Ausflug in den Norden Deutschlands

Hallo liebe Leser, wie versprochen gibt es heute nun den Bericht über unseren Ausflug in den hohen Norden. Davor mussten wir aber erstmal noch flott alles umplanen, denn Paddy hatte wider Erwarten doch noch kurzfristig einen Impftermin für die Covid-Impfung bekommen. Und so brachen wir statt Mittwoch zu meiner Schwester erst am Donnerstag direkt nach der Impfung zuerst nach Hamburg auf und verschoben den Besuch bei Nick um eine Woche. Wir sind so happy, dass das mit der Impfung nun doch noch geklappt hat, und das auch noch mit Johnson&Johnson, also einer Einmal-Impfung, anders wäre es nicht mehr möglich gewesen! Und bei dem Impftempo, das Neuseeland an den Tag legt, wäre Paddy dort wahrscheinlich irgendwann in 5 Jahren geimpft worden 😉

Und so fuhren wir am Donnerstag mittag direkt nach der Impfung los nach Hamburg, wo wir uns in einem recht günstigen, aber netten Hotel nahe der Außenalster eingebucht hatten. Nach dem Einchecken unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang in der unmittelbaren Umgebung entlang der Außenalster und durch das St. Georgs-Viertel:

Segelboote auf der Außenalster.
Paddy genießt den Abend mit einem Aperol Spritz am Wasser.

Am nächsten Tag ging es Paddy nicht ganz so prickelnd nach der Impfung, aber wir wollten trotzdem etwas von Hamburg sehen, und so zogen wir zu Fuß los Richtung Innenstadt und machten ein bisschen Sightseeing. Hamburg ist wirklich eine absolut sehenswerte Stadt, und dank des vielen Wassers so ganz anders als München. Aber seht selbst:

Die Hamburger Kunsthalle.
Paddy und ich vor der Binnenalster, im Hintergrund das Stadtzentrum.
Hamburgs wunderschönes Rathaus.
Der Innenhof mit Brunnen.
Auf dem Weg zur Speicherstadt, von einer Brücke aus fotografiert.
Blick vom Steg zurück in die Stadt.
Die Speicherstadt bei Ebbe.
Das beeindruckende neue Wahrzeichen Hamburgs: die Elbphilharmonie.
Sträßchen zurück Richtung Innenstadt.
Ein kleiner Seitenarm der Elbe mit einem Restaurant im Fluss und der St. Nikolaikirche im Hintergrund.
Die Ruinen der im 2.Weltkrieg zerstörten St. Nikolaikirche, vom „Kircheninnenraum“ aus fotografiert.

Im Laufe des Nachmittags ging es Paddy leider immer schlechter, so dass wir zum Hotel zurückliefen und den restlichen Tag im Hotelzimmer verbrachten. Zum Glück war am nächsten Morgen wieder alles ok und Paddy zurück auf Normaltemperatur, und so entschlossen wir uns, eine Sightseeing-Tour mit dem Bus zu machen, mit einem Abstecher zur Reeperbahn und den Landungsbrücken:

Paddy und ich im Sightseeing-Bus – natürlich mit Maske, auch wenn die meisten Gäste leider eine Extraaufforderung des Busfahrers brauchten.
Unterwegs durch Hamburg mit offenem Dach – und voll besetzt.
Das deutsche Schauspielhaus.
Das alte Wahrzeichen Hamburgs – der „Michel“ (die St. Michaeliskirche).
Paddy am Eingang zur berühmt-berüchtigten Herbertstraße.
Die Herbertstraße am Vormittag – nicht sehr aufregend…
Die Reeperbahn.
Paddy vor „meinem“ Club – das war zu gut, um kein Foto zu machen 😉
Der Hamburger Fischmarkt bzw ihre Halle, leider gerade wegen Corona geschlossen, aber trotzdem ein schönes Gebäude.
Blick zum Hamburger Hafen und seinen vielen Kränen.
Das russische U-Boot von 1976, das man besichtigen kann – das ließen wir uns natürlich nicht entgehen!
Und so sah es von innen aus – jede Menge Kabel, Maschinen und null Luxus, außerdem alles wahnsinnig eng und klein…
…alles natürlich hochmodern! 😉
… mit lauschigem Örtchen…
… ziemlich engen Kojen ohne jegliche Privatsphäre… das wäre definitiv nichts für mich!
Nach der klaustrophobischen Enge brauchten wir erstmal eine Stärkung an der frischen Seeluft! Natürlich wie sich das für Hamburg gehört mit Fischbrötchen.
Ich ohne Fischbrötchen, aber dafür mit Elbphilharmonie im Hintergrund.
Der Eingang zum alten Elbtunnel, den man nur noch als Fußgänger bzw. mit dem Fahrrad benutzen kann.
Auch innen sehr beeindruckend! Hier die Treppen, die in die Tiefe führen.
Und hier die gemütliche Variante – der Aufzug.
Und so sieht es dann im Tunnel aus.
Die Landungsbrücken.

