Hallo liebe Leser, heute, nur ca 3 Monate später, erfahrt ihr endlich, was so im Februar und März los war bei uns. So langsam hole ich auf mit meinen Berichten 😉
Im Nachtrag von Januar habe ich ein Bild vergessen, dass ich euch nicht vorenthalten wollte – es ist von der Zeit, als wir fünf Freunde aus der Heimat gleichzeitig zu Besuch hatten (zum Glück haben wir einen Campingplatz mit jeder Menge Schlafmöglichkeiten). Was für eine coole Zeit! Ich hoffe, im Laufe der Jahre kann ich noch viel mehr Freunde hier begrüßen!

Anfang Februar löste Paula ihren Gutschein für eine Winery Tour bei uns ein, den wir ihr zum vorletzten (!) Geburtstag geschenkt hatten. So lange hatte es gedauert, einen gemeinsamen Termin zu finden… ok, Cyclone Gabrielle und der Wiederaufbau danach haben da schon auch ein bisschen dazwischen gefunkt. Und so machten wir uns am 04. Februar auf nach Hamoana, wo wir coole City-Cruiser-Bikes ausliehen, denn natürlich wollten wir auf der Winery Tour auch Wein trinken, da geht Autofahren eher nicht so gut. Paddy’s Tochter Liv hatte sich netterweise bereit erklärt, Chauffeur zu spielen und uns nach Hamoana und zurück zu bringen. Nach kurzer Einführung und Einstellen der Räder ging es los Richtung Clifton:



Unsere erste Station war das Hygge Café in Clifton, wo wir uns erstmal einen herzhaften Lunch als Grundlage für den Wein genehmigten. Das Wetter war perfekt an diesem Tag, sonnig und warm, aber nicht zu heiß.



Frisch gestärkt ging es von dort gemächlich auf unseren coolen Rädern zur ersten Winery, der Te Awanga Estate. Dort wählten wir verschiedene Weine aus und machten es uns im Gras gemütlich:


Gut gelaunt nach der ersten Weinverkostung radelten wir über einen kleinen Umweg zur Elephant Hill Winery, die in einem sehr modernen Bau untergebracht ist. Hier gönnten wir uns ein Wine tasting mit offiziell 5 verschiedenen Weinen, wir bekamen aber 7 oder 8, die Lady hinter der Theke mochte uns wohl 😉




Unsere letzte Station war die Clearview Estate Winery, zu der wir ganz kurz vor Geschäftsschluss kamen, so dass wir beinahe nichts mehr bekommen hätten. Aber wir hatten Glück und konnten noch auf ein schnelles Getränk Platz nehmen:



Gut gelaunt und ein wenig betrunken machten wir uns auf den Weg zurück zum Fahrradverleih, wo Liv uns aufsammelte und sicher nach Hause brachte. Was für ein schöner Tag! Ich kann die Winery Tour per Fahrrad nur wärmstens empfehlen!
Mitte Februar kamen Claudi und Thorsten von ihrem Südinsel-Trip zurück auf die Nordinseln und luden uns zum Art Deco Festival nach Napier ein. Zweimal im Jahr (Winter und Sommer) findet in Napier eine Zeitreise zurück in die 20er Jahre statt: Oldtimer fahren durch die Straßen, die Menschen flanieren in 20er Jahre Outfits durch die Stadt und an jeder Ecke hört man Musik aus dieser Zeit. Außerdem finden etliche Tanz- und Musikaufführungen an verschiedenen Orten statt, es gibt eine große Car Parade, bei der unzählige Oldtimer in einer großen Parade durch die Stadt fahren, und es gibt mehrere Flugshows mit alten Flugzeugen. Freitag mittag luden Claudi und Thorsten mich in ihren Leihwagen und los ging es nach Napier. Paddy musste leider auf dem Campingplatz bleiben, es war zu viel los – und einer muss ja das Geld verdienen ;-). Hier ein paar Eindrücke von unserem Nachmittag in der Art Deco Stadt (Fotos mit Vintage Filter, weil es hier so gut passt):

Gegen Abend machten sich alle Leute auf zur Marine Parade und der Sound Shell, denn dort würde es die halbe Nacht Konzerte geben. Auch wir wanderten dorthin und suchten uns ein freies Plätzchen auf dem Rasen zwischen all den passend zum Anlass gekleideten Menschen. Um uns herum wurden Picknicks ausgepackt, und auch wir wurden hungrig, so dass Thorsten sich zur nächsten Pizzeria aufmachte und mit einer großen, leckeren Pizza für uns zurückkam:



Später am Abend stieß Paddy noch zu uns, inzwischen war es ruhig genug auf dem Campingplatz, so dass er nachkommen konnte.


