Goodbye Freising – hello Kleinostheim

Hallo liebe Leser, dieses Mal schreibe ich euch schon aus meinem neuen Zuhause in Kleinostheim bei Aschaffenburg, also meiner alten Heimat. Letzten Montag hieß es mal wieder Abschied nehmen, dieses Mal von Freising, meinem Zuhause für die letzten 5 Monate. Inzwischen habe ich in der 8-monatigen Wartezeit auf das Visum und die Chance, endlich mit Paddy zusammen in Neuseeland zu wohnen, mein viertes Heim bezogen: nach dem Auszug aus meiner Wohnung in München folgte Lochhausen, dann Freising und jetzt Kleinostheim. Da fühlt man sich schon ein wenig entwurzelt und heimatlos…

Die letzten drei Wochen in Freising vergingen wie im Flug, mit Arbeiten, Umzug vorbereiten und noch ein paar Leute treffen. Da das Wetter zwischendurch echt frühlingshaft wurde, nutzte ich meinen freien und sonnigen Tag für die erste Radtour dieses Jahr, 30 flache Kilometer nach Neufahrn, zum Eingewöhnen. Hier ein paar Eindrücke:

Am Tag darauf fuhr ich mit dem Zug nach Aschaffenburg, um mein Rad schonmal hinzubringen und Paddy’s und mein neues Auto für den Umzug nach Freising zu fahren.

So sah es morgens bei dem Blick aus meinem Fenster aus, Nebelsuppe, wie so oft in Freising!
Kaum war ich aus Freising draußen, herrschte schönster Sonnenschein, so dass ich die Zugfahrt richtig genießen konnte.
Mein Radl hatte seinen eigenen Platz ganz allein 🙂
Paddy’s und mein neues Auto – ist schon cool, wieder mobil zu sein! Auch die Autofahrt zurück nach Freising genoß ich, die Straßen waren leer.

In meiner letzten Woche in Freising schaffte ich es trotz Arbeit und Umzug sogar noch, Micha zu einem ausgiebigen Brunch zu besuchen. Wir kennen uns von vor 20 Jahren, als ich Ausbildung in Freising machte und sie auf der kardiologischen Station im Krankenhaus arbeitete. Leider blieben wir nicht in Kontakt, dafür war die Freude dann umso größer, als wir uns im Krankenhaus zufällig wieder trafen! Wir machten gleich ein Frühstücks-Date aus und so fuhr ich am Montag mit dem neuen Auto zu ihr nach Zolling:

Micha und ich – bis auf ein paar Fältchen (und das ein oder andere Kilo mehr in meinem Fall) haben wir uns nicht viel verändert!
Mega-Frühstück!!! Micha fuhr alles auf, was das Haus zu bieten hatte, so dass ich an diesem Tag nichts mehr essen musste 😉
Micha und Schmusekatze Paula auf der Terrasse – wir hatten richtig Glück mit dem Wetter, schönster Sonnenschein bei relativ warmen Temperaturen für Februar!

Auch von Mechthild, mit der ich vor 20 Jahren zusammen Ausbildung gemacht habe, konnte ich mich noch persönlich bei einer gemütlichen Tee-Runde verabschieden:

In der letzten Woche ging es dann an die Vorbereitungen für meinen Umzug. Da ich bis einschließlich Sonntag arbeiten musste, musste das nach/vorm Dienst passieren, was aber mit meinen drei Habseligkeiten, die ich noch übrig habe, nicht weiter schwer war… Ich sortierte mal wieder aus, verschenkte ein paar Dinge und verpackte den Rest in meine Trainingstaschen, die ich am Sonntag schon ins Auto lud, damit ich Montag früh nach der Schlüsselübergabe gleich losfahren konnte:

So sah es aus, nachdem meine Sachen größtenteils gepackt und die Bilder abgehängt waren.
Und das ist mein Zimmer frisch geputzt und leer zur Schlüsselübergabe – fertig für den Nächsten.
Ready to go – all meine Habseligkeiten passen locker ins Auto.

Und dann hieß es Abschied nehmen von meinen Kollegen der Intensivstation im Krankenhaus Freising, die ich in den letzten 5 Monaten lieb gewonnen habe. Die ganze Woche nahm ich mein Handy mit zur Arbeit, das ich eigentlich sonst Zuhause lasse, und machte so viele Bilder wie möglich. Es war schon ein komisches Gefühl, nach so kurzer Zeit und jetzt, wo ich mich so langsam wieder an die Arbeit auf Intensiv gewöhnt hatte, zu gehen. Ich war sehr gerührt von den vielen guten Wünschen und netten Worte meiner Kollegen, die allesamt verstanden, warum ich schon wieder gehe, und die mir nur das Beste für Paddy’s und meine Zukunft wünschten. Ich werde sie (und sicher auch die Arbeit) vermissen!! Auf diesem Weg nochmal Danke für eine tolle Zeit bei euch!!! Und machts es gut! Ich hätte mich gerne noch von allen verabschiedet, aber leider habe ich einige nicht mehr gesehen – auch für euch, Hildegard, Katharina, Dani, Pia, Kathrin, Rita, usw usw, alles Gute noch und danke! 🙂

