Fast 10 Wochen wiedervereint! ­čą░ÔÖą´ŞĆ

Hallo liebe Leser! Paddy ist nun schon fast 10 Wochen hier, und noch immer wirkt es etwas unwirklich nach der langen Trennung. Wir genie├čen jede Minute miteinander, aber inzwischen schaffen wir es auch, mal etwas ohne den anderen zu machen ohne gleich „separation anxiety“ zu bekommen – solange es nicht f├╝r zu lange ist. Es w├Ąre gelogen zu sagen, dass alles immer einfach und harmonisch ist, es ist f├╝r uns beide eine Riesenumstellung nach 15 Monaten Getrenntsein pl├Âtzlich 24 Stunden am Tag zusammen zu sein, abgesehen davon, dass unser Leben gerade alles andere als eine Struktur hat, da wir ja beide zur Zeit nicht arbeiten. Aber genau das gibt uns auch viele Freiheiten, und inzwischen haben wir gelernt, uns gegenseitig Freir├Ąume zu lassen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sch├Ân es ist, jeden Abend mit Paddy ins Bett zu gehen und jeden Morgen neben ihm aufzuwachen und noch eine Runde zu kuscheln!!! Seit er hier ist, schlafen wir beide auch wieder deutlich besser als w├Ąhrend der Trennung. F├╝r uns ist es immer noch etwas besonderes, Dinge zusammen zu machen und wirklich zusammen zu leben! Ich hoffe durch unsere Geschichte werden wir den anderen niemals f├╝r selbstverst├Ąndlich nehmen ­čÖé

Happy couple ­čÖé

Seit seiner Ankunft vor knapp 10 Wochen hat Paddy sich schon sehr gut akklimatisiert und eingew├Âhnt: Er ├╝bt (mehr oder weniger flei├čig) jeden Tag Deutsch mit Duolingo. F├╝r politische Diskussionen reicht es zwar noch nicht ganz, aber er kann inzwischen problemlos dank t├Ąglicher ├ťbung auf deutsch beim B├Ącker einkaufen – „Mehrkornbr├Âtchen“ und „Muntermacher“ sind fest in sein Vokabular integriert :-). Auch an das Autofahren auf der f├╝r ihn falschen Seite hat er sich inzwischen gew├Âhnt, und ebenso daran, dass er mit rechts schalten muss, das klappt alles wunderbar! Und der Griff zur Maske beim Verlassen des Hauses ist ihm schon in Fleisch und Blut ├╝bergegangen. Nat├╝rlich vermisst er seine Familie und Freunde und seinen Campingplatz, aber zum Gl├╝ck gibt es ja das Internet, so dass In-Kontakt-Bleiben (bis auf den Zeitunterschied) kein Problem ist. Aber er genie├čt sehr, dass er ein anderes Land, seine Sprache und seine Kultur kennen lernen darf, und auch das deutsche Essen (vor allem Brot und Kuchen) haben es ihm angetan. Und nat├╝rlich, dass wir eeeendlich wieder zusammen sind.

Aber was haben wir eigentlich so in den letzten Wochen getrieben? Dazu komme ich jetzt: Nachdem wir aus Berlin wieder zur├╝ck waren, haben wir mit Claudi angefangen, die zuk├╝nftige K├╝che unseres Apartments herzurichten: Zuerst wurde von Claudi und Paddy flei├čig gespachtelt:

Paddy beim Spachteln der Decke.

Danach ging es mit Streichen weiter, das war Paddy und mein Job – deshalb habe ich leider keine Bilder davon, ich war so mit Streichen besch├Ąftigt ;-). Inzwischen sind wir beim Fliesenlegen angekommen, und w├Ąhrend ich hier gerade gem├╝tlich meinen Blog schreibe, arbeiten Claudi und Paddy flei├čig am Fu├čboden:

Das Work-Dream-Team bei der Arbeit.
Fast fertig mit dem Fliesenlegen!!

Immerhin konnte ich wenigstens einen kleinen Beitrag leisten, indem ich beim Baumarkt die ben├Âtigten Sachen zum Fugen besorgt habe. Ab morgen wird dann verfugt, und danach m├╝ssen wir erstmal auf die bestellten Leisten warten, die wohl so in zwei Wochen kommen werden.

