Hallo liebe Leser (und Leserinnen, gell, Laura?),
inzwischen ist bei uns der Frühling nun endlich richtig angekommen und es ist deutlich wärmer als noch vor ein paar Wochen, auch wenn das Wetter noch ziemlich unbeständig ist. Am 27.09. haben wir endlich wieder auf Sommerzeit umgestellt, dass heißt die Tage sind wieder länger (und der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt für eine kurze Zeit 11 Stunden, bis ihr auf Winterzeit umstellt, dann sind es 12 Stunden)!
Ende September haben all unsere Kirschbäume geblüht (zumindest bis der Frühlingswind die Blüten herunter geblasen hat), das sieht jedes Jahr für ein paar Tage soooo toll aus:
Der September war leider immer noch sehr ruhig bei uns auf dem Campingplatz, zu unbeständig war das Wetter, und so konnten wir es ziemlich ruhig angehen lassen bzw. Dinge erledigen, zu denen wir sonst nicht kommen. Und ich hatte jede Menge Zeit zum Radeln bzw Trainieren 😉
Natürlich wollte Harvey, unser Hund, trotzdem seine Spaziergänge haben, ihm ist das Wetter ziemlich gleichgültig! Hier ein paar Eindrücke von unseren täglichen walks am Fluss entlang:








Wie schon erwähnt trainiere ich gerade ziemlich fleißig, was mehrere Gründe hat. Zum einen will ich natürlich fit sein für die Radrennen, die in den nächsten Wochen und Monaten so anstehen, zum anderen macht es mir nach einem echt ziemlich bescheidenen Sportjahr gerade richtig viel Spaß, wieder schmerzfrei radeln zu können. Letztes Jahr nach der Tour of New Zealand bekam ich im Mai Schmerzen in meinem Fuß, was ich natürlich erstmal ignorierte, bis es im September so schlimm wurde, dass ich kaum noch gehen konnte – Sehnenentzündung und drei Monate Sportpause folgten. Daraufhin wurde mein Knie richtig schlecht, weil ihm das Radeln fehlte. Im Januar startete ich dann wieder auf dem Rad, aber irgendwie wurde ich nicht fitter, im Gegenteil, nach jedem Ride fühlte ich mich echt schlecht. Dann kamen Hüftschmerzen beidseits, dann Schulterschmerzen hinzu. Ich dachte schon, ich drehe durch, ständig was Neues! Zum Glück fand der Doc recht schnell heraus, was mit mir nicht stimmte – die Diagnose „Rheumatische Polymyalgie“, eine Autoimmunerkrankung, schockte mich zwar kurzzeitig, aber wenigstens wusste ich, dass ich nicht verrückt war und dass man was dagegen machen konnte. Nun muss ich für 1-2 Jahre Prednison (Cortisol) nehmen, danach sollte es weg sein. Seit Ende April tue ich das nun, und ich hatte (und habe immer noch) Riesenangst vor den ganzen Nebenwirkungen, die Cortisol hat, so dass ich erstmal 15kg abgenommen habe (die drei Monate Sportpause letztes Jahr waren nicht hilfreich für mein Gewicht…), und nun ziemlich gesund und fast zuckerfrei lebe mit sehr viel Training, das nun (endlich wieder!!!) schmerzfrei ist. Kurz vor der Diagnose konnte ich mich vor Schmerzen kaum noch bewegen, und Schlafen war kaum noch drin, weil die Schmerzen typischerweise nachts und morgens am schlimmsten sind. Ihr hättet mich sehen sollen, wie ich morgens versuchte, meine Klamotten anzuziehen – eine 85-Jährige war sportlich dagegen!! Die Nebenwirkungen halten sich zum Glück bis jetzt in Grenzen, und ich genieße das Fahrradfahren wieder umso mehr! Vor drei Wochen nutzte ich einen warmen sonnigen Tag, um an den nächstgelegenen Strand, Pourerere Beach, zu radeln:

Vergangenen Mittwoch traf ich mich mit Delwyn in Napier für eine Radtour von Bay View zum Red Bridge Cafe und zurück. Wir hatten uns einen perfekten Tag ausgesucht: strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen und kaum Wind. Wayne, ihr Mann, und Paddy kamen auf ihren Rädern (die großen mit dem Motor) nach und wir trafen uns im Cafe auf Kaffee und Scone, yummy!!!



Auch unsere Rennsaison ist Ende September gestartet, und die ersten zwei Rennen liefen sehr gut für mich. Da ich wieder fit bin, starte ich zur Zeit in C grade. Hier ein Eindruck vom „race briefing“ vor dem zweiten Rennen:

Diese Woche genossen Paddy und ich etwas neuseeländische Kultur in Form von Comedy: Am Donnerstag fuhren wir nach Hastings und hatten einen unterhaltsamen Abend mit dem Stand-up Comedian Hoani Hotene und Dinner im benachbarten Restaurant.


Gleich für den nächsten Abend hatten wir Karten für „Bitches‘ Box“ geschenkt bekommen, einem Comedy-Duo, das als Farmhunde und Schafe auftritt. Sagen wir mal, es war interessant… und hatte tatsächlich neben einigen peinlichen Momenten auch sehr lustige Stellen. Die Künstlerinnen waren definitiv sehr energetisch und passioniert und es war unterhaltsam, aber wahrscheinlich eher auf Farmer ausgerichtet. Immerhin hab ich einiges über Schaf-Farming gelernt 😉

In den nächsten Wochen und Monaten wird es für uns wohl schwieriger, zu irgendwelchen Events zu gehen (zumindest zusammen), denn leider haben wir zur Zeit niemanden, der uns mal eben vertreten kann, unsere bisherige Vertretung Tracey möchte das leider nicht mehr machen. Und jetzt im Oktober wird es (zum Glück) wieder geschäftiger und die ersten Camper kommen langsam aus ihren Löchern. Naja, irgendwie werden wir das hinkriegen und hoffentlich bald jemand neuen geeigneten finden, der hier wohnt…
Meine beiden Lieblingsmänner sind schon fast am Einschlafen…:

So langsam wird es Zeit ins Bett zu gehen! Das wars mal wieder von mir! Ich hoffe ihr habt noch ein paar schöne Herbsttage ehe es kalt und grau wird bei euch!
Liebe Grüße vom anderen Ende der Welt!








Oh Susi , vielen Dank fürs Mitnehmen & die tollen Bilder. Da kann ich schon verstehen, dass du so in Land & den Leut & den Vierbeiner verliebt bist…😉😁
Das mit der rheumatischen Dingsbums wusste ich ja gar nicht – da kamen wir im Sommer gar nicht dazu !? Weiterhin viel Glück & Besserung & v. a. viel Erfolg für deine Rennen !!!
Hier herbstlts ganz schön. Erst war es noch ein warmer Altweibersommer & jetzt wird’s regnerisch & wir fangen an, den Ofen einzuschüren.
Grüß Paddy ganz herzlich & streichel Harvey, bis bald, alles Liebe & viele liebe Grüsse aus der Holledau,
Katharina 😘
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Huhu, Susi,
Schön, wieder von dir zu lesen zu bekommen! Und schön, dass es dir gut geht (und besser- was ist das für ein Mist?!?). Kühle München-Grüsse
Evi
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