Zusammen die neue Heimat kennenlernen :-)

Hallo liebe Leser, endlich komme ich mal wieder zum Schreiben. Paddy ist jetzt schon fast drei Wochen hier, und wir genießen jede Minute zusammen, schließlich haben wir ganz schön was aufzuholen 😉

Gleich in der ersten Woche kümmerten wir uns hauptsächlich darum, uns hier einzugewöhnen und alles Organisatorische zu erledigen: Anmeldung auf der Gemeinde (wir sind jetzt also beide offiziell Kleinostheimer Bürger), gemeinsames Bankkonto einrichten, Nachsendeauftrag für Paddy’s Post stellen usw usw. Natürlich waren wir nicht nur damit beschäftigt, ganz viel Zeit verbrachten wir auch damit, uns wieder kennen zu lernen nach den 15 Monaten Getrenntsein. Es ist unglaublich schön, einfach Arm in Arm einzuschlafen, und aufzuwachen und sich an den Partner ankuscheln zu können – Dinge, die man für selbstverständlich hält, wenn man sie hat. Im Moment verbringen wir noch fast jede Minute zusammen, ohne dass wir voneinander genug kriegen, und selbst so normale Sachen wie gemeinsam zum Bäcker oder zum Einkaufen zu gehen, sind etwas Besonderes. Ich glaube, das ist schwer zu verstehen, wenn man nie so lange getrennt war, aber ich kann euch sagen, es ist unglaublich schön!

Da ich gerade nicht arbeite, haben wir auch viel Zeit, unsere neue Heimat kennen zu lernen, was wir auf diversen Spaziergängen in und um Kleinostheim ausgiebig tun. Hier ein paar Eindrücke:

Frühling in Kleinostheim.
Alles blüht, trotz Kälteeinbruch zwischendrin.
Vorgarten in Kleinostheim – wir haben ihn den „Butt garden“ getauft 🙂
Interessant, was manche Leute alles in ihrem Garten haben – dieses Exemplar ist sowas wie ein Wimmelbild, man findet immer wieder neue Dinge, die man vorher noch nicht gesehen hat.
Auch die Zäune hier können sehr interessant sein.
Paddy versucht sich auf dem Balancierbalken.
Auch der Main ist nicht weit weg und lädt zum Spazierengehen ein.
Am liebsten bin ich jedoch im Wald unterwegs – hier steht Paddy noch im relativ grauen Winterwald. Inzwischen fängt es aber das Grünen an.
Coole Idee!!!

Auch unsere ersten kurzen Radtouren haben wir schon hinter uns. Paddy hat Thorstens altes Rad bekommen und hergerichtet, so dass wir auf eine erste Tour zur Schleuse und zurück fahren konnten, erstmal zum Eingewöhnen für Paddy’s Hintern und Beinmuskulatur 😉

Ich, Paddy und Claudi bei schönstem Frühlingswetter unterwegs zur Schleuse.
Die Schleuse – leider kam gerade kein Schiff.

Wir fühlen uns sauwohl bei Claudi und Thorsten und unternehmen viel zusammen. Aber wenn wir (oder sie) ungestört sein wollen, ist das auch kein Problem, dann verziehen wir uns einfach in unser Reich im dritten Stock. Einmal pro Woche genießen wir die Sauna, selbstverständlich mit Kickern, Darts spielen und Nageln… da muss ich echt noch viel üben, um mit den anderen mithalten zu können…

Claudi und Thorsten beim Nageln.
Hier versuche ich mein Glück und Paddy beobachtet gespannt – zum Glück sieht man nicht, wie es endet…

Auch kochen und vor allem essen machen wir meist gemeinsam. So können Paddy und ich unsere Kochkünste aufpolieren – wir sind beide nicht so die Superköche. Aber unter der fachkundigen Anleitung von Claudi und Thorsten gab es unter anderem schon Kaiserschmarren und Kürbiskernsuppe, und auch an Brot haben wir uns schon versucht. Das ist in Neuseeland auch dringend nötig, da es dort kein gutes deutsches Brot gibt (Paddy liebt die vielen Bäcker hier in Deutschland – der tägliche Gang dorthin ist Pflicht).

Selbstgebackenes Brot – echt lecker!!!
Paddy und Thorsten beim Kürbisschneiden für die Kürbissuppe.
Und hier das Resultat: Kürbissuppe mit gerösteten Kürbiskernen und argentinischem Rotwein, sehr lecker! Ach ja, und wir vier sind auch noch im Bild.

Da mein Vater jetzt quasi ums Eck wohnt, sind wir auch hier regelmäßig zu Gast. Am ersten wirklich schönen warmen Frühlingstag luden Elke und er uns zum Grillen ein:

Mein Vater am Grill – neben Steaks und Würstchen gab es auch Grillkäse und Gemüse.
Elke, mein Vater und Paddy vollgefuttert nach dem Essen auf der Terrasse.

