Der Winter ist hier! Brrrrrr

Hallo liebe Leser, nach einigen Wochen mit überwiegend Sonnenschein und relativ mildem Wetter ist nun der Winter in Neuseeland angekommen. Und wer mich kennt, weiß genau, dass ich Winter und Kälte nicht besonders mag… nach jetzt etwa einer kalten Woche hab ich schon wieder genug von Winter! Zum Glück komme ich ja bald nach Deutschland in den Sommer!

Teile der Südinsel und die Vulkane auf der Nordinsel sind schneebedeckt, auch die Ruahine Ranges haben ab einer gewissen Höhe einen weiße Mütze bekommen, wie ihr auf dem Titelfoto sehen könnt. Hier in Waipawa gibt es keinen Schnee, aber die Nächte und Morgen sind frostig, tagsüber geht es auf um die 10 Grad – leider hat es die gleichen Temperaturen auch IN unserem Haus. Deshalb ist das erste, was ich morgens nach dem Aufstehen mache, Heizstrahler UND Kamin einheizen, denn morgens ist die Temperatur zur Zeit um die 5 Grad in der Küche.

Harvey mag es auch warm – sein Lieblingsplatz nach dem Spaziergang ist direkt vorm Heizstrahler.

Für die Morgenspaziergänge muss man sich jetzt einmummeln, aber wenn die Sonne scheint, ist es wunderschön am Fluss, und Harvey ists egal, er springt trotzdem im eiskalten Wasser herum!

Wenn die Sonne scheint, gönnen wir uns normalerweise nach dem Cleaning eine Tasse Tee in unserem „sunny spot“, der windgeschützt und somit warm ist:

Radfahren in der Kälte ist so gar nicht mein Ding, aber was soll man machen?!? Schließlich will ich ja nicht den ganzen Winter auf dem Indoor trainer hocken, das ist zu langweilig! Und so nutze ich die wärmste Zeit des Tages für mein Training, zumindest solange es nicht regnet oder zu windig ist – ich bin halt doch ein Weichei!

Ende Mai fuhren sechs Radler von meinem Verein (mich mitgezählt) nach Feilding, um an der „Manfeild 6 hour challenge“ teilzunehmen. Wir hatten drei Zweierteams gemeldet, ich würde im rein weiblichen Team mit Sandy starten, Neil und Ann bildeten das Mixed Team und Shane und Des starteten in der Männerwertung. Sandy und ich beschlossen, das Rennen für ein girls weekend zu nutzen und machten uns schon am Samstag mit ihrem Wohnmobil auf den Weg.

Das Wohnmobil ist bereit, unsere Räder sicher befestigt.

Unterwegs machten wir eine kurze Pause in Norsewood und schauten uns die Monster-Aale an:

In Feilding angekommen, machten wir Halt beim örtlichen Supermarkt und besorgten uns unser Abendessen. Dann trafen wir uns mit Des und Deb, die ebenfalls mit ihrem Wohnmobil einen Tag vor dem Rennen losgefahren waren, und parkten direkt an der Rennstrecke für die Nacht. Nach ein paar gemeinsamen Stunden ging es dann ins Bett, der nächste Tag würde früh beginnen, ab 7.00 Uhr war Startnummern-Ausgabe. Schnell bauten wir das Ersatzbett auf, das mein Bett für die Nacht sein würde, und ich schlief dort tatsächlich relativ gut (so gut ich halt vor einem Rennen schlafe…):

Mein Nachtlager in Sandy’s Wohnmobil.

Am nächsten Morgen brachen wir nach einem schnellen Frühstück auf zur benachbarten Rennstrecke, holten unsere Startnummern und besichtigten den Rennkurs. Eine Runde war knapp drei Kilometer lang. Ziel war es, so viele Runden wie möglich in 6 Stunden zu fahren, und die Teams konnten selbst entscheiden, wer wie viele Runden fahren wollte.

Der Manfeild Racecourse.

Wir dachten uns vor dem Rennen, wir wechseln ungefähr alle halbe Stunde, und wenn man am Start/Ziel vorbei käme, würde man der wartenden Teamkollegin Handzeichen geben, so dass sie weiß, sie ist nach der Runde dran. In Wirklichkeit lief es dann doch etwas anders: Ich startete und war nach 6 Runden echt fertig, dann kam Sandy dran und sie blieb viel länger draußen, während ich in den nächsten Turns immer nur 5 Runden fuhr. Am Ende hatten wir 71 Runden (von denen ich, glaube ich, 26 gemacht habe, Sandy den Rest), und gewannen damit die Frauenkonkurrenz, yayyy!! Auch unser Mixed Team mit Neil und Ann gewann ihre Kategorie, während Des und Shane auf dem dritten Platz endeten – ein sehr erfolgreiches Rennwochenende für Cycling CHB!! Vielen Dank auch an unsere großartigen Helfer Jo und Deb, die beim Wechsel die Transponder professionell und in Windeseile vom Fußgelenk des einen Radlers zum Fußgelenk des anderen Radlers transferierten – Weltklasse!!

Shane + Des, Neil + Ann und Sandy + ich nach dem erfolgreichen Rennen.

Was ist sonst noch so passiert in den letzten zwei Monaten? Ach ja, ich bin wieder ein Jahr älter geworden! Irgendwie hatte ich dieses Jahr nicht wirklich Lust auf eine große Party, und so feierten wir mit einem von Paddy gekochten Dinner (Lammbraten) in kleinem Kreis mit ein paar Freunden. Aileen machte leckere Feijoa Margaritas, so war auch für Drinks gesorgt!

Paddy und seine Tochter Liv, Cheryl, Sandy, Paddy’s Schwester Aileen, Craige und Aileen’s Partner Andrew.
Lammbraten mit gemischtem Gemüse, Kartoffeln und Brokkoli mit Käsesauce – sooo lecker!!

Teil meines Geburtstagsgeschenks von Paddy war Dinner und eine Nacht in Napier, und wir hatten Glück mit dem Wetter, es war sonnig und relativ warm. Wir verbrachten den Tag mit Kaffeetrinken gehen und durch Napier spazieren, ganz gechillt, und abends wartete ein leckeres Dinner im Central Firestation Bistro. Hier ein paar Eindrücke:

So, das wars mal wieder von mir aus Neuseeland. In zwei Wochen bin ich schon in Deutschland, freu mich jetzt schon riesig!!! Countdown, nur noch 13x Schlafen, dann geht die Reise los! Bitte bestellt für die Zeit schönes Sommerwetter für mich 😉

Bis ganz bald! Eure Susi

Gute Neuigkeiten: ich komme bald nach Deutschland!!! 🇩🇪

Hallo liebe Leser, heute nur ganz kurz: ich komme vom 24.06.-28.07.25 nach Deutschland!! Yayyyyy!!!! 🥳

Das war ein ganz spontaner Entschluss und ich hatte Kati‘s 40.Geburtstags-Party als guten Anlass (Vorwand?!?), und so schaute ich nach halbwegs bezahlbaren Flügen und buchte kurzfristig. Leider komme ich dieses Mal ohne Paddy, denn einer muss ja hier bleiben und Haus, Hund und Campingplatz hüten. 😢

Ich habe noch keinen genauen Plan, aber wahrscheinlich werde ich die erste und letzte Woche in Kleinostheim (bei Aschaffenburg) bei Claudi und Thorsten wohnen, vom 30.06.-11.07. habe ich eine Unterkunft in München und den Rest mal sehen… wahrscheinlich noch ein paar Tage länger München und Südbayern, bevor ich wieder nach Aschaffenburg/Kleinostheim zurück fahre.

Ich würde mich freuen, so viele Freunde wie möglich zu sehen, also meldet euch gerne, ich bin auch in Deutschland per WhatsApp/messenger/email erreichbar.

Ich freu mich jetzt schon riiiiiieeeesig!!!! Noch knapp 5 Wochen!

Bis ganz bald!

Eure Susi

Eine Woche Urlaub auf der Südinsel

Hallo liebe Leser, nachdem ich euch die letzten beiden Male von der Tour of New Zealand erzählt habe, berichte ich euch heute von unserem anschließenden Urlaub. Da wir nun schonmal auf der Südinsel waren und die Fähre doch recht teuer und die Anreise ziemlich lang ist, dachten wir uns, wir hängen an die ToNZ noch eine Woche an und gehen auf einen Roadtrip. Nach all dem Training und dann der Tour hatte ich mir definitiv eine Woche Fahrradfrei verdient, und damit ich nicht in Versuchung geriet (und um mehr Platz im Kofferraum zu haben), gab ich mein Rad Lee mit, der es netterweise per Dachgepäckträger zusammen mit seinem und Delwyn’s Rad nach Hause brachte – vielen Dank nochmal dafür, Lee!

Am Samstag Morgen nach unserer Abschlussparty wachte ich nicht nur mit etwas Kopfschmerzen auf, sondern musste dann auch feststellen, dass ich in dem ganzen Rennstress mein Handy-Ladegerät in Wanaka vergessen hatte! Und so stand unser Programm für den heutigen Tag schnell fest: Roadtrip zurück über die Crown Range nach Wanaka und dann über Cromwell und Queenstown nach Glenorchy. Nachdem ich die Landschaft der Crown Range am vorherigen Tag nur bedingt genießen konnte (schließlich war ich mit Radrennen beschäftigt), genoß ich den Trip nun umso mehr – und das Wetter war wieder genial!

Am heutigen Tag hatten wir auch Zeit, am Cardrona Hotel einen Lunch-Stop einzulegen:

In Wanaka holten wir mein Ladegerät ab und genossen die Sonne am Seeufer:

Dann machten wir uns auf den Weg zurück nach Queenstown, diesmal über Cromwell, das früher Zentrum des Goldrausches war. Hiervon zeugen noch Überbleibsel von verlassenen Goldsucher-Unterkünften. Da uns die Zeit etwas davon rannte, schauten wir uns das nicht näher an, ein Bild aus der Ferne musste genügen:

Der nächste Touristenstop war die Kawarau Gorge:

Der absolute Höhepunkt des Tages war die Fahrt von Queenstown nach Glenorchy: Hier schlängelt sich die Straße entlang des Lake Wakatipu und bietet tolle Ausblicke über den See und in die Berge! Ich vermisste sofort mein Fahrrad und stellte mir vor, wie toll es wäre, auf dieser Straße zu radeln – trotz der vielen Höhenmeter, die man hier absolvieren müsste. Naja, ein anderes Mal!

Paddy hoch über dem Lake Wakatipu.

In Glenorchy parkten wir unseren Pajero auf dem fast leeren Campingplatz, bauten das Dachzelt auf, holten uns ein paar Lebensmittel vom benachbarten Dorfladen und genossen unser Abendessen am Campingplatz mit Blick auf die Berge.

Danach kuschelten wir uns in unserem Zelt unter der Winterdecke zusammen und schliefen ziemlich schnell ein.

Der Morgen startete eisig kalt, das Dach des Pajero war sogar gefroren! Zum Glück war unsere Decke schön warm, und so konnten wir von unserem Bett aus die Berge in der aufgehenden Sonne genießen:

Da wir heute eine Wanderung machen wollten, konnten wir nicht bis in die Puppen liegenbleiben (obwohl es wegen der Kälte echt verführerisch war), und so brachen wir nach Kaffee und Frühstück auf, wieder Richtung Queenstown. Ungefähr auf halber Strecke befindet sich ein Parkplatz für den Mt. Crichton loop track, den wir wandern wollten. Die Wanderung war wunderschön, und es gab jede Menge zu sehen, von Natur pur über eine historische Goldgräberhütte, einen Wasserfall, einen Tunnel hinunter zum Fluss bis hin zu einer weggeschwemmten Brücke, so dass wir über Steine und Holzlatten, die als provisorische Brücke dienten, den Fluss überqueren mussten (zum Glück war der gerade nicht tief).

