Aranui Tag 8: Fatu Hiva

Samstag auf der Aranui, und heute stand Fatu Hiva und ein 15km-Hike über die Insel auf die andere Seite auf dem Programm. Leider würde der „Hike“ auf der Straße entlang gehen, aber unser Guide Jörg hatte uns tolle Ausblicke versprochen – und ich brauchte dringend etwas Bewegung bei der ganzen Völlerei auf dem Schiff!! 😱

Anfahrt auf Fatu Hiva am frühen Morgen.

Bevor es jedoch losging mit der Wanderung, besichtigten wir zuerst den kleinen Ort Omoa und seinen Kunsthandwerksmarkt:

Bucht von Omoa auf Fatu Hiva.

Tiki im Hafen von Omoa.

Kunsthandwerksmarkt von Omoa.

Frisches Obst zur Stärkung vor der Wanderung.

Musikalische Unterhaltung durch die örtliche Combo.

Die Dame zeigte uns, wie Tapa hergestellt wird – Baumrinde, die zu „Papier“ plattgeklopft und dann bemalt wird.

Außerdem weihte sie uns in die Geheimnisse der Umu Hei-Herstellung ein, ein wohlriechendes Gebinde, das Frauen sich ins Haar stecken.

Nette kleine Kirche von Omoa.

Und dann ging es um 10.00 Uhr endlich los auf die Wanderung. Von den ca 200 Passagieren entschieden sich nur 30 Leute dafür, sie zu machen. Ein großer Teil blieb an Bord der Aranui und ließ sich per Schiff um die Insel herum zu unserem Ziel Hanavave schippern, der andere Teil nahm sich Jeeps und ließ sich an den Wanderern vorbei auf der landschaftlich wunderschönen Strecke dorthin fahren – sehr zum Verdruss der Wanderer, lief man doch dadurch ständig in einer Staubwolke herum! Die Landschaft und Ausblicke war trotzdem atemberaubend:

Aus dem Ort hinaus…

… an der Küste entlang und dann ins Landesinnere den Berg hinauf – immerhin 600 Höhenmeter!

Zwei verschwitzte Deutsche am höchsten Punkt der Wanderung, wo wir mit leckeren Sandwiches und Getränken versorgt wurden.

Unser Guide Jörg bei der wohlverdienten Pause am Gipfel.

Ausblicke auf dem Weg hinunter nach Hanavave:

Britta, Jörg und ich hoch über der Bucht von Hanavave.

Jörg und ich nahmen einen kleinen Umweg zu einem Flüsschen, in dem wir zuerst badeten und danach über die Steine im Fluss zum Dorf hinunterkletterten. So cool!

Im Dorf Hanavave angekommen, stärkte Steffen sich erstmal mit Cocosnuss.

Die drei Damen hatten sich auf dem Kunstmarkt von Hanavave mit Blumenkränzen für den heute Abend anstehenden Polynesischen Abend versorgt.

Britta, Jörg und Helga und Ehemann aus Salzburg beim Sonnenuntergang-Genießen.

Another beautiful sunset.

Nach erfolgreich bewältigter Wanderung stand noch ein Höhepunkt am heutigen Tag an: der Polynesische Abend, mit Essen unter den Sternen und jeder Menge Musik und Tanz:

Rührende Verabschiedung des Barmannes Joe nach 25 Jahren Dienst auf der Aranui – die ganze Mannschaft sang für ihn und überreichte ihm Geschenke, was ihn zu Tränen rührte!

Musik und Tanz mit der lokalen Tanzgruppe aus Fatu Hiva.

Tanzunterricht: der Vogeltanz mit den freiwilligen männlichen Tänzern.

Und danach mit den Tänzerinnen.

Nach den traditionellen Tänzen legte der DJ etwas fetzigere Musik auf, und wir zappelten noch ein wenig zu Discoklängen ab, bevor wir todmüde ins Bett fielen.

