3 Tage Radtour – mein erster Urlaub hier! :-)

Hallo, liebe Leser, mit 6-wöchiger Verspätung berichte ich euch heute von meinem ersten Kurzurlaub hier, den ich in guter Tradition auf dem Rad verbrachte – und leider ohne Paddy, denn einer muss ja den Campingplatz managen. Aber Paddy war nicht böse drum, Radfahren ist nicht so seins, zumindest nicht so lange Touren. Aber es fühlte sich schon komisch an, das erste Mal Getrennt-Sein seit unserer „Wiedervereinigung“ letztes Jahr im März…

Das Wetter war perfekt, sonnig und heiß, ganz so, wie ich es mag. Und so radelte ich, mit zwei Satteltaschen voll Campingzeug und ein paar Klamotten am Rad, am Samstag morgen los Richtung Te Awanga, mein Etappenziel für den ersten Tag.

Tag 1 meiner Tour: Waipawa – Te Awanga, ca 75 km und 900 Höhenmeter, es ging ganz schön rauf und runter!

Ich hatte mir eine ziemlich hügelige Tour ausgesucht, die ziemlich anstrengend war, zumal ich im Moment nicht so fit bin wie ich gerne wäre, aber dafür gab es so gut wie keinen Verkehr und die Landschaft war echt toll! Hier ein paar Eindrücke:

Der Tukituki River, kurz bevor es hügelig wurde.
Die Hügel in der Ferne schauen aus wie mit Teppich belegt.
Da kann man ein bisschen erahnen, wie hügelig es war.
Kleine Hügelkette, an deren Fuß sich der Tukituki River entlang windet.
Am höchsten Punkt angekommen – dafür schau ich noch ganz fit aus 🙂 Danach ging es die letzten 10 km nur noch bergab bzw. gerade.
Am Meer in Clifton angekommen, von da waren es nur noch ein paar Kilometer bis zum Campingplatz.

Leider zeigte mein Rad unterwegs Verschleißerscheinungen (es ist immerhin schon 16 Jahre alt, es ist das Rad, mit dem ich in meinem Sabbatjahr durch Neuseeland getourt bin): ein kleines Teilchen, das das Bremsseil führt, brach ab, so dass meine Vorderbremse nicht mehr funktionierte. Aber das hielt mich nicht vom Weiterfahren ab, ich bremse eh nicht viel, frei nach dem Motto „wer bremst, verliert!“

Ganz schön mitgenommen, mein armes altes Rad! Das lässt sich wohl nicht mehr reparieren…

Auf dem Weg zum Campingplatz legte ich einen kurzen Zwischenstopp am Dorfladen ein, um mir mein Abendessen zu besorgen, dann ging es auf die letzten 3 Kilometer, immer am Meer entlang. Am Zeltplatz angekommen, baute ich gleich mein Zelt auf (das letzte Mal hab ich es im Sabbatjahr benutzt, vor 3 Jahren!), ging duschen und machte mich dann über mein nur bedingt gesundes Abendessen her:

Mein Zelt, nur durch ein paar Büsche von Strand und Meer getrennt.
Abendessen! Sellerie-Sticks, Cracker mit Käse-Dip und ein Cider, die Chips hab ich dann gar nicht mehr gegessen (erst am nächsten Abend ;-)).

Nach dem Essen ging ich noch ein bisschen spazieren, um die müden Muskeln ein bisschen zu entspannen und mir die Gegend anzuschauen.

Blick hin zum Cape Kidnappers ganz in der Ferne.
Fix und fertig nach diesem anstrengenden Tag!

Ich war echt fertig!! Und so ging ich relativ früh schlafen, um fit für den nächsten Tag zu sein! Leider schlief ich nicht so toll, zum einen, weil ich Paddy neben mir vermisste und zum anderen, weil ich so kaputt war.

Deshalb war es kein Problem, früh genug für den Sonnenaufgang aufzuwachen und einen dringend benötigten Kaffee zu trinken, bevor ich mein Zelt abbaute, mein Rad belud und mich auf meinen Drahtesel schwang.