Aber nat├╝rlich haben wir nicht nur gearbeitet! Am Muttertag verw├Âhnte Thorsten seine Eltern und uns mit einem exzellenten Essen – es gab Lamm in Erdbeer-Pfeffer-So├če, sooo lecker!!! Bei sch├Ânstem Sommerwetter (das genau einen Tag anhielt) genossen wir die Mahlzeit und danach den von Claudi gebackenen Kuchen auf der Terrasse. Dank diverser begleitender alkoholischer Getr├Ąnke klappte auch die deutsch-neuseel├Ąndische Verst├Ąndigung relativ fl├╝ssig ­čśë

Paddy, ich, Claudi und Thorstens Eltern beim Muttertags-Mittagessen, hier die Vorspeise.
Das Lamm in Erdbeer-Pfeffer-So├če mit Graupen – ein Gedicht!!

Am Dienstag danach fuhr ich f├╝r zwei Tage zu einem Kurztrip nach M├╝nchen – Paddy und ich brauchten mal ein bisschen Abstand, und ich wollte ein paar meiner Freunde endlich mal wieder sehen, die ich wirklich sehr vermisse! Zum Gl├╝ck klappte es bei Sandra und Moni superspontan mit einem Spaziergang zusammen:

Sandra und Kira, die gerade erst Radfahren gelernt hat, und das mit 3 Jahren!
Moni, die ich das erste Mal seit September wieder live gesehen habe.
Bl├╝tenpracht in einer Giesinger Stra├če.

Abends fuhr ich zu Claudi weiter. Wir bestellten Pizza und verbrachten den ganzen Abend quatschend auf dem Sofa, und da sie am n├Ąchsten Tag erst sp├Ąt zur Arbeit musste, konnten wir sogar noch gem├╝tlich zusammen fr├╝hst├╝cken. Danach ging es f├╝r sie in die Schule und f├╝r mich wieder zur├╝ck nach Kleinostheim. Ich hatte Paddy furchtbar vermisst in den nichtmal ganz zwei Tagen, und seiner langen Umarmung nach zu urteilen, mit der ich empfangen wurde, war es ihm nicht anderes ergangen. Es ist gar nicht so leicht, nach unseren Erfahrungen mit der langen Trennung etwas ohne den anderen zu machen, da kommt sofort Trennungsangst hoch; aber die zwei Tage Abstand haben uns schon auch mal gut getan.

Einen Tag sp├Ąter begleitete Paddy Thorsten, Uli und seine Freunde auf eine traditionelle, deutsche Vatertagswanderung. Bevor es losging, machte jeder daheim brav einen Covidtest, so dass man wenigstens halbwegs vor Ansteckung sicher sein konnte:

Alles gut – Covid-Selbsttest negativ!

Da ich ja nicht dabei war, erz├Ąhlt euch Paddy von seinen Erfahrungen mit einem typisch deutschen Vatertag in einem Extra-Blogbeitrag, den ich in den n├Ąchsten Tagen posten werde.

Am n├Ąchsten Tag nutzten Paddy und ich den Nachmittag f├╝r eine kleine Tour nach und durch Gelnhausen, wo ich die ersten 9 Jahre meines Lebens gewohnt habe. Das war wie eine Reise in meine Kindheit, obwohl ich das St├Ądtchen wirklich nicht mehr kenne, aber ein paar Ecken kamen mir dann doch noch bekannt vor. Hier ein paar Bilder:

Der Hexenturm.
Das Wahrzeichen von Gelnhausen: die Marienkirche.
Die Marienkirche von innen.
Eines der engen G├Ąsschen der Gelnh├Ąuser Altstadt.
Was man beim Sightseeing so alles lernt ­čÖé
Einer der beiden Marktpl├Ątze (Untermarkt?) mit der Marienkirche im Hintergrund.

