaut selbst:

Das Burgtor, durch das wir in die Stadt liefen.
Die Front der Burg.
Gässchen neben dem Hospital.
Häuserzeile in der Altstadt mit dem weißen Gebrüder Mann-Haus in der Mitte.
Der weiße Teil des Rathauses.
Der schwarze Teil des Rathauses.
Blick über den Fluss auf die Altstadt.
Das berühmte (und ziemlich schiefe) Holstentor.

Bei unserem Wetterglück fing es natürlich bald an, wie aus Kübeln zu gießen, so dass wir am zweiten Tag in Folge tropfnass wurden, bis wir unser Auto erreichten. Dort warteten wir das Schlimmste ab und fuhren dann los nach Buxtehude zu meiner Schwester Nick und meinen beiden Neffen und meiner Nichte. Dort wurden wir freudig empfangen, und noch bevor wir unser Zimmer beziehen konnten, hatten uns die Kids zu einem ersten Kartenspiel überredet. Wir verbrachten ein paar echt schöne Tage mit meiner Familie in Buxtehude, in denen wir neben einigen Kartenspielen, Deutsch- (bzw für Paul Englisch-) Üben mit Duolingo, gemeinsamem Musizieren mit Gitarre und Gesang, Pizza- und Brotbacken, guten Gesprächen sogar eine Kanutour auf der Este machten, das absolute Highlight unserer Zeit in Buxtehude! Natürlich schauten Paddy und ich uns auch den Ort ein wenig an. Hier ein paar Bilder von unserem Aufenthalt in Buxtehude:

Paddy und Nick beim Brotbacken.
Buxtehude ist die Stadt des „Hasen und Igel-Wettrennens“, was man überall in der Stadt sehen kann.
Die Buxtehuder Innenstadt – nach dem Regenguss und am Abend eher ausgestorben.
Das Buxtehuder Rathaus.
Bachpromenade in der Innenstadt.
Was es da unten wohl zu sehen gibt? 😉
Paddy ausnahmsweise mal ganz sportlich vor unserem Kanutrip.
Gleich kann’s losgehen! Paddy, Nick und die Kids warten schon gespannt.
Und das war nach 5-stündiger Fahrt dann die Endstation in Buxtehude. Was für ein cooler Trip!

Und dann war es plötzlich Samstag und damit Zeit, Abschied zu nehmen und wieder zurück nach Kleinostheim zu fahren! Aber vorher schauten wir noch Benedikt bei seinem Fußballspiel zu, das seine Mannschaft souverän mit 13:2 gewann. Dann hieß es Abschied nehmen, nicht-wissend, wann ich meine Schwester und Neffen und Nichte wiedersehen werde. Wie schon berichtet hatten Paddy und ich ja am Donnerstag endlich unser Visum für Neuseeland bekommen. Der Abschied war nicht einfach, aber es gibt ja Skype, und Flüge von und nach Neuseeland 🙂

Jetzt sind wir wieder zurück in Kleinostheim und dabei, unsere letzten 4,5 Wochen in Deutschland und alles, was wir jetzt noch erledigen müssen, zu planen – nochmal Zeug aussortieren, Verträge kündigen, abmelden, Krankenversicherung organisieren usw usw. Langweilig wird uns sicher nicht! Wir haben immer noch nicht wirklich kapiert, dass wir jetzt endlich zusammen nach Neuseeland und dort unser gemeinsames Leben beginnen können! Aber das wird schon noch kommen, spätestens wenn wir am 06.08. im Flieger sitzen 😉

Aber unsere restliche Zeit hier werden wir natürlich auch noch genießen, schließlich wissen wir nicht, wann wir wieder kommen können. Ich habe jetzt erstmal ein „Single-Entry-Touristen-Visum“ für 12 Monate bekommen, d.h. solange ich mein Partnership Work Visa nicht habe, kann ich nicht aus NZ ausreisen (bzw. nicht wieder nach NZ einreisen) – aber ehrlich gesagt traue ich mich das auch gar nicht, solange NZ noch die Grenzen zu hat. Ich will nicht nochmal auf unbestimmte Zeit 18.000km von Paddy getrennt in einem anderen Land hocken!

Wir werden auf alle Fälle übernächste Woche nochmal für ein paar Tage nach München fahren, damit ich mich von meinen Freunden (zumindest einigen von ihnen) verabschieden kann. Außerdem werden wir natürlich den Sommer so viel es geht genießen, denn wir werden in Neuseeland im Winter ankommen, igitt!! Und Paddy hat sich vorgenommen, noch so viel Brot, Käse und Rhabarber-Streuselkuchen zu essen, wie er kann, bevor wir fliegen ;-). Ich lasse euch wie immer wissen, was wir so treiben und wie es bei uns weitergeht. Im Moment sind wir einfach nur happy, dass wir das Visum bekommen haben und bald zusammen nach Neuseeland fliegen können. Ach ja, ich habe übrigens gerade kein Handy mehr, da mein Vertrag ausgelaufen ist, ich bin aber weiter über Skype, WhatsApp, Messenger und email erreichbar, und werde mir diese Woche noch eine Prepaidkarte für die letzten vier Wochen in Deutschland organisieren (nur damit ihr bescheid wisst, warum ihr mich telefonisch nicht erreicht, solltet ihr es versuchen). So, das wars mal wieder für heute! Ich hoffe, ich kann mich noch von so vielen von euch verabschieden wie möglich! Bis die Tage, macht es gut!

Eure Susi

YAYYYYYY, finally good news!!!!

Hallo liebe Leser, heute gibt es nur ein kurzes Update, da ich gerade bei meiner Schwester zu Besuch bin. Aber das ist zu wichtig, als dass ich es euch vorenthalten wollen würde: WIR HABEN DAS VISUM BEKOMMEN!!!! Juhuuuuuuuu!!!! Es ist ein Critical Purpose Visitor Visa (CPVV), das für 12 Monate gültig ist, das ist 6 Monate mehr, als wir erhofft hatten! In dieser Zeit wird dann wohl das Partnership Work Visa bearbeitet, das wir zeitgleich beantragt hatten, aber das ist mir gerade echt erstmal egal. Ich kann noch gar nicht glauben, dass dieser Alptraum mit 15 Monaten Trennung, diversen Umzügen, neuem/altem Job, abgelehntem Visumantrag, Paddy’s temporärem Umzug nach Deutschland usw. usw. endlich rum ist!! Jetzt kommen wir schließlich mit einem Jahr Verspätung zusammen nach Neuseeland! Dieses Mal ging es krass schnell mit der Bearbeitung des Visas: Noch am gleichen Tag, an dem wir das EOI bzw „Request to Travel“ beantragt hatten, bekamen wir die „Invitation to Apply“, durften also unseren CPVV-Antrag einreichen, das war am 22.06. Am 27.06. bekamen wir einen Case Officer zugeteilt und am 01.07. hatten wir das Visum!! In nur einer Woche! Letztes Mal dauerte es 5 Wochen, und dann wurde es abgelehnt!

Wir können es beide noch gar nicht richtig glauben, ich habe mir das Dokument inzwischen bestimmt 10x durchgelesen – aber es ist wahr! Im Moment haben wir MIQ-Plätze für 08.08.21 (Plätze im Hotel für eine zweiwöchige Quarantäne nach der Einreise in NZ) und dazugehörige Flüge, die am 06.08. gehen würden. Wir werden jedoch versuchen, eventuell MIQ-Plätze für Juli zu bekommen, aber da sieht es gerade ziemlich hoffnungslos aus, wir waren schon sehr glücklich mit 08. August, seit knapp 2 Monaten ist alles bis 31.10.21 völlig ausgebucht. Aber mal sehen… Das heißt also jetzt wirklich Abschiednehmen, spätestens am 6. August sind wir weg. Es ist alles noch so unwirklich, wir freuen uns natürlich riesig, aber ich werde sicher auch ein wenig traurig sein, wenn ich kapiert habe, dass ich jetzt wirklich gehe und mein altes Leben und vor allem meine Freunde nun endgültig hinter mir lasse… Aber ich komme sicher für regelmäßige Besuche wieder nach Deutschland, zumindest sobald Neuseeland die Grenzen wieder aufmacht und ich nicht Angst haben muss, dass ich nicht mehr zurück komme.

Das wars erstmal für heute, demnächst gibts einen Bericht über unseren Trip nach Norden. Wir werden heute Abend erstmal feiern!

Eure Susi

Ein „Kiwi“ in den (deutschen) Alpen

Hallo liebe Leser, wie schon im letzten Blogbeitrag angekündigt, verbrachten Paddy und ich nach unserem München-Abenteuer eine knappe Woche in den Bergen im Berchtesgadener Land. Nach dem wir Anne am Montag zum Bahnhof gebracht und verabschiedet hatten, stiegen wir in unser Auto und fuhren gen Süden. Unterwegs machten wir einen Zwischenstopp bei Lena, einer Ex-Kollegin und guten Freundin, die inzwischen im Chiemgau wohnt. Es war ein wunderschöner warmer Sommertag, und so konnten wir ihren selbstgebackenen, sehr leckeren Kuchen (natürlich Rhabarberkuchen, mit Rhabarber aus dem eigenen Garten) auf der Terrasse im Garten genießen, während wir uns über die neuesten Neuigkeiten austauschten.

Lena mit Sohn Maxi.

Danach zeigten Lena und Flo uns die Baustelle, wo bald ihr eigenes Haus stehen wird, und das Dorf, und natürlich gönnten wir uns ein Eis in der lokalen Eisdiele.

Gruppenbild am Brunnen (nach dem Eis): Paddy und ich, Lena, Maxi und Flo.

Da Paddy auf alte Autos steht, zeigte Flo uns danach seinen VW Käfer – Paddy hätte ihn am liebsten mitgenommen!

Maxi findet den Käfer mindestens genauso cool wie Paddy.

Nach einem schönen Nachmittag mit Lena und ihrer Familie ging es für Paddy und mich danach noch die letztem 30 km nach Bayerisch Gmain bei Bad Reichenhall, wo wir uns ein AirB&B gemietet hatten – 55qm ganz für uns alleine, mit einem Balkon mit Bergblick! Echt sehr cool!

Die AirB&B-Wohnung war in diesem Haus unterm Dach, parken konnten wir in der Einfahrt (wie man sehen kann).
Der Ausblick von unserem Balkon auf das Lattengebirge mit der schlafenden Hexe – na, wer findet sie?
Unsere immer-hungrigen Nachbarn: eine Amselfamilie mit 5 Jungen lebte unterm Dach über unserem Balkon.