Fortsetzung folgt…

Aranui Tag 7: Hiva Oa + Tahuata

Heute standen erneut die beiden Inseln Hiva Oa und Tahuata auf dem Programm – einfach deshalb, weil auch hier der 1.Mai ein Feiertag ist und niemand das Schiff be- oder entladen hätte. Und so legten wir dieses Mal auf der anderen Seite von Hiva Oa an, genauer gesagt in Atuona. Da die Aranui eines der zwei Containerschiffe ist, die die Marquesas mit allem beliefern, was die Insulaner brauchen, wird ihre Ankunft in jedem Hafen sehnsüchtig erwartet. Neben Lebensmitteln bringt das Schiff auch alles an Möbeln, Geräten… und Autos:

Während an Bord und im Hafen fleißig gearbeitet wurde, ging es für die Passagiere an Land auf eine kurze Wanderung zum Friedhof von Atuona, wo zwei Berühmtheiten begraben liegen.

Ausblick über die Bucht von Atuona.

Friedhof mit tollem Ausblick – es gibt sicher düsterere Orte, an denen man begraben sein könnte 😜.

Feierlich bunt geschmücktes Grab.

Das Grab des Malers und Bildhauers Paul Gaugin…

… und eines seiner Kunstwerke – wohl eher nicht das Original… 🤔.

Das zweite berühmte Grab: hier liegt der französische Musiker Jaques Brel begraben.

Der Text von einem seiner Songs.

Eine Sache, die ich an Französisch Polynesien liebe: überall sieht man Leute zusammen musizieren.

Das Gaugin-Museum, das ich mir allerdings nur von außen angesehen habe.

Tikis am Hauptplatz von Atuona vor toller Bergkulisse.

Stolze Künstlerin mit ihrem Kunstwerk auf dem artisan market: eine Karte von Französisch Polynesien auf Tapa, also Baumrinde, gemalt.

Nach der Wanderung und ausgiebiger Ortsbesichtigung ging es zurück aufs Schiff, und während wir genüsslich zu Mittag aßen, brachte uns der Kapitän sicher an einen tollen Strand in Tahuata, den man nur vom Meer aus erreichen kann. Das hieß, dass wir ihn komplett für uns alleine hatten – also für die 200 Passagiere und einen großen Teil der Besatzung… also nicht ganz alleine 😜.

Per Barge wurden alle sicher von der Aranui zum Strand gebracht.

Der Strand von Kokuu auf Tahuata.

Nach 2 Stunden Schnorcheln und Planschen im angenehm warmen Wasser, was auch ein Großteil der Besatzung inklusive Kapitän ausgiebig genoss, wurden wir zurück zum Schiff geschippert. Dort genossen wir noch einen Sunset-Cocktail auf dem Pooldeck:

Clem, ich und Anna beim Sunset-Pina Colada 😊.

Nach dem wie immer superleckeren Abendessen und geselligem Beisammensitzen ging es nach einem weiteren tollen Tag ab ins Bett.

Fortsetzung folgt…

Aranui Tag 6: Ua Pou

Am frühen Morgen des sechsten Tages an Bord der Aranui kamen wir in Hakahau auf der Insel Ua Pou an. Aber vorher gab es einen wunderschönen Sonnenaufgang zu bewundern:

Blick auf Hakahau auf der Insel Ua Pou.

Blick über den Strand auf die noch in den Wolken versteckten Zinnen, für die Ua Pou berühmt ist.

Auf dem Programm stand heute eine kurze Wanderung zu einem Aussichtspunkt hinauf, aber ich hatte keine Lust, mit hundert anderen (möglicherweise sehr langsamen) Menschen den Berg hinauf zu laufen, ich würde das am Nachmittag alleine machen.

Stattdessen schaute ich mir zuerst das Dorf ein wenig an, was aber nicht weiter sonderlich sehenswert war. Und so entschied ich mich schnell dafür, den Berg auf der anderen Seite der Bucht zu erklimmen, um eine schöne Aussicht zu genießen – das war bei der Hitze eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit! Aber der Ausblick über die Bucht und auf die Zinnen belohnte mich für die Mühe!

Bucht von Hakahau.

Die Straße hinauf auf den Berg.

Die berühmten Zinnen fast ohne Wolken.

Hier wachsen sogar Kakteen!

Nach zweistündiger Wanderung kam ich wieder im Dorf an, wo auf dem Farmersmarkt frische Früchte und lokale Musik geboten waren.

Die örtliche Musikgruppe auf dem Farmersmarkt.

Danach gab es eine Haka-Tanzshow vom Feinsten! Die Gruppe aus Ua Pou gewinnt regelmäßig sämtliche Haka-Wettbewerbe:

Eine der Tänzerinnen in ihrem Kostüm.