Hier eine kleine Auswahl an Bildern von meinen Arbeitskollegen und mir:

Mit diesem Bild sollte ich mich locker für den Haka-Tanz der Maori in Neuseeland qualifizieren… Bianka und ich, ein klein wenig crazy 😉
Das macht die Arbeit auf Intensivstation mit dem Pflegepersonal! Marilena und ich.
Die drei von der Intensivstation – Werner, ich und Julian.
Nicht ganz Corona-konform ohne Maske… Kademsha, Wiktorija, Jamila und ich in der Küche.
Bianka, Burkhard und ich.
Senada und ich – zwei von den vier Leuten, die im Oktober auf Intensiv angefangen haben.
Feierliche Abschiedsgeschenk-Übergabe: die vier „Neuen“ (seit Oktober) ich, Senada, Celine und Marilena und Wiktorija.
Meine Kollegen sind soooo nett – das waren die Abschiedsgeschenke!! Ich war völlig von den Socken, weil ich damit überhaupt nicht gerechnet hatte, schließlich war ich ja nur ganz kurz da. Ich war sehr gerührt! Danke nochmal an alle!!!

Am Montag, den 01.03., stieg ich also, nach einem letzten Blick in mein nun leeres Zuhause für die letzten 5 Monate, ins Auto und fuhr Richtung alte Heimat, Aschaffenburg, und daran vorbei nach Kleinostheim, in mein (und Paddy’s) neues Zuhause, wo ich schon sehnlichst von unseren Vermietern und Freunden Claudi und Thorsten erwartet wurde:

Claudi, Thorsten und ich direkt nach meiner Ankunft.

Claudi hatte in den letzten Wochen alles für Paddy und mich vorbereitet und unser neues Heim fertig gemacht und gemütlich eingerichtet – es ist echt superschön geworden und Paddy und ich werden unsere Zeit hier sicher genießen!

Unser Wohn-/Schlafzimmer unterm Dach auf einen Blick.
Auch für Unterhaltung ist gesorgt, sollte uns mal langweilig sein – wovon ich eher nicht ausgehe 😉

Inzwischen bin ich jetzt schon ein paar Tage hier und genieße es sehr, dass ich nicht mehr die ganze Zeit alleine bin – ich bin wirklich kein Einzelgänger! Claudi und Thorsten sind tolle Gastgeber/Vermieter, total unkompliziert und sehr unterhaltsam und wir machen viel zusammen. Die beiden haben mich wieder voll auf den Geschmack gebracht, was Dominoes angeht, ein Spiel, das ich in meiner Zeit in der Karibik sehr oft gespielt hatte, jetzt aber schon ewig nicht mehr!

(Fast) allabendliche Domino-Runde, hin und wieder tatsächlich ganz karibisch mit Rum, wie sich das gehört!

Die beiden haben ein tolles Haus und eine richtig coole und gut ausgerüstete Küche. Zudem kocht Thorsten auch noch sehr lecker! Dieses Mal hat aber Claudi den Kochlöffel geschwungen und uns ein schnelles Essen zubereitet:

Nein, das ist kein Wein! Das ist nur Olivenöl in einer Weinflasche 🙂

In den nächsten Wochen, bis Paddy kommt, muss ich mich jetzt hier ein bisschen auskennen lernen und die besten Lauf- und Spazierstrecken finden. Davon gibt es hier zum Glück reichlich! Und nun mache ich allein oder auch mit Claudi die Gegend um Kleinostheim ein wenig unsicher, verlaufe mich auch mal im Wald und komme nach 6 statt geplanter 3 km-Laufrunde nach Hause zurück, aber wird schon… immerhin finde ich heim 😉

Claudi und ich bei unserem ersten Spaziergang in und um Kleinostheim rum.

Aus Neuseeland gibt es nicht viel Neues. Auckland hatte mal wieder einen Lockdown, nachdem 1 (!) Person positiv getestet wurde, und auch das restliche Land musste wieder in einen Lockdown Level 2 gehen, was aber lediglich bedeutet, dass es keine Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen geben darf. Paddy ist fleißig am Vorbereiten für seinen Umzug nach Deutschland – Inlandsflug nach Auckland ist gebucht, Info über Covid-Test vor Abflug eingeholt, jetzt muss nur noch gepackt und FFP2-Masken gekauft werden… ach ja, und die nächsten 16 Tage rum gehen. Am 21.03. geht die Reise für ihn los, am 22.03. kommt er hier an – in 17 Tagen halten wir uns nach fast 15 Monaten endlich wieder in den Armen!!! Ich kann es kaum noch erwarten! Ich hoffe, ab jetzt geht wirklich alles gut! Was für eine crazy Geschichte mit uns beiden!! Hier noch ein Bild von Paddy aus Neuseeland:

Paddy und seine Band „The Monotones NZ“ bei einer Bandprobe vor ihrem Auftritt kommenden Sonntag.

So, jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten Stand! Ich freue mich über jeden Kommentar, jede WhatsApp, jede email, also lasst ruhig was von euch hören! Und während ich auf Paddy warte, werde ich noch ein bisschen chillen 🙂

Liebe Grüße!

Eure Susi

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