Luftlinie keine 50m entfernt verlief die deutsch-österreichische Grenze durch den Weißbach. Zu Fuß waren es vielleicht 500m, und da wegen Corona die Grenzen eine Weile geschlossen waren, sieht man auf dem Foto auch noch eine rasch erstellte „Grenzanlage“. Offiziell hätte man sich online registrieren lassen (in der Zeit in der wir da waren) und negativ getestet gewesen sein müssen, aber da der Grenzposten nicht mehr besetzt war, schauten Paddy und ich uns Großgmain „heimlich“ auf einem Abendspaziergang an.

Die provisorische und unbesetzte Grenzstation zwischen Bayerisch Gmain und Großgmain.

Am nächsten Morgen fuhren wir zum Königssee. Um eine Bootsrundfahrt auf dem Königssee machen zu dürfen, musste man einen negativen Covidtest vorweisen, und so reihten wir uns brav am Parkplatz in die Schlange an der Teststation ein und waren eine halbe Stunde später stolze Besitzer eines negativen Tests. So bewaffnet machten wir uns auf den Weg zur Anlegestelle und kauften unser Ticket, und dann ging es los. Die Boote sind Elektroboote und somit sehr leise, manche der Boote sind fast 100 Jahre alt, so dass schon die Bootsfahrt an sich toll war. Zusätzlich bekamen wir noch ein Fanfarenkonzert an der Echowand – unser Reiseleiter auf dem Boot spielte auf der Fanfare, um uns das Echo zu zeigen, was richtig gut klang und für Gänsehaut sorgte. Neben seinem musikalischen Talent hatte er natürlich noch jede Menge Wissen und Geschichten um den Königssee parat.

Die Ticketschalter und der Platz vor der Bootsanlegestelle in Schönau.
Paddy an Bord, mit der Bob- und Rodelbahn Königssee im Hintergrund.
Eines der vielen Elektroboote vor traumhafter Kulisse.

Wir fuhren bis ganz ans andere Ende des Sees nach Salet, wo wir ausstiegen und die kurze Wanderung zum Obersee mit gefühlt 5 Millionen anderen Menschen machten. Aber das war es auf alle Fälle wert! Der See ist wunderschön und liegt vor den Bergen wie ein riesengroßer Spiegel, aber seht selbst:

Paddy auf dem Weg zum Obersee, im Hintergrund die Berge mit dem Röthbach-Wasserfall.
Der Obersee mit Blick in die Berge.
Der Obersee, von unserer Picknickstelle auf einem Felsen zurück Richtung Salet fotografiert.

Nach kurzer Stärkung mit Banane und Müsliriegel ging es zurück zur Anlegestelle, und nach etwas Wartezeit auf das Boot zurück auf den Königssee nach St. Bartholomä, der wohl am meisten fotografierten Kirche im Süden Deutschlands – weshalb ich hier kein Bild von ihr poste (ok, hauptsächlich deshalb, weil gerade gebaut und renoviert wird und das Bild mit den Kränen und Maschinen echt nicht toll aussieht). Nach einem kurzen Spaziergang am Ufer reihten wir uns in die laaaaange Warteschlange am Bootsanleger ein, und ausgerechnet da fing es natürlich an zu regnen… Nach gefühlt ewiger Wartezeit und dicht gedrängt (von wegen social distancing) zuerst in der Schlange draußen und dann in der Wartehalle waren wir froh, als endlich vier oder fünf leere Boote gleichzeitig kamen, um die Menschenmassen wieder zurück nach Schönau zu bringen. Trotzdem war es ein genial schöner Ausflug!

Fast ein wenig Milford Sound-feeling… der Blick von St. Bartholomä Richtung Schönau.
Waiting in the rain, im Hintergrund die Kirche (und die anderen Wartenden).

Am nächsten Tag präsentierte sich das Wetter von seiner schönsten Seite: strahlender Sonnenschein und schön warm! Und so beschlossen wir, das schöne Wetter für einen Ausflug auf den Jenner zu nutzen und die Aussicht zu genießen. Es ging also zunächst mal wieder Richtung Schönau und der Jenner-Bergbahn.

Unterwegs Richtung Berchtesgaden mit Blick auf den Watzmann.

Da Paddy eher kein Bergwanderer ist, verzichtete ich darauf, ihn zu Fuß den Berg raufzujagen, stattdessen nahmen wir die gemütliche Variante:

Paddy in der Gondel auf dem Weg nach oben.

Oben angekommen, wanderten wir die letzten 10 Minuten zum Gipfel hinauf und genossen die wirklich sagenhafte Aussicht!!

Paddy und ich am Gipfel des Jenner.
Blick auf den Königssee und die umliegenden Berge von der Aussichtsplattform unterhalb des Gipfels.

Nach diesen fantastischen Ausblicken und Eindrücken gönnten wir uns erstmal ein Frühstück auf der Terrasse der Jenneralm:

Da ich wenigstens ein bisschen wandern wollte, entschieden wir uns dafür, bis zur Mittelstation runterzulaufen, was teilweise zwar etwas steil war, aber die ganze Zeit tolle Ausblicke bot. Außerdem diente es der deutsch-neuseeländischen Völkerverständigung – die Kuh fand Paddy zumindest sehr faszinierend, es kam sogar eine kurze Unterhaltung zustande 🙂

Zurück im Tal beschlossen wir, uns Berchtesgaden ein wenig anzuschauen und dort etwas zu essen. Wir schlenderten also durch den hübschen Ort, genehmigten uns ein Eis bzw. Kuchen und schafften es danach sogar, Paddy ein paar Bergschuhe zu shoppen – jetzt gibt es keine Ausreden mehr, die nächste Bergtour kommt bestimmt 😉

Hier ein paar Eindrücke von Berchtesgaden:

Lustige Hausnummern gibts hier…
Hmmmm, lecker Eiskaffee und Sachertorte!
Ich bevorzugte statt der Torte lieber einen großen Eisbecher.

Da die Nacht und der nächste Morgen verregnet waren, schliefen wir erstmal aus und machten uns recht spät auf die Socken Richtung Kehlsteinhaus bzw. Adlernest, dem Haus, das Hitler sich in den Bergen bauen ließ. Paddy hatte sich vorher schon einige Dokus zu diesem Thema angeschaut und war ganz scharf darauf, es jetzt live zu sehen. Um dort hin zu kommen, muss man zuerst mit dem Auto bis zur Dokumentation Obersalzberg fahren, einem Museum über die Nazis in Berchtesgaden, und dann den Bus hinauf zum Kehlsteinhaus nehmen, denn auf der schmalen Straße dürfen nur die Busse fahren. Oben angekommen, geht es durch einen Tunnel zu einem Fahrstuhl, der einen dann direkt ins Kehlsteinhaus hinauf bringt. Oben angekommen, erklommen wir erstmal den Gipfel des Kehlsteins und genossen die Natur, die heute sehr wechselhaftes Wetter bot:

Eingang zum Tunnel unter dem Kehlsteinhaus.
Paddy im Tunnel zum Aufzug.
Der beeindruckende Vorraum zum Aufzug.
Der Gipfel des Kehlstein mit bedrohlich wirkenden Wolken und fernem Donnergrollen.
Teilweise war die Sicht ungefähr sowas einige Möchtegern-Bergsteiger wieder zur Umkehr zwang.
Der Blick vom Gipfel zum in den Wolken versteckten Kehlsteinhaus.
Und so sah es dann 5 Minuten später aus!

Nach unserer „Wanderung“ zum Gipfel schauten wir uns das Kehlsteinhaus etwas genauer an, zumindest die wenigen Räume, die man sich anschauen darf. Da wir noch ein wenig Zeit hatten, bevor der letzte Bus nach unten fuhr, genehmigten wir uns einen Kaffee im Restaurant, Hitlers ehemaliges Kaminzimmer.

Geschnitztes Schild am Kehlsteinhaus.
Das Restaurant im Kaminzimmer, der Marmor für den Kamin war angeblich eine Schenkung von Mussolini.
Das einzige Zimmer neben dem Kaminzimmer, das man sich anschauen kann.
Beeindruckender Blick aus dem Bogengang des Hauses.

Leider hatten wir danach keine Zeit mehr für die Dokumentation Obersalzberg, und so beschlossen wir, am nächsten Tag nochmal zu kommen und uns das Museum anzuschauen. Gesagt getan, ausnahmsweise standen wir früh auf und waren um 9.00 Uhr die ersten Besucher und hatten das Museum zumindest anfangs für uns allein. In einer sehr interessanten Ausstellung erfuhren wir mehr über das kleine Nazireich, das Hitler hier erschaffen hatte, und wie er sein Bergdomizil geschickt für Propagandazwecke, aber auch für Regierungsgeschäfte nutzte. Der letzte Teil der Ausstellung sind die Tunnel, die quasi den ganzen Obersalzberg durchlaufen und fast alle Häuser miteinander verbanden. Hier gab es aber nicht nur Gänge und Bunker, sondern ganze Wohnräume, in denen man gut einige Zeit hätte leben können, wenn es die Situation erfordert hätte. Hier ein paar Eindrücke:

Links die Dokumentation Obersalzberg mit dem Museum, rechts die Baustelle des neuen Hauses mit den Tunneln.

Einer der vielen Tunnel im Obersalzberg.
Es gab auch Wohnräume bzw. Büros in dieser Unterwelt.

Danach brauchten wir erstmal eine Stärkung! Und so hielten wir erneut in Berchtesgaden und schlemmten Eis und Kuchen, bevor wir zurück in unsere Ferienwohnung fuhren, um den letzten Abend bei Wein und leckerer Brotzeit zu genießen. Am nächsten Morgen hieß es dann leider schon wieder Kofferpacken und Heimfahren nach viel zu kurzen Tagen im Berchtesgadener Land!

Das wars von unserem Kurzurlaub. Inzwischen sind wir schon wieder eine Woche zurück in Kleinostheim und haben das heiße Sommerwetter mit Radtouren zum See und Am-See-liegen genossen. „Nebenher“ haben wir alles für unser Visum fertig gemacht, das morgen eingereicht wird, und dann bleibt uns nur noch Abwarten, Beten und Hoffen… also drückt uns ganz fest die Daumen, dass es dieses Mal klappt!!

