Hallo liebe Leser,
in diesem Blog hole ich ein bisschen nach, was in den letzten vier Monaten so passiert ist. Am 13.Dezember war Paddy’s Geburtstag, und da er keine Party wollte, verbrachten wir den Tag ganz romantisch zu zweit. Zum Frühstück gab es neben Essen auch Geschenke:

Teil seines Geschenks war ein Tag in Napier, ein romantisches Dinner im Bistro Central Firestation und anschließende Übernachtung in unserem Dachzelt auf dem Campingplatz, so dass wir beide etwas trinken konnten. Es war ein wunderschöner heißer Sommertag (die ganzen letzten Wochen waren sonnig und warm gewesen), und gleich nach dem Putzen machten wir uns auf den Weg nach Napier. Zunächst schlenderten wir durch die Stadt und stoppten für einen kleinen Lunch, bevor es zum Campingplatz ging, wo wir unser Dachzelt aufschlugen. Es war genial, auf dem ganzen Campingplatz waren vielleicht drei Leute!



Nach kurzer Ruhepause machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Da wir etwas zu früh dran waren für unsere Dinner-Reservierung genehmigten wir uns einen Aperitif im benachbarten Pub.




Danach ging es ins Central Firestation für ein grandioses Dinner mit leckerem Wein – sehr feudal und in einem tollen Ambiente:


Vollgefressen wie wir waren brauchten wir danach einen ausgedehnten Abendspaziergang, und der milde Abend lud förmlich dazu ein, ein wenig umherzuwandern. Hier ein paar Eindrücke:

Den Abschluss bildete eine romantische warme Nacht in unserem Dachzelt und ein leckeres Frühstück in einem Cafe am nächsten Morgen, bevor es wieder nach Hause ging. Ich muss zugeben, dass ich mich ein kleinwenig mitbeschenkt habe mit diesem Geburtstagsgeschenk 😉
Weihnachten war ziemlich unspektakulär, dieses Jahr feierten wir in sehr kleinem Rahmen nur mit Paddy’s Tochter Livi, da alle anderen Familienmitglieder sich in Wellington bei Greg und Tilly zum Feiern trafen. Da Weihnachten unsere Hauptsaison startet, war das für uns keine Option, und so genossen wir ruhige Weihnachten zu dritt:

Ich hatte ein Päckchen von Bettina aus Deutschland geschickt bekommen, lauter leckere Sachen aus der Heimat! Vielen vielen Dank!

Am Nachmittag des 25.12. hatten wir unsere permanents zu einem kleinen Umtrunk eingeladen, und alle, die hier waren, kamen, so dass es ein lustiger und lebhafter Nachmittag wurde. Später schauten auch noch Baez, Jane und ihr Sohn und Roy und Wendy vorbei. Zum Glück hatten wir an diesem Tag Glück mit dem Wetter, es war trocken und heiß!



Das sollte sich leider schon vom nächsten Tag an ändern – das Wetter schlug um und es blieb kalt und relativ nass für den Rest des Dezembers und den gesamten Januar durch! Das hat uns ganz schön unser Hauptsaison-Geschäft vermasselt, es war so ruhig wie noch nie zu dieser Jahreszeit – aber wer will schon in Kälte und Regen campen?!? Doch davon ließen wir uns unsere Silvesterparty natürlich nicht zerstören! Wir räumten kurzerhand einen Teil von Paddy’s Workshop aus und schleppten Sofas und Sitzmöglichkeiten herbei, platzierten die Bands im benachbarten Teil und bauten zusätzlich einen Pavillon direkt davor auf. Dann heizten wir den Kamin im Workshop ein und wärmten uns zusätzlich mit Tanzen und Alkohol auf – alles kein Problem. Natürlich fiel die Party deutlich kleiner aus als gewohnt, letztes Jahr kamen um die 200 Leute, dieses Jahr waren es wohl so um die 50, aber jede Menge Spaß und gute Musik hatten wir trotzdem! So hießen wir das neue Jahr gebührend willkommen:








Nach sehr kurzer Nacht und ziemlich hartem Aufstehen trafen wir uns zum Katerfrühstück bei uns in der Küche – normalerweise hätte das draußen auf unserer Veranda stattgefunden, aber das Wetter spielte auch im neuen Jahr nicht so richtig mit.


Dass es wirklich kalt war im Januar, beweist dieses Foto – Schnee in den Ruahine Ranges, im Januar, mitten im Sommer!!!

