Der Countdown bis Weihnachten läuft… und noch so viel zu tun!

Hallo liebe Leser, diese Woche bin ich zur Abwechslung mal pünktlich mit meinem Blog. Hier ist es jetzt Sonntag Abend, und während Paddy unser Abendessen kocht, schreibe ich euch von meiner Woche.

Diese Woche hieß es „back to racing“ – Dienstag Abend war race night, und wie (fast) jeden Dienstag Abend war es kalt, windig und regnerisch. Der Wettergott ist dieses Jahr wahrlich kein Radrenn-Fan… Zum Aufwärmen radelte ich die knapp 10km zum Start nach Otane, meine Beine fühlten sich gar nicht gut an, und ich dachte, das wird kein gutes Rennen werden… Heute musste ich ohne Sandy ran, sie hatte leider keine Zeit.

Warten auf das race briefing, noch sind nicht alle da. Wie schon erwähnt war das Wetter nicht das beste, so dass sich die Teilnehmerzahl leider in Grenzen hielt.

Diese Woche stand Kermesse auf dem Programm, d.h. 4 Runden á 8,5km auf einem flachen Kurs – es würde mit Sicherheit ein schnelles Rennen werden! Es war erst mein drittes Rennen in C grade, und so war mein Ziel, so lange wie möglich mit der Gruppe zu fahren ohne den Anschluss zu verlieren. Schon in der ersten Runde merkte ich, wie meine Beine plötzlich besser wurden, und ich fühlte mich richtig gut, so gut, dass ich tatsächlich relativ viel Arbeit an der Spitze machte. Wie eigentlich immer wurde das Rennen in C grade im Zielsprint entschieden, und ich war dabei! Ich landete auf dem dritten Platz, 2 Sekunden hinter dem Sieger, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 35 km/h – mein schnellstes Rennen bis jetzt. Was für ein cooles Rennen!

Das Ergebnis dieses Rennens – A und B grade mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 41km/h!!

Vor der Weihnachtspause ist jetzt nur noch ein Rennen, und am 19.12. ein Mannschaftsrennen (davon erzähle ich euch dann mehr, wenn es soweit ist), dann ist erstmal Pause für zwei Wochen, bevor es im Januar in die zweite Hälfte der Saison geht. Aber genug vom Sport!

Auf unserem Campingplatz gehen die Renovierungsarbeiten weiter voran, allerdings leider langsamer als uns lieb ist – so langsam geht uns die Zeit aus bis Weihnachten… Paddy war in den letzten Tagen hauptsächlich mit Klempnerarbeiten in den beiden Bädern beschäftigt:

Die Leitungen für die Waschbecken sind gelegt, jetzt fehlen nur noch die Waschbecken…
Noch mehr Rohre… hier zu den Duschen.
Das sind unsere Dusch-Timer, damit unsere Gäste es mit der Dusch-Länge nicht übertreiben…

Außerdem hat Paddy die Bäder sauber gemacht, jetzt fehlen nur noch die Waschbecken und die Decke, beides sollten wir in der kommenden Woche schaffen…

Die Maler haben diese Woche angefangen, die Waschküche zu streichen, so sah sie vorher aus (wir haben die Waschmaschinen in die Mitte gerückt, um Platz zum Streichen zu schaffen):

Das „Nachher-Bild“ gibt es dann, wenn sie fertig gestrichen ist und eine neue Decke hat. Auch dem Küchenfußboden haben sich die Maler angenommen, leider bisher mit nur mäßigem Erfolg, denn die Farbe will und will nicht trocknen (siehe Video, unbedingt mit Ton anschauen!):

Zuerst wurde der Boden geschliffen…
… dann gemalert – die ganze Küche ist jetzt frisch gestrichen und würde eigentlich echt gut aussehen, wäre da nicht…
… dieses „sticky noise“ 😦

