Dunedin und Otago Peninsula

Kaum war ich am Sonntag in Dunedin angekommen und hatte geduscht, gab es auch schon ein Wiedersehen mit Pino, dem Luxemburger. Er war schon einen Tag früher in Dunedin angekommen, hatte aber die erste Nacht gezeltet (auch kein Spaß bei dem Regen!). Da es den ganzen Tag weiter goss wie aus Eimern, gingen wir nur zum Essen und Einkaufen raus, den Rest des Tages verbrachten wir mit Planung der Weiterreise. Eigentlich wollte ich ja um die Südinsel rumfahren, also von hier weiter ganz in den Süden, aber da das Wetter dort noch wechselhafter, kälter und windiger sein kann (und ich dort auch gar nicht so viel sehen wollte), überzeugte mich Pino davon, mit ihm den Otago Rail Trail zu fahren – wenn die Kiwis schon extra Radwege bauen, dann kann man die ja auch nutzen 😜.

Am Montag lachte zum Glück die Sonne wieder vom Himmel, manchmal zwischen den Wolken durch, aber es war zumindest wieder trocken, und so machten wir uns auf den Weg zur mit 38% steilsten Straße der Welt, der Baldwin Street. Pino musste da natürlich mit dem Bike rauffahren (er hat es mit zwei Pausen auch geschafft!), war oben aber dann echt erstmal fertig. Mir reichte raufgehen schon!

Danach machten wir wie alle Touristen noch ein paar typische, bekloppte Touribilder:

Wieder zurück in der Innenstadt machten wir Stadtbesichtigung. Hier ein paar Eindrücke von Dunedin (ausgesprochen wird das „Daniiiidn“), eine echt sehr nette, entspannte Stadt:

Gerichtsgebäude.

Bahnhof von außen.

Das Innere des Bahnhofsgebäudes mit Art Gallery und National Hall of Fame.

St. Paul’s Cathedral.

First Church of Otago.

Innenstadt.

Am Dienstag radelten wir, ohne das ganze Gepäck (einfach himmlisch!!!) von Dunedin zur Otago Peninsula. Eigentlich wollten wir dort die Royal Albatrosse sehen und eventuell Pinguine und Seelöwen, aber für die Albatrosse hätten wir 52 $ Eintritt zahlen müssen, und letztere beiden Gattungen hatten an diesem Tag keine Lust auf Touristen und zeigten sich nicht. Die Radltour war trotzdem toll, dank der genialen Landschaft:

Und ein Tier bekamen wir dann doch zu sehen – zu Hunderten! Hier ein besonders hartnäckiges Exemplar, das versuchte, unser Essen zu klauen:

Morgen, also Mittwoch, geht es mit dem Taieri Gorge Train nach Pukerangi, von wo aus wir den 3-4 tägigen Otago Rail Trail starten werden. Die nächsten Nächte werde ich dann wieder im Zelt verbringen, daran habe ich mich inzwischen echt gewöhnt, ich schlafe wirklich gut dort. Trotzdem war es auch mal wieder schön, in einem Bett zu schlafen – wer weiß, wann ich das das nächste Mal habe…

Viele Grüße aus Dunedin!

Alps2Ocean Trail und weiter bis Dunedin

Nach meinem aufregenden Segelflug am Mittwoch stand am Donnerstag eine lange Radetappe von Omarama nach Duntroon an (95 km, 460 hm).

Deshalb stand ich sehr früh auf und saß schon um 6.30 Uhr im Sattel, was den Vorteil hatte, dass ich die ganze Straße bei schönstem Sonnenschein für mich alleine hatte. Schon bald ging es wunderschön an Seen entlang auf dem Alps2Ocean-Radweg Richtung Küste:

Der Weg ist echt toll, wenn auch nicht so flach, wie ich dachte:

Benmore Dam

Da ging der Radweg durch 😊.

Mittags genehmigte ich mir in einem netten Café in Kurow einen Chicken Pie und einen Cappuccino und entspannte erstmal. Ich hatte jetzt nur noch 25 km vor mir bis Duntroon. Als ich wieder zu meinem Rad ging, war der hintere Reifen platt – so ein Mist! Ich pumpte ihn auf, um zu sehen, wo ein Loch ist bzw. ob er die Luft vielleicht doch hält, und als der Reifen nach 10 Minuten noch ok war, beschloss ich, weiterzufahren und mich an meinem Zielort darum zu kümmern. Was für eine blöde Idee! Es kam, wies kommen musste: nach zweimaligem Aufpumpen gab der Schlauch nach 15 km endgültig auf! Mir blieb also nichts anderes übrig, als mitten auf dem Radweg den Schlauch zu wechseln. Aber das war dann doch relativ schnell erledigt und ich konnte, jetzt wieder mit ordentlich Luft im Reifen, weiterfahren.