Sogar einen echten Goldgräber sahen wir, der im Fluss nach Gold suchte:

Etwas erschöpft von unserem Hike machten wir am Seeufer Pause und genossen die Aussicht, bevor wir uns auf den langen Weg nach Te Anau, unserem nächsten Ziel machten.

Da der Montag kalt und verregnet werden sollte, entschieden wir uns dafür, eine cabin zu mieten statt in unserem Dachzelt zu schlafen. Außerdem hatte ich mir auf der Tour eine Erkältung geholt, und ich wollte nicht riskieren, richtig krank zu werden. Wie sich herausstellte, war das eine gute Wahl – der komplette Montag war verregnet, und so schliefen wir erstmal aus, wuschen dann unsere Wäsche, fuhren für einen Kaffee nach Te Anau hinein, kauften ein paar Lebensmittelmittel im Supermarkt und verbrachten den größten Teil des Tages in unserer Hütte mit Chillen, Lesen und Musik machen – Paddy hatte natürlich seine Gitarre dabei 🙂

Dreckwetter in Te Anau.
Paddy beim Chillen in unserer Hütte.

Für Dienstag war deutlich besseres Wetter angesagt. Anfangs war es noch immer ziemlich wolkig und grau, aber je näher wir dem Milford Sound kamen, unserem Ziel für den heutigen Tag, desto mehr klarte es auf und die Sonne kam heraus. In Milford Sound schien die Sonne von einem azurblauen Himmel! Milford Sound mit Sonne hat Seltenheitswert, ich hatte ihn noch nicht sonnig gesehen, und für Paddy war es ohnehin das erste Mal, dass er da war. Was für ein genialer Tag! So unglaublich schön!!!

Ausblick gleich nach dem Homer tunnel.
Sonniger Milford Sound.

Natürlich taten wir, was alle Touristen tun, wir buchten eine Sound-Rundfahrt, zusammen mit gefühlt 2 Millionen Asiaten und 10 Deutschen ;-). Wir hatten richtig Glück, nicht nur war das Wetter phantastisch, wir kamen sogar in den Genuss, etliche Delphine zu sehen! Hier ein paar Eindrücke:

Wasserfall mit Regenbogen!

Nach einem Blick auf die Karte stellten wir fest, dass wir doch ziemlich weit im Süden von Neuseeland waren und der Weg zurück nach Picton ziemlich lang war. So beschlossen wir, uns in ein paar Etappen auf den Rückweg zu machen, unser erster Stop auf dem Weg in den Norden sollte Oamaru werden. Bevor wir am Mittwoch morgen aufbrachen, zeigte sich uns das erste Mal der Lake Te Anau in seiner vollen Schönheit, auch wenn sich die Berge von Fjordland dahinter immer noch scheu in Wolken versteckten:

Blick über den See in die Berge.
In dieser Richtung sind die Berge leider nicht zu sehen.
Unser Zuhause für die letzten drei Nächte, eine cabin auf dem Lakeview Holiday Park.

Wir verabschiedeten uns von unserer kleinen Hütte und brachen auf gen Nordosten, wo wir nach ca 5 Stunden Fahrt und einigen Zwischenstopps in Oamaru ankamen. Ich war noch nie hier, obwohl der Alps-to-Ocean bike trail hier endet, den ich bei meinem Trip 2018/19 ja gemacht hatte, aber ich war nicht bis ganz ans Ende gefahren. Da hatte ich einiges verpasst! Oamaru ist ein schönes Städtchen, Markenzeichen sind die aus dem hier abgebauten gelben Sandstein gebauten Gebäude, und Steampunk. Wir hatten uns wieder eine cabin auf dem örtlichen Campingplatz gemietet, und nachdem wir ausgeladen hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt. Der Campingplatz liegt direkt am Park und an der Strecke des A2O:

Kaum in der Innenstadt angekommen, bietet sich einem ein fast europäischer Anblick: Aus Sandstein gebaute Häuser!

Auf dem Weg zum Meer kommt man an den Steampunk Headquarters vorbei – leider war das Museum schon geschlossen, das wäre sicher interessant gewesen!

Und dann standen wir am Meer – und dem Endpunkt des A2O cycle tracks!

Auf dem Heimweg machten wir zwei „Getränkestops“ und probierten das hiesige craft beer und Hawke’s Bay Wein (so lustig, Wein aus der Heimat!). Dann liefen wir durch die nun erleuchtete Stadt und den Park zurück zum Campingplatz:

Unser Ziel für den nächsten Tag war Hanmer Springs, denn ich wollte unbedingt zu den Hot Pools! Die Fahrt dorthin war überwiegend echt langweilig, Canterbury ist einfach nur flach und der Highway einfach nur langweilig gerade. Es gibt nicht viel zu sehen, und das Wetter machte es auch nicht besser, es war grau, on and off regnerisch und windig. So waren wir froh, als wir endlich in Hanmer Springs ankamen. Wir hatten uns ein Zimmer in der Kakapo Lodge gemietet, einem echt urigen Hostel, das uns sehr gefiel. Nach dem Einchecken machten wir uns gleich auf den Weg zu den Hot Pools, denn es war schon fast 18.00 Uhr und wurde langsam dunkel. Die meisten Leute waren inzwischen entweder schon weg oder gerade am Heimgehen, so konnten wir die normalerweise ziemlich vollen Pools ohne Menschenmassen (und Kinder) genießen – sooooo schön!!! Zuerst gönnten wir uns einen private pool, dann erkundeten wir den größten Teil der 22 public pools, was für ein Spaß!

Ausgehungert nach einem langen Tag im Auto und ein paar Stunden im heißen Wasser genehmigten wir uns ein leckeres Abendessen in einem benachbarten Restaurant, bevor wir todmüde in unser Bett fielen.

Am Freitag sollte es bis nach Nelson gehen, wo wir Anna und Simon besuchen wollten, unsere deutschen Freunde, die wir vor zwei Jahren in ihrem Urlaub auf unserem Campingplatz kennen gelernt hatten und die letzten September nach Neuseeland ausgewandert sind und sich in Nelson niedergelassen haben. Unser Weg führte uns über den Lewis Pass, durch Murchison hinauf zur Tasman Bay und Nelson. Für diesen Tag waren heftige Regenfälle im Norden angesagt, und wir hofften, es würde nicht ganz so schlimm werden und wir würden die schöne Landschaft ein bisschen sehen und genießen können. Und wir hatten (überwiegend) Glück – hier ein paar Fotos von der Fahrt:

In Nelson angekommen, regnete es zunächst. So sah das von Anna’s und Simon’s Balkon aus aus:

Doch nachdem wir uns ein wenig gestärkt und ausgeruht hatten, klarte es auf und wir brachen zu einem Spaziergang auf:

Nach einem super-leckeren Abendessen wurde dann musiziert – Anna und Simon sind richtig gute Musiker, und das Paddy genial an der Gitarre ist, wisst ihr ja. Ich habe mich hauptsächlich aufs Zuhören beschränkt 😉

Simon und Paddy an den Gitarren und Mikrofon, Anna und ich auf der Couch 🙂

Hier eine Kostprobe, leider ist die Qualität nicht so toll.

Leider hieß es am nächsten Tag Abschied nehmen und schon wieder nach Hause fahren – irgendwie waren unsere zwei Wochen Urlaub (die Tour in der ersten Woche) wie im Flug vergangen! Vielen Dank nochmal für das leckere Essen und den schönen Tag in Nelson, Anna und Simon!

Es würde ein langer Tag werden, der uns zuerst über eine malerische Route nach Picton führen würde, dann mit der Fähre nach Wellington und dann die letzten 3 Stunden nach Hause nach Waipawa. Das Wetter sollte weiterhin teilweise regnerisch sein, aber zum Glück war die See ruhig, so dass es eine ruhige Überfahrt war.

Grauer Morgen, beim Verlassen von Nelson.

Coole Ausblicke am Cullen Point Viewpoint:

Blick auf Picton und die Fähre:

Nach einem langen Reisetag kamen wir spät abends endlich zuhause an, wo wir stürmisch von Harvey begrüßt wurden, und natürlich von unseren Hund- und Haussittern Sofia und John. Was für ein Empfang!! Das war unser Urlaub auf der Südinsel, jetzt wird es erstmal wieder ein Weilchen dauern bis zum nächsten Urlaub…

Sofia und John, unsere Hund- und Haussitter und jetzt guten Freunde aus England. Soooo schön, dass euch der Zufall zu uns gebracht hat, auch wenn der Grund nicht ganz so schön war.

Vielen vielen Dank nochmal an Sofia, John und Tracey, ohne die dieses Abenteuer nicht möglich gewesen wäre, denn irgendjemand muss sich ja um Hund, Haus und Campingplatz kümmern.

So, das wars erstmal von mir! Ich hoffe, euch geht es allen gut und ihr genießt inzwischen schönes Frühlings- wenn nicht sogar schon Sommerwetter. Hier in Neuseeland kommt jetzt der Winter… 😦

Bis zum nächsten Mal! Eure Susi

Die Tour of New Zealand 2025 – Tag 3-5

Stage 3: Fox Glacier – Knights Point (93km, 599 Höhenmeter)

Der dritte Tag der ToNZ startete eisig kalt, aber mit strahlendem Sonnenschein, so dass es schnell aufwärmte. Uns boten sich schon vor dem Start tolle Ausblicke in die Berge, vor allem Mt. Cook, der höchste Berg in Neuseeland mit 3721m Höhe, sah sehr eindrucksvoll aus! Hier ein paar Eindrücke:

Strahlender Sonnenschein begrüßte uns nach dem Aufwachen beim Blick aus unserem Motelzimmer.
Blick in die Berge, mit dem verschneiten Mt.Cook in der Ferne.

Die heutige Etappe startete vom „White Pub“ in Fox Glacier und sollte eigentlich bis nach Haast führen, was etwa 125km und fast 1000 Höhenmeter gewesen wären. Doch wegen Bauarbeiten musste die Strecke gekürzt werden, so dass das Rennen heute schon auf dem Knights Point, einem Aussichtspunkt mit großem Parkplatz, ca 30km vor Haast endete, was uns nicht nur Kilometer, sondern netterweise auch etliche Höhenmeter ersparte 🙂

Heute starteten wir „numb bums“ mit den grün-weißen Trikots der Neuroendocrine Cancer NZ, der charity, die wir in dieser Tour unterstützten und für die wir eifrig Spenden gesammelt hatten – vielen Dank hier nochmal an alle, die für diesen guten Zweck gespendet haben, am Ende konnte ich $751 an Spenden sammeln! Insgesamt kamen bei der ToNZ $18.226 an Spenden für Neuroendocrine Cancer NZ zusammen, gesammelt von 26 Radfahrern der Tour. Ziemlich beachtlich! Im Gegenzug kümmerte sich Michelle als Vertreterin von Neuroendocrine Cancer NZ hervorragend um uns Radler – vor, während und nach den Rennen gab es Süßigkeiten, Mac&Cheese oder Suppe und jede Menge Anfeuerungsrufe!

Die „5 numb bums“ mit Michelle von Neuroendocrine Cancer NZ vor dem Start.
Unser Team macht sich bereit für den Start. Noch trugen die meisten Armlinge, Delwyn sogar eine Weste, aber relativ schnell wurde es warm genug für kurze Sachen.

Und dann ging es los! Da wir inzwischen doch schon ein paar Rennkilometer in den Beinen hatten, fühlten sich die ersten Kilometer etwas zäh an, doch nachdem wir warm waren, ging es erstaunlich gut. Das schöne Wetter und die tolle Landschaft halfen natürlich erheblich!

