Cañon de Palca mit Einheimischen

Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen (Laura, hab extra für dich gegendert!😜), ich hoffe, ihr hattet heute einen guten Start ins neue Schuljahr, hab an euch gedacht! Hallo natürlich auch an alle Nicht-Lehrer.😉

Gestern war ich mit Julio, einem Mitarbeiter im Hostel, und seinem Kumpel Marco bei einer Wanderung im Palca Canyon. Julio bot mir den Ausflug an, er ist eigentlich auch Guide, aber er wollte dafür kein Geld, das sei reines Freizeitvergnügen für ihn – echt cool! So stiefelten wir um 9.30 Uhr vom Hostel los Richtung Bushaltestelle, zu der wir uns allerdings durchfragen mussten, da Sonntags die Busse wegen Markt woanders abfahren. Außerdem gibt es keine zentrale Busstation (außer für Fernbusse), sondern alle Busse fahren je nach Ziel von woanders los – für Touristen nicht so einfach… Aber wir fanden den Bus, stiegen ein und mussten dann noch eine halbe Stunde warten, bis er losfuhr, da die Minibusse hier erst losfahren, wenn sie wirklich voll sind! Nachdem wir über eine Stunde brauchten, um unser Ziel zu erreichen, verstand ich das aber – sonst wird das ein Minusgeschäft für den Fahrer! Und die Fahrt kostete umgerechnet sowieso nur ca 80 Cent.

Durchgerüttelt, gequetscht und staubig stiegen wir dann mitten im Nirgendwo aus und es ging los. Das sind die beiden Jungs, mit denen ich unterwegs war, Julio und Marco:

Unterwegs begegneten uns anfangs ein paar Tiere:

Die Landschaft war traumhaft: wir starteten auf einer Höhe von ca 4000m und liefen zum Canyon hinab bis auf ca 3200m. Ich hatte schon tierisch Angst vor dem Rückweg das Ganze wieder bergauf – schließlich waren erst mein dritter Tag auf dieser Höhe!! Aber meine Angst war unbegründet, der ganze Trek war hauptsächlich bergab, nur aus dem Canyon raus nach Palca ging es etwas bergauf.

Hier ein paar Eindrücke von der Wanderung:

Dann waren wir im Canyon und liefen das ausgetrocknete Flussbett entlang flußabwärts, links und rechts türmten sich die Felswände um uns auf, sehr beeindruckend!

Am coolsten war, dass wir nur zwei anderen Wanderern begegnet sind und sonst komplett allein waren. Zwischendrin machten wir Mittagspause mit Kartoffeln, Mais und Hühnchen, das wir vom Markt mitgenommen hatten:

Dann ging es so langsam wieder raus aus dem Canyon:

Und das passiert, wenn man hier betrunken Auto fährt…

Das ist übrigens 100m unterhalb der Straße im Flussbett. Das Kreuz für den verunglückten Fahrer war oben am Straßenrand, echt traurig!

In Palca angekommen, machten wir uns wieder auf die Suche nach einem Bus. Der, der am Straßenrand stand, hatte nur noch einen Platz und schied somit aus – zum Glück! Denn während wir warteten, sah ich, wie der Fahrer Wasser auf die überhitzten Bremsen schüttete und es ordentlich dampfte. So schnell würde der nicht losfahren… Wir fanden dann ein Taxi, auch uralt und zerbeult, in das wir uns mit 7 Leuten quetschten – 4 Leute hinten, 2 auf dem Beifahrersitz neben dem Fahrer! Und dann ging die wilde Fahrt los, auf einer einspurigen Schotterstraße (keine Einbahnstraße!) ordentlich bergauf in halsbrecherischem Tempo – das das die Stoßdämpfer überhaupt ausgehalten haben!! Ich hatte schon ein bisschen Schiss, dass wir wie das Auto in obigem Bild enden würden, aber die tollen Ausblicke lenkten mich gut ab. Nach einer Stunde wilder Fahrt kamen wir heil im Hostel an. Hab dann nur noch geduscht, gegessen, gelesen und geschlafen.

Heute morgen ging ich als erstes zum nächstgelegenen Waschsalon, ich hatte nix Sauberes mehr zum Anziehen. Ihr glaubt ja gar nicht, wie sehr man sich über saubere Wäsche freuen kann! 😜

Dann ging’s weiter zur benachbarten Agentur „La Paz on Foot“, um mal abzuchecken, was es hier noch so zu tun gibt. Da ein Freund am Wochenende nach La Paz kommt, wollte ich länger bleiben, um mich mit ihm zu treffen, deshalb brauchte ich Ideen, was es hier noch zu erleben gibt. Die Dame von der Agentur sagte mir, dass morgen noch ein Platz frei wäre für die 3-tägige Tour Salar de Uyuni. Da wollte ich ja eh irgendwann hin, also hab ich gebucht, und fahre nachher mit dem Nachtbus nach Uyuni, morgens gehts dann gleich los mit der Tour und Donnerstag mit dem Nachtbus zurück, so dass ich Freitag morgen wieder in La Paz bin und das Wochenende mit Frank verbringen kann. So cool, freu mich voll!! Ihr werdet also sicher bis Freitag (wenn nicht länger) nichts von mir hören, da gibt’s kein Internet. 😊

Wünsch euch eine schöne Zeit bis dahin! Viele Grüße (noch) aus La Paz!

Again what learned – mit einem Guide durch La Paz

Bin heute morgen mit Kopfweh aufgewacht bzw. hatte schon die ganze Nacht Kopfschmerzen – keine Ahnung, ob das die Höhe ist oder die Erkältung, die ich gerade mal wieder hab dank der krassen Wetter- und Temperaturwechsel. Aber nach dem leckeren Frühstück und zusätzlich Wasser war dann alles wieder okay und ich beschloss, heute die Red-Cap Guided Walking Tour mitzumachen. Treffpunkt war am Plaza Sucre, oder auch Plaza San Pedro genannt, nach dieser Kirche hier:

Im Hintergrund sieht man, wie sich die Häuser bis auf die Berge hinaufziehen. La Paz ist echt riesig!

Unsere Tour begann mit ein paar Fakten zum Gefängnis San Pedro, das direkt an diesem Platz mitten in der Stadt liegt. Eigentlich ist es für 400 Insassen gedacht, es leben aber ca 1500 Menschen dort, da es erstens inzwischen mehr Gefangene hat und zweitens Familienangehörige dort mit wohnen dürfen. „Bewacht“ wird das Gefängnis von 15 Wärtern, die aber nur auf den Wachtürmen sind, ansonsten verwaltet sich das Gefängnis und die Gefangenen komplett selbst, es ist wie eine Stadt in der Stadt. Bis vor ein paar Jahren konnte man als Tourist sogar Touren durch das Gefängnis machen, aber da das einen florierenden Drogenhandel zur Folge hatte und dann ein paar Touristen getötet wurden, wurde das verboten. Heute gibt es trotzdem noch illegale Touren, die aber ziemlich gefährlich sind. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass hier nicht die Schwerverbrecher untergebracht sind (für die gibt es ein Hochsicherheitsgefängnis außerhalb der Stadt), sondern hauptsächlich Kriminelle mit Drogendelikten oder kleineren Vergehen.