Der Boss und Choreograf der Gruppe, der außerdem auch auf der Aranui arbeitet und für die Tauch- bzw. Angelfahrten zuständig ist.

Polynesischer Haka.

Nach der Show und einem sehr leckeren Mittagsbuffet in einem lokalen Restaurant machte ich mich auf die kurze Wanderung, die die anderen schon heute morgen gemacht hatten – und ich war ganz alleine unterwegs, ein Traum!

Verdorrte Büsche auf dem Weg nach oben.

Blick über das Dorf, diesmal von der anderen Seite.

Selfie völlig verschwitzt vor den Zinnen.

Oben am Kreuz angekommen.

Blick über die Bucht, in der gerade die Aranui ausgeladen wird. Auf der anderen Seite sieht man die Straße, die ich am Vormittag hochgelaufen war.

Danach lief ich den Weg ein Stück zurück und nahm dann die Abzweigung zu einem wunderschönen weißen Sandstrand, der schon von oben toll aussah! Auf den Marquesas ist das eine Seltenheit, da die Inseln Vulkaninseln sind und falls überhaupt dann schwarzen Sandstrand haben. Wir waren gewarnt worden, dass es hier Nonos (unangenehm bissige Sandflies) und gefährliche Strömungen geben solle – aber das hielt weder mich, noch die drei Franzosen Clem, Hugues und Julie vom Baden ab, und es war suuuuuper!! Wir hatten den ganzen Strand für uns allein!

Danach ging es wieder zurück aufs Schiff, Duschen, Infoveranstaltung, Abendessen und für die, die wollten einen Kinoabend. Ich nutzte die Zeit lieber dazu, mit Paddy zu texten, danach ging’s todmüde von den Wanderungen ab ins Bett.

Fortsetzung folgt…

Aranui Tag 5: Hiva Oa + Tahuata

Früh morgens kamen wir, wie auch in den letzten Tagen bei bestem Wetter, in der Bucht von Puamau auf Hiva Oa an.

Am Pier erwarteten uns schon Geländewagen, die uns zur historischen Kultstätte Te I’ipona brachten, wo es neben Petroglyphen auch die ältesten Tikis in French Polynesia zu sehen gab:

Tikis unter einem Wetterschutz, der natürlich nicht historisch ist 😜.

Einziger bekannter liegender Tiki, der seitlich ein Lama eingeschnitzt hat.

Te I’ipona.

Kirche in Puamau.

Pünktlich zum Mittagessen waren wir wieder alle auf dem Schiff und es ging weiter zur Insel Tahuata, in die Bucht von Vaitahu. Als wir uns der Insel näherten konnten wir schon von Weitem die Rauchwolken am Himmel sehen – der Wald brannte! Wahrscheinlich war das Feuer absichtlich zur Rodung gelegt worden und durch die Trockenheit der letzten Wochen außer Kontrolle geraten.

Zuerst besichtigten wir die sehenswerte katholische Kirche in Vaitahu:

Danach entschied ich mich für eine kurze Wanderung den Berg hinauf zu einem Aussichtspunkt – endlich mal wieder ein bisschen Bewegung!! Bei dem vielen und sehr leckeren Essen und dem vielen Nichtstun wird man echt fett! Da es allen anderen zu heiß war, machte ich mich alleine auf den Weg und genoss die körperliche Betätigung und die Natur.

Blume am Wegesrand.

Atemberaubender Blick vom Aussichtspunkt auf die Bucht und die Aranui.

Kreuz und Marienstatue am Aussichtspunkt.

Blick auf den hinteren Teil der Insel Tahuata.

Nach der Wanderung gab es an diesem Tag nichts Aufregendes mehr, nur noch zurück aufs Schiff, Dusche, Infoveranstaltung für den morgigen Tag, leckeres Abendessen und dann ging es relativ früh ins Bett…

Fortsetzung folgt…

Aranui Tag 4: Nuku Hiva

Am vierten Tag kamen wir endlich in den Marquesas an, so weit liegen diese Inseln weg von Tahiti. Unser erstes Ziel war die größte Insel der Marquesas, Nuku Hiva.

Erster Blick auf Nuku Hiva vom Schiff aus.

Per Jeep ging es ab in die Berge von Taiohae nach Hatiheu und zur archäologischen Fundstätte Kamuhiei. Zu viert quetschten Britta, Steffen, Christian und ich uns in den erstbesten Jeep und genossen die tollen Ausblicke und zahlreichen Fotostopps:

Britta und ich mit Blick über eine der Buchten.

