Taupo – eine Stadt zwischen Vulkanen, See und Flusslandschaft

Nach ein paar Tagen im wunderschönen Napier machte ich mich am Dienstag auf Richtung Taupo, also von der Ostküste ins Landesinnere. Das hieß 140km mit ordentlich Höhenmetern, nämlich knapp 2000, über zwei Tage verteilt.

Anfangs ging es flach an der Küste entlang aus Napier heraus…

… dann wurde es relativ schnell ziemlich hügelig.

Blöderweise ging es mir aber nicht so gut, irgendwie hat mein Bauch ein bisschen gesponnen, so dass ich ein paar Tage nicht ordentlich gegessen hatte bzw. das Essen immer relativ schnell wieder draußen war. Und so kam, was kommen musste – nach 35 km und bis dahin 800 Höhenmetern saß ich fix und alle mitten im Nirgendwo am Straßenrand. Radeln war an diesem Tag definitiv nicht mehr, und so beschloss ich, mein Glück als Anhalter zu probieren. Und schon nach zwei Minuten hatte jemand Mitleid mit mir, wie ich da so völlig fertig und verschwitzt mit meinem Rad stand. Pete, der gerade nach Rotorua unterwegs war (und für seinen Geschäftstermin eh schon spät dran war), hielt, packte kurzerhand mein Rad mit Gepäck auf sein Auto und los ging’s Richtung Taupo. War ich froh, als ich dort ankam und im Hostel im Bett war!

Den nächsten Tag verbrachte ich dann auch eher ruhiger, schlief erstmal aus und schaute mir dann den Ort ein bisschen an:

Da das Wetter eh nicht so berauschend war und es nachmittags regnete, nutzte ich den Tag zur Erholung, und meinem Bauch ging es dann auch besser, so dass ich mich am Donnerstag fit genug fühlte, die Huka Mountainbike-Trails zu den Huka Falls zu radeln, und das bei schönstem Wetter! Es war ein Traum! Der Trail war super, ziemlich anspruchsvoll, wunderschön durch Wald und am unglaublich grünen bzw blauen Fluss entlang.

Und da die „Craters of the Moon“ nur ein paar Kilometer weiter waren, sah ich mir diese dampfende Vulkanlandschaft auch noch an:

Am Freitag, also heute, stand der beliebteste One-day hike in Neuseeland an, das Tongariro Alpine Crossing. Leider war der Wetterbericht nicht sehr vielversprechend, es waren teilweise heftige Regenfälle angesagt. Ich beschloss, das Risiko trotzdem einzugehen und so saß ich um kurz nach 5.00 Uhr morgens mit 29 anderen Wanderwütigen im Bus Richtung Nationalpark. Um kurz nach 7.00 Uhr ging es los, anfangs noch im Halbdunkel und bei Nieselregen, aber nach einiger Zeit riss der Himmel auf und wir konnten die Vulkanlandschaft bewundern, zumindest kurz:

Leider zog es schon bald wieder zu und man sah nicht mehr so sonderlich viel…

Weiter unten wurde es dann grün, und auch die Sicht wieder besser:

Da ich die meiste Zeit eh nicht viel sah, nutzte ich den Hike zu Trainingszwecken (ok, mir war v.a. kalt 😜) und gab ein bisschen Gas, so dass ich nach 4,5 Stunden als erste am Parkplatz ankam. Dummerweise musste ich dann 2,5 Stunden auf den Bus warten… Aber trotz zumeist schlechter Sicht war der Hike atemberaubenden (und es gab keinen Starkregen), ich hoffe, das kommt auf den paar guten Bildern etwas rüber 😊.

Morgen radel ich weiter Richtung Rotorua, wo es noch mehr vulkanische Aktivität zu sehen gibt.

Viele Grüße aus Taupo!