Fast 10 Wochen wiedervereint! 🥰♥️

Hallo liebe Leser! Paddy ist nun schon fast 10 Wochen hier, und noch immer wirkt es etwas unwirklich nach der langen Trennung. Wir genießen jede Minute miteinander, aber inzwischen schaffen wir es auch, mal etwas ohne den anderen zu machen ohne gleich „separation anxiety“ zu bekommen – solange es nicht für zu lange ist. Es wäre gelogen zu sagen, dass alles immer einfach und harmonisch ist, es ist für uns beide eine Riesenumstellung nach 15 Monaten Getrenntsein plötzlich 24 Stunden am Tag zusammen zu sein, abgesehen davon, dass unser Leben gerade alles andere als eine Struktur hat, da wir ja beide zur Zeit nicht arbeiten. Aber genau das gibt uns auch viele Freiheiten, und inzwischen haben wir gelernt, uns gegenseitig Freiräume zu lassen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie schön es ist, jeden Abend mit Paddy ins Bett zu gehen und jeden Morgen neben ihm aufzuwachen und noch eine Runde zu kuscheln!!! Seit er hier ist, schlafen wir beide auch wieder deutlich besser als während der Trennung. Für uns ist es immer noch etwas besonderes, Dinge zusammen zu machen und wirklich zusammen zu leben! Ich hoffe durch unsere Geschichte werden wir den anderen niemals für selbstverständlich nehmen 🙂

Happy couple 🙂

Seit seiner Ankunft vor knapp 10 Wochen hat Paddy sich schon sehr gut akklimatisiert und eingewöhnt: Er übt (mehr oder weniger fleißig) jeden Tag Deutsch mit Duolingo. Für politische Diskussionen reicht es zwar noch nicht ganz, aber er kann inzwischen problemlos dank täglicher Übung auf deutsch beim Bäcker einkaufen – „Mehrkornbrötchen“ und „Muntermacher“ sind fest in sein Vokabular integriert :-). Auch an das Autofahren auf der für ihn falschen Seite hat er sich inzwischen gewöhnt, und ebenso daran, dass er mit rechts schalten muss, das klappt alles wunderbar! Und der Griff zur Maske beim Verlassen des Hauses ist ihm schon in Fleisch und Blut übergegangen. Natürlich vermisst er seine Familie und Freunde und seinen Campingplatz, aber zum Glück gibt es ja das Internet, so dass In-Kontakt-Bleiben (bis auf den Zeitunterschied) kein Problem ist. Aber er genießt sehr, dass er ein anderes Land, seine Sprache und seine Kultur kennen lernen darf, und auch das deutsche Essen (vor allem Brot und Kuchen) haben es ihm angetan. Und natürlich, dass wir eeeendlich wieder zusammen sind.

Aber was haben wir eigentlich so in den letzten Wochen getrieben? Dazu komme ich jetzt: Nachdem wir aus Berlin wieder zurück waren, haben wir mit Claudi angefangen, die zukünftige Küche unseres Apartments herzurichten: Zuerst wurde von Claudi und Paddy fleißig gespachtelt:

Paddy beim Spachteln der Decke.

Danach ging es mit Streichen weiter, das war Paddy und mein Job – deshalb habe ich leider keine Bilder davon, ich war so mit Streichen beschäftigt ;-). Inzwischen sind wir beim Fliesenlegen angekommen, und während ich hier gerade gemütlich meinen Blog schreibe, arbeiten Claudi und Paddy fleißig am Fußboden:

Das Work-Dream-Team bei der Arbeit.
Fast fertig mit dem Fliesenlegen!!

Immerhin konnte ich wenigstens einen kleinen Beitrag leisten, indem ich beim Baumarkt die benötigten Sachen zum Fugen besorgt habe. Ab morgen wird dann verfugt, und danach müssen wir erstmal auf die bestellten Leisten warten, die wohl so in zwei Wochen kommen werden.

Aber natürlich haben wir nicht nur gearbeitet! Am Muttertag verwöhnte Thorsten seine Eltern und uns mit einem exzellenten Essen – es gab Lamm in Erdbeer-Pfeffer-Soße, sooo lecker!!! Bei schönstem Sommerwetter (das genau einen Tag anhielt) genossen wir die Mahlzeit und danach den von Claudi gebackenen Kuchen auf der Terrasse. Dank diverser begleitender alkoholischer Getränke klappte auch die deutsch-neuseeländische Verständigung relativ flüssig 😉

Paddy, ich, Claudi und Thorstens Eltern beim Muttertags-Mittagessen, hier die Vorspeise.
Das Lamm in Erdbeer-Pfeffer-Soße mit Graupen – ein Gedicht!!

Am Dienstag danach fuhr ich für zwei Tage zu einem Kurztrip nach München – Paddy und ich brauchten mal ein bisschen Abstand, und ich wollte ein paar meiner Freunde endlich mal wieder sehen, die ich wirklich sehr vermisse! Zum Glück klappte es bei Sandra und Moni superspontan mit einem Spaziergang zusammen:

Sandra und Kira, die gerade erst Radfahren gelernt hat, und das mit 3 Jahren!
Moni, die ich das erste Mal seit September wieder live gesehen habe.
Blütenpracht in einer Giesinger Straße.

Abends fuhr ich zu Claudi weiter. Wir bestellten Pizza und verbrachten den ganzen Abend quatschend auf dem Sofa, und da sie am nächsten Tag erst spät zur Arbeit musste, konnten wir sogar noch gemütlich zusammen frühstücken. Danach ging es für sie in die Schule und für mich wieder zurück nach Kleinostheim. Ich hatte Paddy furchtbar vermisst in den nichtmal ganz zwei Tagen, und seiner langen Umarmung nach zu urteilen, mit der ich empfangen wurde, war es ihm nicht anderes ergangen. Es ist gar nicht so leicht, nach unseren Erfahrungen mit der langen Trennung etwas ohne den anderen zu machen, da kommt sofort Trennungsangst hoch; aber die zwei Tage Abstand haben uns schon auch mal gut getan.

Einen Tag später begleitete Paddy Thorsten, Uli und seine Freunde auf eine traditionelle, deutsche Vatertagswanderung. Bevor es losging, machte jeder daheim brav einen Covidtest, so dass man wenigstens halbwegs vor Ansteckung sicher sein konnte:

Alles gut – Covid-Selbsttest negativ!

Da ich ja nicht dabei war, erzählt euch Paddy von seinen Erfahrungen mit einem typisch deutschen Vatertag in einem Extra-Blogbeitrag, den ich in den nächsten Tagen posten werde.

Am nächsten Tag nutzten Paddy und ich den Nachmittag für eine kleine Tour nach und durch Gelnhausen, wo ich die ersten 9 Jahre meines Lebens gewohnt habe. Das war wie eine Reise in meine Kindheit, obwohl ich das Städtchen wirklich nicht mehr kenne, aber ein paar Ecken kamen mir dann doch noch bekannt vor. Hier ein paar Bilder:

Der Hexenturm.
Das Wahrzeichen von Gelnhausen: die Marienkirche.
Die Marienkirche von innen.
Eines der engen Gässchen der Gelnhäuser Altstadt.
Was man beim Sightseeing so alles lernt 🙂
Einer der beiden Marktplätze (Untermarkt?) mit der Marienkirche im Hintergrund.

Kaum wieder in Kleinostheim angekommen ging es auch gleich weiter zu Thorstens Eltern. Sie hatten uns alle zu einem typisch hessischen Vesper mit Kochkäs, Handkäs mit Musik und Äppler (Apfelwein) eingeladen, sehr lecker! Es war ein sehr schöner Abend mit regem Austausch über die Unterschiede zwischen Deutschland und Neuseeland inklusive ein wenig Geographie mit Globus.

Paddy, Thorstens Eltern, Claudi und Thorsten beim Vesper.

Am nächsten Tag stand mal wieder Holzmachen auf dem Programm, leider hatten wir dieses Mal echt Pech mit dem Wetter und wurden alle völlig durchnässt. Das war wirklich kein Spaß dieses Mal! Und da wir wegen des schlechten Wetters nicht fertig wurden, wurde gleich ein weiteres Date für den Samstag drauf ausgemacht. Wenigstens konnten wir uns danach in der Sauna wieder aufwärmen, aber dieses Mal waren wir alle zu müde und kaputt zum Kickern oder Darten, so dass es relativ früh ins Bett ging.

Den regenfreien Sonntag nachmittag nutzten Paddy und ich zu einem Ausflug zur Straßenfarm Tannenhof bei Schaafheim. Zuerst besichtigten wir den Hofladen und kauften leckeres Straußenfleisch, dann schauten wir uns die Tiere live an – echt beeindruckend mit ihrer Größe! Auch die Aussicht von dort kann sich sehen lassen, man kann bei klarem Wetter sogar die Skyline von Mainhatten (Frankfurt) sehen, heute war sie jedoch nur zu erahnen…

Dieser Strauß stolzierte am Zaun auf und ab, seine Artgenossen hinter ihm waren jedoch völlig unbeeindruckt von uns.
Man kann die Skyline von Frankfurt erahnen.

Wir machten noch einen kurzen Abstecher zu einem historischen Turm mit einem tollen Ausblick, den Paddy mir zeigen wollte, weil er dort am Vatertag mit den Jungs war, und danach waren wir zu Kaffee und Kuchen bei Elke und meinem Vater eingeladen.

Historischer Turm in der Nähe von Schaafheim.
Der Ausblick vom Turm auf die Umgebung und den Modellflugplatz direkt vorm Turm.
Leckere, von Elke selbst gebackene Erdbeerkuchen, mit ihr und meinem Vater im Hintergrund.

Kaum wieder daheim angekommen, gab es schon wieder Essen. Thorsten hat sich an einer Linsenlasagne versucht und auch Vera dazu eingeladen. Natürlich durfte auch ein guter Wein dazu nicht fehlen:

Die nächsten beiden Tage verbrachten Paddy und ich, wie schon erwähnt, hauptsächlich mit dem Streichen der Küche. Wir hatten eh das passende Wetter dazu – Regen, Regen, Regen… irgendwie zeigt Deutschland sich gerade nicht von seiner sonnigsten und wärmsten Seite…

Am Mittwoch nutzten wir die sinkenden Coronainzidenzen zu einem Click-and-meet-Termin in einem Aschaffenburger Musikgeschäft, für den man jetzt keinen negativen Test mehr braucht. Wir verbrachten dort fast zwei Stunden, wurden hervorragend beraten und Paddy probierte sämtliche Breedlove-Gitarren aus, die er in die Finger kriegen konnte. Wie durch ein Wunder verließen wir den Laden ohne eine einzige Gitarre 😉

Paddy beim Gitarren-Probieren.