Kurz vor Duntroon kann man Maori-Felszeichnungen besichtigen, war jetzt nicht soooo spannend, aber jetzt hab ich das auch gesehen😊:

Dort begegnete ich Murray und Bev, die ebenfalls den Alps2Ocean Trail radelten (allerdings organisiert und ohne Gepäck), und wir unterhielten uns eine Weile, woraufhin ich gleich zu ihnen nach Wellington eingeladen wurde. Mal sehen, ob’s klappt.

Während wir uns unterhielten, kam ein Deutsch-französisches Pärchen, Gero und Sonja, angeradelt, das ich schon von Pinos SMS-Berichten „kannte“, und sie mich auch von seinen Erzählungen – echt witzig! Da sie auch zum Campingplatz wollten, fuhren wir den Rest zusammen und verbrachten einen sehr netten Abend zusammen – hauptsächlich mit Unterhaltungen über verschiedene Reisen, die wir schon gemacht hatten. Lustigerweise sind die beiden auch Lehrer. 😊

Am nächsten Morgen radelte ich wieder sehr früh los, denn ich wollte über den Dansey Pass auf knapp 1000m zum Otago Rail Trail auf der anderen Seite der Berge. Aber ich merkte kurz vor Beginn der Schotterstraße (ab da gehts dann richtig bergauf), dass meine Beine heute müde waren, so dass ich ein kurzes Stück zurückfuhr und dann über sehr ruhige Nebenstraßen in heiterem Auf und Ab über die Foothills Richtung Küste radelte. Nach knapp 70 km hatte ich für heute genug, außerdem war es kühl geworden (wie bei uns: sobald die Sonne weg ist, wird’s kalt!), und so steuerte ich einen Campingplatz in Herbert (das heißt wirklich so!) an und verbrachte eine kühle, nasse (zum Glück nicht IM Zelt) Nacht dort.

Nachdem ich richtig gut geschlafen hatte, ging es am Samstag weiter Richtung Dunedin – leider die meiste Zeit auf dem State Highway 1, was viel Verkehr und wenig entspanntes Fahren bedeutete. Mein erster Stopp kam schon nach ca 15 km bei dem Dorf Moeraki. Dort gibt es die berühmten Moeraki Boulder zu bewundern:

Was ich aber viel interessanter fand, war der Seehund (oder Seelöwe?🤔):

Nach ca 40 km machte ich Frühstückspause in Palmerston mit Mince-Cheese Pie und Obstsalat:

Frisch gestärkt – und die Energie sollte ich jetzt tatsächlich brauchen! – fuhr ich noch ein Stück den Highway entlang und bog dann auf die scenic coastal route ab. Dummerweise bedeutet „scenic“ immer bergig, so auch hier. Die ganze Zeit ging es ziemlich steil bergauf und bergab, aber dafür gabs auch tolle Ausblicke:

Nach etwas über 70 km und 650 Höhenmetern war ich k.o. und entschied mich dafür, in Warrington zu campen und erst am nächsten Tag nach Dunedin weiter zu fahren. Beste Entscheidung! Der Campingplatz war am Strand, und da heute bestes Badewetter war, sprang ich nach dem Zeltaufbau kurz ins Meer hinein (das Wasser ist arschkalt!!!) und machte dann einen ausgedehnten Strandspaziergang, bevor ich auf meinem Campingkocher Nudeln kochte und aß und dann im Zelt entspannte.

Sonntag früh wurde ich von durchdringendem Geschrei des nebenan zeltenden Dreijährigen geweckt, der meinte, nur weil er jetzt wach ist, müssten alle anderen auch wach sein 😤.

Der angekündigte Regen fing dann auch an, also packte ich mein Zeug und Zelt und schwang mich aufs Rad, um vielleicht noch vor dem heftigen Regen in Dunedin anzukommen. Die Strecke heute war sehr kurz, nur 26 km, dafür ging’s knapp 9 km den Berg (Mount Cargill) hinauf, von 0 auf 400m. Und natürlich fing es auf halber Strecke das Schütten an! Der Berg ging recht gut, da es nicht supersteil war (wie am Vortag), sondern stetig aber gemäßigt bergauf ging. Dummerweise war leider kein Ausblick wegen den Regenwolken – unten sollte man eine Bucht sehen:

Triefend nass und frierend kam ich im Hostel an und stellte mich erstmal eine halbe Stunde zum Aufwärmen unter die warme Dusche. Heut mach ich einen ruhigen Tag, draußen schüttets immer noch. Bin froh, dass ich heute nicht Zelten muss!

Inzwischen bin ich übrigens fast 1200 Kilometer geradelt – und irgendwie doch noch nicht so weit gekommen…

Viele Grüße aus Dunedin!

