Nachtrag von November: Juuuhuuu, endlich Urlaub!!!

Hallo liebe Leser, ich weiß gar nicht, wie oft ich schon angefangen habe, diesen Blog-Beitrag zu schreiben… unser Urlaub war im November, und nun haben wir schon fast Februar und ich habe es immer noch nicht geschafft! Aber jetzt! Doch erst einmal wünsche ich euch natürlich ein gutes neues Jahr (und frohe Weihnachten nachträglich)!

Und nun zu unserem lange herbei ersehnten Urlaub, unserem ersten gemeinsamen Urlaub seit wir es im August 2021 endlich nach Neuseeland geschafft haben! Wir hatten 10 Tage zur Verfügung, und die einzig feste Station war Taupo für die letzten drei Tage, da ich da an dem großen Radrennen am See entlang teilnehmen wollte. Wir planten ganz grob einen Roadtrip, der uns dann nach einigen spontanen Änderungen nach Whanganui, New Plymouth, Raglan, Rotorua und Turangi/Taupo führte:

So sah unser Roadtrip auf der Karte aus.

18.-20.11. Whanganui, New Plymouth

Am 18.11. ging es, natürlich nach dem Putzen, endlich los: wir packten unseren Pajero voll, schnallten unsere Räder auf den neuen Fahrradständer und fuhren los Richtung Whanganui.

Kurzer Check, ob die Räder auch sicher befestigt sind – bombenfest!

Der Tag startete freundlich und warm, aber es war Regen und unbeständig für die nächsten Tage angekündigt. Nach kurzer Rast und Lunch in Dannevirke ging es durch bis zu unserem heutigen Ziel Whanganui. Dort hatten wir ein nettes Cottage über AirBnB gemietet, das wir erstmal bezogen, bevor wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt machten. Natürlich begann es schon ein paar Minuten später wie aus Eimern zu schütten! Wir retteten uns von einem Unterstand zum nächsten und kehrten schnell in einen Pub ein – wir hatten eh Hunger und Durst. Zum Glück ließ der Regen bald nach, so dass wir noch ein wenig durch die Stadt wandern konnten. Hier ein paar Eindrücke:

Unser kleines Cottage für die Nacht – das Foto ist vom nächsten Morgen, als die Sonne schien.
Überrascht vom Regenguss auf dem Weg in die Innenstadt.

Innenstadt.

Cafe Orange, das im Mai, als ich mit Tibor hier war, noch ganz anders aussah. Jetzt hatte man sich für eine super-hässliche Wanddekoration aus künstlichen Blumen entschieden, echt grausam!

Am nächsten Morgen wachten wir zu strahlendem Sonnenschein auf, und wir machten uns erneut auf den Weg in die Innenstadt, um noch ein wenig zu bummeln und vor allem frühstücken zu gehen. Nicht nur fanden wir leckere französische Croissants und guten Kaffee, sondern auch einen schönen Kunsthandwerkermarkt, auf dem allerhand los war, aber seht selbst:

Frisch gestärkt bestiegen wir unser Auto und machten uns auf via „Surf-Highway“ nach New Plymouth, wo wir Freunde von Paddy besuchen wollten. Zwischendurch machten wir in Opunake eine Pause, die wir für einen Spaziergang hinunter zum Strand nutzten, und zum Glück hielt das Wetter noch:

Am Nachmittag kamen wir bei Scotty and Katy in New Plymouth an, und die Wiedersehensfreude war riesengroß, denn außer uns waren auch zwei andere alte Freunde zu Besuch, Bryn und Heather. Sie kennen sich alle von vor 30 Jahren, als sie zusammen in London wohnten und arbeiteten. Scotty heizte den Grill an und es wurde ein sehr unterhaltsamer, feucht-fröhlicher und langer Abend!

Katy, ihr Sohn Matt, Bryn, Scotty, Heather und Paddy lassen sich das Abendessen schmecken!

