Back in Munich

Am Samstag Vormittag brach ich zum letzten Teil meiner Heimreise auf, dem Flug von Auckland nach Bangkok und dann weiter nach München, beide jeweils 11-12 Stunden lang. Zum Abschied zeigte Auckland sich noch einmal von seiner schönen Seite, nämlich mit einem tollen Regenbogen über dem Flughafen:

Etwas wehmütig stieg ich in meinen Flieger nach Hause, jetzt war mein Sabbatjahr tatsächlich rum! Fast ein ganzes Jahr des Reisens war irgendwie wie im Flug vergangen, ich habe tolle Landschaften gesehen, tolle Menschen kennengelernt und in fremde Kulturen hinein geschnuppert. Da kann man dann schonmal ein bisschen schwermütig werden – zumal ich ja im Moment auch keine Ahnung habe, wann ich Paddy wiedersehen werde, der mir jetzt schon sehr fehlt!

Doch je näher ich München kam, desto mehr freute ich mich auch auf daheim – meine Freunde wiederzusehen und generell wieder in meiner Lieblingsstadt zu Hause zu sein. Und so stieg ich gut gelaunt, wenn auch müde nach sehr wenig Schlaf im Flugzeug, in München aus dem Flieger, sammelte meinen Rucksack ein, stiefelte durch die Tür und wurde prompt mit lautem Geschrei und Plakat von Laura und Claudi empfangen – so cool!!

Danach ging’s erstmal zu einem ausgiebigen und leckeren Frühstück in ein Münchner Café, wo ich natürlich schon mal ein bisschen was von meiner Reise erzählte und von den beiden die Neuigkeiten aus der Heimat erfuhr. Etwas später kam Frank noch dazu, der am gleichen Tag noch in den Urlaub flog.

Am frühen Nachmittag fuhr Claudi mich zu Lena’s Wohnung, wo ich für die nächsten sechs Wochen wohnen darf, da meine Wohnung ja bis zum 31.07. vermietet ist. Vielen Dank nochmal, Lena und Flo!!! Und so genoss ich noch ein paar Momente auf der Dachterrasse und versuchte zu kapieren, dass ich jetzt tatsächlich wieder zurück in München bin, bevor ich todmüde ins Bett fiel.

Seither sind schon ein paar Tage vergangen und ich bin immer noch dabei, mich wieder an Deutschland zu gewöhnen. Inzwischen habe ich einige Freunde wieder gesehen und freue mich sehr darauf, auch den Rest hoffentlich bald zu treffen.

Vielen Dank für euer treues Verfolgen meines Blogs und eure zahlreichen Kommentare über alle möglichen Kanäle – ich hoffe, ihr habt Spaß dabei gehabt und konntet so auch ein wenig mit mir mitreisen. Jetzt freue ich mich darauf, euch alle möglichst bald „live“ wiederzusehen!

Viele Grüße aus München!

Eure Susi

Auf dem laaaaangen Heimweg

Hier sitz ich nun im Auckland Airport und weiß nicht genau, ob ich happy oder traurig bin – wahrscheinlich ein bisschen von beidem. Zum einen seeeehr happy, weil es nach 11 Monaten jetzt nach Hause geht, in mein geliebtes München und zu meinen Freunden, die ich mehr vermisst habe als ich vorher gedacht hätte! Zum anderen traurig, weil ein tolles Sabbatjahr zu Ende geht (zumindest der Reiseteil), in dem ich viel gesehen, viel erlebt und wahnsinnig nette und interessante Menschen kennen gelernt habe. Und weil ich keine Ahnung habe, wann ich Paddy wiedersehe, den ich sehr vermisse.

Nach ein paar schönen letzten Tagen auf der Trauminsel Aitutaki ging die Heimreise am Mittwoch Nachmittag mit dem Flug von Aitutaki zurück nach Rarotonga los – in einem winzigen Flugzeug für 12 Passagiere. Da ich ganz vorne saß, konnte ich dem Piloten beim Zeitunglesen und Candy Crush-Spielen zusehen (ein bisschen geflogen ist er wohl auch😜), was ich erstaunlicherweise aber eher beruhigend fand.

Letzter Tag am Strand von Aitutaki 😎☀️.