Omarama – nur Fliegen ist schöner (als Radfahren) ✈️

Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet! Bei mir sahen die letzten Tage so aus: Der letzte Tag des Jahres 2018 präsentierte sich nochmal von seiner schönsten Seite, so dass Pino und ich den Nachmittag dazu nutzten, den nahe gelegenen See auszuprobieren – okay, ich probierte das Wasser nur mit den Füßen, es war saukalt! Da war das Gras zum Rumliegen dich mehr meins, und Pinos 😊:

Abends machten wir uns auf den Weg zurück ins Dorf, um im örtlichen Pub / Club ins neue Jahr hinein zu feiern:

Das verlief eher sehr ruhig und wenig alkoholisch, weil man eine halbe Stunde an der Bar anstehen musste, um was zu kriegen. Um Mitternacht riefen dann alle „yeahhh“ und das war dann die Feierei. Am Nachthimmel sah man ungefähr 10 Raketen, die wohl von Touristen hochgeschossen worden waren – sehr ruhig also. Und so machten wir uns um 0.20 Uhr schon wieder auf zu unserem Campingplatz, aber wenigstens waren wir am nächsten Tag fit 😉.

Am Dienstag trennten sich Pinos und meine Wege – er nahm den Alps2Ocean Trail zum Lake Ohau, während ich auf direktem, kurzen Weg nach Omarama fuhr. Das waren nur flache 35 km, so dass es ein sehr kurzer Radltag war.

Dafür blieb mir Zeit, einen Segelflug für den nächsten Tag zu buchen, mir den Ort anzuschauen, mein Zelt aufzubauen und noch ein bisschen zu chillen.

Mittwoch morgen radelte ich zu den 17km entfernten Clay Cliffs, bei ziemlich heftigem Gegenwind auf dem Hinweg (der Rückweg war dafür umso schneller 😜).

In den Clay Cliffs konnte man super rumklettern, und da ich sehr früh da war, hatte ich sie ganz für mich allein!

Nach der kurzen Tour hatte ich noch zwei Stunden Zeit bis zu meinem Flug, die ich lesend in der Sonne verbrachte – schönes Wetter muss man hier genauso nutzen wie bei uns 😜.

Dann war es soweit! Nach kurzer Radtour zum Flugfeld stand mein Pilot Phil 2 (es gibt dort drei davon 😂) und das Flugzeug bereit – und so ein Segelflieger ist seeeeehr klein!!

So langsam wurde ich doch etwas nervös, v.a. als Phil mir den Fallschirm anschnallte und mir erzählte, wie man im Notfall aus dem Cockpit kommt… Und zu meiner Überraschung saß ich vorne!

Dann ging’s los: wir wurden an das Motorflugzeug angehängt und schon hoppelten wir (im wahrsten Sinne des Wortes) hinter ihm her:

Doch sobald Phil uns abkoppelte, glitten wir meist ganz ruhig dahin, bis auf die ein oder andere „holprige“ Stelle oder ein Luftloch – es war traumhaft!!! Hier ein paar Eindrücke:

Nachdem Phil uns auf ordentlich Höhe, nämlich über 3000m gebracht hatte, überließ er mir das Ruder, was mir erstmal den Angstschweiß auf die Stirn trieb, aber dann supercool war! Und er war ja im Notfall immer noch da 😊. Dann übernahm er wieder und fragte: „You want to do something fun?“ Und bevor ich überhaupt antworten konnte, stand das Flugzeug auf dem Kopf und wir machten einen Rückwärtssalto – mir zog es das Gesicht nach hinten, aber das war wirklich fun! Wow!! Keine Ahnung, ob er das mit jedem Fluggast macht, aber zart besaitet darf man da nicht sein! Ich fand’s cool! Nur allzu früh lenkte Phil den Flieger wieder zurück und landete ihn sanft auf dem Flugfeld. Was für ein tolles Abenteuer! Das war sicher nicht das letzte Mal, dass ich segelfliege! Danke, Phil!

Heute steht nur noch entspannen auf dem Programm, da morgen eine anstrengende Etappe bevorsteht: wenn möglich (v.a. wenn der Gegenwind nicht zu heftig ist), will ich auf dem Alps2Ocean Trail bis Duntroon fahren, das sind knapp 100km auf überwiegend Schotterstraße. Mal sehen, ob’s klappt… 😊

Viele Grüße aus Omarama!

Happy new year 2019!!! 🥂🍾🎊🎉

Unsere letzte Nacht auf dem Campingplatz bei Mount Cook Village war superstürmisch und es hat geregnet, also alles andere als gemütlich. Zwischenzeitlich hatte ich echt Angst, dass es das Zelt nicht aushält, so drückte der Wind es ein! Morgens, als ich aus dem Zelt krabbelte, sah ich, dass um uns herum tatsächlich einige Zelte eingestürzt waren…

Nach dem Frühstück ging es von Mount Cook Village am Lake Pukaki entlang weiter nach Twizel. Die Fahrt war super, da wir die ganze Zeit heftigen Rückenwind hatten – da war der Wind wieder gut 😜.

So waren wir nach nur 3 Stunden (72km, 340hm) schon am Zeltplatz etwas außerhalb von Twizel angekommen, den Rest des Tages verbrachten wir mit Einkaufen, im Café sitzen und die letzten zwei Blogs posten (endlich wieder Internet!), Abendessen am Zeltplatz und schlafen.

