Zuerst mal die beste Neuigkeit seit langem: mein Partnership Work Visa wurde um zwei Jahre verlängert, ohne dass wir nochmal eines beantragen und dafür bezahlen mussten, juhuuuuu!!!! Das heißt, dass ich in den nächsten 2 Jahren legal hier wohnen, arbeiten und ein- und ausreisen darf so oft ich will, was ja nicht ganz unwichtig ist für einen Heimatbesuch (den wir für nächstes Jahr Sommer planen). Außerdem gibt es Immigration New Zealand zwei Jahre Zeit, meinen Antrag auf dauerhaftes Bleiberecht (residency) zu bearbeiten, den wir im März gestellt haben. Paddy und ich sind soooo happy, das erste Mal läuft mal was wirklich gut und unkompliziert, was mit Visum zu tun hat (und von allein)!
Meine Visumsverlängerung 😊
Das andere Event, auf das ich mich sehr gefreut habe, war Tibors Ankunft in Neuseeland – mein erster Besucher aus Deutschland! Das mussten wir natürlich gebührend würdigen, und so organisierten wir uns Paddy‘s Schwester als Urlaubsvertretung auf dem Campingplatz und machten uns auf den Weg nach Wellington, um Tibor dort zu empfangen und ihm Wellington ein wenig zu zeigen, bevor wir ihn zu uns nach Hause brachten.
Paddy mit einem etwas erschöpften Tibor kurz nach der Ankunft am Wellingtoner Flughafen.
An diesem Tag machten wir verständlicherweise nicht mehr viel, sondern checkten in unserem AirB&B ein und machten uns auf die Suche nach einem Restaurant in der Nähe. Google empfahl uns die „Double Vision Brewery“, nur 5 Gehminuten entfernt, und das war ein echter Glückstreffer: leckeres craft beer (auch das cider war sehr gut), gutes bar food, gute Live Musik und eine schöne Atmosphäre:
dvb – double vision brewery in Wellington. Paddy und Tibor genießen Bier und Musik.Zwei der über zehn craft beers.
Am nächsten Morgen brauchten wir als erstes ein ordentliches Frühstück mit Kaffee, bevor wir unsere Sightseeingtour starten konnten, und so machten wir uns auf den Weg in die Wellingtoner Innenstadt und fanden „Joe‘s Garage“ für unsere Stärkung:
Frühstück!!
Frisch gestärkt stellten wir das Auto in einem Parkhaus ab (zum Glück fuhr Paddy, denn das Parkhaus war krass eng und niedrig, unser großer Pajero passte gerade so rein…) und spazierten durch die Innenstadt, an der Bayfront entlang zum Aufstieg zum Mount Victoria Lookout und über die berühmte Cuba Street wieder zurück in die Innenstadt. Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter, denn es war mild und meist sonnig und für Wellington ungewöhnlich wenig Wind. Hier ein paar Eindrücke:
Blick aus dem Parkhaus durch die Stadt hinunter zum Wasser.KunstTibor als das „I“ in Wellington – ein bisschen Touri-Quatsch muss sein 😜Verrückte gibts hier auch! Ein Schwimmer im kalten Wasser des Hafenbeckens 😵Meine Meinung dazuBlick von der Bayfront in die Stadt.Blick aufs Wasser und gegenüberliegendes Ufer.Außergewöhnliches Haus von einer Seite…… und von der anderen Seite.Nette kleine Stadtvilla…… mit interessantem Detail 😊ArchitekturAufstieg zum Mount Victoria Lookout.Die Aussicht vom Lookout.Wir drei hoch über Wellington 😊Filmkamera auf Stativbeinen.😂Junge Straßenmusikanten in der Cuba Street.Auf dem Rückweg durch die Stadt.Leckere Stärkung mit Waffeln und Eis….… macht Tibor und mich glücklich
Bevor wir uns wieder auf den Rückweg zu unserer Unterkunft machten, nahmen wir noch einen kurzen Umweg, um mein auf „TradeMe“ ersteigertes Rennrad abzuholen. Hauptsächlich habe ich es gekauft, um auf meiner Rolle zu benutzen, wenn das Wetter schlecht ist, aber vielleicht entdecke ich ja auch eine neue Liebe zum Rennradfahren, wer weiß?
Mein cooles neues (gebrauchtes) Bike.
Den Abend verbrachten wir in unserer neuen Lieblingskneipe ums Eck, der double vision brewery, wo ich einen neuen Freund fand, den ich am liebsten mit nach Hause genommen hätte!!
Definitiv jüngster Gast in der Brauerei!
Am nächsten Morgen ging es nach einem leckeren Frühstück in Wellington auf die Heimreise über die Rimutaka Hills, leider bei nicht allzu schönem Wetter:
Denkmal am Lookout.Ausblick von oben zurück Richtung Wellington…… und in die andere Richtung, Richtung Hawke’s Bay, wo das Wetter deutlich besser war.
Nach drei Stunden Fahrt kamen wir wohlbehalten, wenn auch in Tibor‘s Fall sehr müde, in Waipawa auf unserem Campingplatz an. Glücklicherweise waren die drei RSE workers, die in der „Villa“ gewohnt hatten, einen Tag vor unserer Abfahrt nach Wellington ausgezogen, so dass Tibor sein eigenes kleines Häuschen für sich hatte, wo er von uns (und unserem frühen Aufstehen) ganz ungestört sein konnte. Die nächsten Tage verbrachte er bei uns auf dem Campingplatz, und wir unternahmen kleinere Trips von dort aus, bevor Tibor und ich dann auf eine knapp zweiwöchige Tour durch den Süden der Nordinsel aufbrachen. Davon werde ich euch in den nächsten Tagen in Etappen mehr erzählen und natürlich jede Menge Fotos zeigen. Also bleibt dran – stay tuned! 😁
Das soll es erstmal für heute gewesen sein! Ich hoffe euch geht es gut. Wie immer freue ich mich über jeden Kommentar, auf welchem Weg auch immer. Liebe Grüße aus dem im Moment winterlichen (d.h. hier verregneten) Neuseeland!
Hallo liebe Leser, inzwischen ist es Mai und ich bin jetzt schon 10 Monate in Neuseeland – krass, wie die Zeit verfliegt! Der Winter kommt mit großen Schritten und die Nächte sind inzwischen oft schon ganz schön frisch mit 4 Grad, morgens haben wir jetzt häufig Nebel:
Morgenspaziergang: so langsam verzieht sich der Nebel über dem Fluss und zwischen den Hügeln.
Die letzten zwei Wochen hatten wir tolles Wetter, jeden Tag Sonnenschein und Temperaturen zwischen 15-21 Grad, aber die Tage werden merklich kürzer, inzwischen wird es schon vor 17.30 Uhr dunkel. Im Winter gehen hier die Temperaturen tagsüber runter auf 12-16 Grad (selten bleibt es unter 10 Grad), in der Nacht meist zwischen 3-6 Grad, selten kann es auch mal Frost geben. Das klingt jetzt verglichen mit Winter in Deutschland nicht so dramatisch, aber hier sind die Häuser wesentlich schlechter isoliert, und Zentralheizung gibt es auch nicht, so dass die Häuser viel kälter sind als in Deutschland. Unser sehr schönes, aber auch sehr altes Haus ist superkalt, geheizt wird mit drei Kaminen, so dass wir jede Menge Feuerholz brauchen – und das muss natürlich erstmal gemacht werden. Praktischerweise mussten letztes Jahr ein paar Bäume auf dem Campingplatz gefällt werden, die seitdem auf der Alpaka-Weide herumliegen und aufs Kleinmachen warten. Und so zogen Paddy, Paddy’s Schwester Aileen und ich bewaffnet mit Kettensägen und Holz-Spaltmaschine zur Alpaka-Weide und machten uns an die Arbeit. Ich hatte vorher noch nie mit einer Kettensäge gearbeitet, so dass Paddy mir erstmal eine Einweisung geben musste. Was für ein Spaß! 🙂
Die ersten Versuche mit der Kettensäge 🙂Aileen und Paddy mit dem wood splitter – die teilweise sehr großen Baumstammstücke lassen sich so gut in Kamin-gerechte Stücke spalten.
Ich in action am wood splitter 🙂
Am nächsten Tag weiß man dann schon, was man getan hat, ich hatte ganz schön Muskelkater! Aber dafür ist unser Holzschuppen jetzt wieder randvoll mit Feuerholz!
Im Holiday Park wird es jetzt deutlich ruhiger, wir haben nicht mehr viele Buchungen und es kommen nur zwei, drei Wohnwagen pro Tag, meist auch nur für eine Nacht. Zum Glück haben wir unsere permanents, und 36 Erntehelfer aus Samoa und Tuvalu, die noch bis Juli bleiben. Das sind echt coole Jungs und Mädels, sie arbeiten sechs Tage die Woche sehr hart, haben nur den Samstag frei, an dem dann Wäsche gewaschen und geputzt wird, und trotzdem sind sie immer gut drauf und freundlich. Samstags hört man überall im Camp polynesische Musik und ihr Gelächter, und jeden Tag wird auf der Wiese vor dem Campingplatz Volleyball gespielt, solange es noch hell ist:
Die Samoans beim Volleyball-Spielen.
Damit für so viele Leute genug heißes Wasser zum Duschen da ist, haben wir von Elektroheizung auf Gas umgestellt, und jede Woche werden die Gasflaschen neu gefüllt. Damit beim Befüllen kein Unfall passiert, mussten wir zwischen den Gasflaschen und dem Heizer eine Wand bauen:
Paddy beim Befestigen des Rahmens für die Wand. Daran befestigten wir dann feuerfeste Platten.
Eine andere Sache, die wir immer mal nebenher machen, ist Entrümpeln von Paddy’s Zeug in seinen zahlreichen Containern und Hütten. Dieses Mal taten wir das in einem Schuppen im Dorf, den er zusätzlich angemietet hatte, weil sein ganzes Zeug in seine 5 (oder so) Schuppen nicht mehr passte! Ich war vorher noch nie da drin gewesen und hatte keine Ahnung was mich erwartete. Und das sah so aus:
Blick in Paddy’s Schuppen vor dem Entrümpeln.
Der Schuppen enthielt alte (unbrauchbare) Teppiche, Reifen, Motorradteile, Holz, jede Menge Plastikteile für Quadbikes, ein kleines Boot, ein Pissoir, eine Toilette, etliche tote Ratten, zahllose Fenster, Kleinkram, und vieles mehr – was man halt so in einem Schuppen hat. Eine Ladung noch brauchbarer Reifen ging zurück zum Campingplatz in einen anderen Schuppen, eine Truckladung ging auf den Sperrmüll und eine Ladung Altmetall zum scrap man, wo wir tatsächlich $160 dafür bekamen! Jetzt sieht der Schuppen fast leer aus, yayyy!
Eine Ladung voller Reifen.
Neben dem Arbeiten gibt es aber auch noch andere Dinge im Leben, zum Beispiel mit Freunden feiern oder einfach nur etwas Leckeres essen, was wir gerne und häufig tun, wie hier mit selbst gemachten Pies bei uns in der Küche:
Val, Paula, Marcus und Steve beim Verköstigen der Pies.Paddy beim Pie-Backen.
Am 6. April waren wir zu Roy’s Feier seines 65. Geburtstags eingeladen, ein wichtiger Geburtstag, weil das das Renteneintrittsalter in Neuseeland ist – wobei die meisten Leute weiter arbeiten, das ist anders als bei uns, hier wollen die meisten länger arbeiten. Und auch Roy hat nicht die Absicht, jetzt in Rente zu gehen.
Das „Geburtstagskind“ beim Auspusten der Kerzen (keine 65 Stück) 😉Die Geburtstagstorte.Natürlich durfte die Live-Musik nicht fehlen: Paddy mit Roy beim Musizieren.
Ostern war für uns ein Wochenende wie jedes andere, nur etwas busier, aber trotzdem blieb Zeit für einen Oster-Brunch mit Paddy’s Familie bei Aileen, mit leckeren Muffins und Scones:
Aimee (Josh’s Frau), Paddy, Josh (Aileen’s Sohn), Sam und Livi (Paddy’s Tochter mit Partner) beim Osterbrunch.
