Hallo, liebe Leser! Auch wenn es nun schon ein Vierteljahr her ist, möchte ich euch dennoch die Geschehnisse vom Dezember und Januar nicht vorenthalten. Ende November bis Weihnachten war vor allem eines: stressig! Wir wollten unbedingt alle Renovierungsmaßnahmen fertig kriegen vor der Hochsaison, damit wir endlich wieder im Normalbetrieb laufen konnten, und das hieß laaaange Arbeitstage und kaum Zeit für irgendetwas anderes… Aber – wir schafften es! Pünktlich zu Weihnachten waren unsere Bäder und die Gemeinschaftsküche so weit fertig, dass sie benutzt werden konnten, wenn auch immer noch ein paar Kleinigkeiten fehlten. Zuerst stellten wir die Bäder fertig, zum Glück kann Paddy handwerklich (fast) alles, so dass er nicht nur die Toiletten und Waschbecken einbaute, sondern auch die Klempnerarbeiten verrichten konnte:



Dann war die Küche dran: Die Arbeitsflächen und Kochplatten waren schon eingebaut, was noch fehlte waren die Dunstabzugshauben…


… und eine neue Schicht Farbe für den Küchenfußboden. Wie schon berichtet hatte das Streichen nicht geklappt, die Farbe wollte einfach nicht trocknen. Da der Boden aber so nicht benutzbar war, mussten wir irgendwie die klebrige Schicht wieder abkriegen, und das war leichter gesagt als getan! Zuerst arbeitete Roy zwei Tage daran, das klebrige Zeug zu entfernen, leider nur mit mäßigem Erfolg. Danach schrubbten und kratzen Paddy und ich mit Hilfe von Susan und Les, zwei unserer permanents, die so nett waren, uns zu helfen, zwei weitere Tage die oberste Schicht ab, so dass man die Küche wenigstens benutzen konnte, ohne kleben zu bleiben… was für ein Mist! Das war echt ärgerlich, zumal wir noch so viele andere Dinge zu tun hatten! Aber Ende gut, alles gut, der neue Anstrich muss jetzt wohl bis nach der Saison warten.
Am 19. Dezember stand das letzte Radrennen für diese Saison an mit abschließender Weihnachtsfeier. Das letzte Rennen ist jedes Jahr eine sogenannte Italian Pursuit, bei der 6er Teams gegeneinander antreten. Jedes Team hat je einen Radler aus jedem grade, so dass es ungefähr gleich starke Teams gibt. Es werden 7km lange Runden gefahren, die erste Runde wird vom Radler des untersten Levels angeführt, nach einer Runde hört er auf, die anderen fahren weiter, und der Radler des nächsten Levels bestimmt das Tempo, so lange bis der letzte und schnellste Radler seine einsame Runde beendet hat und im Ziel ist. Das Team mit der besten Zeit gewinnt am Ende. Was für ein Spaß! Und 7km können ganz schön lang sein, wenn man sie so schnell wie möglich bewältigen will!!



Coole Bilder von meinem Team, wie es langsam kleiner und kleiner wird:



Bei so einem spannenden Event dürfen natürlich die Zuschauer nicht fehlen, und da das Wetter mitspielte, hatten wir einige Fans dort:


Die abschließende Weihnachtsfeier fand direkt danach im Ongaonga Golf Club statt, wo es neben lecker Essen auch die Siegerehrung für die Gewinner dieser Saison und die Bekanntgabe des Siegerteams von der Italian Pursuit gab – mein Team gewann, yayyy! Hier ein paar Eindrücke von der Feier:
Am Tag vor Weihnachten schüttete es was nur runterging, und leider stellte sich heraus, dass die Dichtungen für die Öffnungen im Dach für die Dunstabzugshauben nicht dicht waren, so dass drei kleine Wasserfälle in der Küche zu bewundern waren 😦


Für den Moment konnten wir nicht viel anderes tun als Eimer drunter zu stellen und darauf zu hoffen, dass der Regen bald aufhört. Da das Dach eh neu gemacht werden musste, würden wir uns dann um eine Lösung kümmern. Zum Glück war es das dann mit Regen.
Am Weihnachtstag kamen Paddy’s Schwester Aileen und ihr Partner Andrew und Paddy’s Tochter Liv zum Weihnachtslunch zu uns, so dass wir auch ein bisschen Weihnachtsfeeling hatten – obwohl das auf mich nicht so zutrifft, es ist einfach zu ungewohnt, Weihnachten im Sommer zu haben!

Die zwei Wochen nach Weihnachten sind für uns Hauptsaison, und diese Saison war besonders spannend: Würden unsere Gäste wiederkommen, nachdem wir nach dem Cyclone so lange offiziell geschlossen waren? Ja, sie kamen! Wir waren richtig busy, und es machte so viel Spaß, wieder normalen Campingplatz-Alltag zu haben! Endlich ging es nicht mehr um Renovierungs- und Wiederaufbauarbeiten, sondern wir konnten Gäste empfangen und stolz unseren wiederauferstandenen Holiday Park präsentieren. Wir bekamen ganz viel positives Feedback, das tat nach den harten 10 Monaten post cyclone echt gut!
Zeitgleich zu unserer geschäftigsten Zeit des Jahres erwarteten wir Besuch aus Deutschland: Am 27.12. kamen Anne und Chris aus Berlin an, was für ein Wiedersehen nach 2,5 Jahren!


