Tahiti – endlich im Warmen!! 🌴☀️👙

Nach 4 Monaten und 4000 geradelten Kilometern in Neuseeland (und sehr wechselhaften letzten 2 Wochen) freute ich mich jetzt auf tropische Hitze und Sonne in Französisch Polynesien. Der Flieger brachte mich in 5 Stunden von Auckland nach Papeete, der Hauptstadt Tahitis – lustigerweise back in time: der Flug verließ Auckland am Donnerstag, den 11.04. um 16.10 Uhr, und ich kam am Mittwoch, den 10.04. um 23.00 Uhr in Papeete an, durfte den Donnerstag also zweimal erleben 😊.

Als ich aus dem Flieger stieg, schlug mir sofort die feuchte Hitze entgegen, wie in Dominica – sooo schön! Ich fuhr nur noch zum Hostel, dem einzigen in ganz Tahiti für 30 Euro pro Nacht im 6-Bett-Zimmer (hier ist alles echt superteuer), und ging gleich ins Bett.

Am Donnerstag (mal wieder 😂) schaute ich mir die Stadt Papeete an. Ich lief einfach planlos durch die Straßen und ließ mich treiben. Sonderlich Fußgänger-freundlich ist es hier nicht, häufig gibt es keine Gehsteige und man muss auf der Straße laufen. Es gibt jede Menge Geschäfte, ziemlich viele Touristenläden und viel Verkehr für sehr enge Straßen. Mal nett zum Anschauen, aber wohnen möchte ich hier nicht…

Straße am Ufer entlang.

Pavillon am Quai mit Kreuzfahrtschiffen im Hintergrund.

Warteräume und Restaurant am Fährhafen.

Street Art am Fährhafen.

Markthalle mit bunten Obstständen.

Kathedrale.

Denkmal an der Bayfront.

Rathaus von Papeete.

Chinesischer Tempel.

Am Freitag wollten Florine, eine in München lebende Französin, die ich im Hostel kennen gelernt hatte, und ich zu einem Wasserfall wandern. Nach dem Frühstück machten wir uns also auf den Weg, zuerst zum Rathaus, um die dafür erforderliche Gebühr zu zahlen und dann quer durch die Stadt (nicht so schön), bis endlich der richtige Hike losging.

Ab da war es phantastisch: wir wanderten bei schönstem Sonnenschein durch den Wald, immer am Fluss entlang durch das Vallee Fautaua.

Nach einiger Zeit überquerten wir auf einer kleinen Brücke den Fluss, der breite, überwiegend flache Weg wurde schmal und es ging den Berg rauf, bis wir an dem Aussichtspunkt ankamen, von dem aus wir den Wasserfall sehen konnten.

Eigentlich wollten wir wirklich bis zum Wasserfall laufen, aber Florines Schuh war kaputt, die Sohle hatte sich vorne gelöst, und so beschlossen wir, zum Hostel zurück zu kehren. Aber auch so war der Hike lang und anstrengend genug gewesen bei der Hitze.

Am Samstag hatte Florine ein Auto gemietet und wir schauten uns die Westküste von Tahiti ein wenig an. Gleich am Anfang stand der angeblich weiße Strand Vaiava, der aber eher grau ist, auf dem Programm – wir wollten unbedingt Baden gehen, schließlich waren wir ja schon den dritten Tag in Tahiti und waren noch nicht im Wasser!

Strand von Vaiava am PK18.

Die Nachbarinsel Moorea, in Wolken gehüllt.

Unwetter über dem Meer.Da das Wetter, wie man auf den Bildern erkennen kann, nicht allzu schön war, machten wir uns nach ausgiebigem Bad im warmen Wasser und anschließendem Trocknen wieder auf den Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Marae Arahurahu, einer ehemals heiligen Stätte:

So langsam wurde auch das Wetter schöner, so dass wir die Grotten bei Maraa im Sonnenschein bewundern konnten:

Immer an der Küste entlang ging es weiter Richtung Süden bis zum Jardin de Vaipahi:

Blick durch die Bäume auf Tahiti Iti.

Da es dann schon dunkel wurde, kehrten wir von dort um und machten uns auf den Rückweg.

Abendstimmung auf Tahiti.

Morgen nehme ich die Fähre nach Moorea, wo ich die nächsten anderthalb Wochen verbringen werde – ganz luxuriös in einem Privatzimmer mit eigenem Bad in einem AirB&B! Leider gibt es dort kein Internet, so dass ihr wahrscheinlich erstmal nichts von mir lesen werdet. Und auch auf der Aranui, dem Containerschiff, mit dem ich zu den Marquesas fahren werde, gibt es nur bedingt Internet. Wahrscheinlich muss ich die Blogs dann nachreichen– also macht euch keine Sorgen, wenn ihr die nächsten vier Wochen nichts oder nicht viel von mir hört! 😊

Viele Grüße aus Papeete / Tahiti!