20.-21.11. Raglan

Am nächsten Morgen entschieden Paddy und ich, statt wie geplant den Forgotten World Highway nach Taumaranui zu nehmen (den wir beide schon kannten), die Westküste entlang auf Nebenstraßen nach Raglan zu fahren. Das Örtchen ist bekannt für seine Surfer und Künstler und steht wegen der gechillten Lebensweise bei den meisten Touristen auf der To-See-Liste – so auch auf meiner, denn dorthin hatte ich es bisher nicht geschafft. Und so machten wir uns nach einem herzhaften Katerfrühstück auf den Weg. Leider war das Wetter nicht das Beste, wir hatten an diesem Tag einen Mix aus Sonne, Regen, Wolken und wieder Regen, was man auch auf den Fotos sehen kann. Unser erster Stop war beim „Elephant Rock“ und den „Three Sisters“, berühmten Felsformationen in der Nähe von Tongaporutu. Bei Ebbe (und schönem Wetter) kann man dorthin wandern, bei diesem Wetter verleitete es uns aber nicht dazu…

Im Laufe der Fahrt rissen die Wolken dann etwas auf und die Sonne kam heraus. Nach Awakino verließen wir den Highway und folgten der schmalen Manganui Road, die sich an der Küste entlang schlängelt. Unser nächster Stop war der Waikawau Tunnel Beach, ein Strand, den man nur durch einen Tunnel erreichen kann. Schon die Fahrt dorthin war ein Abenteuer, es führt eine enge Schotterstraße dorthin, die sich zwischen Felsen durchquetscht. Vor dem schmalen Tunnel sind 2-3 Parkplätze, dann läuft man durch einen kurzen engen Tunnel und plötzlich steht man auf einem langen schwarzen Sandstrand – echt mega! Wir erkundeten den Strand und einen Wasserfall, der ein paar hundert Meter vom Tunnel entfernt von den Klippen fiel. Natürlich kam zwischendurch mal wieder ein Regenguss, so dass wir patschnass zurück zum Auto kamen. Aber das war es absolut wert, seht selbst:

Und weiter ging es auf scenic routes, die nicht nur Schotter, sondern auch ein paar Erdrutsche zu bieten hatte, bis zu unserem Ziel Raglan:

Schotterstraße durch schöne Landschaft.
Uuuups, hier fehlt ein ordentliches Stück Straße!
Tolle Aussicht – schade nur, dass das Wetter nicht mitspielte!

In Raglan angekommen, bezogen wir zunächst unser AirBnB und machten uns dann auf die Suche nach etwas Essbarem, das wir in Form einer Seafood Platter in einem Restaurant in der Ortsmitte auch fanden:

Yummy!!! Die Seafood platter für zwei Personen hätte auch locker für drei gereicht!

Danach brauchten wir einen Verdauungsspaziergang durch den inzwischen dunkel gewordenen Ort:

Auch der nächste Tag versprach wettertechnisch wieder durchwachsen zu werden. Da Strand und Baden somit ausschieden, beschlossen wir, einen Loop zuerst an der Küste entlang nach Süden und dann mehr im Landesinneren wieder zurück zu fahren:

Die Straße war eine sehr schmale Schotterstraße, und wir sahen vielleicht noch drei andere Autos, ansonsten hatten wir sie komplett für uns. Sie führt durch Wälder und über Hügel und bietet immer wieder schöne Aussichten über die Küste. Kurz bevor sie wieder ins Landesinnere abbiegt, kann man nach rechts hinunter zum wunderschönen Ruapuke Beach fahren, und selbst bei diesem Wetter lohnte sich das!