Mit einiger Verspätung landete der kleine Flieger in Rarotonga, und dort erwartete mich eine schöne Überraschung: Ann von dem AirB&B, in dem ich in Rarotonga gewohnt hatte, wartete auf mich, um mich abzuholen! Das war so cool! Und so verbrachte ich 6 Stunden bei leckerem Dinner und tollen Gesprächen mit Elizabeth und Ann in ihrem Haus – sie hatten mir sogar ein Bett hergerichtet, damit ich mich ausruhen konnte! Einfach so! Vielen Dank nochmal!!!

Um Mitternacht brachte mich Ann wieder zurück zum Flughafen, wo ich um 2.30 Uhr mit dem nächsten (diesmal deutlich größeren) Flugzeug Richtung Auckland abhob. Die Wartezeit am Flughafen verbrachte ich damit, meinen Rückflug nach Deutschland last Minute noch irgendwie zu regeln – der 💩🤬 Reiseveranstalter hatte mir auf meinen Umbuchungswunsch im Mai eine Mail mit dem neuen Flug und den Umbuchungskosten geschickt, aber meinen Flug dann nicht umgebucht, was ich leider erst in Rarotonga festgestellt habe. Aber dank einer sehr guten Freundin in München, die das dann mal eben schnell geregelt hat, hab ich jetzt doch noch mein Ticket für morgen bekommen! Vielen Dank, Claudi! 😘

Auckland Airport.

Inzwischen bin ich in Auckland angekommen, habe einen riesigen Cappuccino und einen Donut intus und vertreibe mir das Warten mit dem Schreiben eines meiner letzten Blogeinträge für dieses Sabbatjahr. Um zwei Uhr kann ich in mein Hotel einchecken und will dann nur noch schlafen!! Morgen Mittag startet meine lange Heimreise über Bangkok zurück nach München! Ich freu mich riesig darauf, euch alle wieder zu sehen! Bis Sonntag morgen zurück in München!😘

Viele Grüße aus Auckland!

Trauminsel Aitutaki / Cook Islands

Die letzte Woche meines Sabbatjahres wollte ich nochmal richtig auf einer Trauminsel in der Südsee genießen, und dank eines Tipps einer Freundin fiel die Wahl auf die kleine Insel Aitutaki, die wie Rarotonga ebenfalls zu den Cook Islands gehört. Nach 45-minütigem Flug landete ich vom verregneten Raro im sonnigen Aitutaki. Da meine Woche in Raro wettertechnisch doch eher durchwachsen war, hoffte ich auf besseres Wetter hier. Am Flughafen wurde ich von den Besitzern meines AirB&Bs, Enoa und Ross, schon erwartet, sie luden mein Gepäck und mich ins Auto ein und zeigten mir auf der Fahrt zur Unterkunft schonmal die wichtigsten Orte. Da die Insel sehr klein ist, war das schnell passiert 😜.

Markthalle der „Hauptstadt“ Arutanga.

Blick vom Hafen in Arutanga auf die Bucht.

Ich hatte ein Studio in einem Bungalow mit zwei Studios, aber das andere war leer, so dass ich die gesamte Veranda mit Blick in den schönen großen Garten für mich hatte:

Meine Veranda.

Ausblick in den Garten.

Die Unterkunft war sehr „basic“, hatte aber alles, was ich brauchte, und Enoa brachte öfter Obst aus seinem Garten vorbei und war immer für ein Schwätzchen zu haben.

Am nächsten Tag füllte ich erstmal den Kühlschrank und lief dann die zwei Kilometer zum nächsten Fahrzeugverleih, um mir ein Fahrrad für die Woche auszuleihen. Und ich hatte echt Glück – mein Rad war relativ neu und funktionierte einwandfrei, wenn es auch nicht gerade das sportlichste Modell war…

Ich unternahm gleich mal eine kleine Tour durch den Süden der Insel, und wurde natürlich prompt mal wieder nass! Der Regen hatte mich bis hierher verfolgt 🙄. Hier trotzdem einige erste Eindrücke:

Der nächstgelegene Strand, zu Fuß vielleicht 15 Minuten von meiner Unterkunft aus.

Eine der vielen Kirchen (Vaipae), die die Insel trotz ihrer winzigen Größe hat.

Typisches Inselsträßchen mit Ausblick auf die Lagune – das türkisfarbene in der Mitte 😜.

Blick über die Lagune, in der Ferne ballten sich schon die Regenwolken.

Trotzdem (oder gerade deswegen) tolle Farben.