Sehr viel Grün im Inselinneren, obwohl Nuku Hiva vom Schiff aus sehr braun aussah und es in den letzten Wochen wenig geregnet hat.

Bucht von Hatiheu von oben.

Unsere Jeepfahrer in einer unserer Pausen mit einer spontanen Jam Session.

Tourikram…

Eine Einkommensquelle hier ist Copra, Cocosnussfleisch. Hier eine Sammelstelle für die vollen Säcke, die dann per Schiff, also unserem, nach Tahiti gebracht werden.

Polynesische Tanzvorführung für uns in Kamuhiei vor einem riesigen Banyantree.

Jörg beim Erklären von Petroglyphen.

Typisches Haus der Marquesaner früher, links das „Bett“, das mit weichem Material aufgefüllt wurde.

Kirche in Hatiheu.

Einer unserer Fahrer mit Gesichtstatoo.

Ausblick.

Traditionelles Umu – Schwein, alles Mögliche an roots und Gemüse über Stunden im Erdofen zubereitet.

Die (englisch-deutschsprachige) Hälfte der Aranui-Touristen beim Verspeisen des 7-Gänge-Umu-Menüs. Die Franzosen waren in einem anderen Restaurant, da nicht genug Platz für alle gewesen wäre.

Die Kathedrale in Taiohae. Wie überall wurde auch in den Marquesas fleißig missioniert, und im Namen der Kirche Tänze, Gesang und Tatoos verboten, so dass sehr viel marquesanische Kultur und Tradition verloren ging.

„Lebensmittel – Wein – Alkohol“??? Really???

Tourist Information in einem hübschen Gebäude.

Modernes Tiki auf einem Hügel über Taiohae.

Ausblick über die Buchten vom Tiki-Hügel aus.

Beladen des Schiffes mit Containern aus Nuku Hiva – schließlich ist die Aranui nicht nur ein Kreuzfahrtschiff.

An diesem Abend stand noch ein Highlight auf dem Programm: Plancha-Night unter den Sternen, und dafür war das Pooldeck festlich geschmückt und das superleckere Essen draußen aufgebaut worden:

Festlich geschmückte Tafel.

Die Kellner warten schon auf die hungrige Meute.

Der Desserttisch – soooo lecker!!!

Lustige internationale Tischgesellschaft: Anna, Christian, Clem, Britta, ich, Steffen.

Auch für Unterhaltung war bestens gesorgt, zuerst führte Nui und einen traditionellen polynesischen Tanz vor…

… dann gab es eine weitere Tanzeinlage der Aranui Tanzgruppe – allesamt Angestellte der Aranui aus allen möglichen verschiedenen Bereichen.

Danach schwangen wir Touristen dann das Disco-Tanzbein, zusammen mit vielen Leuten aus der Aranui-Crew.

Irgendwann nach der Völlerei und Tanzerei fielen wir nach einem aufregenden Tag ziemlich müde in unsere Betten.

Fortsetzung folgt…

Aranui: Fakarava und ein (Geburts-) Tag auf See

Am zweiten Tag unserer Kreuzfahrt erreichten wir Fakarava, eine Insel im Tuamoto-Atoll. Diese Inseln sind allesamt sehr flach und bestehen hauptsächlich aus weißen Sandstränden (Korallenstränden), türkisfarbenem Wasser drum herum und Palmen – also der absolute Südseetraum! Unser Tagesprogramm sah so aus (wie schon erwähnt alles perfekt durchgeplant):

Der Tag startete durchwachsen, mit teilweise bewölktem Himmel (jedoch trotzdem tollem Sonnenaufgang), etwas Regen und einem wunderschönen Regenbogen (am Horizont kann man, wenn man genau hinschaut, das ganz flache Fakarava erkennen):

Früh um 8.00 Uhr ging es per Barge an den Strand von Fakarava, wo wir schon von einer lokalen Musikgruppe empfangen wurden:

Anna, Britta und ich beschlossen, den Vormittag auf der Insel zusammen zu verbringen und uns zuerst den (sehr übersichtlichen) Ort Rotoava anzuschauen und danach schnorcheln zu gehen. Hier ein paar Eindrücke:

Tourist office in Rotoava.

Idyllisch gelegener Friedhof.

