Unterwegs auf dem Otago Rail Trail und dem Clutha Gold Trail đŸšŽđŸ»â€â™€ïž

Die letzten paar Tage waren Pino und ich auf den Radwegen Otagos unterwegs. Am Mittwoch fuhren wir mit dem Taieri Gorge Train, einem historischen Zug, auf einer wunderschönen Strecke von Dunedin nach Pukerangi:

Es war das erste Mal, dass ich ein anderes Transportmittel benutzt habe als mein Fahrrad, seit ich in Neuseeland angekommen bin. Umso mehr konnte ich die Fahrt genießen!

In Pukerangi angekommen, galt es fĂŒr uns, die letzten 20km nach Middlemarch zu radeln, wo der Otago Rail Trail beginnt bzw. endet.

FrĂŒh am Donnerstag brachen wir auf Richtung Ranfurly, wo wir die Nacht verbringen wollten. Der erste Teil dieser Etappe war eher langweilig, es ging lange Zeit immer flach nur geradeaus:

Außerdem war es unangenehm kĂŒhl, da die Sonne hinter Wolken versteckt war. Zum GlĂŒck gab es aber dann doch auch tolle Landschaft zu sehen, und die Sonne kam auch raus:

Nach 60 flachen Kilometern in Ranfurly angekommen, machten wir eine kurze Stadtbesichtigung (es ist nur sehr klein), bevor wir unsere Zelte aufschlugen, aßen und in die SchlafsĂ€cke krochen.

Am Freitag stand der letzte Teil des Otago Rail Trails bis Alexandra auf dem Programm (85km), da wir uns den offiziell letzten Teil, nĂ€mlich die 8km nach Clyde, sparen wollten, um dafĂŒr den nĂ€chsten Trail direkt dranzuhĂ€ngen. Der Anfang war Ă€hnlich wie am Vortag: flach, gerade, langweilig, bewölkt und kĂŒhl. Das Spannendste war noch mein Platten, diesmal hatte es das Vorderrad erwischt. Nach Schlauchwechsel, einer leckeren Pause in einem CafĂ© am Wegesrand und weiteren eher faden Kilometern wurde es dann endlich schön:

Unser Fazit zum Otago Rail Trail: ziemlich lange, langweilige StĂŒcke mit dafĂŒr spektakulĂ€ren Landschaften zwischendurch, hĂ€ufig unangenehme TrailoberflĂ€che (tiefer Schotter).

Am Samstag radelten wir von Alexandra ĂŒber Roxburgh nach Beaumont, insgesamt 86 km bei 770 Höhenmetern. Eigentlich wĂ€ren wir gerne den Roxburgh Gorge Trail gefahren, aber dafĂŒr hĂ€tten wir fĂŒr ein paar Kilometer zwischendrin ein Jetboot reservieren (und bezahlen) mĂŒssen, da dort (noch) kein Radweg ist. Das war uns zu teuer – aber wir bereuten es hinterher, denn der Trail muss genial sein… So waren wir gezwungen, den State Highway bis Roxburgh zu nehmen, und der war ziemlich anstrengend, da es stĂ€ndig relativ steil bergauf und bergab ging.

In Roxburgh brauchten wir dann erstmal eine kleine StÀrkung und eine Pause, in der wir uns das nette Dorf ein bisschen ansahen:

Danach radelten wir die nĂ€chsten 50km auf dem Clutha Gold Trail, und der war genial! Es ging immer am tĂŒrkisfarbenen Clutha River entlang, stĂ€ndig auf und ab auf einem herrlich gewundenen, manchmal sehr engen Trail mit tollen Ausblicken – wir hĂ€tten uns nur gewĂŒnscht, dass wir ohne das ganze GepĂ€ck hĂ€tten fahren können, dann wĂ€re es die perfekte Mountainbike-Strecke gewesen! So mussten wir dann doch etwas vorsichtiger fahren 😜. Hier ein paar EindrĂŒcke:

Fazit zum Clutha Gold Trail: der absolute Wahnsinn, muss man unbedingt machen, wenn man in Otago ist! Das war der beste Trail bisher hier in Neuseeland, auch wenn ich ihn nicht komplett gefahren bin (die letzten 20km nach Lawrence nicht).

Am Sonntag hieß es dann Abschied nehmen von meinem on- and off-ReisegefĂ€hrten Pino – fĂŒr ihn ging es jetzt mit dem Bus nach Queenstown, wĂ€hrend ich in drei Tagen nach Manapouri radeln wollte. FĂŒr diesen Tag war ganztĂ€gig Regen angesagt, so dass ich mir erstmal offen hielt, ob ich noch eine Nacht dort auf dem Zeltplatz bleiben wĂŒrde oder nicht. Nachdem der Morgen aber sonnig begann, machte ich mich auf zu meinem heutigen Ziel, dem StĂ€dtchen Gore. Leider ging die Etappe komplett an der Straße entlang, und v.a. am Anfang sehr bergig, so dass am Abend wieder 720 Höhenmeter auf 71 km zu Buche standen.

NatĂŒrlich fing es nach einer Stunde das Regnen (oder SchĂŒtten?!?) an, aber wenigstens kam so meine tolle neue Regenhose mal zum Einsatz, und die hat sich echt gelohnt! Trotzdem kam ich nachmittags tropfnass in Gore an und beschloss, mir ein Zimmer in einem B&B zu gönnen – auf Camping bei dem Sauwetter hatte ich keine Lust! So genoss ich das erste Mal hier in Neuseeland ein Einzelzimmer – auch mal nicht schlecht 😊.

Am Montag geht es nach Lumsden oder Mossburn (je nachdem, wie gut die Beine sind😜), Dienstag dann weiter nach Te Anau, dort bleib ich dann erstmal ein paar Tage.

Viele GrĂŒĂŸe aus Gore! Und versinkt nicht im Schnee – ist ja krass, was da in MĂŒnchen gerade so rumliegt 😳!

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