Anreise zur Tour of New Zealand – das große Abenteuer startet!

Am 5. April war es endlich soweit, das große Saison-Highlight war fast da und wir machten uns auf die lange Reise nach Greymouth auf die Südinsel! Vier Monate hartes Training (zwischen 300-420km pro Woche und viele viele Berge hinauf – und natürlich wieder hinunter) würden sich nun hoffentlich bezahlt machen… Das Auto war voll gepackt mit Urlaubs- und Radzeug, und unsere Haus- und Hundesitter Sofia und John waren gebrieft und in unser Haus eingezogen, es konnte losgehen!

Dachzelt auf unserem treuen Pajero, Camping-/Urlaubs- und Radlzeug im Kofferraum. Und wie immer die Sorge, etwas Wichtiges vergessen zu haben…
Sofia und John mit Harvey – die besten Hundesitter der Welt!

An diesem Tag fuhren wir bis Wellington und verbrachten die Nacht auf dem Campingplatz in Lower Hutt, nachdem wir uns ein leckeres Abendessen im Thai-Restaurant „Smile Elephant“ in Petone gegönnt hatten:

Super-leckeres Abendessen! Das war ein gelungener Start in den Urlaub!

Am nächsten Morgen ging es mit der Fähre nach Picton auf die Südinsel. Auf der Fähre trafen wir uns mit meinen restlichen Teamkollegen und ihren Partnern, nur Sandy und Craige würden mit einer etwas späteren Fähre kommen, und Delwyn würde erst in Greymouth zu uns stoßen.

Treffen auf der Fähre: Bronnie, Winnie, Sandra, Lee und Paddy.

Wir hatten Glück mit dem Wetter, es war sonnig und relativ warm, und die See war sehr ruhig, so gut wie kein Wellengang. Paddy und ich genossen die Überfahrt an Deck in der Sonne, während Sandra und Lee sich eine Kabine genommen hatten, um etwas Schlaf nachzuholen, da sie die halbe Nacht durchgefahren waren. Die Überfahrt ist wirklich traumhaft, vor allem der Teil durch die Sounds, aber seht selbst:

In Picton angekommen, suchten wir uns ein Café und genehmigten uns Lunch während wir auf Sandy und Craige warteten, die nur eine halbe Stunde später ankamen.

Die „numb bum“ crew ist (bis auf Delwyn) vollständig – alle Radler (bis auf mich, einer muss ja fotografieren) und support crew sind heil in Picton angekommen.

Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Greymouth, das etwa 350km von Picton entfernt an der Westküste liegt. Wir genossen unseren Roadtrip in vollen Zügen, das Wetter war schön und unterwegs gab es einiges zu sehen.

Wunderschöne Landschaft auf dem Weg in die Berge.
Kurzer Stop am Lake Rotoiti bei Saint Arnaud.

Der nächste Sightseeing-Stop war die Buller Gorge swing bridge, wo man theoretisch auch per Flying Fox zurück über den Fluss hätte „fliegen“ können, aber wir bevorzugten die Hängebrücke:

Am frühen Abend erreichten wir Greymouth und unser AirBnB, das wir uns mit unseren „Roomies“ Lee und Sandra teilten. Wir hatten ein großes Haus mit jeder Menge Platz ganz für uns vier, genial!

Lee und Sandra in unserem Wohnzimmer.

Zum Dinner ging es zu Monteith’s Brewery, und nach einem langen Reisetag fielen wir danach relativ früh todmüde in unsere Betten.

Sonntag war pre-race day, und so nutzten wir den Morgen für eine kleine Trainingsfahrt, um unsere Beine zu lockern und sicherzustellen stellen, dass unsere Räder die Reise gut überstanden hatten. Wir radelten an der Küste entlang Richtung Norden, mit tollen Ausblicken über das Meer und die hügelige Küstenlandschaft. Vier der fünf „numb bums“ unterwegs an der Westküste – nur Delwyn fehlte, sie würde am nächsten Tag mit unserem anderen Team, den „4 old spokes“ mit dem Zug aus Christchurch kommen.

Während die „numb bums“ ein letztes Training absolvierten, besichtigte unsere support crew die berühmten „pancake rocks“. Hier ein paar Fotos von Paddy:

Sandra, Bronnie und Craige genießen die Aussicht.

Nach einer Erfrischungs- und Lunchpause trafen wir uns am Nachmittag zu einer kurzen Wanderung zum „Coal creek fall“, die Bronnie ausgekundschaftet hatte. Auf einem gut ausgebauten Wanderweg ging es durch den Wald, vorbei an Pilzen in allen möglichen Farben, entlang eines kleinen Flüsschens bis hin zum Coal Creek Wasserfall. Die ganze Zeit lag der Geruch von Kohle in der Luft, der vom Flüsschen aufstieg. In dieser Gegend wurde früher Kohle abgebaut und verschifft. Hier ein paar Eindrücke von unserer Wanderung:

Unser Ziel, der „Coal creek fall“.

Die Wanderung war echt schön, zum einen, weil ich Hiking eh gerne mag und der Wasserfall sehr sehenswert war, zum anderen aber auch, weil es eine gute Ablenkung war, so langsam wurde ich nämlich nervös… Zum Abendessen gingen wir erneut zu Monteith’s Brewery, und danach wartete eine sehr unruhige Nacht auf mich, ich war einfach schon zu nervös, um gut zu schlafen.

Da wir erst um 13.30 Uhr am Bahnhof sein mussten, um die anderen vom Transalpine Zug zu empfangen und unsere race kits abzuholen, hatten wir den ganzen Vormittag für ein bisschen mehr Sightseeing (und Ablenkung) zur Verfügung. Der Tag startete kühl und nass, das konnte ja toll werden!!

Der Blick aus unserem Wohnzimmerfenster am Morgen offenbarte nichts Gutes: Regen!

Nach dem Frühstück trafen wir uns mit den anderen und fuhren zur Southern Breakwater viewing platform, von wo aus man in eine Richtung über das Meer schaut, in die andere Richtung über Greymouth in die Berge. Das Wetter sah so gar nicht verheißungsvoll aus… und von den Bergen war vor lauter Wolken nichts zu sehen.

Am Strand von Greymouth gibt es ein „Haus“ aus Treibholz, das ständig größer wird – wohnen wollte ich dort zwar nicht (ist doch etwas luftig), aber es war schon interessant zu sehen, und jemand hat wirklich versucht, es wohnlicher zu machen:

Und dann riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam durch! Meine Hoffnung auf ein trockenes Rennen später wuchs. Aber noch hatten wir reichlich Zeit bis dahin und so wanderten wir weiter zu einem kleinen Verteidigungsstand (pillbox) am Strand, der für die Verteidigung gegen mögliche Angreifer im zweiten Weltkrieg gebaut worden war:

Zum Mittagessen fuhren wir zurück in den Ort und gönnten uns Scones und Kaffee – ich war zwar nervös, brauchte aber trotzdem einen Kaffee zum Aufwachen, da die Nacht nicht sehr ergiebig gewesen war…

Pünktlich um 13.30 Uhr standen wir am Bahnhof, um unsere Teamkollegen zu empfangen, die das volle Tour of New Zealand-Paket gebucht hatten, inklusive Unterkünfte und einer Fahrt mit dem Transalpine Express von Christchurch nach Greymouth.

Die Greymouth Town Clock.
Warten auf den Transalpine Express 🙂

Vom Rennen selbst erzähle ich euch dann mehr im nächsten Blog!

Fortsetzung folgt…

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