Ab ins Gebirge – Mount Cook Nationalpark

Am Donnerstag ging meine Radltour weiter zur nächsten Station, dem Mount Cook Village. Nachdem ich wusste, dass das eine lange Tour werden würde (es waren 105 km bei 640 hm), brach ich früh um 6.30 Uhr auf.

Die ersten 25 Kilometer ging es flach und autofrei an der Tekapo Canal Road entlang.

Tolle Idee, den Alps2Ocean-Radweg so zu versperren!!! Musste ungefähr 5x mein Rad ab- und wieder beladen! 🤮

Dann führte eine relativ steile Abfahrt hinunter zum Lake Pukaki, um den ich dreiviertelst rum musste. Bis zum „Fußende“ ging es wunderschön in heiterem Auf und Ab den Alps2Ocean-Radweg entlang, mit tollen Blicken ins Gebirge.

Nach ca der Hälfte der Strecke gönnte ich mir eine Ftühstückspause mit Lachstoast, den Lachs kann man dort frisch kaufen. Der Blick auf den höchsten Berg Neuseelands, den Mount Cook, war da schon gigantisch!

Nach der Stärkung nahm ich die zweite Hälfte der Tour in Angriff, immer am Lake Pukaki entlang bis ins Gebirge hinein, nur diesmal leider auf der nicht wenig befahrenen Straße. Aber der Ausblick auf das Gebirge und den See war phänomenal!

Und so flogen die Kilometer nur so dahin, so dass ich überraschend früh am Campingplatz bei Mount Cook Village ankam, wo ich mich mit Pino, dem Luxenburger, wiedertraf.

Nach der wohlverdienten Nachtruhe wachten wir mit diesem Ausblick auf:

Wir frühstückten und machten uns dann um 7.00 Uhr auf, den berühmten Hooker Valley Track zu erwandern. Wir waren absichtlich so früh aufgestanden, weil auf diesem (flachen) Trail später wahre Völkerwanderungen stattfinden und wir dem etwas entgehen wollten. Aber ich kann verstehen, dass hier so viele Wandern wollen, der Track lohnt sich wirklich. Hier ein paar Eindrücke:

Am Hooker Lake, dem Ziel des Tracks, angekommen, beschlossen Pino und ich, am Lake entlang bis vor zum Gletscher zu laufen, auf Maps.me war da ein Weg eingezeichnet. Leider gab es den nur stückchenweise (Teile waren bei Erdrutschen abgegangen oder verschüttet worden), so dass wir uns letztendlich selbst einen Weg „schlagen“ mussten über Felsen und durch sehr stacheliges Gestrüpp. Teilweise war das gar nicht so ungefährlich, und wir kamen ordentlich zerkratzt von der Tour zurück, aber die Kletterei über dem Gletschersee hat Mega Spaß gemacht!! Hier noch ein paar Bilder.

Wir waren am frühen Nachmittag wieder zurück am Campingplatz, schnappten uns dann unsere Räder und radelten zum 3 km entfernten Mount Cook Village. Dort kauften wir ein, sahen uns das Alpine Museum an und gingen danach lecker essen.

Für Samstag war durchwachsenes Wetter angesagt, die ganze Nacht hatte es ordentlich gewindet, so dass wir schon um unsere Zelte fürchteten (haben sie ausgehalten), und es regnete leicht am Morgen. Trotzdem wollten wir wandern gehen, da wir Sonntag beide weiterfahren wollten. Und so zogen wir los, bei doch etwas trostlosen Aussichten.

Während wir den Kea Track liefen (netter, einstündiger Spaziergang), besserte sich das Wetter langsam und wir entschieden uns dafür, danach noch den Sealy Track zu laufen, der hauptsächlich über Stufen auf einen Aussichtspunkt nahe dem Bergkamm führte. Eigentlich wollte ich ja gerne noch weiter zur Muller Hut, aber auf dieser Höhe waren Windgeschwindigkeiten bis 100 km/h angesagt, das war mir dann doch zu krass. Also begnügten wir uns mit dem Sealy Track und mühten uns wirklich unzählige Stufen hinauf:

Den Weg, also die Stufen, fand ich nicht toll, aber der Ausblick von oben war phantastisch!

Und zusätzlich gabs dann auch noch Keas zu sehen, die hier leider inzwischen selten geworden sind:

Der Weg nach unten war dann wesentlich leichter, wenn auch nicht schöner – ich mag keine Stufen! Aber zwischendrin war noch Zeit für Fotos:

Morgen, also Sonntag, geht es wieder am Lake Pukaki entlang und dann weiter Richtung Osten nach Twizel, wo wir ins neue Jahr reinfeiern werden. Wünsch euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2019 (falls ich es schaffe, es noch rechtzeitig zu posten, hier gibts kein Internet) und alles Gute für das neue Jahr!

Viele Grüße aus Mount Cook Village!

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