Last stop: Auckland

Leider fiel mein Plan, eine Dreitagestour durch den Norden der Coromandel Peninsula zu machen, buchstäblich ins Wasser: Am Montag hatte es so viel geregnet, dass am Dienstag nicht an Zelten zu denken war, weil zu viel Wasser überall stand, und im Norden gibt es nur Campingplätze. Also blieb ich schweren Herzens in Coromandel und radelte wenigstens in der näheren Umgebung umher – trotz ziemlich heftigem Wind, aber wenigstens bei Sonnenschein. Hier ein paar Eindrücke:

Am Mittwoch wollte ich wenigstens eine Tagestour durch den Norden machen, aber nachdem ich gerade mal 5km geradelt war, fing es wieder zu regnen an. Ich beschloss, eine halbe Stunde im Trockenen zu warten und zu hoffen, dass der Regen aufhört – aber leider regnete es sich so richtig ein… 🙄.

Warten auf besseres Wetter🌧🙄

Also fuhr ich wieder zurück zum Hostel und hing den Rest des Tages rum – mal wieder! Coromandel meinte es wirklich nicht gut mit mir…

Deswegen war ich ziemlich froh, als ich am Donnerstag bei strahlendem Sonnenschein meine letzten Radlkilometer zur Fähre zurücklegte, die mich nach Auckland brachte. Ich war schon ziemlich wehmütig – 4 Monate auf dem Rad durch Neuseeland waren jetzt zu Ende…

Aussicht auf der Fahrt zur Fähre.

Mein zum letzten Mal vollbepacktes Rad – waiting for the ferry.

Der Fährsteg der Hannafords Wharf.

Die Minifähre.

Selfie kurz bevors losging Richtung Auckland.

Dann ging es los per Fähre durch den Hauraki Gulf nach Auckland.

Skyline und erster Eindruck von Auckland.

In Auckland angekommen, radelte ich nur noch quer durch die Stadt zum Hostel, kaufte unterwegs mein Abendessen ein und ging relativ früh ins Bett.

Der nächste Tag war ganz dem Sightseeing gewidmet – Auckland war die erste richtige Großstadt seit meiner Abreise aus München im Dezember, und obwohl ich im Urlaub Großstädte eigentlich nicht so mag, fühlte es sich gut an, mal wieder in einer zu sein. Hier ein paar Eindrücke:

Nachbarschaft des Hostels ca 5-10min von der Innenstadt entfernt.

Messages against hate nach dem Terroranschlag in Christchurch.

Das ist eine Schule!

Das Wahrzeichen von Auckland ist der Skytower, und ich wollte unbedingt hinauf, um tolle Ausblicke über die Stadt und den Hauraki Gulf zu haben. Es war zwar nicht ganz billig, aber das Geld auf alle Fälle wert!

Danach ging es weiter zum Hafen und zur Waterfront:

Dann hatte ich erstmal genug von Stadtfeeling und wollte in die „Natur“, auf den Vulkan Mount Eden (der mitten in der Stadt ist😜). Nach eineinhalbstündiger Wanderung Kreuz und quer durch die Stadt (maps.me machte es wirklich ziemlich kompliziert), erreichte ich den Park und machte mich an den Aufstieg. Der Ausblick vom Mount Eden über die Stadt war atemberaubend:

Der nächste Tag war mal wieder verregnet, ich nutzte ihn zum Rumhängen (mal wieder… 🙄) und Shoppen, da ich noch ein paar Sachen für Französisch Polynesien brauchte. Abends ging es mit Côme, einem Franzosen, den ich im Hostel kennen gelernt hatte, ins Eden Park Stadium zum Super League Rugby-Spiel zwischen der Heimmannschaft aus Auckland und einer Mannschaft aus Südafrika, mein erstes Rugbyspiel!

Auch der Sonntag war wieder nur mäßig schön, so dass ich die meiste Zeit im Hostel verbrachte, und nur zu einem kurzen Spaziergang und Einkaufen raus ging.

Meine letzten Tage in Neuseeland verbrachte ich etwas außerhalb von Auckland (genauer gesagt am gegenüberliegenden Ufer) in Devonport, einem netten, vergleichsweise kleinen Ort mit ruhiger Urlaubsatmosphäre und hübschen Häusern, nur 15 Fährminuten von Auckland entfernt. Und endlich hatte ich auch mal wieder Glück mit dem Wetter, so dass ich ausgiebig die Stadt und Umgebung erkunden und meine letzten Einkäufe für Französisch Polynesien erledigen konnte. Hier ein paar Eindrücke:

Nettes kleines Café in der Innenstadt.