Dann ging es weiter zu den Märkten. Da einer in den anderen übergeht und irgendwie sowieso alles überall verkauft wird, erspar ich euch die Namen der „einzelnen“ Märkte 😜. Es war Samstag und somit Markttag, und dementsprechend ging es zu mit allem, was dazu gehört: Gedränge, Marktschreier, viele verschiedene Gerüche (manche gut, andere eher nicht so), Cholitas (indigene Marktfrauen in ihren berühmten Kostümen) und eine wahre Farbüberflutung. Angeblich erstrecken sich die Märkte über 40 Blöcke – aber irgendwie ist eh ganz La Paz ein einziger Markt.

Der einzige Markt, der anders ist, ist der Mercado de las Brujas, der Hexenmarkt. Dort gibt es alles mögliche Zeug, das man hier gerne Pachamama (Mutter Erde) opfert, um sie gnädig zu stimmen: 96%iger Alkohol, jede Menge Süßkram (sie steht wohl auf Süßigkeiten 😜), Amulette, tote Lamababies oder Lamaföten, usw…

Angeblich müssen die Lamababies aber eines natürlichen Todes sterben, sie werden nicht zu Opferzwecken getötet. Und für welche Gelegenheiten braucht man nun so einen Lamafötus? Der wird, wenn man ein Haus baut, in die Baugrube und das Fundament geworfen, um das Haus zu beschützen – natürlich zusammen mit Alkohol, Süßigkeiten und Kokablättern.

Hier noch ein Blick in so einen Hexenladen mit einer Cholita davor:

Hier sieht man ansatzweise die Tracht, die typisch ist für indigene Frauen in Bolivien (ich muss die Tage nochmal auf den Markt und eine Cholita fragen, ob ich ein Foto machen darf): der Bowlerhut, der über den Beziehungsstatus Auskunft gibt (gerade auf dem Kopf heißt vergeben, schief bedeutet noch zu haben), lange Ärmel, um die Haut zu schützen, und einen Petticoat mit möglichst vielen Schichten, damit die Frau möglichst breit in der Hüfte wirkt. Das Schönheitsideal hier ist etwas anders als bei uns, hier steht Mann auf gebährfreudiges Becken, eher kräftige (auch muskulöse) Frauen mit strammen Waden, die die Berge hochlaufen können mit Kind auf dem einen Arm und einem Sack Kartoffeln im anderen. Wenn eine Cholita einen Mann interessant findet, zieht sie ihren Rock etwas nach oben und zeigt ihm ihre (hoffentlich muskulöse) Wade. Tja, andere Länder, andere Sitten 😊.

Aber wir haben auch Dinge gemeinsam: Auch Bolivianern ist Markenware sehr wichtig 😂:

Danach ging’s zum Plaza San Francisco und zum Mercado Lanza, einem riesigen Indoormarkt, der um diese Uhrzeit aber eher sehr verschlafen war.

Danach verließen wir den eher indigenen Teil der Stadt und machten uns durch das Kolonialviertel auf den Weg zur Plaza Murillo, dem bekanntesten und wichtigsten Platz der Stadt. Hier noch ein kleiner Eindruck vom normalen Verkehrschaos um die Plaza San Francisco:

Die Plaza Murillo ist wirklich sehr sehenswert:

Die Kathedrale:

Der Wohnsitz des Präsidenten (Palacio Quemado), der aber nicht mehr als Wohnsitz genutzt wird, seit ein Präsident dort von Regierungsgegnern getötet wurde. Im Vordergrund unsere beiden Guides Marie und Max von der Red-Cap-Agentur, sie waren wirklich gut! Und es war die erste Führung auf Englisch für mich bisher 😬👍🏻

Links davon befindet sich der National Congress, in dem laut unseren Guides nicht wirklich gearbeitet wird. Trotzdem ein sehr schönes Gebäude!

Die linke Fahne in den Regenbogenfarben steht übrigens für alle indigenen Völker, von denen es in Bolivien 36 gibt. Die mittlere Flagge ist die Nationalflagge, die rechte Flagge ist laut Marie „die Flagge der Hoffnung“, es ist die „Naval flag“ (irgendwann, bevor Bolivien einen Krieg mit Chile verlor, hatte Bolivien ein Stück Küste), die zeigt, dass Bolivien immer noch darauf hofft, irgendwann wieder Zugang zum Meer zu bekommen.

Es gibt noch eine Besonderheit an diesem Gebäude, findet ihr sie (es ist nicht der Kran)?

Genau, die Uhr geht in Bolivien andersrum! Diese Uhr ließ der jetzige Präsident Evo Morales einbauen als Zeichen der Abkehr vom westlichen, kapitalistischen und modernen Denken zurück zur Tradition. Er ist der erste indigene Präsident von Bolivien (und es gab unzählige!!!), der viel für die Rechte und Gleichberechtigung der indigenen Völker getan hat. Trotzdem ist er sehr umstritten, unter anderem wegen seines Standpunktes zum Kokaanbau – er ist selbst Kokabauer! Seiner Ansicht nach gehört Koka zur bolivianischen Kultur und darf wieder offiziell angebaut werden, was den Amerikanern natürlich ein Dorn im Auge ist, denn aus dem meisten Koka wird Kokain hergestellt…

Die Bolivianer sind ein sehr protestfreudiges Völkchen, doch leider arten diese Proteste häufig in Gewalt aus. Von einem solchen Protest zeugen diese von Schusswaffen verursachten Löcher in der Häuserwand eines Hauses an der Plaza Murillo:

Bei diesem Protest 2003 wurden etliche Menschen getötet.

Nach der Stadtführung erkundete ich noch auf eigene Faust einige Viertel. Ich pilgerte zu einem der Aussichtspunkte über La Paz, dem Mirador Killi-Killi, und die nicht unerhebliche Anstrengung, um den Berg zu erklimmen bei der dünnen Luft, hat sich gelohnt:

Danach machte ich mich auf den Weg zurück zum Hostel mit zwei kleinen Umwegen. Der erste führte zum Stadion, zugegebenermaßen kein Anblick, der einen vom Hocker reißt…

Der zweite Umweg war gastronomischer Art und führte mich zur Feria Gastronomica, einem Foodfestival:

Um fünf, als ich da war, war noch nicht so viel los, hier in Südamerika wird eher immer sehr spät gegessen.

Nach umfassender Recherche, sprich zwei Runden um den Foodcourt, entschied ich mich für ein Gericht, das typisch für die Yungas ist (Namen hab ich vergessen) mit Kartoffeln, grünen Bananen, Kochbananen, einem Gemüse, das ich nicht kannte, und Lama- und Hühnchenfleisch, war sehr lecker!!

Nach dem Essen bekam ich sogar noch eine Tanzshow geboten! Während eine Band während des Essens bolivianische Musik spielte, traten dann danach diese acht Frauen und Männer auf:

Ich hab natürlich auch ein kurzes Video davon gemacht:

Vollgefressen und gut gelaunt machte ich mich dann auf den Heimweg (bergauf – ächz!), heute ist nur noch bissl lesen angesagt.

Wünsch all meinen Kollegen einen guten Start ins neue Schuljahr!! Ich werd am Montag mal an euch denken, während ich die Death Road mit dem Bike runterheize 😊

Viele Grüße aus La Paz!

Wahnsinns-Stadt La Paz

Seit gestern Nacht bin ich nun in La Paz. Die beiden Reisetage Mittwoch und Donnerstag verliefen relativ unspektakulär und wie geplant. Am Mittwoch übernachtete ich in einem Hostel in Buenos Aires und hatte mit ein paar Leuten aus aller Welt (Australien, Schweden und Uruguay) noch einen netten Abend, bevor ich am Donnerstag Argentinien nach 3 erlebnisreichen Wochen Richtung Bolivien verließ.