Auch letzten Samstag stand nochmal Holzmachen auf dem Programm, das letzte Mal für dieses Jahr, und so machten wir uns um 10.00 Uhr auf in den Wald. Dieses Mal konzentrierte ich mich ganz auf die Arbeit und fotografierte nur in der Pause:

Die Jungs bei der Brotzeit, um neue Kräfte zu sammeln.
Auch Paddy stärkt sich, bevor es an den letzten Akt geht.
Und dann ging es auch schon wieder weiter.

Zum Glück waren wir dieses Mal früh fertig, so dass wir noch genügend Zeit hatten zu duschen und uns etwas auszuruhen, bevor Dieter und Vera zum Abendessen und anschließendem Kickern/Darten kamen. Obwohl wir ziemlich k.o. waren, spielten wir trotzdem noch ein paar Stunden, und hey, ich werde echt besser im Kickern, yayyy!

Paddy, Dieter, Vera, Claudi und Thorsten beim Abendessen.
Danach wurde fleißig gekickert…
… gedartet…
… und genagelt – Paddy ist da echt gut! Ich dafür gar nicht…

Am Pfingstmontag wurde das Wetter endlich mal wieder besser – der Regen hörte auf, die Sonne kam raus und auch er Wind ließ nach. So beschlossen Paddy und ich, eine Radtour nach Seligenstadt zu machen. Natürlich war es schon am Main entlang recht voll, wir waren nicht die einzigen, die diese Idee hatten, aber Seligenstadt selbst war dann richtig voll! Und man hätte meinen können, dass es Corona nicht mehr gibt: alles voller Menschen, keine Maskenpflicht mehr in der Innenstadt und man konnte tatsächlich in Cafes, Restaurants und Eisdielen draußen an Tischen sitzen, ohne Test und ohne Mundschutz! Anfangs fand ich das zwar etwas unheimlich, aber wir genossen unseren großen Eisbecher dann doch sehr!! Es fühlte sich fast wieder an wie zu normalen Zeiten! Aber wir aßen nicht nur Eis, wir schauten uns auch den Ort ein wenig an (siehe auch Titelbild), jedenfalls so lange bis schwarze Wolken am Horizont mit Regen und Gewitter drohten! Dann schwangen wir uns schnell auf unsere Räder, radelten zurück und schafften es tatsächlich trockenen Fußes nach Hause 🙂

Paddy und ich am Main.
Paddy im Klostergarten, in dem alle Pflanzen mit Schildchen erklärt waren.
Der gut gepflegte Klostergarten.
Park am Kloster.
Fachwerkhäuser in der Seligenstädter Altstadt.
Ganz schön was los in der Innenstadt!
Paddy und unsere zwei leckeren Eisbecher, die wir tatsächlich an einem Tisch sitzend genießen durften.

Natürlich haben Paddy und ich auch ein paar Mal in der Küche gezaubert (naja, gekocht bzw. gebacken – aber alles war essbar). Hier ein paar ausgewählte Bilder:

Paddy beim Cookies-Backen.
Das fertige Produkt konnte sich echt sehen (und essen) lassen!
Sheperd’s Pie nach Paddy’s Rezept.
Gestern gab es Steaks mit gerösteten Käse-Ofen-Kartoffeln und Salat (für den war ich zuständig).

Morgen und übermorgen steht das Fugen der neu verlegten Fliesen an, bevor wir am Sonntag für eine Woche nach München fahren und danach noch eine Woche ins Berchtesgadener Land! Ich freue mich sooo sehr auf München, und darauf, möglichst viele Freunde wieder zu sehen!!! Ich vermisse beides sehr! Und danach gehts in die Berge – schließlich soll Paddy ja auch ein bisschen was von Deutschland sehen, jetzt, wo Hotels und AirB&Bs wieder aufmachen dürfen! Ich hoffe nur, dass das Wetter besser wird als es in den letzten Wochen war… Aber darüber lest ihr dann in meinem nächsten Blogbeitrag. Hier noch was zum Schmunzeln zum Abschied:

The Kiwi way of cutting „Rhabarber-Streusel-Kuchen“ 🙂

Bis dahin lasst es euch gut gehen und bleibt gesund!

Eure Susi

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin ;-)

Hallo liebe Leser, heute schreibe ich euch etwas über unser Berlin-Abenteuer letzte Woche. Am letzten Sonntag machten Paddy und ich uns nach einem wie gewohnt späten Frühstück mit dem Auto auf den Weg zu Paddy’s (und inzwischen auch meiner) Freundin Anne nach Berlin. Da es Sonntag war, und sicher auch dank Corona, waren die Straßen fast leer, so dass wir gut durchfahren konnten. Paddy fuhr das erste Mal Auto hier in Deutschland – das war spannend für ihn, denn Autobahnen gibt es in Neuseeland nicht, und so schnell wie hier darf und kann man da auf normalen Straßen natürlich auch nicht fahren: Deshalb genoss er den „Geschwindigkeitsrausch“ und fuhr das größte Stück der Strecke, ehe ich vor Berlin wieder übernahm – in einer deutschen Großstadt auf der für ihn falschen Straßenseite fahren war dann doch noch ein bisschen viel.

Paddy mit über 160 km/h auf der leeren Autobahn 🙂

Da die Straßen frei (und wir recht schnell unterwegs) waren, kamen wir schon am späten Nachmittag in Berlin an, wo Anne uns schon sehnlichst erwartete, schließlich war das letzte Mal, dass sie Paddy gesehen hat, schon wieder 1,5 Jahre her. Es war schon alles liebevoll für uns hergerichtet:

Begrüßung in Anne’s Zuhause.

Nach dem langen Sitzen im Auto waren wir froh, dass Anne noch ein wenig spazieren gehen wollte, auch wenn das Wetter nicht das beste war und wir am Ende sogar richtig nass wurden. Wir trafen uns mit Anne’s Freund Chris und machten uns auf den Weg zu den Schafen, Chris‘ Lieblingsziel 🙂

Anne’s Freund Chris mit den Lämmern.
Paddy beim Balancieren auf dem nassen Balken – eine männliche Mary Poppins mit Regenschirm 😉
Das Bürgeramt Neukölln-Britz in der Nähe von Anne’s Zuhause.
Interessanter Hindu-Tempel.

Leider hatten wir, wie auch letztes Mal schon, nicht wirklich Glück mit dem Wetter in Berlin, es war die ganzen 5 Tage meist kalt, immer wieder nass und sehr windig, und das im Mai! Aber das konnte unsere gute Laune nicht trüben. Und so machten wir uns am nächsten Tag auf zur East Side Gallery – Mauerkunst unter freiem Himmel. Die Bilder sind wirklich toll, auch wenn man vielleicht nicht alle versteht. Hier ein paar Kostproben:

Die Rückseite der East Side Gallery.
Anne vor einem der Mauerkunstwerke.
Internationale Künstler waren an diesem Projekt beteiligt, das 1990 gegründet wurde – hier das Kunstwerk eines spanischen Künstlers.
Auch Kunstwerke zum Gedenken an die dunklen Zeiten waren immer mal wieder dabei.
Oder Malerei im Stil bekannter Altmeister.
Das ist wohl das bekannteste Bild der East Side Gallery – der Bruderkuss zwischen Honecker und Breschnew.
Unsere Botschaft an INZ und die Regierung von Neuseeland! Symbolisch stehen Paddy und ich hier getrennt voneinander.
Dieses Bild sah so krass echt aus – mehr wie ein Foto!
Botschaft von einem italienischen Künstler.
Paddy, Anne und ich vor dem Trabi-Bild.

Nach der Besichtigung der East Side Gallery waren wir erstmal hungrig, und so machten wir uns auf über die historische Oberbaumbrücke, die Kreuzberg mit Friedrichshain verbindet und laut Anne einmal im Jahr Schauplatz der „Gemüseschlacht“ zwischen den beiden rivalisierenden Stadtteilen ist. In Kreuzberg besorgten wir uns lecker Pizza und suchten uns eine Bank, wo wir sie in Ruhe in der dank des Windes nun eisigen Kälte verzehren konnten – freu ich mich, wenn man irgendwann mal wieder tatsächlich in einem schönen, warmen Restaurant drinnen sitzen kann!!!

Die Oberbaumbrücke von der East Side Gallery aus.
Das Gewölbe, durch das man über diese Brücke geht.
Leckere Pizza in der Kälte.
Die Weltkarte auf einem Haus – die Nordinsel Neuseelands ist dabei etwas zu klein geraten, wie Paddy erzürnt feststellte 🙂
Bevor wir uns völlig durchgefroren auf den Heimweg machten, kamen wir noch an einem Fotoautomaten vorbei – und das war das Ergebnis…

Daheim angekommen, mussten wir uns erstmal wieder auftauen, aber nach dem Abendessen waren wir dann wieder warm und fit, so dass noch eine Runde „Topwords“ auf Englisch gespielt werden konnte.

Paddy; Chris und ich beim Topwords-Spielen.

Der nächste Tag war wieder ziemlich windig und kühl, so dass wir den Tag langsam angehen ließen mit einem späten Frühstück und entspannten Gesprächen. Zwischendurch versuchte Paddy, Anne’s Ukulele zu reparieren, aber das gelang ihm leider nicht.

Lustiges Bild: Paddy mit einer „eingegangenen“ Gitarre 🙂

Da wir aber trotz nicht perfektem Wetter auch etwas von Berlin sehen wollten und Frischluft brauchten, fuhren wir in den Grunewald, eigentlich, um die Flugüberwachungs- und Abhörstation Teufelsberg zu besichtigen, aber die hatte leider Ruhetag. So gingen wir nur ein wenig dort spazieren und besuchten anschließend Anne’s 93-jährige Oma, die uns mit Kaffee und Kuchen verwöhnte.

Paddy und ich vor dem Teufelssee im Grunewald.
Anne’s Oma und Paddy und ich beim Kaffeetrinken.

