Ein Wiedersehen mit Freunden in München

Hallo liebe Leser, inzwischen ist der Sommer in Deutschland angekommen, die letzten beiden Wochen war traumhaft warmes, sonniges Wetter mit nur wenigen kurzen abendlichen Gewittern – sooooo schön!!! ☀️

Letzte Woche Sonntag machten Paddy und ich uns auf nach München, in meine alte Heimat. Da wir leider nur eine Woche Zeit hatten, wussten wir, dass unser Terminplan sehr voll gepackt sein würde, denn schließlich wollte ich so viele Freunde wie möglich wiedersehen! Am Abend kamen wir nach gefühlt unendlicher Fahrt (es war ziemlich viel Verkehr und etliche Baustellen) in München an, und nach erfolgreicher Parkplatzsuche trafen wir Bettina in unserer Bleibe für diese Woche, der Wohnung einer Freundin von ihr, die gerade nicht in München ist. Praktischerweise war die Wohnung in Giesing ganz nah bei einigen meiner Freunde und nah an meiner ersten Schule, an der ich unterrichtet habe. 😊

Nach kurzen Plausch mit Bettina richteten wir uns häuslich ein und machten uns auf die Suche nach etwas Essbarem – der Schinkenpeter war quasi ums Eck, da mussten wir nicht lange überlegen. Bei Breznknödeln und Käsespätzle kamen wir so richtig, auch essenstechnisch, in München an 😜.

Leckere bayerische Küche!

Am Montag morgen trafen wir uns mit Moni bei ihr zum Kaffeetrinken, Quatschen und Fahrrad-Abholen – sie lieh Paddy ihr altes Stadtfahrrad, so dass wir mobil waren (ich hatte ja mein roadbike dabei). Vielen Dank, Moni!

Paddy’s city cruiser für diese Woche.

Die ersten Neuigkeiten waren schonmal ausgetauscht, aber wir trafen sie am Abend nochmal im Biergarten mit den anderen Mädels. Bis dahin schlenderten wir ein wenig durch Giesing, kauften ein paar Lebensmittel ein und frühstückten in einem Café. Um 14.00 Uhr hatte Paddy einen Termin zu einem ausführlichen Gesundheits-Check im Prienamed – da das Gesundheitssystem in Neuseeland nicht gerade das Beste ist und es quasi keine Vorsorge gibt, erledigt Paddy das alle paar Jahre in Deutschland. Ergebnis: Top in Schuss! 😊👍🏻

Gleich im Anschluss radelten wir zum Treffen mit meinen ehemaligen Arbeitskollegen im Paulaner Biergarten am Nockherberg. Es war soooo schön, Laura, Moni, Sandra + Michi, Tibor und Evi wiederzusehen und die dazugehörigen Kinder, die in den letzten drei Jahren auf die Welt kamen, endlich kennenzulernen (und die Kinder, die ich schon kannte, wieder zu sehen)! Was für ein genialer Abend!!! Hier ein paar Eindrücke:

Dienstag waren wir voll ausgebucht, und da die einzige Möglichkeit, ein Radtraining in unserem geschäftigen Tag unterzubringen, am Morgen war, stand ich um 6 Uhr auf und schwang mich aufs Radl. Gott, ist München busy!!! So viele Radler, Fußgänger und Autos, so viele Kreuzungen und Ampeln!! Das war ich ja gar nicht mehr gewohnt! Zum Glück wurde es ab Perlacher Forst ruhiger, und so konnte ich wenigstens zwischendrin ein bisschen Gas geben (wenn ich denn wusste, wohin 😜). Und ein bisschen Bergtraining hatte ich mit Schäftlarn dann auch 😉:

Mein Training auf Strava.
Schäftlarn.
Die Isar.

Wieder daheim reichte die Zeit noch für eine schnelle Dusche, bevor wir uns um 9.00 Uhr mit Claudi zum Frühstücken trafen. Es war echt schön, sie wiederzusehen und ausführlich zu quatschen!

Claudi und ich – wie in alten Tagen!

Wir begleiteten sie zur Schule und so traf ich noch ein paar Ex-Kollegen und machte ein Lunch-Date für den nächsten Tag mit Thorsten aus. Es fühlte sich ein bisschen komisch an, wieder in meinem alten Schulgebäude zu sein nach all den Jahren (9 Jahre, um genau zu sein, denn 2015 wurde die Schule geteilt und ich ging in den Norden Münchens), diesmal quasi als Besucher. Ich habe eigentlich nur gute Erinnerungen an diese Schule, und so stellte sich schon ein wenig Wehmut ein, denn das Unterrichten und einige Seiten des Lehrerdaseins vermisse ich ja schon!