Und was macht man sonst noch so an Ostern? Man bewundert seine Motorräder :-). Paddy hatte seine komplette Motorrad-Flotte vor dem Haus geparkt – echt eine beeindruckende Sammlung!
Paddy’s ganzer Stolz!
Ende April ist mein Geburtstag, und dies war der erste Geburtstag in Neuseeland. Es war schon sehr merkwürdig, das erste Mal ohne meine (deutschen) Freunde zu feiern, aber feiern wollte ich natürlich schon! Deshalb luden wir Paddy’s Freunde (inzwischen auch meine) zu einer Party bei uns ein. Am Abend vorher backten wir fleißig Kuchen – einen Rhabarber-Streuselkuchen (danke für das Rezept, Bettina!) und einen Apfelkuchen, yummy!!! Hier der sehr sehr leckere Rhabarber-Streuselkuchen:
Am Morgen wurde ich reich von Paddy beschenkt – ich muss wohl sehr brav gewesen sein 😉
Meine Geschenke: zwei Tage Napier mit leckerem Dinner und Übernachtung, einen coolen Fahrradtrainer (für kalte, nasse Wintertage), Fahrradhandschuhe und ein Handyhalter fürs Rad.
Der Tag war ein ganz normaler Arbeitstag, aber am Spätnachmittag heizten wir den Pizzaofen ein und bereiteten alles für die Party vor. Es war eine echt coole Party, auch wenn mir ein wenig meine deutschen Freunde fehlten! Hier ein paar Eindrücke:
Der Pizzaofen – fast fertig für die Pizzas.Die fleißigen Pizza-Beleger 🙂
Paddy und ich.Stolzer Vater mit Tochter 🙂Die ganze Geburtstags-Runde beim Happy Birthday-Singen mit Geburtstagskuchen im Vordergrund.Jede Menge leckerer Kuchen – inklusive Berrit’s Käsekuchen und Wendy’s Chocolate slices!Später am Abend endete die Party gemütlich im Wohnzimmer, und Harvey war wie immer „center of attention“, hier verwöhnt von Livi.
Den Tag nach der Party brauchten wir zum Erholen – Aileen’s Margaritas hatten es echt in sich – und so entführte Paddy mich als Teil meines Geburtstagsgeschenks erst am Sonntag nach Napier. Wir hatten wiedermal echt Glück mit dem Wetter, es war strahlender Sonnenschein und angenehm warm. Wir berichten den Tag mit Stadtbummel, ein bisschen Shoppen (ich brauchte dringend Jeans), einem Spaziergang zum Bluff Hill, um den Sonnenuntergang anzuschauen und danach einem fantastischen Dinner im Restaurant „Bistronomy“ – 6-Gänge-Menu mit den dazu passenden Weinen. Es war echt super – und schön, mal vom Campingplatz weg zu kommen. Vielen vielen Dank, Paddy!
Brunnen in Napier.Paddy mit Oldtimer an der Marine Parade – Napier gilt als Art Deco Stadt.Spaziergang zum Bluff Hill…… um den Sonnenuntergang anzuschauen – sehr romantisch 🙂Der Start in den Abend mit Aperol Spritz.Zwei der sechs Gänge unseres Menus: Links Fisch mit Noisette-Butter, rechts das Dessert.Zurück in unserem echt netten AirB&B wartete nicht nur ein sehr bequemes Bett auf uns, sondern auch Katze „Oscar“, die die halbe Nacht mit uns verbrachte.
Am nächsten Morgen waren wir zum Frühstücken mit Paddy’s Freunden Baz und Jane verabredet, und da das Wetter so schön war, konnten wir sogar draußen sitzen. ich hatte ein superleckeres Schoko-Croissant, etwas, das es hier nicht oft gibt!
Was für ein schöner Geburtstag und was für ein schönes Wochenende! Kaum wieder Zuhause angekommen, wartete schon der Campingplatz-Alltag auf uns, und Harvey, den wir wahrscheinlich mehr vermisst haben als er uns, war er doch bei Aileen in den besten Händen! Trotzdem war die Wiedersehensfreude auch bei ihm groß 🙂
Harvey abends völlig geschafft auf der Couch.
Das folgende Wochenende spielte Paddy’s Band in Waipukurau auf dem „Green Patch“, um für die Krebsforschung Geld zu sammeln und gleichzeitig die Leute auf ihrem Shoppingtrip zu unterhalten.
Hier eine kleine Kostprobeder „Monotones“.
Letzten Sonntag nutzten Paddy und ich das schöne und relativ warme Wetter nochmal für einen Motorradtrip aus – wer weiß, wie oft das noch geht, bevor der Winter kommt und es zu kalt wird. Wir fuhren raus zur Kairakau Beach, einer von fünf Stränden bei uns in der Nähe, den ich noch nicht kannte. Es war super! Das ist der schönste der Strände, finde ich. Keine Ahnung, warum Paddy mir den nicht schon früher gezeigt hat :-). Hier ein paar Eindrücke:
Kairakau Beach mit jeder Menge Treibholz.Die Aussicht auf die andere Seite. Die beiden Biker 🙂Paddy im verschwindenden Sonnenlicht.Blick aufs Meer.Blick den Fluss hinauf, der hier ins Meer mündet.
So, das wars mal wieder für heute. Beim nächsten Mal gibt es einen Blog mit meinen ersten Besucher aus Deutschland, mehr wird noch nicht verraten. Das ist so aufregend, endlich können mich meine Freunde besuchen, und ich kann ihnen meine neue Heimat direkt zeigen, nicht nur in meinem Blog! Freu mich schon riesig!! Bis zum nächsten Blog! Passt auf euch auf und bleibt gesund!
Hallo liebe Leser, bei euch wird es so langsam Frühling, bei uns herbstelt es schon ganz schön – obwohl das bei diesem nassen Wetter schwer zu sagen ist. Wenn man den Neuseeländern glaubt, war dies einer der nassesten Sommer ever, wir hatten ca 4 Wochen, in denen es heiß und trocken war, aber ansonsten gab es häufig Regen, vor allem im Februar und März. Das sorgte für jede Menge nasse Füße, aber auch für grüne, saftige Wiesen fast den ganzen Sommer über. Bisher ist es aber wenigstens noch ziemlich warm, zwischen 18 und 23 Grad. Und da man zu dieser Jahreszeit nie wissen kann, wie oft man gewisse Dinge noch tun kann, haben wir die schönen Tage ausgenutzt wo es ging:
Nochmal den Pizza-Ofen einheizen und draußen auf dem Deck sitzen: Glyn, Steve, Paddy, Lyn und Paula.Der Pizzabäcker 🙂Motorbike-Tour nach Clifton, hier beim Lunch im Café Hygge: Paddy, Glyn, Mark, Steve, Paula und ich.Auf dem Rückweg gab es eine kurze Kaffeepause im „Birdwoods“.
Ende März kam dann richtig viel Regen. Montag, der 21.03., war schon ziemlich verregnet, so dass der Fluss schon anstieg und am Dienstag (ausnahmsweise ein sonniger Tag) so aussah:
Braun und größer als normal – der Waipawa River.
Aber das war nichts im Vergleich zu dem, was die nächsten Tage bringen sollten! Mittwoch und Donnerstag brachten heftige Regenfälle, so dass das normalerweise kleine Flüsschen zu einem reißenden Strom wurde. Damit ihr wisst, wie der Waipawa River normal aussieht, habe ich euch Vergleichsbilder dazu hochgeladen:
Die Straße zu unserem Campingplatz (und die angrenzende Wiese) stand unter Wasser, da war für Autos kein Durchkommen mehr, da musste man einen Umweg fahren:
Überschwemmte Straße unter der Eisenbahnbrücke.
Kurzzeitig hatten wir ein bisschen Angst, dass auch der Campingplatz überschwemmt würde, aber zum Glück hat der Damm das Wasser abgehalten:
Das Wasser reichte bis zum Damm, links davon ist unser Campingplatz. Normalerweise kann man den Fluss vom Damm aus noch nicht mal sehen!Der reißende Waipawa River reicht fast bis an die Straße ran.
Leider hat die erst 2017 fertig gestellte Swing Bridge am Tukituki River nicht überlebt! Das ist sooo traurig! Ich bin 2-3 Mal pro Woche da drüber geradelt auf dem Weg nach Waipukurau oder einfach nur auf einer Radtour. Jetzt kann man nur noch auf der Autobrücke den Fluss überqueren. Hier wieder ein paar Vorher-Nachher-Bilder:
Am nächsten Tag machten wir uns auf zu unserer täglichen Dog-Walking-Runde zu dem kleinen Wäldchen am Fluss, und auch das stand unter Wasser – sehr zu Harvey’s Vergnügen, der happy durch den Wald schwamm:
Harvey beim Spazier-Schwimmen im Wald.
Zum Glück folgt nach Regen auch irgendwann wieder Sonnenschein, und die letzten paar Tage waren trocken, warm (bis 24 Grad) und sonnig, so dass wir jede Menge Rasen mähen konnten – und mussten! Am Sonntag nahmen wir uns nach dem Putzen den halben Tag frei und fuhren zum Te Mata Peak, einem Berg bei Havelock North. An diesem Tag waren wir faul und fuhren mit dem Auto hoch, aber nachdem ich die Hiking- und Mountainbike-Trails gesehen habe, will ich auf alle Fälle wieder dort hin und sie ausprobieren! Hier ein paar Eindrücke von unserem Sonntagsausflug bei schönstem Wetter:
Es gibt Neuigkeiten für alle, die mich gerne besuchen möchten: Ab 01. Mai öffnet Neuseeland seine Grenzen für Touristen aus Visum-freien Ländern, wozu Deutschland gehört. Das heißt, ab dann könnt ihr, wenn ihr geimpft seid, nach Neuseeland fliegen und müsst nicht mehr durch MIQ (managed isolation) oder euch isolieren. Ihr braucht nur noch einen negativen Test vor Abflug. Also macht euch an die Urlaubsplanung!!! Wir haben hier immer ein Plätzchen für euch frei und freuen uns riesig über jeden, der kommt 🙂
So, das wars für heute. Ich hoffe euch geht es gut und ihr seid alle gesund. Ich wünsche euch jetzt schonmal Frohe Ostern und meinen Lehrerfreunden schöne Osterferien!
Liebe Leser, inzwischen ist es März und ich bin schon über ein halbes Jahr hier in Neuseeland – krass, wie schnell die Zeit vergangen ist!!! Und was für ein spannendes und schönes (aber auch nicht immer einfaches) halbes Jahr das war! Ich habe viele neue Dinge gelernt (Rasenmähen mit dem Ride-on mower, Ölwechsel machen, Zaun bauen, Kamin anfeuern, diverse Fahrzeuge fahren, alle Arbeiten rund um einen Campingplatz,…), viele neue Leute kennen gelernt, einen Hund adoptiert und mich ziemlich gut hier eingewöhnt, obwohl mein neues Leben so ganz anders ist als mein altes in Deutschland. Und das Wichtigste von allem: Paddy und ich sind zusammen und genießen jeden einzelnen Tag miteinander. Selbst nach jetzt einem Jahr zusammen wohnen und obwohl wir fast 24 Stunden jeden Tag miteinander verbringen, fühlt es sich doch immer noch besonders an, morgens mit ihm aufzuwachen und ihn einfach in den Arm nehmen zu können – so schnell werden wir das wohl nicht für selbstverständlich nehmen, zu hart war der Kampf, bis wir das erreicht hatten! Insgesamt sind wir jetzt schon 3 Jahre zusammen, und die ersten zwei davon waren sicherlich die härtesten meines Lebens, zuerst dank der Fernbeziehung und dann wegen des Zwangs-Getrenntseins wegen Corona. Jetzt steht der letzte Schritt an, der Antrag des Partnership Residency Visa, der zeitlich unbegrenzten Aufenthaltserlaubnis. Diese Woche werden wir die letzten Formulare und Dokumente zusammentragen und nächste Woche einreichen. Drückt uns die Daumen, dass das klappt, und hoffentlich relativ schnell. Leider ist die durchschnittliche Bearbeitungszeit 10-12 Monate, d.h. wir müssen wohl zwischenzeitlich nochmal ein Partnership Work Visa beantragen, wenn mein aktuelles im August ausläuft, was natürlich nochmal extra kostet… Aber was solls, Hauptsache es klappt! Sobald ich Residency habe, kann ich dann auch wieder nach Deutschland kommen, vorher traue ich mich das nicht… nochmal halte ich eine lange Trennung von Paddy nicht aus!