Ich hatte allerlei gruselige Geschichten gelesen (unter anderem auch auf der Homepage des auswärtigen Amtes) über Express-Kidnappings, bei denen Taxifahrer Touristen mit zwei Komplizen entführen und sie mit vorgehaltener Waffe zwingen, ihre Karten und PINS rauszugeben. Da stand ich also nun um 22.00 Uhr am Flughafen in El Alto und überlegte, ob es wirklich sicher ist, mit einem Taxi zum Hostel zu fahren, aber welche Wahl hatte ich denn?! Also setzte ich mich todesmutig in ein offizielles Airport-Taxi mit Nummer und hoffte das Beste… Meine Angst vor einer Entführung wich dann aber ganz schnell der Angst, nicht heil anzukommen – mein Fahrer war superunsicher und anscheinend halb blind! Jedenfalls machte er bei jedem entgegenkommenden Auto fast eine Vollbremsung und schlich auch sonst wahnsinnig langsam und mit völlig unnötigen Ausweichmanövern Richtung Stadtmitte. Hinter uns hatte sich eine lange Schlange von wütend hupenden Autos und Bussen gebildet. Am liebsten hätte ich das Steuer übernommen!! Schweißgebadet kam ich eine laaaaaaange halbe Stunde später im Hostel an. Da ging’s dann nur noch ins Bett, ich fühlte die Höhe schon ein bisschen, wie einen Druck im Kopf, schließlich ist El Alto auf über 4000m, und La Paz auch noch auf 3600m. So sieht mein Schlafsaal aus – 3 Betten übereinander! Aber dafür wir haben viel Platz im Zimmer 😃

Am nächsten Tag gab es endlich mal ein richtig gutes Frühstück: 2 sehr leckere Semmeln mit Butter und Marmelade (in Iguazu gabs immer nur Dulce de Leche, das kann ich jetzt nicht mehr sehen), frischgepresster O-Saft und Kaffee. Da ich mich erstmal an die Höhe gewöhnen wollte, wollte ich es langsam angehen lassen. Von der Hostelmitarbeiterin bekam ich den Tipp, zur ersten Seilbahnstation zu laufen und dann quasi fast einmal um die Stadt mit den verschiedenen telefericos zu fahren. Gesagt getan, ich machte mich auf zur Station der línea blanca und los ging’s. Zur Zeit gibt es 7 verschiedene Strecken, und drei andere sollen dieses bzw. nächstes Jahr noch dazu kommen. Eine Fahrt kostet 3 Bolivianos (ca 40 Cent), das kann sich jeder leisten.

Das Seilbahnfahren verschafft einem, neben tollen Ausblicken, einen Überblick über die Stadt. La Paz ist echt riesig!! Hier ein paar Bilder:

Und die ganze Stadt wird überragt von dem zweithöchsten Berg Boliviens, dem Illimani (6.438m).

Die línea roja bringt einen nach El Alto hinauf, das inzwischen eine eigene Millionenstadt geworden ist und weiter stetig wächst. Hier lebt v.a. die ärmere, indigene Bevölkerung, und angeblich soll es dort vor allem nachts nicht sicher sein. Tagsüber hab ich mich aber sicher gefühlt (wie überall, wo ich heute unterwegs war). Auch El Alto ist noch von höheren Bergen umgeben, die man im Hintergrund sehen kann.

Nach den Teleférico-Fahrten bin ich noch ein bisschen im Zentrum rumgelaufen. Ganz anders als die Städte in Argentinien, wo Orientierung einfach ist, weil sie schachbrettartig gebaut sind, ist La Paz aufgebaut – hier geht es völlig chaotisch durcheinander, bergauf und bergab, und meist gibt es keine Straßenschilder. Dazu kommt noch jede Menge Lärm (Hupen gehört hier zum guten Ton), Abgasgestank und eine Unmenge Menschen, die sich auf engen Gehsteigen (weil überall Marktstände stehen) aneinander vorbeizwängen. Echt ein Erlebnis! Ich hatte ziemlich schnell jegliche Orientierung verloren und ließ mich einfach mit der Menge mittreiben. Hab ja noch genug Zeit für „richtiges“ Sightseeing. Hier ein paar Eindrücke:

Die Stromleitungen erinnern mich ein bisschen an Dominica 😂

Eigentlich soll es fünf (oder sechs?) Märkte in La Paz geben, aber um ehrlich zu sein, ist die ganze Stadt ein Markt. Fast alle Straßen sind voll mit Buden und Ständen, und es ist überall sehr bunt.

Diese „Zebras“ (bestimmt arme Studenten 😊) stehen hier an stark befahrenen Kreuzungen und ermöglichen den Fußgängern das sichere Überqueren der Straße. Theoretisch gibt es zwar einige Ampeln, aber praktisch halten sich die Autofahrer nur sporadisch daran. Rücksicht auf Fußgänger wird hier nicht genommen, es herrscht das Recht des Stärkeren, und häufig ist es echt ziemlich knapp…

Morgen mache ich dann eine Sightseeingtour – hier gibt es sehr gute geführte Touren, was für mich wahrscheinlich besser ist, vielleicht finde ich mich danach ja zurecht 😜.

Für die nächsten Tage ist auf alle Fälle noch die Mountainbike-Tour auf der Death Road geplant und die ein oder andere Trekkingtour um La Paz herum. Zum Beispiel zum Muela del Diablo (Teufelszahn):

Mal sehen, wie ich mit der Höhe so zurecht komme… heute ging’s mir gut, war nur bergauf immer schnell außer Atem.

Viele Grüße aus dem quirligen La Paz! 🇧🇴

Sightseeing in und um Puerto Iguazu

Heute ist mein letzter Tag in Puerto Iguazu, und es ist jetzt auch genug. Ich hatte vorher schon gehört, dass 2-3 Tage hier genügen, und bei dem Wetterpech mit dem vielen Regen, das ich hatte, stimmt das auch. Eigentlich wäre ich gerne mehr gewandert und hätte noch die ein oder andere Mountainbike- oder Kayaktour gemacht, aber das war bei dem Wetter nicht möglich (Wege gesperrt, Fluss mit starker Strömung zu gefährlich). Also hatte ich einen ziemlich entspannten Aufenthalt hier – auch mal gut 😉.

Gestern hab ich vormittags gefaulenzt, ich hatte keine Lust, schon wieder tropfnass zu werden. Ab mittags ging der Regen dann in Nieseln über und ich beschloss, eine Wanderung zu den Guarani-Dörfern (ein Indio-Stamm) und dem drum herum liegenden Dschungel zu machen. Leider hab ich keine Bilder gemacht, aber ich fand es irgendwie blöd, von der Armut der dort lebenden Indios Fotos zu machen. Sie leben in sehr ärmlichen Hütten, die Kinder laufen überwiegend in Lumpen gekleidet und barfuß herum, überall hängt Wäsche und es liegt ziemlich viel Müll herum. Die Straßen bestehen aus rotem Lehm, der bei dem Wetter zu sehr rutschigem und klebrigem Schlamm mutiert. An Wochenenden verkaufen die Guarani handgefertigte Körbe und andere Kunstwerke an Touristen, aber Montag war nix los. Nach dem einen Dorf gab es einen ausgeschilderten Trail durch den Dschungel, war superschön, und ich hatte ihn ganz für mich allein. Nach 4-stündiger Wanderung kam ich nass wieder im Hostel an – merke: auch wenn es nur nieselt, ist man nach 4 Stunden nass 😝.