Wie schon erwähnt, war der Januar wettertechnisch nicht gerade toll, so dass es auch auf unserem Campingplatz verhältnismäßig ruhig blieb. So hatte ich jede Menge Zeit für mein Radl-Training, schließlich musste ich bis Anfang April fit werden. Und so starteten mein Team „5 numb bums“ und ich und unser A Team, die „4 old spokes“, im Januar mit ernsthaftem Training für die Tour of New Zealand – jede Menge Kilometer und Höhenmeter! Zum Glück wurde das Wetter ab Schulferien-Ende schön und sommerlich (nicht sehr nett für die Schüler und Lehrer), so dass ab Anfang Februar unser Geschäft busy wurde. Da machte das Arbeiten gleich viel mehr Spaß!
Am ersten Märzwochenende machte ein großer Teil unseres Radl-Vereins einen Ausflug nach Taupo, denn dort fand am Samstag der Ironman Triathlon statt, an dem eine unserer Radlerinnen, Jo Baker, teilnahm. Doch nicht nur sie, auch ihre ganze Familie bestritt dort die halbe Ironman Distanz als Team, Tochter Laken sogar allein alle drei Disziplinen – was für eine Familie! Und so holte mich Cheryl am Samstag in aller Frühe ab und wir machten uns auf den Weg, um Jo zu unterstützen. Wir kamen gerade rechtzeitig an, um sie in der Transition Zone vom Schwimmen zum Radfahren zu sehen, und sie sah gut aus! Leider erwischte ich sie nicht auf einem Foto, aber so sah die Transition Zone aus:

Kurz nachdem Jo auf ihrem Rad davongebraust war, um die 180km in Angriff zu nehmen, trafen Cheryl und ich uns mit Craige und Sandy. Wir alle hatten unsere Räder dabei, damit wir von einem Event zum nächsten fahren konnten, und so machten wir uns nun auf zum NZMCA Campingplatz 8km außerhalb von Taupo, da Craige und Sandy ihr Wohnmobil dort hatten und praktischerweise der Radkurs dort vorbei ging. Wir postierten uns an einer Ecke und feuerten die vorbeisausenden Radfahrer an, während wir auf Jo warteten. Dank der Tracking App wussten wir halbwegs genau, wann sie wo war. Zu unserem Leidwesen fing es an zu regnen, aber netterweise durften wir in einem umgebauten Pferdeanhänger unterschlüpfen, so dass wir nicht völlig durchnässt wurden.



Zum Glück hörte es bald wieder auf zu regnen und die Sonne kam heraus, so dass es bei der letzten Disziplin, dem Marathon, echt warm wurde – gut für die Zuschauer, nicht so gut für die Läufer… Jo war nach Schwimmen und Radfahren in ihrer Alterskategorie zweite, echt klasse! Das Laufen gehört nicht zu ihren Paradedisziplinen, da sie Knieprobleme hat und so teilweise gehen musste. Wir hüpften also wieder auf unsere Räder und fuhren zurück nach Taupo, wo wir in Cheryl’s und meinem Hotelzimmer eine kurze Pause einlegten, bevor wir entlang der Marathonstrecke in die Stadtmitte liefen. Der Marathon wurde entlang des Seeufers gelaufen, 4 Runden mussten absolviert werden, das war sehr Zuschauer-freundlich! Überhaupt war das ganze Riesen-Event perfekt organisiert!





Zwischendurch mussten wir Zuschauer uns natürlich stärken, so ein Ironman dauert den ganzen Tag! Und so hatten wir leckere Drinks und Dinner, während die Athleten schwitzten!

Inzwischen war es Abend geworden, und wir wurden mit einem tollen Sonnenuntergang verwöhnt, während Jo (und viele andere) noch immer auf der Strecke war.



Wir warteten nicht mehr auf Jo, da wir annahmen, dass es eine Weile dauern würde bis sie aus dem Zielbereich herauskommen würde, und sie würde sicher gerne mit ihrer Familie ihre phantastische Leistung feiern wollen. Gut gemacht, Jo, das war sehr beeindruckend!!!
Wir machten uns auf den Weg zurück zum Hotel und fielen erschöpft in unsere Betten. Am Morgen trafen wir uns mit Craige und Sandy zum Frühstück mit Aussicht über den See, bevor es wieder nach Hause ging:


Das war so das Wichtigste, was seit Dezember passiert ist. Im nächsten Blog (den ich hoffentlich auch in den nächsten paar Tagen schreiben werde) gibt es eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse von September bis Dezember, dann seid ihr wieder komplett im Bilde 😉
Zum Schluss nochmal ein Spendenaufruf für unsere charity auf der Tour of New Zealand: es wäre echt toll, wenn ihr mich dabei unterstützen könntet, mein Spendenziel von $500 für „Neuroendocrine Cancer NZ“ zu erreichen, wie ich (und mein Team) finde ein echt guter Zweck. Vielen Dank für eure Unterstützung!
https://tourofnewzealand25.grassrootz.com/net-cancer-nz/susanne-franz
Macht es gut bis zum nächsten Blogbeitrag!
Eure Susi