Um uns ein wenig vom Stress des Wartens abzulenken fahren wir am Mittwoch in den hohen Norden, meine Schwester besuchen und ein paar Tage an der Ostsee zu verbringen… mal schauen, ob wir das so genießen können, während wir auf Nachrichten aus Neuseeland warten…

So, das wars mal wieder von uns! Ich hoffe euch gehts gut – bleibt gesund und munter! Bis zum nächsten Blogbeitrag 🙂

Eure Susi

Für einen Kurzbesuch in meiner alten Heimat München

Hallo liebe Leser, heute berichte ich euch von unserem einwöchigen Kurzurlaub Anfang Juni in München. Doch eins nach dem anderen – bevor wir in den heiß ersehnten Urlaub nach München konnten, hauptsächlich, um endlich mal wieder meine Freunde sehen zu können, mussten noch ein paar Dinge erledigt werden: Zum einen ging es mal wieder zum Covid-Test, den man da noch für (fast) alles brauchte:

Paddy und ich beim Warten auf das Ergebnis unseres Schnelltests vor der Maingauhalle in Kleinostheim.

Zum anderen musste ja noch die Küche verfugt werden, nachdem Claudi und Paddy die Fliesen fachmännisch verlegt hatten. Und dieses Mal half ich tatkräftig mit. Kurz nach dem Fugen war ich mir ja nicht so sicher, ob das so gut war, weil noch jede Menge Fugenmasse auf den Fliesen war… aber hinterher sah es echt gut aus:

Der Boden direkt nach dem Fugen – wir waren echt verschwenderisch mit der Fugenmasse…
…aber das Ergebnis sah dann doch echt gut aus.

Am Samstag Abend gab es noch eine Grillparty bei uns, bevor wir Sonntag losfuhren. Claudi und Thorsten hatten Uli und seine Freundin Sandra und Tommy eingeladen, Judoleute aus lange vergangenen Judo-Aschaffenburg-Zeiten! Uli sehe ich normalerweise zum Glück wenigstens 1-2 Mal pro Jahr, aber Tommy hatte ich schon bestimmt 20 Jahre nicht mehr gesehen. Es war ein schöner und feucht-fröhlicher Abend, der natürlich im Hobbykeller bei Kicker und Dart endete:

Sandra, Claudi, Thorsten, Tommy, Paddy, ich und Uli an der reich gedeckten Grilltafel – das Essen war sehr lecker!!
Dart-Wettbewerb nach dem Essen: Sandra, Tommy, Uli und Claudi.
Währenddessen nahm Paddy es mit Thorsten beim Kickern auf – mit eher übersichtlichem Erfolg…

Nach einer doch ziemlich langen Nacht schafften wir es trotzdem halbwegs früh aufzustehen und gen Süden loszufahren. Die erste Station war in Geroldshausen bei Wolnzach geplant: Katharina, eine Freundin, die ich noch aus meiner Ausbildungszeit in Freising kenne, hatte uns zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Nach einem herzlichen Empfang gab es erstmal reichlich leckeren selbstgebackenen Erdbeer-Schokokuchen und gute Gespräche, und schnell war klar, dass sich Dirk (Katharinas Partner) und Paddy gesucht und gefunden hatten – beide vereint die Liebe zu alten Motorrädern. Während die Männer ausgiebig Dirks Motorräder und Werkstätte begutachteten und Fachgespräche führten, hatten Katharina und ich Zeit, die neuesten Neuigkeiten auszutauschen und gemeinsam in alten Geschichten aus unserer Ausbildungszeit zu schwelgen. Es war ein sehr schöner Nachmittag! Danke nochmal dafür!

Katharina und ich – (fast) noch die gleichen wie vor 20 Jahren! 😉
Drei Männer beim Fachsimpeln über alte Motorräder.

Noch am Abend machten wir uns auf den kurzen Restweg nach München, wo wir uns in einem günstigen Hotel in Ramersdorf einquartiert hatten. Irgendwie hat es sich schon sehr seltsam angefühlt, quasi „nach Hause“ zu kommen und dann in einem Hotel zu schlafen. Aber das Hotel war echt in Ordnung, und wir waren ja eh nur zum Schlafen dort. Am nächsten Morgen hatte Roswitha, meine Ex-Fachbetreuung Englisch und gute Freundin, zum Frühstück eingeladen. Sie kannte Paddy schon von seinem letzten Besuch in München und freute sich riesig, ihn (und hoffentlich auch mich ;-)) wiederzusehen und nutzte begeistert die Möglichkeit, endlich mal wieder Englisch zu reden. Da wir uns lange nicht gesehen hatten, ging uns der Gesprächsstoff so schnell nicht aus, so dass wir erst am späten Nachmittag wieder gingen.

Roswitha, Paddy und ich.

Wir schlenderten noch eine Weile durch die Stadt und genossen einfach, wieder in München zu sein, vor allem bei schönstem Wetter! Gegen Abend kehrten wir am Biergarten am Chinesischen Turm zum Essen und Trinken ein, dieses Mal (im Gegensatz zu vor 1,5 Jahren) mit Coronatest und Registrierung per Luca-App, was dem Glücksgefühl, endlich mal wieder in einem Biergarten sitzen und essen zu können, keinen Abbruch tat:

Paddy mit unserem Abendessen: Schweinshaxe mit Kartoffelsalat und Pommes.
So glücklich schaue ich nach einem Radler im Biergarten aus 😉

Mit U-/S-Bahn und Bus ging es zurück zum Hotel, wo wir todmüde ins Bett fielen. Wir waren übrigens die ganze Woche mit den Öffentlichen unterwegs, die durchweg relativ leer waren, so dass wir uns beide sicher gefühlt haben (wobei ich mir eh mehr Gedanken um Paddy’s Gesundheit mache als er).

Paddy und ich am Rosenheimer Platz.

Am nächsten Tag besuchten wir Elli und Walter in Pasing, die gerade stolze Eltern einer süßen Tochter geworden sind. Natürlich wollten wir uns den Nachwuchs so bald wie möglich anschauen. Wie man an den Bildern sehen kann, war Cassandra nur mäßig von uns beeindruckt und verschlief unseren Besuch fast komplett 🙂

Die stolze Mama mit Tochter Cassandra.
Was für ein kleines Würmchen!
Paddy und Walter widmen sich den wichtigen Dingen des Lebens – Kuchen.
Hier nochmal die ganze Crew.

Von Pasing aus machten wir uns auf zum Hirschgarten, wo wir uns mit Jörg auf ein oder zwei Bierchen trafen. Auch ihn hatte ich schon ewig nicht mehr gesehen, und er war neugierig darauf, Paddy kennen zu lernen. Die beiden verstanden sich gleich sehr gut, und so verbrachten wir drei einen sehr unterhaltsamen Abend!

Jörg und Paddy bei Essen und Trinken im Hirschgarten.

Den nächsten Tag starteten wir gemütlich mit einem leckeren Frühstück in einem kleinen Cafe, dann machten wir uns auf zu einem ausgiebigen Spaziergang zum und durch den Ostpark und Altperlach, wo wir uns einen leckeren Eiskaffee gönnten, bevor wir zu unserem Date mit Frank im Hirschgarten aufbrachen. Auch das wurde wieder ein sehr schöner Abend, auch wenn der Biergarten dank des Feiertags am Tag darauf sehr voll war, was in Corona-Zeiten schon etwas komisch ist. Ein wenig angedüdelt ging es um 22.00 Uhr wieder zurück zum Hotel.

Paddy in Denkerpose mit einem neuen Freund an einem kleinen Bächlein in Altperlach.
Die drei vom Biergarten: Frank, Paddy und ich.

Da Paddy im Winter so viel über Freising gehört (und dank Fotos auch gesehen) hatte, wollte er jetzt live sehen, wo ich für 5 Monate gewohnt und gearbeitet habe. Gesagt getan – am Donnerstag morgen standen wir ausnahmsweise mal nicht so spät auf und fuhren nach Freising. Bei wieder schönstem Sommerwetter wanderten wir durch die Straßen, und ich zeigte ihm meine „Kurzzeitheimat“. Nach einiger Zeit müde gewandert gönnten wir uns dann ein Frühstück in einem Cafe in der Freisinger Innenstadt.

Die Freisinger Innenstadt in schönstem Sonnenschein.
Die Moosach, die durch Freising durchfließt.
Endlich Frühstück!

Am Nachmittag waren wir bei Bettina und Jakob zum Kaffeetrinken eingeladen, es gab Paddy’s Lieblingskuchen, von Bettina selbstgebackenen Rhabarber-Streuselkuchen, super-lecker! Außerdem gab es für mich die neuesten Geschichten aus der Schule, die ich in Corona-Zeiten wirklich nicht vermisse, das Unterrichten zu normalen Zeiten allerdings schon… Abends hatte Bettina einen Tisch beim Schinkenpeter reserviert, und wir ließen uns das leckere Essen dort schmecken:

Paddy und ich mit Bettina und Jakob beim Schinkenpeter.

Der Freitag war eher verregnet, so dass wir beschlossen, erstmal auszuschlafen und dann so profane Dinge zu tun wie Wäsche waschen und während der Wartezeit frühstücken zu gehen. Am Nachmittag gingen wir in der Stadt ein paar Kleinigkeiten shoppen und warteten bei Aperol Spritz darauf, dass Anne aus Berlin am Hauptbahnhof ankommt:

Paddy mit seinem neuen Lieblingsgetränk: Rhabarber-Aperol-Spritz.

Pünktlich um 20.20 Uhr holten wir Anne vom Zug ab, fuhren ins Hotel, checkten ein und gingen dann noch auf einen langen Nachtspaziergang durch Haidhausen. Eigentlich wollten wir am Wochenende unbedingt in die Banksy-Ausstellung, aber die war leider ausverkauft, so dass uns nur ein Foto vor dem Plakat übrig blieb:

Paddy vor dem Banksy-Plakat.

Am Samstag morgen trafen Paddy und ich uns auf einen Spaziergang in der Aubinger Lohe mit meinen ehemaligen Arbeitskolleginnen Nadine und Tanja und ihrem ganz frischen Nachwuchs, einer süßen Tochter. Wir hatten uns schon ewig nicht mehr gesehen und die beiden wollten natürlich auch Paddy kennenlernen, das hatte bei seinem letzten Besuch nicht geklappt. Und so liefen wir durch den Park und tauschten alle möglichen Geschichten aus, von Schulstories über Visaprobleme hin zu Geburt und Kindern. Es war echt schön, die beiden endlich mal wieder zu sehen und Hermine kennen zu lernen 🙂

Paddy und ich mit Tanja und Nadine bei unserem Spaziergang.
Die neue stolze Mama mit Kinderwagen (und Kind), umrahmt von Nadine und Paddy.