Historisches Hotel direkt an der Uferpromenade.

Riesenbaum neben der Bibliothek. Wer findet mich? 😂

Schaufenster-Deko – würde mich jetzt auch nicht wirklich zum Putzen motivieren… 😜.

Ausblick vom Mount Victoria.

Für den kleinen Hunger zwischendurch – Seafood Platte! 😜😱

Blick auf die Skyline von Auckland by Night.

Inzwischen ist es Donnerstag, ich sitze am Flughafen in Auckland und warte auf meinen Flug nach Tahiti – ich freue mich nach den letzten zwei doch eher durchwachsenen Wochen riesig auf Sonne und Wärme!!

Jetzt heißt es nach 4 Monaten Abschied nehmen von Neuseeland, und vom Radeln, ab jetzt geht es wieder per Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln weiter. Was für geniale 4 Monate das waren, was für ein wunderschönes Land! Das nächste Mal schreibe ich euch aus Tahiti 🌴☀️😊.

Viele Grüße vom Flughafen Auckland!

Rainy days in Coromandel Town 🌦☔️

Nach den supersonnigen, erholsamen Strandtagen in Hahei Beach ging es am Mittwoch bei bedecktem Himmel Richtung Nordwesten nach Coromandel Town. Als Radfahrer (bzw. Fußgänger) kann man hierfür nach Ferry Landing fahren und dann die Fähre nehmen, die einen in einer kurzen Fahrt nach Whitianga bringt, während Autofahrer doch ein ganzes Stück außen rum fahren müssen.

Auf dem Weg nach Ferry Landing.

Der Fährhafen in Ferry Landing.

Mein Radl auf der winzigen Fähre.

Von Whitianga ging es zuerst ein kleines Stück auf dem Highway 25 entlang, bevor ich dann auf die Road 309 abbog, eine kleine Schotterstraße, die sich über die Berge auf die andere Seite der Coromandel Peninsula nach Coromandel Town windet. Für einige Kilometer ging es stetig, aber nicht allzu steil bergauf, und ich genoss das viele Grün und die Stille – nur sehr wenige Autos fuhren an mir vorbei:

Unterwegs machte ich Halt an den Waiau Falls und gönnte mir eine kurze Pause:

Da die Strecke zwar bergig, aber nur knapp 50km lang war, erreichte ich Coromandel Town am frühen Nachmittag. Zwischendurch wurde ich ein paarmal kurz geduscht, aber wenigstens war der Regen relativ warm. In Coromandel checkte ich im Hostel ein und musste erstmal feststellen, dass auf meinem Laken noch die Haare meiner Vorgängerin waren😖. Auf Nachfrage bekam ich ein frisches Laken und eine Entschuldigung, war das erste Mal, dass mir das hier in Neuseeland passiert ist. Danach ging ich nur noch duschen, Abendessen einkaufen und zubereiten und machte mir einen gemütlichen Abend im Hostel.

Da der Donnerstag sehr verregnet war, verbrachte ich die meiste Zeit im Hostel mit Lesen und ein bisschen im Internet surfen. Am Nachmittag konnte ich dann diesen schönen Regenbogen von der Terrasse des Hostels aus bewundern:

Am Freitag schaute ich mir bei wechselhaftem Wetter den Ort und die Umgebung ein bisschen genauer an. Zuerst stieg ich auf dem Kauri Block Walk zu einem Aussichtspunkt hinauf, von dem aus man einen schönen Blick über die Bucht und Coromandel hat:

Danach schaute ich mir den hübschen kleinen Ort mit seinen vielen Cafés und Restaurants an:

Auch für Samstag war wechselhaftes Wetter mit Regen angesagt, aber nachdem ich schon am Donnerstag gefaulenzt hatte und für Sonntag und Montag sehr viel Regen angesagt war, beschloss ich, mein Glück zu wagen und auf einen Hike zu gehen. Ich wollte zum Kaipawa Trig Track und musste hierfür erstmal zwei andere Trails nehmen, um dort überhaupt hin zu kommen. Es ging auf ganz unterschiedlichen, aber immer menschenleeren Wegen den Berg hinauf:

Häufig war der Weg etwas zugewuchert, hier gehen wohl eher nicht viele Leute…

Kurze Zeit später fand ich jedoch einen Beweis, dass doch hin und wieder mal jemand vorbei kommt:

Sehr nett, die Idee mit der Tasse! Da können sich durstige Wanderer gleich am kleinen Wasserfall, der dort runter kam, bedienen 😊.