Am nächsten Tag schien dann endlich die Sonne, und die Insel zeigte sich in ihrer ganzen Schönheit! Da ich das Gefühl hatte, jeden Sonnentag nutzen zu müssen, radelte ich ans andere Ende der Insel, zur Ootu Beach, zum Baden. Ein Traum!!!

Was für ein Idyll! Und diese Farben! Grandios! Da das Wetter die darauffolgenden Tage schön blieb (mit dem ein oder anderen kurzen Regenschauer zwischendurch), verbrachte ich noch einige Tage dort – es war zum Baden der schönste Strand der Insel. Da nahm ich die 20km-Radtour doch gerne für in Kauf 😜.

Wer mich kennt, weiß aber, dass ich nicht nur faul rumliegen kann, und so nahm ich mir die beiden Hügel der Insel vor. Zuerst ging es mit dem Rad hinauf zum Piraki-Lookout, was trotz der geringen Höhe ziemlich anstrengend war, da es erstens ziemlich heiß war und zweitens das Rad nicht fürs Bergfahren gemacht war… Aber wenigstens hatte ich oben ein bisschen Aussicht:

Ausblick vom Piraki-Lookout.

Der Weg durchs Grüne wieder hinunter zur Küste.

Dann radelte ich ein paar Kilometer weiter bis zum Anfang des „Hikes“ zum Mount Maungapu, dem höchsten „Berg“ der Insel. Der Aufstieg war teilweise doch etwas steil, aber sehr kurz – in 10 Minuten stand ich schweißgebadet am Gipfel – wer macht sowas auch in der größten Mittagshitze???

Danach brauchte ich erstmal ein Bad im kühlen Nass!! Hierfür nahm ich einfach den nächstgelegenen Strand, den ich ganz für mich allein hatte! Das Wasser musste ich mir dort allerdings mit Hunderten von Seegurken teilen – sehr eklig, wenn man da aus Versehen drauf tritt (und wahrscheinlich noch unangenehmer für die betroffene Seegurke 😜).

Außer Seegurken gibts hier noch jede Menge Krabben. Leider habe ich die riesigen Coconut Crabs nicht aufs Bild gekriegt, die waren immer ganz schnell in ihren Löchern verschwunden – kein Wunder, landen sie doch gerne bei den Inselbewohnern im Kochtopf! Dafür habe ich diese Exemplare mit ihrer einen großen roten Schere fotografieren können:

Ich mach mir jetzt noch drei schöne letzte Tage hier, frei nach dem Motto, das hier auf Verkehrsschildern zu sehen ist (einfach großzügig über die Grammatik hinwegsehen 😜):

Am Mittwoch geht es zurück nach Rarotonga und von dort über einen Zwischenstopp für eine Nacht in Auckland wieder zurück in die Heimat. Freu mich schon sehr auf München und meine Freunde nach meiner 11-monatigen Reise!

Viele Grüße aus Aitutaki!

Eine Woche auf Rangiroa / Cook Islands

Nach dem traurigen Abschied von Paddy war ich froh, dass es nun wieder in ein warmes Land ging – so sehr ich Neuseeland auch mag, bevorzuge ich doch eher warme Orte, wenn ich die Wahl habe. Und so kam ich Dienstag Nacht in meinem neuen Zuhause für eine Woche an. Leider war das Wetter insgesamt ziemlich durchwachsen, es waren einige Regentage dabei, aber wenigstens war der Regen hier warm 😊. Und „Emily’s“, mein AirB&B, war super, ich hatte mein eigenes Reich bestehend aus Schlafzimmer, Küche und Bad und eine Terrasse, auf der ich wohl die meiste Zeit verbrachte. Meine Gastgeber Elizabeth und Anne waren super nett und nahmen sich immer Zeit für ein kleines Pläuschchen oder sogar ein gemeinsames Frühstück oder eine Tour durch den riesigen Garten. Ich fühlte mich fast wie zuhause!

Ich mit meiner Gastgeberin Elizabeth.

Und mit meiner anderen Gastgeberin Ann. Sie kommt aus Fidji und arbeitet für Elizabeth.

Blick von meiner Terrasse in den Garten.

The puppy Poppy – sie verbrachte jede Menge Zeit mit mir auf der Veranda.

Ann bereitete mir einen polynesischen Lunch: Taro mit Taroblättern in Cocosmilch – soooo lecker!! In Dominica heißt das übrigens Dasheen – ich fühlte mich fast wie „daheim in Dominica“ 😊.