Heute, am letzten Tag des Jahres, machen wir einen Pausentag, wir bleiben hier in Twizel und schauen mal, wie man hier auf dem Dorf Silvester feiert. 😊

Hier ist grad Superwetter, werden jetzt erstmal einkaufen und dann den See mal testen.

Wünsch euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!!

Viele Grüße aus Twizel!

Ab ins Gebirge – Mount Cook Nationalpark

Am Donnerstag ging meine Radltour weiter zur nächsten Station, dem Mount Cook Village. Nachdem ich wusste, dass das eine lange Tour werden würde (es waren 105 km bei 640 hm), brach ich früh um 6.30 Uhr auf.

Die ersten 25 Kilometer ging es flach und autofrei an der Tekapo Canal Road entlang.

Tolle Idee, den Alps2Ocean-Radweg so zu versperren!!! Musste ungefähr 5x mein Rad ab- und wieder beladen! 🤮

Dann führte eine relativ steile Abfahrt hinunter zum Lake Pukaki, um den ich dreiviertelst rum musste. Bis zum „Fußende“ ging es wunderschön in heiterem Auf und Ab den Alps2Ocean-Radweg entlang, mit tollen Blicken ins Gebirge.

Nach ca der Hälfte der Strecke gönnte ich mir eine Ftühstückspause mit Lachstoast, den Lachs kann man dort frisch kaufen. Der Blick auf den höchsten Berg Neuseelands, den Mount Cook, war da schon gigantisch!

Nach der Stärkung nahm ich die zweite Hälfte der Tour in Angriff, immer am Lake Pukaki entlang bis ins Gebirge hinein, nur diesmal leider auf der nicht wenig befahrenen Straße. Aber der Ausblick auf das Gebirge und den See war phänomenal!

Und so flogen die Kilometer nur so dahin, so dass ich überraschend früh am Campingplatz bei Mount Cook Village ankam, wo ich mich mit Pino, dem Luxenburger, wiedertraf.

Nach der wohlverdienten Nachtruhe wachten wir mit diesem Ausblick auf:

Wir frühstückten und machten uns dann um 7.00 Uhr auf, den berühmten Hooker Valley Track zu erwandern. Wir waren absichtlich so früh aufgestanden, weil auf diesem (flachen) Trail später wahre Völkerwanderungen stattfinden und wir dem etwas entgehen wollten. Aber ich kann verstehen, dass hier so viele Wandern wollen, der Track lohnt sich wirklich. Hier ein paar Eindrücke:

Am Hooker Lake, dem Ziel des Tracks, angekommen, beschlossen Pino und ich, am Lake entlang bis vor zum Gletscher zu laufen, auf Maps.me war da ein Weg eingezeichnet. Leider gab es den nur stückchenweise (Teile waren bei Erdrutschen abgegangen oder verschüttet worden), so dass wir uns letztendlich selbst einen Weg „schlagen“ mussten über Felsen und durch sehr stacheliges Gestrüpp. Teilweise war das gar nicht so ungefährlich, und wir kamen ordentlich zerkratzt von der Tour zurück, aber die Kletterei über dem Gletschersee hat Mega Spaß gemacht!! Hier noch ein paar Bilder.

Wir waren am frühen Nachmittag wieder zurück am Campingplatz, schnappten uns dann unsere Räder und radelten zum 3 km entfernten Mount Cook Village. Dort kauften wir ein, sahen uns das Alpine Museum an und gingen danach lecker essen.

Für Samstag war durchwachsenes Wetter angesagt, die ganze Nacht hatte es ordentlich gewindet, so dass wir schon um unsere Zelte fürchteten (haben sie ausgehalten), und es regnete leicht am Morgen. Trotzdem wollten wir wandern gehen, da wir Sonntag beide weiterfahren wollten. Und so zogen wir los, bei doch etwas trostlosen Aussichten.

Während wir den Kea Track liefen (netter, einstündiger Spaziergang), besserte sich das Wetter langsam und wir entschieden uns dafür, danach noch den Sealy Track zu laufen, der hauptsächlich über Stufen auf einen Aussichtspunkt nahe dem Bergkamm führte. Eigentlich wollte ich ja gerne noch weiter zur Muller Hut, aber auf dieser Höhe waren Windgeschwindigkeiten bis 100 km/h angesagt, das war mir dann doch zu krass. Also begnügten wir uns mit dem Sealy Track und mühten uns wirklich unzählige Stufen hinauf:

Den Weg, also die Stufen, fand ich nicht toll, aber der Ausblick von oben war phantastisch!

Und zusätzlich gabs dann auch noch Keas zu sehen, die hier leider inzwischen selten geworden sind:

Der Weg nach unten war dann wesentlich leichter, wenn auch nicht schöner – ich mag keine Stufen! Aber zwischendrin war noch Zeit für Fotos:

Morgen, also Sonntag, geht es wieder am Lake Pukaki entlang und dann weiter Richtung Osten nach Twizel, wo wir ins neue Jahr reinfeiern werden. Wünsch euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2019 (falls ich es schaffe, es noch rechtzeitig zu posten, hier gibts kein Internet) und alles Gute für das neue Jahr!