Zwischendurch boten sich immer mal wieder tolle Ausblicke über die Bucht, und von oben natürlich noch viel bessere. Nur das Wetter mochte für die Fotos nicht so mitspielen…

Gipfelkreuz in Neuseeland 😊.

Von dort ging es auf einem durch die Nässe sehr rutschigen Pfad zur Straße und zu einem anderen Aussichtspunkt:

Der Rückweg war dann eher eintönig, da ich die Straße entlang laufen musste. Trotzdem fand ich auch hier was, was ein Foto wert war:

Heute, am Sonntag, und leider wahrscheinlich auch morgen, bleib ich im Hostel und schau dem Regen zu… Immerhin bin ich im Trockenen und Warmen und muss nicht im Zelt schlafen…

Ab Dienstag soll das Wetter wieder besser werden, werde dann in den Norden der Coromandel Peninsula raufradeln und den Coastal Walkway machen. Freitag geht es für meine letzte Woche Neuseeland nach Auckland, die größte Stadt in diesem Land.

Viele Grüße aus Coromandel!

Summer holidays at Coromandel Peninsula 👙☀️

Nach all dem Schwefelgeruch, Dampf und Vulkangestein zog es mich jetzt wieder an die Küste, ich wollte Meer sehen, und so war mein Etappenziel am Mittwoch Mount Maunganui an der Ostküste der Nordinsel. Ich brach um 9.30 Uhr gemütlich in Rotorua auf, fuhr wann immer möglich auf Nebenstraßen und musste nur einen kleinen Teil auf Highway fahren. Die erste Hälfte der 85km langen Strecke hatte ein paar Hügel drin, unter anderem einen ziemlich steilen Berg aus der Mangorewa Gorge hinaus, aber danach ging es nur noch bergab bzw flach durch wunderschöne Landschaft auf leeren Nebenstraßen bis zum Meer. In Mount Maunganui angekommen, schlug ich erst mein Zelt auf und machte mich dann auf zu dem direkt neben dem Campingplatz liegenden Strand.

Am Strand wurde gerade aufgebaut für ein Bootsrennen am nächsten Tag.

Da mir das Wasser eh zu kalt war, beschloss ich, die angeblich einstündige Wanderung auf den Mount Maunganui hinauf zu machen und mir den Ort und die Küste von oben anzuschauen. Dummerweise hatten gefühlte Tausend Leute diese Idee, es ging zu wie auf dem Oktoberfest! Aber der Ausblick, den ich nach nur einer halben Stunde genießen konnte, war es wert:

Blick auf den Ort Mount Maunganui und seinen Strand.

Verschwitztes Selfie am Gipfel.

Danach gönnte ich mir eine Stunde in den Hot Pools neben dem Campingplatz – genau das richtige nach einem Radltag und anschließender Mini-Bergtour:

Der Ort selbst ist nicht sonderlich sehenswert, hier sind hauptsächlich reiche Neuseeländer in mehr oder weniger protzigen Häusern oder Touristen in großen Hotels zu finden.

Der Abend wartete dann noch mit einer Überraschung auf – einem atemberaubenden Vollmondaufgang:

Am Donnerstag morgen war ich früh wach, so dass ich mir auch den Sonnenaufgang über dem Meer anschauen konnte (siehe auch Titelbild):

Nach Frühstück und Packen ging es dann weiter die Ostküste hinauf zum ca 70km entfernten Waihi Beach. Das war ein grausamer Radltag: erst musste ich durch die Stadt Tauranga finden, und dann ging es bis auf die letzten 10 km auf dem vielbefahrenen Highway entlang, wo ein LKW nach dem anderen an mir vorbei raste – ganz schlimm! Ich war so froh, als ich endlich in Waihi Beach ankam! Ich genoss dann noch ein wenig den Strand (das Wasser war mir wie immer zu kalt, ich bin echt so ein Weichei!), bevor ich erschöpft in meinen Schlafsack kroch:

Der Freitag brachte dann ungemütliches Regenwetter, so dass ich die gesamte Strecke nach Tairua, sehr hügelige knapp 80km (knapp 900 Höhenmeter) im Regen verbringen musste, aber wenigstens war es halbwegs warm. Aber wenn man erstmal 6 Stunden durch Regen geradelt ist, ist einem dann doch ziemlich kalt… Die Strecke selbst war bestimmt sehr schön, aber viel gesehen hat man bei dem Wetter leider nicht.

Das gegenüber von Tairua liegende Pauanui.

Auch Tairua hat einen tollen Strand, aber selbst der schaut bei schlechtem Wetter nicht schön aus, weshalb ich ihn euch erspare 😉.