Da Aschaffenburg nicht weit weg ist und Paddy sehen will, wo ich aufgewachsen bin, durfte natürlich eine Stadtbesichtigung dort nicht fehlen, und so zogen wir an einem schönen sonnigen Tag zu zweit los, um die Innenstadt zu erkunden. Sehr vieles hat sich in Aschaffenburg geändert in den letzten 27 Jahren, seit ich dort schon nicht mehr wohne, und so war es auch für mich eine Entdeckungstour, und manchmal auch ein bisschen eine Reise in meine Vergangenheit.

Paddy im Innenhof des Stadt- und Stiftsarchivs.
Die Stiftsbasilika – Teile davon sind über 1000 Jahre alt (Baubeginn war 975!!), der Großteil wurde im 12. und 13. Jahrhundert erbaut.

Das Innere der Stiftskirche.
Platz und Häuser vor der Stiftskirche.
Fachwerkhäuser am Dahlberg.
Innenhof des Schloss Johannesburg.
Pause auf der Mauer am Schloss über dem Main – sind wir nicht süß? 🙂

Einige Tage später fuhren wir zum Park Schönbusch, und Paddy war völlig fasziniert von dem großen Park und allem, was man dort so sieht. Es macht echt riesig Spaß, mit ihm Tourist zu spielen und Orte zu erkunden. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal im Schönbusch war. Das Titelbild stammt übrigens auch von dort – Paddy und ich vor dem Schloss Schönbusch. Hier noch ein paar mehr Bilder:

Die zur Zeit leider geschlossene Gaststätte + Biergarten gleich am Eingang.
Der Irrgarten, im Moment noch sehr grau und durchsichtig.
Der Kanal.
Paddy auf der Teufelsbrücke.

Damit es nicht so aussieht, als wären wir nur faul, zum Schluss noch ein paar Bilder von Paddy beim Arbeiten (von mir nicht, ich musste ja die Bilder machen ;-)). Glücklicherweise haben Thorsten und Claudi noch so einige Dinge am Haus bzw. im Garten zu tun, so dass ihm/uns sicher nicht so schnell langweilig wird. Er ist es echt nicht gewöhnt, nicht zu arbeiten – als Campingplatz-Besitzer gibt es keine freien Tage.

Paddy beim Rasenmähen – hier offenbarten sich große kulturelle Unterschiede zwischen Deutschen und Neuseeländern: Während es für den Deutschen frisch gemäht ist, würde der „Kiwi“ dann erst anfangen zu mähen, die Neuseeländer stehen auf sehr kurzen Rasen.

Auch die Terrasse musste hergerichtet werden: Thorsten wollte Lichter einbauen, und so musste sie erst teilweise demontiert, dann Löcher für die Lichter gemacht und diese eingebaut werden:

Claudi und Paddy bei der Demontage der Terrasse.
Thorsten beobachtet Paddy kritisch beim Löcherbohren.
Das Endergebnis 🙂

Das nächste Projekt war das Streichen des Dachgiebels. Da diese Woche die Solaranlage auf das Dach montiert werden sollte und deshalb sowieso ein Gerüst aufgebaut wurde, wollte Thorsten die Gelegenheit gleich nutzen, um den hölzernen Teil zuerst zu säubern und dann zu streichen. Aber zuerst musste natürlich Farbe gekauft werden – im Cabriolet 🙂

Claudi und ich „oben ohne“.
Unterwegs im Cabriolet – da schau ich aus wie das Kind unterwegs mit den Eltern.
Paddy beim Streichen.

Und so vergeht die Zeit wie im Flug, ohne dass uns langweilig wird oder wir genug voneinander haben. Leider können wir wegen Corona nicht so viel unternehmen bzw. so viele Leute treffen, wie wir gerne würden. An diese Situation muss sich Paddy erst gewöhnen – Maske tragen, Ausgangssperre, nicht einfach Shoppen oder in ein Restaurant gehen zu können oder Freunde zu treffen sind völlig neu für ihn, da das Leben in Neuseeland ganz normal und Covid-frei ist. Aber inzwischen ist auch sein erster Kontrollgriff, bevor er das Haus verlässt, in die Jackentasche, ob er eine Maske dabei hat – man gewöhnt sich an alles. Eigentlich war für dieses Wochenende ein Besuch bei meiner Schwester in Buxtehude geplant, aber da die Situation gerade so unberechenbar ist (Lockdown/kein Lockdown), haben wir beschlossen, das zu verschieben. Letztes Wochenende haben wir in München verbracht, aber dazu dann mehr im nächsten Blog.

Bis dahin macht es gut! Eure gerade sehr glückliche Susi!

Ein Gedanke zu „Zusammen die neue Heimat kennenlernen :-)“

  1. Liebe Susi, ich freue mich für Euch sehr, dass endlich zusammen seid. Und Deiner Erzählungen sind sehr schön und verliebt. Man kann den Glück durchspüren💞Ich wünsche Euch ganz viel Spaß, Harmonie, Zufriedenheit miteinander und, dass Eure Wünsch in Erfüllung geht ✨✨💖💖✨✨Frühlingsgrüße 🌷🌷🌷🌷🌷🌷🌷🌷🌷🌷💃🕺☀️😘

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