Neben dem Zusammenstellen der Papiere für das Visum gab es die letzten Wochen noch zahlreiche andere Dinge zu erledigen, wir waren ziemlich gut beschäftigt! Zu allererst wollten wir unbedingt unser Grundstück komplett fertig einzäunen, damit Harvey, unser Hund, nicht ausreißen oder im Camp frei herumlaufen kann. Leider fing er nämlich an, nicht nur auf dem Campingplatz herumzulaufen, sondern weitete seine Solo-Spaziergänge auf außerhalb des Holiday Parks aus, und das wurde uns zu gefährlich, da er leider keine Angst vor Autos oder LKWs hat – im Gegenteil, er jagt sie (zum Glück bisher nur unter der Brücke, wenn sie darüber fahren). Und so machten wir uns in Windeseile an die Fertigstellung des Zauns und das teilweise provisorische Stopfen einiger Schlupflöcher, bis wir mehr Zeit haben, eine Dauerlösung zu finden. Hier ein paar fotografische Beweise unserer Arbeit:
Die letzten Zaunlatten liegen nach dem Streichen zum Trocknen in der Sonne – insgesamt waren es 189, die natürlich 2x gestrichen werden mussten!Die fertigen Zaunlatten, dahinter rechts der alte ausgeblichene Zaun, links schon ein Stück des neuen Zauns.Paddy beim Annageln der Latten.Harvey hat noch keine Ahnung, was da vor sich geht. Er sitzt entspannt mit seinem Lieblingsspielzeug „Chucky“ im Schatten und schaut uns bei der Arbeit zu.Juhuuu, der Zaun inklusive Gate ist fertig!Und auch den Zaun am Eingang des Campingplatzes neben der Lodge haben wir fertig gestellt (ohne Bild).
Die einzig verbliebenen offenen „Fluchtstellen“ waren ein kleines Loch neben dem Tor am entfernten Ende unseres Grundstücks und die Garage, die keine Rückwand hat. Beides haben wir notdürftig mit Maschendrahtzaun zu gemacht. Natürlich wollten wir die „Hundesicherheit“ unseres Zauns gleich mal testen, und so ließen wir Harvey im Garten und gingen beide durch das Gartentor hinaus auf den Campingplatz – keine 15 Sekunden später rannte uns Harvey hinterher, und wir hatten keine Ahnung wie er rausgekommen war! Zuerst dachten wir, er sei über den kleinen Maschendrahtzaun in der Garage gesprungen (zugegebenermaßen könnte er wahrscheinlich überall locker drüber springen, er hat eine Wahnsinns-Sprungkraft! Aber zum Glück weiß er das nicht ;-)). Aber nach einigem Suchen fanden wir dann sein Schlupfloch:
Eine fehlende Latte im alten Zaun,versteckt hinter Weinreben(fürs Foto und die Reparatur haben wir die zur Seite geschoben).Groß genug für unseren schlanken Hund zum Durchlaufen, wie er uns hier bewies.Loch gestopft 🙂Harvey findet das nicht so toll und beschwert sich bei Paddy 😉
Jetzt kann Harvey seine relative Freiheit genießen und in Haus und Riesengarten umherstreifen so viel er will. Bisher klappt das sehr gut, mal sehen wie lange…
Da wir ab März 36 RSE workers (Recognized Seasonal Employees) von den Inseln beherbergen würden, die in Mr.Apple’s pack house ganz in der Nähe arbeiten würden, musste noch einiges vorbereitet werden. Zum einen brauchten wir mehr Unterkünfte, unsere Cabins und Lodge und Villa sind nicht groß genug. Hierfür lieh sich die Firma Mr. Apple kleine cabins, in denen jeweils zwei workers untergebracht werden würden. Diese cabins stehen nun verteilt auf dem ganzen Campingplatz, ganze 9 Stück davon!
Lieferung der ersten cabin.Auch ein zusätzlicher Waschraum mit Toiletten und Dusche wurde geliefert, er steht rechts von unserem Toilet Block.
Außerdem ließen wir das elektrische Wasserheizsystem am Toilet Block durch Gas ersetzen, und natürlich übernahm Paddy einige Arbeiten wie Rohre austauschen und anschließen. In der Woche davor stellten wir einiges in unseren Gebäuden um, tauschten Doppelbetten gegen Einzelbetten aus und besorgten noch ein paar Extra-Betten.
Doch bevor die RSE workers Anfang März einzogen, stand am letzten Februarwochenende noch das „Tennis-Wochenende“ an, an dem im benachbarten Tennisclub ein Veteranen-Turnier stattfindet und der ganze Campingplatz voll mit Tennisspielern aus ganz Neuseeland ist. Normalerweise gibt es jedes Jahr am Samstag eine Party mit Live-Musik von Paddy’s Band im Garten, aber da Omikron gerade durchs Land raste und die Infektionszahlen mit jedem Tag höher wurden, verzichteten wir auf die Party. Die machten die Tennisleute aber auch ohne uns! Wir gesellten uns ein bisschen dazu, seilten uns aber relativ früh wieder ab – schließlich mussten wir fit sein am nächsten Morgen, um die Überreste zu entsorgen! Nachdem am Montag früh auch die letzten Tennisspieler ausgecheckt hatten, ging es ans Großreinemachen – alle cabins und Unterkünfte mussten geputzt werden (natürlich zusätzlich zum Toilet Block)!!! Zum Glück half Paddy’s Schwester Aileen mit, und trotzdem waren wir den ganzen Tag beschäftigt!
Am Nachmittag des nächsten Tages zogen dann 15 Damen aus Tuvalu, Papua Neu-Guinea und den Solomon-Inseln und 4 Herren aus Samoa bei uns am Campingplatz ein. Sie waren schon seit vor der Pandemie in Neuseeland, haben also ihre Freunde und Familien seit 2,5 Jahren nicht mehr gesehen, ganz schön hart! Die fehlenden 17 Jungs sitzen noch in Samoa fest, da Flüge gecancelt wurden. Sie werden diese Woche erst ankommen. Drei Tage nach ihrer Ankunft bei uns testeten fünf von ihnen positiv auf Covid, was bei Paddy kurzzeitig für Panik sorgte. Aber da Covid gerade in Neuseeland wütet, mit täglich mehr als 20.000 Neuinfektionen und einer Inzidenz von knapp 2900, war das nur eine Frage der Zeit. Inzwischen ist noch ein positiver Fall dazu gekommen, und alle isolieren sich brav in ihren cabins bzw. in der Lodge und werden mit Essen und allem Nötigen versorgt, das scheint soweit ganz gut zu klappen. Zum Glück ist keiner von ihnen wirklich krank. Wir erklären ankommenden Campern im Moment die Situation, so dass sie entscheiden können, ob sie hier bleiben wollen oder nicht, aber die meisten reagieren nur mit Schulterzucken und meinen „es ist ja eh überall“.
Nachdem alle Vorbereitungen für die RSE workers abgeschlossen und diese eingezogen waren, hatte Paddy endlich Zeit, eine Wand für Sams Wohnwagen-Anbau zu bauen. Sam ist einer unserer permanents und hilft uns auf dem Campingplatz. Bisher hatte er nur eine Plane als Wand, inzwischen steht die neue, solide Holzwand, der Winter kann kommen 😉
Der Rahmen steht, das Fenster liegt schon zum Einbau bereit.Paddy beim Sägen.Die Wand inklusive Fenster steht!
Ein weiteres Abenteuer war mein zum Glück am Ende doch erfolgreicher Versuch, einen neuseeländischen Führerschein zu bekommen, was uns drei Fahrten nach Napier und schlappe 150 Dollar für Übersetzungen kostete, wegen falscher Auskünfte und einem in Neuseeland nicht brauchbaren internationalen Führerschein, den ich mir extra vor meiner Abreise noch hatte machen lassen. Kleiner Tipp für alle, die nach NZ kommen wollen: Spart euch das Geld! Beim dritten Anlauf war alles gut, und der Führerschein sollte in den nächsten Tagen hier ankommen 🙂
Neben all der Arbeit gab es aber auch Vergnügen: Zum Beispiel waren wir zweimal bei Matt und Berrit zum Dinner eingeladen, einmal einfach nur so, und das zweite Mal zu Matts Geburtstag. Wie immer waren es sehr vergnügliche Abende und hervorragendes Essen, alles aus eigenem Anbau!!
Paddy, Berrit und Matt.Berrit’s neueste Errungenschaft: eine Zwiebelschäl-Brille 🙂Matt’s Geburtstagsfeier:Berrit, Matt, Rod, Helen, Chris, Richard and Paddy.
Paddy hat seit ein paar Wochen ein neues gebrauchtes Fahrrad, das er für zwei Kisten Bier bekommen hat und das dringend ausprobiert werden musste. Und so schwangen wir uns an einem sonnigen Sonntag auf die Räder und radelten am Tukituki River entlang – das Rad ist wirklich gut! Ein zwar älteres, aber gut funktionierendes Scott Gravel Bike:
Paddy mit seinem neuen Rad auf dem Tukituki Radweg.Der Tukituki River.Die beiden Biker 🙂
Wenn er wählen kann, bevorzugt Paddy allerdings die motorisierte Variante, und so schwangen wir uns letzten Sonntag auf seine Harley und fuhren zum Paper Mulberry Café für einen späten Lunch:
Wie steht mir die Harley? 🙂Die beiden Motorbiker.Paddy genehmigt sich einen Lamb Pie.
Der einzige Sport, den Paddy je gemacht hat, ist Tennis. Und da der Tennisclub direkt nebenan ist, gingen wir an einem schönen Samstag Nachmittag einfach mal rüber und spielten mit Paula, Steve und ihrem Sohn Tommy ein Stündchen. Da außer Paddy keiner wirklich gut ist, und ich sowieso erst das zweite Mal in meinem Leben einen Tennisschläger in der Hand hatte, spielten wir ohne Regeln, damit wenigstens ein bisschen ein Spiel zustande kam. Es muss schrecklich ausgesehen haben, aber wir haben uns prächtig amüsiert! Das werde ich ab jetzt wohl öfter mal machen, vielleicht lerne ich es ja noch 😉
Steve beim Aufschlag, Paula schaut zu.Tommy und Paddy, der mal wieder einen verunglückten Ball aufsammeln musste.Stärkung nach dem Tennis: Paddy, Steve, Paula und ich mit Crackern und Käse. Tommy war schon nach Hause gegangen.
Ich hatte euch ja beim letzten Mal berichtet, dass ihr mich ab Juli besuchen kommen könnt. Gerade vor ein paar Minuten kam in einer der neuseeländischen Zeitungen online die Meldung, dass geimpfte Touristen aus visumfreien Ländern schon im April nach Neuseeland reisen können, ohne managed isolation oder Quarantäne (https://www.stuff.co.nz/national/politics/300542040/covid19-nz-government-to-move-tourism-opening-date-forwards-to-april)! Solltet ihr also noch nichts vorhaben, kommt vorbei! Ab April ist es möglich! Die offizielle Meldung und das genaue Datum werden morgen bekannt gegeben.
So, das wars mal wieder von mir! Ich hoffe, euch geht es gut, ihr seid gesund und munter und habt nicht zu viel Stress. Ich freue mich, von euch zu hören, auf welchem Weg auch immer! Ganz liebe Grüße von Paddy, Harvey und mir!
Hallo, liebe Leser, mit 6-wöchiger Verspätung berichte ich euch heute von meinem ersten Kurzurlaub hier, den ich in guter Tradition auf dem Rad verbrachte – und leider ohne Paddy, denn einer muss ja den Campingplatz managen. Aber Paddy war nicht böse drum, Radfahren ist nicht so seins, zumindest nicht so lange Touren. Aber es fühlte sich schon komisch an, das erste Mal Getrennt-Sein seit unserer „Wiedervereinigung“ letztes Jahr im März…
Das Wetter war perfekt, sonnig und heiß, ganz so, wie ich es mag. Und so radelte ich, mit zwei Satteltaschen voll Campingzeug und ein paar Klamotten am Rad, am Samstag morgen los Richtung Te Awanga, mein Etappenziel für den ersten Tag.