Am Samstag kam zum Glück die Sonne wieder heraus, so machte das Radeln nach Hahei Beach wieder richtig Spaß – zumal es schön kurvig und bergig an der Küste entlang ging, mit tollen Ausblicken und schnellen Downhills (Maximalgeschwindigkeit 68km/h – so cool!).

Da die heutige Strecke nur 30 km lang war, war ich schon früh in Hahei Beach und konnte mich daran machen, mein vom Vortag und der Nacht tropfnasses Zeug in der Sonne zu trocknen:

Danach ging es ab an den Strand, und der ist hier echt der Hammer!

Die berühmteste Sehenswürdigkeit hier ist die Cathedral Cove, die man nach knapp einstündiger Wanderung an der Küste entlang erreicht (oder für die fauleren Menschen per Wassertaxi). Dort ist es wunderschön, aber leider auch bumsvoll:

Ausblick von der Aussichtsplattform auf dem Weg zur Cathedral Cove.

Auf dem Weg zur Cathedral Cove.

Angekommen – mit gefühlten Millionensiebzehn anderen Menschen… 🙄

Cathedral Cove.

Blick in die Bucht – Südseefeeling…

Da es, wie man auf dem Bild oben sehen kann, langsam zuzog, und ich Menschenmassen eh nicht sonderlich mag, machte ich mich bald auf den Rückweg.

Blick auf Hahei Beach.

Eigentlich wollte ich nur eine Nacht in Hahei Beach verbringen, aber mir gefiel es so gut hier, dass daraus irgendwie drei Nächte wurden…. wahrscheinlich sogar vier, ich bin nämlich immer noch dort. Ich habe gerade Glück mit dem Wetter, die letzten drei Tage schien meist die Sonne und es war warm, so dass ich faul am Strand rumliegen konnte – ich mache quasi gerade Ferien vom Reisen 😊. Meine Hauptbeschäftigung gestern und vorgestern – faul am Strand liegen… 😊. Man beachte die dicken Radler-Oberschenkel 😜.

Abendstimmung am Strand.

Morgen werde ich nach Coromandel Town weiter radeln und wahrscheinlich mal wieder in einem Hostel schlafen, es ist Regen angesagt. Schade, ich liebe mein Zelt (auch wenn meine Luftmatratze leider den Geist aufgegeben hat und ständig platt wird…🙄), aber Zelten bei Regen macht nicht so viel Spaß…

Inzwischen läuft der Countdown für Neuseeland, ich hab jetzt nur noch etwas über zwei Wochen hier – Wahnsinn, fast schon wieder vier Monate rum!!!

Viele Grüße aus Hahei Beach!

Vorsicht heiß und stinkig! Die Vulkangegend rund um Rotorua 🌋

Am Samstag machte ich mich auf den Weg von Taupo nach Rotorua. Mit 55 überwiegend flachen Kilometern war es radtechnisch eine leichte und kurze Etappe mit dem Tagesziel Waiotapu, wo ich mir das „Thermal Wonderland“ anschauen wollte. Und das war wahrlich beeindruckend! Überall rauchte, dampfte und blubberte es, und über der etwas unheimlichen, aber schönen Landschaft waberte starker Schwefelgeruch – so ein bisschen Vorhof zur Hölle… 😊. Die Seen dampften und schillerten in krassen Farben – es war echt der Hammer!

Nach ausgiebiger Besichtigung fuhr ich dann nur noch zwei Kilometer weiter zur Waiotapu Tavern, schlug dort hinter dem Haus mein Zelt auf und ging relativ früh schlafen.

Am Sonntag schlief ich aus und machte mich erst recht spät auf den Weg nach Rotorua, aber es waren auch nur 30 Kilometer, so dass ich schon um 10.30 Uhr dort ankam. Da das normalerweise zu früh ist, um im Hostel einzuchecken, begab ich mich erstmal ein wenig auf Stadtbesichtigung:

Lakefront in Rotorua.

Maori Art an der Lakefront.

Blick auf die südlichste Bucht des Sees.

Rotorua Museum im Government Park.

Blue Pools Badehaus.

Wandmalerei in der Innenstadt.

Eatstreet, eine Fußgängerzone ausschließlich mit Restaurants.

Schaufelraddampfer auf dem Rotorua Lake.

Das Maori Village von der Ferne, im Vordergrund kochend heißer See.

Marae im Maori Village.

Anglican Church im Maori Village.

Soldatenfriedhof im Maori Village.

Dampfender See im Kuirau Park.

