Anstrengende Tour nach Akaroa

Nach schlecht geschlafener Nacht (muss mich erst an Zelten gewöhnen…) stand ich um 7.00 Uhr auf, baute das noch nasse Zelt ab, packte mein Zeug aufs Rad und machte mich auf den Weg ins Café Little River, wo ich mir erstmal ein großes Frühstück gönnte – ich würde heute noch jede Menge Kalorien verbrennen!

Steak Pie, Cheesecake Brownie und Cappuccino 😃.

Im local gift shop fragte ich, ob ich einen Teil meines Gepäcks bis morgen dort abstellen dürfe, und die drei netten Damen erklärten sich sofort bereit, mein Zeug in ihrem „safe“, ein Lagerraum, aufzubewahren.

So konnte ich mit relativ leichtem Gepäck, das ich auf die beiden Satteltaschen verteilte, losradeln Richtung Berge. Zuerst ging es für 8 km bergauf, bis ich Hilltop auf ca 500m erreichte. Von dort hatte man schonmal einen tollen Blick über die ganze Bucht.

Irgendwie dachte ich, dass das das Schwierigste für diesen Tag gewesen war, aber weit gefehlt! Ich bog nach links auf die Summit Road ab, die am Rand des Kraters entlang geht und so tolle Ausblicke bietet, zumindest theoretisch. Dummerweise zog es komplett zu, so dass ich bald in den Wolken fuhr und gar nichts mehr sah, abgesehen davon, dass es auch recht frisch wurde. Hab trotzdem ein Video gemacht, aber das muss ich wann anders mal hochladen, hier ist das Internet zu langsam 😊.

Außerdem hatte ich mir die Summit Road lange nicht so bergig vorgestellt, aber es ging in einer Tour bergauf und bergab, und das meist sehr steil. Das zusammen mit der fehlenden Sicht machte die Fahrt super-anstrengend – irgendwie ist es ziemlich demotivierend, wenn immer sofort der nächste steile Berg kommt, obwohl man geglaubt hat, das wars jetzt… Irgendwann hatte ich es aber dann doch geschafft, und es ging in (anfangs wegen schlechter Sicht langsamem, dann) rasantem Tempo die steile Straße hinunter nach Akaroa (auch für dieses Video müsst ihr euch ein wenig gedulden).

Ich checkte im sehr netten, kleinen Hostel „Chez La Mer“ ein und schaute mir dann noch ein bisschen den Ort an, der bei Sonnenschein sicher nett ist, so war er ziemlich grau.

Da ich laut meinem GPS-Gerät ca 2000 Kalorien verbrannt hatte (1200 Höhenmeter, 48 km), musste ich die Energie ja auch wieder zuführen und beschloss, dies bei chinesischem Essen zu tun. Danach ging es zurück zum Hostel, wo ich noch ein Tässchen Tee vorm Kamin trank und dann geschafft ins Bett fiel.

Am nächsten Tag wollte ich eine andere Route zurückfahren, nämlich über den SH75. Der sollte mit 4 Hügeln und zum Schluss dem langen Berg weniger anstrengend und v.a. kürzer sein als die Summit Road. Und das war er auch! Ich radelte bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel los und genoss die tollen Ausblicke:

Nach schweißtreibenden 5 km, in denen man von 0 auf 500 Höhenmeter klettert, erreichte ich wieder Hilltop:

Danach ging es 8 km bergab, was für ein genialer Downhill!

Zurück in Little River gönnte ich mir ein spätes Frühstück / Brunch, sammelte mein Gepäck vom gift shop ein und radelte auf dem Little River Trail zurück Richtung Christchurch – das war ein bisschen langweilig, ich kannte die Strecke ja schon.

Kurz vor Lincoln bog ich dann links ab und fuhr die letzten 10km zum Campingplatz Coe’s Ford. Ich war schon um 14.30 Uhr da, so konnte ich in aller Ruhe das nasse Zelt aufbauen und trocknen lassen, eine Runde im Fluss planschen und mich waschen und danach noch ausgiebig Sonnenbaden, soooo schön, wenn das Wetter passt! Hier ein Eindruck vom Zeltplatz:

Morgen geht es ins Landesinnere Richtung Lake Tekapo, nächstes Etappenziel ist der Campingplatz Rakaia Gorge. Ich hoffe nur, dass das Wetter hält – für morgen Abend und Mittwoch ist Regen angesagt…

Viele Grüße aus Coe’s Ford!

P.S.: Inzwischen ist es Freitag, der 21.12. und ich bin schon in Geraldine – hatte vorher leider kein Internet. 😉

2 Kommentare zu „Anstrengende Tour nach Akaroa“

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