Freiluft-Gottesdienst am Sonntag auf Fakarava.

Schnorchelpause – Britta und Anna.

Da sich die Aufenthaltsdauer der Aranui danach richtet, wie lange die Crew zum Aus- und Einladen der Ladung braucht (und wie weit es zum nächsten Ziel ist), hatten wir nur einen halben Tag in Fakarava, bevor es mittags wieder an Bord ging und die Aranui Kurs auf die noch sehr weit entfernten Marquesa-Inseln nahm. Aber für Unterhaltung war auch an Bord ausreichend gesorgt: am Nachmittag wollte ich mir eigentlich den Vortrag der neuseeländischen Wissenschaftlerin Victoria Andrews anhören, aber der war so langweilig (es war im wahrsten Sinne des Wortes eine „Vorlesung“), dass ich nach fünf Minuten gehen musste – sehr schade, denn das Thema hätte mich wirklich interessiert!

Am Abend gab es eine Pareo-Modenschau mit freiwilligen Passagieren – sehr unterhaltsam!! Meine beiden Roommates Britta und Anna durften da natürlich nicht fehlen und boten eine tolle Show!

Alle „Models“ auf einen Blick 😊.

Hugues, unser männliches Model aus Frankreich. Er war bei allem dabei- von der Modenschau bis zum Haka-Tanz 😃👍🏻.

Meine Roomies Anna und Britta.

Anna’s Catwalk 💃.

Und Britta gleich hinterher – sie hätte von Heidi sicher ein Foto bekommen 😉.

Danach wurde die gesamte Mannschaft namentlich vorgestellt, inklusive ihrem jeweiligen Herkunftsort. Die meisten kommen tatsächlich aus Französisch Polynesien, ein Teil sogar von den Marquesas, nur vereinzelt sind ein paar Europäer und Asiaten dabei. Insgesamt kümmern sich knapp über 100 Menschen darum, dass alles auf dem Schiff funktioniert und die Passagiere happy sind – unglaublich! Es war echt schön, alle persönlich kennen zu lernen, auch Personal, das man normal nicht häufig sieht wie die Frauen aus der Wäscherei oder die Männer aus dem Maschinenraum. Aber das Schöne und wohl Einzigartige an der Aranui ist, das man sich tatsächlich kennen lernt – beim Essen, bei den Feiern, beim spontanen Musizieren in irgendeinem Kabinengang oder auch im Kraftraum. Auf diesem Boot lebt man tatsächlich zusammen 😃.

Das Personal des Restaurants.

Unser Kapitän aus Frankreich.

Den nächsten Tag, meinen Geburtstag, verbrachten wir komplett auf See, d.h. wir konnten erstmal länger schlafen, denn heute gab es Frühstück bis 9.00 Uhr, weil niemand früh an Land musste. Es war ein perfekter Geburtstag: bis auf einen sehr guten Vortrag zur Geschichte der Marquesas von Jörg tat ich den ganzen Tag nichts anderes als bei super Wetter faul am Pool zu liegen und von einem Essen zum nächsten zu gehen 😜. Damit auch ja jeder mitkriegt, dass ich Geburtstag habe, brachten mir meine Roomies ein lautstarkes Ständchen am Pool… 😱😊.

Abends gratulierten mir Nui und Yann dann vor versammelter Mannschaft beim Essen mit Geburtstagstorte, Musik und Tanz – etwas peinlich, aber auch echt süß!

Danach zappelten wir noch eine Runde auf der 80er Party. Ohne uns wäre da gar nichts los gewesen – vielleicht auch wegen der nicht allzu guten Musikauswahl á la ABBA usw. (dabei gab es auch wirklich gute Musik in den 80igern). Wir hatten trotzdem unseren Spaß, v.a. mit den Crew-Mitgliedern, die nur zu gern mit uns das Tanzbein schwangen.

Am nächsten Tag erreichten wir dann die erste der Marquesa-Inseln.

Fortsetzung folgt… 😊

Abenteuer auf der Aranui 5 – Erster Tag

Am Samstag, den 27.04. ging es auf zur Kreuzfahrt zu den Marquesas. Früh um 7.00 Uhr lief ich den kurzen Weg vom Hostel zum Pier und stand vor dem beeindruckenden Container-Kreuzfahrt-Schiff, der Aranui 5, meiner Heimat für die nächsten zwei Wochen.