Auf unserem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zu den Bridal Veil Falls, und auch hier trotzten wir dem Regen und wanderten zum Wasserfall, der mit dem ganzen Regen der letzten Tage recht eindrucksvoll war:

Nach dem ganzen Regen brauchten wir einen ruhigen Abend in unserem quirky AirBnB im Hinterland von Raglan. Auf dem Heimweg stoppten wir kurz am Supermarkt und kauften Sachen für unser Abendessen, dann ging es zu unserer Unterkunft für die Nacht. Unser Vermieter hat einfach zwei kleine Einzimmer-Häuschen durch einen überdachten Bereich im Freien verbunden, so dass ein Häuschen das Schlafzimmer war, das andere Küche und Bad (nur durch einen Vorhang getrennt, das war schon ein bisschen komisch…) und der Teil im Freien war Außenküche/Ess- und Sitzbereich – sehr interessant!

Inmitten von lauter Grün unsere Unterkunft: Links Küche + Bad, dann der Freibereich, rechts das Schlafzimmer.
Der Sitzbereich im Freien – zum Glück war es trotz Dauerregen nicht wirklich kalt, so dass man gut dort sitzen konnte.

22.-24.11. Rotorua

Der nächste Morgen begrüßte uns mit Sonnenschein und zumindest teilweise blauem Himmel, und so bekamen wir zum Abschied noch einen schönen Blick auf Raglan und die Küste, bevor wir uns auf den Weg über Hamilton nach Rotorua machten, wo wir die nächsten drei Tage verbringen wollten. In Hamilton legten wir eine kurze Kaffee- und Spazierpause ein, hier ein paar Bilder:

Aussicht auf die Küste Richtung Raglan.

In Rotorua wartete eine unangenehme Überraschung auf uns: man hatte in unserer Unterkunft vergessen, den Kühlschrank zu reinigen, der aber schon einige Zeit ausgeschaltet gewesen war – igitt!! Und so war unsere erste Beschäftigung Kühlschrank-Saubermachen – fast wie bei uns daheim auf dem Campingplatz, nur dass unsere Kühlschränke nie so ausschauen 🙂

Als „Entschädigung“ bekamen wir vom Vermieter dann ein paar Kekse und eine Flasche Wein… wenigstens etwas 😉

Am Abend waren wir mit Paddy’s Neffen Mike, seiner Frau Amy und ihren Kids Finn, Eve und Jack an der Mountainbike-Strecke verabredet, da die Kids dort jeden Dienstag Rennen fahren. Inzwischen hatte es wieder angefangen zu regnen und es wurde auch recht stürmisch, so dass das Rennen abgesagt wurde. Also trafen wir uns bei Mike und Amy daheim und verbrachten einen netten Abend miteinander.

Der Mittwoch begann, wie der Dienstag aufgehört hat – mit Wind und Regen. Gegen Mittag hörte der Regen auf, so dass ich beschloss, eine schnelle Runde Training auf meinem Rennrad zu erledigen, denn immerhin stand am Samstag ja mein Rennen an. Und so radelte ich ein Stündchen die Mountain Road bis zum Summit hinauf und wieder herunter, so hatte ich wenigstens ein bisschen was getan. Erfreulicherweise kam danach die Sonne heraus, so dass wir beschlossen, uns den Skyline Park näher anzuschauen. Man fährt dort mit der Gondel hinauf und kann dann oben einfach nur spazieren gehen und Kaffee trinken, sich mit einem Mountainbike den Berg hinabstürzen (im wahrsten Sinne des Wortes! Die Strecken dort sind nichts für Anfänger!) oder die Sommerrodelbahn nach unten nehmen. Wir wählten die Spazier- und Kaffeevariante, da die Rodelbahn doch eher etwas langweilig aussah. Die Aussicht von dort oben über Rotorua und den See sind beeindruckend! Hier ein paar Bilder:

Nach unserem Abenteuer hoch über Rotorua wollten wir dann aber auch ein bisschen was von Rotorua selbst sehen, so dass wir uns auf den Weg in die Stadt machten und dort zwei Stunden durch den Ort wanderten. Da ich in meinem Travelblog 2019 schon von Rotorua berichtet habe, beschränke ich mich hier nur auf ein paar Fotos ohne Erklärungen (wer sich für Rotorua interessiert, kann ja bis März 2019 zurück scrollen;-)):

An diesem Tag waren wir abends zu Paddy’s anderem Neffen Josh mit Frau Brenda und Tochter Sophia zum Dinner eingeladen – es gab lecker selbstgemachte Pizza, und es wurde ein vergnüglicher Abend!

