Hallo liebe Leser, es ist geschafft, I did it!!! 160 Kilometer um den Lake Taupo herum!!! Yayyyyy!!! Was für ein Erlebnis! Was für ein cooles Wochenende mit coolen Leuten! Drei Tage später spüre ich immer noch meine Beine und bin immer noch müde, aber das war es so was von wert! Aber von vorne:
Am Freitag Vormittag gleich nach dem Putzen machten Paddy und ich uns auf den Weg nach Taupo, unseren Campingplatz wußten wir bei Tracy in guten Händen. Unser Hund Harvey lag schmollend auf seinem Bett und kam nicht einmal raus, um auf Wiedersehen zu sagen… er wusste gleich, als wir packten, dass wir für ein paar Tage weg sein würden. Das Wetter war nicht gut, es war kühl und regnete, aber die Aussichten für Samstag, den Renntag, waren etwas besser, wenn auch nicht toll…

Wir hatten ein AirBnB gemietet, das wir mit Sandy, Craige, Cheryl und Shane teilen würden. Da wir dort erst um 15.00 Uhr einchecken konnten, gingen wir zuerst in die Stadt und warteten bei einem Kaffee auf Sandy und Craige, Cheryl und Shane würden erst am Abend kommen.

Kurz darauf kamen Sandy und Craige an und wir machten uns auf den Weg zur Anmeldung fürs Rennen ins Great Lake Center. Schnell noch die Startgruppe gewechselt auf eine schnellere Gruppe, dann waren wir „fertig“ fürs Rennen am nächsten Tag:



Wir wanderten noch über die Expo in der anschließenden Halle, wo ich drei paar Socken und das diesjährige Taupo-Trikot erstand, dann machten wir uns auf zu unserem AirBnB. Es lag etwas außerhalb des Stadtzentrums in Hilltop, sehr ruhig in einer Nebenstraße, war super gemütlich und gut ausgestattet:




Ich war schon krass nervös und wollte unbedingt nochmal den Kurs mit dem Auto abfahren, um ihn mir nochmal anzuschauen. Gesagt getan – wir vier hüpften ins Auto und erkundeten ein letztes Mal die Strecke. Während Sandy fuhr und sie und ich uns versuchten, die kritischen Stellen einzuprägen (v.a. die Berge), genossen Craige und Paddy die Fahrt auf andere Weise:

Nach der Erkundungsrunde besorgten wir uns im Supermarkt Zeug fürs Abendessen (Pasta natürlich) und saßen noch ein wenig mit Cheryl und Shane, die inzwischen eingetroffen waren, zusammen, bevor’s ins Bett ging. Wer mich kennt, weiß, dass ich vor Wettkämpfen/Rennen/Spielen immer schlecht schlafe, und auch diese Nacht war nicht sonderlich ergiebig, so dass ich froh war, als ich um 6 Uhr endlich aufstehen konnte. Das Wetter war zwar besser als am Vortag, der Regen hatte aufgehört und es war bewölkt, aber ziemlich frisch mit 8 Grad am Morgen (und 14 Grad Höchsttemperaturen am Nachmittag) und sehr windig! Unser Zeug hatten wir am vorigen Abend schon hergerichtet, so dass wir nur noch frühstücken und uns auf die Räder schwingen mussten. Craige und Paddy würden uns zum Start begleiten und dann am Kuratau Hill auf uns mit Getränken warten. Shane war bei einem der Mountainbike-Rennen angemeldet und Cheryl wollte bei allen Starts und Finishs der Clubmitglieder sein, zur moralischen Unterstützung und um Fotos zu machen. Dafür war sie schon in der Nacht um 1 Uhr aufgestanden, um Delwin beim Enduro-Start (320km!!! 2 Runden um den See!!!) zu unterstützen:

Auch der Rest des Tages würde für Cheryl ziemlich stressig werden, immerhin waren 11 Mitglieder des CHB Cycling Bats hier zu verschiedenen Rennen angemeldet:





Nach dem Frühstück schwangen wir uns also auf unsere Räder und wollten den Hinweg zur Startlinie als Aufwärmen nutzen, was aber nur bedingt klappte, den erstens war die halbe Strecke bergab und zweitens hatte ich nach 4 Minuten einen Platten!! Ich bin wohl durch eine Glasscherbe gefahren. Das war gar nicht gut für meine Nerven! Wir riefen Craige und Paddy zu Hilfe, die schnell den Schlauch wechselten und fuhren dann direkt zum Start – Aufwärmen ist ja sowas von überbewertet! 😉
Um 7:50 Uhr startete unser Rennen, und gleich den Berg hinauf! Wir erwischten eine gute Gruppe, mit der wir die ersten Kilometer gut mitgehen konnten, so dass der Start richtig gut lief. Danach ließen wir abreißen und fanden kurz bevor es in den krassen Gegenwind ging, eine Gruppe, die ein für uns gutes Tempo hatte, was es sooo viel leichter machte! Der Wind war nicht schön! Trotzdem lief alles hervorragend bis Kilometer 85, als ich Krämpfe bekam, die ich leider auch bis zur Ziellinie nicht mehr los wurde. Wir stoppten für ein paar Minuten auf dem Kuratau Hill, wo Paddy und Craige uns mit vollen Fahrradflaschen versorgten und ich versuchte, meine krampfenden Beine zu dehnen. Danach stürzten wir uns den Berg hinab Richtung Turangi, mit der Aussicht, endlich bald aus dem Gegenwind rauszukommen. Kurz nach Turangi hatten wir dann endlich Rückenwind, nach 120km! Das war schön, und jetzt warf Sandy den Motor richtig an und wir sausten Richtung Taupo. Leider kamen meine Krämpfe zwischendurch immer wieder, aber in diesem Rennen habe ich gelernt, dass man auch mit Krämpfen radeln kann und die irgendwann aufhören (und auch wieder kommen). Sandy war der Hammer, sie machte die ganze Arbeit und ließ mich im Windschatten fahren, und schaffte es dann noch, mich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36km/h auf den letzten 22km zum Ziel zu bringen – zugegebenermaßen mit viel downhill und etwas Rückenwind – aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich immer noch unter Krämpfen litt, nicht schlecht, oder? Hier ein paar Eindrücke vom Rennen:





Im Ziel war ich total happy, dass ich es erstens geschafft hatte und zweitens unter den Bedingungen (fieser Wind, Krämpfe) unter 6 Stunden geblieben war! Das ist ziemlich in Ordnung für das erste Mal glaube ich. Und das ist die Zeit, die ich nächstes Jahr unterbieten will 🙂
Im Ziel und Event Village angekommen, gab es frische Orangen, die Finisher-Medaille und Getränke – Craige brachte uns gleich eine eiskalte Cola, das war das beste Getränk in meinem Leben ;-). Hier trafen wir auf einen Teil der anderen, die auf uns gewartet hatten, und tauschten erstmal unsere Renngeschichten aus.

Da es schnell kühl wurde, so völlig verschwitzt nach dem Rennen, fuhren wir zurück in unser AirBnB, duschten und aßen eine Kleinigkeit – Hunger hatte ich wirklich nicht, nach dem ganzen Süßkram während des Rennens (Gels, Jetplanes usw), aber laut meiner Garmin hatte ich 3500kcal verbraucht, die mussten wieder aufgefüllt werden. Zu dieser Zeit war Delwin immer noch in ihrem Enduro Rennen unterwegs, deshalb beschlossen wir, zum Hatepe Hill zu fahren und sie für ihre letzten 20km nochmal kräftig anzufeuern.




Nachdem Delwin durch war, und sie sah noch richtig gut aus dafür, dass sie schon 300km in den Beinen hatte, fuhren wir zum Price Giving zurück zum Event Village. Inzwischen war die Sonne richtig rausgekommen und es war sehr angenehm, wenn auch nicht sommerlich.

Hier trafen wir uns auch wieder mit all den anderen Radlern unseres Clubs, tauschten unsere Geschichten aus und warteten auf Delwin, die nach über 16 Stunden glücklich und erleichtert die Ziellinie überfuhr – was für eine grandiose Leistung!!!

Für den Abend war Feiern angesagt – ich wollte Cocktails. Und so zogen wir von der Siegerehrung zum Lonestar, und es gab Bier für die Jungs und Cocktails für die Mädels, yummy!!




Nach kurzem Zwischenstop beim Liquor store kamen wir wieder in unserer Unterkunft an. Cheryl hatte lecker Chicken pasta für uns vorbereitet, die wir uns heute alle redlich verdient hatten und uns jetzt schmecken ließen.

Wir ließen uns noch 1-2 Weinchen / Bierchen schmecken, dann fielen wir todmüde in unsere Betten – was für ein Tag!
Der nächste Morgen begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein bei so gut wie keinem Wind – natürlich! War ja klar! Wir packten unsere Autos, räumten die Unterkunft auf und brachen auf zum Frühstück mit Winnie und Bronnie im Bodyfuel in Taupo. Ich nutzte das superschöne Wetter noch für ein paar Fotos:





Dann trennten sich unsere Wege, einige gingen Christmas shoppen, andere zum Mountain biken und Paddy und ich machten uns auf den Heimweg. Da das Wetter so schön war, beschlossen wir, über die Desert Road und Gentle Annie heim zu fahren, und obwohl es ab Mitte Desert Road zuzog, genossen wir den Umweg in herrlicher Landschaft:


Am Spätnachmittag waren wir wieder zurück auf unserem Campingplatz, und Harvey war überglücklich, uns wieder zu haben! Es war ein tolles Wochenende mit einem coolen Rennen und sehr guten Freunden!
Ende Oktober/Anfang November besuchten uns meine Ex-Kollegin Lisa, ihr Mann Julian und Sohn Jonah für ein paar Tage. Sie nutzten unseren Campingplatz als Basis für Tagesausflüge, und am Abend verbrachten wir einige Zeit zusammen, mit lecker Essen und Wein. War echt schön, auch mal wieder Deutsch zu sprechen 🙂



So, das wars für diese Woche, nächste Woche geht es weniger ums Radfahren ;-). Bis dahin macht es gut und lasst euch nicht so sehr vom vorweihnachtlichen Trubel stressen! Trinkt einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt für mich mit!
Eure Susi

Hi everyone ,Sandy ,Susis cycling buddy here ,just wanted to say as Susi hasnt quite given the full detail, how well she did getting through her first ever 160kms Lake Taupo Challange. She is one stubborn girl and just doesnt give up, which is what I love about her.
The leg cramps she had and they were vicious! She wasnt quitting.
Was even very polite to me after Id said’Have another gel‘ for about the 30th time I did expect her to swear at me!
We definately had some pace on from Kuratau to the finish line about 60kms to complete, she held our 30-40 km pace well an even climbed the last big climb-Hatepe far better than I expected her too given the cramps.
Susis cycling has come on leaps an bounds in the last 6-8 months and she has earnt her Taupo jersey the hard way.
Well done Suz!
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