Ich verbrachte die Woche überwiegend mit Faulsein – am Strand oder auch auf meiner Terrasse – aber natürlich sah ich mir die Insel auch ein bisschen an. Die Hauptstadt Avarua ist die einzige Stadt hier, und selbst sie wirkt für einen Europäer eher dörflich, aber nett. Hier ein paar Eindrücke von den schönsten Gebäuden:

Natürlich durfte auch Strand nicht fehlen, und so machte ich mich die paar Tage, wo das Wetter schön war, auf den 20-minütigen Fußweg zum Strand, den ich dann ganz für mich alleine hatte:

Ein paar Meter weiter war der sogenannte Black Rock, ein heiliger Ort für die Maoris, wo die Seelen der Verstorbenen ihre Reise antreten, ähnlich wie Cape Reinga in Neuseeland. An diesem Strand waren auch immer einige Touristen, aber die meisten Touristen wohnten in den Resorts im Süden der Insel, so dass es nie wirklich voll war.

Elizabeth hatte auch ein Fahrrad hier, dass zwar schon bessere Tage gesehen hatte, mich aber trotzdem die 32km sicher um die Insel brachte. Hier ein paar Bilder von meiner Inselrundfahrt:

Mein Bike für diese Woche, leider war die Gangschaltung nicht mehr so die beste…

So sieht die Hauptstraße aus, die einmal um die Insel geht. Sobald man etwas von Avarua weg ist, hat man auch kaum noch Verkehr.

Soldatenfriedhof bei Nikao.

Strand nahe Muri.

Das Denkmal „Seven Canoes“. Von hier waren laut Legende die sieben Kanus aufgebrochen, die dann Neuseeland entdeckten.

Das ganze in neuer mit den Namen der Canoes.

Eine der vielen Kirchen auf Rangiroa.

Vorgelagertes Inselchen bei Muri.

Strand von Muri. Trotz der vielen Hotels hier ist der Strand angenehm leer. Allerdings zog es da auch schon zu…

Bemaltes Häuschen an der Straße, die zum Wasserfall führt.

Leider begann es ab der Hälfte der Rundfahrt zu regnen, so dass ich keine Fotos mehr machen konnte und außerdem völlig durchnässt wieder daheim ankam. Aber das Radeln hat trotzdem Spaß gemacht, es hat sich so gut angefühlt, endlich mal wieder auf einem Fahrrad zu sitzen!

Am Samstag Abend nahm mich Ann mit zu Freunden zum Kava-Trinken. Dies ist ein traditioneller Brauch in Fidji (Ann kommt von Fidji), früher wurde es nur bei zeremoniellen Anlässen und nur von Männern getrunken, jetzt macht man das zum „Socializing“, zum Zusammensitzen und quatschen. Kava wird aus einer Wurzel hergestellt, die zu Pulver zerrieben wird, das man dann in Wasser mischt. Es hat keinen Alkohol, wohl aber einen leicht betäubenden und beruhigenden Effekt. Schmecken tut es allerdings nicht wirklich lecker, es schmeckt wie in Wasser verdünnte Erde… das einzige, was ich gemerkt habe, war, dass meine Zunge ein bisschen taub wurde. Aber es war sehr interessant, die Zeremonie dazu zu sehen und es zu probieren.

Kim und Ann beim Mischen des Kava in der speziellen Schale. Dazu wird das Kavapulver zuerst in ein Säckchen gefüllt.

Kim presst das Kava-Pulver, das sich in dem Säckchen befindet, ins Wasser aus.

Dann füllt er die Kokosnuss-Schale, aus der getrunken wird. Jeder trinkt eine Schale, danach wird wieder aufgefüllt und der nächste trinkt.

Kim beim Kava-Trinken, vor ihm die Schüssel mit dem bräunlichen Getränk.

Heute ist Dienstag, der 04.06., und endlich habe ich es geschafft, mit meinem Blog aufzuholen! Auf der Aranui gab es kein Internet, so dass ich nichts posten konnte, und in den 2,5 Wochen mit Paddy in Neuseeland hatte ich besseres zu tun… 😜.

Flughafen von Rangiroa.

Aber jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten Stand! Ich warte gerade auf meinen Flug nach Aitutaki, einer anderen kleinen Insel, die auch zu den Cook Islands gehört. Dort werde ich noch 1,5 Wochen verbringen, dann geht es heim nach München – nach fast 11 Monaten Reisen! Freu mich schon sehr auf daheim, aber werde jetzt erstmal noch die Trauminsel genießen!