Danach fuhren Paddy und ich in die Stadt zurück, wo wir uns mit Anne am Marienplatz trafen. Sie hatte inzwischen alleine eine kleine Innenstadttour gemacht und ein bisschen geshoppt.

Treffen am Fischbrunnen am Marienplatz: Paddy, Anne und ich.

Da wir alle hungrig waren, beschlossen wir, im Rathausinnenhof eine Kleinigkeit zu essen, bevor es weiterging mit der Stadtbesichtigung:

Paddy und Anne warten auf die Speisekarte.
Erinnerungsbild mit bayerischen Löwen im Rathaus-Innenhof.

Frisch gestärkt ging es auf weitere Besichtigungstour zum Odeonsplatz mit Residenz, Feldherrnhalle und Theatinerkirche, durch den Residenzgarten zur Staatskanzlei und zu dem Kriegerdenkmal im Garten derselben, das ich bis dorthin noch nie wahrgenommen hatte. Falls es euch auch so geht, so schaut es aus:

Anne und Paddy am Kriegerdenkmal.

Von dort spazierten wir zu den Eisbachsurfern und sahen ihnen eine Weile zu, bevor wir durch den Englischen Garten nach Schwabing liefen und uns in der Leopoldstraße einen Eiskaffee gönnten – hatten wir uns nach den ganzen Kilometern auch verdient! Abends waren wir bei Claudi zur Brotzeit eingeladen, und wie nicht anders zu erwarten, wurde es ein richtig schöner und unterhaltsamer Abend! Netterweise fuhr Tommy, Claudis Freund, uns sogar nachts zum Hotel zurück, weil es in Strömen regnete. Vielen Dank nochmal für den schönen Abend und das Heimfahren! 🙂

Blick vom Monopterus im Englischen Garten.
Paddy und ich mit Anne und Claudi nach Lillets Wild Berry…

Da der Sonntag als sehr verregnet angesagt war, beschlossen wir, uns ein bisschen Kultur anzutun und buchten Eintrittskarten in der Pinakothek der Moderne. Nach unserem Frühstück im Cafe um die Ecke machten wir uns durch den Nieselregen auf zum Museum, wo wir die nächsten paar Stunden verbrachten. ich muss zugeben, dass das meiste jetzt nicht so meins war, aber ich bin auch nicht wirklich ein Museums- (oder Kunst-)mensch. Ich war danach einfach nur kaputt… aber nach Kaffee und Butterbreze an der frischen Luft ging es mir gleich wieder besser. Hier ein paar Eindrücke:

Pinakothek der Moderne.
Anne und Paddy begutachten das „Ufo“ im Garten.

Da das Wetter inzwischen wieder besser geworden war, spazierten wir noch eine ganze Weile durch München, unter anderem ging es auch direkt an die Isar:

Paddy und Anne beim Steinesammeln.

Wieder im Hotel angekommen, beschlossen wir, unseren letzten Abend ein wenig in unserem Zimmer zu feiern und die Reste zu vertilgen, die wir noch hatten:

Paddy und Anne auf unserer Hotelparty 🙂

Am nächsten Morgen hieß es dann Abschiednehmen, zuerst von Anne, die Paddy und ich noch zum Zug brachten, und dann von München, da wir am gleichen Tag Richtung Berge weiterfuhren. Abschiednehmen ist nicht so meins, v.a. wenn man nicht weiß, wann man sich wieder sieht… und so fiel auch der Abschied von Anne ein bisschen schwer – obwohl ich sicher bin, dass wir sie wiedersehen werden, entweder in Deutschland oder in Neuseeland. Es waren echt coole Tage mit ihr in München!

Abschiedsfoto: Paddy, Anne und ich bei unserem letzten Kaffee zusammen am Hauptbahnhof.

Auch der Abschied von München fällt mir nie leicht, denn auch hier weiß ich nicht, ob bzw. wann ich die Stadt und vor allem meine Freunde dort wiedersehen werde. Aber auch hier bin ich sicher, dass ich sowohl die Stadt als auch zumindest die meisten meiner Freunde wiedersehen werde – wann auch immer. Es war auf alle Fälle eine tolle Woche mit ganz vielen meiner Freunde, leider nicht mit allen, aber ich hoffe, die anderen sehe ich dann beim nächsten Mal.

Für uns hieß es nun erstmal eine Woche Ferien in den Bergen! Aber davon schreibe ich euch in meinem nächsten Blog! Bis dahin macht es gut und bleibt gesund!

Eure Susi

Fast 10 Wochen wiedervereint! 🥰♥️

Hallo liebe Leser! Paddy ist nun schon fast 10 Wochen hier, und noch immer wirkt es etwas unwirklich nach der langen Trennung. Wir genießen jede Minute miteinander, aber inzwischen schaffen wir es auch, mal etwas ohne den anderen zu machen ohne gleich „separation anxiety“ zu bekommen – solange es nicht für zu lange ist. Es wäre gelogen zu sagen, dass alles immer einfach und harmonisch ist, es ist für uns beide eine Riesenumstellung nach 15 Monaten Getrenntsein plötzlich 24 Stunden am Tag zusammen zu sein, abgesehen davon, dass unser Leben gerade alles andere als eine Struktur hat, da wir ja beide zur Zeit nicht arbeiten. Aber genau das gibt uns auch viele Freiheiten, und inzwischen haben wir gelernt, uns gegenseitig Freiräume zu lassen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie schön es ist, jeden Abend mit Paddy ins Bett zu gehen und jeden Morgen neben ihm aufzuwachen und noch eine Runde zu kuscheln!!! Seit er hier ist, schlafen wir beide auch wieder deutlich besser als während der Trennung. Für uns ist es immer noch etwas besonderes, Dinge zusammen zu machen und wirklich zusammen zu leben! Ich hoffe durch unsere Geschichte werden wir den anderen niemals für selbstverständlich nehmen 🙂

Happy couple 🙂

Seit seiner Ankunft vor knapp 10 Wochen hat Paddy sich schon sehr gut akklimatisiert und eingewöhnt: Er übt (mehr oder weniger fleißig) jeden Tag Deutsch mit Duolingo. Für politische Diskussionen reicht es zwar noch nicht ganz, aber er kann inzwischen problemlos dank täglicher Übung auf deutsch beim Bäcker einkaufen – „Mehrkornbrötchen“ und „Muntermacher“ sind fest in sein Vokabular integriert :-). Auch an das Autofahren auf der für ihn falschen Seite hat er sich inzwischen gewöhnt, und ebenso daran, dass er mit rechts schalten muss, das klappt alles wunderbar! Und der Griff zur Maske beim Verlassen des Hauses ist ihm schon in Fleisch und Blut übergegangen. Natürlich vermisst er seine Familie und Freunde und seinen Campingplatz, aber zum Glück gibt es ja das Internet, so dass In-Kontakt-Bleiben (bis auf den Zeitunterschied) kein Problem ist. Aber er genießt sehr, dass er ein anderes Land, seine Sprache und seine Kultur kennen lernen darf, und auch das deutsche Essen (vor allem Brot und Kuchen) haben es ihm angetan. Und natürlich, dass wir eeeendlich wieder zusammen sind.

Aber was haben wir eigentlich so in den letzten Wochen getrieben? Dazu komme ich jetzt: Nachdem wir aus Berlin wieder zurück waren, haben wir mit Claudi angefangen, die zukünftige Küche unseres Apartments herzurichten: Zuerst wurde von Claudi und Paddy fleißig gespachtelt:

Paddy beim Spachteln der Decke.

Danach ging es mit Streichen weiter, das war Paddy und mein Job – deshalb habe ich leider keine Bilder davon, ich war so mit Streichen beschäftigt ;-). Inzwischen sind wir beim Fliesenlegen angekommen, und während ich hier gerade gemütlich meinen Blog schreibe, arbeiten Claudi und Paddy fleißig am Fußboden:

Das Work-Dream-Team bei der Arbeit.
Fast fertig mit dem Fliesenlegen!!

Immerhin konnte ich wenigstens einen kleinen Beitrag leisten, indem ich beim Baumarkt die benötigten Sachen zum Fugen besorgt habe. Ab morgen wird dann verfugt, und danach müssen wir erstmal auf die bestellten Leisten warten, die wohl so in zwei Wochen kommen werden.

Aber natürlich haben wir nicht nur gearbeitet! Am Muttertag verwöhnte Thorsten seine Eltern und uns mit einem exzellenten Essen – es gab Lamm in Erdbeer-Pfeffer-Soße, sooo lecker!!! Bei schönstem Sommerwetter (das genau einen Tag anhielt) genossen wir die Mahlzeit und danach den von Claudi gebackenen Kuchen auf der Terrasse. Dank diverser begleitender alkoholischer Getränke klappte auch die deutsch-neuseeländische Verständigung relativ flüssig 😉

Paddy, ich, Claudi und Thorstens Eltern beim Muttertags-Mittagessen, hier die Vorspeise.
Das Lamm in Erdbeer-Pfeffer-Soße mit Graupen – ein Gedicht!!

Am Dienstag danach fuhr ich für zwei Tage zu einem Kurztrip nach München – Paddy und ich brauchten mal ein bisschen Abstand, und ich wollte ein paar meiner Freunde endlich mal wieder sehen, die ich wirklich sehr vermisse! Zum Glück klappte es bei Sandra und Moni superspontan mit einem Spaziergang zusammen:

Sandra und Kira, die gerade erst Radfahren gelernt hat, und das mit 3 Jahren!
Moni, die ich das erste Mal seit September wieder live gesehen habe.
Blütenpracht in einer Giesinger Straße.

Abends fuhr ich zu Claudi weiter. Wir bestellten Pizza und verbrachten den ganzen Abend quatschend auf dem Sofa, und da sie am nächsten Tag erst spät zur Arbeit musste, konnten wir sogar noch gemütlich zusammen frühstücken. Danach ging es für sie in die Schule und für mich wieder zurück nach Kleinostheim. Ich hatte Paddy furchtbar vermisst in den nichtmal ganz zwei Tagen, und seiner langen Umarmung nach zu urteilen, mit der ich empfangen wurde, war es ihm nicht anderes ergangen. Es ist gar nicht so leicht, nach unseren Erfahrungen mit der langen Trennung etwas ohne den anderen zu machen, da kommt sofort Trennungsangst hoch; aber die zwei Tage Abstand haben uns schon auch mal gut getan.