Die „5 numb bums“ in action: Lee, ich, Sandy, Winnie und Delwyn.
Lee und ich mit einer Gruppe von Radlern.
Susi allein unterwegs (irgendwie hatte ich mein Team hinter mir verloren), aber nur für ein paar Kilometer.
Die „4 old spokes“ in bester Team-Manier: Robbie, Des, Shane und Neil.
Die letzten Kilometer den Berg hinauf zum Knights Point.
Endlich oben angekommen – das Ziel der heutigen Etappe!

Während die Athleten unserer beiden Radteams sich abstrampelten, ging unsere Support-Crew (Paddy, Craige, Sandra und Bronnie) ein wenig auf Sightseeing Tour und besichtigte den Fox Glacier. Hier ein paar von Paddy’s Bildern:

Lee und Delwyn im Ziel!
Zielfoto mit den „numb bums“ und den „old spokes“.
Und nochmal mit der Aussicht übers Meer: Lee, ich, Delwyn, Sandy und Winnie.

Danach stärkten wir uns am Motorhome der Neuroendocrine Cancer NZ mit von Michelle gekochten Mac&Cheese – yummy!!!

Lee beim Auffüllen der leeren Kohlenhydratspeicher.

Paddy und ich liefen dann noch kurz zum Aussichtspunkt, schließlich waren wir ja doch irgendwie auch Touristen:

Dann packten wir die Räder auf Lee’s Autodach und machten uns auf den Weg nach Haast, wo wir ein Motelzimmer gebucht hatten. Nach der dringend benötigten Dusche setzten wir uns mit Lee, Sandra, Winnie und Bronnie in die Sonne und genossen ein Bierchen, bevor wir zum Hotel aufbrachen, wo die zweite Pelotonparty stattfand. Wie schon am vorherigen Abend bekamen wir dort Zwischenstände, Informationen zur nächsten Etappe, aber auch Informationen über die charities, über Julien Dean und die Organisatoren und Helfer der Tour.

Simon, einer der Organisatoren, und Tour Ambassador Julien Dean.

Da wir inzwischen halb am Verhungern waren, entschieden wir numb bums uns dafür, im von unserem Motel benachbarten Pub essen zu gehen – wie viele andere auch, und so kam es zu langen Wartezeiten bis wir endlich unser Essen hatten. Aber die Burger waren sehr lecker!

Lee, Paddy, Bronnie, Winnie und Sandra – immerhin zwei hatten ihr Essen schon!

Danach ging es nur noch ins Bett, morgen stand ein anstrengender Tag mit zwei bergigen Etappen bevor, und einem mit 9 Uhr vergleichsweise frühen Start.

Stage 4.1: Haast – Makarora (81 km, 970 Höhenmeter)

Der vierte Tag der Tour startete mit einer Hiobsbotschaft: Winnie würde nicht an den Start gehen können, er hatte sich einen Infekt eingefangen, und so würden wir numb bums nur zu viert unterwegs sein. Für die Mannschaftswertung war das kein Problem, da nur die ersten drei Radler gewertet werden. Da Sandy gute Chancen darauf hatte, ihre Altersklasse zu gewinnen, bekam sie für die letzten beiden Tage einen „Freifahrtschein“ und durfte ihr eigenes Tempo gehen.

Lee und ich am Start in Haast. Es war noch ziemlich kühl am Morgen, wie man sehen kann…
Blick entlang des Haast River in die Berge – dort wartete der Haast-Pass auf uns…
Wunderschöne Ausblicke in die Berge.

Das Rennen begann relativ „gemütlich“, wir radelten in einer großen Gruppe, angeführt von Julien Dean, der ein relativ gemächliches Tempo anschlug. Die ersten ca 50km waren flach bzw. sehr langsam ansteigend, bevor es dann 10 km teilweise sehr steil den Haast Pass hinaufgehen würde.

Julien Dean beim Anführen unserer Gruppe, ich (man sieht nur meinen Schuh) und Delwyn dicht dahinter.

Ein paar hundert Meter vor uns konnte ich Sandy sehen, die ganz allein ihr Rennen bestritt. Da mir das Tempo von Julien zu langsam war und ich dachte, Lee und Delwyn würden mir folgen, gab ich Gas und versuchte, Sandy einzuholen, was mir schließlich auch gelang, Lee und Delwyn waren jedoch in der Gruppe geblieben. Ein paar Kilometer radelten wir zu zweit, bevor eine große Gruppe um die „4 old spokes“ uns überholte und wir uns anhängten. Im flotten Tempo ging es zusammen bis zum Fuße des Haast-Passes.

Noch war ich in der Gruppe unterwegs…
… bevor ich am Berg abreißen lassen musste – aber da muss eh jeder sein eigenes Tempo finden.
Echter Teamgeist: Neil hilft Robbie den Berg rauf, der mit heftigen Rückenschmerzen zu kämpfen hatte.
Dementsprechend happy kamen die „4 old spokes“ dann ins Ziel der ersten Etappe des heutigen Tages.

Sandy hatte ein richtig gutes Rennen und kam nicht weit hinter den „4 old spokes“ ins Ziel, und auch ich war dank der schnellen ersten 50km nicht wahnsinnig weit hinter Sandy. Allerdings musste ich mich ganz schön den Berg hinauf quälen, das war echt kein Spaß! Die restlichen knapp 20km zogen sich für mich dann wie Kaugummi, da ich ganz allein unterwegs war und keine Gruppe hatte, in der ich mich erholen konnte. Ich war fix und alle, als ich endlich in Makarora ankam, und hatte keine Ahnung, wie ich weitere knapp 50km schaffen sollte…

Delwyn und Lee kamen dann ein paar Minuten nach mir ins Ziel, sie hatten sich die Zeit für ein Selfie am Haast-Pass genommen 🙂

Gipfel-Selfie: Lee und Delwyn.

In Makarora hatten wir ca 1,5 Stunden Pause, die wir dazu nutzten, unsere Kohlenhydrat- und Flüssigkeitsspeicher wieder aufzufüllen und uns zu erholen. Außerdem schlüpften wir aus den nass geschwitzten Sachen in unsere schwarzen Team-Trikots. Michelle von Neuroendocrine Cancer NZ nutzte die Pause dazu, alle Radler für ein Foto zusammen zu trommeln, die ihre charity unterstützten, und die meisten trugen auch das von ihnen gesponserte Jersey:

Die meisten der 26 Radler, die Neuroendocrine Cancer NZ als ihre charity gewählt und unterstützt hatten.

Stage 4.2: Makarora – Hawea (46 km, 571 Höhenmeter)

Bevor es wieder auf die Räder ging für die zweite Etappe des Tages, gab es noch ein paar Worte von Julien Dean:

Kurzes race briefing und ein paar motivierende Worte von Julien.

Erstaunlicherweise hatte ich mich in der Pause doch ganz gut erholt und hatte keine Probleme, mit Lee und Delwyn mitzuhalten. Sandy war schon kurz nach dem Start entschwunden, doch wir drei blieben für diese Etappe zusammen. Ich war mega-dankbar, dass Lee die gesamte Führungsarbeit leistete – meine Beine waren ziemlich fertig, vor allem bergauf! Lee hingegen schien noch super-frisch zu sein und musste ein paarmal von Delwyn und mir gebremst werden, weil wir nicht mithalten konnten. Diese Etappe war für mich landschaftlich die schönste (obwohl alle echt toll waren), und der strahlende Sonnenschein machte alles noch schöner! Wir fuhren zuerst am dunkelblauen Lake Wanaka entlang, bevor es nochmal ziemlich steil über „The Neck“ rüber ging zum Lake Hawea:

Lake Wanaka und die Berge im Hintergrund.
Lake Wanaka.
Lee in front, dahinter ich und Delwyn und noch ein paar andere.
Und noch einmal – ich konnte sogar noch/wieder lächeln 😉
Die „4 old spokes“ beim Hinauffahren des „necks“ zwischen den beiden Seen – was für ein Anblick mit den Bergen im Hintergrund!

Erschöpft aber glücklich rollten wir in Hawea über die Ziellinie und wurden von Sandy, den „4 old spokes“ und natürlich unserem Support-Team begrüßt, die dort schon auf uns warteten. Ziemlich müde und kaputt stieg ich ins Auto, und wir fuhren zu unserem AirBnB in Albert Town bei Wanaka. Der Abend wurde erwartungsgemäß nicht sehr lang, wir duschten, gingen in das benachbarte Restaurant zum Abendessen und dann ging es relativ früh ins Bett. Morgen wartete die letzte Etappe auf uns – eine 50km-bergauf-Fahrt zum Crown Range Summit!

Stage 5: Wanaka – Crown Range Summit (36 km, 787 Höhenmeter)

Das Wetter war erneut einfach nur traumhaft, die Sonne strahlte vom Himmel und wärmte die kühle Morgenluft relativ schnell auf. Wir trafen uns am Hotel, wo die Mehrzahl der Teilnehmer untergebracht war, denn dort würde auch der Start der heutigen Etappe sein. Meine Sorge, dass meine Beine zu kaputt sein würden für ein Rennen, erwies sich zum Glück als unbegründet, ich fühlte mich echt gut!

Die „5 numb bums“ und die „4 old spokes“ vor der letzten Etappe dieser Tour.
Und hier nochmal die „4 old spokes“ Neil, Shane, Robbie und Des.
Vorstartstimmung – alles bereit für den letzten Teil der ToNZ!

Pünktlich um 9.00 Uhr ging es los – die letzte Etappe der ToNZ 2025! 36 km bergauf, das klang nicht gerade angenehm. Überraschenderweise aber war es überwiegend gut machbar, denn bis auf die letzten 5 km ging es nur recht gemächlich mit geringer Steigung bergauf. Sandy suchte sich wieder eine schnellere Gruppe, um wenn möglich ihre Altersklasse zu gewinnen, während Lee, Delwyn und ich zusammen blieben. Winnie hatte beschlossen, diese Etappe trotz angeschlagener Gesundheit zu fahren, aber sagte gleich zu Beginn, dass er in seinem eigenen Tempo fahren würde und wir nicht auf ihn warten sollten. Erneut leistete Lee den Löwenanteil der Führungsarbeit, er war echt in Topform! Auch meine Beine waren überraschend gut, und selbst die letzten, ziemlich steilen Kilometer waren zwar hart, aber nicht so schlimm wie den Haast-Pass hinauf. Trotzdem war ich überglücklich, als ich die Ziellinie überfuhr – es war geschafft!! Das viele Training hatte sich bezahlt gemacht, wir hatten alle Etappen wirklich gut absolviert! Was für ein cooles Erlebnis!!!

Langsam ging es den Berg hinauf…
Das berühmte Cardrona Hotel – leider war keine Zeit für einen Drink 🙂
Eines der Begleitfahrzeuge.
Der letzte Part dieser Etappe war ziemlich steil…
Geschafft!! Endlich im Ziel am Crown Range Summit!
Das obligatorische Gipfelfoto 🙂
Best supporter in the world!! Vielen Dank für alles, Paddy! Ohne dich wäre das so nicht möglich gewesen (auch im Vorfeld mit dem vielen Training, best boss ever :-))
Best team ever!! Die „5 numb bums“ mit Lee, Winnie, Sandy, Delwyn und mir. Es war mir eine Ehre, Teil dieses Teams gewesen zu sein!
Blick vom summit Richtung Queenstown.
Einfach nur atemberaubend schön!