Viele Grüße aus Avarua auf Rangiroa!

Die (vorerst) letzten Tage in Neuseeland: Kauri Forest und Bayly‘s Beach

Am Freitag machten wir uns auf nach Bayly’s Beach, auf unsere letzte Etappe vor Auckland – unsere letzten vier gemeinsamen Tage waren angebrochen! Krass, wie schnell zwei Wochen vergehen können!

Unser erster Zwischenstopp kam schon nach wenigen Kilometern: Wir wollten den kurzen Signal-Road-Track laufen für einen letzten Blick über Hokianga Harbour:

Danach ging es weiter zum Waipoua Kauri Forest, dort wollten wir uns diese Baumgiganten mal näher anschauen. Der Kauri-Bestand in Neuseeland wurde nicht nur durch Abholzung durch europäische Siedler, sondern auch durch die Kauri dieback disease sehr stark dezimiert, und der Waipoua Forest ist der größte verbleibende Kauri-Wald in Neuseeland, auf den verständlicherweise gut aufgepasst wird:

Bevor man ihn betritt, muss man sich an solchen Stationen die Schuhe desinfizieren, damit die dieback disease nicht hineingetragen wird.

Ein großer Teil der Wege verläuft über sogenannte Board Walks, damit niemand auf die empfindlichen Kauriwurzeln steigt.

Wir wollten natürlich auch die beiden größten und ältesten Kauribäume sehen, Tane Mahuta (Lord of the Forest), der auf 1500-2000 Jahre alt geschätzt wird, 52m hoch und 14m im Umfang misst: Tane Mahuta, der Lord of the Forest.

Te Matua Ngahere, der Father of the Forest, der zwar nicht so hoch ist, dafür aber mit 16m Umfang der dickste Baum in Neuseeland.

Zwei Touristen im Kauri Forest.

Nach Bestaunen dieser Baumriesen gönnten wir uns dort noch Lunch, dann ging es weiter an den Kai Iwi Lakes vorbei bis zu unserem neuen Zuhause in Bayly’s Beach.

Einer der Kai Iwi Lakes.

Landschaft nahe Dargaville.

Dort angekommen, luden wir das Auto aus, fuhren schnell zum Einkaufen nach Dargaville, in die nächste Stadt, und kamen dann zurück, um mit Graham, unserem Vermieter, und seinem Hund eine Quattour im Sonnenuntergang am Strand zu machen:

Unser Fahrzeug, auf dem tatsächlich drei Menschen und ein Hund Platz hatten.

Von der Abendsonne angeleuchtete Sandsteinfelsen am Strand.

Graham und Paddy.

Traumhafter Sonnenuntergang!!

Am nächsten Tag schauten wir uns Dargaville näher an, mussten aber feststellen, dass das ein eher langweiliger, düsterer Ort ist, weshalb er von uns umgetauft wurde in Darkaville 😜.

Cooler Name für ein Café.

Mal wieder ein interessantes Klohäuschen.

Am Fluss, der durch Dargaville fließt.

Da uns „Darkaville“ nicht sonderlich gefiel, waren wir früh wieder zurück in unserem Zuhause und nutzten die Zeit für einen Strandspaziergang, diesmal bei Tageslicht:

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Musikmachen, voll schön! Ich war so froh, dass Paddy seine Gitarre mitgenommen hatte!

Am Sonntag war es ziemlich bewölkt und regnerisch, deshalb blieben wir erstmal lange im Bett, bevor wir uns dann dafür entschieden, nach dem Frühstück nach Whangarei zu fahren. Dort waren wir zwar schon gewesen, aber die Stadt hat uns deutlich besser gefallen als „Darkaville“.

Die große Sonnenuhr des Clock Museums vor einem schönen Kolonialgebäude.

Der Eingang zum Clock Museum mit toll bemalter Wand.

Künstler am Werk in einer Glasbläserei. Wir haben ihm so lange fasziniert zugeschaut, bis der Laden zugeschlossen war und wir über den Hintereingang raus mussten 😊.