Nach sehr freundlicher Begrüßung mit Blumenkette, Begrüßungsdrink und Musik und erfolgreichem Einchecken an der Rezeption machte ich mich auf die Suche nach meinem 4er Dorm, das sich praktischerweise auf der gleichen Etage befand wie das Restaurant 😜. Dort lernte ich gleich meine Roommates für die nächsten zwei Wochen kennen, und es hätte nicht besser sein können! Ich würde mit drei coolen Mädels das Zimmer teilen: Anna aus Russland, Clémentine aus Frankreich und Britta aus Deutschland. Wir verstanden uns von Anfang an gut und verbrachten auch außerhalb unseres Dorms viel Zeit miteinander – wir waren auch ziemlich die jüngsten auf dem Schiff…

Unser Dorm-Besetzung: Clementine, ich, Anna und Britta beim Feiern meines Geburtstags in der Skybar😊.

Auch das Dorm übertraf meine Erwartungen bei weitem! Wir hatten zwei Luxus-Bunkbeds mit superbequemen Matratzen, außerdem eine kleine Sitzecke mit Couch und Tisch. Jedes Bett hatte einen Vorhang für ein bisschen Privatsphäre, eine Leselampe und ein eigenes kleines Fach, quasi als Nachttisch. Außerdem hatten wir natürlich ein Bad, das aber im Gegensatz zu unserem Dorm doch recht klein und eng war, vor allem die Dusche… Leider hab ich davon keine Fotos gemacht, aber wen das interessiert, der kann sich auf der Homepage der Aranui ein paar Bilder anschauen 😜.

Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt hatten, ging es zum Pooldeck zur Begrüßungsfeier mit einer tahitianischen Tanzgruppe und Begrüßungscocktail:

Gegen Mittag legte die Aranui vom Hafen in Papeete ab und los ging das Abenteuer Kreuzfahrt zu den Marquesas!

Der erste Tag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens der Abläufe an Bord, der Örtlichkeiten und der Leute. Außerdem gab es eine Sicherheitsübung. Jeden Tag würde es abends eine Infoveranstaltung über den nächsten Tag geben, wozu wir in drei Gruppen aufgeteilt waren (genauso für die Landgänge): die größte Gruppe war die Französisch-sprachige mit ca 100 Leuten, dann die Englisch-sprachige mit ca 60 Leuten, die Deutsch-sprachige Gruppe war mit knapp 40 Leuten die kleinste. Unser deutschsprachiger Guide war Jörg, der schon seit 12 Jahren in Französisch Polynesien lebt und genauso lang auf der Aranui dabei ist. Wir hätten uns keinen besseren Guide wünschen können: immer gut gelaunt und voller Wissen über die Marquesas und Französisch Polynesien brachte er uns hochmotiviert täglich seine Wahlheimat nahe und referierte ausführlich über Themen, die uns interessierten, wie z.B. Schulsystem, Familie, Politik und Atomtests.

Jörg in action bei der täglichen Infoveranstaltung und bei einem unserer Ausflüge 😊.

Auch für unser leibliches Wohl war bestens gesorgt: es gab täglich drei Mahlzeiten – Frühstücksbuffet und jeweils ein Drei-Gänge-Menü zum Mittag- und Abendessen, und das Essen war sensationell (sehr zum Leidwesen meines Gewichts…🙄)!!! Und das super nette, aufmerksame Restaurantpersonal kümmerte sich rührend um uns und begrüßten uns schon ab dem zweiten Tag mit Namen!

Britta, Clem und Christian beim Essen – zu jedem Essen gab es sowohl Rot- als auch Weißwein.

So sah zum Beispiel eine Vorspeise aus.

Mein absoluter Lieblingskellner Moana 😊.

Ansonsten standen neben den super organisierten Landgängen (für mich war das schon fast viel zu durchorganisiert…) auch immer verschiedene Aktivitäten an Bord auf dem Programm. Am ersten Abend spielten die beiden Hauptverantwortlichen für das Unterhaltungsprogramm, Nui und Yann, polynesische Musik in der Veranda-Bar.

Nach einem aufregenden ersten Tag ging es für uns vier Dormmädels relativ früh ins Bett, zumal Britta und Clem wegen der rauen See leider auch mit Seekrankheit zu kämpfen hatten…

Fortsetzung folgt… 😊