Der Montag begann ziemlich bewölkt, was für meine Fotos gar nicht gut war! Da ich gestern eigentlich schon das meiste von der Stadt gesehen hatte, wollte ich mir heute ein wenig die Umgebung anschauen und zu vier nahegelegenen Seen radeln – ausnahmsweise mal ohne Gepäck, welch ein Genuss!! Die Straße wand sich durch Wald und Wiesen über zahlreiche Hügel, und es herrschte wenig Verkehr – absolut geniale Radlbedingungen! Hier ein paar Eindrücke:

Leere, gute Straßen, ein Genuss!

See Nummer 1: Lake Okareka.

See Nummer 2: Blue Lake (so blau war er leider an diesem Tag nicht) oder Lake Tikitapu.

See Nummer 3: Green Lake bzw. Lake Rotokakahi.

Green (links) und Blue (rechts) Lake auf einen Blick.

See Nummer 4: Lake Tarawera.

Das Museum „Buried Village“ über ein Dorf, das im vorletzten Jahrhundert bei dem Ausbruch des Mount Tarawera Vulkans verschüttet wurde.

Den Rückweg fuhr ich über die Mountainbike-Trails durch den Whakarewareewa Forest, ein Traum!

Zum Schluss fuhr ich an dem MTB-Rennen „Crankworx“ vorbei und schaute den Profis noch ein bisschen zu:

Für Dienstag hatte ich eine Bustour zum Hobbiton Movieset gebucht – das zweite echt touristische Ding (nach der Doubtful Sound Cruise), das ich hier in Neuseeland mache. Und das ist perfekt durchorganisiert: jede Busladung Touristen bekommt gleich am Eingang einen Guide, der dann die komplette Gruppe durch das große Gelände führt, interessante Dinge über die Entstehung des Sets und Begebenheiten beim Filmen erzählt und ansonsten versucht, die Gruppe zusammen zu halten. Es gibt einen festen Ablauf, damit sich die vielen Gruppen nicht in die Quere kommen, und zum Schluss gibt es ein Freigetränk im „Green Dragon“, so dass die meisten Besucher nach eineinhalb Stunden Hobbiton zufrieden verlassen, nachdem ihr Guide sie wieder in den richtigen Bus gesetzt hat. Das klingt jetzt vielleicht etwas negativ, da sowas nicht so meine Welt ist, das Filmset selbst ist aber tatsächlich sehenswert!

Unser Guide Bethany und der erste Blick auf Hobbiton.

Der einzige künstliche Baum dort, bei dem alle paar Jahre die 200.000 Blätter einzeln neu mit Farbe besprüht werden müssen.

Nach unserem Freigetränk, in meinem Fall Ginger Beer, weil ich Bier nicht mag, ging es zurück nach Rotorua. Für heute steht nicht mehr viel auf dem Programm, werd mein Fahrrad mal ein bisschen putzen und pflegen, mein Zeug wieder packen und mich noch ein bisschen ausruhen. Morgen geht es nach Tauranga bzw. Mount Maunganui an die Ostküste und von dort dann in den nächsten Tagen zur Coromandel Halbinsel. Ich hoffe, das Wetter hält noch in meinen letzten drei Wochen hier. Übrigens dürft ihr auch gerne den ein oder anderen Blogbeitrag kommentieren, freue mich über Rückmeldungen 😊.

Viele Grüße aus Rotorua!

Taupo – eine Stadt zwischen Vulkanen, See und Flusslandschaft

Nach ein paar Tagen im wunderschönen Napier machte ich mich am Dienstag auf Richtung Taupo, also von der Ostküste ins Landesinnere. Das hieß 140km mit ordentlich Höhenmetern, nämlich knapp 2000, über zwei Tage verteilt.

Anfangs ging es flach an der Küste entlang aus Napier heraus…

… dann wurde es relativ schnell ziemlich hügelig.

Blöderweise ging es mir aber nicht so gut, irgendwie hat mein Bauch ein bisschen gesponnen, so dass ich ein paar Tage nicht ordentlich gegessen hatte bzw. das Essen immer relativ schnell wieder draußen war. Und so kam, was kommen musste – nach 35 km und bis dahin 800 Höhenmetern saß ich fix und alle mitten im Nirgendwo am Straßenrand. Radeln war an diesem Tag definitiv nicht mehr, und so beschloss ich, mein Glück als Anhalter zu probieren. Und schon nach zwei Minuten hatte jemand Mitleid mit mir, wie ich da so völlig fertig und verschwitzt mit meinem Rad stand. Pete, der gerade nach Rotorua unterwegs war (und für seinen Geschäftstermin eh schon spät dran war), hielt, packte kurzerhand mein Rad mit Gepäck auf sein Auto und los ging’s Richtung Taupo. War ich froh, als ich dort ankam und im Hostel im Bett war!