Einen Tag später begleitete Paddy Thorsten, Uli und seine Freunde auf eine traditionelle, deutsche Vatertagswanderung. Bevor es losging, machte jeder daheim brav einen Covidtest, so dass man wenigstens halbwegs vor Ansteckung sicher sein konnte:

Alles gut – Covid-Selbsttest negativ!

Da ich ja nicht dabei war, erzählt euch Paddy von seinen Erfahrungen mit einem typisch deutschen Vatertag in einem Extra-Blogbeitrag, den ich in den nächsten Tagen posten werde.

Am nächsten Tag nutzten Paddy und ich den Nachmittag für eine kleine Tour nach und durch Gelnhausen, wo ich die ersten 9 Jahre meines Lebens gewohnt habe. Das war wie eine Reise in meine Kindheit, obwohl ich das Städtchen wirklich nicht mehr kenne, aber ein paar Ecken kamen mir dann doch noch bekannt vor. Hier ein paar Bilder:

Der Hexenturm.
Das Wahrzeichen von Gelnhausen: die Marienkirche.
Die Marienkirche von innen.
Eines der engen Gässchen der Gelnhäuser Altstadt.
Was man beim Sightseeing so alles lernt 🙂
Einer der beiden Marktplätze (Untermarkt?) mit der Marienkirche im Hintergrund.

Kaum wieder in Kleinostheim angekommen ging es auch gleich weiter zu Thorstens Eltern. Sie hatten uns alle zu einem typisch hessischen Vesper mit Kochkäs, Handkäs mit Musik und Äppler (Apfelwein) eingeladen, sehr lecker! Es war ein sehr schöner Abend mit regem Austausch über die Unterschiede zwischen Deutschland und Neuseeland inklusive ein wenig Geographie mit Globus.

Paddy, Thorstens Eltern, Claudi und Thorsten beim Vesper.

Am nächsten Tag stand mal wieder Holzmachen auf dem Programm, leider hatten wir dieses Mal echt Pech mit dem Wetter und wurden alle völlig durchnässt. Das war wirklich kein Spaß dieses Mal! Und da wir wegen des schlechten Wetters nicht fertig wurden, wurde gleich ein weiteres Date für den Samstag drauf ausgemacht. Wenigstens konnten wir uns danach in der Sauna wieder aufwärmen, aber dieses Mal waren wir alle zu müde und kaputt zum Kickern oder Darten, so dass es relativ früh ins Bett ging.

Den regenfreien Sonntag nachmittag nutzten Paddy und ich zu einem Ausflug zur Straßenfarm Tannenhof bei Schaafheim. Zuerst besichtigten wir den Hofladen und kauften leckeres Straußenfleisch, dann schauten wir uns die Tiere live an – echt beeindruckend mit ihrer Größe! Auch die Aussicht von dort kann sich sehen lassen, man kann bei klarem Wetter sogar die Skyline von Mainhatten (Frankfurt) sehen, heute war sie jedoch nur zu erahnen…

Dieser Strauß stolzierte am Zaun auf und ab, seine Artgenossen hinter ihm waren jedoch völlig unbeeindruckt von uns.
Man kann die Skyline von Frankfurt erahnen.

Wir machten noch einen kurzen Abstecher zu einem historischen Turm mit einem tollen Ausblick, den Paddy mir zeigen wollte, weil er dort am Vatertag mit den Jungs war, und danach waren wir zu Kaffee und Kuchen bei Elke und meinem Vater eingeladen.

Historischer Turm in der Nähe von Schaafheim.
Der Ausblick vom Turm auf die Umgebung und den Modellflugplatz direkt vorm Turm.
Leckere, von Elke selbst gebackene Erdbeerkuchen, mit ihr und meinem Vater im Hintergrund.

Kaum wieder daheim angekommen, gab es schon wieder Essen. Thorsten hat sich an einer Linsenlasagne versucht und auch Vera dazu eingeladen. Natürlich durfte auch ein guter Wein dazu nicht fehlen:

Die nächsten beiden Tage verbrachten Paddy und ich, wie schon erwähnt, hauptsächlich mit dem Streichen der Küche. Wir hatten eh das passende Wetter dazu – Regen, Regen, Regen… irgendwie zeigt Deutschland sich gerade nicht von seiner sonnigsten und wärmsten Seite…

Am Mittwoch nutzten wir die sinkenden Coronainzidenzen zu einem Click-and-meet-Termin in einem Aschaffenburger Musikgeschäft, für den man jetzt keinen negativen Test mehr braucht. Wir verbrachten dort fast zwei Stunden, wurden hervorragend beraten und Paddy probierte sämtliche Breedlove-Gitarren aus, die er in die Finger kriegen konnte. Wie durch ein Wunder verließen wir den Laden ohne eine einzige Gitarre 😉

Paddy beim Gitarren-Probieren.

Auch letzten Samstag stand nochmal Holzmachen auf dem Programm, das letzte Mal für dieses Jahr, und so machten wir uns um 10.00 Uhr auf in den Wald. Dieses Mal konzentrierte ich mich ganz auf die Arbeit und fotografierte nur in der Pause:

Die Jungs bei der Brotzeit, um neue Kräfte zu sammeln.
Auch Paddy stärkt sich, bevor es an den letzten Akt geht.
Und dann ging es auch schon wieder weiter.

Zum Glück waren wir dieses Mal früh fertig, so dass wir noch genügend Zeit hatten zu duschen und uns etwas auszuruhen, bevor Dieter und Vera zum Abendessen und anschließendem Kickern/Darten kamen. Obwohl wir ziemlich k.o. waren, spielten wir trotzdem noch ein paar Stunden, und hey, ich werde echt besser im Kickern, yayyy!

Paddy, Dieter, Vera, Claudi und Thorsten beim Abendessen.
Danach wurde fleißig gekickert…
… gedartet…
… und genagelt – Paddy ist da echt gut! Ich dafür gar nicht…

Am Pfingstmontag wurde das Wetter endlich mal wieder besser – der Regen hörte auf, die Sonne kam raus und auch er Wind ließ nach. So beschlossen Paddy und ich, eine Radtour nach Seligenstadt zu machen. Natürlich war es schon am Main entlang recht voll, wir waren nicht die einzigen, die diese Idee hatten, aber Seligenstadt selbst war dann richtig voll! Und man hätte meinen können, dass es Corona nicht mehr gibt: alles voller Menschen, keine Maskenpflicht mehr in der Innenstadt und man konnte tatsächlich in Cafes, Restaurants und Eisdielen draußen an Tischen sitzen, ohne Test und ohne Mundschutz! Anfangs fand ich das zwar etwas unheimlich, aber wir genossen unseren großen Eisbecher dann doch sehr!! Es fühlte sich fast wieder an wie zu normalen Zeiten! Aber wir aßen nicht nur Eis, wir schauten uns auch den Ort ein wenig an (siehe auch Titelbild), jedenfalls so lange bis schwarze Wolken am Horizont mit Regen und Gewitter drohten! Dann schwangen wir uns schnell auf unsere Räder, radelten zurück und schafften es tatsächlich trockenen Fußes nach Hause 🙂

Paddy und ich am Main.
Paddy im Klostergarten, in dem alle Pflanzen mit Schildchen erklärt waren.
Der gut gepflegte Klostergarten.
Park am Kloster.
Fachwerkhäuser in der Seligenstädter Altstadt.
Ganz schön was los in der Innenstadt!
Paddy und unsere zwei leckeren Eisbecher, die wir tatsächlich an einem Tisch sitzend genießen durften.

Natürlich haben Paddy und ich auch ein paar Mal in der Küche gezaubert (naja, gekocht bzw. gebacken – aber alles war essbar). Hier ein paar ausgewählte Bilder:

Paddy beim Cookies-Backen.
Das fertige Produkt konnte sich echt sehen (und essen) lassen!
Sheperd’s Pie nach Paddy’s Rezept.
Gestern gab es Steaks mit gerösteten Käse-Ofen-Kartoffeln und Salat (für den war ich zuständig).

Morgen und übermorgen steht das Fugen der neu verlegten Fliesen an, bevor wir am Sonntag für eine Woche nach München fahren und danach noch eine Woche ins Berchtesgadener Land! Ich freue mich sooo sehr auf München, und darauf, möglichst viele Freunde wieder zu sehen!!! Ich vermisse beides sehr! Und danach gehts in die Berge – schließlich soll Paddy ja auch ein bisschen was von Deutschland sehen, jetzt, wo Hotels und AirB&Bs wieder aufmachen dürfen! Ich hoffe nur, dass das Wetter besser wird als es in den letzten Wochen war… Aber darüber lest ihr dann in meinem nächsten Blogbeitrag. Hier noch was zum Schmunzeln zum Abschied:

The Kiwi way of cutting „Rhabarber-Streusel-Kuchen“ 🙂

Bis dahin lasst es euch gut gehen und bleibt gesund!

Eure Susi

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin ;-)

Hallo liebe Leser, heute schreibe ich euch etwas über unser Berlin-Abenteuer letzte Woche. Am letzten Sonntag machten Paddy und ich uns nach einem wie gewohnt späten Frühstück mit dem Auto auf den Weg zu Paddy’s (und inzwischen auch meiner) Freundin Anne nach Berlin. Da es Sonntag war, und sicher auch dank Corona, waren die Straßen fast leer, so dass wir gut durchfahren konnten. Paddy fuhr das erste Mal Auto hier in Deutschland – das war spannend für ihn, denn Autobahnen gibt es in Neuseeland nicht, und so schnell wie hier darf und kann man da auf normalen Straßen natürlich auch nicht fahren: Deshalb genoss er den „Geschwindigkeitsrausch“ und fuhr das größte Stück der Strecke, ehe ich vor Berlin wieder übernahm – in einer deutschen Großstadt auf der für ihn falschen Straßenseite fahren war dann doch noch ein bisschen viel.

Paddy mit über 160 km/h auf der leeren Autobahn 🙂

Da die Straßen frei (und wir recht schnell unterwegs) waren, kamen wir schon am späten Nachmittag in Berlin an, wo Anne uns schon sehnlichst erwartete, schließlich war das letzte Mal, dass sie Paddy gesehen hat, schon wieder 1,5 Jahre her. Es war schon alles liebevoll für uns hergerichtet:

Begrüßung in Anne’s Zuhause.