Der Mittwoch war leider schon unser letzter Tag in Berlin, und auch an diesem Tag ließ das Wetter zumindest anfangs zu wünschen übrig, so dass wir zunächst drinnen blieben und neuseeländische Cookies nach Paddy’s Rezept backten:

Anne beim Teigkneten, genauestens beobachtet von Paddy.
So sahen die Cookies aus, bevor sie in den Ofen kamen.
Und so sehen sie in fertigem Zustand aus – sehr sehr lecker!!
Da freut sich schon jemand auf die Kekse!!

Nachdem etliche Cookies von uns natürlich getestet werden mussten, brauchten wir am Nachmittag dann doch noch Bewegung an der frischen (und windigen) Luft, und so ging es zum Britzer Schloss und Park und zur Hufeisensiedlung in Britz.

Schafe auf dem Gutshof beim Britzer Schloss.
Der Gutshof beim Schloss Britz.
Die drei Spaziergänger vorm Schloss.
Das Britzer Schloss vom See aus (bzw. das, was man davon sehen kann).
Alte Kirche im Park.

Blütenpracht entlang der Straße.
Anne, Paddy und ich unterm „Kirschblütendach“.

An diesem Abend stand noch ein besonderes Highlight für Paddy auf dem Programm: Paddy hatte vor ein paar Jahren auf einem Gitarrenbau-Kurs in Wellington einen jungen Deutschen aus Berlin kennen gelernt und wollte ihn gerne treffen, was das letzte Mal leider nicht geklappt hatte. Als Überraschung hat Anne Sebastian unbekannterweise über Facebook kontaktiert und ein date ausgemacht, echt cool! Und so machten wir uns in Anne’s kleinem Auto auf den Weg zu Seb’s Werkstatt, um ihn zu treffen. Das war echt ein schönes Treffen, und die beiden hatten sich jede Menge über Gitarren zu erzählen!

Paddy und Seb in seiner Werkstatt.
Paddy schaut richtig klein aus neben Seb 🙂

Wieder bei Anne daheim angekommen, nutzten wir unseren letzten Abend nochmal für einen Spieleabend: Chris hatte seine neue Virtual reality Brille mitgebracht, und jeder wollte das natürlich ausprobieren – ist übrigens sehr amüsant auch für die Zuschauer! Hier ein paar Bilder:

Am Donnerstag ging es nach dem Frühstück schon wieder zurück nach Kleinostheim – es waren sehr schöne Tage in Berlin, trotz wechselhaftem Wetter, das wir übrigens auch auf der Heimfahrt genießen durften. Vielen Dank nochmal, Anne!!!

Windpark vor Leipzig, von der Autobahn aus gesehen, zusammen mit dunklen Wolken.

In den nächsten Tagen ist für uns jetzt das Spachteln und Streichen der zukünftigen Küche im 3. Stock geplant, natürlich neben weiteren Unternehmungen, es wird also weiter Fotos geben ;-).

Wir hoffen jetzt darauf, dass bald die AirB&Bs wieder aufmachen dürfen, so dass wir auch mal irgendwo über Nacht bleiben und vor allem ein paar Tage in München verbringen können, ohne uns jemandem aufdrängen zu müssen. Es wäre echt cool, wenn das in den Pfingstferien klappen würde, denn ich vermisse meine Freunde sehr, die würde ich schon gerne mal wieder sehen, und wenn es nur bei einem Spaziergang ist.

So, das wars mal wieder von uns. Ich hoffe, euch geht es gut und ihr seid weiterhin gesund (wenn nicht sogar schon geimpft). Macht es gut! Bis zum nächsten Blog!

Eure Susi

Geburtstag, Familie und ein paar Ausflüge

Hallo liebe Leser, auch wenn es bei uns keine wirklichen Neuigkeiten gibt, schreibe ich heute mal wieder und lass euch wissen, was Paddy und ich die letzten zwei Wochen so getrieben haben. Da man zur Zeit ja noch jeden nur ansatzweise schönen und nicht zu kalten Tag ausnutzen muss, haben wir genau das gemacht und sind ein bisschen Fahrrad gefahren, nachdem wir vorher an Paddy’s Rad beide Schläuche gewechselt hatten. Für die erste Tour ging es mit Claudi zusammen am Main entlang nach Aschaffenburg und über den Strietwald zurück, zum Fitwerden und Eingewöhnen für Paddy erstmal nur flache 15 km, und das bei bestem Wetter:

Paddy, ich und Claudi vorm Schloss Johannisburg in Aschaffenburg.

Abends machten Paddy und ich dann Lasagne. Normalerweise kochen meist Claudi oder Thorsten, und beide sind ausgezeichnete Köche (ganz im Gegensatz zu uns), die Messlatte lag also sehr hoch. Aber Paddy hatte ein gutes Rezept rausgesucht und die Lasagne war ein voller Erfolg – soooo lecker! Und es hat echt Spaß gemacht, zusammen zu kochen.

Paddy beim Lasagne-Zubereiten.
Das fertige Produkt – soooo lecker!!!
Thorsten, Claudi und Paddy genießen Lasagne, Salat und Wein.

Zwei Tage später waren Paddy und ich bei meinem Vater zum Kaffeetrinken eingeladen, und da das Wetter wieder schön war und sich Paddy’s Beine und Hintern etwas erholt hatten, nahmen wir wieder unsere Räder für die Tour nach Aschaffenburg – dieses Mal ca 20 km, aber dafür mit einer langen Pause zwischendrin. Bei meinem Vater wurden wir mit Kaffee und von Elke selbst gebackenem Kuchen verwöhnt, so dass wir danach gut gestärkt den Heimweg antreten konnten. Mein Vater und Elke haben Paddy trotz Sprachbarriere schon in ihr Herz geschlossen, Unterhaltungen laufen meist in einer Mischung aus Deutsch und Englisch und notfalls mit Händen und Füßen 🙂

Kaffee und Kuchen bei schönstem Wetter auf der Terrasse meines Vaters.
Familienfoto: Ich, Papa, Paddy und Papa’s Freundin Elke.

Am nächsten Tag standen wir schon relativ früh auf, weil wir einen Tagesausflug nach Nördlingen geplant hatten. Da es in Neuseeland nicht wirklich alte Häuser, Schlösser oder Kirchen gibt, ist Paddy von den vielen alten Bauwerken in Deutschland fasziniert, und so beschlossen wir, uns Nördlingens Altstadt und die Stadtmauer anzuschauen. Zum Glück hatten wir wieder herrliches Wetter, was auf den Fotos unschwer zu erkennen ist. Auf dem Hinweg nahmen wir hauptsächlich kleinere Straßen, um mehr von der Gegend zu sehen, und machten einen Frühstücksstopp mit kurzer Innenstadtbesichtigung in Tauberbischofsheim:

Der Marktplatz in der historischen Altstadt von Tauberbischofsheim.
Kirche in Tauberbischofsheim.

Danach ging es nonstop weiter nach Nördlingen. Inzwischen war es angenehm warm geworden, der Morgen war doch noch recht frostig gewesen. Wir parkten außerhalb der Stadtmauern und machten uns auf den Weg in die wunderschöne Innenstadt mit ihren Fachwerkhäusern:

Eine Karte der Altstadt Nördlingens.

Die St.Georgskirche mit dem Turm „Daniel“, der schon von Weitem zu sehen ist.
Das Innere der Kirche.

Im Anschluss an die Besichtigung der Kirche, die sehr sehenswert ist, wollten wir zu unserem Hauptziel, der Stadtmauer. Man kann um den ganzen Stadtkern von Nördlingen auf der Mauer herumlaufen, 2,6 km, das ist echt cool! Neben der überdachten Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert (die einzige in Deutschland, die komplett um eine Stadt herumgeht) sind auch die Ausblicke von dort oben faszinierend, so dass ich jede Menge Fotos machte, von denen ich euch nur ein paar zeigen will:

Die Stadtmauer, die wir dank Corona und normalem Wochentag fast für uns alleine hatten.
Zwei Touristen auf der Stadtmauer.
Die Stadtmauer mit einem der Türme von außen.
Kleinstadtidylle nahe der Stadtmauer an dem kleinen Flüsschen Eger, das durch Nördlingen fließt.

Nach der langen Besichtigungstour stärkten wir uns erstmal mit Krapfen und Kaffee, bevor wir uns auf den langen Heimweg machten. Wir legten noch einen kurzen Zwischenstopp in Wemding ein, damit Paddy sehen konnte, für welche Stadt ich 14 Jahre lang Bundesliga-Judo gekämpft habe – und natürlich die Orte, wo wir trainiert und gefeiert haben 😉

Am Marktplatz von Wemding – links das historische Rathaus.

Die nächste Radtour folgte schon einen Tag später: zusammen mit Claudi radelten wir am Main entlang nach Seligenstadt, nahmen die Fähre auf die andere Seite, sahen uns die historische Altstadt an und genossen ein Eis in der Sonne, bevor wir frisch gestärkt wieder den Rückweg der 20 km-Tour antraten. Wenn das so weitergeht, wird Paddy noch ein richtig fitter Radfahrer! 🙂

Die drei Radfahrer am Fähranleger, im Hintergrund die Einhard-Basilika.
Die Kirche von der Stadt aus.
Wunderschöne Fachwerkhäuser in der historischen Altstadt.
Paddy und Claudi mit ihrem (und meinem) wohlverdienten Eis – der Kiwi natürlich mit dem Kiwi-Eisbecher 😉
Der Beweis: Paddy auf dem Fahrrad am Fähranleger.

Am 29.04. war mein Geburtstag, und wie schon letztes Jahr war eine richtige Feier mit all meinen Freunden wegen Corona nicht möglich. Aber immerhin konnten wir ganz legal zu viert ein wenig feiern, da wir ja gerade zu viert in einem Haus wohnen. Zur Feier des Tages backte Paddy mir einen Carrot Cake, der absolut genial geschmeckt hat – nur die Glasur hat nicht so gut geklappt, die war zu flüssig und zu süß, so dass wir sie dann einfach wegließen, der Kuchen hat sie aber auch nicht wirklich gebraucht!

Paddy beim Kuchenbacken.
Das war das Ergebnis, mit dem mißglückten Frosting daneben.
Und so sah das dann auf meinem Geburtstagsteller aus – bevor ich das Frosting drüber gekippt hab (siehe Titelbild). Der Kuchen war echt der Hammer!