Den nächsten Tag verbrachte ich dann auch eher ruhiger, schlief erstmal aus und schaute mir dann den Ort ein bisschen an:

Da das Wetter eh nicht so berauschend war und es nachmittags regnete, nutzte ich den Tag zur Erholung, und meinem Bauch ging es dann auch besser, so dass ich mich am Donnerstag fit genug fühlte, die Huka Mountainbike-Trails zu den Huka Falls zu radeln, und das bei schönstem Wetter! Es war ein Traum! Der Trail war super, ziemlich anspruchsvoll, wunderschön durch Wald und am unglaublich grünen bzw blauen Fluss entlang.

Und da die „Craters of the Moon“ nur ein paar Kilometer weiter waren, sah ich mir diese dampfende Vulkanlandschaft auch noch an:

Am Freitag, also heute, stand der beliebteste One-day hike in Neuseeland an, das Tongariro Alpine Crossing. Leider war der Wetterbericht nicht sehr vielversprechend, es waren teilweise heftige Regenfälle angesagt. Ich beschloss, das Risiko trotzdem einzugehen und so saß ich um kurz nach 5.00 Uhr morgens mit 29 anderen Wanderwütigen im Bus Richtung Nationalpark. Um kurz nach 7.00 Uhr ging es los, anfangs noch im Halbdunkel und bei Nieselregen, aber nach einiger Zeit riss der Himmel auf und wir konnten die Vulkanlandschaft bewundern, zumindest kurz:

Leider zog es schon bald wieder zu und man sah nicht mehr so sonderlich viel…

Weiter unten wurde es dann grün, und auch die Sicht wieder besser:

Da ich die meiste Zeit eh nicht viel sah, nutzte ich den Hike zu Trainingszwecken (ok, mir war v.a. kalt 😜) und gab ein bisschen Gas, so dass ich nach 4,5 Stunden als erste am Parkplatz ankam. Dummerweise musste ich dann 2,5 Stunden auf den Bus warten… Aber trotz zumeist schlechter Sicht war der Hike atemberaubenden (und es gab keinen Starkregen), ich hoffe, das kommt auf den paar guten Bildern etwas rüber 😊.

Morgen radel ich weiter Richtung Rotorua, wo es noch mehr vulkanische Aktivität zu sehen gibt.

Viele Grüße aus Taupo!

On the road again: von Wellington nach Napier 🚴🏻‍♀️💨

Freitag vor einer Woche verabschiedete ich mich von meinem Gastgeber Murray, der mich drei Tage von vorne bis hinten verwöhnt hatte, und machte mich auf den langen Weg von Neuseelands Hauptstadt nach Napier an der Ostküste. Für heute waren 90km bis nach Greytown geplant, und das schönste daran war, dass das meiste davon auf Radweg/Trail sein würde.

Die erste Hälfte der Strecke ging immer schön flach am Wasser, zuerst an der Küste, dann am Hutt River entlang, und das bei schönstem Sonnenschein. Die zweite Hälfte fuhr ich dann auf dem Rimutaka Cycle Trail über die Rimutaka Hills, da wurde es, wie der Name schon sagt, etwas bergiger. Außerdem wechselte der glatte Asphalt zu Schotter, und es wurde ein Trail, was es mit meinem ganzen Gepäck um einige Nummern anstrengender machte. Dummerweise war der Trail an einigen Stellen nicht wirklich gut beschildert, so dass ich einige Umwege fuhr (oder ich war zu doof, die Schilder zu sehen), was mir statt der 90km dann eine Gesamtstrecke von 105km einbrachte. Hier ein paar Eindrücke:

Am Ende des Trails wurde es ein Single Track mit einigen großen und spitzen Steinen, und leider hielt mein Hinterreifen das bergab mit dem vielen Gepäck nicht aus – ich hatte meinen dritten Platten!

Und das an einer unmöglichen Stelle, es war so eng bzw. so steil, dass ich meinen Reifen unmöglich dort wechseln konnte, und so schob ich Rad + Gepäck laut fluchend die nächsten 2 Kilometer bis zum Parkplatz. Dort konnte ich endlich den Schlauch wechseln und die letzten 20 Tageskilometer in Angriff nehmen, inzwischen war es auch schon relativ spät und ich ziemlich k.o. Um 19.30 Uhr, kurz bevor es dunkel wurde, lief ich völlig fertig am Campingplatz in Greymouth ein, da war dann nur noch Zeltaufbauen, Duschen und Essen angesagt, bevor ich in meinen Schlafsack kroch.