Weiter ging es nach Pasing, wo wir uns mit Nadine zum Lunch verabredet hatten. Während des Essens brachte mich Nadine auf den neuesten Stand, was so in der FOS Nord und vor allem in der Fachschaft Gesundheit los ist. Aber natürlich gab es auch genug Privates zu bequatschen! Ich bin echt froh, dass es mit einem Treffen zwischen ihren Praktikumsbesuchen geklappt hat!

Für den Nachmittag waren wir bei Katharina in Wolnzach zu Kaffee und Kuchen eingeladen, und so kam Paddy zu seiner ersten Autobahnfahrt in Deutschland dieses Jahr:

Bei Katharina warteten nicht nur ihre Familie Jannis und Dirk auf uns, sondern auch Viola. Katharina, Viola und ich kennen uns von unserer gemeinsamen Krankenpflege-Ausbildung in Freising, die inzwischen schon über 20 Jahre her ist. Da wir uns nicht nur in den letzten drei Jahren, seit ich in Neuseeland wohne, sondern auch in den letzten 20 Jahren nicht so oft gesehen haben, gab es jede Menge zu bequatschen. Zum Glück konnte Paddy mit Dirk über Motorräder reden, sonst hätte er sich wohl zu Tode gelangweilt 😜.

Für den nächsten Tag stand ein Frühstück bei Roswitha, meiner früheren Englisch-Fachbetreuung, auf dem Programm. Auch Moni war eingeladen, und Roswitha hatte (wie immer) aufgefahren, was die Küche zu bieten hatte! Leider habe ich über den tollen Gesprächen und dem guten Essen vergessen, ein Foto zu machen 😕.

Walter und Elli hatten uns für den Nachmittag und Abend zum Grillen eingeladen – die ganze Woche gingen wir praktisch von einem Essen zum nächsten, gar nicht gut fürs Gewicht… Das Wetter hielt zum Glück auch bis zum Abend, wo es ein kurzes Gewitter gab, aber pünktlich für unseren Heimweg war es wieder trocken. Bei Walter gab es wie immer leckeres Grillfleisch und guten Wein. Außerdem sahen wir auch ihre Tochter Cassandra wieder, die wir 2021 als Baby kennengelernt hatten – wie die Zeit vergeht!

Paddy, Cassandra, Hund Santo, Walter, ich und Elli beim Grillen auf dem Balkon.
Das war noch vor dem Wein, auch wenn’s nicht so aussieht! 🤪

Da der Abend recht lang und alkoholisch wurde, konnte ich mich am nächsten Morgen nicht zum Radfahren aufraffen, das Bett war zu gemütlich! Und unser nächstes Date war schon um 9.00 Uhr, Frühstück mit Kati, die extra aus dem Allgäu angereist war. Auf der Suche nach einem netten Café radelten wir gemeinsam durch Haidhausen, meiner alten “hood” – soooo schön!!

Kati vorneweg durch das malerische Haidhausen.

Natürlich wurden wir fündig, und bei gutem Kaffee und Croissants tauschten wir Neuigkeiten aus dem Allgäu mit Neuigkeiten aus Neuseeland aus, zu Paddys Nachteil zum großen Teil auf Deutsch. Danach radelten wir direkt zum Weißenseepark (mit kurzem Zwischenstopp im Supermarkt), wo wir uns mit Bettina, Laura und Sandra zu einem Picknick trafen, zu dem später auch noch Bettina’s Mann Jakob dazu stieß. Paddy war ein bisschen “out-peopled” und blieb in unserer Unterkunft.

Kati, Sandra und Laura.
Bettina.
Die Picknick-Crew 😊.

Der Abend war für ein fancy Dinner mit Jörg im südafrikanischen Restaurant “Savanna” reserviert, und so schwangen Paddy und ich uns nach einer schnellen Dusche wieder auf die Räder und radelten Richtung Innenstadt.

Kurzer Stop auf der Isarbrücke zum Genießen der Aussicht.

Bei leckeren Cocktails, Wein und südafrikanischen Spezialitäten quatschten wir über alte Judozeiten und aktuelle Dinge. Es wurde ein sehr schöner Abend, von dem wir alle wohl etwas angedüdelt nach Hause kamen, zum Glück ohne Radunfall!

Den Freitag hatten wir bis zum Abend ganz für uns, was nach all dem Freundetreffen auch mal schön war. Wir nutzten den Tag dazu, durch München zu laufen und in Erinnerungen zu schwelgen über alte Zeiten und Paddy’s ersten und zweiten Besuch in Deutschland.

Bauarbeiten in der Balanstraße, vor meinem ehemaligen Zuhause.

Der Gasteig wird renoviert, und damit er nicht die ganze Zeit leer und ungenutzt da steht, haben sich ein paar Leute etwas einfallen lassen – übergangsweise gibt es dort Bars, einen Comedy Club, Übungsmöglichkeiten für Musiker, Sitzecken und Kunst zu sehen bzw. zu nutzen, echt cool!