Außerdem dachten wir, wir gönnen uns abends asiatisches Take Away, aber das war leider nicht so der Hit. Egal, wir hatten ja genug Kuchen ;-). Um unsere voll gefressenen Bäuche wenigstens ein bisschen zu bewegen, ging es dann in den Hobbykeller, wo wir die halbe Nacht mit Darts und Kicker verbrachten – also alles in allem ein sehr cooler Geburtstag trotz Corona!

Die Geburtstagsgesellschaft vor der Dartscheibe.

Einen Tag später besuchten wir zusammen mit meinem Vater meine Tante und meine Oma in dem Örtchen (und dem Haus), in dem ich die ersten neun Jahre meines Lebens verbracht habe. Dort genossen wir (mal wieder) Kaffee und (Geburtstags-)Kuchen und verbrachten ein paar schöne Stunden zusammen. Wer weiß, wie oft das noch geht – meine Oma wird im Oktober 103 Jahre alt!

Familie Franz: ich, Tante Loni, Oma und mein Vater.
Die „Jungen“ an diesem Tag: Monika, die Krankenschwester meiner Oma, Paddy und ich.

Der 1.Mai verlief dieses Jahr recht ruhig, da Treffen mit anderen Leuten ja nicht wirklich geht. Aber wir waren für einen Tag Dogsitter und hatten den hübschen Mischlingshund Bertie von Claudis Freunden da, das war ein Spaß! Paddy schloss sofort Freundschaft mit ihm:

Paddy, der Hundeflüsterer 🙂
Paddy und Bertie beim Ballspielen.
Paddy, Claudi, Thorsten und Bertie beim Spaziergang im Wald.

Neben all den schönen Unternehmungen arbeiten wir aber auch ab und zu mal was. In den letzten Tagen gab es zwei Projekte: zum einen die Steine im Garten vom Dreck befreien und die Fugen neu sanden, zum anderen die Wand der zukünftigen Küche unterm Dach spachteln, womit wir aber gerade erst angefangen haben, das wird also noch ein paar Tage dauern:

Claudi und Paddy beim „Saubermachen“.
Paddy spachtelt die Ecke.
Das Spachtelteam bei der Arbeit.

So, das wars mal wieder von uns aus Kleinostheim. Ich halte euch weiter auf dem Laufenden über all unsere Unternehmungen, Paddy’s Fortschritte in Deutsch („Dinkel-Mandarinen-Streusel-Kuchen“) und alles andere Wichtige. Bis zum nächsten Blog! Machts gut und bleibt gesund!

Eure Susi

Discovering Germany together

Hallo liebe Leser, endlich komme ich mal wieder zum Schreiben – trotz der Tatsache, dass wir beide im Moment nicht arbeiten, war uns in den letzten Wochen nicht langweilig 😉

Paddy ist eifrig dabei Deutsch zu lernen, jeden Tag ein bisschen Duolingo und alles was er sonst von Claudi, Thorsten und mir noch aufschnappt. Zahlen und Wochentage klappen schon sehr gut, diverse Gerichte kennt er mit deutschem Namen und vor allem alles, was es beim Bäcker gibt, lernt er sehr schnell. Sein Lieblingswort ist gerade „Rhabarber“ oder noch besser „Rhabarber-Streusel-Kuchen“ 🙂

Da wir im Moment nicht viel für das Visum tun können, nutzen wir unsere gemeinsame Zeit, um ein wenig die nähere Umgebung zu erkunden. Zum Glück haben wir uns ja letzten Monat ein Auto zugelegt, so dass wir mobil sind. Inzwischen haben wir uns diverse sehenswerte Städte und Städtchen angeschaut, unter anderem waren wir in Lohr, Miltenberg und Gemünden. Hier ein paar Eindrücke:

Das Schloss in Lohr.
Die Lohrer Altstadt.
Interessanter Brunnen in Miltenberg.
In Unterfranken hat man anscheinend auch Humor 😉
Die Altstadt von Miltenberg.
Blick über Miltenberg und den Main.
Burgruine Scherenburg in Gemünden.
Zwei Touristen in Gemünden.
Die Altstadt in Gemünden.

Einen Tag haben wir in Frankfurt verbracht, mit Claudi als unserer ortskundigen Stadtführerin, da sie sehr lange in Frankfurt gearbeitet hat. Ich kenne Frankfurt noch ein bisschen von meiner Fußballzeit und von meinem Sportstudium, aber für Paddy war es völlig neu! Die ganzen Wolkenkratzer lassen Frankfurt doch ganz anders aussehen als München. Leider hatten wir mit dem Wetter nicht so viel Glück, es war bewölkt und wegen des Windes ziemlich kalt, so dass wir nach einem Dreiviertel Tag Stadtbesichtigung zu Fuß völlig verfroren wieder heim kamen. Aber es war ein toller Tag, und Frankfurt ist absolut sehenswert – auch wenn man gerade wegen Corona nicht viel machen kann. Aber seht selbst:

Paddy und ich vor der Goethestatue am Goetheplatz.
Wolkenkratzer in Mainhatten...
… und aus etwas anderer Perspektive.
Zwischendurch gibt es immer mal wieder alte Bauwerke wie hier die Hauptwache…
… oder die Alte Oper.
Auch der Spaß kam nicht zu kurz: Paddy posiert vor der Statue „Die Aufforderung zum Tanz“ – kaum ein Unterschied zu sehen 😉
Auch eine kulturelle Lehrstunde durfte nicht fehlen: Die deutsche (ähm schweizer) Schokoladenkultur ist definitiv besser als die Neuseeländische – auch wenn Paddy davon erstmal überzeugt werden muss (verstörenderweise findet er, dass „Whittaker’s“ die beste Schoko der Welt ist…).

Architektonisch ist das Kaufhaus „Die Zeil“ eine echte Sehenswürdigkeit, wir sind dort fasziniert eine Ewigkeit rumgelaufen und haben unzählige Bilder gemacht. Hier eine Auswahl:

Die Fassade von außen von der Fußgängerzone aus.
Der Blick nach draußen durch das „Loch“.
„Die Zeil“ innen.
„Die Zeil“ innen.
Der „Römer“, der historische Part von Frankfurt…
… mit dem berühmten Rathaus, auf dessen Balkon sich erfolgreiche Sportler immer feiern lassen – quasi der Marienplatz von Frankfurt 😉
Liebesschlösser auf dem „Eisernen Steg“.

Ein paar Tage später und bei weitaus schönerem Wetter verbrachten wir einen Tag in Würzburg. Obwohl Würzburg nur 80 km von Aschaffenburg entfernt ist, und ich natürlich schon ein paarmal da war, wusste ich nicht, wie viel es dort zu sehen gibt! Es war ein toller Tag, und dank des sonnigen Wetters sehen auch die Fotos deutlich besser aus als die von Frankfurt.

Paddy und ich mit der Festung Marienberg im Hintergrund.
Die Wallfahrtskirche Käppele durch einen Torbogen auf dem Weg durch die Weinberge zur Festung gesehen.
Festung Marienberg.
Festung Marienberg mit Käppele im Hintergrund.
Alter Turm und Kirche im Inneren der Festung.
Ausblick über Würzburg, die alte Mainbrücke und den Main.
Marienkapelle in der Innenstadt.
Der „Große Gefesselte“ und der kleine Kiwi am Kiliansplatz.
Die Residenz – unglaublich riesiger Bau mit tollem Park!

Nach unserer Rückkehr musste daheim dann natürlich auch ein echter Würzburger Bocksbeutelwein probiert werden – gar nicht mein Geschmack, aber Paddy fand ihn nicht so übel.

Es soll hier aber nicht den Anschein erwecken, dass wir uns nur vergnügen – nein, wir arbeiten auch hin und wieder etwas! Zum Beispiel war an einem Samstag Holzmachen angesagt. Für mich war das das erste Mal – hat echt Spaß gemacht, ich mag körperliche Arbeit an der frischen Luft, und Paddy war ganz in seinem Element! Schließlich hat sein Haus in Neuseeland keine Zentralheizung, sondern wird ausschließlich mit Kaminen geheizt, d.h. er muss jedes Jahr ordentlich viel Holz machen, damit es im Winter wenigstens halbwegs warm ist. Hier ein paar Eindrücke:

Freunde von Thorsten mit Paddy bei der „Morgenbesprechung“, bevor es losging.
Der geschlagene Baum musste erstmal entastet werden, bevor er per Traktor rausgezogen werden konnte.
Dann wurde er fachgerecht in 1-Meter lange Stücke zersägt…
…die dann mithilfe einer Spaltmaschine in kleinere Stücke gespalten wurden (hier Thorsten und Paddy bei der Arbeit)…
… bevor sie in Kamingerechte 30 cm-Stücke zersägt wurden.
Danach musste das Holz nur noch mittels Flaschenzug durch das Loch in das Dach der Garage gebracht…
… und dort gestapelt werden.

An einem der ersten richtig schönen Tage letzte Woche (bzw. an zwei) strichen wir Claudis Zaun neu – von dunkelbraun zu schwedenrot! Natürlich musste er vorher demontiert und abgeschliffen werden, bevor wir ihn streichen, danach trocknen und wieder zusammenbauen konnten. Aber das Ergebnis kann sich echt sehen lassen!

Paddy beim Abschleifen der Bretter.
Danach wurde gestrichen – schwedenrot.
Und das ist das Ergebnis 🙂

Neben unseren Sightseeingtouren und ein paar Arbeitseinsätzen gibt es aber auch viel Zeit für Vergnügungen: Wir kochen und backen viel gemeinsam, und haben schon einige feucht-fröhliche Spieleabende miteinander verbracht. Dank Dominoes kann Paddy die deutschen Zahlen schon echt gut! Und natürlich machen Paddy und ich wieder zusammen Musik. Ich werde demnächst bestimmt mal wieder eine Kostprobe hier posten 🙂

Paddy beim Gitarrespielen.
Indischer Abend: Dal mit selbstgemachtem Naanbrot – soooo lecker!!!
Domino-Abend – meist gewinnt Thorsten.
Action am Kicker – so langsam werden wir beide besser, aber gegen Claudi und Thorsten haben wir (noch) keine Chance!
Claudi erteilt Paddy eine Lektion im Kickern.