Wir schlenderten noch ein wenig durch die laue Nacht, lauschten der Musik in der Sound Shell und machten uns dann auf zu unserem Hotel in Ahuriri, das Claudi ausgesucht und gebucht hatte. Die Zimmer waren riesig! Und die Bildergalerie in den Gängen war sehr unterhaltsam und gut für Fotos zu verwenden 🙂

Auch am nächsten Tag war wieder viel geboten – wir hörten verschiedenen Musikern zu, schauten uns Tanzaufführungen an und blieben sogar bis zur Car Parade, um die alten Autos zu bewundern, bevor es wieder zurück nach Waipawa ging. Und da das Wetter perfekt war, wimmelte es in Napier nur so von Menschen. Hier ein paar Fotos vom Samstag auf dem Art Deco Festival:
Claudi und Thorsten blieben noch ein paar Tage bei uns, bevor sie sich auf den Weg machten, die Nordinsel noch ein wenig zu erkunden. Den letzten gemeinsamen Abend verbrachten wir mit einem guten Essen (wie alle anderen Abende auch) und danach einem letzten Kicker-Duell. Es war echt eine schöne Zeit mit den beiden! Zum Glück sehen wir uns ja bald wieder, das nächste Mal dann in Deutschland.




Doch wir mussten nicht lange warten, bis der nächste Besuch aus der Heimat kam: Thilo, mein Ex-Schüler von meiner Gesundheitsklasse 2016/17 , ist gerade für ein Jahr Work & Travel in Neuseeland und kam auf dem Weg zur Südinsel bei uns vorbei. Was für ein Wiedersehen! Es war echt schön, ihn nach 7 Jahren wieder zu sehen und zu erfahren, was er in der Zwischenzeit so alles gemacht hat! Danke für deinen Besuch, Thilo!


Netterweise half Thilo uns dann noch tatkräftig beim Zaunbau – wir mussten einen Zaun um unsere Lodge bauen, um Harvey davon abzuhalten, die Vanuatu-Boys aufzufressen, die noch bis August in der Lodge wohnen, während sie auf den Apfelplantagen arbeiten. Harvey mag es nicht, wenn fremde Leute auf unserem Grundstück sind, und leider scheint er zusätzlich rassistisch zu sein… jedenfalls bellt er die Jungs von den Inseln regelmäßig an, obwohl er sich inzwischen eigentlich an sie hätte gewöhnen müssen.


Auch Harry half einen Tag lang mit, und so dauerte es nur ein paar Tage, bis der Zaun stand und die Vanuatu Boys endlich auch ihre Veranda nutzen konnten, ohne Angst haben zu müssen, von einem Schäferhund angebellt zu werden).
Am Osterwochenende fand Saritas und Harrys Hochzeit statt. Eigentlich war geplant gewesen, sie bei uns im Garten zu feiern, aber ausgerechnet an diesem Samstag spielte das Wetter nicht mit und es goß in Strömen (nach wochenlanger Dürre!). Zum Glück konnten die beiden ganz kurzfristig die Otane Town Hall buchen, und so fand die Hochzeit drinnen statt. Es war eine ganz zwanglose, schöne Feier, bei der auch die beiden Bands der Neuverheirateten spielten – beide sind Sänger in ihrer jeweiligen Band. Es war ein echt schönes Fest!





So, das wars mal wieder von mir. Im nächsten Blogbeitrag erfahrt ihr, was bei uns im April so los war, und dann geht es wieder mit aktuellen Beiträgen weiter. Ufff, ganz schön mühsam, ein halbes Jahr aufzuholen… 😉
Übrigens sind es nur noch 47 Tage bis zum Abflug nach Deutschland, also nicht einmal mehr 7 Wochen!!! Und so langsam nimmt die Planung unseres Europatrips auch Form an, so wie es aussieht sind wir mindestens vom 7.-13. Juli in München, eventuell noch ein paar Tage länger, nur so zur Planung… Ich hoffe, ich kann so viele Freunde wie möglich in der kurzen Zeit sehen, die wir in Deutschland haben. Bis dahin macht es gut und lest weiterhin meinen Blog! Und meinen ehemaligen Lehrerkollegen (und Kolleginnen, liebe Laura) wünsche ich gute Nerven bei der Abikorrektur!
Eure Susi


