Von dort aus spazierten wir weiter an der Isar entlang Richtung Friedensengel und dann die Prinzregentenstraße hinunter zum Englischen Garten und der Staatskanzlei:

Der Friedensengel.

Und natürlich durfte ein Blick auf die Surfer nicht fehlen!

Staatskanzlei und Hofgarten:

Am Odeonsplatz war schon alles bereit für das Klassik-Konzert am Abend.
Das Rathaus am Marienplatz.

Abends trafen wir uns bei Frank und genossen Pizza und Bier ganz gemütlich bei ihm zu Hause mit Freundin Julia – wir hatten erstmal genug vom Ausgehen!

Samstag früh hieß es dann Packen, Fahrrad zurückbringen und Auri’s Wohnung saubermachen. Bevor wir weiter zu Kathrin und Markus nach Merching fuhren, machten wir einen Stopp am Feldmochinger See und genehmigten uns dort Lunch und einen Spaziergang um den See herum. Als ich in Feldmoching wohnte, war ich bei schönem Wetter Dauergast am See 😊.

Ausblick über den See von einer Aussichtsplattform.

Dann ging es auf nach Merching, wo Kathrin, meine ehemalige Mitbewohnerin in unserer München-WG, und Markus, mein Judofreund aus alten Zeiten, ein Haus gebaut hatten und dort jetzt mit ihren zwei Kids leben. Natürlich gab es wieder lecker Essen (vom Grill) und dazu Aperol Spritz, yum!!

Kathrin beim Salatzubereiten.

Nach dem Essen stand für Paddy noch ein Dart-Wettkampf mit Markus und Moritz an:

Am Sonntag morgen ließen wir es uns nicht nehmen, auf den Sportplatz mitzukommen und Moritz beim Fußballspielen anzufeuern. Er hat seinen Job im Tor echt gut gemacht!

Und zum Abschied gab es noch ein Gruppenbild, leider ohne Moritz, der schon wieder bei seinem Team war:

Da an diesem Tag das Endspiel der Europameisterschaft stattfand und wir das in guter Atmosphäre schauen wollten, fuhren wir zurück nach München, wo wir uns abends mit Frank und Julia treffen wollten. Netterweise hatte Frank uns seine Wohnung zum Übernachten angeboten.

Doch bevor wir uns mit den beiden trafen, besuchten wir Claudi, die eine Woche zuvor Mutter geworden war – Söhnchen Miljan hatte sich mächtig Zeit gelassen mit Auf-die Welt-Kommen, er hätte schon zwei Wochen eher kommen sollen. Eigentlich wollte Claudi die erste Woche erstmal niemanden sehen, aber für uns Weitgereiste machte sie zum Glück eine Ausnahme! Vielen Dank, Claudi, es war sooooo schön, dich wiederzusehen und deinen Sohn kennen zu lernen. 😊

Die glückliche frisch gebackene Mama mit Baby.

Um kurz vor 7 trafen wir uns mit Julia und Frank und zogen zusammen los zum Löwenbräu-Biergarten, wo das Finale auf einer riesigen Leinwand übertragen wurde. Bevor das Spiel Spanien gegen England startete, stärkten wir uns mit Radler, Riesenbreze und Hendl, dann waren wir bereit! Die Mehrheit der Leute im Biergarten war für Spanien, weshalb es bei deren Toren zu lautstarkem Jubel kam. Was für ein toller Abend für Spanien, Glückwunsch!

Am nächsten Morgen, nach sehr kurzer Nacht, da ich schon um 6.00 aufstehen musste, traf ich mich zum Abschluss mit Lena an der Schule. Beinahe hätten wir uns verpasst, da wir nach Berlin weiter wollten und sie gerade erst von einem Yogaseminar zurückgekommen war. Aber das ging natürlich gar nicht, und so verabredeten wir uns um 7.00 Uhr an der Schule, vor ihrem ersten Arbeitstag dort nach Elternzeit. Ich bin sooo froh, dass es noch geklappt hat!! Es war so schön, sie zu sehen und mit ihr zu reden! 😊

Und dann war unsere Woche in München auch schon rum – eine Woche war einfach viel zu kurz für meine alte Heimat! Aber es war eine tolle Woche, und wir haben es geschafft, viele (wenn auch nicht alle) Freunde wieder zu sehen. Es war soooooo schön!!! Ich werde euch echt (wieder) vermissen! Bis zum nächsten Wiedersehen in zwei Jahren! Und wir machten uns auf den Weg nach Berlin – aber davon im nächsten Blogbeitrag mehr. 😊

Eure Susi

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