Kuelap – das Machu Picchu von Nordperu

Am Montag kam ich morgens um 7.00 Uhr in Chachapoyas an. Mein Zimmer im Hostel (jaaaa, nochmal Luxus mit Einzelzimmer! ­čśť) war schon frei, so dass ich mich erstmal noch ein St├╝ndchen hinlegen konnte – Nachtbusschlaf ist halt doch nicht der Beste. Gegen Mittag machte ich mich dann auf, das St├Ądtchen Chachapoyas zu erkunden. Da es nicht sehr gro├č ist, war das auch innerhalb der n├Ąchsten zwei Stunden geschehen… zuerst machte ich mich auf zur Plaza de Armas, die leider gerade Baustelle und dekorativ von einem gr├╝nen Zaun umgeben ist. Die Kolonialh├Ąuser um den Platz herum sind aber auch ganz nett:

Danach machte ich mich auf den Weg zum Mirador de Luya Urco und dem Pozo de Yanayacu, einer heiligen Quelle. Daf├╝r ging es nat├╝rlich einen Berg bzw. etliche Stufen bergauf, wie sollte man sonst einen Ausblick haben?

Nach dem Spaziergang war ich ziemlich hungrig, und so kehrte ich in das nett eingerichtete Caf├ę Fusiones zum sp├Ąten Lunch ein – Salat (yayy, gibts hier nicht so h├Ąufig, damit haben es die Peruaner nicht so) und Juane, ein Maniokklo├č mit Huhn- und Erdnussf├╝llung – sehr lecker!

Dann ging es nach weiterem Stadtbummel zur├╝ck zum Hostel und fr├╝h ins Bett, schlie├člich hatte ich f├╝r den n├Ąchsten Tag eine Kuelaptour gebucht, die um 6.00 Uhr starten sollte.

P├╝nktlich um 6.00 Uhr am n├Ąchsten Tag fuhren wir, eine 12er Gruppe mit 4 Deutschen, 2 Spaniern und 6 Peruanern und einem Spanisch-Englisch-sprachigen Guide (das „Englisch-sprachig“ war allerdings sehr begrenzt) in einem Minibus ca 1 Stunde nach Nuevo Tingo, wo wir erstmal fr├╝hst├╝ckten und dann eine gef├╝hlte Ewigkeit warteten, bis wir um 10.00 Uhr endlich zuerst mit einem Bus zur Seilbahnstation und dann mit der Seilbahn hoch nach Kuelap gekarrt wurden.

Die Seilbahn nach Kuelap: man beachte die durchnummerierten gelben Punkte am Boden, auf die wir uns brav stellen mussten, damit auch ja genau 8 Leute in die Gondel steigen ­čśť.

Ausblick aus der Gondel.

Eigentlich war das schon f├╝r 9.00 Uhr geplant, aber die Busse konnten erst um 10.00 Uhr fahren, weil bis dahin (und ab 14.00 Uhr wieder) an diesem Tag die Stra├če wegen Bauarbeiten gesperrt war. Zus├Ątzlich gab es eine zweite Baustelle mit Stra├čensperrung von 7.00 – 13.00 und 14.00 – 18.00 Uhr auf der Stra├če nach dem Dorf Nuevo Tingo, weshalb wir schon um 6.00 Uhr fr├╝h losgefahren waren. Leider bedeutete das, dass wir in Kuelap selbst nur ca 2 Stunden Zeit hatten, alles anzuschauen, bevor die Stra├če wieder gesperrt war. Au├čerdem konzentrierte sich der Besucheransturm, der sich normal ├╝ber den ganzen Tag verteilt, auch auf diese zwei Stunden, so dass man zeitweise ein echtes Machu Picchu-Gef├╝hl hatte, weil es so voll war. Trotzdem war es interessant, sich diese Ruinen der Chachapoya, die ├╝ber einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten entstanden, anzusehen. Schade (aber auch spannend) fand ich, dass man von dieser Kultur so gut wie nichts wei├č und das meiste, was die Guides erz├Ąhlen, nur Vermutungen sind. Auch das Setting auf 3000m H├Âhe mit genialem Rundumblick ist absolut sehenswert. Hier ein paar Eindr├╝cke:

Besucherzentrum mit Restaurant, Verkaufsst├Ąnden und Toiletten.

Erster Blick auf Kuelap auf dem Weg nach oben.

Blick auf die untere Mauer: die Chachapoya bauten ihre Mauern ohne Ecken, also rund. Au├čerdem waren sie nicht gerade, sondern verliefen wellenf├Ârmig und leicht nach innen geneigt.

Ein Geb├Ąude der Inkas, was man daran erkennt, dass es rechteckig ist. Sie ├╝bernahmen Kuelap von den Chachapoya.

├ťberreste eines Hauses eines wichtigen Mannes der Chachapoya, erkennbar an den Verzierungen. Die H├Ąuser waren ├╝brigens alle rund, mit ca 4m hohen W├Ąnden und einem steilen Strohdach.

Die H├Ąuser standen sehr eng beieinander.

Tolle Ausblicke von Kuelap aus, das auf 3000m H├Âhe liegt.

B├Ąume mit interessanten parasit├Ąren Gew├Ąchsen (keine Ahnung, wie die hei├čen, aber sie schauen sch├Ân aus).

Tiere gibts hier nat├╝rlich auch:

Um 13.00 Uhr rannten wir buchst├Ąblich zur├╝ck zur Seilbahn, um noch durchzukommen, was uns auch gelang. So waren wir p├╝nktlich zum Lunch um 14.00 Uhr wieder zur├╝ck in Nuevo Tingo, den wir uns ordentlich schmecken lie├čen, und dann hie├č es warten bis 18.00 Uhr, bis die Stra├čensperre wieder aufgehoben war. Die Zeit verbrachten wir mit interessanten Gespr├Ąchen (auf Deutsch, war total ungewohnt!) ├╝ber unsere Reisen, ├Âkologische Landwirtschaft und Essen in verschiedenen L├Ąndern.

Fazit: Kuelap ist interessant, schade war allerdings, dass man im Moment wegen der beiden Baustellen nur 2 Stunden dort verbringen kann, w├Ąhrend die ├╝brigen 13 Stunden des Tagestrips ├╝berwiegend aus Warten (und Fahrt und Essen) bestehen.

Morgen werde ich erstmal ausschlafen und dann mit Leonie, einer der Deutschen aus der heutigen Gruppe, eine gem├╝tliche Halbtagestour zum Sonche-Canyon und der Ortschaft Huancas machen.

Viele Gr├╝├če aus Chachapoyas!

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