Auch der Donnertag startete verregnet, so dass wir uns den sehr seltenen Luxus leisteten, ausgiebig auszuschlafen. Gegen Mittag wurde es wieder besser, und wir brachen auf Richtung Lakes – zuerst zum Green und Blue Lake, die ihre Farbe dank Mineralien im Wasser bekommen, wenn die Sonne darauf scheint. Sie liegen nah beieinander und man kann sie beide von einem Aussichtspunkt aus sehen. Mit ein wenig Phantasie sieht der eine See wirklich grüner aus als der andere:

Blue und green lake im Vergleich.

Danach ging es weiter zum Lake Tarawera, mit dem Mount Tarawera im Hintergrund, einem Vulkan, der 1886 ausbrach und mehrere Orte verschüttete und die damals berühmten Touristenattraktionen Pink and White Terraces im See begrub.

Lake Tarawera, im Hintergrund der teilweise von Wolken bedeckte Mount Tarawera.

Im Anschluss an unseren Roadtrip besuchten wir das Privatmuseum „Buried Village“, wo man einige beim Vulkanausbruch verschüttete Häuser ausgegraben und Fundstücke ausgestellt hat. Dort erfährt man sehr viel über diese Naturkatastrophe, bei der 140 Menschen den Tod fanden.

Paddy im „buried village“.

Zurück in Rotorua gönnten wir uns ein leckeres Abendessen in einem der vielen Restaurants in der Eat Street.

25.-27.11. Taupo / Turangi

Am Freitag morgen packten wir unsere Sachen und brachen Richtung Taupo auf, denn heute nachmittag war Registrierung fürs Radrennen. Da wir nicht in Eile waren, machten wir ein paar Zwischenstopps auf dem Weg, ausnahmsweise in strahlendem Sonnenschein. Der erste Zwischenstopp führte uns zum Eingang und Cafe des Waimangu Volcanic Valley, leider hatten wir keine Zeit, uns das wirkliche Valley anzuschauen, aber ich wollte Paddy den Ort zeigen, den ich im Mai mit Tibor besucht hatte. Im Gegensatz zu damals, kurz nach der Öffnung der Grenzen, war der Parkplatz an diesem Tag proppenvoll! Wir sahen uns nur die Beschreibungen am Eingang an, genossen den Ausblick und genehmigten uns einen Kaffee und einen Muffin im Cafe dort:

Paddy beim Studieren der Infotafel am Eingang des Waimangu Volcanic Valleys.

Der nächste Stop war bei den Mudpools bei Wai-O-Tapu ein paar Kilometer weiter:

Qualmendes und blubberndes Schlammbad bei Wai-O-Tapu.

Danach ging es direkt nach Taupo zum Great Lake Center, wo die Registrierung für das morgige Rennen und eine kleine Expo rund ums Radeln stattfand.

Gute Stimmung beim Anstehen zur Registrierung und Startnummern-Ausgabe.
Hier bekam man seine race bag.

