Die Tour of New Zealand 2025 – Tag 1 und 2

Unser Radl-Club CHB Bats war mit zwei Teams bei der ToNZ vertreten, dem A-Team „4 old spokes“ mit Neil, Des, Shane und Robbie, und dem zweiten Team, den „5 numb bums“ mit Sandy, Lee, Winnie, Delwyn und mir. Die Tour würde uns von Greymouth in 6 Etappen an 5 Tagen zum Crown Range summit führen, zuerst entlang der Westküste, dann den Haast Pass hinauf, entlang zweier Seen nach Wanaka und von dort die Crown Range hinauf bis zum höchsten Punkt, wo das Ziel dieser Tour war.

Übersicht über die ToNZ 2025.

Stage 1: Greymouth – Hokitika (31km, 93 Höhenmeter)

Der Transalpine Express aus Christchurch kam ein wenig verspätet im zu der Zeit sonnigen Greymouth an, und mit ihm die Mehrzahl der Radler, die an der Tour teilnahmen, unser A Team, die „4 old spokes“ und unser Teammitglied Delwyn eingeschlossen.

Zunächst galt es für die Neuankömmlinge, ihre Räder zusammenzubauen und renntüchtig zu machen, während wir anderen unsere race kits abholten und Räder und Helme mit unseren Teilnehmer-Nummern und timing tags versehrten. Unser support team sprang den Transalpine Radlern zur Seite und half tatkräftig beim Montieren der Räder.

Hier wird kräftig ausgepackt und montiert.
Paddy und Robbie in unseren Team-Shirts beim Zusammenbauen von Robbie’s bike.
Des und Craige ebenfalls bei der Arbeit.
Unsere beiden CHB Bats teams in ihren neuen Team-Outfits: v.l. Robbie, Lee, Delwyn, Neil, Winnie, Shane, ich, Sandy, Des.

Und dann ging es endlich los! Während sich dunkle Wolken am Himmel zusammenbrauten, stiegen wir auf die Räder und radelten zum Aufwärmen zum 9km entfernten Startpunkt der heutigen ersten Etappe. Kaum hatten wir Greymouth verlassen, fing es auch schon an zu regnen, na toll!!

Vor dem Start gab es ein kurzes Race briefing, und dann ging es endlich los! Zum Glück waren wir alle gleich in der ersten Startgruppe, so dass wir nicht lange in unseren bereits nassen Klamotten warten mussten. Und los ging es Richtung Süden. Nach wenigen Minuten begann es plötzlich zu schütten wie aus Eimern, in Sekunden waren wir alle tropfnass und das Wasser schwappte in unseren Schuhen. Wenigstens hatten wir einen krassen Rückenwind, so dass wir die erste Etappe mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36km/h absolvierten. Am Ende kam dann sogar die Sonne durch! Lustig war, dass keiner wirklich wusste, wo die Ziellinie war, so dass wir alle bis in die Stadtmitte von Hokitika alles gaben, obwohl das Rennen schon ein paar Kilometer vorher hätte enden sollen…

Unsere tropfnassen Radler nach der ersten Etappe: Sandy, Neil, ich, Robbie, Winnie, Lee und Delwyn.

So schnell wie möglich fuhren wir in unsere diversen Unterkünfte und hüpften unter die Dusche, um nur ja nicht krank zu werden. Die Mehrheit der Athleten hatte Unterkünfte in Hokitika, während ich für Sandra, Lee, Paddy und mich ein AirBnB im ein paar Kilometer entfernten Ross gebucht hatte, wo am morgigen Tag die nächste Etappe starten würde. Um unsere Radl-Sachen wenigstens halbwegs trocken zu kriegen, nutzten Lee und ich alle Möglichkeiten, die unser Häuschen zu bieten hatte:

Unsere Räder bekamen den Ehrenplatz in der Glas-Veranda, die Klamotten hingen über den Stühlen und die tropfnassen Schuhe kamen in den Schrank neben den Boiler.