Nach dem langen Sitzen im Auto waren wir froh, dass Anne noch ein wenig spazieren gehen wollte, auch wenn das Wetter nicht das beste war und wir am Ende sogar richtig nass wurden. Wir trafen uns mit Anne’s Freund Chris und machten uns auf den Weg zu den Schafen, Chris‘ Lieblingsziel 🙂

Anne’s Freund Chris mit den Lämmern.
Paddy beim Balancieren auf dem nassen Balken – eine männliche Mary Poppins mit Regenschirm 😉
Das Bürgeramt Neukölln-Britz in der Nähe von Anne’s Zuhause.
Interessanter Hindu-Tempel.

Leider hatten wir, wie auch letztes Mal schon, nicht wirklich Glück mit dem Wetter in Berlin, es war die ganzen 5 Tage meist kalt, immer wieder nass und sehr windig, und das im Mai! Aber das konnte unsere gute Laune nicht trüben. Und so machten wir uns am nächsten Tag auf zur East Side Gallery – Mauerkunst unter freiem Himmel. Die Bilder sind wirklich toll, auch wenn man vielleicht nicht alle versteht. Hier ein paar Kostproben:

Die Rückseite der East Side Gallery.
Anne vor einem der Mauerkunstwerke.
Internationale Künstler waren an diesem Projekt beteiligt, das 1990 gegründet wurde – hier das Kunstwerk eines spanischen Künstlers.
Auch Kunstwerke zum Gedenken an die dunklen Zeiten waren immer mal wieder dabei.
Oder Malerei im Stil bekannter Altmeister.
Das ist wohl das bekannteste Bild der East Side Gallery – der Bruderkuss zwischen Honecker und Breschnew.
Unsere Botschaft an INZ und die Regierung von Neuseeland! Symbolisch stehen Paddy und ich hier getrennt voneinander.
Dieses Bild sah so krass echt aus – mehr wie ein Foto!
Botschaft von einem italienischen Künstler.
Paddy, Anne und ich vor dem Trabi-Bild.

Nach der Besichtigung der East Side Gallery waren wir erstmal hungrig, und so machten wir uns auf über die historische Oberbaumbrücke, die Kreuzberg mit Friedrichshain verbindet und laut Anne einmal im Jahr Schauplatz der „Gemüseschlacht“ zwischen den beiden rivalisierenden Stadtteilen ist. In Kreuzberg besorgten wir uns lecker Pizza und suchten uns eine Bank, wo wir sie in Ruhe in der dank des Windes nun eisigen Kälte verzehren konnten – freu ich mich, wenn man irgendwann mal wieder tatsächlich in einem schönen, warmen Restaurant drinnen sitzen kann!!!

Die Oberbaumbrücke von der East Side Gallery aus.
Das Gewölbe, durch das man über diese Brücke geht.
Leckere Pizza in der Kälte.
Die Weltkarte auf einem Haus – die Nordinsel Neuseelands ist dabei etwas zu klein geraten, wie Paddy erzürnt feststellte 🙂
Bevor wir uns völlig durchgefroren auf den Heimweg machten, kamen wir noch an einem Fotoautomaten vorbei – und das war das Ergebnis…

Daheim angekommen, mussten wir uns erstmal wieder auftauen, aber nach dem Abendessen waren wir dann wieder warm und fit, so dass noch eine Runde „Topwords“ auf Englisch gespielt werden konnte.

Paddy; Chris und ich beim Topwords-Spielen.

Der nächste Tag war wieder ziemlich windig und kühl, so dass wir den Tag langsam angehen ließen mit einem späten Frühstück und entspannten Gesprächen. Zwischendurch versuchte Paddy, Anne’s Ukulele zu reparieren, aber das gelang ihm leider nicht.

Lustiges Bild: Paddy mit einer „eingegangenen“ Gitarre 🙂

Da wir aber trotz nicht perfektem Wetter auch etwas von Berlin sehen wollten und Frischluft brauchten, fuhren wir in den Grunewald, eigentlich, um die Flugüberwachungs- und Abhörstation Teufelsberg zu besichtigen, aber die hatte leider Ruhetag. So gingen wir nur ein wenig dort spazieren und besuchten anschließend Anne’s 93-jährige Oma, die uns mit Kaffee und Kuchen verwöhnte.

Paddy und ich vor dem Teufelssee im Grunewald.
Anne’s Oma und Paddy und ich beim Kaffeetrinken.

Der Mittwoch war leider schon unser letzter Tag in Berlin, und auch an diesem Tag ließ das Wetter zumindest anfangs zu wünschen übrig, so dass wir zunächst drinnen blieben und neuseeländische Cookies nach Paddy’s Rezept backten:

Anne beim Teigkneten, genauestens beobachtet von Paddy.
So sahen die Cookies aus, bevor sie in den Ofen kamen.
Und so sehen sie in fertigem Zustand aus – sehr sehr lecker!!
Da freut sich schon jemand auf die Kekse!!

Nachdem etliche Cookies von uns natürlich getestet werden mussten, brauchten wir am Nachmittag dann doch noch Bewegung an der frischen (und windigen) Luft, und so ging es zum Britzer Schloss und Park und zur Hufeisensiedlung in Britz.

Schafe auf dem Gutshof beim Britzer Schloss.
Der Gutshof beim Schloss Britz.
Die drei Spaziergänger vorm Schloss.
Das Britzer Schloss vom See aus (bzw. das, was man davon sehen kann).
Alte Kirche im Park.

Blütenpracht entlang der Straße.
Anne, Paddy und ich unterm „Kirschblütendach“.

An diesem Abend stand noch ein besonderes Highlight für Paddy auf dem Programm: Paddy hatte vor ein paar Jahren auf einem Gitarrenbau-Kurs in Wellington einen jungen Deutschen aus Berlin kennen gelernt und wollte ihn gerne treffen, was das letzte Mal leider nicht geklappt hatte. Als Überraschung hat Anne Sebastian unbekannterweise über Facebook kontaktiert und ein date ausgemacht, echt cool! Und so machten wir uns in Anne’s kleinem Auto auf den Weg zu Seb’s Werkstatt, um ihn zu treffen. Das war echt ein schönes Treffen, und die beiden hatten sich jede Menge über Gitarren zu erzählen!

Paddy und Seb in seiner Werkstatt.
Paddy schaut richtig klein aus neben Seb 🙂

Wieder bei Anne daheim angekommen, nutzten wir unseren letzten Abend nochmal für einen Spieleabend: Chris hatte seine neue Virtual reality Brille mitgebracht, und jeder wollte das natürlich ausprobieren – ist übrigens sehr amüsant auch für die Zuschauer! Hier ein paar Bilder:

Am Donnerstag ging es nach dem Frühstück schon wieder zurück nach Kleinostheim – es waren sehr schöne Tage in Berlin, trotz wechselhaftem Wetter, das wir übrigens auch auf der Heimfahrt genießen durften. Vielen Dank nochmal, Anne!!!

Windpark vor Leipzig, von der Autobahn aus gesehen, zusammen mit dunklen Wolken.

In den nächsten Tagen ist für uns jetzt das Spachteln und Streichen der zukünftigen Küche im 3. Stock geplant, natürlich neben weiteren Unternehmungen, es wird also weiter Fotos geben ;-).

Wir hoffen jetzt darauf, dass bald die AirB&Bs wieder aufmachen dürfen, so dass wir auch mal irgendwo über Nacht bleiben und vor allem ein paar Tage in München verbringen können, ohne uns jemandem aufdrängen zu müssen. Es wäre echt cool, wenn das in den Pfingstferien klappen würde, denn ich vermisse meine Freunde sehr, die würde ich schon gerne mal wieder sehen, und wenn es nur bei einem Spaziergang ist.

So, das wars mal wieder von uns. Ich hoffe, euch geht es gut und ihr seid weiterhin gesund (wenn nicht sogar schon geimpft). Macht es gut! Bis zum nächsten Blog!

Eure Susi

Geburtstag, Familie und ein paar Ausflüge

Hallo liebe Leser, auch wenn es bei uns keine wirklichen Neuigkeiten gibt, schreibe ich heute mal wieder und lass euch wissen, was Paddy und ich die letzten zwei Wochen so getrieben haben. Da man zur Zeit ja noch jeden nur ansatzweise schönen und nicht zu kalten Tag ausnutzen muss, haben wir genau das gemacht und sind ein bisschen Fahrrad gefahren, nachdem wir vorher an Paddy’s Rad beide Schläuche gewechselt hatten. Für die erste Tour ging es mit Claudi zusammen am Main entlang nach Aschaffenburg und über den Strietwald zurück, zum Fitwerden und Eingewöhnen für Paddy erstmal nur flache 15 km, und das bei bestem Wetter:

Paddy, ich und Claudi vorm Schloss Johannisburg in Aschaffenburg.

Abends machten Paddy und ich dann Lasagne. Normalerweise kochen meist Claudi oder Thorsten, und beide sind ausgezeichnete Köche (ganz im Gegensatz zu uns), die Messlatte lag also sehr hoch. Aber Paddy hatte ein gutes Rezept rausgesucht und die Lasagne war ein voller Erfolg – soooo lecker! Und es hat echt Spaß gemacht, zusammen zu kochen.

Paddy beim Lasagne-Zubereiten.
Das fertige Produkt – soooo lecker!!!
Thorsten, Claudi und Paddy genießen Lasagne, Salat und Wein.

Zwei Tage später waren Paddy und ich bei meinem Vater zum Kaffeetrinken eingeladen, und da das Wetter wieder schön war und sich Paddy’s Beine und Hintern etwas erholt hatten, nahmen wir wieder unsere Räder für die Tour nach Aschaffenburg – dieses Mal ca 20 km, aber dafür mit einer langen Pause zwischendrin. Bei meinem Vater wurden wir mit Kaffee und von Elke selbst gebackenem Kuchen verwöhnt, so dass wir danach gut gestärkt den Heimweg antreten konnten. Mein Vater und Elke haben Paddy trotz Sprachbarriere schon in ihr Herz geschlossen, Unterhaltungen laufen meist in einer Mischung aus Deutsch und Englisch und notfalls mit Händen und Füßen 🙂

Kaffee und Kuchen bei schönstem Wetter auf der Terrasse meines Vaters.
Familienfoto: Ich, Papa, Paddy und Papa’s Freundin Elke.

