Cartagena – eine traumhaft schöne Stadt!

Am Sonntag, nur eine Nacht nach meinem Dschungeltrip, ging es um 5.30 Uhr mit dem Mototaxi zum Flughafen von Iquitos. Von dort flog ich mit Zwischenstopp in Lima nach Cartagena an der kolumbianischen Karibikküste – nach fast acht wunderschönen, ereignisreichen Wochen verließ ich also Peru, mit jeder Menge schöner Erinnerungen. Peru ist wirklich ein tolles Land! Irgendwie war ich schon ein bisschen wehmütig… 😢

Aber das änderte sich schlagartig, sobald ich in Cartagena gelandet war. Endlich wieder Karibikluft schnuppern! Das war ein Klima und ein Leben, wie ich es von Dominica her kannte: trotz der späten Stunde noch schön warm (und feucht) und überall gut gelaunte Leute auf der Straße, sicher noch mehr als sonst, da gerade der Tag der Unabhängigkeit gefeiert wurde. Zu dumm nur, dass ich todmüde war von den letzten beiden Reisetagen, zuerst aus dem Dschungel zurück nach Iquitos und heute von dort nach Cartagena. Nach erfrischender Dusche ging’s also recht früh ins Bett.

Am nächsten Morgen startete ich gemütlich mit Obstsalat und Café con Leche in den Tag, bevor ich zum Sightseeing aufbrach. Heute stand die Altstadt auf dem Programm, ich hatte schon gehört, dass sie schön, aber voller Touristen sein sollte. Und sie ist wunderschön!! Lauter gut erhaltene bzw. restaurierte Kolonialhäuser, saubere Straßen, nette Cafés, eine teilweise begehbare Stadtmauer mit Blick aufs Meer – ein Traum! Und das allerbeste: es war sehr wenig los, da heute ein Feiertag war und die meisten Läden geschlossen hatten. Hier ein paar Eindrücke:

Plaza de la Santísima Trinidad.

Plaza de la Aduana.

Straßen mit Kolonialgebäuden in der Altstadt.

Torre del Reloj, Eingang zur Altstadt.

Catedral de Santa Catalina de Alejandría.

Keine Ahnung, welche Kirche das ist, aber schön ist sie 😉.

Säulengang im ehemaligen Zollhaus am Plaza de la Aduana.

Skulptur in einem der vielen, kleinen Parks.

Parque India Catalina.

Eine der vielen Skulpturen aus Metall am Plaza San Pedro Claver.

Monumento India Catalina – blöderweise waren da immer irgendwelche Touris, die hochlaufen und Selfies machen mussten, so dass ich es nach 15 Minuten aufgab, die Statue ohne Menschen zu fotografieren.

Außenfassade einer Kneipe.

Muelle de Los Pegasos.

Ich fand die Pflanze vor den Kolonialgebäuden und den Fahnen so toll 😃.

Palmenbewachsener Park vor dem Centro de Convenciones.

„A bird rules the world“ 😂 – Skulptur mit zwei Vögeln drauf am Meer.

Skyline vom Stadtteil Bocagrande kurz vor Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang über dem karibischen Meer.

Die beleuchtete Kathedrale.

Nach sechs Stunden Sightseeing in brütender Hitze hatte ich genug und kehrte zum Hostel zurück, um noch etwas zu essen, zu duschen und todmüde ins Bett zu fallen.

Am Dienstag wollte ich eigentlich auf den einzigen Hügel der Stadt, den Cerro de la Popa, hinauflaufen, auf dem sich ein Kloster befindet – weniger wegen des Convento, sondern mehr wegen der Aussicht auf die Stadt. Doch nachdem mir beide Hostelmitarbeiter abrieten, weil die Gegend dort nicht sicher ist und es häufiger Überfälle gibt, entschied ich mich schweren Herzens dagegen – und auf Taxifahren hatte ich keine Lust. Stattdessen entschied ich mich dafür, zum Castillo de San Felipe de Barajas, dem größten Fort in Südamerika, zu laufen und dieses zu besichtigen. Schon von weitem sieht man es über der Stadt thronen.

Am Eingang besorgte ich mir neben der Eintrittskarte auch einen Audioguide (und wurde von dem Typen am Schalter hemmungslos angeflirtet, er erklärte mir möglichst umständlich und in epischer Breite den selbsterklärenden Audioguide, aber war sehr nett 😂). Dann ging meine zweistündige Erkundungstour des riesigen Baus los. Am faszinierendsten fand ich das bisher nur zum Teil entdeckte Tunnelsystem unter dem Fort, das alle Bereiche irgendwie miteinander verbindet. Hier ein paar Fotos vom Castillo bzw. der Aussicht von dort auf die Stadt:

Nach einer kurzen Mittagspause, in der ich mein Blätterteiggebäck von gestern aß, machte ich mich auf den Weg nach Bocagrande, einem Stadtviertel mit sehr vielen großen Hotels und eher wohlhabenden Menschen. Zuerst lief ich ein wenig an der Strandpromenade entlang, bis ich irgendwann aufs Klo musste. Glücklicherweise war ganz in der Nähe ein großes Einkaufszentrum mit sehr sauberen Toiletten – und weil ich schonmal da war (und shoppen hasse), nutzte ich die Gelegenheit, um einen großen Eisbecher zu essen und den Ausblick von der dortigen Terrasse zu genießen:

Ein letzter Blick auf die Skyline von Bocagrande:

Da es immer dunkler am Himmel wurde, machte ich mich relativ bald auf den Heimweg – leider zu spät! Es schüttete wie aus Eimern und ich mittendrin, so dass ich tropfnass im Hostel ankam. Aber der Regen hier ist warm, so dass das nicht wirklich schlimm ist. Den Rest des Abends verbrachte ich mit Lesen und Blog schreiben, da es den ganzen Abend (mit ein paar Pausen) regnete und gewitterte.

Morgen geht es weiter nach Santa Marta und zum Tayrona National Park – ich hoffe, ich kann spontan noch eine Trekkingtour zur berühmten Ciudad Perdida, der verlorenen Stadt, buchen… Drückt mir mal die Daumen! 😉

Viele Grüße aus Cartagena!

2 Kommentare zu „Cartagena – eine traumhaft schöne Stadt!“

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