Nach den obligatorischen Zielfotos sausten wir ein paar Kilometer auf unseren Rädern den Berg hinunter – wo bleibt der Spaß, wenn man nur den Bergauf-Teil hat?!? – bevor unser Support-Team uns aufsammelte und nach Queenstown ins Event Center brachte, wo die Siegerehrung und Verabschiedung stattfinden sollte. Bevor wir mit Mittagessen versorgt wurden hieß es jedoch für den Großteil der Teilnehmer: Räder auseinandernehmen und verpacken:

Unser Team war da fein raus, denn Sandy, Winnie, Lee und ich würden ja noch ein paar Urlaubstage dranhängen, und Delwyn gab Lee ihr Rad mit, so dass es nicht verpackt werden musste. Deshalb gönnten wir uns entspannt einen Kaffee, während die „old spokes“ packten:

Sandy, Bronnie, Winnie, Delwyn und Paddy beim Kaffeetrinken.

Dann gab es für alle ein Lunchpaket und die Abschlussveranstaltung startete. Neben zahlreichen Abschlussreden und vielen Danksagungen an die Organisatoren, die charities, Julien Dean und die Teilnehmer gab es eine Tombola mit coolen Preisen wie Fahrrädern, und schlussendlich die Siegerehrungen (zumindest die Kategorien, in denen Sieger schon feststanden). Unsere beiden Teams belegten jeweils den zweiten Platz in ihrer jeweiligen Kategorie. Wie sich einen Tag später herausstellte (Sandy konnte es nicht glauben, rechnete alle Zeiten nach und fand heraus, dass wir eigentlich gewonnen hatten), hätten wir erster sein sollen, aber was solls, es war ja keine Weltmeisterschaft.

Auch unsere Individualergebnisse konnten sich sehen lassen: Robbie gewann seine Altersklasse, Sandy wurde zweite und ich dritte in unseren jeweiligen Altersklassen. Außerdem wurde Sandy als erste Frau im Ziel der letzten Etappe geehrt, grandiose Leistung!

Julien bei seiner Abschlussrede.
Alle lauschten gebannt (oder müde?)
Siegerehrung für die „mixed category“: zweiter Platz für die „numb bums“.
Siegerehrung für die „corporate category“: zweiter Platz für die „old spokes“.

Für die letzte Nacht hatten wir uns ein Zimmer in einem fancy Hotel in Queenstown gebucht – was für ein Luxus! Wir hatten sogar eine Badewanne, was ich gleich mal ausnutzte – meine geschundenen Muskeln freuten sich sehr über das heiße Bad!

Abends trafen wir uns im „Lonestar“ für unsere Abschlussparty -nach dem wochenlangen Training und dem erfolgreichen Abschluss der ToNZ hatten wir uns das redlich verdient! Und was für eine Party das war! Ich habe keine Ahnung, wie viele Runden shots geflossen sind, aber meinem Kopf am nächsten Tag nach zu urteilen definitiv zu viele 😉

Lee, Sandra, Craige, Sandy, Robbie und Paddy brühten über der Speisekarte.
Die linke Seite des Tisches hatte sich anscheinend schon entschieden 🙂
Da schauen Sandy und ich schon seeehr glücklich aus! 😉

Das war unser großes Abenteuer „Tour of New Zealand 2025“! Wer weiß, vielleicht gibt es ja 2027 eine Fortsetzung?!

Im nächsten Blogbeitrag erfahrt ihr mehr über den anschließenden Urlaub, den Paddy und ich auf der Südinsel verbrachten.

Die Tour of New Zealand 2025 – Tag 1 und 2

Unser Radl-Club CHB Bats war mit zwei Teams bei der ToNZ vertreten, dem A-Team „4 old spokes“ mit Neil, Des, Shane und Robbie, und dem zweiten Team, den „5 numb bums“ mit Sandy, Lee, Winnie, Delwyn und mir. Die Tour würde uns von Greymouth in 6 Etappen an 5 Tagen zum Crown Range summit führen, zuerst entlang der Westküste, dann den Haast Pass hinauf, entlang zweier Seen nach Wanaka und von dort die Crown Range hinauf bis zum höchsten Punkt, wo das Ziel dieser Tour war.

Übersicht über die ToNZ 2025.

Stage 1: Greymouth – Hokitika (31km, 93 Höhenmeter)

Der Transalpine Express aus Christchurch kam ein wenig verspätet im zu der Zeit sonnigen Greymouth an, und mit ihm die Mehrzahl der Radler, die an der Tour teilnahmen, unser A Team, die „4 old spokes“ und unser Teammitglied Delwyn eingeschlossen.

Zunächst galt es für die Neuankömmlinge, ihre Räder zusammenzubauen und renntüchtig zu machen, während wir anderen unsere race kits abholten und Räder und Helme mit unseren Teilnehmer-Nummern und timing tags versehrten. Unser support team sprang den Transalpine Radlern zur Seite und half tatkräftig beim Montieren der Räder.

Hier wird kräftig ausgepackt und montiert.
Paddy und Robbie in unseren Team-Shirts beim Zusammenbauen von Robbie’s bike.
Des und Craige ebenfalls bei der Arbeit.
Unsere beiden CHB Bats teams in ihren neuen Team-Outfits: v.l. Robbie, Lee, Delwyn, Neil, Winnie, Shane, ich, Sandy, Des.

Und dann ging es endlich los! Während sich dunkle Wolken am Himmel zusammenbrauten, stiegen wir auf die Räder und radelten zum Aufwärmen zum 9km entfernten Startpunkt der heutigen ersten Etappe. Kaum hatten wir Greymouth verlassen, fing es auch schon an zu regnen, na toll!!

Vor dem Start gab es ein kurzes Race briefing, und dann ging es endlich los! Zum Glück waren wir alle gleich in der ersten Startgruppe, so dass wir nicht lange in unseren bereits nassen Klamotten warten mussten. Und los ging es Richtung Süden. Nach wenigen Minuten begann es plötzlich zu schütten wie aus Eimern, in Sekunden waren wir alle tropfnass und das Wasser schwappte in unseren Schuhen. Wenigstens hatten wir einen krassen Rückenwind, so dass wir die erste Etappe mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36km/h absolvierten. Am Ende kam dann sogar die Sonne durch! Lustig war, dass keiner wirklich wusste, wo die Ziellinie war, so dass wir alle bis in die Stadtmitte von Hokitika alles gaben, obwohl das Rennen schon ein paar Kilometer vorher hätte enden sollen…

Unsere tropfnassen Radler nach der ersten Etappe: Sandy, Neil, ich, Robbie, Winnie, Lee und Delwyn.

So schnell wie möglich fuhren wir in unsere diversen Unterkünfte und hüpften unter die Dusche, um nur ja nicht krank zu werden. Die Mehrheit der Athleten hatte Unterkünfte in Hokitika, während ich für Sandra, Lee, Paddy und mich ein AirBnB im ein paar Kilometer entfernten Ross gebucht hatte, wo am morgigen Tag die nächste Etappe starten würde. Um unsere Radl-Sachen wenigstens halbwegs trocken zu kriegen, nutzten Lee und ich alle Möglichkeiten, die unser Häuschen zu bieten hatte:

Unsere Räder bekamen den Ehrenplatz in der Glas-Veranda, die Klamotten hingen über den Stühlen und die tropfnassen Schuhe kamen in den Schrank neben den Boiler.

Danach trafen wir uns zum gemeinsamen Dinner im „Stumpers“ in Hokitika, frisch geduscht und „in Zivil“ 🙂

Frisch gestärkt und nach ausführlichem Austausch über die heutige Etappe fuhren wir im strömenden Regen zurück nach Ross. Es sollte eine unruhige Nacht werden, denn es war sehr stürmisch, und neben diversen Regengüssen gab es am frühen Morgen dann auch noch Hagel! Das konnte ja heiter werden!

Stage 2: Ross – Franz Josef (107 km, 960 Höhenmeter)

Der Morgen sah noch recht trübe aus, aber je näher der Rennstart rückte, desto mehr klarte es auf, und pünktlich zum Start hatte es aufgehört zu regnen und man konnte sogar hier und da blauen Himmel sehen! Heute würden wir in unserem schwarzen Team-Outfit ins Rennen gehen. Hier ein paar Eindrücke von vor dem Start:

Die heutige Etappe war die erste lange Etappe dieser Tour, und sie führte uns zuerst entlang der Westküste und dann etwas mehr ins Landesinnere durch atemberaubend schöne Landschaft gen Süden und näher an die Berge. Bald kam die Sonne heraus und die Temperaturen wurden sehr angenehm, und es war kaum Wind – traumhafte Bedingungen! Ich genoss die gesamte Etappe, sogar die Hügel, die wir erklimmen mussten, denn mein Training hatte sich bezahlt gemacht, ich fühlte mich topfit und konnte nicht nur das Rennen, sondern auch die Landschaft genießen. An diesem Tag wechselten Lee, Sandy und ich uns mit der Führungsarbeit ab (das sollte sich in den nächsten Tagen ändern), während Winnie und Delwyn die Nachhut bildeten. Es war so cool, die Tour in einem Team zu fahren, besonders in diesem!

Lee’s Foto (wie auch immer er es schafft, während eines Rennens zu fotografieren!?!): Sandy, zwei dahinter ich, dann Winnie in rot, dahinter Delwyn.
Getränkestop bei unserem Support Team, die sich vorbildlich um uns kümmerten und die gesamte Tour für uns Sportler so viel einfacher machten! Vielen Dank Paddy, Craige, Sandra und Bronnie!!!
Shane und Des von den „old spokes“ während des Rennens – immer ein Lächeln auf den Lippen 😉
Ein Eindruck von der Landschaft, durch die wir radelten – Blick Richtung Berge.
Und so sehe ich auf dem Rad aus – man beachte die knallgelben Überschuhe!

Nach knapp vier Stunden kamen wir im Ziel an, wo es dann auch wieder zu regnen begann. Aber wenigstens waren wir während des Rennens trocken geblieben, es schien sogar überwiegend die Sonne! Dort sammelten Sandra und Paddy Lee und mich auf und fuhren uns zu unserer Unterkunft in Fox Glacier, wo der Start der morgigen Etappe sein würde. Die anderen hatten Unterkünfte in Franz Josef. Nach dem Duschen machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Franz Josef zur Peloton-Party, wo wir viele interessante Informationen über die hier vertretenen charities erfuhren, aber auch so einiges über den Tour Ambassador Julian Dean (Ex-Profi und mehrmaliger Tour de France-Radler) und die Tour-Organisatoren. Danach gab es ein leckeres Buffet, an dem wir die im Rennen geleerten Speicher wieder auffüllten.

Zusammensitzen nach dem zweiten Renntag – heute doch etwas müder als noch am Tag zuvor.

Nach der Peloton-Party, die wilder klingt als sie es war, da ja noch drei Renntage anstanden, ging es relativ früh ins Bett. Rennstart am nächsten Tag würde erst um 10 Uhr sein, da die meisten Athleten erst zum Startpunkt nach Fox transportiert werden mussten. Wir hatten es da besser, unsere Unterkunft war ja in Fox.

Fortsetzung folgt… 🙂

Anreise zur Tour of New Zealand – das große Abenteuer startet!

Am 5. April war es endlich soweit, das große Saison-Highlight war fast da und wir machten uns auf die lange Reise nach Greymouth auf die Südinsel! Vier Monate hartes Training (zwischen 300-420km pro Woche und viele viele Berge hinauf – und natürlich wieder hinunter) würden sich nun hoffentlich bezahlt machen… Das Auto war voll gepackt mit Urlaubs- und Radzeug, und unsere Haus- und Hundesitter Sofia und John waren gebrieft und in unser Haus eingezogen, es konnte losgehen!

Dachzelt auf unserem treuen Pajero, Camping-/Urlaubs- und Radlzeug im Kofferraum. Und wie immer die Sorge, etwas Wichtiges vergessen zu haben…
Sofia und John mit Harvey – die besten Hundesitter der Welt!