So, das wars mal wieder von Paddy und mir. Ich wünsche euch einen schönen Wochenanfang, und bleibt gesund! Und natürlich dürft ihr gerne kommentieren 😉

Eure Susi

Ausflug nach München

Hallo liebe Leser, hier kommt gleich noch der nächste Blogbeitrag, nachdem ich gerade Zeit habe, weil Paddy zusammen mit Thorsten einen Baum aus dem Garten rausreißt und zerlegt 😉

Walter und Elli hatten uns eingeladen, Ostern mit ihnen in München zu verbringen, und da Elli gerade schwanger ist und ich außerdem ein bisschen Corona-paranoid und in Sorge um Paddy bin, gingen wir einen Tag vorher zum Corona-Test, zum Glück negativ. Und so machten wir uns am Donnerstag auf den Weg Richtung Süden. Da es frühlingshaft warm und sonnig war, beschlossen wir, auf dem Weg etwas Sightseeing zu machen und über Mespelbrunn und das Wasserschloss zu fahren. So bekam Paddy einen Eindruck von den kurvigen Straßen durch den Spessart, was ihn gleich sein Motorrad herbeisehnen ließ. In Mespelbrunn angekommen, mussten wir leider feststellen, dass der Besuch des Schlosses wegen Corona nicht möglich war und zusätzlich auch noch renoviert wird. Aber es war trotzdem einen Besuch wert:

Schloss Mespelbrunn, leider momentan (wie so vieles) gesperrt. Deshalb ging es auch nicht näher heran.
Die Begräbniskirche thront hoch über dem Ort Mespelbrunn.
Froschteiche vor dem Schloss Mespelbrunn: Man konnte von der Straße aus hunderte von Fröschen bzw. Kröten im Wasser sehen.
Dafür mussten sie sich aber erstmal auf die gefährliche Reise über die Straße machen. Man konnte zig Kröten wie diese beiden dabei beobachten, und überall raschelte es im Gebüsch.

Nach unserem kurzen Abstecher in den Spessart ging es ohne Unterbrechung weiter nach München. Dort wurden wir schon sehnlichst von Elli und Hund Santos erwartet und wie sich das für eine echte Italienerin gehört, gab es Pizza zum Abendessen.

Leider war das Wetter umgeschlagen, und der nächste Tag war ziemlich kalt und windig. Trotzdem beschlossen wir, einen Ausflug zum Tegernsee zu machen, um Paddy unsere schöne Bergwelt zu zeigen – dummerweise konnte man eben diese wegen der tief hängenden Wolken leider nicht sehen… der Ausflug war aber trotzdem schön.

Eine Autofahrt, die ist lustig, eine Autofahrt, die ist schön… Walter, ich, Paddy und Elli auf dem Weg nach Tegernsee.
In Rottach-Egern am südlichsten Zipfel des Tegernsees bot sich uns diese „Aussicht“ – immerhin konnte man die Berge erahnen.
So ungemütlich sah es zeitweise über dem See aus…
Aber wir ließen uns die gute Laune nicht verderben 🙂
Dieser nette Herr passte auf Santos auf, solange wir mit fotografieren beschäftigt waren.

Am nächsten Tag starteten wir erstmal mit einem Weißwurstfrühstück (ohne Bier) in den Tag.

So gestärkt widmeten wir uns danach einem weiteren Sightseeing-Highlight, dem Schloß Nymphenburg. Leider war auch an diesem Tag das Wetter nicht das Beste, was uns aber nicht davon abhielt, uns an der argentinischen Eisdiele ein leckeres Eis zu holen.

Schloß Nymphenburg vom Park aus gesehen.
Vier durchgefrorene „Touristenund ein desinteressierter Santos.
Aber Eis geht zum Glück auch bei Kälte 🙂

Am Samstagabend waren wir bei Frank und Julia zum Essen eingeladen. Frank hatte Flammkuchen und als Nachtisch Tiramisu gemacht und dazu gab es leckeren argentinischen Wein von Walter. Es war ein echt schöner Abend!

Elsässer Flammkuchen.
Leider kein sehr gutes Foto von uns vieren – zuviel Wein 😉

Am Ostersonntag lachte dann endlich die Sonne vom Himmel und es wurde angenehm warm auf Walters Balkon, so dass wir an unserem ursprünglichen Plan zu grillen festhalten konnten. Es war sooooo lecker!! Neben selbst gemachten Würstchen gab es natürlich Steak, gefüllte Paprika, Kartoffeln, Mais und gegrillten Käse, und wiedermal überfraßen wir uns maßlos! Walters Mutter kam auch dazu, und so hatten wir eine coole internationale Runde mit zwei Argentiniern, einer Italienerin, einem Neuseeländer und einer Deutschen beisammen, in der munter in drei verschiedenen Sprachen geredet wurde.

Grillmeister Walter vor seinem selbstgebastelten Megagrill.

Mit unseren vollgefutterten Bäuchen reichte es nur noch zu einem Besuch in Walters Lager, um unsere Weinvorräte aufzustocken:

Sooooo viel leckerer Wein!!!
Walter und Paddy in Walters Büro auf der Clubcouch.
Unsere Auswahl an Rotweinen, die wir mit zurück nach Kleinostheim nehmen wollten.

Wir verbrachten noch einen schönen ruhigen Filmabend miteinander, bevor es am nächsten Tag ein kaltes Erwachen gab: Schnee!!!! Im April!!!!

So schaut ein Kiwi, wenn er Schnee sieht.

Zum Glück war das alles weggetaut, bis wir uns nach dem Frühstück gemütlich auf den Heimweg machten. Das wäre mit Sommerreifen kein Spaß gewesen! Es waren ein paar sehr coole Tage mit Walter und Elli, und auch super, dass wir Frank und Julia noch treffen konnten! Vielen Dank für die schönen Tage! Wir revanchieren uns dann hoffentlich mal in Neuseeland für eure Gastfreundschaft!

Jetzt sind wir zurück in Kleinostheim, Paddy und Thorsten sind fertig mit Baum-Ausreißen und nun geht es in die Sauna!!! Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende! Und lasst ruhig mal was von euch hören!

Liebe Grüße – auch von Paddy!

Zusammen die neue Heimat kennenlernen :-)

Hallo liebe Leser, endlich komme ich mal wieder zum Schreiben. Paddy ist jetzt schon fast drei Wochen hier, und wir genießen jede Minute zusammen, schließlich haben wir ganz schön was aufzuholen 😉

Gleich in der ersten Woche kümmerten wir uns hauptsächlich darum, uns hier einzugewöhnen und alles Organisatorische zu erledigen: Anmeldung auf der Gemeinde (wir sind jetzt also beide offiziell Kleinostheimer Bürger), gemeinsames Bankkonto einrichten, Nachsendeauftrag für Paddy’s Post stellen usw usw. Natürlich waren wir nicht nur damit beschäftigt, ganz viel Zeit verbrachten wir auch damit, uns wieder kennen zu lernen nach den 15 Monaten Getrenntsein. Es ist unglaublich schön, einfach Arm in Arm einzuschlafen, und aufzuwachen und sich an den Partner ankuscheln zu können – Dinge, die man für selbstverständlich hält, wenn man sie hat. Im Moment verbringen wir noch fast jede Minute zusammen, ohne dass wir voneinander genug kriegen, und selbst so normale Sachen wie gemeinsam zum Bäcker oder zum Einkaufen zu gehen, sind etwas Besonderes. Ich glaube, das ist schwer zu verstehen, wenn man nie so lange getrennt war, aber ich kann euch sagen, es ist unglaublich schön!

Da ich gerade nicht arbeite, haben wir auch viel Zeit, unsere neue Heimat kennen zu lernen, was wir auf diversen Spaziergängen in und um Kleinostheim ausgiebig tun. Hier ein paar Eindrücke:

Frühling in Kleinostheim.
Alles blüht, trotz Kälteeinbruch zwischendrin.
Vorgarten in Kleinostheim – wir haben ihn den „Butt garden“ getauft 🙂
Interessant, was manche Leute alles in ihrem Garten haben – dieses Exemplar ist sowas wie ein Wimmelbild, man findet immer wieder neue Dinge, die man vorher noch nicht gesehen hat.
Auch die Zäune hier können sehr interessant sein.
Paddy versucht sich auf dem Balancierbalken.
Auch der Main ist nicht weit weg und lädt zum Spazierengehen ein.
Am liebsten bin ich jedoch im Wald unterwegs – hier steht Paddy noch im relativ grauen Winterwald. Inzwischen fängt es aber das Grünen an.
Coole Idee!!!

Auch unsere ersten kurzen Radtouren haben wir schon hinter uns. Paddy hat Thorstens altes Rad bekommen und hergerichtet, so dass wir auf eine erste Tour zur Schleuse und zurück fahren konnten, erstmal zum Eingewöhnen für Paddy’s Hintern und Beinmuskulatur 😉

Ich, Paddy und Claudi bei schönstem Frühlingswetter unterwegs zur Schleuse.
Die Schleuse – leider kam gerade kein Schiff.

Wir fühlen uns sauwohl bei Claudi und Thorsten und unternehmen viel zusammen. Aber wenn wir (oder sie) ungestört sein wollen, ist das auch kein Problem, dann verziehen wir uns einfach in unser Reich im dritten Stock. Einmal pro Woche genießen wir die Sauna, selbstverständlich mit Kickern, Darts spielen und Nageln… da muss ich echt noch viel üben, um mit den anderen mithalten zu können…

Claudi und Thorsten beim Nageln.
Hier versuche ich mein Glück und Paddy beobachtet gespannt – zum Glück sieht man nicht, wie es endet…

Auch kochen und vor allem essen machen wir meist gemeinsam. So können Paddy und ich unsere Kochkünste aufpolieren – wir sind beide nicht so die Superköche. Aber unter der fachkundigen Anleitung von Claudi und Thorsten gab es unter anderem schon Kaiserschmarren und Kürbiskernsuppe, und auch an Brot haben wir uns schon versucht. Das ist in Neuseeland auch dringend nötig, da es dort kein gutes deutsches Brot gibt (Paddy liebt die vielen Bäcker hier in Deutschland – der tägliche Gang dorthin ist Pflicht).

Selbstgebackenes Brot – echt lecker!!!
Paddy und Thorsten beim Kürbisschneiden für die Kürbissuppe.
Und hier das Resultat: Kürbissuppe mit gerösteten Kürbiskernen und argentinischem Rotwein, sehr lecker! Ach ja, und wir vier sind auch noch im Bild.