Tag 1 meiner Tour: Waipawa – Te Awanga, ca 75 km und 900 Höhenmeter, es ging ganz schön rauf und runter!
Ich hatte mir eine ziemlich hügelige Tour ausgesucht, die ziemlich anstrengend war, zumal ich im Moment nicht so fit bin wie ich gerne wäre, aber dafür gab es so gut wie keinen Verkehr und die Landschaft war echt toll! Hier ein paar Eindrücke:
Der Tukituki River, kurz bevor es hügelig wurde.Die Hügel in der Ferne schauen aus wie mit Teppich belegt.Da kann man ein bisschen erahnen, wie hügelig es war. Kleine Hügelkette, an deren Fuß sich der Tukituki River entlang windet.Am höchsten Punkt angekommen – dafür schau ich noch ganz fit aus 🙂 Danach ging es die letzten 10 km nur noch bergab bzw. gerade.Am Meer in Clifton angekommen, von da waren es nur noch ein paar Kilometer bis zum Campingplatz.
Leider zeigte mein Rad unterwegs Verschleißerscheinungen (es ist immerhin schon 16 Jahre alt, es ist das Rad, mit dem ich in meinem Sabbatjahr durch Neuseeland getourt bin): ein kleines Teilchen, das das Bremsseil führt, brach ab, so dass meine Vorderbremse nicht mehr funktionierte. Aber das hielt mich nicht vom Weiterfahren ab, ich bremse eh nicht viel, frei nach dem Motto „wer bremst, verliert!“
Ganz schön mitgenommen, mein armes altes Rad! Das lässt sich wohl nicht mehr reparieren…
Auf dem Weg zum Campingplatz legte ich einen kurzen Zwischenstopp am Dorfladen ein, um mir mein Abendessen zu besorgen, dann ging es auf die letzten 3 Kilometer, immer am Meer entlang. Am Zeltplatz angekommen, baute ich gleich mein Zelt auf (das letzte Mal hab ich es im Sabbatjahr benutzt, vor 3 Jahren!), ging duschen und machte mich dann über mein nur bedingt gesundes Abendessen her:
Mein Zelt, nur durch ein paar Büsche von Strand und Meer getrennt.Abendessen! Sellerie-Sticks, Cracker mit Käse-Dip und ein Cider, die Chips hab ich dann gar nicht mehr gegessen (erst am nächsten Abend ;-)).
Nach dem Essen ging ich noch ein bisschen spazieren, um die müden Muskeln ein bisschen zu entspannen und mir die Gegend anzuschauen.
Blick hin zum Cape Kidnappers ganz in der Ferne.Fix und fertig nach diesem anstrengenden Tag!
Ich war echt fertig!! Und so ging ich relativ früh schlafen, um fit für den nächsten Tag zu sein! Leider schlief ich nicht so toll, zum einen, weil ich Paddy neben mir vermisste und zum anderen, weil ich so kaputt war.
Deshalb war es kein Problem, früh genug für den Sonnenaufgang aufzuwachen und einen dringend benötigten Kaffee zu trinken, bevor ich mein Zelt abbaute, mein Rad belud und mich auf meinen Drahtesel schwang.
Sonnenaufgang in Te Awanga.
Tag 2 meiner Tour führte mich nach Napier und auf einige Radwege rund um Napier, heute komplett flach (aber trotzdem 75 Kilometer), was gut war nach dem anstrengenden Tag gestern, obwohl es meinen Beinen und meinem Hintern überraschend gut ging.
Unser Rückweg von Bay View zurück nach Clive. Der Hinweg war ähnlich, ging aber komplett am Meer entlang.
Zuerst ging es nach Clive, wo ich mich mit Paula traf, die mich an diesem Tag begleitete. Zuerst gönnten wir uns ein leckeres Frühstück zur Stärkung:
Frühstück mit Paula.
Dann ging es frisch gestärkt los Richtung Napier. Hier ein paar Eindrücke von einem tollen Radltag bei bestem Sommerwetter:
Beach in Napier mit Blick auf das Meer und Cape Kidnappers im Hintergrund.Cycling girls :-).In Napier war Markttag, den ließen wir uns natürlich nicht entgehen.Mini-SusiKleiner Loop vom Meer weg ins Binnenland bei Bay View.Kunst am Flughafen von Napier.Zwei verschwitzte Radler, die sich mit einem Cider für die Rückfahrt stärken.
Nach einem superschönen Tag auf dem Rad (mit Eisessen und Einkehr für Cider und Pommes) und 75 gefahrenen Kilometern kamen wir wieder in Clive an. Paula setzte mich netterweise am Campingplatz Hastings ab (so sparte ich mir die letzten 10 Kilometer) und fuhr zurück nach Hause, während ich in Hastings mein Zelt aufbaute, duschen ging, mir noch schnell was zum Essen kaufte und dann den Abend gemütlich ausklingen ließ. Neben mir zeltete Steve, ein anderer Radfahrer, der auf einer längeren Tour unterwegs war, und natürlich kamen wir ins Gespräch und tauschten uns aus über unsere Radabenteuer. Müde, aber nicht ganz so fertig wie am Tag zuvor, kroch ich dann auch wieder recht früh in meinen Schlafsack, um die zweite Nacht ungewohnter Weise ohne Paddy einzuschlafen. Ich muss zugeben, das fühlte sich schon sehr komisch an…
Der letzte Tag meiner Radtour führte mich von Hastings über die „Middle Road“ zurück nach Waipawa, nur eine relativ kurze Etappe mit ca 50 Kilometern, aber auch wieder recht hügelig. Das Wetter war deutlich kühler und bedeckt, was angenehm zum Radeln, aber nicht so schön für die Fotos war. Hier ein paar Bilder:
Kunstwerke im Vorgarten einer Farm bei Hastings…… echt cool, und nur eine kleine Auswahl dessen, was da so rumstand.Das größte Stück meiner Tour führte mich auf der Middle Road entlang, einer Nebenstraße mit wenig Verkehr.Kurvig durch die Hügel nahe des Tukituki River.Das letzte Selfie auf meiner Tour, im Hintergrund der Tukituki River.
Erschöpft aber glücklich kam ich am frühen Nachmittag wieder Zuhause an, wo ich frenetisch von Harvey (natürlich auch von Paddy ;-)) begrüßt wurde! Ich hatte die beiden echt vermisst – Paddy noch etwas mehr als Harvey :-). In dieser Nacht schlief ich wieder deutlich besser, nicht nur, weil ich wieder in einem Bett schlafen konnte, sondern vor allem, weil ich in Paddy’s Arm einschlafen konnte.
Zum Schluss noch ein Bild von Harvey, das ein Freund ein wenig überarbeitet hat:
Harvey – best dog ever!
Im nächsten Blog bringe ich euch auf den neuesten Stand, was so alles passiert ist in den letzten 6 Wochen. Bis dahin macht es gut und bleibt gesund!
Hallo liebe Leser, auch wenn es schon wieder eine Ewigkeit her scheint, berichte ich euch heute trotzdem noch von Weihnachten und Silvester „down under“. Wie schon im letzten Blog erwähnt, kommt für einen Europäer bei sommerlichem Wetter nicht so wirklich Weihnachtsstimmung auf, Weihnachten gleicht hier eher einem Sommerfest bei uns (was es hier ja auch ist). Und so feierten wir am 25.12. in T-Shirts draußen Weihnachten, mit Aperol Spritz und Pizza aus dem eigenen Pizzaofen:
Ich mit Aperol Spritz beim Testen meines Weihnachtsgeschenks 🙂Paddy und Harvey (mit seinem Weihnachtsgeschenk) mir gegenüber.Sam und Liv, Paddy’s Tochter, kamen zum Weihnachtslunch vorbei – Christmas Pizza.
Natürlich gab es auch Geschenke! Paddy und ich machten Bescherung nach dem täglichen Putzen (ja, auch an Weihnachten muss geputzt werden…), und danach nochmal mit Liv und Sam. Ich muss echt brav gewesen sein… 🙂
Meine Geschenke auf einen Blick – Hängematte, Wireless earphonesund pie maker (ich liebe pies!!!)…… und ein richtig cooles Gemälde von Harvey, das er übrigens erstmal angeknurrt hat.Paddy mit seinen Geschenken: das neueste Ken Follett Buch, coole alte Comics (vom Wichteln mit seiner Familie) und einem Gutschein für einen neuen Motorradsitz für eines seiner Bikes.Harvey war glücklich mit der (natürlich lecker gefüllten) Kong.Bescherung mit Liv und Sam – Liv freute sich sichtlich über……ein Gemälde von ihrem Hund Dusty.
Abends kamen Paula und Steve noch auf ein paar Drinks auf unserer Terrasse vorbei. Am nächsten Tag war Liv’s Geburtstag, und Sam und Liv kamen zum Brunch. Natürlich gab es auch ein cooles Geburtstagsgeschenk:
Alle helfen beim Auspacken, sogar Harvey!Liv mit ihrem neuen Wakeboard, das sie gleich in den nächsten Tagen bei ihrem Urlaub am Lake Taupo ausprobierte.
Ansonsten war Weihnachten ziemlich arbeitsreich, denn endlich wurde es voll auf unserem Campingplatz! Am 24.12. war kein einziger Gast da, wir waren bis auf unsere permanents komplett leer – es waren wohl alle mit Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt… aber ab dem 25.12. ging das Weihnachts- und Silvester-Geschäft los, und wir waren durchgehend bis etwa Mitte Januar fast voll, so dass uns definitiv nicht langweilig wurde. Auch das Wetter spielte mit, es war die ganze Zeit sonnig und warm – perfekt für Camping.
Ein paar Tage nach Weihnachten waren wir bei Berrit und Matt zum Abendessen eingeladen. Berrit kommt auch aus Deutschland (lebt aber schon ewig hier), und so konnte ich mal wieder ein bisschen deutsch sprechen, natürlich nur zwischendurch, sonst hätten Paddy und Matt nicht mitreden können 😉
Berrit und Matt haben ein großes Grundstück am Rand von Waipawa, mit allen möglichen Tieren und einem großen Gemüse- und Obstgarten, und einem tollen Blick über Wiesen und Felder. Es ist kaum zu glauben, dass man tatsächlich IN Waipawa ist, es fühlt sich an wie mitten in der Pampa:
Blick über die Hügel hinter Waipawa – schade, dass das Wetter an diesem Abend nicht schön war…Auch Berrits und Matts Haus ist schön und gemütlich, und der Tisch war schon gedeckt für ein leckeres Abendessen.Burger mit Salat und Gemüse aus dem eigenen Garten – soooo lecker!!!The two Kiwi-German couples – scheint eine gute Kombi zu sein 🙂
Am 31.12. gab es bei uns auf dem Campingplatz eine große Silvesterparty für alle Gäste und Freunde, mittlerweile schon das dritte Mal, sie ist also inzwischen eine Tradition. Das erste Mal, Silvester 2019, war ich dabei, letztes Jahr musste Paddy dank Corona und geschlossenen Grenzen ohne mich feiern. Neuseeländer sind etwas verrückt, sie starten ihre Feiern immer sehr früh, unsere Party ging am frühen Nachmittag schon los – nach dem Aufbau versuchte sich Steve erfolgreich als DJ, mit echten Schallplatten und Musik aus den 70er und 80er Jahren!
Das Set Up für die Bands und den DJ unter selbstgebasteltem Dach in unserem Garten.DJ Steve in seinem Element!Harvey scheint die Musik zu gefallen.