Am nächsten Tag standen wir schon relativ früh auf, weil wir einen Tagesausflug nach Nördlingen geplant hatten. Da es in Neuseeland nicht wirklich alte Häuser, Schlösser oder Kirchen gibt, ist Paddy von den vielen alten Bauwerken in Deutschland fasziniert, und so beschlossen wir, uns Nördlingens Altstadt und die Stadtmauer anzuschauen. Zum Glück hatten wir wieder herrliches Wetter, was auf den Fotos unschwer zu erkennen ist. Auf dem Hinweg nahmen wir hauptsächlich kleinere Straßen, um mehr von der Gegend zu sehen, und machten einen Frühstücksstopp mit kurzer Innenstadtbesichtigung in Tauberbischofsheim:

Der Marktplatz in der historischen Altstadt von Tauberbischofsheim.
Kirche in Tauberbischofsheim.

Danach ging es nonstop weiter nach Nördlingen. Inzwischen war es angenehm warm geworden, der Morgen war doch noch recht frostig gewesen. Wir parkten außerhalb der Stadtmauern und machten uns auf den Weg in die wunderschöne Innenstadt mit ihren Fachwerkhäusern:

Eine Karte der Altstadt Nördlingens.

Die St.Georgskirche mit dem Turm „Daniel“, der schon von Weitem zu sehen ist.
Das Innere der Kirche.

Im Anschluss an die Besichtigung der Kirche, die sehr sehenswert ist, wollten wir zu unserem Hauptziel, der Stadtmauer. Man kann um den ganzen Stadtkern von Nördlingen auf der Mauer herumlaufen, 2,6 km, das ist echt cool! Neben der überdachten Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert (die einzige in Deutschland, die komplett um eine Stadt herumgeht) sind auch die Ausblicke von dort oben faszinierend, so dass ich jede Menge Fotos machte, von denen ich euch nur ein paar zeigen will:

Die Stadtmauer, die wir dank Corona und normalem Wochentag fast für uns alleine hatten.
Zwei Touristen auf der Stadtmauer.
Die Stadtmauer mit einem der Türme von außen.
Kleinstadtidylle nahe der Stadtmauer an dem kleinen Flüsschen Eger, das durch Nördlingen fließt.

Nach der langen Besichtigungstour stärkten wir uns erstmal mit Krapfen und Kaffee, bevor wir uns auf den langen Heimweg machten. Wir legten noch einen kurzen Zwischenstopp in Wemding ein, damit Paddy sehen konnte, für welche Stadt ich 14 Jahre lang Bundesliga-Judo gekämpft habe – und natürlich die Orte, wo wir trainiert und gefeiert haben 😉

Am Marktplatz von Wemding – links das historische Rathaus.

Die nächste Radtour folgte schon einen Tag später: zusammen mit Claudi radelten wir am Main entlang nach Seligenstadt, nahmen die Fähre auf die andere Seite, sahen uns die historische Altstadt an und genossen ein Eis in der Sonne, bevor wir frisch gestärkt wieder den Rückweg der 20 km-Tour antraten. Wenn das so weitergeht, wird Paddy noch ein richtig fitter Radfahrer! 🙂

Die drei Radfahrer am Fähranleger, im Hintergrund die Einhard-Basilika.
Die Kirche von der Stadt aus.
Wunderschöne Fachwerkhäuser in der historischen Altstadt.
Paddy und Claudi mit ihrem (und meinem) wohlverdienten Eis – der Kiwi natürlich mit dem Kiwi-Eisbecher 😉
Der Beweis: Paddy auf dem Fahrrad am Fähranleger.

Am 29.04. war mein Geburtstag, und wie schon letztes Jahr war eine richtige Feier mit all meinen Freunden wegen Corona nicht möglich. Aber immerhin konnten wir ganz legal zu viert ein wenig feiern, da wir ja gerade zu viert in einem Haus wohnen. Zur Feier des Tages backte Paddy mir einen Carrot Cake, der absolut genial geschmeckt hat – nur die Glasur hat nicht so gut geklappt, die war zu flüssig und zu süß, so dass wir sie dann einfach wegließen, der Kuchen hat sie aber auch nicht wirklich gebraucht!

Paddy beim Kuchenbacken.
Das war das Ergebnis, mit dem mißglückten Frosting daneben.
Und so sah das dann auf meinem Geburtstagsteller aus – bevor ich das Frosting drüber gekippt hab (siehe Titelbild). Der Kuchen war echt der Hammer!

Außerdem dachten wir, wir gönnen uns abends asiatisches Take Away, aber das war leider nicht so der Hit. Egal, wir hatten ja genug Kuchen ;-). Um unsere voll gefressenen Bäuche wenigstens ein bisschen zu bewegen, ging es dann in den Hobbykeller, wo wir die halbe Nacht mit Darts und Kicker verbrachten – also alles in allem ein sehr cooler Geburtstag trotz Corona!

Die Geburtstagsgesellschaft vor der Dartscheibe.

Einen Tag später besuchten wir zusammen mit meinem Vater meine Tante und meine Oma in dem Örtchen (und dem Haus), in dem ich die ersten neun Jahre meines Lebens verbracht habe. Dort genossen wir (mal wieder) Kaffee und (Geburtstags-)Kuchen und verbrachten ein paar schöne Stunden zusammen. Wer weiß, wie oft das noch geht – meine Oma wird im Oktober 103 Jahre alt!

Familie Franz: ich, Tante Loni, Oma und mein Vater.
Die „Jungen“ an diesem Tag: Monika, die Krankenschwester meiner Oma, Paddy und ich.

Der 1.Mai verlief dieses Jahr recht ruhig, da Treffen mit anderen Leuten ja nicht wirklich geht. Aber wir waren für einen Tag Dogsitter und hatten den hübschen Mischlingshund Bertie von Claudis Freunden da, das war ein Spaß! Paddy schloss sofort Freundschaft mit ihm:

Paddy, der Hundeflüsterer 🙂
Paddy und Bertie beim Ballspielen.
Paddy, Claudi, Thorsten und Bertie beim Spaziergang im Wald.

Neben all den schönen Unternehmungen arbeiten wir aber auch ab und zu mal was. In den letzten Tagen gab es zwei Projekte: zum einen die Steine im Garten vom Dreck befreien und die Fugen neu sanden, zum anderen die Wand der zukünftigen Küche unterm Dach spachteln, womit wir aber gerade erst angefangen haben, das wird also noch ein paar Tage dauern:

Claudi und Paddy beim „Saubermachen“.
Paddy spachtelt die Ecke.
Das Spachtelteam bei der Arbeit.

So, das wars mal wieder von uns aus Kleinostheim. Ich halte euch weiter auf dem Laufenden über all unsere Unternehmungen, Paddy’s Fortschritte in Deutsch („Dinkel-Mandarinen-Streusel-Kuchen“) und alles andere Wichtige. Bis zum nächsten Blog! Machts gut und bleibt gesund!

Eure Susi

Discovering Germany together

Hallo liebe Leser, endlich komme ich mal wieder zum Schreiben – trotz der Tatsache, dass wir beide im Moment nicht arbeiten, war uns in den letzten Wochen nicht langweilig 😉

Paddy ist eifrig dabei Deutsch zu lernen, jeden Tag ein bisschen Duolingo und alles was er sonst von Claudi, Thorsten und mir noch aufschnappt. Zahlen und Wochentage klappen schon sehr gut, diverse Gerichte kennt er mit deutschem Namen und vor allem alles, was es beim Bäcker gibt, lernt er sehr schnell. Sein Lieblingswort ist gerade „Rhabarber“ oder noch besser „Rhabarber-Streusel-Kuchen“ 🙂

Da wir im Moment nicht viel für das Visum tun können, nutzen wir unsere gemeinsame Zeit, um ein wenig die nähere Umgebung zu erkunden. Zum Glück haben wir uns ja letzten Monat ein Auto zugelegt, so dass wir mobil sind. Inzwischen haben wir uns diverse sehenswerte Städte und Städtchen angeschaut, unter anderem waren wir in Lohr, Miltenberg und Gemünden. Hier ein paar Eindrücke:

Das Schloss in Lohr.
Die Lohrer Altstadt.
Interessanter Brunnen in Miltenberg.
In Unterfranken hat man anscheinend auch Humor 😉
Die Altstadt von Miltenberg.
Blick über Miltenberg und den Main.
Burgruine Scherenburg in Gemünden.
Zwei Touristen in Gemünden.
Die Altstadt in Gemünden.

Einen Tag haben wir in Frankfurt verbracht, mit Claudi als unserer ortskundigen Stadtführerin, da sie sehr lange in Frankfurt gearbeitet hat. Ich kenne Frankfurt noch ein bisschen von meiner Fußballzeit und von meinem Sportstudium, aber für Paddy war es völlig neu! Die ganzen Wolkenkratzer lassen Frankfurt doch ganz anders aussehen als München. Leider hatten wir mit dem Wetter nicht so viel Glück, es war bewölkt und wegen des Windes ziemlich kalt, so dass wir nach einem Dreiviertel Tag Stadtbesichtigung zu Fuß völlig verfroren wieder heim kamen. Aber es war ein toller Tag, und Frankfurt ist absolut sehenswert – auch wenn man gerade wegen Corona nicht viel machen kann. Aber seht selbst:

Paddy und ich vor der Goethestatue am Goetheplatz.
Wolkenkratzer in Mainhatten...
… und aus etwas anderer Perspektive.
Zwischendurch gibt es immer mal wieder alte Bauwerke wie hier die Hauptwache…
… oder die Alte Oper.
Auch der Spaß kam nicht zu kurz: Paddy posiert vor der Statue „Die Aufforderung zum Tanz“ – kaum ein Unterschied zu sehen 😉
Auch eine kulturelle Lehrstunde durfte nicht fehlen: Die deutsche (ähm schweizer) Schokoladenkultur ist definitiv besser als die Neuseeländische – auch wenn Paddy davon erstmal überzeugt werden muss (verstörenderweise findet er, dass „Whittaker’s“ die beste Schoko der Welt ist…).