Da mein Vater jetzt quasi ums Eck wohnt, sind wir auch hier regelmäßig zu Gast. Am ersten wirklich schönen warmen Frühlingstag luden Elke und er uns zum Grillen ein:

Mein Vater am Grill – neben Steaks und Würstchen gab es auch Grillkäse und Gemüse.
Elke, mein Vater und Paddy vollgefuttert nach dem Essen auf der Terrasse.

Da Aschaffenburg nicht weit weg ist und Paddy sehen will, wo ich aufgewachsen bin, durfte natürlich eine Stadtbesichtigung dort nicht fehlen, und so zogen wir an einem schönen sonnigen Tag zu zweit los, um die Innenstadt zu erkunden. Sehr vieles hat sich in Aschaffenburg geändert in den letzten 27 Jahren, seit ich dort schon nicht mehr wohne, und so war es auch für mich eine Entdeckungstour, und manchmal auch ein bisschen eine Reise in meine Vergangenheit.

Paddy im Innenhof des Stadt- und Stiftsarchivs.
Die Stiftsbasilika – Teile davon sind über 1000 Jahre alt (Baubeginn war 975!!), der Großteil wurde im 12. und 13. Jahrhundert erbaut.

Das Innere der Stiftskirche.
Platz und Häuser vor der Stiftskirche.
Fachwerkhäuser am Dahlberg.
Innenhof des Schloss Johannesburg.
Pause auf der Mauer am Schloss über dem Main – sind wir nicht süß? 🙂

Einige Tage später fuhren wir zum Park Schönbusch, und Paddy war völlig fasziniert von dem großen Park und allem, was man dort so sieht. Es macht echt riesig Spaß, mit ihm Tourist zu spielen und Orte zu erkunden. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal im Schönbusch war. Das Titelbild stammt übrigens auch von dort – Paddy und ich vor dem Schloss Schönbusch. Hier noch ein paar mehr Bilder:

Die zur Zeit leider geschlossene Gaststätte + Biergarten gleich am Eingang.
Der Irrgarten, im Moment noch sehr grau und durchsichtig.
Der Kanal.
Paddy auf der Teufelsbrücke.

Damit es nicht so aussieht, als wären wir nur faul, zum Schluss noch ein paar Bilder von Paddy beim Arbeiten (von mir nicht, ich musste ja die Bilder machen ;-)). Glücklicherweise haben Thorsten und Claudi noch so einige Dinge am Haus bzw. im Garten zu tun, so dass ihm/uns sicher nicht so schnell langweilig wird. Er ist es echt nicht gewöhnt, nicht zu arbeiten – als Campingplatz-Besitzer gibt es keine freien Tage.

Paddy beim Rasenmähen – hier offenbarten sich große kulturelle Unterschiede zwischen Deutschen und Neuseeländern: Während es für den Deutschen frisch gemäht ist, würde der „Kiwi“ dann erst anfangen zu mähen, die Neuseeländer stehen auf sehr kurzen Rasen.

Auch die Terrasse musste hergerichtet werden: Thorsten wollte Lichter einbauen, und so musste sie erst teilweise demontiert, dann Löcher für die Lichter gemacht und diese eingebaut werden:

Claudi und Paddy bei der Demontage der Terrasse.
Thorsten beobachtet Paddy kritisch beim Löcherbohren.
Das Endergebnis 🙂

Das nächste Projekt war das Streichen des Dachgiebels. Da diese Woche die Solaranlage auf das Dach montiert werden sollte und deshalb sowieso ein Gerüst aufgebaut wurde, wollte Thorsten die Gelegenheit gleich nutzen, um den hölzernen Teil zuerst zu säubern und dann zu streichen. Aber zuerst musste natürlich Farbe gekauft werden – im Cabriolet 🙂

Claudi und ich „oben ohne“.
Unterwegs im Cabriolet – da schau ich aus wie das Kind unterwegs mit den Eltern.
Paddy beim Streichen.

Und so vergeht die Zeit wie im Flug, ohne dass uns langweilig wird oder wir genug voneinander haben. Leider können wir wegen Corona nicht so viel unternehmen bzw. so viele Leute treffen, wie wir gerne würden. An diese Situation muss sich Paddy erst gewöhnen – Maske tragen, Ausgangssperre, nicht einfach Shoppen oder in ein Restaurant gehen zu können oder Freunde zu treffen sind völlig neu für ihn, da das Leben in Neuseeland ganz normal und Covid-frei ist. Aber inzwischen ist auch sein erster Kontrollgriff, bevor er das Haus verlässt, in die Jackentasche, ob er eine Maske dabei hat – man gewöhnt sich an alles. Eigentlich war für dieses Wochenende ein Besuch bei meiner Schwester in Buxtehude geplant, aber da die Situation gerade so unberechenbar ist (Lockdown/kein Lockdown), haben wir beschlossen, das zu verschieben. Letztes Wochenende haben wir in München verbracht, aber dazu dann mehr im nächsten Blog.

Bis dahin macht es gut! Eure gerade sehr glückliche Susi!

Noch einmal schlafen…

Hallo liebe Leser, inzwischen habe ich mich schon ganz gut in meinem neuen Zuhause eingewöhnt. Ich genieße die Gesellschaft von Claudi und Thorsten sehr nach der Einsamkeit der letzten Monate. Und morgen gibt es endlich ein Wiedersehen mit Paddy, nach fast 15 langen Monaten!! Ich glaube nicht, dass ich heute nacht viel schlafen werde… Deshalb dachte ich mir, ich schreibe euch jetzt nochmal ein wenig was über die letzten Wochen hier, in den nächsten Tagen werde ich dazu sicher keine Zeit haben 😉

Da ich ja gerade nicht arbeiten muss, habe ich viel Zeit, meine neue Umgebung kennen zu lernen, was ich auf vielen Spaziergängen mit und ohne Claudi und einigen Laufrunden (mit mehr oder weniger Umwegen) ausgiebig tue. Ich hatte schon fast vergessen, wie schön der Spessart und der Main sind – auch wenn alles noch sehr wintergrau aussieht. Das Titelbild ist übrigens auch aus dem Kleinostheimer Wald – da hat irgendwer einen Baum einfach mit Osterhasen geschmückt.

Claudi und ich bei einem unserer ausgedehnten Spaziergänge.
Im Wald bei Kleinostheim.
Hier ist es ganz schön hügelig (auch wenn man es natürlich nicht mit den Bergen vergleichen kann), was das Laufen ganz schön anstrengend macht!
In der Rückersbacher Schlucht.
Am Waldrand.

Leider war das Wetter in den letzten zwei Wochen nicht wirklich schön bzw. meist recht kalt, aber trotzdem habe ich es mit einer Radtour am Main entlang nach Aschaffenburg und Seligenstadt geschafft, alles schön flach 🙂

Das Pompejanum in Aschaffenburg.
Schloss Johannesburg in Aschaffenburg.
Kurze Verschnaufpause – wie man sieht war es nicht sehr warm…
Mit der Fähre ging es dann über den Main nach Seligenstadt.
Kloster Seligenstadt.
Historische Altstadt in Seligenstadt.

Zum Wiederaufwärmen nach den Radtouren und Spaziergängen ist Sauna gerade das richtige, und ratet mal, was Claudi und Thorsten im Keller haben… Und so haben wir schon diverse Male sauniert und die Pausen zum Darten und Kickern genutzt, oder auch zum Essen. Die Sauna ist übrigens selbst gebaut und richtig luxuriös, mit wechselndem Farblicht und Musik! Echt cool! Da ich dank Corona schon bestimmt ein Jahr nicht mehr in der Sauna war, genieße ich das jetzt sehr!

Hier ist das Schmuckstück!
Die drei aus der Sauna – direkt nach einem Saunagang 🙂
Damit uns nicht kalt wurde, wurde zwischendrin entweder Dart gespielt (Claudi ist hier unschlagbar)…
… oder gekickert, hier ist Thorsten der Spezialist, sehr zum Ärger von Claudi.
Ich bin dafür ziemlich gut in dieser Aktivität hier – Essen und Trinken 😉

Auch an Nicht-Sauna-Tagen lassen wir es uns kulinarisch gut gehen und essen eigentlich immer zusammen, wie eine richtige kleine Familie (sagt Claudi immer):

Lecker Abendessen mit Wildschweinbratwürstl, Kartoffelbrei und Spinat.
Oder auch mal selbstgebackenem Walnussbrot.

An einem Abend besuchten wir Uli und seine Freundin Sandra in Schaafheim zu einem Spieleabend, was ja eigentlich gar nicht mein Ding ist, aber was tut man nicht alles, um einen Freund nach Jahren mal wieder zu sehen. Uli und ich kennen uns schon sehr lange, wir haben uns vor 30 Jahren den ein oder anderen Kampf auf der Judomatte geliefert – lang lang ist’s her!

Claudi, Thorsten, Sandra und Uli am Anfang des Abends, noch ohne Spiele.
Da durfte auch das typische Getränk für diese Gegend nicht fehlen – Äppler.

Auch meinen Vater kann ich jetzt öfter mal auf einen Kaffee besuchen. Das erste Mal bin ich sogar zu ihm gewandert, was ca 8 km durch den Wald sind, eine wunderschöne Wanderung! Danach wurde ich mit Elke’s selbstgebackenen Kuchen und Kaffee in der Sonne auf der Terrasse verwöhnt.

Elke und mein Vater auf der sonnigen Terrasse.

Ein weiteres Highlight war der Friseurtermin, den ich zum Glück rechtzeitig vor Paddy’s Ankunft hier ergattern konnte – endlich wieder ein halbwegs guter Haarschnitt, endlich ist die ganze Wolle wieder weg! Aber so ganz glücklich bin ich nicht, das nächste Mal probier ich einen anderen Friseur aus. Leider ist es nur für einen Haarschnitt nach München echt zu weit! Ich wusste schon, was ich an Elisa hatte… (Liebe Grüße auf diesem Weg!).