Heute schien endlich wieder die Sonne und es war angenehm warm bei 21 Grad (übrigens war die ganze letzte Woche bis Donnerstag Superwetter bei um die 30 Grad, und auch diese Woche soll wieder so werden – hab also genau die vier Tage Regen abgekriegt 😤). Das machte endlich wieder Lust auf Draußensein! Zunächst lief ich in einer 2-stündigen Wanderung durch die Stadt und wieder durch ärmere, eher ländliche Bereiche, bis ich zur Casa de Botellas kam.

Hier kann man sich ein Haus anschauen, das (fast) komplett aus Plastikflaschen und Tetrapack gebaut ist, inklusive der Möbel. Außerdem bekommt man für sein Eintrittsgeld die Technik erklärt und was alles hinter dem Projekt steckt. Auf die Idee kam man, als Argentinien in einer tiefen Finanzkrise steckte und viele Leute kein Geld für ein Haus / eine Wohnung hatten. Inzwischen werden solche Häuser auch in Brasilien und Paraguay gebaut. Eigentlich echt eine tolle Idee!

Die Flaschen werden mit einer Schraube miteinander verbunden und in einem Holz- oder Betonrahmen nebeneinander befestigt.

In den Lücken dazwischen werden Stromkabel und Wasserleitungen verlegt.

Und da keiner ein durchsichtiges und zugiges Haus will, wird mit einer Schicht Draht, Tetrapack und Putz gearbeitet.

Das Dach besteht aus Tetrapack (an Palettenholz befestigt) und Plastikflaschen. So sieht das von unten aus:

Und so kann so ein Plastikflaschenhaus von innen aussehen:

Von außen sieht es so aus:

Außerdem werden noch eine ganze Menge anderer Dinge aus „Abfall“ wie Plastikflaschen, Dosen, Reifen, Felgen usw. hergestellt, zum Beispiel Taschen, Spielzeug, Mäppchen, Lampen und vieles mehr.

Gleich um die Ecke bei der Casa de Botellas befindet sich „Güira Oga“, eine Tierpflege-Station, wo Tiere wieder aufgepäppelt werden, die krank oder verletzt sind, weil sie zum Beispiel von einem Auto angefahren wurden oder Opfer illegalen Tierhandels waren und beim Fangen oder Transport verletzt wurden. Der Tourguide wusste zu jedem einzelnen Tier die Geschichte, und viele davon waren ganz schön grausam und gruselig (und ich hab noch nichtmal alle Details verstanden!). Natürlich ist das große Ziel die Wiederauswilderung, aber das ist leider nicht bei allen Tieren möglich. Manche sind so schwer verletzt, dass sie sich alleine nicht mehr versorgen könnten, deshalb wohnen sie dann dauerhaft im Refugio. Hier eine kleine Auswahl an Bildern vom Refugio:

Beide Projekte fand ich superinteressant, und die Führungen waren sehr informativ, auch wenn ich nicht jedes Wort verstanden habe (natürlich waren sie auf Spanisch). Wenn euch eines der Projekte oder beide näher interessieren, findet ihr mehr Infos darüber auf Facebook bzw. über die jeweilige Homepage (einfach googeln).

So, inzwischen ist es hier Mittwoch morgen, musste meinen Blogeintrag heute fertig machen, weil gestern das Internet mit dem Hochladen der Bilder überfordert war 😜.

Nachher geht mein Flug zurück nach Buenos Aires, dort verbringe ich eine Nacht, und dann geht es weiter nach La Paz. Freu mich schon riesig auf Bolivien!

Viele Grüße aus dem jetzt wieder sonnigen Puerto Iguazu!

Argentinische Seite der Iguazu-Fälle

Leider bin ich gerade nicht vom Glück verfolgt, was das Wetter angeht. Als ich Donnerstag hier in Puerto Iguazu ankam, herrschte ja noch schönster Sonnenschein bei 32 Grad, am Freitag war es dann schon kühler und wechselhaft, seit Samstag ist es hier nur noch grau, kühl bei 12-15 Grad und es wechselt zwischen Nieselregen, normalem Regen und heftigen Regengüssen. Deshalb hab ich Samstag erstmal einen Ruhetag eingelegt und mich um meine Wäsche gekümmert, ansonsten ein bisschen gelesen und eben gefaulenzt – war auch mal gut. Mittags kam noch eine weitere Deutsche hier an, Laura aus Lörrach, wir quatschten eine ganze Weile und machten aus, am nächsten Tag zusammen zur argentinischen Seite der Wasserfälle zu gehen. Abends kamen die beiden Inder Pem und Alaap zurück, die ich ja schon vom Vortag kannte und wir gingen zusammen essen – war ein netter Abend:

Am nächsten Morgen verschoben wir erstmal unseren Aufbruch nach hinten, da es wie aus Eimern schüttete und wir beide noch einen zusätzlichen Kaffee zum Aufwachen brauchten. Die beiden Inder hatten noch überlegt, ob sie mit uns kommen, aber denen war es dann zu nass. Dafür schloss sich uns noch Sarah, eine Französin aus Marseille, an, die die letzten Tage ihrer elfmonatigen Reise in Puerto Iguazu verbrachte. Das Mistwetter hatte auch deutliche Vorteile, wir hatten den Bus ganz für uns:

Und auch im Parque Nacional de Iguazu war nicht allzu viel los, dafür, dass Sonntag war! Zunächst fuhren wir mit der Bimmelbahn zum Garganta del Diablo:

An der Station angekommen, geht es über einen überraschend langen Metallstieg, der über fast den ganzen Fluss geht, bis zum Wasserfall vor. Ich war ziemlich überrascht von der Breite des Flusses. Leider sind die Fotos wegen des schlechten Wetters heute nicht so beeindruckend…

Auf der argentinischen Seite sieht man den Garganta del Diablo von oben:

Was für ein Spektakel, selbst (oder gerade wegen) bei diesem Wetter. Es ist wirklich unbeschreiblich! Ich hab mal ein Video gemacht, damit ihr wenigstens einen Eindruck von dem Lärm bekommt, den so ein riesiger Wasserfall macht:

Danach sollte es ans Wandern gehen. Der Nationalpark hat drei Wege zu bieten, von denen zwei relativ kurz sind und quasi von allen Touristen gemacht werden, während der dritte kaum gegangen wird, weil er hin und zurück 7 km lang ist. Unser Plan war, dass wir mit den ersten beiden (Circuito inferior + Paseo superior) anfangen, eventuell dann mit dem Boot auf die Insel fahren und dort die kleine Runde gehen, und wenn dann noch Zeit ist, den letzten Trail, den Sendero Macuco, auch noch machen.

Leider machte uns da das Wetter einen Strich durch die Rechnung: das Boot fuhr wegen der Wassermassen und der starken Strömung nicht, also schied die Insel aus. Dafür genossen wir erstmal die Ausblicke, die man von den beiden Wanderwegen hat. Beim „Upper circuit“ (superior) schaut man von oben auf die Wasserfälle, das ist zwar interessant, aber nicht ganz so beeindruckend, da man quasi nur die Kante sieht, über die das Wasser fließt, um dann in die Tiefe zu stürzen:

Der „Lower Circuit“ bietet dafür einen Blick von unten auf die Wasserfälle, ist also wesentlich spektakulärer.