Am Montag fuhren wir auf nun wieder sehr belebten Straßen zurück nach Auckland. Wir waren beide schon ziemlich traurig, da dies unser letzter gemeinsamer Tag war und wir noch nicht wissen, wann wir uns wiedersehen – Deutschland und Neuseeland liegen halt auch einfach mal maximal weit auseinander! Und so verzichteten wir auf weiteres Sightseeing und versuchten, die letzten Stunden zusammen noch zu genießen mit Musikmachen und lecker indisch essen gehen.

Am Dienstag brachte Paddy mich zum Flughafen und machte sich dann, nach tränenreichem Abschied, wieder allein auf den Weg nach Hause, während ich die nächsten Stunden am Flughafen mit Blogschreiben (ich musste 4 Wochen aufholen!!) verbrachte, während ich auf meinen Flug zu den Cook Islands wartete. Mal sehen, wann wir uns wiedersehen…

Viele Grüße aus Auckland!

Wieder gen Süden unterwegs: Hokianga Harbour

Am Dienstag verließen wir schweren Herzens unser liebgewonnenes „Hovel“ und John und fuhren diesmal an der Westküste entlang wieder Richtung Süden. Wo möglich, nahmen wir ruhige, abgelegene Backroads, aber selbst der Highway war hier nicht sonderlich stark befahren. Nach herrlich kurviger Fahrt galt unser erster Stop dem kleinen Ort Kohukohu am Hokianga Harbour, wo wir uns erstmal ein Frühstück im einzigen Café des Ortes genehmigten und uns den Ort ein wenig anschauten:

Danach ging es per Fähre über die Bay nach Rawene. Auch diesen Ort schauten wir uns kurz an:

Sündhaft teure fünfminütige Fährfahrt… war trotzdem nett 😊.

Rawene Zentrum 😂.

Bemaltes Gebäude am Hafen.

Das Wortspiel war einfach zu verführerisch…. wer nennt sich auch „bald angels“???

Interessante Form von Gartenzwergen 😊.

Von hier ging es weiter zu den Waihere Boulders. Hier haben eine Familie mit freiwilligen Helfern mehrere Trails durch Wald und Felsen angelegt, die durch säurehaltiges Wasser von den Kauri-Bäumen zu interessanten Gebilden geformt waren. Man konnte wirklich sehen, wie viel Mühe und Arbeit in diesem Projekt steckt, es gab nicht nur viele Erklärungen und Bilder zu Kauri, sondern auch einfallsreiche Ideen, den Weg für Kids spannend zu machen:

Wir waren nicht so toll in dem Spiel, wir haben nur 2 gefunden. Meine Neffen und Nichte wären sicher besser gewesen…

Einer der beeindruckenden Felsen mit hineingeätzten Rinnen.

Liebevoll gestaltete Wegweiser.

Brücke über Boulders und Fluss – und Paddy auf der Suche nach … Drachen?

Hm, das ist wohl eher ein Krokodil…

Die Drachenhöhle hab ich gefunden, aber der Drache war grad nicht daheim.

Nach unterhaltsamem Spaziergang fuhren wir weiter zur zweitältesten Siedlung in Neuseeland, Horeke. Eigentlich wollten wir uns dort den berühmten Pub näher anschauen und dort essen, aber der war leider geschlossen – reinschauen durften wir trotzdem kurz:

Der Pub mit Hotel dabei – und Paddy schloss gleich mal eine neue Freundschaft 😊.

Der Pub von innen – wegen Touristenmangel um diese Jahreszeit geschlossen 😳.

Da es inzwischen spät geworden war, fuhren wir nur noch die restliche Strecke zu unserem neuen Zuhause in Omapere, wo wir die nächsten drei Tage verbringen würden. Hier ein paar Bilder aus Opononi und Omapere:

Das historische Opononi Hotel – der Pub war allerdings ziemlich unterdurchschnittlich…

Denkmal für einen Delfin, der 1955/56 in die Bucht kam und dort blieb und mit den Badenden spielte.

Mit der Geschichte Opononis bemalte Mauer.

Blick auf die Sanddünen von Hokianga Harbour am gegenüberliegenden Ufer.

Strand von Omapere – leider war es zu kalt zum Baden.