Mit einem der letzten Hop on-hop off Bussen fuhren wir schließlich zurück in die Nähe unseres Hotels, wo wir unser Auto geparkt hatten und fuhren weiter zu unserer Ferienwohnung in Dassow in der Nähe der Ostsee. Was war das für ein krasser Gegensatz zur Großstadt! Dassow ist ein niedlicher kleiner Ort ganz in der Nähe von Travemünde, sehr ruhig und ländlich, genau das richtige Kontrastprogramm! Wir hatten uns ein schönes kleines AirB&B direkt neben der Kirche gemietet, mit allem ausgestattet, was man für einen Kurzurlaub braucht, und auch der Vermieter war sehr nett und gab uns ein paar Tipps zu Dassow und Umgebung.

Die Kirche von Dassow.
… und nochmal von der Seite.
Ruhige kleine Dorfstraße.

Da wir nicht mehr kochen wollten, entschieden wir uns, dem benachbarten Pizza-Lieferservice einen Besuch abzustatten und dort an einem der paar Tische unsere Pizza bzw Spagetti Bolognese zu genießen. Das hätten wir mal lieber bleiben lassen – die Nudeln waren schlichtweg völlig ungenießbar, und die Pizza war komplett geschmacklos, obwohl sie eigentlich scharf hätte sein sollen. So blieb das meiste auf den Tellern liegen, was unserem Gewicht aber sicher nicht geschadet hat 😉

Paddy ist die Begeisterung über sein Essen anzusehen… 🙂

Am nächsten Tag brachen wir nach einem guten Frühstück mit Müsli und Obst zuhause auf zum nächstgelegenen Strand. An der Ostsee muss man etwas weiter weg parken und dann den restlichen Weg zum Strand laufen, damit die Dünen geschützt bleiben, und so bekamen wir die Gelegenheit, durch das Dörfchen Rosenhagen durchzulaufen und die für diesen Teil Deutschlands typischen Häuser mit Reetdach anzuschauen:

Der Weg zum Strand.
Der erste Blick aufs Meer!
Paddy und ich am Strand, hinter uns Travemünde.
Paddy beim Sonnenbaden am Naturstrand.

Dummerweise hatten wir Helden natürlich unsere Sonnencreme vergessen, so dass wir nicht so lange bleiben konnten, um keinen Sonnenbrand zu kriegen. So beschlossen wir, am Nachmittag nach Priewall zu fahren, mit der Fähre nach Travemünde überzusetzen und uns den Ort ein bisschen anzuschauen. Bei der Gelegenheit organisierten wir uns natürlich auch gleich unser Abendessen – mit Blick auf die Trave.

Blick von der Fähre aus auf Travemünde.
Paddy auf der Fähre.
Stadtbummel in Travemünde.
Abendessen mit Aperol Spritz und Ausblick auf den Fluss.

Da der Montag der letzte schöne Tag sein sollte, wollten wir das nochmal für einen Strandtag ausnutzen und fuhren diesmal nach Schwansee, einem anderen Naturstrand ca 15 Minuten von unserer Ferienwohnung entfernt. Diesmal hatten wir natürlich Sonnencreme dabei 😉

Der Weg zum Strand – ganz hinten kann man das blaue Wasser schon durchblitzen sehen.
Fast da!
Wunderschöner Naturstrand mit nur sehr wenigen Leuten! Was will man mehr?!
Zwei glückliche Ostsee-Urlauber – die Haare vom Winde verweht 😉

Da Paddy und ich beide keine wirklichen Strandlieger sind, beschlossen wir nach 2-3 Stunden zu gehen und in das ca 25km entfernte Ostseebad Boltenhagen zu fahren, um dort Abend zu essen und uns den Ort anzuschauen. Die Fahrt dorthin war superschön, auf kleinen Straßen durch die schöne grüne Landschaft. Dort angekommen, entdeckten wir gleich eine kleine Pizzeria, die wir uns für unser Abendessen auserkoren – und die Pizza war superlecker! Danach spazierten wir durch den Ort, sahen uns die Häuser an und genehmigten uns noch ein Eis, bevor wir wieder nach Hause fuhren.