Der Vorteil an einem frühen Start ist, dass nie ganz viele Leute auf einmal da sind (wichtig zu Corona-Zeiten), sondern es mehr ein ständiges Kommen und Gehen ist. Zum Glück spielte das Wetter mit, so dass wir schön draußen feiern konnten. Nach und nach kamen mehr und mehr Leute (und ein paar gingen wieder), und Paddy heizte den Pizzaofen ein. Zusätzlich wurde außerdem gegrillt, so dass jeder mitbringen und zubereiten konnte, was er wollte. Abends spielten Paddy’s Band, eine befreundete Band aus Palmerston North, und John Jones, einer unserer „Dorfbewohner“ auf unserem Campingplatz, hatte einen Gastauftritt als Sänger- ein Abend voller richtig guter Musik, es wurde ausgiebig getanzt! Hier ein paar Eindrücke:
Der Pizzaofen wird eingeheizt.Auch der Grill war einsatzbereit und wurde eifrig genutzt.Die beiden Gastgeber – unser letztes Bild im Jahr 2021.Der Garten füllt sich so langsam.Diese Fans sitzen in der ersten Reihe, also ganz nah an der Musik...… während es sich Berrit, Matt und ihre zwei Freunde lieber weiter hinten auf einer Picknickdecke bequem gemacht hatten. Für Harvey war das alles ziemlich aufregend, aber irgendwann wurde er dann doch müde…
Kleine Kostprobe von Paddy’s Band „The Monotones“.
Gastauftritt von John Jones – er hat eine echt coole Stimme!
Anders als bei uns wird in Neuseeland nicht sonderlich geballert um Mitternacht, und auch sonst ist der Start ins neue Jahr kein großes Ding – ganz im Gegenteil, ein großer Teil der Bevölkerung verschläft ihn einfach, und auch ein großer Teil unserer Gäste war schon vor Mitternacht gegangen. Der verbliebene Rest zählte die letzten 10 Sekunden des alten Jahres herunter, dann wünschte man sich ein frohes neues Jahr und dann ging es mit der Musik weiter – keine Raketen oder Böller oder Sich-um-den Hals-fallen oder so (was zu Covid-Zeiten wohl auch besser ist…), alles sehr unaufgeregt. Und um 1 Uhr war die Party zu Ende, so dass wir (für mich ungewohnt früh an Neujahr) nach grobem Aufräumen um 1.30 Uhr im Bett waren. Am nächsten Morgen räumten wir den Rest auf, was zum Glück nicht mehr dramatisch war, und gönnten uns danach mit einigen Freunden, die hier geschlafen hatten oder auch wieder von Zuhause kamen, ein ausgiebiges Frühstück mit Eggs and Bacon:
Neujahrs-Frühstück!
Wie schon erwähnt, war es im Januar ziemlich busy bei uns, so dass wir den Tag über meist gut beschäftigt waren. Aber abends blieb schon immer noch Zeit für ein paar schöne Dinge, wie Drinks und Gespräche mit Freunden, Musik machen, mit Harvey spielen, … :
Paddy und Harry beim Musizieren auf unserer Terrasse.Paddy, Steve und Paula bei Chips und Drinks in unserem Garten.Meine beiden Jungs beim Chillen.Playtime! „Jetzt wirf schon endlich!“Richtiges Eis in einer richtigen Eisdiele in Hastings!! Yummy!!! Mit Eis haben es die Neuseeländer leider nicht so, Eisdielen gibt es nur sehr wenige, und häufig gibt es nur Softeis. Umso mehr hab ich dieses Eis genossen!
An einem der vielen schönen heißen Sommertage unternahm ich mal wieder eine Radtour und traf mich unterwegs mit Paula und Tommy, ihrem Sohn, um das letzte Stück zu ihrem Haus gemeinsam zu radeln und dann bei ihnen ein kühles Getränk zu genießen… keine Ahnung, ob Bloody Mary als isotonisches Getränk gilt, aber gut wars allemal ;-). Wenig später kam Paddy mit dem Auto nach, das ich dann abends mitsamt meinem Rad und Paddy heimfuhr, da er zu viele „Sportgetränke“ getrunken hatte.
Paula und Tommy am Tukituki River.Vitaminreiches Sportgetränk 😉Paula, Steve und Hund Barry bei Snacks und Drinks auf ihrer Terrasse.Barry mit seinem heißbeliebten Spielzeug, das er jedem hartnäckig auf den Schoß legt, immer in der Hoffnung, dass sich jemand erbarmt und das Ding endlich wirft.Wunderschöner Abendhimmel.
Ein Höhepunkt im Januar war das Alpaka-Scheren, ein echtes Schauspiel, vor allem mit Felix, unserem weißen Alpaka! Aber bevor es losgehen konnte, mussten wir noch schnell am Tag zuvor ein kleines Gehege bauen, damit wir die Alpakas nicht über die ganze Weide jagen mussten.
Der erste Pfosten ist schon drin!Paddy beim Befestigen des Drahtzauns.
Wir hatten die Alpakas schon morgens um 10.00 Uhr in das kleine Gehege gelockt (für ein paar saftige Äste tun sie alles, außerdem sind sie sehr neugierig), so dass es gleich losgehen konnte, als der Scherer um 11.30 Uhr mit seinem Tisch und Werkzeug kam. Es ging für mich überraschend schnell, und ich hatte irgendwie mehr Show erwartet, aber das Scheren, der beiden kleinen Alpakas ging relativ unspektakulär von statten. Nur Felix, das weiße Alpaka, wehrte sich und schrie und spuckte die ganze Zeit, während die beiden anderen, schon geschorenen Alpakas zuschauten und sich dachten „Was für ein Weichei! Der stellt sich echt an!“
Das kleine braun-weiße Alpaka war als erstes dran, die beiden anderen schauten erstmal zu.
So wird das Alpaka auf den Tisch geschnallt, bevor es mit der Schur losgehen kann.Da geht ganz schön was runter! Nach dem neuen Haarschnitt wird noch geimpft…… und pedikürt……und so sehen sie nach der Schönheitskur aus – ein bisschen lustig, weil nach der Schur nicht mehr viel von den Alpakas übrig ist, und vor allem der Hals lächerlich dünn aussieht 🙂
An einem Sonntag Ende Januar machten wir einen Ausflug mit dem „Classic Car Club“, so dass Paddy’s Cadillac mal wieder bewegt wurde. Dieses Mal ging es zum Café Hygge in Clifton, wo ich mit Paddy zu seinem Geburtstag schon war, mit einem Zwischenstopp bei „Birdswood“, einem Café/Kunstgallerie/Süßwarenladen. Das Wetter war wie schon die ganze Zeit superschön und heiß, was für gute Laune (und gute Fotos) sorgte:
Birdswood – ein beliebtes Ausflugsziel in der Nähe von Hastings.Mit kleiner Kunstgalerie, deren Produkte man natürlich kaufen konnte……und einem Süßigkeitenladen aus früheren Zeiten…… der innen so aussah. Man konnte sich aus allem aussuchen, was man wollte und mixen und zahlte dann nach Gewicht. So lernte ich ein paar Süßigkeiten aus Paddy’s Jugendzeiten kennen (ich hoffe allerdings, dass sie nicht wirklich so alt waren…).Dann ging es durch wunderschöne Landschaft weiter nach Clifton, an der Bergkette um den Te Mata Peak vorbei.Im Café Hygge saßen wir an Tischen vor romantischer Meereskulisse.Paddy’s Schwester Aileen mit Partner Andrew.Paddy und ich.Live Musik von zwei jungen Mädels – etwas zu psychodelic für meinen Geschmack, aber sehr gechillt.Bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten, gab es noch einen letzten Blick auf den Ozean.
Was gibt es sonst noch zu berichten? Ende März werden wir das Partnership Residency Visa beantragen (das letzte, yayyy!!!!), das heißt, in den nächsten Wochen müssen wir wieder fleißig Bilder und gesammelte Beweise für unsere Beziehung zusammentragen, das wird wieder ein bisschen Papierkrieg… Aber Sally, unsere immigration advisor, ist optimistisch, dass das klappt, die Frage ist nur wie lange es dauert. Naja, hoffen wir das Beste… ich bin nicht böse, wenn ich niemandem mehr beweisen muss, dass ich in einer ernsthaften Beziehung bin!
In Sachen Corona gibt es auch ein paar Neuigkeiten: Omikron hat auch Neuseeland erreicht, und die Regierung schätzt, dass die Infektionszahlen sehr bald in die Höhe schießen werden. Zur Zeit sind es um die 200 Fälle pro Tag. Doch dank der hohen Impfquote von über 90% ist man vorsichtig optimistisch, dass die Omikronwelle nicht zu dramatisch wird. Trotzdem gelten auch hier ähnliche Regeln wie in Deutschland (ich hatte euch ja letzten Blogbeitrag von dem traffic light system berichtet), und ohne Impfung kann man viele Dinge nicht machen. Diese Woche gab es endlich Neuigkeiten, was die Grenzen und MIQ (managed isolation and quarantine) angeht. Bisher konnte man nur nach Neuseeland einreisen, wenn man einen der wenigen MIQ-Plätze ergattert hatte, weshalb tausende Neuseeländer (und andere) die letzten zwei Jahre nicht einreisen konnten. Da es hier inzwischen seit August auch Covidfälle in der community gibt und die positiv getesteten Leute sich daheim isolieren dürfen, macht das MIQ-System für geimpfte und negativ getestete Einreisende nicht mehr wirklich Sinn. Deshalb hat die Regierung folgende Änderungen beschlossen: Ab Ende Februar können geimpfte Neuseeländer und Australier von Australien nach Neuseeland kommen und sich 2 Wochen daheim isolieren. Ab Mitte März können geimpfte Neuseeländer aus der ganzen Welt und Leute mit speziellen Arbeitsvisa ohne MIQ mit Heimisolation kommen, und ab April Studenten und Work & Travel Visa Besitzer. Ab voraussichtlich Juli werden die Grenzen für alle geimpften Touristen aus visumfreien Ländern geöffnet, ab Oktober für alle anderen. Wie das dann mit Selbstisolation läuft, wie lange und ob das dann überhaupt noch notwendig ist, steht noch nicht fest. Das heißt Stand heute ist, dass ihr mich theoretisch ab Juli besuchen kommen könnt… ich glaub das erst, wenn es wirklich soweit ist… aber immerhin gibt es jetzt endlich sowas wie einen „Öffnungsplan“!
So, jetzt habe ich endlich mal wieder aufgeholt mit Schreiben, jetzt seid ihr wieder auf dem aktuellen Stand ;-). Ich werde versuchen, wieder regelmäßiger und in kürzeren Abständen zu schreiben, dann wird es nicht jedesmal so lang – und ich vergesse nicht die Hälfte…
Ich hoffe, euch geht es gut und ihr seid gesund! Lasst mal was von euch hören!
Hallo liebe Leser! Ich weiß, es ist schon lange her, aber irgendwie hab ich es bisher nicht geschafft, etwas über die Vorweihnachtszeit in Neuseeland zu schreiben, deshalb jetzt dieser verspätete Blog – aber besser spät als nie 😉
Während ihr in Deutschland gefroren habt und nass (oder eingeschneit) (ge-) worden seid, liefen wir in Neuseeland mit kurzen Hosen und T-Shirts herum und schmierten 50er Sonnencreme auf unsere Haut. Für einen Europäer kommt da nicht wirklich Weihnachtsstimmung auf, irgendwie fehlen die Weihnachtsmärkte und der Glühwein. Versteht mich nicht falsch, ich möchte nicht mit euch tauschen, mir ist der Sommer hundertmal lieber – aber es fühlte sich so gar nicht weihnachtlich an. Trotzdem wird auch in Neuseeland versucht, weihnachtlich zu dekorieren, was etwas anders aussieht als bei uns, vor allem, weil all die vielen Lichter fehlen, die nicht wirklich Sinn machen, wenn es erst nach 21.00 Uhr dunkel und ab 5 Uhr schon wieder hell wird. Außerdem haben viele Leute einen Plastikweihnachtsbaum, was bei uns ja gar nicht geht… Hier ein paar Fundstücke:
Sperrholz-Christbäume in Waipawa.Christbaum mit Adventskranz- und Rentierschmuck in Napier.Überdimensionierte Christbaumkugel in der Fußgängerzone in Napier.Spartanischer Weihnachtsschmuck, aber dafür reichlich Geschenke unterm Baum 😉Der vielleicht europäischste Christbaum, den ich gefunden habe – bis auf den Engel auf der Spitze.
Die Weihnachtsvorbereitungen sind hier aber ähnlich wie bei uns, zum Beispiel das Schreiben von Weihnachtskarten. Ich hasse das ja, aber nachdem ich meine Freunde so bald wohl nicht sehen werde und ich auch schon einige Post bekommen habe (ziemlich viel ist aber anscheinend noch unterwegs), habe ich dieses Jahr auch mal Karten geschrieben und verschickt! Leider sind sie viel zu spät angekommen, von hier nach Deutschland dauert anscheinend 4-6 Wochen (andersrum dauert es noch länger).