Kaum wieder in Kleinostheim angekommen ging es auch gleich weiter zu Thorstens Eltern. Sie hatten uns alle zu einem typisch hessischen Vesper mit Kochk├Ąs, Handk├Ąs mit Musik und ├äppler (Apfelwein) eingeladen, sehr lecker! Es war ein sehr sch├Âner Abend mit regem Austausch ├╝ber die Unterschiede zwischen Deutschland und Neuseeland inklusive ein wenig Geographie mit Globus.

Paddy, Thorstens Eltern, Claudi und Thorsten beim Vesper.

Am n├Ąchsten Tag stand mal wieder Holzmachen auf dem Programm, leider hatten wir dieses Mal echt Pech mit dem Wetter und wurden alle v├Âllig durchn├Ąsst. Das war wirklich kein Spa├č dieses Mal! Und da wir wegen des schlechten Wetters nicht fertig wurden, wurde gleich ein weiteres Date f├╝r den Samstag drauf ausgemacht. Wenigstens konnten wir uns danach in der Sauna wieder aufw├Ąrmen, aber dieses Mal waren wir alle zu m├╝de und kaputt zum Kickern oder Darten, so dass es relativ fr├╝h ins Bett ging.

Den regenfreien Sonntag nachmittag nutzten Paddy und ich zu einem Ausflug zur Stra├čenfarm Tannenhof bei Schaafheim. Zuerst besichtigten wir den Hofladen und kauften leckeres Strau├čenfleisch, dann schauten wir uns die Tiere live an – echt beeindruckend mit ihrer Gr├Â├če! Auch die Aussicht von dort kann sich sehen lassen, man kann bei klarem Wetter sogar die Skyline von Mainhatten (Frankfurt) sehen, heute war sie jedoch nur zu erahnen…

Dieser Strau├č stolzierte am Zaun auf und ab, seine Artgenossen hinter ihm waren jedoch v├Âllig unbeeindruckt von uns.
Man kann die Skyline von Frankfurt erahnen.

Wir machten noch einen kurzen Abstecher zu einem historischen Turm mit einem tollen Ausblick, den Paddy mir zeigen wollte, weil er dort am Vatertag mit den Jungs war, und danach waren wir zu Kaffee und Kuchen bei Elke und meinem Vater eingeladen.

Historischer Turm in der N├Ąhe von Schaafheim.
Der Ausblick vom Turm auf die Umgebung und den Modellflugplatz direkt vorm Turm.
Leckere, von Elke selbst gebackene Erdbeerkuchen, mit ihr und meinem Vater im Hintergrund.

Kaum wieder daheim angekommen, gab es schon wieder Essen. Thorsten hat sich an einer Linsenlasagne versucht und auch Vera dazu eingeladen. Nat├╝rlich durfte auch ein guter Wein dazu nicht fehlen:

Die n├Ąchsten beiden Tage verbrachten Paddy und ich, wie schon erw├Ąhnt, haupts├Ąchlich mit dem Streichen der K├╝che. Wir hatten eh das passende Wetter dazu – Regen, Regen, Regen… irgendwie zeigt Deutschland sich gerade nicht von seiner sonnigsten und w├Ąrmsten Seite…

Am Mittwoch nutzten wir die sinkenden Coronainzidenzen zu einem Click-and-meet-Termin in einem Aschaffenburger Musikgesch├Ąft, f├╝r den man jetzt keinen negativen Test mehr braucht. Wir verbrachten dort fast zwei Stunden, wurden hervorragend beraten und Paddy probierte s├Ąmtliche Breedlove-Gitarren aus, die er in die Finger kriegen konnte. Wie durch ein Wunder verlie├čen wir den Laden ohne eine einzige Gitarre ­čśë

Paddy beim Gitarren-Probieren.

Auch letzten Samstag stand nochmal Holzmachen auf dem Programm, das letzte Mal f├╝r dieses Jahr, und so machten wir uns um 10.00 Uhr auf in den Wald. Dieses Mal konzentrierte ich mich ganz auf die Arbeit und fotografierte nur in der Pause:

Die Jungs bei der Brotzeit, um neue Kr├Ąfte zu sammeln.
Auch Paddy st├Ąrkt sich, bevor es an den letzten Akt geht.
Und dann ging es auch schon wieder weiter.

