Der Winter ist hier! Brrrrrr

Hallo liebe Leser, nach einigen Wochen mit überwiegend Sonnenschein und relativ mildem Wetter ist nun der Winter in Neuseeland angekommen. Und wer mich kennt, weiß genau, dass ich Winter und Kälte nicht besonders mag… nach jetzt etwa einer kalten Woche hab ich schon wieder genug von Winter! Zum Glück komme ich ja bald nach Deutschland in den Sommer!

Teile der Südinsel und die Vulkane auf der Nordinsel sind schneebedeckt, auch die Ruahine Ranges haben ab einer gewissen Höhe einen weiße Mütze bekommen, wie ihr auf dem Titelfoto sehen könnt. Hier in Waipawa gibt es keinen Schnee, aber die Nächte und Morgen sind frostig, tagsüber geht es auf um die 10 Grad – leider hat es die gleichen Temperaturen auch IN unserem Haus. Deshalb ist das erste, was ich morgens nach dem Aufstehen mache, Heizstrahler UND Kamin einheizen, denn morgens ist die Temperatur zur Zeit um die 5 Grad in der Küche.

Harvey mag es auch warm – sein Lieblingsplatz nach dem Spaziergang ist direkt vorm Heizstrahler.

Für die Morgenspaziergänge muss man sich jetzt einmummeln, aber wenn die Sonne scheint, ist es wunderschön am Fluss, und Harvey ists egal, er springt trotzdem im eiskalten Wasser herum!

Wenn die Sonne scheint, gönnen wir uns normalerweise nach dem Cleaning eine Tasse Tee in unserem „sunny spot“, der windgeschützt und somit warm ist:

Radfahren in der Kälte ist so gar nicht mein Ding, aber was soll man machen?!? Schließlich will ich ja nicht den ganzen Winter auf dem Indoor trainer hocken, das ist zu langweilig! Und so nutze ich die wärmste Zeit des Tages für mein Training, zumindest solange es nicht regnet oder zu windig ist – ich bin halt doch ein Weichei!

Ende Mai fuhren sechs Radler von meinem Verein (mich mitgezählt) nach Feilding, um an der „Manfeild 6 hour challenge“ teilzunehmen. Wir hatten drei Zweierteams gemeldet, ich würde im rein weiblichen Team mit Sandy starten, Neil und Ann bildeten das Mixed Team und Shane und Des starteten in der Männerwertung. Sandy und ich beschlossen, das Rennen für ein girls weekend zu nutzen und machten uns schon am Samstag mit ihrem Wohnmobil auf den Weg.

Das Wohnmobil ist bereit, unsere Räder sicher befestigt.

Unterwegs machten wir eine kurze Pause in Norsewood und schauten uns die Monster-Aale an:

In Feilding angekommen, machten wir Halt beim örtlichen Supermarkt und besorgten uns unser Abendessen. Dann trafen wir uns mit Des und Deb, die ebenfalls mit ihrem Wohnmobil einen Tag vor dem Rennen losgefahren waren, und parkten direkt an der Rennstrecke für die Nacht. Nach ein paar gemeinsamen Stunden ging es dann ins Bett, der nächste Tag würde früh beginnen, ab 7.00 Uhr war Startnummern-Ausgabe. Schnell bauten wir das Ersatzbett auf, das mein Bett für die Nacht sein würde, und ich schlief dort tatsächlich relativ gut (so gut ich halt vor einem Rennen schlafe…):

Mein Nachtlager in Sandy’s Wohnmobil.

Am nächsten Morgen brachen wir nach einem schnellen Frühstück auf zur benachbarten Rennstrecke, holten unsere Startnummern und besichtigten den Rennkurs. Eine Runde war knapp drei Kilometer lang. Ziel war es, so viele Runden wie möglich in 6 Stunden zu fahren, und die Teams konnten selbst entscheiden, wer wie viele Runden fahren wollte.

Der Manfeild Racecourse.

Wir dachten uns vor dem Rennen, wir wechseln ungefähr alle halbe Stunde, und wenn man am Start/Ziel vorbei käme, würde man der wartenden Teamkollegin Handzeichen geben, so dass sie weiß, sie ist nach der Runde dran. In Wirklichkeit lief es dann doch etwas anders: Ich startete und war nach 6 Runden echt fertig, dann kam Sandy dran und sie blieb viel länger draußen, während ich in den nächsten Turns immer nur 5 Runden fuhr. Am Ende hatten wir 71 Runden (von denen ich, glaube ich, 26 gemacht habe, Sandy den Rest), und gewannen damit die Frauenkonkurrenz, yayyy!! Auch unser Mixed Team mit Neil und Ann gewann ihre Kategorie, während Des und Shane auf dem dritten Platz endeten – ein sehr erfolgreiches Rennwochenende für Cycling CHB!! Vielen Dank auch an unsere großartigen Helfer Jo und Deb, die beim Wechsel die Transponder professionell und in Windeseile vom Fußgelenk des einen Radlers zum Fußgelenk des anderen Radlers transferierten – Weltklasse!!

Shane + Des, Neil + Ann und Sandy + ich nach dem erfolgreichen Rennen.

Was ist sonst noch so passiert in den letzten zwei Monaten? Ach ja, ich bin wieder ein Jahr älter geworden! Irgendwie hatte ich dieses Jahr nicht wirklich Lust auf eine große Party, und so feierten wir mit einem von Paddy gekochten Dinner (Lammbraten) in kleinem Kreis mit ein paar Freunden. Aileen machte leckere Feijoa Margaritas, so war auch für Drinks gesorgt!

Paddy und seine Tochter Liv, Cheryl, Sandy, Paddy’s Schwester Aileen, Craige und Aileen’s Partner Andrew.
Lammbraten mit gemischtem Gemüse, Kartoffeln und Brokkoli mit Käsesauce – sooo lecker!!

Teil meines Geburtstagsgeschenks von Paddy war Dinner und eine Nacht in Napier, und wir hatten Glück mit dem Wetter, es war sonnig und relativ warm. Wir verbrachten den Tag mit Kaffeetrinken gehen und durch Napier spazieren, ganz gechillt, und abends wartete ein leckeres Dinner im Central Firestation Bistro. Hier ein paar Eindrücke:

So, das wars mal wieder von mir aus Neuseeland. In zwei Wochen bin ich schon in Deutschland, freu mich jetzt schon riesig!!! Countdown, nur noch 13x Schlafen, dann geht die Reise los! Bitte bestellt für die Zeit schönes Sommerwetter für mich 😉

Bis ganz bald! Eure Susi

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