Trauminsel Aitutaki / Cook Islands

Die letzte Woche meines Sabbatjahres wollte ich nochmal richtig auf einer Trauminsel in der Südsee genießen, und dank eines Tipps einer Freundin fiel die Wahl auf die kleine Insel Aitutaki, die wie Rarotonga ebenfalls zu den Cook Islands gehört. Nach 45-minütigem Flug landete ich vom verregneten Raro im sonnigen Aitutaki. Da meine Woche in Raro wettertechnisch doch eher durchwachsen war, hoffte ich auf besseres Wetter hier. Am Flughafen wurde ich von den Besitzern meines AirB&Bs, Enoa und Ross, schon erwartet, sie luden mein Gepäck und mich ins Auto ein und zeigten mir auf der Fahrt zur Unterkunft schonmal die wichtigsten Orte. Da die Insel sehr klein ist, war das schnell passiert 😜.

Markthalle der „Hauptstadt“ Arutanga.

Blick vom Hafen in Arutanga auf die Bucht.

Ich hatte ein Studio in einem Bungalow mit zwei Studios, aber das andere war leer, so dass ich die gesamte Veranda mit Blick in den schönen großen Garten für mich hatte:

Meine Veranda.

Ausblick in den Garten.

Die Unterkunft war sehr „basic“, hatte aber alles, was ich brauchte, und Enoa brachte öfter Obst aus seinem Garten vorbei und war immer für ein Schwätzchen zu haben.

Am nächsten Tag füllte ich erstmal den Kühlschrank und lief dann die zwei Kilometer zum nächsten Fahrzeugverleih, um mir ein Fahrrad für die Woche auszuleihen. Und ich hatte echt Glück – mein Rad war relativ neu und funktionierte einwandfrei, wenn es auch nicht gerade das sportlichste Modell war…

Ich unternahm gleich mal eine kleine Tour durch den Süden der Insel, und wurde natürlich prompt mal wieder nass! Der Regen hatte mich bis hierher verfolgt 🙄. Hier trotzdem einige erste Eindrücke:

Der nächstgelegene Strand, zu Fuß vielleicht 15 Minuten von meiner Unterkunft aus.

Eine der vielen Kirchen (Vaipae), die die Insel trotz ihrer winzigen Größe hat.

Typisches Inselsträßchen mit Ausblick auf die Lagune – das türkisfarbene in der Mitte 😜.

Blick über die Lagune, in der Ferne ballten sich schon die Regenwolken.

Trotzdem (oder gerade deswegen) tolle Farben.

Am nächsten Tag schien dann endlich die Sonne, und die Insel zeigte sich in ihrer ganzen Schönheit! Da ich das Gefühl hatte, jeden Sonnentag nutzen zu müssen, radelte ich ans andere Ende der Insel, zur Ootu Beach, zum Baden. Ein Traum!!!

Was für ein Idyll! Und diese Farben! Grandios! Da das Wetter die darauffolgenden Tage schön blieb (mit dem ein oder anderen kurzen Regenschauer zwischendurch), verbrachte ich noch einige Tage dort – es war zum Baden der schönste Strand der Insel. Da nahm ich die 20km-Radtour doch gerne für in Kauf 😜.

Wer mich kennt, weiß aber, dass ich nicht nur faul rumliegen kann, und so nahm ich mir die beiden Hügel der Insel vor. Zuerst ging es mit dem Rad hinauf zum Piraki-Lookout, was trotz der geringen Höhe ziemlich anstrengend war, da es erstens ziemlich heiß war und zweitens das Rad nicht fürs Bergfahren gemacht war… Aber wenigstens hatte ich oben ein bisschen Aussicht:

Ausblick vom Piraki-Lookout.

Der Weg durchs Grüne wieder hinunter zur Küste.

Dann radelte ich ein paar Kilometer weiter bis zum Anfang des „Hikes“ zum Mount Maungapu, dem höchsten „Berg“ der Insel. Der Aufstieg war teilweise doch etwas steil, aber sehr kurz – in 10 Minuten stand ich schweißgebadet am Gipfel – wer macht sowas auch in der größten Mittagshitze???

Danach brauchte ich erstmal ein Bad im kühlen Nass!! Hierfür nahm ich einfach den nächstgelegenen Strand, den ich ganz für mich allein hatte! Das Wasser musste ich mir dort allerdings mit Hunderten von Seegurken teilen – sehr eklig, wenn man da aus Versehen drauf tritt (und wahrscheinlich noch unangenehmer für die betroffene Seegurke 😜).

Außer Seegurken gibts hier noch jede Menge Krabben. Leider habe ich die riesigen Coconut Crabs nicht aufs Bild gekriegt, die waren immer ganz schnell in ihren Löchern verschwunden – kein Wunder, landen sie doch gerne bei den Inselbewohnern im Kochtopf! Dafür habe ich diese Exemplare mit ihrer einen großen roten Schere fotografieren können:

Ich mach mir jetzt noch drei schöne letzte Tage hier, frei nach dem Motto, das hier auf Verkehrsschildern zu sehen ist (einfach großzügig über die Grammatik hinwegsehen 😜):

Am Mittwoch geht es zurück nach Rarotonga und von dort über einen Zwischenstopp für eine Nacht in Auckland wieder zurück in die Heimat. Freu mich schon sehr auf München und meine Freunde nach meiner 11-monatigen Reise!

Viele Grüße aus Aitutaki!