Irgendwie müssen wir dieses Problem in der kommenden Woche lösen, wie auch immer… In dieser Woche kommen die Edelstahl-Arbeitsplatten hinein, und in den Bädern werden die Decken installiert. Paddy will die Waschbecken in den Bädern einbauen und die Spülbecken in der Küche anschließen. Für das Einsetzen und den Anschluss der Gaskochplatten brauchen wir jedoch einen Fachmann, der das hoffentlich auch nächste Woche machen kann. Und sobald das Fußboden-Problem in der Küche gelöst ist, können wir sie wieder einräumen und sie kann benutzt werden. Ich bin froh, wenn es soweit ist, denn zur Zeit benutzen alle die Küche unserer Lodge, die eigentlich nicht für so viel Publikumsverkehr gedacht ist… Es ist also noch jede Menge zu tun vor unserer Hauptsaison, und natürlich auch noch jede Menge „Kleinkram“, den ich gar nicht erwähnt habe. Drückt uns die Daumen, dass wir alles (oder wenigstens so viel wie möglich) rechtzeitig hin kriegen 🙂

Neben der Arbeit brauchen wir natürlich etwas zum Ausgleich, ich habe mein Radfahren und Paddy hat seine Musik. Gestern hatte Paddy’s Band einen Gig im Copperpot (wie im letzten Blog angekündigt), der so gut lief, dass der Kneipenbesitzer sie gerne fest für einen Gig im Monat buchen würde. Ich war leider zu müde, um die Nacht durchzutanzen und blieb zu Hause. Am nächsten Morgen gab es die übliche Nachbesprechung beim Frühstück im „Goat Horn Café“, mit einem Teil der Band und ein paar Gästen:

Glyn, Paddy, Andy, Bob und Steve beim Frühstück.

Der nächste Termin am heutigen Sonntag war die Alpaka-Schur, die wir wegen Regens schon zweimal verschieben mussten. Heute sollte es endlich klappen, denn der Regen wartete bis wir fertig waren 🙂

Zuerst lockte Paddy Felix (das weiße Alpaka) und Radar (der schwarze Bruder) in unser provisorisches Gehege, was erfreulich einfach war dank eines Asts mit leckeren Blättern:

Noch sind die beiden ganz wollig und schauen aus wie Alpakas.

„Ich sag dir, irgendetwas ist faul hier!“
„Oh Gott, das ist der Mann mit dem Foltergerät!!!“

In den folgenden Videos (unbedingt mit Ton anschauen) werdet ihr Zeuge, wie sich Felix beim Scheren anstellt…

Zuerst der Kampf, Felix auf den Tisch zu kriegen…
… dann der Kampf beim Scheren.

Felix schreit und spuckt die ganze Zeit, als ginge es um sein Leben, so dass alle nach dem Scheren mit grüner Spucke bekleckert sind. Zum Glück ist Radar das Gegenteil und lässt die Schur relativ geduldig über sich ergehen. Nach ihrem Friseurtermin schauen die Alpakas echt lustig aus, denn irgendwie bleibt nicht viel von ihnen übrig, wenn man die Wolle wegnimmt:

Jetzt sind die beiden bereit für sommerliche Temperaturen, es muss nur noch das Wetter mitspielen 😉

Dem ganzen Regenwetter zum Trotz produziert unser Grapefruit-Baum jede Menge Früchte, aber vielleicht mag er es auch gerne feucht. Jedenfalls ernten wir eimerweise Grapefruits, die sehr saftig und fast süß schmecken. Heute habe ich ein bisschen Saft gepresst – sehr lecker, sogar unverdünnt und ohne Zucker!

So, das wars mal wieder für heute, Dinner ist fertig, wir werden es uns jetzt schmecken lassen. Ich hoffe, euch geht es gut und ihr seid weiter mit euren Weihnachtsvorbereitungen als wir es sind… Lasst gerne mal wieder von euch hören! Euch noch eine schöne, weiße Vorweihnachtszeit! Bis nächste Woche!

Eure Susi

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