Danach trafen wir uns zum gemeinsamen Dinner im „Stumpers“ in Hokitika, frisch geduscht und „in Zivil“ 🙂

Frisch gestärkt und nach ausführlichem Austausch über die heutige Etappe fuhren wir im strömenden Regen zurück nach Ross. Es sollte eine unruhige Nacht werden, denn es war sehr stürmisch, und neben diversen Regengüssen gab es am frühen Morgen dann auch noch Hagel! Das konnte ja heiter werden!

Stage 2: Ross – Franz Josef (107 km, 960 Höhenmeter)

Der Morgen sah noch recht trübe aus, aber je näher der Rennstart rückte, desto mehr klarte es auf, und pünktlich zum Start hatte es aufgehört zu regnen und man konnte sogar hier und da blauen Himmel sehen! Heute würden wir in unserem schwarzen Team-Outfit ins Rennen gehen. Hier ein paar Eindrücke von vor dem Start:

Die heutige Etappe war die erste lange Etappe dieser Tour, und sie führte uns zuerst entlang der Westküste und dann etwas mehr ins Landesinnere durch atemberaubend schöne Landschaft gen Süden und näher an die Berge. Bald kam die Sonne heraus und die Temperaturen wurden sehr angenehm, und es war kaum Wind – traumhafte Bedingungen! Ich genoss die gesamte Etappe, sogar die Hügel, die wir erklimmen mussten, denn mein Training hatte sich bezahlt gemacht, ich fühlte mich topfit und konnte nicht nur das Rennen, sondern auch die Landschaft genießen. An diesem Tag wechselten Lee, Sandy und ich uns mit der Führungsarbeit ab (das sollte sich in den nächsten Tagen ändern), während Winnie und Delwyn die Nachhut bildeten. Es war so cool, die Tour in einem Team zu fahren, besonders in diesem!

Lee’s Foto (wie auch immer er es schafft, während eines Rennens zu fotografieren!?!): Sandy, zwei dahinter ich, dann Winnie in rot, dahinter Delwyn.
Getränkestop bei unserem Support Team, die sich vorbildlich um uns kümmerten und die gesamte Tour für uns Sportler so viel einfacher machten! Vielen Dank Paddy, Craige, Sandra und Bronnie!!!
Shane und Des von den „old spokes“ während des Rennens – immer ein Lächeln auf den Lippen 😉
Ein Eindruck von der Landschaft, durch die wir radelten – Blick Richtung Berge.
Und so sehe ich auf dem Rad aus – man beachte die knallgelben Überschuhe!

Nach knapp vier Stunden kamen wir im Ziel an, wo es dann auch wieder zu regnen begann. Aber wenigstens waren wir während des Rennens trocken geblieben, es schien sogar überwiegend die Sonne! Dort sammelten Sandra und Paddy Lee und mich auf und fuhren uns zu unserer Unterkunft in Fox Glacier, wo der Start der morgigen Etappe sein würde. Die anderen hatten Unterkünfte in Franz Josef. Nach dem Duschen machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Franz Josef zur Peloton-Party, wo wir viele interessante Informationen über die hier vertretenen charities erfuhren, aber auch so einiges über den Tour Ambassador Julian Dean (Ex-Profi und mehrmaliger Tour de France-Radler) und die Tour-Organisatoren. Danach gab es ein leckeres Buffet, an dem wir die im Rennen geleerten Speicher wieder auffüllten.

Zusammensitzen nach dem zweiten Renntag – heute doch etwas müder als noch am Tag zuvor.

Nach der Peloton-Party, die wilder klingt als sie es war, da ja noch drei Renntage anstanden, ging es relativ früh ins Bett. Rennstart am nächsten Tag würde erst um 10 Uhr sein, da die meisten Athleten erst zum Startpunkt nach Fox transportiert werden mussten. Wir hatten es da besser, unsere Unterkunft war ja in Fox.

Fortsetzung folgt… 🙂

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