Wieder gut erholt von den Strapazen des Vortages machte ich mich am Samstag auf den Weg über Masterton (wo ich erstmal lecker frühstückte) nach Alfredton, einem Campingplatz mitten im Nirgendwo. Heute waren nur 70km zumeist auf Nebenstraßen geplant, und ich genoss die Fahrt sehr: wenig Autos, gute Straße (ich glaube, Trails fahre ich mit dem ganzen Gepäck nicht mehr…🤔), und interessante Landschaft. Nur das Wetter hätte schöner sein können, dadurch, dass es bewölkt war, blieb es ziemlich kühl.

Am Sonntag radelte ich, diesmal über einige Hügel, 90km bis nach Wimbledon bzw. bis zur Wimbledon Tavern, wo ich kostenlos campen durfte, dafür dass ich dort aß und trank. Der Morgen war arschkalt, mir froren die erste Stunde fast die Finger ab!

Aber im Laufe des Vormittags kämpfte sich die Sonne durch, und auch die 960 Höhenmeter, die es zu bewältigen galt, wärmten mich dann schnell auf!

Als Belohnung gönnte ich mir zum Abendessen in der Wimbledon Tavern dann den Seafood Basket, der von Fett nur so triefte (danach war mir ziemlich schlecht):

Am Montag radelte ich knapp 80km weiter nach Waipawa, meiner letzten Station vor Napier. Heute war es nicht mehr ganz so hügelig, dafür hatte ich etwas Gegenwind, aber alles in allem gut machbar. Unterwegs kam ich an dem Ort mit dem längsten Namen der Welt vorbei:

In Waipawa angekommen, gönnte ich mir erstmal ein Eis und kaufte ein, bevor ich zum Campingplatz fuhr, mein Zelt aufbaute (und mal wieder trocknen ließ), duschte und aß. Eigentlich wollte ich ja wie immer früh ins Bett, aber auf dem Weg zum Zähneputzen hörte ich Gitarrenmusik und Gesang, da musste ich natürlich hinschauen! Ich fand Deon und T, zwei Kiwi Rail-Arbeiter, die für zwei Nächte in den Hütten des Campingplatzes untergebracht waren, und Paddy, den Besitzer des Campingplatzes bei einer spontanen Jam Session – und natürlich machte ich mit! Das war echt cool! So cool, dass ich beschloss, noch eine Nacht in Waipawa zu bleiben, um am nächsten Abend nochmal zusammen Musik zu machen. 😊

Tagsüber schaute ich mir das kleine Örtchen Waipawa ein bisschen näher an:

Abends fing ich mit Deon und T dann schonmal an, Musik zu machen, später kamen noch Paddy, zwei Kanadier, Steve (mit Gitarre) und Richard, und ein Schweizer, Daniel, dazu und wir jammten bis tief in die Nacht.

Deon.

T.

Paddy und Steve.

Deon singt ein Maori-Lied (nur Ton).

Erinnerungsfoto mit Paddy am Morgen, bevor ich weiter fuhr.

Nach kurzer Nacht ging es mit einem Tag „Verspätung“ auf die letzte 70km-Etappe nach Napier, die überwiegend flach war und wie die Tage zuvor auf sehr ruhigen Nebenstraßen und zum Schluss Radweg verlief.

Da ich erst spät losgefahren war (dafür wars aber schon schön warm!😃), kam ich erst so um 17.00 Uhr in Napier an. Ich checkte im Hostel ein, duschte und traf mich dann mit dem Schweizer Daniel vom Campingplatz in Waipawa auf Essen und Bierchen – in meinem Fall Cider. War ein sehr netter Abend – auch ohne Musik.

Am Donnerstag schaute ich mir Napier näher an. Natürlich treibt es mich zuerst immer auf irgendeinen Aussichtspunkt hinauf, in diesem Fall den Bluff Hill:

Die Stadt ist bekannt für ihre vielen Art Deco Bauten, die ab 1930 gebaut wurden, nachdem ein großer Teil der Stadt von einem Erdbeben zerstört worden war. Ich wanderte zum Sightseeing einfach die Straßen entlang, ohne mich groß zu informieren über offizielle Sehenswürdigkeiten – die Stadt an sich ist hier die Sehenswürdigkeit:

Am Nachmittag packte ich mein (leeres) Fahrrad und fuhr noch ein Ründchen an der Uferpromenade und dem Küstenradweg entlang:

Dann setzte ich mich an den Strand, hörte ein bisschen Musik und schaute aufs Meer hinaus – ein Traum, v.a. bei dem tollen Wetter und den warmen Temperaturen!

Heute, am Freitag, steht hauptsächlich Faulenzen auf dem Programm, neben Wäschewaschen und Blog schreiben. Es ist heftiger Regen angesagt, sonst wäre ich heute schon weiter Richtung Taupo gefahren. Bisher ist es trocken, hoffentlich verspätet sich der Regen nicht um einen Tag… 🙄

Viele Grüße aus Napier!