Da war ich eine Weile mit beschäftigt – und das ist nur ein Teil der Karten! 🙂
Was hier nicht gefeiert wird, ist der Advent. Es gibt keine Adventskränze (außer an gewissen Weihnachtsbäumen) oder Weihnachtsplätzchen, und auch Adventskalender sind eher untypisch, wenn auch erhältlich, wenn man sucht. Aber ich musste nicht auf Schokoladenlebkuchen verzichten: wir hatten eine deutsche Ärztin, die in NZ lebt, bei uns auf dem Campingplatz, mit der wir einen unterhaltsamen Abend verbrachten, und die hatte Lebkuchen von einer Freundin geschenkt bekommen, die sie mit uns teilte. War zwar nicht soooo lecker, da glutenfrei, aber besser als gar keine Lebkuchen 🙂
Deutsche Lebkuchen in NZ.
Was hier nicht gemacht wird, ist Weihnachtsplätzchen backen (nicht das mir das fehlt, ich hab das sowieso nie gemacht). Das einzige Gebäck, was für diese Zeit typisch ist, ist Fruit Cake, aber den habe ich irgendwie auch verpasst. Als Nicht-Kuchen-Fanatiker ist das jedoch halb so schlimm. Ein anderer Vorweihnachts-„Brauch“, der auch hier gepflegt wird, ist das Weihnachtsgeschenke-Kaufen. Und so zogen Paddy und ich nach Napier los, um das zu erledigen. Überraschenderweise war Napier leer!!
Ladenzeile in Napier am frühen Nachmittag in der Vorweihnachtszeit – das würde es in München (ohne Lockdown) nicht geben!
Ich weiß nicht, ob Corona daran schuld ist oder es den Leuten Anfang Dezember einfach noch zu früh war (oder schon zu spät?!), aber es war eine coole Erfahrung, und echt stressfrei! Zwischendurch stärkten wir uns mit einem kleinen Lunch:
Paddy mit Kaffee und Mittagessen.Wie in Deutschland mit der Luca-App muss man sich auch hier einscannen, so dass man diese Schilder überall findet. In einem Musikgeschäft war jemand kreativ und hat es etwas abgeändert 🙂
Da ich ja nicht so der Shopper bin, muss man mich auch mit etwas anderem locken, und das ist in Napier nicht schwierig – es gibt jede Menge Art Deco-Häuser zu bestaunen, kleine Parks und natürlich das Meer. So gönnten wir uns nach erfolgreichem Shopping noch ein paar Sightseeing-Momente:
Ein bisschen Geschichte in der Stadtmitte.Ein Pohutukawa tree in der Innenstadt. Diese Bäume blühen zu Weihnachten in wunderschönem Rot, der hier fängt gerade an.Keine Ahnung, was das für Bäume sind, aber die violetten Blüten sahen toll aus!Ein kleiner Park nahe an der Uferpromenade.Das Meer hatte eine tolle Farbe an diesem Tag, da sich ein Gewitter anbahnte.Wir genossen das Meer nach unserem Einkaufsbummel.
Auf dem Campingplatz war es vor Weihnachten super-ruhig! Wahrscheinlich waren alle Leute mit Vorbereitungen beschäftigt, oder sie hatten Angst vor einem Corona-Ausbruch, nachdem die Aucklandänder aus dem Lockdown raus sind, und wollten erstmal abwarten. Wir genossen die ruhige Zeit (wir wussten ja dank der vielen Buchungen, dass das ab Weihnachten anders wird), so konnten wir zum Beispiel wiedermal ein paar Freunde für Freitagabend einladen:
Annette, Ross, Matt und Berit – und jede Menge Snacks in Form von Crackern, Käse und Obst.Keine Ahnung, welche schockierenden Neuigkeiten Andrew und Aileen gerade gehört haben, aber Roy und Paddy scheinen nicht so überrascht zu sein.
Am 13. Dezember war Paddy’s Geburtstag, und neben dem selbstgebackenen (jaaaaa, da staunt ihr, was?!?) carrot cake hatte ich Paddy einen Überraschungsausflug und 24 Campingplatz-freie Stunden (danke, Aileen!) geschenkt. Erst als wir losfuhren, erfuhr er, was ich geplant hatte – zuerst einen Ausflug zum Cape Kidnappers (zumindest zu der Stelle, wo die Wanderung dorthin losgeht. Die machen wir aber an einem anderen Tag, denn das wäre mehr ein Geschenk an mich gewesen ;-)), dann ein bisschen Bummeln in Napier und abends ein leckeres Abendessen mit Wein in der Mission Estate Winery, und damit wir beide Wein trinken können, hatte ich uns in ein nahegelegenes AirB&B eingemietet. Es war ein superschöner Tag (und der erste freie Tag seit wir hier im August angekommen sind)!! Hier ein paar Fotos:
Das Geburtstagskind mit dem Geburtstagskuchen 🙂Das Meer bei Clifton, am Startpunkt zur Wanderung zum Cape Kidnappers, dessen Spitze man im Bildhintergrund noch sehen kann.Geburtstagsbild mit uns beiden am Meer.Infos zur Wanderung, die man nur zu bestimmten Zeiten (bei Ebbe) machen kann.Diese Wanderung will ich auf alle Fälle machen!!Und was macht man an seinem einzigen freien Tag seit August? Klar, man besucht einen anderen Campingplatz und quatscht mit dessen Besitzern 🙂. Das ist aber wirklich ein schön gelegener Campingplatz – und nette Besitzer!Danach gönnten wir uns einen kleinen Snack und Kaffee im schönen Cafe „Hygge“.Der birthday boy genießt seinen Kaffee mit Meerblick.Ein interessantes Haus in Napier, das wir beim Stadtbummel fanden.Blick über den Hafen vom Bluff Hill in Napier – leider zogen am Horizont dicke Wolken auf, so dass man in der Ferne nicht viel sehen konnte.Paddy am Bluff Hill.Die Mission Estate Winery, wo ich uns einen Tisch fürs Abendessen reserviert hatte.Blick von der anderen Seite, rechts ist das Restaurant.Blick vom Haus über die Weinreben.Wir starteten erstmal mit einem Aperol Spritz.Als Vorspeise hatten wir eine gemischte Platte bestellt – keine Ahnung, was das alles war, aber es war unglaublich lecker!Als Hauptgericht hatte ich Lamm bestellt – sooooo gut!!Paddy hatte den Fisch bestellt, der war auch phantastisch!Und natürlich darf in einer Winery der Wein nicht fehlen, auch der war sehr lecker!
Ein paar Tage später hatte John, einer unserer permanent residents, zum Karaoke-Abend eingeladen, und nach ein paar Drinks fiel selbst bei den unmusikalischsten Leuten die Scheu ab und sie griffen zum Mikrophon – es war ein sehr lustiger Abend! Und ich lernte, das John eine super Stimme hat!
Paddy, Debs, Lindsay, Helen, zwei Camper, Lucy und John am Anfang des Abends, noch wurde sich unterhalten…… doch bald startete John die Karaoke-Veranstaltung 🙂Und bald versuchte sich fast jeder an einem Song, mal mehr mal weniger treffsicher mit den Tönen… aber Spaß machte es so oder so.
Eines Tages fuhr ein Bekannter von Paddy bei uns vorbei und fragte, ob wir Crayfish (Languste) wollten. Klar wollten wir! Leider vergaß er zu erwähnen, dass sie noch leben, und so zog er aus seinem Kofferraum voller Langusten zwei heraus und gab sie Paddy in die Hand! Die armen Viecher wanden und krümmten sich, das war kein so schöner Anblick, und wir beide hatten nicht wirklich Ahnung, wie man sie tötet.
Die noch lebendigen, sich windenden Langusten.
Paddy’s Freund sagte, wir sollten sie in einen Eimer voll Wasser stecken, dann würden sie ertrinken. Wir taten das erstmal, aber da ich das total unlogisch fand, weil sie ja im Wasser (wenn auch in Salzwasser) leben, googelte ich das und fand heraus, dass es zwar stimmt, aber kein schöner Tod ist. Empfohlen wird stattdessen, sie erst einzufrieren und dann mit einem Spieß gezielt in das Herz, das am ganzen Rücken ist zu stoßen und zu töten. Zum Glück übernahm Paddy das, ich hätte es nicht gekonnt! Aber geschmeckt haben sie dann echt klasse! Leider habe ich von den gekochten Langusten kein Foto mehr gemacht.
Paddy beim Töten der gefrorenen Langusten – eigentlich müssten sie da doch schon tot sein, oder?
In der Woche vor Weihnachten lud Andrew uns ein, mit Aileen, ihm und seiner Tochter zu einem privaten Weihnachtsgottesdienst und anschließendem Umtrunk auf ein Gut namens Chapelwick in Porongahau zu kommen. Er kannte den Besitzer durch seine Tochter, die für ihn arbeitet, und er hatte in dem Gutshaus selbst bei Renovierungsarbeiten geholfen. Schon die Fahrt dorthin war superschön! Und das für neuseeländische Verhältnisse alte Haus mit Riesengrundstück mit Meerblick und eigener kleinen Kirche war sehr sehenswert! Hier ein paar Eindrücke von diesem Tag:
Die kleine Kapellevon außen…… und von innen, kurz bevor der sehr kurzweilige Gottesdienst begann.Andrew, Aileen, Paddy und ich vor der Kirche.Das Gutshaus von der kleinen Kirche aus gesehen.Umtrunk und Häppchen im Haus nach der Kirche.
Da das Wetter echt schön war, unternahm ich auch wieder einige Radtouren in der näheren Umgebung, zum Beispiel am Tukituki River entlang, um herauszufinden, ob inzwischen die Brücke fertig gebaut und der Radweg jetzt endlich ein Rundweg ist und man nicht mehr den gleichen Weg zurück fahren muss. Leider ist zwar inzwischen die Brücke fertig, aber noch nicht benutzbar, aber seht selbst:
Auf dem neuen Limestone Track entlang Richtung Berge im Hintergrund.Die Brücke an sich ist zwar fertig…… aber leider noch nicht an den Radweg angebunden, die Rampe fehlt noch.Im Moment endet der Track hier, aber man kann zu Fuß zu diesem Tunnel laufen, und da ich schonmal da war, parkte ich mein Rad und wanderte die paar hundert Meter zum Tunnel.Der Tunnel – am Anfang kann man noch gebückt gehen, aber am Ende muss man kriechen. Ganz sicher ein Riesenspaß für Kids, aber es ist schon ein bisschen creepy, und man muss den gleichen Weg wieder zurück kommen.Blick vom Eingang des Tunnels über den Tukituki zu den Bergen...… und in die andere Richtung.
So, das wars erstmal wieder vom anderen Ende der Welt! Ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachten und einen guten Rutsch! Mehr zu meinen Feiertagen im nächsten Blog – ich hoffe, ich schaffe es in den nächsten Tagen, euch ein bisschen mehr von meinem Weihnachten und Silvester zu schreiben, aber irgendwie gibt es hier ständig was zu tun, oder Freunde kommen vorbei, oder das Wetter ist einfach zu schön, um die Zeit am Computer zu verbringen… 🙂
Hier noch ein Abschiedsfoto von meinen beiden Männern beim Chillen auf der Veranda:
Harvey und Paddy in der Abendsonne.
Bis zum nächsten Blog (oder text oder mail oder Skype-Gespräch)! Lasst es euch gut gehen und bleibt gesund!
Liebe Leser, ich wünsche euch ein schönes, harmonisches Weihnachtsfest – ich hoffe, ihr könnt trotz Corona-Chaos im Kreis eurer Lieben feiern.