Nach der Anmeldung und der Abholung meiner Startnummer und der race bag schlenderten wir ein wenig durch die Ausstellung, und ich deckte mich mit allem möglichen Radfahrzeug ein – Helm, Trikots, Radlerhose, T-Shirts und Bücher. Der arme Paddy musste als Packesel herhalten 😉

Nach erfolgreicher Anmeldung und Shopping machten wir uns auf den Weg nach Turangi, mit einem kurzen Zwischenstopp in Acacia Bay, wo Paddy einige Familienurlaube verbracht hatte. Wir schauten einem Boot beim Zu-Wasser-Lassen zu und genossen den Ausblick auf den Lake Taupo. In der Ferne konnte man die nächsten Regenwolken schon sehen…

Da ich nicht das Around-the-lake-Rennen, das 160km lang um den ganzen See geht, machen würde, sondern nur das „Length-of-the-lake race“ mit 55km, hatten wir ein AirBnB in Turangi gebucht, denn dort würde mein Rennen am nächsten Tag starten. Und so fuhren wir die morgige Rennstrecke schonmal in umgekehrter Richtung, so dass ich die Chance hatte, sie mir etwas genauer anzusehen. Insgesamt ist der Kurs landschaftlich schön entlang des Lake Taupo gelegen und es geht hauptsächlich flach dahin, bis auf den berühmt-berüchtigten Hatepe Hill, der die Radler auf 3km Länge ca 350 Höhenmeter hinauf führt, mit unterschiedlicher Steigung. Naja, das würde ich schon irgendwie hinkriegen!

In Turangi checkten wir in unser echt schönes AirBnB mit sehr netten Gastgebern ein, und ich bereitete mein morgiges Rennen vor:

Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte – blitzsauber und echt schön eingerichtet!
Race bag und mit Startnummer ausgestatteter Helm…
… race tag am Rad angebracht und Rad gecheckt, ob alles okay ist – alles bereit fürs Rennen!

Wie es sich vor einem Rennen gehört, wollte ich zum Abendessen meine Kohlenhydratspeicher mit Pasta auffüllen, und so schlenderten Paddy und ich zum einzigen italienischen Restaurant am Ort, nur um zu erfahren, dass sie voll seien, dass wir aber gerne in einer Stunde wieder kommen könnten, aber mit langer Wartezeit rechnen müssten. Na toll! Wir wollten nicht potentielle zwei-zweieinhalb Stunden aufs Essen warten, weshalb wir uns schweren Herzens auf den Weg zum Supermarkt machten (der Pub war voll und ansonsten gibt es in Turangi nichts außer Fast food restaurants). Immerhin konnten wir dort fertige Lasagne kaufen, die wir daheim nur noch in der Mikrowelle aufwärmen mussten, und so kam ich doch noch zu meinen Nudeln 🙂

Pre-race dinner: Lasagne, Nudelsalat und Coke.

Vor lauter Aufregung vor meinem ersten richtigen Radrennen konnte ich natürlich nicht wirklich viel schlafen, und so fiel mir das Aufstehen am Samstag Morgen gar nicht schwer, das Frühstücken allerdings schon viel schwerer, denn hungrig war ich ganz und gar nicht! Ich machte mich fertig fürs Rennen, und dann ging es auf zum Turangitukua Park, von wo das Rennen starten würde.

Paddy begleitete mich dorthin und fuhr kurz vor dem offiziellen Start mit unserem Auto los Richtung Taupo, wo er mich an der Ziellinie empfangen wollte. Das Wetter war, wie die vergangenen Tage schon, nicht berauschend, man konnte schon sehen, dass es Regen geben würde. Hier ein paar Eindrücke von vor dem Start:

Pünktlich um 11.00 Uhr ging es dann los! Mit 500 anderen Radlern machte ich mich auf die 55km nach Taupo, was für ein Abenteuer! Es dauerte ca die ersten 5km, bis ich mein Tempo und eine gute Gruppe gefunden hatte, mit der ich mitradeln konnte. Inzwischen hatte es natürlich auch angefangen zu regnen, mal mehr, mal weniger, und es würde nicht aufhören bis kurz vor Taupo. Ich konnte mit der ca 8 Leute großen Gruppe bis zum Hatepe Hill mitgehen bei einem Schnitt von 32/33km/h, also recht flott für mich. Am Berg brach die Gruppe dann auseinander, jeder kämpfte hier für sich allein, aber ich kam ganz gut hinauf. Doch dann, als es an den eigentlich schönen Part, den downhill ging, wurde es schwierig. Da es nass war, waren einige Radler sehr ängstlich unterwegs, und es bildete sich eine Autoschlange hinter ihnen (die Strecke war nicht für Autos gesperrt), die wiederum andere Radler zum Bremsen zwang, da es kaum Seitenstreifen gab. Ein Radler musste sogar abspringen, weil er nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte, und das direkt vor mir! Anstatt also mit 50-60km/h den Berg hinab zu rasen, bremste ich meinen Weg nach unten mit 15km/h – super ärgerlich! Meine Gruppe war dann natürlich weg, und ich musste die restlichen 19km alleine fahren, da ich niemanden mehr fand, der schnell genug war. Trotzdem war ich insgesamt mit dem Ergebnis meines ersten Rennens zufrieden – immerhin wurde ich 81. von ca 500, 19. bei den Frauen und 5. in meiner Altersklasse, und meine durchschnittliche Geschwindigkeit war 29.8km/h, das war nicht schlecht für mein erstes Rennen, gerade bei diesen Bedingungen!

Im Ziel angekommen erwartete mich Paddy schon, er hätte mich beinahe verpasst, da er dachte, dass ich sicher länger als zwei Stunden brauchen würde! Nach ein paar Minuten Erholungszeit und ein paar Stücken Orange, die wir Radler im Ziel bekamen, war ich wieder fit genug, um mit Paddy das Event Village anzuschauen. Inzwischen war auch die Sonne herausgekommen, so dass mein durchnässtes Gewand trocknen konnte. Hier ein paar Fotos von nach dem Rennen:

Eigentlich hatten wir geplant, nach dem Rennen zu den Hot Pools zu gehen, aber leider waren diese wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So machten wir uns auf den Weg zurück zu unserer Unterkunft, holten uns Sushi und eine Flasche Wein aus dem Supermarkt (wir versuchten dieses Mal gar nicht erst, ein Restaurant zu finden) und genossen unseren letzten Urlaubsabend in unserem AirBnB, natürlich mit jeder Menge Analyse des Rennens – ich war immer noch voller Adrenalin!

Festessen nach dem Rennen und zur Feier unseres letzten Urlaubsabends.

Am nächsten Morgen hieß es dann Koffer packen, Räder ans Auto montieren und ab nach Hause. Wir wollten jedoch die scenic route über die Desert Road und die „Gentle Annie“ nehmen, die landschaftlich der Hammer sind! Hier ein paar Eindrücke von der Desert Road und Mount Ruapehu:

Bevor es auf die „Gentle Annie“ ging, stoppten wir in Taihape, der Stadt der Gummistiefel, für ein bisschen Sightseeing und einen Kaffee:

Dann ging es auf den letzten Abschnitt unserer Heimreise, die Taihape-Napier Road oder auch „Gentle Annie“. Sie schlängelt sich in ständigem Auf und Ab über die Berge, mit tollen Ausblicken, und nahezu ohne Verkehr. Hier ein paar Fotos:

Am späten Sonntag Nachmittag kamen wir wieder zuhause in Waipawa an, und die Wiedersehensfreude bei Harvey (und uns) war riesig! Ich hatte ihn doch sehr vermisst!!

So, das wars erstmal für heute. Im nächsten Blog erzähle ich euch dann, was sich seit November so alles hier getan hat. Und ich gelobe Besserung, was die Häufigkeit meiner blog posts angeht! Ich hoffe, euch geht es gut und der Winter ist nicht zu hart in Deutschland (oder wo auch immer ihr seid). Lasst mal was von euch hören – per Kommentar, email, sms, WhatsApp oder auf welchem Wege auch immer.

Ganz liebe Grüße aus dem leider immer noch sehr nassen Neuseeland!

Eure Susi

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