An diesem Tag fuhren wir bis Wellington und verbrachten die Nacht auf dem Campingplatz in Lower Hutt, nachdem wir uns ein leckeres Abendessen im Thai-Restaurant „Smile Elephant“ in Petone gegönnt hatten:

Super-leckeres Abendessen! Das war ein gelungener Start in den Urlaub!

Am nächsten Morgen ging es mit der Fähre nach Picton auf die Südinsel. Auf der Fähre trafen wir uns mit meinen restlichen Teamkollegen und ihren Partnern, nur Sandy und Craige würden mit einer etwas späteren Fähre kommen, und Delwyn würde erst in Greymouth zu uns stoßen.

Treffen auf der Fähre: Bronnie, Winnie, Sandra, Lee und Paddy.

Wir hatten Glück mit dem Wetter, es war sonnig und relativ warm, und die See war sehr ruhig, so gut wie kein Wellengang. Paddy und ich genossen die Überfahrt an Deck in der Sonne, während Sandra und Lee sich eine Kabine genommen hatten, um etwas Schlaf nachzuholen, da sie die halbe Nacht durchgefahren waren. Die Überfahrt ist wirklich traumhaft, vor allem der Teil durch die Sounds, aber seht selbst:

In Picton angekommen, suchten wir uns ein Café und genehmigten uns Lunch während wir auf Sandy und Craige warteten, die nur eine halbe Stunde später ankamen.

Die „numb bum“ crew ist (bis auf Delwyn) vollständig – alle Radler (bis auf mich, einer muss ja fotografieren) und support crew sind heil in Picton angekommen.

Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Greymouth, das etwa 350km von Picton entfernt an der Westküste liegt. Wir genossen unseren Roadtrip in vollen Zügen, das Wetter war schön und unterwegs gab es einiges zu sehen.

Wunderschöne Landschaft auf dem Weg in die Berge.
Kurzer Stop am Lake Rotoiti bei Saint Arnaud.

Der nächste Sightseeing-Stop war die Buller Gorge swing bridge, wo man theoretisch auch per Flying Fox zurück über den Fluss hätte „fliegen“ können, aber wir bevorzugten die Hängebrücke:

Am frühen Abend erreichten wir Greymouth und unser AirBnB, das wir uns mit unseren „Roomies“ Lee und Sandra teilten. Wir hatten ein großes Haus mit jeder Menge Platz ganz für uns vier, genial!

Lee und Sandra in unserem Wohnzimmer.

Zum Dinner ging es zu Monteith’s Brewery, und nach einem langen Reisetag fielen wir danach relativ früh todmüde in unsere Betten.

Sonntag war pre-race day, und so nutzten wir den Morgen für eine kleine Trainingsfahrt, um unsere Beine zu lockern und sicherzustellen stellen, dass unsere Räder die Reise gut überstanden hatten. Wir radelten an der Küste entlang Richtung Norden, mit tollen Ausblicken über das Meer und die hügelige Küstenlandschaft. Vier der fünf „numb bums“ unterwegs an der Westküste – nur Delwyn fehlte, sie würde am nächsten Tag mit unserem anderen Team, den „4 old spokes“ mit dem Zug aus Christchurch kommen.

Während die „numb bums“ ein letztes Training absolvierten, besichtigte unsere support crew die berühmten „pancake rocks“. Hier ein paar Fotos von Paddy:

Sandra, Bronnie und Craige genießen die Aussicht.

Nach einer Erfrischungs- und Lunchpause trafen wir uns am Nachmittag zu einer kurzen Wanderung zum „Coal creek fall“, die Bronnie ausgekundschaftet hatte. Auf einem gut ausgebauten Wanderweg ging es durch den Wald, vorbei an Pilzen in allen möglichen Farben, entlang eines kleinen Flüsschens bis hin zum Coal Creek Wasserfall. Die ganze Zeit lag der Geruch von Kohle in der Luft, der vom Flüsschen aufstieg. In dieser Gegend wurde früher Kohle abgebaut und verschifft. Hier ein paar Eindrücke von unserer Wanderung:

Unser Ziel, der „Coal creek fall“.

Die Wanderung war echt schön, zum einen, weil ich Hiking eh gerne mag und der Wasserfall sehr sehenswert war, zum anderen aber auch, weil es eine gute Ablenkung war, so langsam wurde ich nämlich nervös… Zum Abendessen gingen wir erneut zu Monteith’s Brewery, und danach wartete eine sehr unruhige Nacht auf mich, ich war einfach schon zu nervös, um gut zu schlafen.

Da wir erst um 13.30 Uhr am Bahnhof sein mussten, um die anderen vom Transalpine Zug zu empfangen und unsere race kits abzuholen, hatten wir den ganzen Vormittag für ein bisschen mehr Sightseeing (und Ablenkung) zur Verfügung. Der Tag startete kühl und nass, das konnte ja toll werden!!

Der Blick aus unserem Wohnzimmerfenster am Morgen offenbarte nichts Gutes: Regen!

Nach dem Frühstück trafen wir uns mit den anderen und fuhren zur Southern Breakwater viewing platform, von wo aus man in eine Richtung über das Meer schaut, in die andere Richtung über Greymouth in die Berge. Das Wetter sah so gar nicht verheißungsvoll aus… und von den Bergen war vor lauter Wolken nichts zu sehen.

Am Strand von Greymouth gibt es ein „Haus“ aus Treibholz, das ständig größer wird – wohnen wollte ich dort zwar nicht (ist doch etwas luftig), aber es war schon interessant zu sehen, und jemand hat wirklich versucht, es wohnlicher zu machen:

Und dann riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam durch! Meine Hoffnung auf ein trockenes Rennen später wuchs. Aber noch hatten wir reichlich Zeit bis dahin und so wanderten wir weiter zu einem kleinen Verteidigungsstand (pillbox) am Strand, der für die Verteidigung gegen mögliche Angreifer im zweiten Weltkrieg gebaut worden war:

Zum Mittagessen fuhren wir zurück in den Ort und gönnten uns Scones und Kaffee – ich war zwar nervös, brauchte aber trotzdem einen Kaffee zum Aufwachen, da die Nacht nicht sehr ergiebig gewesen war…

Pünktlich um 13.30 Uhr standen wir am Bahnhof, um unsere Teamkollegen zu empfangen, die das volle Tour of New Zealand-Paket gebucht hatten, inklusive Unterkünfte und einer Fahrt mit dem Transalpine Express von Christchurch nach Greymouth.

Die Greymouth Town Clock.
Warten auf den Transalpine Express 🙂

Vom Rennen selbst erzähle ich euch dann mehr im nächsten Blog!

Fortsetzung folgt…

Lampenfieber vor dem großen Rennen…

Hallo liebe Leser, heute gibt es nur einen kurzen Blogbeitrag, mehr eine Ankündigung für das, was in den nächsten zwei Wochen kommen wird und worüber ich (dieses Mal hoffentlich zeitnah) berichten werde: Es ist Donnerstag Abend, morgen geht es los nach Wellington, am Samstag früh geht es mit der Fähre nach Picton auf die Südinsel und dann in ein paar Stunden Fahrt nach Greymouth, wo wir den ganzen Sonntag zum Ausruhen und Vorbereiten auf den Rennstart am Montag haben. Unglaublich, jetzt ist es tatsächlich soweit! Was im September, als wir uns für die „Tour of New Zealand“ anmeldeten, noch soooo weit weg schien, ist endlich hier! Nach drei Monaten hartem Training und zwischen 300-420km wöchentlich auf dem Rad fühle ich mich fit und bereit (glaube ich), ebenso wie meine Teamkollegen.

Vorletzten Samstag trafen wir uns zu einem besonders bergigen Training bei Delwyn in Napier, leider war Winnie schon anderweitig verplant und so waren die numb bums nur zu viert. Delwyn hatte allerdings für „Ersatz“ gesorgt, ihre Freundin Jan begleitete uns, und so waren wir trotzdem zu fünft. Das Wetter hätte nicht besser sein können, nachdem der Morgennebel sich verzogen hatte, strahlte die Sonne vom Himmel über eine wirklich atemberaubend schöne Landschaft. Die Aussicht ließ uns (fast) die anstrengenden Bergauffahrten vergessen, die downhills waren dann umso toller! Am Ende zeigte das GPS 125km und 2045m Höhenmeter an – was für ein Ritt! Danach gönnten wir uns Lunch und Getränke in einem Café in Taradale!

4 numb bums: Delwyn, Sandy, ich und Lee. Nur Winnie fehlte.

4 numb bums und Jan in der Mitte.
Belohnung nach dem harten Training 🙂

Vergangenen Samstag gab es das letzte Teamtraining, wir radelten mit unserem zweiten Team, den „4 old spokes“, zusammen den Kurs der „Tour de Beautiful“, verglichen mit unserem ride die Woche zuvor echt harmlos, aber trotzdem fast 120km, allerdings nur die Hälfte an Höhenmetern.

Blick aufs Meer vor dem downhill Richtung Porangahau.
Kurze Pause: Lee, Robbie, Shane, Neil und Des.

Am Dienstag fand das letzte Clubrennen der Saison statt, ein Massenstart über 20km. Unsere beiden Teams traten das erste Mal in den neuen Trikots für die „Tour of New Zealand“ an, wir sahen echt gut aus. Leider habe ich nur ein Foto von Shane und Des aus dem anderen Team, aber ich werde Fotos von meinem Team bei der Tour hochladen.

Shane und Des in den neuen Trikots – ready to race!

Morgen heißt es nun Packen, Fahrrad putzen und Auto beladen, dann geht es los! Ich bin echt schon ziemlich aufgeregt (und ein kleinwenig nervös), das wird ein tolles Erlebnis! Nach dem Rennen machen Paddy und ich noch eine Woche Urlaub auf der Südinsel. Wir haben noch keinen Plan, was wir genau machen werden, aber ich bin sicher, es wird uns nicht langweilig 🙂

Zum Schluss noch eine Bitte: Wie schon im vorherigen Blog erwähnt sammle ich im Rahmen der ToNZ Geld für Neuroendocrine Cancer NZ. Es wäre toll, wenn ihr mir helft, mein Spendenziel von $500 zu erreichen, momentan stehen wir bei $285. Vielen Dank schonmal! Hier nochmal der link:

https://tourofnewzealand25.grassrootz.com/net-cancer-nz/susanne-franz

Drückt mir bzw. uns die Daumen für das Rennen, und verfolgt hier mit, wie es läuft und was wir sonst noch so treiben. Ich werde auch wieder auf Polarsteps posten, dort könnt ihr live mitverfolgen, wo wir gerade sind.

Bis bald! Eure Susi

Nachtrag: Dezember 2024-März 2025

Hallo liebe Leser,

in diesem Blog hole ich ein bisschen nach, was in den letzten vier Monaten so passiert ist. Am 13.Dezember war Paddy’s Geburtstag, und da er keine Party wollte, verbrachten wir den Tag ganz romantisch zu zweit. Zum Frühstück gab es neben Essen auch Geschenke:

Das Geburtstagskind mit seinen Geschenken.

Teil seines Geschenks war ein Tag in Napier, ein romantisches Dinner im Bistro Central Firestation und anschließende Übernachtung in unserem Dachzelt auf dem Campingplatz, so dass wir beide etwas trinken konnten. Es war ein wunderschöner heißer Sommertag (die ganzen letzten Wochen waren sonnig und warm gewesen), und gleich nach dem Putzen machten wir uns auf den Weg nach Napier. Zunächst schlenderten wir durch die Stadt und stoppten für einen kleinen Lunch, bevor es zum Campingplatz ging, wo wir unser Dachzelt aufschlugen. Es war genial, auf dem ganzen Campingplatz waren vielleicht drei Leute!