Hier fühlt es sich so gar nicht weihnachtlich an, wir hatten die ganze Woche tolles Sommerwetter mit bis zu 28 Grad, ein Traum! Für Paddy und mich wird Weihnachten wohl ziemlich arbeitsreich werden, wir haben ziemlich viele Buchungen! 😊
Ich melde mich die Tage mal wieder ausführlicher. Bis dahin macht es gut und feiert schön! Eure Susi 🤗
Hallo liebe Leser, heute gibt es endlich mal wieder einen neuen Blogbeitrag vom anderen Ende der Welt. Ich bin in den letzten Tagen unzählige Male beim Schreiben unterbrochen worden (nur falls der Bericht etwas abgehackt klingt…) – von ankommenden Campern, Leuten, die Münzen für die Waschmaschine oder das Wifi-Passwort wollten, Paddy, der beim Motorrad-Reparieren Hilfe brauchte, einem hungrigen Hund, Freunden, die spontan vorbei schauten usw usw – und trotzdem war ich wahrscheinlich noch nie so ungestresst und relaxed in meinem Leben. Das fühlt sich sehr komisch an, zumal normalerweise der Dezember bisher immer der stressigste Monat im ganzen Jahr war, damals als ich noch Lehrer war… und auch letztes Jahr, als ich im Krankenhaus gearbeitet habe, war es dank 2. Corona-Welle nicht unstressig. Unser Leben hier ist hingegen alles andere als stressig – wir arbeiten in unserem Tempo und entscheiden bei den meisten Dingen, wann wir was machen wollen, Putzen und Kundenkontakt mal ausgenommen, aber letzteres ist ja eh der spassige Teil. Und wenn Freunde vorbei kommen, was relativ häufig vorkommt, lassen wir einfach alles stehen und liegen und sitzen ein Weilchen auf einen Kaffee oder Tee zusammen – ganz ohne schlechtes Gewissen. Natürlich gibt es auch Nachteile, wie den, dass wir keinen Tag wirklich frei haben, und dass es nicht so einfach ist, hier für einen oder gar mehrere Tage wegzukommen (aber daran arbeiten wir). Aber das Gute ist, dass es sich hier nicht wirklich wie Arbeit anfühlt. Ihr seht, mir geht es gut, und ich komme immer mehr in meinem neuen Leben an 🙂
Das ist umso leichter, weil jetzt so langsam der Sommer Einzug hält – während es bei euch in Deutschland heftig wintert, haben wir inzwischen selten unter 18 Grad am Tag und hatten auch schon 27 Grad. Es ist nur noch nicht so stabil und regnet immer mal wieder, was dann zu tollen Fotos wie dem Titelbild führt 🙂
Uns dreien (Harvey mit eingeschlossen) geht es sehr gut, momentan genießen wir die Ruhe vor dem Sturm, denn es ist relativ ruhig auf dem Campingplatz, da im Moment alle mit Arbeiten und Vorbereitungen für Weihnachten beschäftigt sind. Das wird sich jedoch spätestens zu Weihnachten ändern, zumindest sind wir ab dann gut ausgebucht, und das ist auch gut so. Und so nutzen wir die Zeit für ausgedehnte Spaziergänge mit Harvey am Fluss entlang (er mehr im Fluss) und einige Spielstunden im Garten:
So sieht ein glücklicher Hund aus – völlig nass und im Wasser 🙂Meine beiden Männer beim „Bonding“ im Garten.Familienfoto.
Mit den Alpacas steht er allerdings auf Kriegsfuß, die werden jeden Tag kräftig angebellt! Dieses Video entstand nach 10 Minuten Gebelle und Im-Kreis-Rennen, so dass es hier schon relativ ruhig war, die Alpacas lassen sich aber dadurch eh nicht beeindrucken und spucken und kicken nach Harvey.
Am 15.12. wird die „Grenze“ um Auckland geöffnet, dann dürfen Auckländer auch endlich wieder im Land umherreisen (was sehr gut für unser Business ist) – sie waren von August bis gestern im Lockdown, seit gestern sind Geschäfte und Kneipen wieder für Geimpfte offen und für das ganze Land gilt nun das sogenannte „Traffic light system“, in dem alle Landesteile je nach Inzidenz, Impfquote und Hospitalisationsrate entweder in rot, gelb oder grün sind, für die jeweils andere Regeln gelten. Wir hier in Hawke’s Bay (und in den meisten anderen Teilen des Landes) starteten in gelb, was bedeutet, das man für die meisten Geschäfte und Cafés und Restaurants jetzt seinen Impfpass zeigen muss, damit man rein kann. Glücklicherweise haben Paddy und ich am Donnerstag unsere Booster-Impfung und damit auch gleich den Covid-Pass bekommen, das war gar nicht so einfach… aber jetzt haben wir ihn und so schaut er aus:
Mein neuseeländischer Covid-Pass, jetzt gültig bis 01.06.22.
Ohne diesen Pass wird man hier nur noch sehr wenig machen können, obwohl alle Businesses offiziell selbst entscheiden dürfen, ob sie auch Ungeimpfte hereinlassen. Aber zum Beispiel Friseure, Masseure, usw und Restaurants, Cafés usw dürften dann nur in „grün“ öffnen, weshalb sich wahrscheinlich alle für nur Geimpfte entscheiden – d.h. ohne Impfpass wird es ziemlich einsam und langweilig… was in Neuseeland aber nicht wirklich ein ernstes Problem sein sollte, da inzwischen 86% voll geimpft und 93% immerhin die erste Impfung haben. Das lief hier deutlich besser als in Deutschland!
Wir sind, momentan zumindest, in einer Luxusposition, denn wir müssen uns nicht entscheiden und bleiben in allen Stufen geöffnet. Einige Campingplätze haben jedoch für Ungeimpfte dicht gemacht, wir bleiben (zumindest erstmal) für alle offen – mal sehen… Generell sind die Zahlen hier rückläufig, es gibt täglich um die 100 neue Fälle, die meisten weiterhin in Auckland, was sich aber wohl ändern wird, wenn die Auckländer wieder reisen dürfen. Ich bin gespannt, was passiert! Natürlich verfolge ich auch die Situation in Deutschland, und das klingt alles andere als gut… Passt bloß gut auf euch auf und bleibt gesund!
So viel zum inzwischen echt leidigen Thema Covid. Was haben wir sonst so angestellt in den letzten Wochen? Vor ein paar Wochen habe ich Paddy’s Band das erste Mal live bei einem Auftritt gehört, der zwar einen traurigen Anlass hatte – es war die Gedenkfeier für die Mutter des Sängers, die gerade an Krebs gestorben war – aber das hält die Leute hier nicht vom Tanzen und Feiern ab. Es war ein wirklich schöner Abend! Da die Tonqualität nicht so sonderlich gut war, hier nur ein Bild, und ein Video von dem Lied, das Paddy und Harry in der Kirche gespielt haben (hier die Übungsversion bei uns in der Küche):
„The Monotones“ bei ihrem Auftritt.
Paddy und Harry mit „New world in the morning“.
Außerdem waren wir mit Harvey das erste Mal am Meer, wir verbanden Geschäft und Vergnügen, denn wir mussten einen Wohnwagen vom Campingplatz am Blackhead Beach abholen, und da dachten wir uns, wir nehmen Harvey einfach mit und zeigen ihm den Strand. Dieses Mal war er noch sehr skeptisch was das Meer anging – es war ihm nicht so geheuer, dass es die ganze Zeit kam und ging… und Sand schmeckt auch nicht wirklich… aber das Rumrennen fand er toll!
Schäferhund am einsamen Strand.„Ich bin noch nicht so sicher, wie ich das finde…“Ganz allein am Blackhead Beach.Blick aufs Meer.
Er liebt übrigens das Truckfahren, allerdings leider nur mit uns vorne in der Kabine, was für mich sehr eng und ungemütlich ist. Aber sobald er eine offene Truck- oder Autotür sieht, ist er drin – das ist etwas anstrengend mit anderer Leute Autos, da ist er nicht so wählerisch 😉
Vor drei Wochen waren wir mit Freunden in Waipukurau im Theater, das war echt super! Es ist nur ein winzig kleines Theater und die Schauspieler sind alles Amateure, aber sie waren echt klasse! Ich freue mich schon auf die nächste Vorstellung!
Das war das Plakat zur Vorstellung.Das ganze Theater mit Blick zur Bühne.Paddy’s und mein Blick zur Bühne – wir saßen in der ersten Reihe 🙂Die Schauspieler, die allesamt echt toll waren!
Außerdem war ich bei schönem Wetter ein paarmal mit dem Rad unterwegs, hier auf einer Runde durch die „Nachbarschaft“, das heißt zuerst zum Tukituki River und dann auf dem neuen Radweg am Fluss entlang bis der trail endet und auf Nebenstraßen zurück. Hier ein paar Eindrücke:
Neuer limestone track am Tukituki River entlang.Der Tukituki River, nach zahlreichen Regenfällen ziemlich hoch.Auf Nebenstraßen zurück, hier Lindsay Road mit Blick auf die Berge in der Ferne.Typisches Bild für die Gegend hier: Grüne Hügel und weiß-blauer Himmel.
Da wir vor zwei Wochen ein paar richtig schöne, heiße Sommertage hatten, beschloss ich, von Waipawa an den Strand nach Pourerere Beach zu radeln, wo ich mich mit Paddy und Harvey treffen würde, die mit dem Truck nachkämen. So musste ich nur den Hinweg radeln, was „nur“ knapp 40 km sind, die dafür aber doch ziemlich hügelig, und da ich noch nicht wirklich fit bin, waren 400 Höhenmeter insgesamt erstmal genug, zumal es 27 Grad hatte. Aber die Tour war super!
Die Tour auf der Karte.Blick auf den Tukituki River, den man nach ca 10 km überquert.Noch grüne Hügel – bald werden sie gelb bzw. braun sein.Kurze Verschnaufpause im Schatten.Yayyy, höchster Punkt erreicht, endlich der Blick aufs Meer – von da an geht es fast nur noch bergab, in teilweise rasanten downhills (Höchstgeschwindigkeit 62 km/h).Geschafft! Blick auf Pourerere Beach.Und bald darauf kamen auch Paddy und Harvey an – hier mal wieder ein Bild ohne Hund.
Harvey’s zweites Mal am Strand – da traut er sich schon deutlich mehr!
Nach ausgiebigem Herumtollen am Strand und im Wasser (ich war nur mit den Füssen drin, ist noch echt kalt!) statteten wir David und Susan einen Besuch ab, die dort ein Strandhaus besitzen. Leider muss Harvey noch lernen, dass man Salzwasser nicht trinken kann – er übergab sich erstmal heftig auf David’s Rasen und trank dann einen halben Eimer Wasser nach! Sorry nochmal! Wir hingegen stillten unseren Durst bei der Hitze mit Bier bzw. Cider.
Susan, David, Paddy und Harvey mit Blick über den Strand und den Ozean.Die Aussicht von David’s und Susan’s Haus – echt sehenswert!
Ein anderes Highlight der letzten Wochen war der Sonntags-Oldtimer-Ausflug mit einer Gruppe Oldtimer-besessener Leute zur Tui-Brauerei nach Mangatainoka. Ein paarmal im Jahr treffen sich ca 15-20 Leute und fahren mit ihren alten Autos auf einen Ausflug, dieses Mal wie gesagt zur Tui-Brauerei. Laut Paddy ist Tui das schlechteste Bier in Neuseeland, aber die Brauerei war trotzdem ganz interessant und hatte gutes Essen. Hier ein paar Bilder:
Ein Oldtimer neben dem anderen.Paddy und sein Cadillac.Das Innere der Tui-Gaststätte.Die Theke.Der Außenbereich, im Hintergrund das kleine Museum und das Restaurant, links die Brauerei selbst.Hier wird gebraut…… und zwar mit deutschen Maschinen (natürlich!) – keine Ahnung, warum das Bier trotzdem schlecht ist 😉Die ganze Truppe beim Bestellen, und da nicht für alle an einem Tisch Platz war….… saßen Aileen (Paddy’s Schwester) und Andrew…… und Paddy und ich am Nachbartisch.Hier ein Museums-Fundstück, das mir sehr gut gefallen hat. In dem kleinen Museum erfährt man mit viel Humor viel zur Geschichte der Brauerei. Zur Erklärung: der Tui ist ein neuseeländischer Vogel.Ein anderes Fundstück für meine Ex-Schüler :-). Tui ist/war für die „Yeah right“-Werbung bekannt, die echt ganz witzig ist, siehe mehr Beispiele unten im Foto. Die ganze Truppe vor einer Tafel dieser Werbung, auf der man den Text selbst gestalten kann.Paddy und ich gestalteten sie nochmal ein klein wenig um 🙂
So ein Ausflug mit Oldtimern ist eine beliebte Sonntags-Aktivität in Neuseeland. Überhaupt lieben Neuseeländer alles, was einen Motor hat und nutzen es am liebsten quasi ständig und überall (sogar in Flüssen und am Strand): Autos, Trucks, Motorbikes, Quatbikes, Boote, Flugzeuge, E-Bikes, Modellautos, … Das ist ein großer Unterschied zwischen Deutschland und Neuseeland – hier schert sich niemand so wirklich um die Menge an Abgasen, die er produziert, oder was er sonst der Natur antut. Und während man in Deutschland oft relativ weit vom Strand entfernt parken und den Rest zu Fuß gehen muss, um die Dünenlandschaft nicht zu zerstören, fährt man hier mit allem was Räder hat, auf dem Strand herum – eins der wenigen Dinge, die ich hier nicht so toll finde…
Letztes Wochenende haben wir das erste Mal den Pizzaofen eingeheizt, und es gab frische Pizza mit allen möglichen Belägen mit unseren Freunden Paula und Steve und Sohn Tommy – sehr lecker!