Sonnenaufgang in Te Awanga.

Tag 2 meiner Tour führte mich nach Napier und auf einige Radwege rund um Napier, heute komplett flach (aber trotzdem 75 Kilometer), was gut war nach dem anstrengenden Tag gestern, obwohl es meinen Beinen und meinem Hintern überraschend gut ging.

Unser Rückweg von Bay View zurück nach Clive. Der Hinweg war ähnlich, ging aber komplett am Meer entlang.

Zuerst ging es nach Clive, wo ich mich mit Paula traf, die mich an diesem Tag begleitete. Zuerst gönnten wir uns ein leckeres Frühstück zur Stärkung:

Frühstück mit Paula.

Dann ging es frisch gestärkt los Richtung Napier. Hier ein paar Eindrücke von einem tollen Radltag bei bestem Sommerwetter:

Beach in Napier mit Blick auf das Meer und Cape Kidnappers im Hintergrund.
Cycling girls :-).
In Napier war Markttag, den ließen wir uns natürlich nicht entgehen.
Mini-Susi
Kleiner Loop vom Meer weg ins Binnenland bei Bay View.
Kunst am Flughafen von Napier.
Zwei verschwitzte Radler, die sich mit einem Cider für die Rückfahrt stärken.

Nach einem superschönen Tag auf dem Rad (mit Eisessen und Einkehr für Cider und Pommes) und 75 gefahrenen Kilometern kamen wir wieder in Clive an. Paula setzte mich netterweise am Campingplatz Hastings ab (so sparte ich mir die letzten 10 Kilometer) und fuhr zurück nach Hause, während ich in Hastings mein Zelt aufbaute, duschen ging, mir noch schnell was zum Essen kaufte und dann den Abend gemütlich ausklingen ließ. Neben mir zeltete Steve, ein anderer Radfahrer, der auf einer längeren Tour unterwegs war, und natürlich kamen wir ins Gespräch und tauschten uns aus über unsere Radabenteuer. Müde, aber nicht ganz so fertig wie am Tag zuvor, kroch ich dann auch wieder recht früh in meinen Schlafsack, um die zweite Nacht ungewohnter Weise ohne Paddy einzuschlafen. Ich muss zugeben, das fühlte sich schon sehr komisch an…

Der letzte Tag meiner Radtour führte mich von Hastings über die „Middle Road“ zurück nach Waipawa, nur eine relativ kurze Etappe mit ca 50 Kilometern, aber auch wieder recht hügelig. Das Wetter war deutlich kühler und bedeckt, was angenehm zum Radeln, aber nicht so schön für die Fotos war. Hier ein paar Bilder:

Kunstwerke im Vorgarten einer Farm bei Hastings…
… echt cool, und nur eine kleine Auswahl dessen, was da so rumstand.
Das größte Stück meiner Tour führte mich auf der Middle Road entlang, einer Nebenstraße mit wenig Verkehr.
Kurvig durch die Hügel nahe des Tukituki River.

Das letzte Selfie auf meiner Tour, im Hintergrund der Tukituki River.

Erschöpft aber glücklich kam ich am frühen Nachmittag wieder Zuhause an, wo ich frenetisch von Harvey (natürlich auch von Paddy ;-)) begrüßt wurde! Ich hatte die beiden echt vermisst – Paddy noch etwas mehr als Harvey :-). In dieser Nacht schlief ich wieder deutlich besser, nicht nur, weil ich wieder in einem Bett schlafen konnte, sondern vor allem, weil ich in Paddy’s Arm einschlafen konnte.

Zum Schluss noch ein Bild von Harvey, das ein Freund ein wenig überarbeitet hat:

Harvey – best dog ever!

Im nächsten Blog bringe ich euch auf den neuesten Stand, was so alles passiert ist in den letzten 6 Wochen. Bis dahin macht es gut und bleibt gesund!

Eure Susi

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