Anne und Chris hatten für ab Anfang Januar einen Roadtrip auf der Nordinsel geplant. Aber bevor es mit unserem kleinen grünen Mazda losgehen konnte, musste Anne ein wenig Autofahren mit Gangschaltung und auf der linken Seite üben, so dass sich eine Fahrt an den Strand von Porangahau zur „Beach Bach“ von Sandy, meiner Radlkollegin, anbot. Und sie machte ihre Sache gut (mit der ein oder anderen Erinnerung von Beifahrer Chris, auf der linken Seite zu fahren), wir kamen heil am Strand und danach wieder zu Hause an. Well done, Anne!



Nach einem Begrüßungsdrink ging es hinunter an den Strand. Das Wetter war perfekt, die Sonne schien und es war angenehm warm – gebadet hat aber trotzdem keiner von uns.




Um Weihnachten herum blühen in Neuseeland die Pohutukawa trees, das sieht wunderschön aus!


Nur zwei Tage nach Anne und Chris kamen Claudi und Thorsten hier an. Bei ihnen haben Paddy und ich 5 Monate gewohnt, als Paddy 2021 nach Deutschland kam, damit es für mich endlich mit dem Visum klappt – lang lang ist’s her! Und nun konnten wir uns für deren Gastfreundschaft damals endlich revanchieren!

Und sobald die beiden hier waren, übernahm Thorsten das Kommando in der Küche – von da an gab es immer lecker Abendessen, zum Beispiel Paella, yummy!!


Da Paddy und ich tagsüber auf dem Campingplatz ziemlich beschäftigt waren, waren wir mehr als dankbar für alles, was unsere Gäste uns abnahmen wie Einkaufen, Kochen und Saft pressen – wir wurden wirklich von hinten bis vorne verwöhnt!

Schön war auch, dass niemand sauer war, weil wir so wenig Zeit hatten, unsere Freunde waren sehr gut darin, sich selbst zu beschäftigen – nicht nur mit Uns-Verwöhnen, sondern auch mit Tagesausflügen zu Zielen rund um Waipawa.
Am 31.12. fand wie jedes Jahr unsere große Silvesterparty statt, dieses Mal mit so vielen Musikern wie noch nie vorher! Neben Paddy’s Band „The MonotoneNZ“ spielten Roy, Tohu, die „Underbellies“ aus Palmerston North und Danika Bryant and band zum Tanz bzw. Zuhören auf. Das sorgte für gute Laune und Abwechslung, es war echt super! Leider war ich zu beschäftigt mit Feiern, so dass ich nicht von allen Bands/Sängern ein Bild gemacht habe, sorry!!




Auch fürs leibliche Wohl war gesorgt, es gab Pizza aus dem Steinofen und was auch immer die Gäste selbst mitgebracht hatten:


Und wer es nicht so mit Musik hatte, der konnte sich am Kickertisch vergnügen, was vor allem bei den Kids gut ankam, hier unter Thorsten’s „Aufsicht“:

Es war ein richtig cooles Fest mit tollen Gästen, super Musik und guter Stimmung! So lässt sich das alte Jahr gut verabschieden und das neue willkommen heißen! Und zumindest Paddy und ich waren mehr als happy, 2023 enden zu sehen! Es war ein hartes Jahr mit so einigen Herausforderungen – wir wären jetzt dann mal bereit für ein „normales“ Jahr, vielleicht ja 2024? 🙂
Hier noch ein paar Eindrücke von der Party:
Am nächsten Morgen herrschte dann Katerstimmung, mehr bei den einen…


…weniger bei anderen:

Da musste erstmal ein ordentliches Frühstück her – Eier mit Speck auf Toast! Das hilft beim größten Kater 😉


Und wem dieses Frühstück noch nicht über den Alkoholkonsum des Vortages hinweggeholfen hatte (also mir), holte sich später ein real fruit ice cream an der Tankstelle – yummy!!

Abends gab es dann Resteessen, was in Neuseeland Pies bedeutet, die mit sämtlichen Resten des Vortages gefüllt werden. Hier Pie-Spezialist Paddy bei der Zubereitung, selbstverständlich unter den interessierten Augen seiner Zuschauer:

Zwei Tage später gab es leider noch ein negatives Nachspiel: Einige Bandmitglieder hatten sich auf der Silvesterparty Covid eingefangen, unter ihnen auch Paddy! Und so zog ich zu Anne, Chris, Thorsten und Claudi in die Lodge, damit wenigstens einer von uns gesund blieb und den Campingplatz führen konnte – und das in der stressigsten Zeit des Jahres! Dem armen Paddy ging es gar nicht gut, er hatte ein paar Tage ziemlich hohes Fieber und auch danach brauchte es eine Weile, bis er wieder ganz der Alte war! Und so hielten wir eine Woche brav Abstand voneinander:


So, das war es erstmal für heute mit dem ersten Nachtrag. Im nächsten Blog erfahrt ihr, was wir so mit unseren Besuchern gemacht haben bzw. sie mit uns. Es wird wohl noch ein paar „Nachträge“ brauchen, bis ich (und ihr) wieder ganz up-to-date bin, es war einfach echt viel los in den letzten Monaten. Also freut euch schonmal auf mehr tolle Bilder und Berichte, und das hoffentlich in ganz nachher Zukunft! Bis dahin wünsche ich euch frohe Ostern und tolle Osterferien! Und denkt daran: nur noch etwas mehr als drei Monate und ich bin auf Heimaturlaub in Deutschland, yayyyy!!!
Eure Susi


































































































































































































































































































































































































