Nach kurzer Ruhepause machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Da wir etwas zu früh dran waren für unsere Dinner-Reservierung genehmigten wir uns einen Aperitif im benachbarten Pub.

Danach ging es ins Central Firestation für ein grandioses Dinner mit leckerem Wein – sehr feudal und in einem tollen Ambiente:

Das Bistro Central Firestation in Napier.
Paddy mit unserem leckeren Essen! Zur Vorspeise hatten wir schon Sauerteigbrot mit gesalzener brauner Butter – yummy!!!

Vollgefressen wie wir waren brauchten wir danach einen ausgedehnten Abendspaziergang, und der milde Abend lud förmlich dazu ein, ein wenig umherzuwandern. Hier ein paar Eindrücke:

Den Abschluss bildete eine romantische warme Nacht in unserem Dachzelt und ein leckeres Frühstück in einem Cafe am nächsten Morgen, bevor es wieder nach Hause ging. Ich muss zugeben, dass ich mich ein kleinwenig mitbeschenkt habe mit diesem Geburtstagsgeschenk 😉

Weihnachten war ziemlich unspektakulär, dieses Jahr feierten wir in sehr kleinem Rahmen nur mit Paddy’s Tochter Livi, da alle anderen Familienmitglieder sich in Wellington bei Greg und Tilly zum Feiern trafen. Da Weihnachten unsere Hauptsaison startet, war das für uns keine Option, und so genossen wir ruhige Weihnachten zu dritt:

Livi mit ihrem Geburtstags- und Weihnachtsgeschenk.

Ich hatte ein Päckchen von Bettina aus Deutschland geschickt bekommen, lauter leckere Sachen aus der Heimat! Vielen vielen Dank!

Weihnachtsgrüße von Bettina aus der Heimat :-).

Am Nachmittag des 25.12. hatten wir unsere permanents zu einem kleinen Umtrunk eingeladen, und alle, die hier waren, kamen, so dass es ein lustiger und lebhafter Nachmittag wurde. Später schauten auch noch Baez, Jane und ihr Sohn und Roy und Wendy vorbei. Zum Glück hatten wir an diesem Tag Glück mit dem Wetter, es war trocken und heiß!

Das sollte sich leider schon vom nächsten Tag an ändern – das Wetter schlug um und es blieb kalt und relativ nass für den Rest des Dezembers und den gesamten Januar durch! Das hat uns ganz schön unser Hauptsaison-Geschäft vermasselt, es war so ruhig wie noch nie zu dieser Jahreszeit – aber wer will schon in Kälte und Regen campen?!? Doch davon ließen wir uns unsere Silvesterparty natürlich nicht zerstören! Wir räumten kurzerhand einen Teil von Paddy’s Workshop aus und schleppten Sofas und Sitzmöglichkeiten herbei, platzierten die Bands im benachbarten Teil und bauten zusätzlich einen Pavillon direkt davor auf. Dann heizten wir den Kamin im Workshop ein und wärmten uns zusätzlich mit Tanzen und Alkohol auf – alles kein Problem. Natürlich fiel die Party deutlich kleiner aus als gewohnt, letztes Jahr kamen um die 200 Leute, dieses Jahr waren es wohl so um die 50, aber jede Menge Spaß und gute Musik hatten wir trotzdem! So hießen wir das neue Jahr gebührend willkommen:

Aufbau des Pavillons, wie man sieht in langen Klamotten und Jacken (die meisten jedenfalls)!
Sandy und ich hatten auf alle Fälle Spaß!
Die „MonotoneNZ“ sorgten für jede Menge Bewegung 🙂
Harvey war das neue Jahr (und die laute Musik) ziemlich egal!

Nach sehr kurzer Nacht und ziemlich hartem Aufstehen trafen wir uns zum Katerfrühstück bei uns in der Küche – normalerweise hätte das draußen auf unserer Veranda stattgefunden, aber das Wetter spielte auch im neuen Jahr nicht so richtig mit.

Katerfrühstück am Neujahrs-Morgen.
Harvey war auch ein bisschen verkatert und müde am Neujahrstag.

Dass es wirklich kalt war im Januar, beweist dieses Foto – Schnee in den Ruahine Ranges, im Januar, mitten im Sommer!!!

Brrrr, saukalt! Auch wenns nett aussieht….

Wie schon erwähnt, war der Januar wettertechnisch nicht gerade toll, so dass es auch auf unserem Campingplatz verhältnismäßig ruhig blieb. So hatte ich jede Menge Zeit für mein Radl-Training, schließlich musste ich bis Anfang April fit werden. Und so starteten mein Team „5 numb bums“ und ich und unser A Team, die „4 old spokes“, im Januar mit ernsthaftem Training für die Tour of New Zealand – jede Menge Kilometer und Höhenmeter! Zum Glück wurde das Wetter ab Schulferien-Ende schön und sommerlich (nicht sehr nett für die Schüler und Lehrer), so dass ab Anfang Februar unser Geschäft busy wurde. Da machte das Arbeiten gleich viel mehr Spaß!

Am ersten Märzwochenende machte ein großer Teil unseres Radl-Vereins einen Ausflug nach Taupo, denn dort fand am Samstag der Ironman Triathlon statt, an dem eine unserer Radlerinnen, Jo Baker, teilnahm. Doch nicht nur sie, auch ihre ganze Familie bestritt dort die halbe Ironman Distanz als Team, Tochter Laken sogar allein alle drei Disziplinen – was für eine Familie! Und so holte mich Cheryl am Samstag in aller Frühe ab und wir machten uns auf den Weg, um Jo zu unterstützen. Wir kamen gerade rechtzeitig an, um sie in der Transition Zone vom Schwimmen zum Radfahren zu sehen, und sie sah gut aus! Leider erwischte ich sie nicht auf einem Foto, aber so sah die Transition Zone aus:

Transition zone – das Wetter war zu diesem Zeitpunkt kühl und bedeckt, perfekt also.

Kurz nachdem Jo auf ihrem Rad davongebraust war, um die 180km in Angriff zu nehmen, trafen Cheryl und ich uns mit Craige und Sandy. Wir alle hatten unsere Räder dabei, damit wir von einem Event zum nächsten fahren konnten, und so machten wir uns nun auf zum NZMCA Campingplatz 8km außerhalb von Taupo, da Craige und Sandy ihr Wohnmobil dort hatten und praktischerweise der Radkurs dort vorbei ging. Wir postierten uns an einer Ecke und feuerten die vorbeisausenden Radfahrer an, während wir auf Jo warteten. Dank der Tracking App wussten wir halbwegs genau, wann sie wo war. Zu unserem Leidwesen fing es an zu regnen, aber netterweise durften wir in einem umgebauten Pferdeanhänger unterschlüpfen, so dass wir nicht völlig durchnässt wurden.

Zum Glück hörte es bald wieder auf zu regnen und die Sonne kam heraus, so dass es bei der letzten Disziplin, dem Marathon, echt warm wurde – gut für die Zuschauer, nicht so gut für die Läufer… Jo war nach Schwimmen und Radfahren in ihrer Alterskategorie zweite, echt klasse! Das Laufen gehört nicht zu ihren Paradedisziplinen, da sie Knieprobleme hat und so teilweise gehen musste. Wir hüpften also wieder auf unsere Räder und fuhren zurück nach Taupo, wo wir in Cheryl’s und meinem Hotelzimmer eine kurze Pause einlegten, bevor wir entlang der Marathonstrecke in die Stadtmitte liefen. Der Marathon wurde entlang des Seeufers gelaufen, 4 Runden mussten absolviert werden, das war sehr Zuschauer-freundlich! Überhaupt war das ganze Riesen-Event perfekt organisiert!

Spaziergang entlang des Sees für uns, Marathon für die Teilnehmer.
Blick über den See Richtung Tongariro.
Cheryl und Craige an der Marathonstrecke – inzwischen brauchten wir echt Sonnencreme!
Hier einer der Profi-Läufer an der Transition Zone.
Und hier kam Jo, angefeuert von Cheryl und Sandy! Noch drei Runden…

Zwischendurch mussten wir Zuschauer uns natürlich stärken, so ein Ironman dauert den ganzen Tag! Und so hatten wir leckere Drinks und Dinner, während die Athleten schwitzten!

Cheryl, Winnie, Craige and Bonnie mit kühlen Drinks in der Hitze.

Inzwischen war es Abend geworden, und wir wurden mit einem tollen Sonnenuntergang verwöhnt, während Jo (und viele andere) noch immer auf der Strecke war.

Blick auf die Vulkane im Sonnenuntergang.
So sah der Zieleinlauf am Ende aus, sehr stimmungsvoll! Und jeder Athlet wurde mit den Worten „you are an ironman!“ vom Moderator empfangen. Das muss ein tolles Gefühl sein, es geschafft zu haben!
Und hier kam Jo um die Ecke auf den Zieleinlauf zu, nach über 13 Stunden! So krass! Was für eine tolle Leistung!

Wir warteten nicht mehr auf Jo, da wir annahmen, dass es eine Weile dauern würde bis sie aus dem Zielbereich herauskommen würde, und sie würde sicher gerne mit ihrer Familie ihre phantastische Leistung feiern wollen. Gut gemacht, Jo, das war sehr beeindruckend!!!

Wir machten uns auf den Weg zurück zum Hotel und fielen erschöpft in unsere Betten. Am Morgen trafen wir uns mit Craige und Sandy zum Frühstück mit Aussicht über den See, bevor es wieder nach Hause ging:

Cheryl, Sandy, Craige und ich beim Frühstück am Seeufer.

Das war so das Wichtigste, was seit Dezember passiert ist. Im nächsten Blog (den ich hoffentlich auch in den nächsten paar Tagen schreiben werde) gibt es eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse von September bis Dezember, dann seid ihr wieder komplett im Bilde 😉

Zum Schluss nochmal ein Spendenaufruf für unsere charity auf der Tour of New Zealand: es wäre echt toll, wenn ihr mich dabei unterstützen könntet, mein Spendenziel von $500 für „Neuroendocrine Cancer NZ“ zu erreichen, wie ich (und mein Team) finde ein echt guter Zweck. Vielen Dank für eure Unterstützung!

https://tourofnewzealand25.grassrootz.com/net-cancer-nz/susanne-franz

Macht es gut bis zum nächsten Blogbeitrag!

Eure Susi

Wow, März 2025!! Wie die Zeit verfliegt!!

Hallo liebe Leser,

schön, dass ihr trotz meiner laaaaaangen Pause wieder hier vorbei schaut! Irgendwie war immer was los (oder ich war einfach zu faul), so dass mein letzter Blogbeitrag inzwischen 8 Monate her ist – wie die Zeit verfliegt!

Zu allererst mal das Wichtigste: Paddy, Harvey und mir geht es gut, wir sind alle gesund und munter. Neuigkeiten gibt es nicht sehr viele, aber natürlich haben wir so einiges gemacht und unternommen seit ihr letztes Mal von mir gehört habt. Ich werde euch das Wichtigste zumindest in Kurzform schreiben, so dass ihr wieder auf dem Laufenden seid. Ich fange mal bei dem an, was mich zur Zeit am meisten beschäftigt: die Vorbereitungen auf die „Tour of New Zealand“, ein fünftägiges Radrennen, dass über 450km von Greymouth bis fast nach Queenstown führt. Falls euch Details interessieren, schaut auf deren Website vorbei: https://www.tourofnewzealand.co.nz.