Architektonisch ist das Kaufhaus „Die Zeil“ eine echte Sehenswürdigkeit, wir sind dort fasziniert eine Ewigkeit rumgelaufen und haben unzählige Bilder gemacht. Hier eine Auswahl:

Die Fassade von außen von der Fußgängerzone aus.
Der Blick nach draußen durch das „Loch“.
„Die Zeil“ innen.
„Die Zeil“ innen.
Der „Römer“, der historische Part von Frankfurt…
… mit dem berühmten Rathaus, auf dessen Balkon sich erfolgreiche Sportler immer feiern lassen – quasi der Marienplatz von Frankfurt 😉
Liebesschlösser auf dem „Eisernen Steg“.

Ein paar Tage später und bei weitaus schönerem Wetter verbrachten wir einen Tag in Würzburg. Obwohl Würzburg nur 80 km von Aschaffenburg entfernt ist, und ich natürlich schon ein paarmal da war, wusste ich nicht, wie viel es dort zu sehen gibt! Es war ein toller Tag, und dank des sonnigen Wetters sehen auch die Fotos deutlich besser aus als die von Frankfurt.

Paddy und ich mit der Festung Marienberg im Hintergrund.
Die Wallfahrtskirche Käppele durch einen Torbogen auf dem Weg durch die Weinberge zur Festung gesehen.
Festung Marienberg.
Festung Marienberg mit Käppele im Hintergrund.
Alter Turm und Kirche im Inneren der Festung.
Ausblick über Würzburg, die alte Mainbrücke und den Main.
Marienkapelle in der Innenstadt.
Der „Große Gefesselte“ und der kleine Kiwi am Kiliansplatz.
Die Residenz – unglaublich riesiger Bau mit tollem Park!

Nach unserer Rückkehr musste daheim dann natürlich auch ein echter Würzburger Bocksbeutelwein probiert werden – gar nicht mein Geschmack, aber Paddy fand ihn nicht so übel.

Es soll hier aber nicht den Anschein erwecken, dass wir uns nur vergnügen – nein, wir arbeiten auch hin und wieder etwas! Zum Beispiel war an einem Samstag Holzmachen angesagt. Für mich war das das erste Mal – hat echt Spaß gemacht, ich mag körperliche Arbeit an der frischen Luft, und Paddy war ganz in seinem Element! Schließlich hat sein Haus in Neuseeland keine Zentralheizung, sondern wird ausschließlich mit Kaminen geheizt, d.h. er muss jedes Jahr ordentlich viel Holz machen, damit es im Winter wenigstens halbwegs warm ist. Hier ein paar Eindrücke:

Freunde von Thorsten mit Paddy bei der „Morgenbesprechung“, bevor es losging.
Der geschlagene Baum musste erstmal entastet werden, bevor er per Traktor rausgezogen werden konnte.
Dann wurde er fachgerecht in 1-Meter lange Stücke zersägt…
…die dann mithilfe einer Spaltmaschine in kleinere Stücke gespalten wurden (hier Thorsten und Paddy bei der Arbeit)…
… bevor sie in Kamingerechte 30 cm-Stücke zersägt wurden.
Danach musste das Holz nur noch mittels Flaschenzug durch das Loch in das Dach der Garage gebracht…
… und dort gestapelt werden.

An einem der ersten richtig schönen Tage letzte Woche (bzw. an zwei) strichen wir Claudis Zaun neu – von dunkelbraun zu schwedenrot! Natürlich musste er vorher demontiert und abgeschliffen werden, bevor wir ihn streichen, danach trocknen und wieder zusammenbauen konnten. Aber das Ergebnis kann sich echt sehen lassen!

Paddy beim Abschleifen der Bretter.
Danach wurde gestrichen – schwedenrot.
Und das ist das Ergebnis 🙂

Neben unseren Sightseeingtouren und ein paar Arbeitseinsätzen gibt es aber auch viel Zeit für Vergnügungen: Wir kochen und backen viel gemeinsam, und haben schon einige feucht-fröhliche Spieleabende miteinander verbracht. Dank Dominoes kann Paddy die deutschen Zahlen schon echt gut! Und natürlich machen Paddy und ich wieder zusammen Musik. Ich werde demnächst bestimmt mal wieder eine Kostprobe hier posten 🙂

Paddy beim Gitarrespielen.
Indischer Abend: Dal mit selbstgemachtem Naanbrot – soooo lecker!!!
Domino-Abend – meist gewinnt Thorsten.
Action am Kicker – so langsam werden wir beide besser, aber gegen Claudi und Thorsten haben wir (noch) keine Chance!
Claudi erteilt Paddy eine Lektion im Kickern.

So, das wars mal wieder von Paddy und mir. Ich wünsche euch einen schönen Wochenanfang, und bleibt gesund! Und natürlich dürft ihr gerne kommentieren 😉

Eure Susi

Ausflug nach München

Hallo liebe Leser, hier kommt gleich noch der nächste Blogbeitrag, nachdem ich gerade Zeit habe, weil Paddy zusammen mit Thorsten einen Baum aus dem Garten rausreißt und zerlegt 😉

Walter und Elli hatten uns eingeladen, Ostern mit ihnen in München zu verbringen, und da Elli gerade schwanger ist und ich außerdem ein bisschen Corona-paranoid und in Sorge um Paddy bin, gingen wir einen Tag vorher zum Corona-Test, zum Glück negativ. Und so machten wir uns am Donnerstag auf den Weg Richtung Süden. Da es frühlingshaft warm und sonnig war, beschlossen wir, auf dem Weg etwas Sightseeing zu machen und über Mespelbrunn und das Wasserschloss zu fahren. So bekam Paddy einen Eindruck von den kurvigen Straßen durch den Spessart, was ihn gleich sein Motorrad herbeisehnen ließ. In Mespelbrunn angekommen, mussten wir leider feststellen, dass der Besuch des Schlosses wegen Corona nicht möglich war und zusätzlich auch noch renoviert wird. Aber es war trotzdem einen Besuch wert:

Schloss Mespelbrunn, leider momentan (wie so vieles) gesperrt. Deshalb ging es auch nicht näher heran.
Die Begräbniskirche thront hoch über dem Ort Mespelbrunn.
Froschteiche vor dem Schloss Mespelbrunn: Man konnte von der Straße aus hunderte von Fröschen bzw. Kröten im Wasser sehen.
Dafür mussten sie sich aber erstmal auf die gefährliche Reise über die Straße machen. Man konnte zig Kröten wie diese beiden dabei beobachten, und überall raschelte es im Gebüsch.

Nach unserem kurzen Abstecher in den Spessart ging es ohne Unterbrechung weiter nach München. Dort wurden wir schon sehnlichst von Elli und Hund Santos erwartet und wie sich das für eine echte Italienerin gehört, gab es Pizza zum Abendessen.

Leider war das Wetter umgeschlagen, und der nächste Tag war ziemlich kalt und windig. Trotzdem beschlossen wir, einen Ausflug zum Tegernsee zu machen, um Paddy unsere schöne Bergwelt zu zeigen – dummerweise konnte man eben diese wegen der tief hängenden Wolken leider nicht sehen… der Ausflug war aber trotzdem schön.

Eine Autofahrt, die ist lustig, eine Autofahrt, die ist schön… Walter, ich, Paddy und Elli auf dem Weg nach Tegernsee.
In Rottach-Egern am südlichsten Zipfel des Tegernsees bot sich uns diese „Aussicht“ – immerhin konnte man die Berge erahnen.
So ungemütlich sah es zeitweise über dem See aus…
Aber wir ließen uns die gute Laune nicht verderben 🙂
Dieser nette Herr passte auf Santos auf, solange wir mit fotografieren beschäftigt waren.

Am nächsten Tag starteten wir erstmal mit einem Weißwurstfrühstück (ohne Bier) in den Tag.

So gestärkt widmeten wir uns danach einem weiteren Sightseeing-Highlight, dem Schloß Nymphenburg. Leider war auch an diesem Tag das Wetter nicht das Beste, was uns aber nicht davon abhielt, uns an der argentinischen Eisdiele ein leckeres Eis zu holen.

Schloß Nymphenburg vom Park aus gesehen.
Vier durchgefrorene „Touristenund ein desinteressierter Santos.
Aber Eis geht zum Glück auch bei Kälte 🙂

Am Samstagabend waren wir bei Frank und Julia zum Essen eingeladen. Frank hatte Flammkuchen und als Nachtisch Tiramisu gemacht und dazu gab es leckeren argentinischen Wein von Walter. Es war ein echt schöner Abend!

Elsässer Flammkuchen.
Leider kein sehr gutes Foto von uns vieren – zuviel Wein 😉

Am Ostersonntag lachte dann endlich die Sonne vom Himmel und es wurde angenehm warm auf Walters Balkon, so dass wir an unserem ursprünglichen Plan zu grillen festhalten konnten. Es war sooooo lecker!! Neben selbst gemachten Würstchen gab es natürlich Steak, gefüllte Paprika, Kartoffeln, Mais und gegrillten Käse, und wiedermal überfraßen wir uns maßlos! Walters Mutter kam auch dazu, und so hatten wir eine coole internationale Runde mit zwei Argentiniern, einer Italienerin, einem Neuseeländer und einer Deutschen beisammen, in der munter in drei verschiedenen Sprachen geredet wurde.

Grillmeister Walter vor seinem selbstgebastelten Megagrill.

Mit unseren vollgefutterten Bäuchen reichte es nur noch zu einem Besuch in Walters Lager, um unsere Weinvorräte aufzustocken:

Sooooo viel leckerer Wein!!!
Walter und Paddy in Walters Büro auf der Clubcouch.
Unsere Auswahl an Rotweinen, die wir mit zurück nach Kleinostheim nehmen wollten.

Wir verbrachten noch einen schönen ruhigen Filmabend miteinander, bevor es am nächsten Tag ein kaltes Erwachen gab: Schnee!!!! Im April!!!!

So schaut ein Kiwi, wenn er Schnee sieht.

Zum Glück war das alles weggetaut, bis wir uns nach dem Frühstück gemütlich auf den Heimweg machten. Das wäre mit Sommerreifen kein Spaß gewesen! Es waren ein paar sehr coole Tage mit Walter und Elli, und auch super, dass wir Frank und Julia noch treffen konnten! Vielen Dank für die schönen Tage! Wir revanchieren uns dann hoffentlich mal in Neuseeland für eure Gastfreundschaft!

Jetzt sind wir zurück in Kleinostheim, Paddy und Thorsten sind fertig mit Baum-Ausreißen und nun geht es in die Sauna!!! Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende! Und lasst ruhig mal was von euch hören!

Liebe Grüße – auch von Paddy!