Nach der Enttäuschung, dass wir nicht auf die Insel können, brauchten wir erstmal eine Stärkung. Also kehrten wir im Restaurant des Parks ein und futterten uns durch das Buffet. Danach wollten wir den dritten Weg in Angriff nehmen, aber auch hier vermasselte das Wetter uns unseren Plan – der Weg war gesperrt! Sehr schade, denn der hätte uns zu einem Wasserfall geführt, den man von nirgendwo anders sehen kann – abgesehen davon, dass wir uns alle drei auf mehr Wandern gefreut und bis jetzt eigentlich nur einen Spaziergang gemacht hatten.

Da es im Park nichts mehr für uns zu tun gab, beschlossen wir, den Bus zurück nach Puerto Iguazu zu nehmen und dort nochmal ein bisschen zu gehen, nämlich zum Hito Tres Fronteras, also dem Dreiländereck. Das hatten die beiden Mädels noch nicht gesehen, und mir war ein bisschen mehr Bewegung nur recht, abgesehen davon, dass es sehr lustig war mit den beiden, wie man unschwer an den ganzen Selfies erkennen kann 😜

Die Aussicht war zwar bei dem Wetter nicht so der Burner, trotzdem kann man im Hintergrund links Paraguay und rechts Brasilien sehen. Der Vordergrund ist natürlich wesentlich hübscher 😝

Zurück im Hostel verbrachten wir dann noch einen netten Abend miteinander, tauschten Telefonnummern und Fotos aus und redeten über unsere jeweiligen Reisen. Für Laura sollte es am nächsten Tag nach Salta und in den Norden Argentiniens weitergehen. Sarah hatte nur noch São Paulo und von dort aus ihren Heimflug auf dem Programm nach ihrer fast einjährigen Reise durch die Welt. Sie gab mir noch gute Tipps zu sehenswerten Orten und sogar Telefonnummern von Anbietern für diverse Aktivitäten. Außerdem machte sie mir den Mund wässrig mit Bildern aus Patagonien – wahnsinnig schön!!! Das steht ja eigentlich nicht auf meinem Programm, weil es da grad saukalt ist, aber inzwischen bin ich schon am Überlegen, ob ich im November (dann sollte es schon etwas wärmer sein) nicht doch wenigstens einen kurzen Abstecher dorthin mache…. mal sehen 😊

Für Montag und Dienstag hab ich noch keine Pläne, ich glaube, nochmal zu den Wasserfällen brauche ich nicht zu gehen, da für Montag nochmal Regen angesagt ist (und es regnet tatsächlich!) und der Weg, den ich noch nicht kenne, sicherlich immer noch gesperrt ist. Hab heute erstmal ausgeschlafen und werde jetzt von hier aus noch ein bisschen umherwandern. Für morgen, also Dienstag, will ich mal schauen, ob ich eine Mountainbike-Tour buchen kann, das Wetter soll wieder schön sein…

Viele Grüße aus dem verregneten Puerto Iguazu! 🌧💧💦☔️

Was für ein Spektakel!! Iguaçu zum Ersten

Für heute waren die Wasserfälle auf der brasilianischen Seite geplant, da dafür ein Tag genügt, wohingegen die argentinische Seite wohl mehr zu bieten hat, so dass man dafür zwei Tage einplanen sollte. Ich war schon früh wach, hab schlecht geschlafen, weil um 2.00 Uhr Nachts noch jemand eingecheckt hat, der erst eeeewig geklingelt hat, bis endlich jemand aufmachte und dann auch noch gefühlte zwei Stunden duschen musste – mitten in der Nacht!! Aber wenigstens sah ich so einen schönen Sonnenaufgang 😊

Um 8.30 Uhr ging es mit dem ersten Bus von Puerto Iguazu über die Grenze (mit zweimal Passkontrolle + Stempel) an den Eingang der Cataratas. Dort war auch ein Vogelpark, den ich mir zuerst ansah – war super! Ich kann euch hier leider nur eine kleine Auswahl an Bildern hochladen, sonst sitze ich die ganze Nacht daran, aber ich hab bestimmt hundert Bilder gemacht heute!

Aber hier gabs auch andere Viecher:

Liebe ist… wenn man seinen Freund an / auf sich schlafen lässt 😜 – Tierfreundschaft:

Danach ging’s weiter zu den Wasserfällen. Leider fing es jetzt an zu regnen bzw. zu schütten, und so ging es bis nachmittags weiter: Sonne, Wolken und Regengüsse im Wechsel. Das hielt die Leute aber nicht davon ab, sich die Cataratas anzuschauen, es war ganz schön voll! Man kann nur bis zum offiziellen Eingang mit dem Auto bzw. Bus fahren, danach muss man einen Shuttlebus, den man mit dem Eintrittsgeld bezahlt, nehmen, der einen die letzten Kilometer fährt. Dummerweise war das ein offener Bus, so dass ich schon bei der Hinfahrt nass wurde. Aber das war mir egal, sobald ich die Wasserfälle sah – was für ein Spektakel, was für ein Anblick! Es ist einfach unbeschreiblich, und auch in den Fotos kommt es nicht so rüber wie in der Realität. Man läuft ca 2km an den Wasserfällen entlang und möchte ungefähr alle zwei Schritte wieder ein Bild machen, so faszinierend ist es. Aber seht selbst:

Und so voll war es stellenweise (echt nervig, die Selfie-Süchtigen, die ungefähr hundert Selfies alle 5m machen müssen🙄):

Süße Tiere gab es auf dem Weg auch! Ich hab sogar einen Affen gesehen und ihn noch irgendwie schnell fotografiert, bevor er weg war:

Diese süßen Tierchen sind in Wirklichkeit gar nicht so süß. Sie haben jede Scheu vor Menschen verloren und kommen bis an die Rucksäcke heran, um Essen zu stehlen. Dabei können sie anscheinend ziemlich aggressiv werden, jedenfalls gibt es extra eine Notfallstation für Leute, die von den Nasenbären gebissen wurden. Aber nett anzuschauen sind sie trotzdem 😊

Und dann steht man plötzlich vor einer Wand aus Wasserfällen – unglaublich!

Garganta del Diablo – der Teufelsschlund:

Es war wirklich super, nur das Wetter hätte besser sein können, aber was soll’s. Bin jetzt auf die argentinische Seite gespannt, angeblich soll die noch schöner sein.

Und hier noch ein Beweis dafür, dass ich auch wirklich da war (ich hasse Selfies!):

Ich wollte eigentlich noch einen kleinen Hike dort machen, aber leider hatte sich meine Regenjacke quasi aufgelöst (sie war einfach schon zu alt, aber ich dachte, die hält schon noch) und es goss wie aus Eimern. Also Planänderung: zurück nach Puerto Iguazu fahren und Regenjacke kaufen. Das war leichter gesagt als getan, hier hatten sie nur ganz dünne Jacken oder so Einmal-Plastikponchos, also nur zum Anschauen der Wasserfälle. Ich wollte aber eine gute Regenjacke, die ich dann auch zum Hiken anziehen kann. Nach einigem Suchen würde ich dann in einem winzigen, unscheinbaren Lädchen mit Tourikram (!) fündig und erstand eine Northface-Jacke für umgerechnet nur 35 Euro. Ab jetzt bin ich wieder wetterfest, was ich laut Wetterbericht aber leider auch sein muss… 😒

Auf dem Rückweg zum Hostel hab ich noch ein bisschen mit der Kamera und dem Sonnenuntergang rumgespielt:

Im Hostel angekommen half ich erstmal meiner neuen Zimmerkollegin aus Südkorea dabei, ein Flugticket zu buchen. Wir haben hier gerade ein ziemliches Luxusleben, denn wir sind nur zu zweit in dem 6er Zimmer, wie gestern auch. Später am Abend hab ich mich noch mit einem netten Kerl aus Südafrika über unsere jeweiligen Reiserouten ausgetauscht (yayyy, zwei Stunden Englisch reden – sooooo viel einfacher als Spanisch!). Jetzt freu ich mich aufs Schlafen, in der Hoffnung, dass nicht wieder irgendwer um 2.00 Uhr nachts kommt…

Morgen werde ich wahrscheinlich einen faulen Tag machen, es ist den ganzen Tag heftiger Regen angesagt. Mal sehen…

Viele Grüße von den Wasserfällen in Iguazu!