Unser Radl-Club wird mit zwei Teams vertreten sein, die schnellen „4 old spokes“ mit Neil, Shane, Des und Robbie und das (etwas langsamere) Team „5 numb bums“ mit Sandy, Lee, Delwyn, Winnie und mir. Seit Januar trainieren wir 5-6x wöchentlich (300-400km pro Woche), teilweise zusammen, teilweise solo und bauen unsere Ausdauer und hill climbing Fähigkeiten aus. Im Januar starteten wir, die „numb bums“, das erste Mal als Team mit einem Heimrennen, der „Tour de Beautiful“ über 100km. Da Lee noch von einer Covid-Erkrankung geschwächt war, waren wir nur zu viert, und das Rennen diente als Standortbestimmung, das wir ohne großes Training absolvierten. Die Stimmung war gut, die Leistung noch ziemlich durchwachsen (vor allem bei mir), aber es war ein guter Start in all das, was wir in den folgenden 2,5 Monaten trainieren würden.

4 der 5 numb bums: Sandy, ich, Winnie und Delwyn.

Jeden Samstag trafen wir uns um 7.00 Uhr in der Früh für eine lange Trainingsfahrt, also 100km oder länger, die von Woche zu Woche bergiger wurde. Zum Glück war uns das Wetter überwiegend wohl gesonnen, nur hin und wieder erschwerte der Wind das Radeln. Hier ein paar Eindrücke:

Winnie, ich, Neil und Sandy auf dem Farm Road loop.
Sandy und Shane auf der Norsewood-Runde.
Ausblick über die Hügel in der Morgensonne.

Natürlich darf das Vergnügen und vor allem der Kaffee nicht zu kurz kommen, mindestens ein Kaffee-Stop am Ende (manchmal ein zusätzlicher in der Mitte) ist Pflicht!

Robbie, Shane, Lee und Winnie genießen die Morgensonne in Norsewood.
Große Trainingsgruppe an diesem Tag: ich, Shane, Sandy, Robbie, Neil, Lee und Delwyn. Nur Des und Winnie fehlten.
Trainingsrennen vergangenen Dienstag: Sandy, Winnie, ich und Lee (4/5 numb bums).

Letztes Wochenende starteten vier der fünf „numb bums“ und das komplette „old spokes“ Team beim Laskey Bush Ride über die 125k Distanz, einem ziemlich bergigen Rennen (1460 Höhenmeter), in Mangatainoka. Ich fuhr am Freitag schon hin, holte unsere Startnummern ab und fuhr den Kurs mit dem Auto ab – das würde seeeeehr anstrengend werden!! Dann baute ich mein Dachzelt auf und wartete auf Sandy, die mit ihrem Wohnmobil am Abend nachkam.

Zelt war aufgebaut, Zeit für eine kurze Radtour bevor Sandy kam.
Gesammelte Startnummern.
Abendessen im Wohnmobil: von Sandy gekochte Chicken Pasta und Salat, yummy!
Abendstimmung am Fluss.
Die Tui-Brauerei, wo am nächsten Tag das Rennen starten und enden würde.
Gut gelaunte Mädels bevor es ins Bett bzw ins Zelt ging.

Am nächsten Morgen trafen wir uns mit den anderen Teammitgliedern und einigen anderen Radlern aus Central Hawke’s Bay – wir waren eine recht große Gruppe, die über verschiedene Distanzen radeln würden:

Alle Radler aus Central Hawke’s Bay.

Und dann ging es um 9.00 Uhr los auf die 125k lange Runde. Leider lief es nicht gut für mich, nach 90km musste ich völlig erschöpft aufgeben – der 8km lange Anstieg über die Hügelkette war nach über 80km ohnehin schon hügeliger Fahrt an diesem Tag einfach zu viel. Das war eine bittere Enttäuschung nach all dem Training, da hieß es Nachjustieren der Flüssigkeit-und Nahrungsaufnahme während des Rennens und noch mehr Bergtraining… Meine Teamies waren jedoch echt gut und fit und beendeten das Rennen erfolgreich! Trotz des bitteren Endes für mich war es ein schönes Rennen mit einem tollen Team in atemberaubender (sprichwörtlich!) Landschaft!

4 numb bums kurz nach Beginn des Rennens.

Jetzt sind es noch 2,5 Wochen bevor es losgeht, d.h. die nächsten 1,5 Wochen steht noch hartes Training mit vielen climbs an, die Woche vor dem Rennen nur noch lockeres Training, so dass die Beine bis zum Start der Tour erholen können. Ich freue mich schon riesig auf dieses Abenteuer, wo wir nicht nur an unsere körperlichen und psychischen Grenzen werden gehen müssen, sondern wo wir auch neue Leute kennen lernen, atemberaubende Landschaften sehen und einen guten Zweck unterstützen werden. Denn neben einem coolen Radrennen ist diese Veranstaltung ins Leben gerufen worden, um für verschiedene wohltätige Zwecke Geld zu sammeln. Mein Team hat sich dafür entschieden, „Neuroendocrine Cancer NZ“ zu unterstützen, das heißt, wir haben uns dazu verpflichtet, $500 pro Radler an Spenden zu sammeln, das in Forschung und Hilfe für Betroffene fließen wird. Es wäre toll, wenn der ein oder andere von euch ein paar Dollars/Euros übrig hätte und sie dieser Stiftung spenden würde. Hier der link, der euch direkt auf meine Spendenseite führt, wo ihr neben dem momentanen Spendenstand auch Informationen zur Tour of New Zealand und natürlich der Neuroendocrine Cancer NZ Stiftung findet. Vielen dank schonmal an alle, die spenden 🙂

https://tourofnewzealand25.grassrootz.com/net-cancer-nz/susanne-franz

So sieht meine Spendenseite aus 🙂

Natürlich werde ich hier in meinem Blog über die Tour of New Zealand ausführlich berichten!

Direkt nach der Tour werden Paddy und ich noch eine Woche Urlaub auf der Südinsel machen, wenn wir schonmal da sind. Wir freuen uns schon riesig darauf, auch wenn es nur eine recht kurze Auszeit ist. Aber wir können uns nicht jedes Jahr zwei Monate Auszeit genehmigen, und da wir gerne nächstes Jahr wieder nach Deutschland und Europa kommen würden, wird der Urlaub dieses Jahr klein (und deutlich kostengünstiger) ausfallen.

Natürlich besteht mein Leben nicht nur aus Radfahren (obwohl das gerade sehr viel Zeit in Anspruch nimmt), hin und wieder arbeite ich auch mal ein bisschen auf dem Campingplatz ;-). Nachdem Ende Dezember und Januar kühl und verregnet waren, war unsere Hauptsaison leider ziemlich ruhig, aber seit Februar ist der Sommer zurück und seitdem sind wir recht busy. Leider bekommen wir dieses Jahr (und wahrscheinlich auch in der Zukunft) keine Erntehelfer mehr – Mr.Apple, mit denen Paddy seit über 25 Jahren zusammen arbeitet, hat uns kurzfristig abgesagt, obwohl sie uns zwei Wochen vorher 34 Erntehelfer für 3 Monate versprochen hatten. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern für uns auch ein großer finanzieller Verlust – normalerweise bringt uns das über den Winter und bezahlt für die Versicherung, die sich seit dem Cyclone verdreifacht hat. Jetzt hoffen wir, eventuell mehr mit forestry companies zusammen zu arbeiten, drückt uns die Daumen, dass das klappt. Irgendwie wird es schon 😉

Paddy ist fleißig dabei, unsere Wohnwagen-Leichen aus dem Cyclone zu restaurieren und zu reparieren. Gerade hat er Nummer drei gestartet, den großen Regent Caravan, der im Moment so aussieht (nachdem neue Fenster drin sind und er grob von Schlamm gereinigt wurde):

Der zweite Caravan, den Paddy komplett restauriert hat, ist echt toll geworden! Hier ein paar Bilder vom Wohnwagen post flooding:

Nach monatelanger Arbeit im Inneren des Wohnwagens ging es am Ende ans Lackieren des Äußeren, und das Ergebnis kann sich echt sehen lassen:

Unser Pajero mit dem frisch lackierten Wohnwagen.

Tracey, unsere Gärtnerin, ist in diesen Wohnwagen eingezogen und hat ihn auch innen sehr wohnlich gestaltet (danke, dass ich Fotos machen durfte!:

Neben dem Arbeiten auf dem Campingplatz und der Restaurierung von Wohnwägen spielt Paddy natürlich immer noch Gitarre. Da seine Band gerade eine Auszeit nimmt (mit ungewisser Zukunft, schon ein bisschen traurig), bleibt Zeit für andere Projekte, und so kam ihm die Idee, eine Art „Open Mic Afternoon“ jeweils am ersten Sonntag im Monat im Waipukurau Club zu starten. Hier spielen verschiedene Musiker/Bands jeweils maximal 4 Songs, was für jede Menge Abwechslung sorgt. Die erste Veranstaltung am 02.03.25 war ein voller Erfolg! Hier ein paar Eindrücke:

Tohu, Kaylan und Paddy.

So, das wars erstmal für heute, jetzt seid ihr auf dem aktuellen Stand. Ich werde versuchen, in den nächsten Tagen einen Blogbeitrag mit einem Rückblick über die letzten Monate zu schreiben. Und natürlich wird es einen ausführlichen Bericht über die Tour of New Zealand geben 🙂

Bis dahin macht es gut! Ich freue mich wie immer über Rückmeldungen, Texts, Spenden an Neuroendocrine Cancer NZ und ganz generell auf jede Nachricht von euch! Ich vermisse euch (all meine Freunde in Deutschland) sehr! Bis zum nächsten Blog!

Eure Susi

Ein Wiedersehen mit Freunden in München

Hallo liebe Leser, inzwischen ist der Sommer in Deutschland angekommen, die letzten beiden Wochen war traumhaft warmes, sonniges Wetter mit nur wenigen kurzen abendlichen Gewittern – sooooo schön!!! ☀️

Letzte Woche Sonntag machten Paddy und ich uns auf nach München, in meine alte Heimat. Da wir leider nur eine Woche Zeit hatten, wussten wir, dass unser Terminplan sehr voll gepackt sein würde, denn schließlich wollte ich so viele Freunde wie möglich wiedersehen! Am Abend kamen wir nach gefühlt unendlicher Fahrt (es war ziemlich viel Verkehr und etliche Baustellen) in München an, und nach erfolgreicher Parkplatzsuche trafen wir Bettina in unserer Bleibe für diese Woche, der Wohnung einer Freundin von ihr, die gerade nicht in München ist. Praktischerweise war die Wohnung in Giesing ganz nah bei einigen meiner Freunde und nah an meiner ersten Schule, an der ich unterrichtet habe. 😊

Nach kurzen Plausch mit Bettina richteten wir uns häuslich ein und machten uns auf die Suche nach etwas Essbarem – der Schinkenpeter war quasi ums Eck, da mussten wir nicht lange überlegen. Bei Breznknödeln und Käsespätzle kamen wir so richtig, auch essenstechnisch, in München an 😜.

Leckere bayerische Küche!

Am Montag morgen trafen wir uns mit Moni bei ihr zum Kaffeetrinken, Quatschen und Fahrrad-Abholen – sie lieh Paddy ihr altes Stadtfahrrad, so dass wir mobil waren (ich hatte ja mein roadbike dabei). Vielen Dank, Moni!

Paddy’s city cruiser für diese Woche.