Viele Grüße aus Mount Cook Village!

Lake Tekapo – unglaubliche Farben!

Kurz nachdem ich den letzten Blogbeitrag gepostet hatte, lud mich Paulette, die „Herbergsmutter“ zum Abendessen ein. Natürlich nahm ich an, wann kriegt man schonmal die Chance, ein echt neuseeländisches Christmas Dinner zu genießen?! Ich steuerte meinen Salat dazu bei, half Paulette in der Küche, und um 19.00 Uhr versammelten wir uns am gedeckten Tisch. Außer mir waren noch Jill, ihr Vater Urs und ihre Tochter Lia (ursprünglich aus der Schweiz, jetzt aber hier lebend) zum Dinner eingeladen, und Craig, Paulette’s Mann, und Donald, ihr Bruder, vervollständigten die Runde.

Zum Essen gabs Schweinebraten und Huhn, Kartoffeln, Gemüse und Salat – sehr lecker! Dazu tranken wir neuseeländischen Rotwein, hmmmm!! Zum Nachtisch gabs die von mir verzierte „Pavlova“, einen sehr süßen Nachtisch, aber lecker!

Es war eine sehr lustige Runde, und so kam ich erst um Mitternacht rum ins Bett, was eine kurze Nacht bedeutete…

Um 5.30 Uhr ging Montag der Wecker, und ich machte mich auf Richtung Lake Tekapo und Berge, mit Zwischenstopp in Fairlie. Endlich war auch das Wetter wieder schön, die Sonne brannte von einem wolkenlosen Himmel herunter. Die Strecke war wunderschön, die knapp 50 km bis nach Fairlie ging es munter rauf und runter.

Dort angekommen, machte ich erstmal Pause und verwöhnte mich mit einem Bacon & salmon pie und einem fetten Stück veganen Chocolate-Cheesecake – Hammer!!

Danach wurde ich von einer netten Dame auf mein bepacktes Rad und meine Reise angesprochen und wir unterhielten uns ein wenig. Dann lud sie mich spontan zu sich auf ihre Farm ein über Weihnachten! Da ich aber unbedingt weiter nach Lake Tekapo wollte, lehnte ich schweren Herzens ab. Die Neuseeländer sind soooo nett, einfach unglaublich!!

Nach der Pause ging es auf die zweite Hälfte der Etappe, 20km immer leicht bergauf zum Burke’s Pass, der letzte Kilometer war dann ziemlich steil, und meine Beine protestierten ganz schön – schließlich hatten sie ja schon ein paar Höhenmeter hinter sich heute!

Aber oben angekommen bzw. auf der anderen Seite des Passes wurde ich für meine Mühen belohnt! Die Berge, also die richtigen, waren zu sehen, und die letzten 20km fuhr ich immer weiter auf sie zu:

Fast am Ziel angekommen, erhaschte ich den ersten Blick auf Lake Tekapo, und diese Farbe ist einfach unglaublich!

Im Hostel angekommen, das sehr idyllisch direkt am See liegt, gab es erstmal eine wohlverdiente (und dringend benötigte) Dusche – nach 90 km und knapp 1200 Höhenmetern war ich ziemlich verschwitzt. Dann traf ich mich mit Pino, dem Luxenburger, der schon einen Tag vor mir hier angekommen war, und wir feierten Heiligabend mit einem Glas Rotwein am See.

Am Dienstag, an dem hier Weihnachten gefeiert wird, machte ich eine Bergtour hinauf zum Mount John, wo das nationale Observatorium ist und man für viel Geld auch geführte „Stargazing Tours“ machen kann. Der Hike bei wieder strahlendem Sonnenschein war mega, immer mit Blick über den türkisfarbenen See:

Abends genoss ich die Sonnenuntergangsstimmung am Seeufer:

Der Mittwoch begann kühl, windig und bedeckt, aber nach dem Frühstück begann die Wolkendecke aufzureißen und die Sonne kam durch. Ich radelte (ohne Gepäck – ein Traum!) zum Startpunkt des Peninsula Walkways ca 11 km entfernt und machte mich dann auf diesen kurzen Hike. Hier ein paar Eindrücke:

Danach hab ich mir noch DIE Sehenswürdigkeit hier im Dorf angeschaut, die historische Kirche „Church of the good Shepherd“, zusammen mit drei Busladungen Touristen…

Morgen geht es weiter in die Berge hinein nach Mount Cook Village. Ich hoffe, Ihr hattet schöne Weihnachten 😃 – mein Weihnachten war anders, aber traumhaft!

Viele Grüße vom Lake Tekapo!