Ankunft in Puerto Iguazu

Seit heute bin ich wieder allein unterwegs, fühlt sich komisch an nach fast drei Wochen zu dritt… Nach rasanter Taxifahrt (mit Uber, echt super! War in 3 Minuten da, hat nur umgerechnet 6 Euro gekostet) und zum Glück ereignislosem Flug kam ich am Spätnachmittag am Flughafen Puerto Iguazu an und nahm einen Shuttlebus, der mich direkt vor mein Hostel fuhr. Nach kurzer Preisverhandlung – der Typ wollte mir mehr abknöpfen als über Booking.com angegeben – hab ich schnell mein Zeug abgeladen, Wertsachen weggesperrt und mir kurz das Hostel angeschaut – macht einen sehr netten, hellen und sauberen Eindruck, wenn auch etwas eng.

Blick vom Fluss auf das Hostel. Es liegt traumhaft schön am Fluss, und trotzdem nur 5 Minuten vom Zentrum entfernt.

Ausblick auf den Rio Iguazu direkt vorm Hostel

Hab mich gleich in meine kurze Hose geschmissen (es hat sonnige 32 Grad, yayyyy!!!) und bin losgezogen, um die Stadt ein wenig zu erkunden. Ist ein netter kleiner Ort vom ersten Eindruck her, aber natürlich auch super-touristisch. An allen Ecken stehen Andenkenstände und sonstiger Tourikram. Ich bin erstmal ans Dreiländereck gelaufen, wo Paraguay, Brasilien und Argentinien nur durch die beiden Flüsse Rio Iguazu und Rio Parana getrennt sind.

Brücke nach Brasilien

Öffentlicher Park vor einem Riesenhotel, mit schönem Blick über den Fluss.

Sitz der Parkverwaltung des Nationalparks

Kunstwerk auf dem Weg zum Dreiländereck

Hito Tres Fronteras mit Blick auf den Rio Parana, links Paraguay, rechts Brasilien

Blick auf den Rio Iguazu: links/im Hintergrund Brasilien, rechts/im Vordergrund Argentinien

Zur Orientierung 😜

Ein Kunstwerk aus Metall bzw. Rost, trotzdem cool

Ich bin laut Kunstwerk über 10.000 km von euch in Deutschland weg. Krass!

Und dann gab es noch einen tollen Sonnenuntergang, den ich aber leider nur durch Häuser und Bäume sah:

Leider hab ich wohl nicht so viel Glück mit dem Wetter in den nächsten Tagen, ab morgen Nachmittag sind durchgehend bis Sonntag früh Gewitter mit heftigem Regen angesagt, Sonntag bis Montag Mittag dann nur noch Regen, danach wird es wieder schön. So sollte dann zumindest der Dienstag sonnig und trocken sein, Mittwoch geht schon wieder mein Flug zurück nach Buenos Aires. Naja, mal abwarten, kann’s eh nicht ändern. Ich werde auf alle Fälle den halben trockenen Tag morgen nutzen und mir die Wasserfälle von der brasilianischen Seite aus anschauen. Das heißt früh aufstehen, muss dann noch genau rausfinden, wie ich da hinkomme – auf alle Fälle fährt ein Bus 😊

Jetzt pack ich noch meinen Rucksack, damit ich morgen früh in dem 6er Zimmer nicht unnötig viel Lärm machen muss und andere wecke, und dann gehts ab in die Falle. Bin gespannt, wie voll das Zimmer ist (bisher hab ich nur zwei andere Frauen gesehen) und wie die Nacht wird.

Viele Grüße aus Puerto Iguazu! 🇦🇷🇧🇷🇵🇾

Sightseeing in Buenos Aires

Liebe Blogleser, hallo ein letztes Mal aus Buenos Aires. Die letzten drei Tage waren ganz dem Sightseeing in dieser riesigen, lauten, interessanten und faszinierenden Stadt gewidmet. Am Montag zogen wir mal wieder mit dem Bus los in die Innenstadt, um dort die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in einer von Walter ausgeklügelten Tour abzulaufen, was auch einwandfrei geklappt hat 😊. Hier ein paar der wirklich sehr zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die man in Buenos Aires bewundern kann:

Altes Zollhaus

Skyline des Neubaugebietes im Puerto Madero, der zwar nicht mehr als Hafen dient, aber wo stattdessen lauter Luxuswohnungen und Luxusbürogebäude entstanden.

Puente de Mujeres

Casa Rosada, das Regierungsgebäude

Plaza de 25 Mayo

Café Tortoni, das älteste Café in Buenos Aires

Evita an dem Gebäude eines Fernsehsenders

Obelisk

Friedhof Recoleta…

… mit dem Grab von Evita Perron

Eine Katze, die – im wahrsten Sinne des Wortes – auf den Friedhof oder das Grab 💩

Hundesitter, die mehr mit ihrem Handy beschäftigt sind als mit den ca 20 Hunden, die sie ausführen sollen. Aber zwei davon wussten sich schon selbst zu beschäftigen… 🤣

Das Hard Rock Café darf natürlich auch nicht fehlen 😊

Universitätsgebäude für Jura

Florales Generica: eine Blume, die sich morgens öffnet und abends schließt.

Natürlich hätte es noch viel mehr gegeben, und ich hätte auch noch mehr Fotos gehabt, aber das soll mal genügen.

Am Dienstag fuhren wir, ausnahmsweise mal mit dem Zug, in den Norden nach Tigre und sahen uns Tigre und den Puerto de Frutos ein bisschen an. Und da ein Zug ausfiel und wir eine Stunde warten mussten, hatten wir vorher die Gelegenheit, uns den Wohnsitz des Präsidenten, naja eigentlich nur den Park davor, anzuschauen:

Hier gibt es jede Menge von diesen Vögeln, die zwar nett ausschauen, aber ordentlich Lärm machen!

Dann ging es endlich los mit dem Zug:

Als wir am Puerto de Frutos ankamen, mussten wir feststellen, dass die meisten Stände zu waren, da es Dienstag war und sich das Geschäft wohl nur am Wochenende lohnt. Trotzdem war es nett dort, bis auf die traurige Tatsache, dass das Wasser superdreckig war…

Aus der Rubrik „Zu verkaufen“: Leicht renovierungsbedürftiges Haus mit eigenem Boot in hervorragender Lage direkt am Fluss: 🤣

Nach dem Besichtigungsstress mussten wir uns erstmal stärken! Elli und ich wählten den wohl perversesten Kuchen überhaupt, der aus Boden, Baiser, jeder Menge Dulce de Leche und Schokolade besteht – Hypercholesterinämie und Diabetes nach zwei Bissen garantiert!