Paula, Steve und Tommy vor den fast leeren Pizzabrettchen.Paddy bei der Pizza-Verkostung.
Und zu guter Letzt noch ein paar Blumenfotos – der Garten hier besteht hauptsächlich aus Rosen, die zwar schön aussehen, wenn sie blühen, aber ansonsten echt viel Arbeit sind… nicht so wirklich mein Ding, aber hilft ja nix.
Weiße Rosen neben dem Haus...… und in Nahaufnahme.Wildwachsende Blume im Steinmeer am Fluss (oder vielmehr trockenem Flussbett).Keine Ahnung, was das für ein Gewächs ist, aber der Farbkontrast war einfach genial!
So, das wars mal wieder von mir. Ich hoffe euch geht es gut und es ist arbeitstechnisch nicht allzu stressig. Leider scheint es in Deutschland ja wieder eine sehr einsame, triste Vorweihnachtszeit ohne Weihnachtsmärkte zu sein, ich hoffe, ihr könnt diese Zeit und dann vor allem Weihnachten und den Jahreswechsel trotzdem etwas genießen! Haltet die Ohren steif und bleibt vor allem gesund! Ich würde mich freuen, mal von dem ein oder anderen von euch zu hören.! Ach ja, und angeblich öffnet Neuseeland seine Grenzen für voll geimpfte Touristen ab 30.04.22, für alle, die noch ein Urlaubsziel suchen 😉 Aber warten wir erstmal ab, was bis dahin noch alles passiert! Ganz liebe Grüße aus Waipawa!
Hallo liebe Leser, heute möchte ich euch Harvey vorstellen, der neue Mann in meinem Leben (keine Angst, den „alten“ hab ich auch behalten, und sie vertragen sich ganz gut :-)). Er ist 15 Monate alt, ein reinrassiger Schäferhund und wohnt seit 2 Wochen bei uns, weil ihn seine alte Familie wegen Trennung und Hundehaarallergie des Kindes nicht behalten konnte. Er ist noch nicht wirklich gut erzogen und befolgt vor allem Befehle wie „Komm oder komm nicht“, aber das wird schon noch… Immerhin macht er brav „Sitz“, wenn es Futter gibt oder er die Leine sieht. Hier ein paar Bilder von unserem süßen neuen Mitbewohner:
Meine beiden Männer 🙂Paddy und Harvey beim Spielen in der Küche.Harvey auf seinem Platz auf der Veranda.
Er ist super-verschmust und könnte sich 24 Stunden am Tag streicheln lassen. Er liebt Menschen (was auf einem Campingplatz gut ist), weil sie alle potentielle Streichler sind, und die meisten Hunde. Nur mit Livi’s (Paddy’s Tochter) Hund Dusty scheint er irgendwie ein Problem zu haben, den bellt er aus voller Lunge aus. Wir haben uns noch nicht getraut, ihn von der Leine zu lassen mit Dusty, aber wahrscheinlich wäre er dann ok. Mit Steve’s Schäferhunden hat das zumindest echt gut geklappt – nach anfänglichem Knurren und Hierarchie-Klarstellen sind alle drei durch Steve’s Riesengarten getollt:
Die beiden Jungs Barry und Harvey beim Herumtollen im Garten, die Dame Olive (rechts auf der Veranda) hält sich vornehm zurück.
Seit wir Harvey haben, stehen wir auch echt früh auf, denn um 6.00 Uhr ist er wach und will bespaßt werden. Dann kommt die Hundeschnauze aufs Bett, und wenn man nicht reagiert und ihn streichelt, wird gewinselt oder mit den Vorderpfoten aufs Bett gehüpft. Der Vorteil ist, dass man tolle Sonnenaufgänge sieht:
Morgenspaziergang am Fluss.Posen fürs Foto 🙂
Wir gehen jeden Tag zweimal eine Stunde mit ihm spazieren, und zwischendurch gibt es immer mal wieder eine kurze Frisbee-Spieleinheit im Garten oder einen Run auf dem benachbarten Flussdamm. Inzwischen traut er sich auch ins Wasser (noch nicht schwimmen) – das kannte er wohl bis dahin gar nicht.
Harvey mit seinem Lieblingsspielzeug (irgendein Stock) im Wasser.
Da sollte man meinen, das wäre genug Bewegung, aber leider verhilft sich Harvey täglich zu 2-3 Extraspaziergängen ohne uns – wenn es ihm mit uns zu langweilig wird, haut er ab auf eine Runde durch den Campingplatz (oder auch darüber hinaus). Da wir ihn nicht die ganze Zeit anbinden wollen und es keinen durchgängigen Zaun um unseren Garten bzw unseren Campingplatz gibt, hat er da leichtes Spiel. Zum Glück kommt er von alleine wieder zurück, aber jedes Mal habe ich Angst, dass er auf die Straße läuft und überfahren wird. Er muss echt noch lernen, dass er nicht so einfach abhauen kann bzw. dass er IMMER kommt, wenn man ihn ruft, und nicht nur, wenn es ihm passt… Leider müssen wir mit der Hundeschule bis Ende Januar warten, vorher gibt es keinen freien Platz. Bis dahin versuchen wir selbst unser Glück mit der Erziehung 🙂
Harvey’s Premiere auf dem Truck – so ganz überzeugt ist er davon noch nicht…
Womit Harvey auch noch ein Problem hat, sind die Alpacas – die bellt er an wie verrückt, hauptsächlich, wenn wir sie füttern, da wird er total eifersüchtig und tickt völlig aus, während die Alpacas ihn nur erstaunt anschauen:
Harvey und die Alpacas – er sprintet am Zaun entlang wie ein Verrückter, die Alpacas schauen nur.Wahrscheinlich denken sie „warum macht denn der so einen Lärm???“
Danach ist er dann völlig erledigt und schläft am liebsten zu unseren Füßen unter dem Küchentisch:
Harvey in seiner Lieblings-Schlafposition unterm Küchentisch.
Skunky, unsere Katze, findet unseren neuen Mitbewohner nicht so toll, und bleibt bisher fern. Sie kommt nur ins Gästezimmer, das Harvey-freie Zone ist, wo sie auf dem Bett schlafen kann und wir ihr Futter hinstellen. Oder auf die Couch vor der Haustüre, wenn Harvey drinnen ist – wie heute morgen, wo wir die Zeit für ein wenig Kuscheln nutzten:
Skunky holt sich ihre Streicheleinheiten ab.
Obwohl Harvey nun einen großen Teil unserer Zeit einnimmt, gibt es selbstverständlich noch andere Dinge. So lerne ich um Beispiel, wie man einen Ölwechsel macht:
Sieht das nicht professionell aus? 🙂
Letzte Woche Freitag hatten wir spontan ein paar Leute hier, das war echt nett. Lustig ist, dass solche Treffen meist sehr früh anfangen, so am Spätnachmittag, aber dafür auch zwischen 20.00 und 21.00 Uhr rum sind – bei uns wäre das jedes Mal eine lange Nacht. Außerdem bringt hier jeder immer seine eigenen Getränke mit, das ist in Neuseeland so üblich. 🙂
Feiern an einem nicht allzu warmen Nachmittag: Roy, Wendy, Paula, Steve, Juliette , Rosco, Harvey + Paddy und Andrew.Und nochmal von der anderen Seite, so dass hier auch Aileen und Annette zu sehen sind.
Letzten Montag nutzten Paula und ich das schöne und relativ warme Wetter für meinen ersten Hike, rauf zur Sunrise Hut, dem bekanntesten Hike hier in den Ruahine Ranges. Er ist sehr einfach zu laufen, technisch nicht anspruchsvoll, aber knapp 900 Höhenmeter, das war schon ein bisschen was für die erste Bergtour nach 2 Jahren, das sorgte schon für ein bisschen Muskelkater am nächsten Tag. Hier ein paar Eindrücke:
Der gut angelegte Wanderweg, hier noch relativ weit unten am Berg.Es geht höher hinauf, die Bäume werden kleiner 🙂Paula und ich bei ungefähr Halbzeit – ich wie immer schon völlig durchgeschwitzt.Das Ziel dieses Hikes, die Sunrise Hut. Hier kann man übernachten und dann frühmorgens den Sonnenaufgang anschauen. Für uns war es nur ein halbstündiger Aufenthalt für unseren selbst mitgebrachten Lunch (bewirtete Hütten wie bei uns gibt es hier nicht).Die Aussicht von dort Richtung Tal.Die Aussicht zur anderen Seite Richtung Berge.Leider zogen dann Wolken auf, so dass wir den Weg zum Sattel auf einen anderen Tag verschieben mussten.
Ich wäre gerne noch weiter zum Sattel gelaufen und hätte eventuell noch einen Gipfel mitgenommen, aber Laufen in den Wolken ohne Aussicht macht nicht wirklich Spaß. So begaben wir uns gut gelaunt auf den Rückweg nach unten und waren nach knapp 3,5 Stunden wieder beim Auto. Unterwegs kamen uns doch einige andere Wanderer entgegen, und fast jeder fragte hochrot und völlig außer Atem: „Wie weit ist es denn noch?“ 🙂
Letztes Wochenende war Paddy auf einer Motorbike-Tour mit seinen Jungs, und ich managte den Campingplatz ganz alleine – ok, mit Harvey. Ich war schon ein bisschen nervös vorher, aber alles lief gut – was hätte auch schief gehen sollen?!? Aber ich kann euch sagen, dass das Putzen alleine noch viel weniger Spaß macht, und außerdem doppelt so lange dauert…
Die Covid-Situation ist unverändert, die Zahlen steigen, aber zum Glück auch die Zahl der geimpften Personen. Vorgestern gab es die ersten Fälle in Christchurch, also auf der Südinsel, bisher jedoch ohne folgenden Lockdown. Jeder hofft, dass es nicht zu einem erneuten Lockdown in seiner Gegend kommt. Im Moment sind nur Auckland (seit Anfang August!) und Waikato in Level 3, der Rest des Landes ist in Level 2, was so gut wie keine Einschränkungen bedeutet, lediglich Masken müssen in Shops getragen werden, und es dürfen sich nicht mehr als 100 Leute versammeln. Sobald die Impfquote bei 90% liegt, soll ein Ampel-System eingeführt werden mit Regeln, die sich an mehreren Indikatoren orientieren, ich denke ähnlich wie bei uns in Deutschland. Anfangs dachte ich, dass sie niemals 90% Impfquote erreichen werden, aber inzwischen schaut es sehr gut dafür aus! Mal sehen…
Das waren mal wieder die Neuigkeiten vom anderen Ende der Welt. Ich hoffe, euch geht es gut und ihr habt nicht schon den Herbst-Blues (bin ich froh, dass hier der Sommer kommt!!). Und ich hoffe, dass es für all meine Lehrerkollegen nicht schon superstressig ist – ich erinnere mich noch zu gut, dass November-Dezember die stressigste Zeit in der Schule war und ich jedesmal soooo froh war, wenn endlich Weihnachtsferien waren! Haltet durch! Und meldet euch mal, ich vermisse euch!