Chilling and waiting for our laundry to finish…

Am nächsten Tag wollten wir uns die Sanddünen des Hokianga Harbour anschauen – wir waren noch immer voll geflasht von denen bei Te Paki. Und so nahmen wir ein Boot, das uns hinüber brachte und drei Stunden später wieder abholen würde – man kommt nur mit dem Boot dorthin. Leider war das Wetter anfangs ziemlich bescheiden, aber nach einer Weile zog es auf und es wurde noch richtig schön! Wieder mal Glück gehabt! 😜 Hier gab es neben ganz viel Sand auch interessante, von Wind und Regen geformte Sandstein-Gebilde zu sehen:

Trübes Regenwetter zu Beginn unseres Trips.

Aber es wurde besser 😊.

Coole Sandsteingebilde.

Nachdenklicher – oder müder? – Paddy.

Ein vom Wetter erschaffener Torbogen – für Zwerge.

Und so sah es dann am Ende unseres Ausflugs aus – Blick von den Dünen über Hokianga Harbour.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Faulenzen und Erholen vom anstrengenden Sanddünen-Hochlaufen. Am nächsten Tag wollten wir weiter in Richtung Süden bis Bayly’s Bay fahren.

Viele Grüße aus Hokianga Harbour!

Cape Reinga und die Te Paki Sand Dunes

Am nächsten Tag machten wir uns nach einem gemeinsamen Kaffee mit John auf Richtung Cape Reinga. Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch das Dorf Awanui und machten auf Johns Anraten hin Halt in der dortigen Kauri-Werkstatt. Hier wird Holz des Kauribaums zu allem möglichen weiterverarbeitet. Da Kauribäume inzwischen geschützt sind, weil es nicht mehr viele von ihnen gibt, nimmt man hierfür swamp kauri, also alte Bäume, die man hier im Sumpf findet und deren Holz erstaunlich gut erhalten ist. Kauribäume können sehr groß und alt werden, der älteste Kauri Tree in Neuseeland ist geschätzte 1500-2000 Jahre alt, aber dazu in einem anderen Blog mehr! Hier ein paar Eindrücke aus der Werkstatt und dem Laden:

Kunstwerk aus Kauri bei der Einfahrt zur Werkstatt.

Mitten im Laden steht ein Kauristamm, in den man eine Treppe rein geschnitzt hat, die Größe von Kauri ist echt beeindruckend! Paddy im Treppeneingang.

Der Ausgang oben auf der Galerie.

Der Kauristamm von hinten mitten im Laden.

Nach ausgiebiger Begutachtung der wunderschönen (und unbezahlbaren) Ausstellungsstücke setzten wir unseren Roadtrip zum nördlichsten Zipfel Neuseelands fort…

Straße zum Cape Reinga.

… und kamen bald an unserem Ziel, dem Cape Reinga an. Hier gab es jetzt auch mal ein paar Touristen, aber auch hier um diese Jahreszeit zum Glück nicht viele.

Panoramabild über die tolle Landschaft und den Leuchtturm am Cape.

Der Leuchtturm am Cape Reinga.

Ausblick über die Bucht mit mir davor – das Bild hätte so schön werden können 😜.

Der Baum, von dem aus nach Maori-Glauben die Seelen der Verstorbenen zu den Three Knights Islands weiter wandern. Deshalb ist Cape Reinga für die Maori der heiligste Ort in Neuseeland.

Danach statteten wir Tapotupotu Bay einen Besuch ab. Hier in idyllischer Umgebung an einem tollen Strand befindet sich ein im Sommer gut besuchter Campingplatz – jetzt war allerdings nicht viel los.

Der leere Campingplatz.

Der wunderschöne Strand in der Tapotupotu Bay.

Von hier aus fuhren wir wieder zurück Richtung Süden und machten einen Abstecher zu den Riesensanddünen von Te Paki – und das war genial!! Man fühlt sich fast wie in der Sahara, Sand soweit das Auge reicht (oder zumindest bis zum Meer😜)! Wir verzichteten auf das Ausleihen von Sandboards zum Surfen der Dünen und wanderten lieber in der Wüste umher, was bergauf ziemlich anstrengend war, aber super viel Spaß gemacht hat! Und die Nachmittagssonne war genial zum Fotografieren! Hier ein paar Bilder:

Nach diesem schweißtreibenden Abenteuer waren wir hungrig und durstig, deshalb fuhren wir direkt nach Mangonui durch und ließen uns ein leckeres Dinner mit neuseeländischem Pinot Noir im örtlichen Thairestaurant schmecken. Danach ging’s nur noch unter die Dusche, um den ganzen Sand loszuwerden, und dann ins Bett.

Viele Grüße aus der Nähe von Taipa!