Nachgereicht: GoPro-Videos von Akaroa

Nachdem ich mit der Kamera noch nicht so fit bin und dafür außerdem halbwegs gutes Internet brauche, muss ich euch noch was nachliefern von meinem Banks Peninsula Bergabenteuer auf der Summit Road. Hier seht ihr im Zeitraffer einen kleinen Teil meines „Ritts“ auf der Summit Road:

Im Gegensatz zum wolkigen Vortag war der Montag bei der Rückfahrt wolkenlos. Dummerweise hat der Fahrtwind (Höchstgeschwindigkeit 60 km/h) die Kamera verstellt, so dass nur der Anfang des Videos von der Hilltop-Abfahrt gut war:

Ich hoffe, euch gefallen die Videos. Ich werde weiter mit der GoPro „üben“, damit die nächsten besser werden 😜.

Viele Grüße aus Geraldine!

Mistwetter und wohlverdiente Pause

Hallo liebe Daheimgebliebenen, inzwischen habt ihr Ferien, es ist Sonntag, der vierte Advent, und ihr bereitet euch wahrscheinlich auf Weihnachten vor. Ich sitze auf der Couch in meinem Hostel in Geraldine im Warmen und denke an die letzte Woche zurück, die, wie ihr ja schon an der Überschrift erkennen könnt, nicht ganz so einfach war. Inzwischen hab ich schon einige Radlkilometer in den Beinen, bin von Christchurch nach Little River (Samstag, 80km, 125hm), von dort nach Akaroa (Sonntag, 48km, 1140hm), von Akaroa zurück nach Little River und weiter nach Coes Ford (Montag, 68km, 820hm), von dort nach Rakaia Gorge (Dienstag, 84km, 440hm), und schließlich am Donnerstag weiter nach Geraldine (84km, 320hm) geradelt. So sieht das auf der Karte aus:

Aber nun der Reihe nach: Der Dienstag war wohl der langweiligste Tag meiner gesamten „Radlkarriere“: es ging fast nur geradeaus und flach dahin, zu sehen gab es immer das Gleiche: entweder hohe grüne Hecken neben der schnurgeraden Straße oder Wiesen mit Kühen und Schafen, und in der Ferne die Berge, und das über 84km!!!

Die Hecken hier sind riesig! Damit ihr mal einen Eindruck von der Höhe bekommt, hier ein Foto (durch diese Einfahrt passt ein Kleinlaster von der Höhe her):

Das Wetter war bis 30km vor Ende übrigens okay, es war angenehm bei 20 Grad und bedeckt. Dann jedoch kam Wind auf, und die letzten 20km waren ein einziger Kampf gegen 30km/h Wind mit bis zu 50km/h Böen, natürlich von vorne! Teilweise kämpfte ich mich im kleinsten Gang mit 6-7 km/h vorwärts, immer die drohenden dicken Regenwolken im Rücken. Ich war soooo froh, als ich endlich den Fluss und kurz danach den Campingplatz erreichte!

Erster Blick auf den Fluss, im Hintergrund die Berge.

Rakaia Gorge.

Ich baute mein Zelt am geschütztesten Ort des ganzen Campingplatzes auf, und trotzdem war das wegen des Windes gar nicht so einfach!

Ausblick aus meinem Zelt.

Nach dem Essen ging es früh ins Bett bzw. den Schlafsack, ich war echt geschafft von der letzten Etappe! Am nächsten Tag war Ausruhen angesagt bzw. evtl. ein bisschen Wandern, die Gegend hier ist (bei schönem Wetter) traumhaft! Dummerweise fing es nachts zu regnen an und hörte bis Donnerstag Mittag nicht mehr auf. Als ich am Mittwoch morgen aus meinem Zelt kroch, sah es so aus:

Es regnete den ganzen Tag und es wurde unangenehm kalt, so dass ich den Tag im Zelt verbrachte, nach Wandern war mir gar nicht zumute, die Nässe durchdrang alles! Zum Glück war mein Zelt dicht! Abends kam ein anderer Radler völlig durchnässt im Camp an, Pino aus Luxemburg. Wir unterhielten uns eine Weile und beschlossen, am nächsten Tag zusammen nach Geraldine weiter zu fahren.

Leider regnete es Donnerstag morgen immer noch, so dass wir unsere Zelte tropfnass und dreckig einpacken und in der Nässe und Kälte losradeln mussten. Hier ein paar Eindrücke von unterwegs:

Blick auf die Berge (die man leider wegen der Regenwolken nicht sieht).

Pino aus Luxemburg.

Einer der Flüsse, die wir überquerten.

Frühstücks- (und Aufwärm-)Pause in einem netten kleinen Laden mit Sitzecke in Mt. Somers.

Da es, nachdem wir uns gleich zu Beginn unserer Tour den Berg aus der Rakaia Gorge herauf gekämpft hatten, fast nur noch gerade bzw. leicht bergab ging, trafen wir schon um 13.30 Uhr in Geraldine ein. Nach dem Einchecken im Hostel kümmerten wir uns erstmal um die durchnässten Zelte: wir hängten sie auf der Wäscheleine auf und spritzten sie mit einem Gartenschlauch ab. Danach gab es auch für uns die wohlverdiente heiße (!) Dusche – ein Traum! Den Rest des Tages verbrachten wir mit Einkaufen, Kochen (Pino) und Essen (wir beide 😜) und Ausruhen. Da weiterhin Regen angesagt war, beschloss ich, bis Montag im Hostel zu bleiben, Pino wollte Samstag wieder los.