Das Ding kann kein Mensch aufessen, wir haben beide nach nichtmal der Hälfte aufgegeben – gut, dass wir zwei Stücke gekauft hatten 🙄

An meinem letzten (und Ellis und Walters vorletzten) Tag beschlossen wir, die Stadt nochmal mit dem Touribus und Audioguide zu erkunden, so richtig als Touristen eben. Wahnsinnig viel Neues haben wir dank Walters genialer Stadtführung am Montag zwar nicht mehr gesehen, aber es hat trotzdem Spaß gemacht:

Trotz 11 (!) Spuren gibt es jede Menge Stau in B.A.

Das weltberühmte Teatro Colon

Russisch-orthodoxe Kirche

La Bombonera – das Fußballstadion von Boca Junior, einem der beiden großen Clubs der Stadt.

Wandmalereien in La Boca

Nach über zweistündiger Rückfahrt in unser Viertel ging es dann noch ins Unicenter, ein großes Einkaufszentrum in der Nähe), um Süßkram und Andenken für die Lieben zu Hause zu kaufen und lecker Eis für uns. Ich war ja ziemlich skeptisch, als Walter meinte, Argentinien habe nach Italien das beste Eis der Welt! Aber nachdem ich es probiert habe, muss ich gestehen, es ist wirklich seeeehr lecker – Dulce de Leche graziano, mmmmmmmhhhh!!! 😋

Außerdem gibt es auch sehr lustiges Stieleis (haben wir aber nicht probiert):

Und zu guter letzt: hier, im Haus von Walters Freundin Floppy und ihrer Mutter, haben wir eine Woche wohnen dürfen.

Das war also unsere Woche Buenos Aires, und krasserweise sind unsere gemeinsamen 2,5 Wochen Argentinienurlaub jetzt rum!! Ab morgen geht es für mich wieder alleine weiter, ist ein komisches Gefühl. Die letzten Wochen waren so ereignisreich, wir haben so viel miteinander erlebt und gesehen, es war wirklich eine tolle Zeit! Ich werde die beiden vermissen!

Was nehme ich an neuen Erkenntnissen mit aus Argentinien (nicht alles ist wirklich ernst gemeint):

– ich kenne gefühlt JEDE Apotheke in Salta, Jujury und Buenos Aires (dank unserer Erkältungswelle waren wir die besten Kunden); übrigens: Medikamente sind hier viel billiger als bei uns, und vieles bekommt man rezeptfrei 😉

– eine Erkältung dauert etwa 32 Packungen argentinische Tempotaschentücher lang (die sind hier viel dünner als bei uns)

– argentinische Wohnungen sind im Winter a…kalt, v.a. der Boden

– man kann eine Diät aus Fleisch und Wein 2,5 Wochen lang aushalten (hab mir gefühlte 5 Kühe und 20 Flaschen Wein einverleibt)

– Argentinien ist riiiiieeeeesig! D.h. fürs Autofahren: möglichst an jeder Tankstelle tanken, an der man vorbeikommt, häufig ist die nächste seeeeehr weit weg

– die Argentinier sind ein wahnsinnig gastfreundliches Volk, und auch jederzeit zu einem Pläuschchen bereit (irgendwelche Verkäufer, die man nichtmal kennt) – sehr sympathisch!

– mein persönliches Lieblingsessen: Empanadas (gefüllte Teigtaschen) und Locro (eine Art Eintopf)

– mit argentinischem Geld zu bezahlen ist anstrengend, die Zahlen sind so groß! Um in Euro umzurechnen, muss man durch 33 teilen – und das als Nicht-Mathelehrer… 😝

Fazit: Es waren tolle 2,5 Wochen mit einer tollen „Reisegruppe“ in einem absolut faszinierenden, sehenswerten Land! Argentinien, ich komme wieder! Schließlich muss ich den Süden ja noch kennenlernen.

Aber ich verlasse das Land ja noch gar nicht, für mich geht es morgen in den Norden zu den Wasserfällen in Iguazu.

Viele Grüße ein letztes Mal aus Buenos Aires!

Family & Friends in Buenos Aires

Hallo zusammen, endlich komme ich mal wieder dazu, ein bisschen was zu schreiben. Wir sind seit Donnerstag Abend in Buenos Aires und dürfen bei einer Freundin von Walter und ihrer Mutter wohnen, die sich rührend um uns kümmern! Als wir Donnerstag Abend hier ankamen, gab es trotz später Stunde (23.00 Uhr) uns zu Ehren noch ein fettes Asado, es wurde also jede Menge unterschiedliches Fleisch gegrillt. Als ich die Mengen an Fleisch auf dem Grill sah, hab ich echt überlegt, ob noch eine ganze Fußballmannschaft zum Essen eingeladen ist… war aber alles für uns 😜. Leider hab ich davon kein Bild gemacht…

Die nächsten Tage waren komplett verplant mit Familie und Freunden von Walter, und so lernten wir erstmal die riesige Gastfreundschaft von Argentiniern kennen. Freitag starteten wir mit Walters Opa, bei dem wir zum Mittagessen eingeladen waren. Zum Glück waren die Portionen eher klein, ich war immer noch voll vom mitternächtlichen Asado… sehr lustig verlief das Gespräch – es wurde in einer Mischung aus Spanisch und Deutsch kommuniziert, da sowohl Walters Opa als auch seine Lebensgefährtin deutsche Wurzeln haben.

Die Klingeln schauen hier übrigens so aus:

Hier stehen nirgendwo Namen dran, das heißt, man muss genau das Apartment und das Stockwerk wissen, sonst hat man verloren!

Weil der Nachmittag sehr kurzweilig war und wir etwas die Zeit aus den Augen verloren hatten, mussten wir dann von dort aus direkt weiter zu einem Freund von Walter und seiner Familie, dummerweise am anderen Ende der Stadt. Und so verbrachten wir die nächsten 2,5 Std (!) mit Busfahren quer durch Buenos Aires – die Stadt ist riesig! Und jede Menge Verkehr hat es natürlich auch… Endlich angekommen, wurden wir herzlich von der ganzen Familie begrüßt und es gab mal wieder 3 tote Kühe zu essen. Auch hier lief das Tischgespräch in zwei Sprachen, diesmal Spanisch und Englisch, da die älteste Tochter sehr gut Englisch konnte. Ich war dafür mehr als dankbar, mein Spanisch reicht für den argentinischen Dialekt und das Sprechtempo bei Weitem nicht aus! Nach einigen Flaschen Wein und besagten 3 Kühen probierten wir für die Rückfahrt ein Uber-Taxi aus, das uns in 30 Minuten nach Hause brachte, trotzdem war es inzwischen fast 3.00 Uhr!

Am Samstag stand dann Ellis Familie zum Mittagessen und Abends Walters Freunde an. Elli hat eine Tante hier in Buenos Aires, die sie jedoch nicht kennt, und bei ihr waren wir jetzt eingeladen. Also nichts wie ab in den Bus, kaum fährt man über 2 Stunden, schon ist man im wunderschönen Viertel San Telmo angekommen. Dort wurden wir vom Onkel abgeholt und zur Wohnung gebracht, wo schon die Familie, also Ellis Tante, ihr Bruder und ihr Sohn auf uns warteten und uns herzlich begrüßten, obwohl sie uns gar nicht kannten. Dieses Mal gab es Canneloni zum Mittagessen (yayy, Fleischpause!), und danach dann doch noch einen kleinen Fleischgang, aber das war ok. Die Familie war, wie italienische Familien sind: sehr laut, sehr herzlich, und alle reden durcheinander und auf einmal, nur auf Spanisch. Da hatte ich meine Mühe und Not, überhaupt irgendwas zu verstehen!

