Kayaking im Abel Tasman National Park 🚣‍♂️

Nach dem Tag Kayaking im Milford Sound wusste ich, dass ich das unbedingt nochmal länger machen wollte. So durchforstete ich das Internet und buchte schließlich eine 3-Tagestour mit einem zusätzlichen Tag Hiking im Abel Tasman National Park. Ich hatte kurz mit dem Gedanken gespielt, eine 5-Tagestour zu machen, aber das war mir dann schlichtweg zu teuer.

Und so wurde ich Dienstag früh am Hostel per Bus aufgesammelt und nach Marahau gebracht, von wo es per Wassertaxi weiter nach Totaranui ging. Diesen Tag hatte ich für mich allein zum Hiken, am Mittwoch morgen würde ich dann mit der Kayakgruppe zusammentreffen. Am Zeltplatz in Totaranui angekommen, baute ich erstmal das von der Abel Tasman Kayak Company geliehene Zelt auf, schmiss meine Sachen hinein und machte mich dann mit leichtem Gepäck auf meine 6-stündige Wanderung.

Leihzelt erfolgreich aufgestellt 😜.

Die Tour war Teil des mehrtägigen Abel Tasman Great Walks, und so war, zumindest anfangs, auch relativ viel los auf dem Weg. Dieser schlängelte sich durch den Wald die Hügel auf und ab, ging hinunter zu und über wunderschöne Strände und ab und zu gab es eine kurze Kletterei über Steine und Felsen, war also sehr abwechslungsreich. Und immer wieder gab es tolle Ausblicke über karibisch anmutende Buchten und strahlend türkis-blaues Wasser:

Mein erstes Ziel war der Separation Point, eine Landzunge mit Leuchtturm, das die Abel Tasman Sea von der Golden Bay trennt. Dort sollte es neben einem schönen Blick die Steilküste entlang auch Seelöwen zu sehen geben, und ich hab tatsächlich auch zwei gesehen, allerdings nur von sehr weit weg.

Zurück ging es über den Inland-Track und den Gibbs Hill, doch überraschend lang und steil bergauf (und danach bergab), dafür aber mit Ausblick!

Zurück auf dem Campingplatz hüpfte ich kurz ins Meer, verspeiste meine mitgebrachten Brote und fiel todmüde relativ früh in meinen Schlafsack. So wachte ich rechtzeitig zu einem tollen Sonnenaufgang wieder auf:

Pünktlich um 10.00 Uhr kam das Wassertaxi und brachte die beiden Kanadier und mich nach Awaroa, wo unsere Kayakgruppe schon auf uns wartete und eifrig am Organisieren war:

Wir waren die ersten beiden Tage zu zehnt mit den beiden Guides Roy und Balveer: Mary und Dan aus Wales, Julia und Ben aus Deutschland, Christin (Norwegen) und Paul (Frankreich/México), Katie aus Schweden, die beiden Kanadier und ich, eine echt coole Truppe! Nach doch ziemlich zeitraubendem Packen und Beladen der Kayaks und theoretischer Einführung ins Kayaking ging es dann endlich los – bei strahlendem Sonnenschein, spiegelglatter See und nahezu Windstille, ein Traum! Ich war mit Katie in einem Boot, quasi eine deutsch-schwedische Mannschaft 😊. Hier ein paar Eindrücke von unserem Trip:

Während Balveer und Roy mit viel Kreativität (Shelter für Schatten 😊) unseren Lagerplatz für Lunch bereiteten…

… hatten wir Zeit, zu schwimmen, zu faulenzen oder uns die Gegend zu Fuß anzuschauen.

Essen!!! Immer sehr lecker und reichlich 😃.

In action – schließlich will das Essen ja auch verdient werden 😜.

Team GER-SWE 💪🏻, im Hintergrund Team CAN.

Balveer, unserer indisch-veganer Guide, immer voran.

Unglaublich schöne Strände.

Tonga Arches bei Ebbe.

Drei Tage paddelten wir entlang der Küste des Abel Tasman National Park von Awaroa zurück nach Marahau, mit etlichen Zwischenstopps in wunderschönen Lagunen, an Badestränden, Felsinseln und für kurze Wanderungen zu Aussichtspunkten. Jeden Morgen, Mittag und Abend wurden wir von Roy und Balveer mit leckeren Mahlzeiten verwöhnt (natürlich halfen wir mit), und jeden Abend übernachteten wir an einem anderen Zeltplatz, was jedes Mal ziemlich viel Schlepperei bedeutete, denn schließlich mussten die Kayaks ausgeräumt und das ganze Zeug inklusive Kayaks ins Lager gebracht werden. Und morgens das Gleiche mit wieder Beladen. Bei Ebbe war das dann teilweise ganz schön weit zu schleppen…. 😓. Aber mit vereinten Kräften ging es jedes Mal ziemlich flott 💪🏻😃.

Nach zwei Tagen verließen uns Christin, Paul, Ben und Julia, und auch Balveer musste wieder zurück, so dass wir den letzten Abend und den letzten Tag nur noch zu siebt waren:

Jessie, Lizzy, Dan, Roy, Mary und Katie.

Gruppenselfie auf einer kurzen Wanderung.

Roy im Selfie-Wahn 😊.

Da ich unbedingt mal das Single Kayak ausprobieren wollte (und ich sowieso noch nicht genug vom Paddeln hatte), schnappte ich mir mit Roys Erlaubnis sein Boot und paddelte Donnerstag Abend und Freitag früh vorm Frühstück nochmal ein paar Extra(r/st)unden durch die Bucht – was für ein genialer Sport! Außerdem versuchten Katie und ich uns in der Eskimorolle, die uns aber leider nicht gelang… Kayakfahren werde ich auf alle Fälle von jetzt an öfter machen!!

Nach tollen gemeinsamen drei Tagen trafen wir etwas wehmütig Freitag Nachmittag in Marahau ein, hieß es jetzt doch Abschied nehmen! Ich hätte es locker noch ein paar Tage „ausgehalten“ – der Tausch Fahrrad gegen Kayak war echt genial! Im Abel Tasman Kayak-Lager erwartete uns eine Überraschung: Balveer wartete dort auf uns, er war extra an seinem freien Tag gekommen, um sich nochmal von uns zu verabschieden!

Nach einem letzten Mal Kayaks-Ausladen und erster Dusche nach vier Tagen (sonst gabs nur Baden im Meer, dafür aber etliche Male pro Tag) ging es per Bus wieder zurück zum Hostel.

Heute, am Samstag, lege ich mal einen Ruhetag ein und nutze das zum Blogschreiben und zur weiteren Planung. Morgen mach ich einen Strandtag im 12km entfernten Kaiteriteri, ich hoffe nur, dass der Wind morgen weg ist, sonst wird’s anstrengend, der bläst nämlich gerade wie verrückt! Am Montag steig ich dann wieder aufs Radl und fahre weiter gen Osten nach Nelson.

Viele Grüße aus Motueka!