Freitag gingen wir auf Stadt- bzw. eher Dorfbesichtigung:

Abends kam noch eine andere Radlerin, Grace aus Australien im Hostel an (inzwischen schüttete es wieder) und wir unterhielten uns den Rest des Abends und tauschten Erfahrungen und Reiserouten aus.

Pino machte sich am Samstag morgen auf die Weiterreise, aber wahrscheinlich treffen wir uns in ein paar Tagen wieder. Da überraschenderweise die Sonne schien, entschied ich mich für eine Wanderung auf einem Trail um Geraldine herum, und es war traumhaft! Was so ein bisschen Sonne doch ausmacht!

Kaum zurück im Hostel, braute sich schon das nächste Unwetter zusammen, und eine Stunde später regnete es wieder. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Lesen, Route planen und musizieren – Craig, der „Herbergsvater“, spielt supergut Klavier:

Ich hoffe, er spielt heute nochmal, hat gestern echt Spaß gemacht! Den heutigen Sonntag werde ich faulenzen – lesen, Blog schreiben und v.a. die Wärme des Hostels genießen, in den nächsten Tagen ist wieder Zelten angesagt, da alles ausgebucht ist, weil die Kiwis in ihren Weihnachtsferien auch gerne in ihrem Land unterwegs sind. Morgen geht es weiter nach Lake Tekapo, eine lange, anstrengende Etappe mit vielen Höhenmetern, ganz nah ran ans bzw eigentlich schon fast ins Gebirge. Aber ab morgen soll es auch sonnig und warm werden, juhuuuu! Weihnachten werde ich dort verbringen, wahrscheinlich mit Wandern 😃.

Ich wünsche euch frohe Weihnachten!Merry Christmas from New Zealand! 🎁🎄

Anstrengende Tour nach Akaroa

Nach schlecht geschlafener Nacht (muss mich erst an Zelten gewöhnen…) stand ich um 7.00 Uhr auf, baute das noch nasse Zelt ab, packte mein Zeug aufs Rad und machte mich auf den Weg ins Café Little River, wo ich mir erstmal ein großes Frühstück gönnte – ich würde heute noch jede Menge Kalorien verbrennen!

Steak Pie, Cheesecake Brownie und Cappuccino 😃.

Im local gift shop fragte ich, ob ich einen Teil meines Gepäcks bis morgen dort abstellen dürfe, und die drei netten Damen erklärten sich sofort bereit, mein Zeug in ihrem „safe“, ein Lagerraum, aufzubewahren.

So konnte ich mit relativ leichtem Gepäck, das ich auf die beiden Satteltaschen verteilte, losradeln Richtung Berge. Zuerst ging es für 8 km bergauf, bis ich Hilltop auf ca 500m erreichte. Von dort hatte man schonmal einen tollen Blick über die ganze Bucht.

Irgendwie dachte ich, dass das das Schwierigste für diesen Tag gewesen war, aber weit gefehlt! Ich bog nach links auf die Summit Road ab, die am Rand des Kraters entlang geht und so tolle Ausblicke bietet, zumindest theoretisch. Dummerweise zog es komplett zu, so dass ich bald in den Wolken fuhr und gar nichts mehr sah, abgesehen davon, dass es auch recht frisch wurde. Hab trotzdem ein Video gemacht, aber das muss ich wann anders mal hochladen, hier ist das Internet zu langsam 😊.

Außerdem hatte ich mir die Summit Road lange nicht so bergig vorgestellt, aber es ging in einer Tour bergauf und bergab, und das meist sehr steil. Das zusammen mit der fehlenden Sicht machte die Fahrt super-anstrengend – irgendwie ist es ziemlich demotivierend, wenn immer sofort der nächste steile Berg kommt, obwohl man geglaubt hat, das wars jetzt… Irgendwann hatte ich es aber dann doch geschafft, und es ging in (anfangs wegen schlechter Sicht langsamem, dann) rasantem Tempo die steile Straße hinunter nach Akaroa (auch für dieses Video müsst ihr euch ein wenig gedulden).

Ich checkte im sehr netten, kleinen Hostel „Chez La Mer“ ein und schaute mir dann noch ein bisschen den Ort an, der bei Sonnenschein sicher nett ist, so war er ziemlich grau.

Da ich laut meinem GPS-Gerät ca 2000 Kalorien verbrannt hatte (1200 Höhenmeter, 48 km), musste ich die Energie ja auch wieder zuführen und beschloss, dies bei chinesischem Essen zu tun. Danach ging es zurück zum Hostel, wo ich noch ein Tässchen Tee vorm Kamin trank und dann geschafft ins Bett fiel.