Häuserzeile am Kurpark nahe des Strandes von Boltenhagen.

Für den Dienstag waren Gewitter und Regen angesagt. Da es am Vormittag jedoch noch trocken war, fuhren wir nach Priewall, um uns dort den Hafen und den Strand anzuschauen. Zu unserer Überraschung musste man hier Eintritt für den Strand zahlen! Da hatten wir keine Lust drauf, das kam uns beiden total absurd vor, und so verzichteten wir auf das Badevergnügen, was aber wegen der Wolken auch gar nicht so schwer war. Stattdessen sahen wir uns das Hafenviertel an – krass, was man da für hässliche (aber mit Sicherheit teure) Häuser hingestellt hat!!

Blick auf Travemünde vom Priewaller Strand aus.
Neue Häuser am Hafen.
Der Priewaller Yachthafen.

Neben den vielen Privatjachten ankert dort auch der Viermaster „Passat“, den man besichtigen kann, was wir natürlich taten. Das Schiff ist so viel komfortabler als das U-Boot in Hamburg 😉

Die „Passat“, im Hintergrund Travemünde.
An Deck der „Passat“.
Käptn Paddy am Steuer!
Blick in die Kabine eines Offiziers.
Die Funkstation.
Im Laderaum.
Vom Gewitter überrascht… Travemünde war durch den Regen kaum noch zu sehen!

Während wir uns die Ausstellung auf dem Schiff und das Schiff selbst ansahen, setzten die angekündigten Gewitter ein – und wie!!! Der Regen war so heftig, dass man zeitweise das nur ein paar Meter entfernte Ufer nicht mehr sehen konnte, und Paddy war sehr beeindruckt von den Blitzen und dem lauten Donnerrollen! Wir warteten, bis das schlimmste vorbei war, ehe wir das Schiff verließen und uns auf den langen Weg zurück zum Auto machten, wo wir völlig durchnässt ankamen, aber egal! Wir mussten nur noch kurz zum Supermarkt, um unser Abendessen einzukaufen, dann ging es zurück zu unserer Ferienwohnung, wo eine warme Dusche und trockene Klamotten auf uns warteten. An unserem letzten Abend war sowieso „nur“ noch Brotzeit (mit Reste-Essen) vorgesehen, und danach schauten wir uns das EM-Spiel Deutschland – England an, leider mit dem besseren Ende für England!

Leider waren die vier Tage Ostsee schon wieder rum, und so machten wir uns am nächsten Morgen auf zu meiner Schwester nach Buxtehude, mit Zwischenstopp in Lübeck. Wir wollten wenigstens eine kurze Stadtbesichtigung machen, nachdem Claudi und Thorsten uns vorgeschwärmt hatten, wie schön Lübeck sei – und sie hatten recht. Aber schaut selbst:

Das Burgtor, durch das wir in die Stadt liefen.
Die Front der Burg.
Gässchen neben dem Hospital.
Häuserzeile in der Altstadt mit dem weißen Gebrüder Mann-Haus in der Mitte.
Der weiße Teil des Rathauses.
Der schwarze Teil des Rathauses.
Blick über den Fluss auf die Altstadt.
Das berühmte (und ziemlich schiefe) Holstentor.

Bei unserem Wetterglück fing es natürlich bald an, wie aus Kübeln zu gießen, so dass wir am zweiten Tag in Folge tropfnass wurden, bis wir unser Auto erreichten. Dort warteten wir das Schlimmste ab und fuhren dann los nach Buxtehude zu meiner Schwester Nick und meinen beiden Neffen und meiner Nichte. Dort wurden wir freudig empfangen, und noch bevor wir unser Zimmer beziehen konnten, hatten uns die Kids zu einem ersten Kartenspiel überredet. Wir verbrachten ein paar echt schöne Tage mit meiner Familie in Buxtehude, in denen wir neben einigen Kartenspielen, Deutsch- (bzw für Paul Englisch-) Üben mit Duolingo, gemeinsamem Musizieren mit Gitarre und Gesang, Pizza- und Brotbacken, guten Gesprächen sogar eine Kanutour auf der Este machten, das absolute Highlight unserer Zeit in Buxtehude! Natürlich schauten Paddy und ich uns auch den Ort ein wenig an. Hier ein paar Bilder von unserem Aufenthalt in Buxtehude:

Paddy und Nick beim Brotbacken.
Buxtehude ist die Stadt des „Hasen und Igel-Wettrennens“, was man überall in der Stadt sehen kann.
Die Buxtehuder Innenstadt – nach dem Regenguss und am Abend eher ausgestorben.
Das Buxtehuder Rathaus.
Bachpromenade in der Innenstadt.
Was es da unten wohl zu sehen gibt? 😉
Paddy ausnahmsweise mal ganz sportlich vor unserem Kanutrip.
Gleich kann’s losgehen! Paddy, Nick und die Kids warten schon gespannt.
Und das war nach 5-stündiger Fahrt dann die Endstation in Buxtehude. Was für ein cooler Trip!

Und dann war es plötzlich Samstag und damit Zeit, Abschied zu nehmen und wieder zurück nach Kleinostheim zu fahren! Aber vorher schauten wir noch Benedikt bei seinem Fußballspiel zu, das seine Mannschaft souverän mit 13:2 gewann. Dann hieß es Abschied nehmen, nicht-wissend, wann ich meine Schwester und Neffen und Nichte wiedersehen werde. Wie schon berichtet hatten Paddy und ich ja am Donnerstag endlich unser Visum für Neuseeland bekommen. Der Abschied war nicht einfach, aber es gibt ja Skype, und Flüge von und nach Neuseeland 🙂

Jetzt sind wir wieder zurück in Kleinostheim und dabei, unsere letzten 4,5 Wochen in Deutschland und alles, was wir jetzt noch erledigen müssen, zu planen – nochmal Zeug aussortieren, Verträge kündigen, abmelden, Krankenversicherung organisieren usw usw. Langweilig wird uns sicher nicht! Wir haben immer noch nicht wirklich kapiert, dass wir jetzt endlich zusammen nach Neuseeland und dort unser gemeinsames Leben beginnen können! Aber das wird schon noch kommen, spätestens wenn wir am 06.08. im Flieger sitzen 😉

Aber unsere restliche Zeit hier werden wir natürlich auch noch genießen, schließlich wissen wir nicht, wann wir wieder kommen können. Ich habe jetzt erstmal ein „Single-Entry-Touristen-Visum“ für 12 Monate bekommen, d.h. solange ich mein Partnership Work Visa nicht habe, kann ich nicht aus NZ ausreisen (bzw. nicht wieder nach NZ einreisen) – aber ehrlich gesagt traue ich mich das auch gar nicht, solange NZ noch die Grenzen zu hat. Ich will nicht nochmal auf unbestimmte Zeit 18.000km von Paddy getrennt in einem anderen Land hocken!

Wir werden auf alle Fälle übernächste Woche nochmal für ein paar Tage nach München fahren, damit ich mich von meinen Freunden (zumindest einigen von ihnen) verabschieden kann. Außerdem werden wir natürlich den Sommer so viel es geht genießen, denn wir werden in Neuseeland im Winter ankommen, igitt!! Und Paddy hat sich vorgenommen, noch so viel Brot, Käse und Rhabarber-Streuselkuchen zu essen, wie er kann, bevor wir fliegen ;-). Ich lasse euch wie immer wissen, was wir so treiben und wie es bei uns weitergeht. Im Moment sind wir einfach nur happy, dass wir das Visum bekommen haben und bald zusammen nach Neuseeland fliegen können. Ach ja, ich habe übrigens gerade kein Handy mehr, da mein Vertrag ausgelaufen ist, ich bin aber weiter über Skype, WhatsApp, Messenger und email erreichbar, und werde mir diese Woche noch eine Prepaidkarte für die letzten vier Wochen in Deutschland organisieren (nur damit ihr bescheid wisst, warum ihr mich telefonisch nicht erreicht, solltet ihr es versuchen). So, das wars mal wieder für heute! Ich hoffe, ich kann mich noch von so vielen von euch verabschieden wie möglich! Bis die Tage, macht es gut!

Eure Susi

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