Die ersten Neuigkeiten waren schonmal ausgetauscht, aber wir trafen sie am Abend nochmal im Biergarten mit den anderen Mädels. Bis dahin schlenderten wir ein wenig durch Giesing, kauften ein paar Lebensmittel ein und frühstückten in einem Café. Um 14.00 Uhr hatte Paddy einen Termin zu einem ausführlichen Gesundheits-Check im Prienamed – da das Gesundheitssystem in Neuseeland nicht gerade das Beste ist und es quasi keine Vorsorge gibt, erledigt Paddy das alle paar Jahre in Deutschland. Ergebnis: Top in Schuss! 😊👍🏻

Gleich im Anschluss radelten wir zum Treffen mit meinen ehemaligen Arbeitskollegen im Paulaner Biergarten am Nockherberg. Es war soooo schön, Laura, Moni, Sandra + Michi, Tibor und Evi wiederzusehen und die dazugehörigen Kinder, die in den letzten drei Jahren auf die Welt kamen, endlich kennenzulernen (und die Kinder, die ich schon kannte, wieder zu sehen)! Was für ein genialer Abend!!! Hier ein paar Eindrücke:

Dienstag waren wir voll ausgebucht, und da die einzige Möglichkeit, ein Radtraining in unserem geschäftigen Tag unterzubringen, am Morgen war, stand ich um 6 Uhr auf und schwang mich aufs Radl. Gott, ist München busy!!! So viele Radler, Fußgänger und Autos, so viele Kreuzungen und Ampeln!! Das war ich ja gar nicht mehr gewohnt! Zum Glück wurde es ab Perlacher Forst ruhiger, und so konnte ich wenigstens zwischendrin ein bisschen Gas geben (wenn ich denn wusste, wohin 😜). Und ein bisschen Bergtraining hatte ich mit Schäftlarn dann auch 😉:

Mein Training auf Strava.
Schäftlarn.
Die Isar.

Wieder daheim reichte die Zeit noch für eine schnelle Dusche, bevor wir uns um 9.00 Uhr mit Claudi zum Frühstücken trafen. Es war echt schön, sie wiederzusehen und ausführlich zu quatschen!

Claudi und ich – wie in alten Tagen!

Wir begleiteten sie zur Schule und so traf ich noch ein paar Ex-Kollegen und machte ein Lunch-Date für den nächsten Tag mit Thorsten aus. Es fühlte sich ein bisschen komisch an, wieder in meinem alten Schulgebäude zu sein nach all den Jahren (9 Jahre, um genau zu sein, denn 2015 wurde die Schule geteilt und ich ging in den Norden Münchens), diesmal quasi als Besucher. Ich habe eigentlich nur gute Erinnerungen an diese Schule, und so stellte sich schon ein wenig Wehmut ein, denn das Unterrichten und einige Seiten des Lehrerdaseins vermisse ich ja schon!

Weiter ging es nach Pasing, wo wir uns mit Nadine zum Lunch verabredet hatten. Während des Essens brachte mich Nadine auf den neuesten Stand, was so in der FOS Nord und vor allem in der Fachschaft Gesundheit los ist. Aber natürlich gab es auch genug Privates zu bequatschen! Ich bin echt froh, dass es mit einem Treffen zwischen ihren Praktikumsbesuchen geklappt hat!

Für den Nachmittag waren wir bei Katharina in Wolnzach zu Kaffee und Kuchen eingeladen, und so kam Paddy zu seiner ersten Autobahnfahrt in Deutschland dieses Jahr:

Bei Katharina warteten nicht nur ihre Familie Jannis und Dirk auf uns, sondern auch Viola. Katharina, Viola und ich kennen uns von unserer gemeinsamen Krankenpflege-Ausbildung in Freising, die inzwischen schon über 20 Jahre her ist. Da wir uns nicht nur in den letzten drei Jahren, seit ich in Neuseeland wohne, sondern auch in den letzten 20 Jahren nicht so oft gesehen haben, gab es jede Menge zu bequatschen. Zum Glück konnte Paddy mit Dirk über Motorräder reden, sonst hätte er sich wohl zu Tode gelangweilt 😜.

Für den nächsten Tag stand ein Frühstück bei Roswitha, meiner früheren Englisch-Fachbetreuung, auf dem Programm. Auch Moni war eingeladen, und Roswitha hatte (wie immer) aufgefahren, was die Küche zu bieten hatte! Leider habe ich über den tollen Gesprächen und dem guten Essen vergessen, ein Foto zu machen 😕.

Walter und Elli hatten uns für den Nachmittag und Abend zum Grillen eingeladen – die ganze Woche gingen wir praktisch von einem Essen zum nächsten, gar nicht gut fürs Gewicht… Das Wetter hielt zum Glück auch bis zum Abend, wo es ein kurzes Gewitter gab, aber pünktlich für unseren Heimweg war es wieder trocken. Bei Walter gab es wie immer leckeres Grillfleisch und guten Wein. Außerdem sahen wir auch ihre Tochter Cassandra wieder, die wir 2021 als Baby kennengelernt hatten – wie die Zeit vergeht!

Paddy, Cassandra, Hund Santo, Walter, ich und Elli beim Grillen auf dem Balkon.
Das war noch vor dem Wein, auch wenn’s nicht so aussieht! 🤪

Da der Abend recht lang und alkoholisch wurde, konnte ich mich am nächsten Morgen nicht zum Radfahren aufraffen, das Bett war zu gemütlich! Und unser nächstes Date war schon um 9.00 Uhr, Frühstück mit Kati, die extra aus dem Allgäu angereist war. Auf der Suche nach einem netten Café radelten wir gemeinsam durch Haidhausen, meiner alten “hood” – soooo schön!!

Kati vorneweg durch das malerische Haidhausen.

Natürlich wurden wir fündig, und bei gutem Kaffee und Croissants tauschten wir Neuigkeiten aus dem Allgäu mit Neuigkeiten aus Neuseeland aus, zu Paddys Nachteil zum großen Teil auf Deutsch. Danach radelten wir direkt zum Weißenseepark (mit kurzem Zwischenstopp im Supermarkt), wo wir uns mit Bettina, Laura und Sandra zu einem Picknick trafen, zu dem später auch noch Bettina’s Mann Jakob dazu stieß. Paddy war ein bisschen “out-peopled” und blieb in unserer Unterkunft.

Kati, Sandra und Laura.
Bettina.
Die Picknick-Crew 😊.

Der Abend war für ein fancy Dinner mit Jörg im südafrikanischen Restaurant “Savanna” reserviert, und so schwangen Paddy und ich uns nach einer schnellen Dusche wieder auf die Räder und radelten Richtung Innenstadt.

Kurzer Stop auf der Isarbrücke zum Genießen der Aussicht.

Bei leckeren Cocktails, Wein und südafrikanischen Spezialitäten quatschten wir über alte Judozeiten und aktuelle Dinge. Es wurde ein sehr schöner Abend, von dem wir alle wohl etwas angedüdelt nach Hause kamen, zum Glück ohne Radunfall!

Den Freitag hatten wir bis zum Abend ganz für uns, was nach all dem Freundetreffen auch mal schön war. Wir nutzten den Tag dazu, durch München zu laufen und in Erinnerungen zu schwelgen über alte Zeiten und Paddy’s ersten und zweiten Besuch in Deutschland.

Bauarbeiten in der Balanstraße, vor meinem ehemaligen Zuhause.

Der Gasteig wird renoviert, und damit er nicht die ganze Zeit leer und ungenutzt da steht, haben sich ein paar Leute etwas einfallen lassen – übergangsweise gibt es dort Bars, einen Comedy Club, Übungsmöglichkeiten für Musiker, Sitzecken und Kunst zu sehen bzw. zu nutzen, echt cool!

Von dort aus spazierten wir weiter an der Isar entlang Richtung Friedensengel und dann die Prinzregentenstraße hinunter zum Englischen Garten und der Staatskanzlei:

Der Friedensengel.

Und natürlich durfte ein Blick auf die Surfer nicht fehlen!

Staatskanzlei und Hofgarten:

Am Odeonsplatz war schon alles bereit für das Klassik-Konzert am Abend.
Das Rathaus am Marienplatz.

Abends trafen wir uns bei Frank und genossen Pizza und Bier ganz gemütlich bei ihm zu Hause mit Freundin Julia – wir hatten erstmal genug vom Ausgehen!

Samstag früh hieß es dann Packen, Fahrrad zurückbringen und Auri’s Wohnung saubermachen. Bevor wir weiter zu Kathrin und Markus nach Merching fuhren, machten wir einen Stopp am Feldmochinger See und genehmigten uns dort Lunch und einen Spaziergang um den See herum. Als ich in Feldmoching wohnte, war ich bei schönem Wetter Dauergast am See 😊.

Ausblick über den See von einer Aussichtsplattform.

Dann ging es auf nach Merching, wo Kathrin, meine ehemalige Mitbewohnerin in unserer München-WG, und Markus, mein Judofreund aus alten Zeiten, ein Haus gebaut hatten und dort jetzt mit ihren zwei Kids leben. Natürlich gab es wieder lecker Essen (vom Grill) und dazu Aperol Spritz, yum!!

Kathrin beim Salatzubereiten.

Nach dem Essen stand für Paddy noch ein Dart-Wettkampf mit Markus und Moritz an:

Am Sonntag morgen ließen wir es uns nicht nehmen, auf den Sportplatz mitzukommen und Moritz beim Fußballspielen anzufeuern. Er hat seinen Job im Tor echt gut gemacht!

Und zum Abschied gab es noch ein Gruppenbild, leider ohne Moritz, der schon wieder bei seinem Team war:

Da an diesem Tag das Endspiel der Europameisterschaft stattfand und wir das in guter Atmosphäre schauen wollten, fuhren wir zurück nach München, wo wir uns abends mit Frank und Julia treffen wollten. Netterweise hatte Frank uns seine Wohnung zum Übernachten angeboten.

Doch bevor wir uns mit den beiden trafen, besuchten wir Claudi, die eine Woche zuvor Mutter geworden war – Söhnchen Miljan hatte sich mächtig Zeit gelassen mit Auf-die Welt-Kommen, er hätte schon zwei Wochen eher kommen sollen. Eigentlich wollte Claudi die erste Woche erstmal niemanden sehen, aber für uns Weitgereiste machte sie zum Glück eine Ausnahme! Vielen Dank, Claudi, es war sooooo schön, dich wiederzusehen und deinen Sohn kennen zu lernen. 😊

Die glückliche frisch gebackene Mama mit Baby.

Um kurz vor 7 trafen wir uns mit Julia und Frank und zogen zusammen los zum Löwenbräu-Biergarten, wo das Finale auf einer riesigen Leinwand übertragen wurde. Bevor das Spiel Spanien gegen England startete, stärkten wir uns mit Radler, Riesenbreze und Hendl, dann waren wir bereit! Die Mehrheit der Leute im Biergarten war für Spanien, weshalb es bei deren Toren zu lautstarkem Jubel kam. Was für ein toller Abend für Spanien, Glückwunsch!

Am nächsten Morgen, nach sehr kurzer Nacht, da ich schon um 6.00 aufstehen musste, traf ich mich zum Abschluss mit Lena an der Schule. Beinahe hätten wir uns verpasst, da wir nach Berlin weiter wollten und sie gerade erst von einem Yogaseminar zurückgekommen war. Aber das ging natürlich gar nicht, und so verabredeten wir uns um 7.00 Uhr an der Schule, vor ihrem ersten Arbeitstag dort nach Elternzeit. Ich bin sooo froh, dass es noch geklappt hat!! Es war so schön, sie zu sehen und mit ihr zu reden! 😊

Und dann war unsere Woche in München auch schon rum – eine Woche war einfach viel zu kurz für meine alte Heimat! Aber es war eine tolle Woche, und wir haben es geschafft, viele (wenn auch nicht alle) Freunde wieder zu sehen. Es war soooooo schön!!! Ich werde euch echt (wieder) vermissen! Bis zum nächsten Wiedersehen in zwei Jahren! Und wir machten uns auf den Weg nach Berlin – aber davon im nächsten Blogbeitrag mehr. 😊

Eure Susi