So sehe ich jetzt aus, außer dass ich hoffentlich nicht immer so doof gucke 😉

Für Paddy’s Einzug ist auch schon alles vorbereitet: Platz im Schrank für die Klamotten ist geschaffen (ich hab ja eh nicht mehr viel), der Mietvertrag ist fertig und muss nur noch unterschrieben werden, das Meldeformular für die Anmeldung ebenso und es stehen sogar unsere Namen schon am Briefkasten – ihr könnt uns also ab jetzt fleißig schreiben 🙂

Jetzt sind es nur noch 15 Stunden, bis er in Frankfurt landet! Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich morgen endlich wieder in seinen Armen sein werde! Im Moment sitzt er im Flugzeug nach Dubai, und da es quasi fast leer ist, kann er sich über 4 Sitze ausstrecken und schlafen. Wahrscheinlich kommt er morgen ausgeruhter hier an als ich es sein werde… ich glaube nicht, dass ich heute viel schlafen werde, ich bin schon soooo aufgeregt!!! Er hat mir von unterwegs ein paar Bilder geschickt, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Seine Schwester Aileen und Paddy am Flughafen in Napier, kurz vorm Abflug nach Auckland.
Der internationale Flughafen Auckland – nichts los während der Pandemie! Es gibt heute nur 6 Flüge.
Tote Hose auch im Flugzeug nach Dubai – jede Menge Platz, um sich auszustrecken, Corona sei Dank!

So, das wars erstmal für heute. Ich werde jetzt versuchen, ein bisschen zu schlafen, damit die Augenringe bei unserem Wiedersehen nach über einem Jahr nicht gar so tief sein werden… Ich melde mich mit Neuigkeiten von Paddy und mir, wenn wir uns wieder mit anderen Dingen außer uns beschäftigen können – für die nächsten Tage (Wochen?) ist erstmal Zweisamkeit-Genießen angesagt 🙂

Bis dahin macht es gut und bleibt gesund!

Eure Susi

Goodbye Freising – hello Kleinostheim

Hallo liebe Leser, dieses Mal schreibe ich euch schon aus meinem neuen Zuhause in Kleinostheim bei Aschaffenburg, also meiner alten Heimat. Letzten Montag hieß es mal wieder Abschied nehmen, dieses Mal von Freising, meinem Zuhause für die letzten 5 Monate. Inzwischen habe ich in der 8-monatigen Wartezeit auf das Visum und die Chance, endlich mit Paddy zusammen in Neuseeland zu wohnen, mein viertes Heim bezogen: nach dem Auszug aus meiner Wohnung in München folgte Lochhausen, dann Freising und jetzt Kleinostheim. Da fühlt man sich schon ein wenig entwurzelt und heimatlos…

Die letzten drei Wochen in Freising vergingen wie im Flug, mit Arbeiten, Umzug vorbereiten und noch ein paar Leute treffen. Da das Wetter zwischendurch echt frühlingshaft wurde, nutzte ich meinen freien und sonnigen Tag für die erste Radtour dieses Jahr, 30 flache Kilometer nach Neufahrn, zum Eingewöhnen. Hier ein paar Eindrücke:

Am Tag darauf fuhr ich mit dem Zug nach Aschaffenburg, um mein Rad schonmal hinzubringen und Paddy’s und mein neues Auto für den Umzug nach Freising zu fahren.

So sah es morgens bei dem Blick aus meinem Fenster aus, Nebelsuppe, wie so oft in Freising!
Kaum war ich aus Freising draußen, herrschte schönster Sonnenschein, so dass ich die Zugfahrt richtig genießen konnte.
Mein Radl hatte seinen eigenen Platz ganz allein 🙂
Paddy’s und mein neues Auto – ist schon cool, wieder mobil zu sein! Auch die Autofahrt zurück nach Freising genoß ich, die Straßen waren leer.

In meiner letzten Woche in Freising schaffte ich es trotz Arbeit und Umzug sogar noch, Micha zu einem ausgiebigen Brunch zu besuchen. Wir kennen uns von vor 20 Jahren, als ich Ausbildung in Freising machte und sie auf der kardiologischen Station im Krankenhaus arbeitete. Leider blieben wir nicht in Kontakt, dafür war die Freude dann umso größer, als wir uns im Krankenhaus zufällig wieder trafen! Wir machten gleich ein Frühstücks-Date aus und so fuhr ich am Montag mit dem neuen Auto zu ihr nach Zolling:

Micha und ich – bis auf ein paar Fältchen (und das ein oder andere Kilo mehr in meinem Fall) haben wir uns nicht viel verändert!
Mega-Frühstück!!! Micha fuhr alles auf, was das Haus zu bieten hatte, so dass ich an diesem Tag nichts mehr essen musste 😉
Micha und Schmusekatze Paula auf der Terrasse – wir hatten richtig Glück mit dem Wetter, schönster Sonnenschein bei relativ warmen Temperaturen für Februar!

Auch von Mechthild, mit der ich vor 20 Jahren zusammen Ausbildung gemacht habe, konnte ich mich noch persönlich bei einer gemütlichen Tee-Runde verabschieden:

In der letzten Woche ging es dann an die Vorbereitungen für meinen Umzug. Da ich bis einschließlich Sonntag arbeiten musste, musste das nach/vorm Dienst passieren, was aber mit meinen drei Habseligkeiten, die ich noch übrig habe, nicht weiter schwer war… Ich sortierte mal wieder aus, verschenkte ein paar Dinge und verpackte den Rest in meine Trainingstaschen, die ich am Sonntag schon ins Auto lud, damit ich Montag früh nach der Schlüsselübergabe gleich losfahren konnte:

So sah es aus, nachdem meine Sachen größtenteils gepackt und die Bilder abgehängt waren.
Und das ist mein Zimmer frisch geputzt und leer zur Schlüsselübergabe – fertig für den Nächsten.
Ready to go – all meine Habseligkeiten passen locker ins Auto.

Und dann hieß es Abschied nehmen von meinen Kollegen der Intensivstation im Krankenhaus Freising, die ich in den letzten 5 Monaten lieb gewonnen habe. Die ganze Woche nahm ich mein Handy mit zur Arbeit, das ich eigentlich sonst Zuhause lasse, und machte so viele Bilder wie möglich. Es war schon ein komisches Gefühl, nach so kurzer Zeit und jetzt, wo ich mich so langsam wieder an die Arbeit auf Intensiv gewöhnt hatte, zu gehen. Ich war sehr gerührt von den vielen guten Wünschen und netten Worte meiner Kollegen, die allesamt verstanden, warum ich schon wieder gehe, und die mir nur das Beste für Paddy’s und meine Zukunft wünschten. Ich werde sie (und sicher auch die Arbeit) vermissen!! Auf diesem Weg nochmal Danke für eine tolle Zeit bei euch!!! Und machts es gut! Ich hätte mich gerne noch von allen verabschiedet, aber leider habe ich einige nicht mehr gesehen – auch für euch, Hildegard, Katharina, Dani, Pia, Kathrin, Rita, usw usw, alles Gute noch und danke! 🙂

Hier eine kleine Auswahl an Bildern von meinen Arbeitskollegen und mir:

Mit diesem Bild sollte ich mich locker für den Haka-Tanz der Maori in Neuseeland qualifizieren… Bianka und ich, ein klein wenig crazy 😉
Das macht die Arbeit auf Intensivstation mit dem Pflegepersonal! Marilena und ich.
Die drei von der Intensivstation – Werner, ich und Julian.
Nicht ganz Corona-konform ohne Maske… Kademsha, Wiktorija, Jamila und ich in der Küche.
Bianka, Burkhard und ich.
Senada und ich – zwei von den vier Leuten, die im Oktober auf Intensiv angefangen haben.
Feierliche Abschiedsgeschenk-Übergabe: die vier „Neuen“ (seit Oktober) ich, Senada, Celine und Marilena und Wiktorija.
Meine Kollegen sind soooo nett – das waren die Abschiedsgeschenke!! Ich war völlig von den Socken, weil ich damit überhaupt nicht gerechnet hatte, schließlich war ich ja nur ganz kurz da. Ich war sehr gerührt! Danke nochmal an alle!!!

Am Montag, den 01.03., stieg ich also, nach einem letzten Blick in mein nun leeres Zuhause für die letzten 5 Monate, ins Auto und fuhr Richtung alte Heimat, Aschaffenburg, und daran vorbei nach Kleinostheim, in mein (und Paddy’s) neues Zuhause, wo ich schon sehnlichst von unseren Vermietern und Freunden Claudi und Thorsten erwartet wurde:

Claudi, Thorsten und ich direkt nach meiner Ankunft.

Claudi hatte in den letzten Wochen alles für Paddy und mich vorbereitet und unser neues Heim fertig gemacht und gemütlich eingerichtet – es ist echt superschön geworden und Paddy und ich werden unsere Zeit hier sicher genießen!

Unser Wohn-/Schlafzimmer unterm Dach auf einen Blick.
Auch für Unterhaltung ist gesorgt, sollte uns mal langweilig sein – wovon ich eher nicht ausgehe 😉

Inzwischen bin ich jetzt schon ein paar Tage hier und genieße es sehr, dass ich nicht mehr die ganze Zeit alleine bin – ich bin wirklich kein Einzelgänger! Claudi und Thorsten sind tolle Gastgeber/Vermieter, total unkompliziert und sehr unterhaltsam und wir machen viel zusammen. Die beiden haben mich wieder voll auf den Geschmack gebracht, was Dominoes angeht, ein Spiel, das ich in meiner Zeit in der Karibik sehr oft gespielt hatte, jetzt aber schon ewig nicht mehr!

(Fast) allabendliche Domino-Runde, hin und wieder tatsächlich ganz karibisch mit Rum, wie sich das gehört!

Die beiden haben ein tolles Haus und eine richtig coole und gut ausgerüstete Küche. Zudem kocht Thorsten auch noch sehr lecker! Dieses Mal hat aber Claudi den Kochlöffel geschwungen und uns ein schnelles Essen zubereitet:

Nein, das ist kein Wein! Das ist nur Olivenöl in einer Weinflasche 🙂

In den nächsten Wochen, bis Paddy kommt, muss ich mich jetzt hier ein bisschen auskennen lernen und die besten Lauf- und Spazierstrecken finden. Davon gibt es hier zum Glück reichlich! Und nun mache ich allein oder auch mit Claudi die Gegend um Kleinostheim ein wenig unsicher, verlaufe mich auch mal im Wald und komme nach 6 statt geplanter 3 km-Laufrunde nach Hause zurück, aber wird schon… immerhin finde ich heim 😉

Claudi und ich bei unserem ersten Spaziergang in und um Kleinostheim rum.