Zum Gl├╝ck waren wir dieses Mal fr├╝h fertig, so dass wir noch gen├╝gend Zeit hatten zu duschen und uns etwas auszuruhen, bevor Dieter und Vera zum Abendessen und anschlie├čendem Kickern/Darten kamen. Obwohl wir ziemlich k.o. waren, spielten wir trotzdem noch ein paar Stunden, und hey, ich werde echt besser im Kickern, yayyy!

Paddy, Dieter, Vera, Claudi und Thorsten beim Abendessen.
Danach wurde flei├čig gekickert…
… gedartet…
… und genagelt – Paddy ist da echt gut! Ich daf├╝r gar nicht…

Am Pfingstmontag wurde das Wetter endlich mal wieder besser – der Regen h├Ârte auf, die Sonne kam raus und auch er Wind lie├č nach. So beschlossen Paddy und ich, eine Radtour nach Seligenstadt zu machen. Nat├╝rlich war es schon am Main entlang recht voll, wir waren nicht die einzigen, die diese Idee hatten, aber Seligenstadt selbst war dann richtig voll! Und man h├Ątte meinen k├Ânnen, dass es Corona nicht mehr gibt: alles voller Menschen, keine Maskenpflicht mehr in der Innenstadt und man konnte tats├Ąchlich in Cafes, Restaurants und Eisdielen drau├čen an Tischen sitzen, ohne Test und ohne Mundschutz! Anfangs fand ich das zwar etwas unheimlich, aber wir genossen unseren gro├čen Eisbecher dann doch sehr!! Es f├╝hlte sich fast wieder an wie zu normalen Zeiten! Aber wir a├čen nicht nur Eis, wir schauten uns auch den Ort ein wenig an (siehe auch Titelbild), jedenfalls so lange bis schwarze Wolken am Horizont mit Regen und Gewitter drohten! Dann schwangen wir uns schnell auf unsere R├Ąder, radelten zur├╝ck und schafften es tats├Ąchlich trockenen Fu├čes nach Hause ­čÖé

Paddy und ich am Main.
Paddy im Klostergarten, in dem alle Pflanzen mit Schildchen erkl├Ąrt waren.
Der gut gepflegte Klostergarten.
Park am Kloster.
Fachwerkh├Ąuser in der Seligenst├Ądter Altstadt.
Ganz sch├Ân was los in der Innenstadt!
Paddy und unsere zwei leckeren Eisbecher, die wir tats├Ąchlich an einem Tisch sitzend genie├čen durften.

Nat├╝rlich haben Paddy und ich auch ein paar Mal in der K├╝che gezaubert (naja, gekocht bzw. gebacken – aber alles war essbar). Hier ein paar ausgew├Ąhlte Bilder:

Paddy beim Cookies-Backen.
Das fertige Produkt konnte sich echt sehen (und essen) lassen!
Sheperd’s Pie nach Paddy’s Rezept.
Gestern gab es Steaks mit ger├Âsteten K├Ąse-Ofen-Kartoffeln und Salat (f├╝r den war ich zust├Ąndig).

Morgen und ├╝bermorgen steht das Fugen der neu verlegten Fliesen an, bevor wir am Sonntag f├╝r eine Woche nach M├╝nchen fahren und danach noch eine Woche ins Berchtesgadener Land! Ich freue mich sooo sehr auf M├╝nchen, und darauf, m├Âglichst viele Freunde wieder zu sehen!!! Ich vermisse beides sehr! Und danach gehts in die Berge – schlie├člich soll Paddy ja auch ein bisschen was von Deutschland sehen, jetzt, wo Hotels und AirB&Bs wieder aufmachen d├╝rfen! Ich hoffe nur, dass das Wetter besser wird als es in den letzten Wochen war… Aber dar├╝ber lest ihr dann in meinem n├Ąchsten Blogbeitrag. Hier noch was zum Schmunzeln zum Abschied:

The Kiwi way of cutting „Rhabarber-Streusel-Kuchen“ ­čÖé

Bis dahin lasst es euch gut gehen und bleibt gesund!

Eure Susi

2 Kommentare zu „Fast 10 Wochen wiedervereint! ­čą░ÔÖą´ŞĆ“

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