Elli und ich sind mit Geschenken (Tourikram) überhäuft worden, dann bekamen wir auch noch ein bisschen das Viertel San Telmo gezeigt. Hier ein paar Eindrücke:

Wieder zurück in der Wohnung wollten wir eigentlich so langsam wieder gehen, aber dann bot uns Ellis Onkel an, mit uns in das Touristenviertel La Boca zu fahren und uns das zu zeigen. Natürlich nahmen wir das Angebot gerne an! Hätten wir die Fahrkünste unseres Gastgebers gekannt, hätten wir uns das wohl nochmal überlegt…. Wir quetschten uns zu fünft in das uralte Auto rein und dann ging es los: mit den Pedalen an seinen Füßen hatte der gute Onkel so seine Probleme, Gas und Kupplung harmonierten nicht wirklich miteinander, so dass häufig der Motor aufheulte, ohne dass ein Gang drin war… gebremst wurde ausschließlich mit Vollbremsung, und das auch, wenn es gar keinen Grund zum Bremsen gab. Wir waren froh, als wir in La Boca ankamen und erstmal eine Runde zu Fuß durch das Viertel laufen durften. Das Charakteristische hier sind die bunten Häuser:

Angeblich soll es in dem Viertel nach Einbruch der Dunkelheit ziemlich gefährlich sein, da ein Armenviertel ganz in der Nähe liegt. Die heißen hier nicht Favela, sondern Villa (gesprochen „bischa) und haben statt eines Namens nur eine Nummer, z.B. Villa 31. Leider gibt es davon hier so einige…

Nach unserem entspannten Spaziergang ging es wieder in einer Höllenfahrt zurück nach San Telmo, wo wir erst noch Kaffee und Kuchen verputzen mussten, bevor wir um 19.00 Uhr endlich aufbrachen zu unserem nächsten „Termin“. Das bedeutete zunächst mal wieder eine zweistündige Busfahrt zurück in den Norden, wo wir zum ersten Mal hautnah miterlebten, dass Diebstahl hier ein alltägliches Problem ist: nahe an der Bustür saß ein Mädel und tippte auf ihrem Handy herum. Der Bus hielt, öffnete die Tür, von draußen sprang ein Typ kurz rein, riss ihr das Handy aus der Hand, sprang wieder aus dem Bus und verschwand. Das ganze dauerte nur ein paar Sekunden. Echt krass! Da mir von dem lauten Tag der Kopf dröhnte und ich eh kein Spanisch mehr verstanden hätte, so fertig wie ich war, ließ ich Elli und Walter allein zum nächsten Grillgelage fahren und ging lieber ins Bett.

Am Sonntag stand ein ganz besonderes Event an: wir waren bei Walters Familie in einem barrio cerrado (= gated community, glaub ein deutsches Wort existiert dafür nicht🤔) zum – natürlich – Grillen eingeladen. Das war schon irgendwie ein besonderes Erlebnis, so eine Parallelwelt mal zu sehen. Hier wohnen die reichen Leute von Buenos Aires abgeschottet in ihren Villen in ummauerten, mit Schranken und Wächtern gesicherten Luxusvierteln und haben dort alles, was sie brauchen: Geschäfte, Schulen, Restaurants, Sportanlagen, … man muss also gar nicht raus, wenn man nicht will. Interessant, das mal zu sehen, aber für mich wäre das nichts! Aber Walters Familie war supernett, es waren sein Onkel + Tante da, ihre drei Söhne mit Frauen und Kindern, eine ihrer beiden Töchter mit Freund und wir drei. Wir hatten super Wetter und es war in der Sonne angenehm warm, so dass wir draußen sitzen und die fünf toten 🐄🐄🐄🐄🐄 genießen konnten, natürlich mit leckerem Wein. Das Fleisch ist übrigens sehr lecker, mir ist es nur einfach zuviel – ich werde nach Argentinien erstmal vier Wochen kein Fleisch mehr essen 😝

Hier unsere illustre Runde:

Das coolste war dann die spontane Jam-Session nach dem Essen, mit Gitarre, Bass und Gesang – da hätte ich ewig zuhören bzw. mitsingen können. Natürlich gab es irgendwann noch Kaffee und Kuchen, bevor wir vollgestopft und gut gelaunt wieder nach Hause in die wirkliche Welt gefahren wurden. Dort erwartete uns dann eine leckere Lasagne zum Abendessen, keine Ahnung, wie ich die noch reingekriegt hab. Gefühlt bin ich hier nur am Essen…

Noch eine Beobachtung am Rande: obwohl es nicht wirklich kalt ist tagsüber (und schon gar nicht für Winter), bin ich ständig am Frieren. Das liegt daran, dass die Leute ihre Wohnungen nicht / kaum heizen, so dass es in sämtlichen Wohnungen a…kalt ist – nachts hat es zwischen 2-5 Grad, tagsüber 12-15 Grad. Da kühlen die Wohnungen ordentlich aus, und das bin ich gar nicht gewöhnt, in meiner Wohnung ist es auch ohne Heizung immer mindestens 23 Grad. Das war sicher mit ein Grund dafür, warum wir uns alle drei eine Erkältung geholt haben. Ich freue mich schon allein wegen der warmen Temperaturen auf Iguazu ab Donnerstag!

Bis dahin werden wir unsere Zeit ab jetzt mit Sightseeing verbringen, wie jeder anständige Tourist!

Viele Grüße aus Buenos Aires! 🇦🇷

Salta zum Zweiten…

Heute haben wir mal ausgeschlafen und sind erst um 9.00 Uhr zum (sehr sparsamen) Frühstück erschienen. Geschlafen hatte keiner von uns gut, zum Teil wegen Erkältung, zum Teil, weil die Matratzen ziemlich durchgelegen waren. Aber wir würden heute einen eher ruhigen Tag haben, geplant war lediglich die Rückfahrt nach Salta und dort noch ein bisschen Stadt anschauen. So sieht Autofahren bei uns aus:

Zwischendurch gabs nochmal einen Halt an einem Aussichtspunkt mit Jesusstatue:

In Salta angekommen, ging es durch den chaotischen Verkehr zu unserem Hotel – naja, eher Absteige, aber für eine Nacht gehts schon… Nach Parken und Ausladen war eine Stadtbesichtigung angesagt, da wir Salta vom letzten Mal nur im Dunkeln kannten. Hier ein paar Eindrücke, öfter auch mal der direkte Tag-Nacht-Vergleich:

Viele Autos hier sind seeeeehr alt:

Okay, nicht sooooo alt 🤣

Salta ist wirklich eine sehr schöne und lebendige Stadt! Wir waren dann gleich auch noch shoppen, für mich gabs ein Paar Sneakers (brauchte neben meinen Laufschuhen noch ein anderes Paar Schuhe, schon allein wegen des Geruchs 😷), Elli besorgte Mitbringsel für daheim. Nachher gehts lecker Essen in das Restaurant, in dem wir letztes Mal auch waren.

Morgen haben wir bis Nachmittags noch Zeit für Sightseeing, bevor um 19.00 Uhr der Flug nach Buenos Aires geht.

Viele Grüße aus Salta!