Aus Neuseeland gibt es nicht viel Neues. Auckland hatte mal wieder einen Lockdown, nachdem 1 (!) Person positiv getestet wurde, und auch das restliche Land musste wieder in einen Lockdown Level 2 gehen, was aber lediglich bedeutet, dass es keine Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen geben darf. Paddy ist fleißig am Vorbereiten für seinen Umzug nach Deutschland – Inlandsflug nach Auckland ist gebucht, Info über Covid-Test vor Abflug eingeholt, jetzt muss nur noch gepackt und FFP2-Masken gekauft werden… ach ja, und die nächsten 16 Tage rum gehen. Am 21.03. geht die Reise für ihn los, am 22.03. kommt er hier an – in 17 Tagen halten wir uns nach fast 15 Monaten endlich wieder in den Armen!!! Ich kann es kaum noch erwarten! Ich hoffe, ab jetzt geht wirklich alles gut! Was für eine crazy Geschichte mit uns beiden!! Hier noch ein Bild von Paddy aus Neuseeland:

Paddy und seine Band „The Monotones NZ“ bei einer Bandprobe vor ihrem Auftritt kommenden Sonntag.

So, jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten Stand! Ich freue mich über jeden Kommentar, jede WhatsApp, jede email, also lasst ruhig was von euch hören! Und während ich auf Paddy warte, werde ich noch ein bisschen chillen 🙂

Liebe Grüße!

Eure Susi

Neuigkeiten (noch) aus Freising

Liebe Leser, heute gibt es tatsächlich mal ein paar Neuigkeiten zu berichten: Paddy hat seinen Flug gebucht, in 39 Tagen halten wir uns endlich wieder in den Armen, yayyyy!!!! – wenn alles gut geht… Wir haben also (mal wieder) einen Countdown, und das fühlt sich sooo viel besser an als die Warterei ohne ein Ende in Sicht. Also drückt uns fleißig die Daumen, dass es wirklich klappt und nicht wieder Grenzen geschlossen oder Flüge gecancelt werden… Ich glaube es wirklich erst, wenn ich ihn in meinen Armen halte, zu viel ist im letzten Jahr schief gegangen. Ich kann es kaum noch erwarten, ihn endlich wieder zu sehen – inzwischen haben wir uns seit 402 Tagen nicht mehr gesehen…

Ist er nicht süß? Bin soooo froh, wenn wir endlich wieder zusammen sein können!!

Geplant ist, dass wir es, sobald er da ist, wieder mit einem EOI versuchen, in der Hoffnung, dann wieder ein Visum beantragen zu dürfen. Wenn alles optimal läuft, könnten wir bei erfolgreichem Visumantrag im Mai endlich nach Neuseeland fliegen. Es kann aber auch sein, dass sie das Visum erst genehmigen, nachdem wir ein paar Monate zusammen gelebt haben, deswegen werden wir in der Zeit hier so viel „Beweise“ wie möglich sammeln – Mietvertrag, Rechnungen auf unser beider Namen, Post an uns beide an die gleiche Adresse usw usw. Es bleibt also spannend… Aber das ist mir erstmal egal, wenn wir nur endlich wieder zusammen sind 🙂

Doch das sind nicht die einzigen Neuigkeiten: Ich habe meinen Job zum 28.02. gekündigt und werde in meine alte Heimat umziehen. Claudi und Thorsten, gute Freunde aus früheren Judozeiten (wir kennen uns schon 30 Jahre, echt krass!) haben uns angeboten, dass wir bei ihnen wohnen können, bis es mit dem Visum für mich klappt. Das ist so eine coole Lösung, und ich bin den beiden so dankbar dafür! Im Großraum München eine Wohnung zu finden ist nicht nur wahnsinnig teuer, sondern auch echt schwierig und zeitaufwändig, abgesehen davon, dass ich ja nicht einmal mehr Möbel besitze… Außerdem wissen wir auch nicht, wie lange wir auf das Visum warten müssen, und nach ein paar Wochen wieder ausziehen ist ja auch für einen Vermieter blöd. Ich freue mich jedenfalls riesig auf die beiden, auch weil es so allein in Freising doch ziemlich einsam ist in Coronazeiten. Und in den letzten Telefonaten schienen sich auch Thorsten und Claudi schon auf uns zu freuen. Lustigerweise haben die beiden Paddy letztes Jahr auf ihrer Neuseelandreise kennen und anscheinend lieben gelernt, nachdem sie einen gemeinsamen feucht-fröhlichen Abend bei ihm verbracht haben, den ich leider nur vom Skypen und Bildern mitbekommen habe.

Zum Glück gibt es gegen die Vereinsamung im Lockdown das Internet, wo wir Mädels es zumindest halbwegs regelmäßig schaffen, uns zu treffen. Und so kriege ich auch weiterhin mit, wie es in der Schule so läuft und was es neues an Gerüchten oder auch Fakten gibt. So ein bisschen fehlt mir die Schule und die Leute dort (zumindest manche) ja schon… allerdings nicht im Corona-Modus. Hier ein Eindruck von unseren Meetings, dieses Mal leider ohne Lena:

Sorry Mädels, das war das beste, was ich mit Screenshots während unseres letzten Treffens hingekriegt hab… wir sehen natürlich normalerweise viel besser aus 🙂

Letztes Wochenende war ich endlich seit langer Zeit mal wieder in München und habe das gleich für Treffen mit mehreren meiner Freunde hintereinander, also ganz Corona-Regel-konform, genutzt. Ich war nicht wirklich scharf darauf, mit den Öffentlichen zu fahren, aber die waren zu meiner Überraschung fast leer, wie auch der Bahnhof in München:

Zuerst ging es mit Laura und ihrem Sohn Mika zu einem Spaziergang in Giesing. Wir haben uns schon ewig nicht mehr gesehen, und so hatten wir uns einiges zu erzählen. War echt schön, sie mal wieder zu sehen!

Die stolze Mama! Eine strahlende Laura bei unserem Spaziergang mit Nachwuchs.

Danach ging es weiter nach Pasing, wo ich mich mit Walter und Elli traf. Wir besorgten uns leckere Rischart-Krapfen und wanderten zu ihnen nach Hause. Das war das erste Mal seit Anfang Dezember, dass ich mit Freunden drinnen zusammen war, und es war soooo schön!!! Ich hatte sicherheitshalber nochmal einen Test vorher gemacht, wobei ich zugeben muss, dass ich nach all der Zeit auf Intensiv mit immer negativen Tests und nun zusätzlich der Impfung doch deutlich entspannter bin. Und so verbrachten wir einen sehr schönen Abend mit lecker Pizza und Wein und einem Skype-Gespräch mit Paddy:

Der Bauchvergleich: Wer von den beiden ist schwangerer? 😉
Santos ist das alles ein bisschen unheimlich… er merkt schon, dass irgendwas anders ist oder bald sein wird…
Hmmmmm, leckere selbstgemachte Pizza!!!
Und der gute argentinische Wein durfte natürlich auch nicht fehlen – zumindest für Walter und mich.
Skypen zu viert: während Walter und ich schon ein wenig bedüdelt vom Wein waren (und Elli sich darüber lustig gemacht hat), war Paddy gerade erst beim Morgen-Kaffee.

Nach einem schönen Abend und einer Übernachtung bei Walter und Elli traf ich mich am nächsten Morgen mit Frank bei ihm zu Hause zum Brunch. Auch wir hatten uns seit vor Weihnachten nicht mehr gesehen, und so wurden erstmal Neuigkeiten ausgetauscht und dann ausgiebig gebruncht und vom Reisen geträumt bzw. über unser Sabbatical vorletztes Jahr geredet, und über Wanderungen, die wir dann in Neuseeland machen könnten, wenn Frank uns dort besuchen kommt. Wir hatten beide echt Fernweh!!

Leckerer Sonntags-Brunch!
Frank und ich – wer hat das strahlendere Lächeln? 🙂

Ansonsten gab es in den letzten Wochen nichts Aufregendes. In der Arbeit ist es gerade etwas ruhiger nach dem ganzen Stress der letzten Wochen und Monate, das fühlt sich jetzt ganz seltsam an. Aber wir genießen es, solange es so bleibt, auf einer Intensivstation kann sich das ganz schnell ändern. Leider habe ich seit vorletzter Woche Probleme mit meinem Handgelenk, so dass ich drei Tage nicht arbeiten konnte. Ich hoffe, das geht jetzt wieder, damit ich meine letzten 13 Arbeitstage auch noch wirklich arbeiten kann. Meine Stationsleitung war natürlich nicht so happy über meine Kündigung, aber er kann es verstehen, er kennt Paddy’s und meine Geschichte. Gestern habe ich es dann auch meinen Kollegen gesagt, die doch sehr überrascht waren, nicht darüber, dass ich gehe (das war den meisten schon klar), sondern über den frühen Zeitpunkt. Aber ich glaube, meine Beweggründe versteht jeder. Ich werde jetzt die letzten zwei Wochen nochmal genießen, wer weiß, wann und ob ich jemals wieder auf einer Intensivstation arbeite?!

Hier noch ein paar Bilder von einigen meiner zahlreichen Spaziergänge in und um Freising herum, mit verschiedenen Wetterbedingungen.

Tiefster Winter im verschneiten Wald.
Tauwetter am Freisinger Schlittenberg.
Kurzzeitig ein Hauch von Frühling, der ganze Schnee war weg!
Sonne und 12 Grad – da gehts mir doch gleich viel besser!! Man beachte: dünne Jacke, das erste Mal in diesem Jahr!
Dann gabs Sauwetter: Blick aus meinem Fenster aufs Krankenhaus.
Und jetzt ist der Winter wieder zurück, mit Schneetreiben und Temperaturen unter -10 Grad, iiiiigitt!!!

Diese Woche soll es so richtig kalt bleiben, bis -15 Grad in der Nacht und Höchsttemperaturen um -6 Grad, genau mein Wetter – nicht!!! Wie gerne wäre ich jetzt in Neuseeland, dort ist es gerade sommerlich warm/heiß. Zugegebenermaßen wäre mir das Wetter nicht das wichtigste… Hier ein cooles Sonnenuntergangs-Foto aus Neuseeland:

Und für alle Alpaka-Fans zum Abschluss noch ein Video über Paddy’s „Raubtier-Fütterung“:

Mit Ton anhören!

So, das wars mal wieder von mir. Ihr dürft gerne Kommentare hinterlassen, ich freue mich über jede Rückmeldung und jedes Lebenszeichen von euch. Bleibt gesund und lasst euch nicht von dem Lockdown oder dem Virus unterkriegen – es kommen auch wieder bessere Zeiten!

Eure Susi