Am nächsten Tag wollte ich eine andere Route zurückfahren, nämlich über den SH75. Der sollte mit 4 Hügeln und zum Schluss dem langen Berg weniger anstrengend und v.a. kürzer sein als die Summit Road. Und das war er auch! Ich radelte bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel los und genoss die tollen Ausblicke:

Nach schweißtreibenden 5 km, in denen man von 0 auf 500 Höhenmeter klettert, erreichte ich wieder Hilltop:

Danach ging es 8 km bergab, was für ein genialer Downhill!

Zurück in Little River gönnte ich mir ein spätes Frühstück / Brunch, sammelte mein Gepäck vom gift shop ein und radelte auf dem Little River Trail zurück Richtung Christchurch – das war ein bisschen langweilig, ich kannte die Strecke ja schon.

Kurz vor Lincoln bog ich dann links ab und fuhr die letzten 10km zum Campingplatz Coe’s Ford. Ich war schon um 14.30 Uhr da, so konnte ich in aller Ruhe das nasse Zelt aufbauen und trocknen lassen, eine Runde im Fluss planschen und mich waschen und danach noch ausgiebig Sonnenbaden, soooo schön, wenn das Wetter passt! Hier ein Eindruck vom Zeltplatz:

Morgen geht es ins Landesinnere Richtung Lake Tekapo, nächstes Etappenziel ist der Campingplatz Rakaia Gorge. Ich hoffe nur, dass das Wetter hält – für morgen Abend und Mittwoch ist Regen angesagt…

Viele Grüße aus Coe’s Ford!

P.S.: Inzwischen ist es Freitag, der 21.12. und ich bin schon in Geraldine – hatte vorher leider kein Internet. 😉

Little River Trail – von Christchurch nach Little River

Da ich vor Aufregung vor dem Start meiner Neuseeland-Rundfahrt schlecht geschlafen hatte, machte mir das Aufstehen um 6.00 Uhr gar nichts aus. Gepackt hatte ich gestern schon, und so ging es nach einem Restefrühstück und doch etwas zeitaufwändigem Bepacken des Fahrrads um 7.30 Uhr bei schönstem Sonnenschein los. So sieht mein Rad vollgepackt aus:

Die ersten paar Kilometer waren wegen des ganzen Gepäcks gewöhnungsbedürftig, es fühlte sich irgendwie ziemlich instabil an. Aber nach ein paar Kilometern hatte ich mich an meinen „Truck“ gewöhnt. Der erste Teil der Strecke aus Christchurch raus war nicht so einfach zu finden, da der Weg nicht beschildert und außerdem ständig eine Straße wegen Baustelle gesperrt war.

Strahlender Sonnenschein am Morgen nahe Christchurch, mit Blick auf die Port Hills.

Aber sobald ich Pebbleton erreicht hatte, war der Little River Rail Trail beschildert. Es ging ganz idyllisch immer an dem kleinen Flüsschen entlang, und wenn das Wetter gehalten hätte, wäre es auch echt schön gewesen. Aber leider zog es wieder zu, zwischendurch nieselte es sogar und es wurde windig.

In Motueka beschloss ich deshalb (und weil ich Hunger hatte), in Gebbie’s Garden Café einzukehren und mich mit Pasta und diversen Heißgetränken zu stärken:

Gestärkt und aufgewärmt ging es weiter am Lake Ellesmere entlang. Anfangs fand ich das noch schön, aber da man von dem See nicht viel sah, sondern nur das Sumpfland, wurde es irgendwann langweilig. Außerdem hatte ich jetzt kräftigen Gegenwind auf der ansonsten anspruchslosen flachen Strecke.

Zum Glück kam dann doch die Sonne heraus und ich fuhr einen kleinen Umweg nach Birdlings Flat, um das Meer zu sehen:

Danach wurde es auch landschaftlich interessant, um nicht zu sagen wunderschön: ich fuhr am Lake Forsyth entlang, und außenrum ragten jetzt Berge (ok, für Bayern eher Hügel) auf.

Kurz danach erreichte ich mein Ziel, den Campingplatz bei Little River, der ganz idyllisch an einem Flüsschen lag, in dem man sogar hätte Baden können (brrrr).

Zum ersten Mal baute ich mein brandneues Zelt auf und richtete mich ein.

Dann versuchte ich, meine Gangschaltung einzustellen, bekam es aber nicht hin, da es den Umwerfer total verschoben hatte (wie auch immer das passiert war). Zum Glück kam ein netter Neuseeländer vorbei, der hilfsbereit schnell sein Werkzeug aus seinem Camper holte und mir dann mein Radl wieder richtete. Es ist echt krass, wie nett und hilfsbereit alle Leute in Neuseeland sind! Nachdem das geschafft war, machte ich mich daran, die verbrauchten Kalorien wiederaufzufüllen – mit Fertignudeln, kein Feinschmeckeressen, aber dafür billig. Neuseeland ist nämlich ziemlich teuer.

Dann las ich noch ein bisschen, bevor ich in meinen Schlafsack kroch und die erste Nacht in meinem Zelt schlief. Morgen geht es weiter nach Akaroa.

Viele Grüße aus Little River!